BLKÖ:Wildenstein, Franz Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Wildenstein, Georg
Band: 56 (1888), ab Seite: 147. (Quelle)
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4. Franz Joseph (geb. zu Gratz 21. October 1774, gest. [148] 19. Mai 1808), ein Sohn des Grafen Ernst Heinrich [Siehe diesen S. 150] aus dessen Ehe mit Maria Theresia Gräfin Thurn-Valsassina, bekleidete die Stelle eines steiermärkischen Ausschußrathes und beschäftigte sich mit classischen Studien, wie es seine Uebersetzung einer Schrift des Jesuiten Jean Rapin (geb. 1621, gest. 1687) bezeugt. Im ersten Bande der in letzter Ausgabe 1725 erschienenen „Oeuvres“ dieses Jesuiten befinden sich dessen Vergleichungen des Demosthenes mit Cicero, des Thucydides mitTitus Livius, des Plato mit Aristoteles und des Homer mit Virgil. Diese letztere ist es, welche den Grafen besonders anzog. Sie erschien unter dem Titel: „Vergleichung des Homer mit dem Virgil, Aus dem Französischen“ (Augsburg 1766, Kranzfelder, 8°.). Da in dem nämlichen Verlage 1766 auch die Vergleichung des Demosthenes mit Cicero und 1767 die des Thucydides mit Livius desselben Jesuiten erschienen sind, so liegt es nahe, den Grafen auch für den Uebersetzer dieser zwei Schriften zu halten. Des Grafen Ehe mit Christine geborenen Gräfin Lengheim blieb kinderlos. Sein Bruder Ernst Ignaz, Benedictiner in Admont, mit dem Klosternamen Siegmund, schloß 1814 die Kalsdorfer Linie dieses Geschlechtes. –