Die Sage/Begriff und Wesen der Sage

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zur Geschichte der Volkssagenforschung Die Sage (1908) von Karl Wehrhan
Begriff und Wesen der Sage
Die Ethik der Sage


[3]
II. Begriff und Wesen der Sage.

Das Substantiv „Sage“ ist abgeleitet vom Verbum „sagen“. Beide gemeingermanische Ausdrücke sind uralt, für das Gothische nicht bezeugt, wohl aber für andere Sprachstämme. „Sagen“ = mittelhochd. sagen, althochd. sagen, altsächs. seggjan, niederd. seggen, niederländ. zeggen, angels. oder altengl. secgan (aus sagjan), engl. to say, altnord. segja, urverwandt mit littauisch sakýti, altslav. sociti. Die substantivischen Formen sind mittelhd. sage, althochd. saga, niederl. saghe, angels. oder altengl. sagu, engl. saw, altnord. saga, sög, altfries. sage, sege.

Nicht nur die Form selbst, sondern auch ihre Bedeutung hat, abgesehen von den Zusammensetzungen wie Aus-, Ab-, Zusage u. a., im Laufe der Jahrhunderte eine wesentliche Veränderung erfahren[1], die vor allem in einer Einschränkung besteht. Dem Neuhochdeutschen ist die Beweglichkeit, mit welcher die Sprache „Sage“ gebrauchte, verloren gegangen. Ursprünglich wurde „Sage“ angewandt im Sinne von Sprache, Fähigkeit zu sprechen, Tätigkeit des Sprechens, z. B. wer er siben gantze tag on sprach und on sag. (Keller, Altd. Gedichte 33, 1).

Dann bedeutete es das, was gesagt wurde, zunächst in allgemeiner Anwendung: Ausspruch, Mitteilung, Behauptung, Aussage, besonders die feierliche Aussage vor Gericht, also Zeugnis; in freierem Gebrauch auch von nicht gesprochener Aussage, hinweisend auf gesprochene Worte, z. B. ja wir wölln nach deiner sag gleich gehn mit allem hofgesindt. (H. Sachs 3, 1 90 4). – Nach alter deutscher Sage sind stille Wasser tief (Bürger 22b.) – Die peinlich Frag soll… nach Ermessung eyns guten vernünfftigen Richters fürgenommen [4] werden, und soll die Sag des Gefragten nit angenommen oder aufgeschrieben werden, so er in der Marter, sondern soll sein Sag thun, so er von der Marter gelassen ist (Carolina, Art. 58). –

Endlich bedeutete Sage einen auf mündlichem Wege verbreiteten Bericht über etwas, eine Kunde von etwas, aber wieder mit verschiedenem Nebensinn. In der älteren Sprache wird der Bericht, der sich noch auf etwas Gleichzeitiges bezieht, noch ohne die Betonung der Unsicherheit der Kunde aufgefaßt, z. B. nu was in vor mit sage wol kunt, wie der Kaiser walte zwên in kurzer stunt (Lohengrin 6798). Später kommt die Vorstellung des Unsicheren, Unzuverlässigen, des Gerüchts hinzu, z. B. durch offenbarung, red‘ und frage, wird offt gewehrt der bösen sage (Schwiegers geharnischte Venus 26, Neudr.)

Besonders entwickelte sich der Begriff Sage-Bericht, Kunde über etwas Vergangenes und zwar vor allem weit in der Vergangenheit Zurückliegendes, wie es von Geschlecht zu Geschlecht sich fortpflanzt, auch hier in der älteren Sprache zuerst wieder ohne die Vorstellung des Unzuverlässigen, des Unhistorischen, z. B. daz sî sanfte nâch sage waeren an dem vierden tage gerîten in daz schoene lant (Lanzelet 9094). Mit der wachsenden Kraft der Kritik, wie Grimms Wörterbuch sagt, entwickelte sich der moderne Begriff der Sage, mit dem die Vorstellung des Unhistorischen unlösbar verbunden ist. Danach ist die Sage eine Kunde von Ereignissen der Vergangenheit, welche einer historischen Beglaubigung entbehrt. Der Begriff der Sage wird ausgebildet als der naiver Geschichtserzählung und Überlieferung, die bei ihrer Anordnung von Geschlecht zu Geschlecht durch das dichterische Vermögen des Volksgemüts umgestaltet wurden, und freier Schöpfung der Volksphantasie, welche ihre Gebilde an bedeutsame Ereignisse, Personen, Stätten anknüpft.

Somit bedeutet Sage als Allgemeinbegriff die gesamte eben charakterisierte Überlieferung. W. Grimm sagt in seiner Heldensage 335: „Die Sage folgt der Entwicklung des menschlichen Geistes … In diesem Fortgange kann sie alles, was ein Volk geistig besitzt, Himmlisches wie Irdisches berühren“. In diesem Sinne spricht man von Götter-, Heldensage usw.

[5] Im engeren Sinne bezeichnet Sage eine Erzählung, Überlieferung mit bestimmtem Inhalt; so sagt man: die Sage von Siegfried, die Kyffhäusersage, die Sagen Westfalens u. a.

Weiter spricht man von einer alten, grauen, dunklen Sage. Man sagt: der Sage nach – es ist eine Sage – wie die Sage geht – die Sagen gehn, z. B. die allgemeine Sage geht, daß die Gespenster meiner Väter in diesen Ruinen rasselnde Ketten schleifen (Schillers Räuber 4, 5).

Und endlich schließt sich der Begriff Sage auch ferner an eine unverbürgte Vorstellung, z. B.: War seiner Hoffnung Grund nicht eine graue Sage? (Uz 272, hrsg. v. Sauer).

Die heute vorwiegende Bedeutung der Sage – Volkssage – hat sich erst im 18. Jahrhundert entwickelt, wo mit dem Bekanntwerden und der Würdigung altnordischer Literatur der dortige Name dieser Dichtwerke (d. h. unbeglaubigter, dichterisch ausgeschmückter Geschichtserzählungen) „saga“ an das deutsche Wort angelehnt wurde. Am Ende des 18. Jahrhunderts erschienen die ersten solcher Sammlungen unter dem Titel „Sagen“ bei uns (vgl. d. Literatur unten!).

Aber auch heute ist der Begriff der Sage, dessen historische Entwicklung wir gleichsam gegeben haben, noch nicht so fest eingeengt, daß er nicht eine wenn auch nur geringe Beweglichkeit zuließe. Zuerst muß die Sage in der Überlieferung im allgemeinen einen Platz haben. Wir führen zum Vergleich verschiedene Definitionen außer den schon angegebenen an. Lyon sagt (a. a. O.): „Sage wie Überlieferung im engeren Sinn gehen auf das mehr oder minder Vergangene, von einem Geschlecht auf das andere Übergehende, Geschichtliche und bilden ein Stück des geistigen Eigentums eines Volkes. Sage und Überlieferung unterscheiden sich dadurch, daß der Inhalt der Sage nur Geschichte ist, der der Überlieferung aber auch Lehren und Vorschriften über gewisse Gebräuche sein kann. Im weiteren Sinn versteht man unter Überlieferung alles das, was von unseren Vorfahren, mündlich wie schriftlich, in Worten, Sachen, Einrichtungen, Gebräuchen usw. auf uns gekommen ist.“ Weigand (a. a. O.) sagt: „Die Sage ist eine im Volk entstandene, erdichtete oder durch Erdichtung ausgeschmückte Erzählung.“ Steinthal[2] definiert Sagen als „lediglich schriftstellerisch [6] überlieferte und von einem zum andern wandernde Erzählungsstoffe“ und schließt sich dabei an George an, der sagt: „Mythos ist ein in Erzählung gekleideter Gedanke“. Und der bekannte Volkskundeforscher Wilhelm Schwartz[3] meinte, die Sage im allgemeinen sei „jede aus dem volkstümlichen Leben aufsteigende erdichtete Erzählung“, im besonderen seien Sagen „diejenigen in kunstloser Form in der Volkserinnerung aufbewahrten Erdichtungen, welche Grundanschauungen der Volksseele, aus einem erhöhten Zustand der letzteren hervorgehend, eindringlich verkörpern und durch diese Verkörperung wiederum die Volksseele während langer Zeiten leiten und formen.“ Henne-Am-Rhyn[4] sagt: „Der Name der Sage ging vorzugsweise auf solche Erzählungen, welche sich an besondere Orte, Zeiten und Personen knüpften.“ Meiche[5] führt aus: „Für die Zwecke der Volkskunde, die uns die Volksseele bei ihrem Denken und Schaffen zeigen will, erweist sich der allgemeine Begriff der Sage (als Erzählung) als zu geräumig. Sage kann hier vor allem nur die Überlieferung genannt werden, an der das Volksbewußtsein unter Verwendung typischer Vorstellungen ausdeutend und fortgestaltend tätig ist. Mit anderen Worten: Ein Bericht wird erst dann zur Sage, wenn er sich nicht mit der Wiedergabe der einfachen Tatsache begnügt, sondern sie auch erklärt und dazu Anschauungen benutzt, die im Volke allgemein umlaufen und auch auf jeden ähnlichen Fall angewandt werden können.“

Mit dem Märchen hat die Sage viel Ähnlichkeit, beide greifen in unendlichen Mischungen und Wendungen ineinander, aber die Sage ist mehr lokaler, das Märchen allgemeiner Natur, erstere ist historischer, letztere poetischer. Daraus folgt, daß die Sage gebundener ist, das Märchen dagegen freier, in sich selbst ohne äußere Fesseln gefestigt. Wilhelm Grimm sagt davon[6]: Die geschichtliche Sage fügt [7] meistens etwas Ungewöhnliches und Überraschendes, selbst das Übersinnliche an das Gewöhnliche, Wohlbekannte und Gegenwärtige, das Märchen aber steht abseits von der Welt in einem umfriedeten ungestörten Platz, über welchen hinaus es nicht weiter schaut. Darum kennt es weder Namen noch Ort, noch eine bestimmte Heimat, und es ist etwas dem ganzen Vaterlande Gemeinsames.

Schließlich noch die Abgrenzung der verschiedenen Arten der Sagen: Während die geschichtliche Sage an geschichtliche Personen und Handlungen anknüpft und die im Volke fortlebenden Erinnerungen an geschichtliche Zustände, Persönlichkeiten und in nebelhaftes Dunkel zurückgetretene Taten zu Erzählungen ausbildet, haftet die örtliche Sage an bestimmten Örtlichkeiten. Die Heldensage lehnt sich an die alten Helden des Volkes an, die Göttersage oder der Mythus an die alten Götter mit ihren Zuständen, Handlungen, Erlebnissen, so also über die bloßen Ereignisse des Menschenlebens hinausgreifend. Wenn die Sage auf dem Gebiete monotheistischer dogmatischer Religionen und vorzugsweise der christlichen auftritt, so wird sie zur Legende. Beschäftigt sie sich mit dem Leben und Treiben der Tiere, so spricht man von einer Tiersage, die sich fast ausschließlich auf mit Sprache und Denkkraft ausgestattete ungezähmte Tiere bezieht. Doch entspricht in diesem Falle der Name Tiermärchen dem Wesen der Sage und des Märchens besser. Andere Sagen sind dadurch entstanden, daß das Volk Personen und Ortsnamen sich deutet und daraus eine Geschichte macht, das sind die ätiologischen Sagen. Man spricht auch noch von Sagenkreisen. Sie gruppieren sich um bevorzugte Persönlichkeiten (König Artus, Dietrich von Bern, Karl der Große u. a.) und deren Umgebung. Wenn die Sagen dieser Sagenkreise nach Ursprung und Inhalt auch sehr verschieden sind, so stehen sie doch im Zusammenhang. Im Mittelalter gab es eine Reihe solcher Sagenkreise; denn wie alle Volkspoesie blühten die Sagen am prächtigsten in alter Zeit und verstummten bei höherer Kultur mehr und mehr.

Zu der Beurteilung und Einreihung der Sagen sind endlich noch verschiedene Gesichtspunkte zu erwähnen.[7] Eine verschiedene Weltanschauung wird auch über „übernatürliche, [8] aus den Glauben gestellte Züge im Wesen der mythischen Sage“ geteilter Ansicht sein und unter Umständen etwas als Sage anerkennen oder nicht; so sieht der christliche Glaube in verschiedenen, besonders katholischen Gegenden, manche Wundersagen noch als durchaus mögliche Geschehnisse an, so daß dann die Aufnahme in die Sagensammlung verworfen wäre. Verschiedene Seelen- und Zaubersagen werden dagegen noch in unserer Zeit als mesmerianische Versuche und hypnotische Vorführungen erklärt[8], so z. B. das Geistauswandern und die Augenvergaukelei (Ein Arzt läßt den Geist des Kranken eine Zeitlang aus dem Körper scheiden, sein eigenes Schicksal im Gesicht der Vorbeigehenden ablesen. – Ein Gaukler läßt scheinbar einen Balken von einem Hahn schleppen, ein Mädchen mit vierblättrigem Kleebatt verrät die Augenverblendung.) Es fehlt auch nicht an Stimmen, welche die mit Steinen werfenden Poltergeister als wirklich vorhanden ansehen[9].

Keine Sagen sind die sogenannten merkwürdigen Begebenheiten oder Geschichten, mit denen manche Sagenbücher gestopft sind (wenn z. B. ein Affe mit einem Wickelkinde aufs Dach flüchtet u. a.) oder die nur den Aberglauben als solchen betreffen. Wie ist es nun mit den in bewußter literarischer Tätigkeit geschaffenen sagenhaften Erzählungen? Sind sie zu den Sagen zu rechnen? Sind sie reine Produkte eigener Phantasie, womöglich mit bestimmter Absicht erfunden (so z. B. die vielen Sagen zur Erklärung von Namen in landschaftlichen Geschichts- und Geographiewerken des 17. Jahrhunderts), so sind sie als Sagen abzuweisen. Manchmal hat aber auch ein bekannter oder unbekannter Dichter dem Volke ein Sagenkorn entnommen, poetisch befruchtet und dem Volke zur weiteren Ausbildung zurückgegeben, so daß eine Wechselwirkung zwischen bewußter und unbewußter Gestaltung eines Sagenstoffes entsteht. Solche Sagen sind der Niederschlag gewisser literarischer Strömungen und ihnen gegenüber ist die Sagenforschung Literaturgeschichte. Durch die Erkenntnis, wie das ursprüngliche Erzeugnis der Volksseele umgeprägt wird und sich dann wieder in der Masse verbreitet, gewinnt der Sagenforscher [9] schätzbare Parallelen zum tieferen Eindringen in das ältere Sagenmaterial. Solche Erzählungen sind auch als Sagen anzusehen, sie bilden die Gruppe der literarischen oder romantischen Sagen, weil der Einfluß der Romantik auf die Mehrzahl unter ihnen unverkennbar ist. Während die echte Sage dem Volkslied[10] gegenübergestellt werden kann, so die romantische Sage dem volkstümlichen Lied. Diese volkstümliche (literarische) Sagendichtung muß jedoch Kennzeichen echter Sagen aufweisen können, sonst entstehen unechte Sagen.

Die Scheidung in echte und unechte Sagen[11] ist schwer, denn es gibt dazu keine untrügliche Methode, sondern nur einige Kriterien. Die echte Volkssage ist schlicht, sie zeigt keine verwickelten Situationen, hat nichts Gekünsteltes und ist ohne reiche Nomenklatur, sie nimmt die Wesenzüge auch nicht aus den Vorstellungen einer internationalen Kultur oder aus gelehrten Einzelstudien. Wenn z. B. abergläubische Vorstellungen um wirkliche oder erdachte Vorfälle gruppiert werden, so kann man sie als echtes Sagengut ansehen; manche Gespenster- und Schatzsagen mögen so entstanden sein. Gelehrte Fabeln, also unechte Sagen sind vor allem die schon erwähnten sinnlosen Ableitungen von Orts- und anderen Namen und gewisse Göttersagen, die besonders vor einigen Jahrhunderten eine Rolle spielten. Unecht ist z. B. die Ableitung des Namens Dresden von trasi = pseudoslavisch „Fähre“ = Überfahrtsstelle der Wenden, echt dagegen ist folgende Namensage: Ein Wettiner wollte dem Ort einen Namen geben nach dem ersten Wort, welches er dort hörte. Als er hin kam, sagte ein Maurer beim Betrachten eines Steines zu sich selber: drehst’n oder wendst’n. Unecht ist z. B. auch folgende Sage von Soest, die an den lateinischen Namen der Stadt Susatum anknüpft: Hier soll vor diesem ein Schloß gestanden und das Volk sich der guten Gelegenheit wegen rund herum angesiedelt und so den Ort stetig vermehrt haben. Daher der Name Zusat oder Zusatz. Den Ausschlag gibt in letzter Linie nur das feine Gefühl des in langer Arbeit geschulten Forschers und Sammlers, wobei ein poetischer Sinn – die Sage ist ja Poesie – für den [10] echten Volksforscher unerläßlich ist. Das beste Kennzeichen für die Echtheit einer Sage ist aber schließlich das Verhalten des Volkes selbst, ob es eine Sage annimmt oder ablehnt.

Über das Alter der Sagen ein genaues Urteil zu fällen ist schwer, wenn nicht ganz unmöglich, zumal sie, wie das Volkslied, immer einem gewissen Wandel unterworfen sind, gleichsam immer von neuem wiedergeboren werden, und ist auch die Form einer Sage neu, so sind doch die ihr innewohnenden Vorstellungen uralt. Nach Grimm haben die Zwerg- und Hünensagen einen gewissen heidnischen Anstrich voraus. Und über die Sagen von Hexen und Gespenstern sagen diese Forscher: Man könnte sie insofern die neuesten nennen, als sie sich am öftersten erneuern, auch örtlich betrachtet, am lockersten stehen; inzwischen sind sie im Grunde vielmehr nur die unvertilglichsten, wegen ihrer steten Beziehung auf den Menschen und seine Handlungen, worin aber kein Beweis ihrer Neuheit liegt. Und Meiche sieht in den Teufels- und Gespenstersagen nicht mit Unrecht Nachklänge der religiösen Erregungen des 16. und 17. Jahrhunderts. Die Sage von den Poltergeistern sind uns meist aus den Zeiten nach dem dreißigjährigen Kriege überliefert und ebenso wie die Teufelsbündnisse für die Kulturgeschichte nicht unwichtig. –

Die Sage versteht es vorzüglich, in treffender Weise den Charakter ganzer Volksstämme zu bezeichnen. Das Wesen des eichenurwüchsigen Westfalen, das aber einem edlen Kern in rauher Schale gleicht, wird in der folgenden Sage in drastisch-plastischer Darstellung so recht gelungen wiedergegeben.

Christus geht einst mit Petrus in Westfalen spazieren; sie treffen aber nur kräftige und knorrige Eichen in dieser Gegend an. Petrus, dem es leid tut, daß niemand das schöne Land bewohnt und bebaut, bittet den Herrn, doch einen Menschen dafür zu schaffen. Christus stößt denn auch kaum mit dem Fuße gegen einen Eichenstamm, als dieser sich in einen blondgelockten Sohn der roten Erde verwandelt „frei und stark, blauäugig, trotzig bis ins Mark.“ Drohend wendet er sich zum schaffenden Herrn und schreit ihn zornig an: „Watt stött he mi!“

Nach einer anderen Sage sollen die beiden keine anderen lebenden Wesen unter den Eichen gefunden haben, als [11] Schweine, was Petrus zu derselben Bitte bewog. Auch nach dieser Sage schuf der Herr einen Westfalen, wenn auch nicht aus der Eiche, sondern aus etwas, was die Schweine hatten auf der Erde liegen gelassen – auch hier das trutzig-herausfordernde Benehmen des Neugeschaffenen.

Damit vergleiche man nachstehende rheinische Sage: „Eines Abends geht der Herr mit St. Petrus am Rheinesstrand, der Herr lehrend, der Apostel lauschend. Da merkt der Gottmensch, daß sein Zuhörer ein Zuschauer geworden und fragt den Jünger ernstlich, was es gebe. „Lieber Meister“, sagt der, „schau’ dort am Ufer die Maid, hier haust doch ein hübscher Menschenschlag!“ Und der Herr nimmt einen Sechsbätzner: „Den nimm, Petrus, und kaufe dir lieber einen guten Schoppen Rheinwein; du tust besser, als nach Evas Weise, die euch ins Leid gebracht, die Augen wandern zu zu lassen.“ Das ist echt „rhein-fränkischer Humor voll sittlich-religiösen Ernstes.“

Auch der köstliche deutsche Humor kommt in der Sage zur rechten Geltung; die Mehrzahl der Sagen hat irgend einen Zug, der die heitere Seite des Gemüts anregt. Wie der seine Frau auf die Probe stellende König Heinrich weidlich verprügelt wird, wie der Bauer Hans dem König ein Schnippchen dreht, ist bekannt (vgl. Grimms Sagen). Dahin gehören auch viele der Teufelssagen, die in epischer Breite schildern, wie der Böse hintergangen wird, wie er hereinfällt – immer kommt er zu spät, z. B. erst nach dem ersten Hahnschrei, oder der zuerst Begegnende oder die Brücke Überschreitende ist kein menschliches Wesen, wie er gehofft hat. Auch die Sage vom Schelm von Bergen hat einen lustigen Anklang. Im allgemeinen darf man auch hier mit Johann Rist sagen: Ein Volk ohne Scherz ist unheimlich, wie ein Wald ohne Gesang. Und wenn bestimmte Kreise dabei in Mitleidenschaft gezogen werden – man denke nur an einige Spott- und Ortsnamensagen – so werden die Betroffenen ja auch am ehesten ein herzliches Mitlachen für den harmlosen Scherz haben.

Sage und Anekdote berühren sich oft und zwar so innig, daß nicht immer die genaue Grenze gezogen werden kann. Der Anekdote haftet, wie der historischen Sage, etwas Geschichtliches an, aber bei der echten Anekdote mehr als bei der historischen Sage. Anekdota, ein griechisches Wort = [12] „nicht herausgegeben“, bezeichnete ursprünglich die aus irgend einem Grunde nicht veröffentlichten oder absichtlich verheimlichten Schriften; Anekdota bezeichnete dann zunächst eine nur mündlich überlieferte Erzählung eines einzelnen kleinen Erlebnisses, eines Ausspruches und dergleichen; vom Geschichtsschreiber übersehen oder der Veröffentlichung nicht für würdig erachtet, meistens eine kleine pointierte Erzählung.

Die Anekdote ist nicht selten Sage und zeigt uns eine geschichtliche Persönlichkeit, einen Helden, einen Fürsten in rein menschlichen Charakterzügen; sie hilft dem gewöhnlichen Manne erst so recht, sich seine Geschichte zu bilden, da die reine nackte Geschichte, die sich nur an aktenmäßige Tatsachen hält, dem gewöhnlichen Manne fremd bleibt und ihn kalt läßt. Die Anekdote durchbricht die ehrfurchtsvolle Entfernung des gewöhnlichen Erdenbürgers von dem Manne großer Taten, dem Herrscher auf dem Throne, wie es ja auch die historische Sage tut. Sie läßt uns gleichsam durch die Fenster in die Privatgemächer des Schlosses und durch den Busch in den abgesperrten Teil des königlichen Parkes einen gern geworfenen Blick tun. Darum hat das Volk auch gerade die Bilder seine Lieblingshelden und Lieblingsfürsten mit dem Blätter- und Blütenschmuck solcher sagenhaften Anekdoten oder besser anekdotenhaften Sagen umkränzt. Dadurch bringt es sich auch die Größten und Mächtigsten, die Erhabensten und Glänzendsten als freundlich lachende und scherzende, aber auch als menschlich leidende Erdenkinder näher; doch sind der letzteren Fälle weniger. So sind gerade im deutschen Volke echtes Heldentum und echter Humor stets verbunden gewesen; so nur konnten Gestalten wie Siegfried, Hermann der Cherusker, Karl der Große, Friedrich Barbarossa, Luther, der alte Fritz, Zieten, Blücher und viele andere zu echt volkstümlicher Größe emporwachsen. So wird Geschichte mit Poesie verwoben. Der alte Fontane wollte in den geschichtlichen Anekdoten sogar das „Beste aller Historie“ sehen und meinte: „Was tue ich mit den Betrachtungen! Die kommen von selbst, wenn die kleinen und großen Geschichten, die heldischen und mesquinen zu mir gesprochen haben.“ Und Professor Wichner sagt nicht mit Unrecht: „Die Anekdote ist volkstümliche Geschichte; sie erzählt kürzer, sie beleuchtet ihre Helden mit einem Blitzlicht, aber sie charakterisiert oft vortrefflicher als der gewissenhafte [13] Forscher. Wie der Held in der Anekdote lebt, fromm und bieder, wahr und offen, oder das Gegenteil, so lebt er im Volke fort, und es wäre vergebliches Bemühen des Hofgeschichtsschreibers, die Volksüberlieferung berichtigen zu wollen. Darum ist die Anekdote, die uns die intimen Züge der Großen verrät, die unsere Herrscher im Verkehr mit dem Volke schildert, von ganz bedeutendem Werte.“[12]

Wie nächst dem sittlichen Ernst und der Gedankentiefe auch der Humor im deutschen Volke seine heimische Stätte fand, zeigt uns unter anderem auch die Gestalt des Till Eulenspiegel[13] mit den zahlreichen Schwanksagen, und ferner die überall verbreiteten Narrenpossen der Schildbürger. Beide Arten wirken auf entgegengesetzte Art. Eulenspiegel handelt absichtlich verkehrt; die Schildbürger, unter welchem Namen sie in den verschiedenen Gegenden auch auftreten mögen, vermeinen überzeugt klug und weise zu handeln; Eulenspiegel führt seine Streiche mit bewußter Schadenfreude aus; die Schildbürger haben die ehrlichste Absicht; Eulenspiegel zeigt eine Art von Geistesüberlegenheit; die Schildbürger stehen im erhabenen superklugen Dünkel da; Eulenspiegel macht sich auf Kosten anderer lustig und gibt andere dem Gelächter preis; die Schildbürger machen sich in Ausführung ihrer Narrenspossen selbst lächerlich. –

Wie der Epheu mit Vorliebe an hohem Gemäuer emporrankt und dieses in frisches Grün einkränzt, wie die glänzende Wolke sich vor allem an hohe Bergesgipfel lehnt und die gewaltigen starren Gipfel in geheimnisvolle Schleier hüllt, wie die schon längst verschwundene Sonne noch die am höchsten emporragenden irdischen Gegenstände in goldigen Schein faßt, so klammert sich die Sage gern an hervorragende menschliche Größen, umgibt sie mit grünender, lebender Poesie, stellt sie uns in geheimnisvollem blauen [14] Sagenduft dar und läßt den das Volk bezaubernden Glanz ihres irdischen Daseins noch in satten Farben schimmern, wenn sie selbst auch schon lange, lange dem Leben entsagt haben. Sollen wir Namen nennen? Nur einige als Beispiel: Armin, Karl der Große, Wittekind, Friedrich Barbarossa usw., und aus der Neuzeit besonders Friedrich der Große und Napoleon.

Die großen geliebten Heldengestalten in der Geschichte, die volkstümlichen Männer auf der Höhe des Lebens, wie die eben genannten, sie unterliegen dem Tode nicht, in der Volkssage leben sie fort bis auf diesen Tag, wenn auch in Berge entrückt und in tiefen Schlaf verfallen. Hermann der Cherusker wohnt im Desenberg bei Warburg und in der Arminiusburg zwischen Schieder und Lügde bei Pyrmont und wird einst in großer Herrlichkeit wiederkommen. Im Guckenberg bei Fränkisch-Gmünden ist ein Kaiser mit seinem ganzen Heer versunken, wird aber einst mit seinen Leuten wieder herauskommen, wenn sein Bart dreimal um den Tisch gewachsen ist, an dem er sitzt. Karl der Große schläft im Kaiser Karlsberg zwischen Nürnberg und Fürth, Wittekind in der Babylonie (in Westfalen); ähnlich ist auch die ältere Sage des Chronicon uspergense zum Jahre 1223, nach der bewaffnete Reiter aus einem Berge bei Worms zur Beratung erscheinen, um dann wieder zu verschwinden. Auch der Sagenheld Siegfried wohnt mit noch anderen Helden in einem Bergschlosse in Geroldseck und soll mit ihnen erscheinen, wenn das Volk in Not ist. Kaiser Friedrich Barbarossa schläft im Kyffhäuser und wird einst zu seiner Zeit wiederkommen; auch soll er noch im Untersberg bei Salzburg, in einer Felsenhöhle bei Kaiserslautern oder zu Trifels bei Amweiler seine Ruhe bis zum Hervorkommen genießen.

Das urwüchsige heidnische Reckenwesen der Sage finden wir nicht nur bei uns, die Sagen wohl aller Völker wissen davon zu berichten, es sind Erinnerungen an die gewaltig erscheinenden Hünen der Urzeit, Bilder der übermenschlichen Gewalt. Schon die talmudische Sage berichtet uns von einem solchen Riesen, der gewaltig trotzig neben der Arche Noahs herschritt und sich daran festzuhalten suchte.

Doch nicht nur Helden- und Reckengestalten, hohe und erhabene Männer führt uns die Volkssage dar, als Volkssage darf sie auch das Volk nicht vergessen.

[15] Da ist es zuweilen der Aufschrei des oft hartbedrängten und von den allzugestrengen Herren argbedrückten Landvolkes, der uns entgegentritt. Wer kennt nicht die Sage vom hartgeschmiedeten[14] Landgraf Ludwig zu Thüringen und Hessen? Da er anfänglich ein gar milder und weicher Herr, huben seine Junker und Edelinge an, stolz zu werden, verschmähten seine Gebote und drückten und schatzten die Untertanen aller Enden. Einmal verirrte sich nun der Landgraf auf der Jagd, kam zu einer Waldschmiede und bat um Obdach unter dem Vorgeben, er sei des Landgrafen Jäger. Der ihn erkennende Schmied sagte: „Pfui des Landgrafen! wer ihn nennet, sollte allemal das Maul wischen, des barmherzigen Herrn!“ Ludwig schwieg und der Schmied sagte zuletzt: „Herbergen will ich euch heunt; in der Schuppen, da findest du Heu, magst dich mit deinem Pferde behelfen; aber um deines Herren willen will ich dich nicht beherbergen!“ Die ganze Nacht hämmerte nun der Schmied mit seinen Gesellen und sprach bei jedem Schlag: „Landgraf, werde hart! Landgraf, werde hart wie dies Eisen!“ Dann erzählte er dem Gesellen laut von der Not des Volkes, von der Bosheit der Beamten und Junker, die ihren Herren nur Metz nennten; der Fürst und seine Jäger treibe die Wölfe ins Garn, die Amtleute aber die Goldfüchse (Goldmünzen) in ihre Beutel; und so ging es die ganze Nacht weiter. Der Landgraf konnte nicht schlafen, faßte alles wohl zu Herzen und half seinem Volke, indem er es von den Bedrückern befreite.

In anderen Sagen wird das Volk mehr von der schalkhaft-listigen Seite geschildert: Der Bauer Hans von Leimbach[15] lädt den Landgrafen von Hessen zur Hochzeit seines Sohnes ein. Gegen Lieferung eines Scheffels Dukaten wird ihm die Gunst gewährt, mit der Landgräfin selbst einen Tanz zu machen. Bei der Zahlung bringt er aber nur ein silbern Maß von Dukaten und sagt zu dem erzürnten Grafen, des Bauern Dukatenmaß sei kein Weizenmaß. Des Grafen Zorn verkehrt sich in helles Lachen, er behält den Bauern lieb, lädt ihn oft an seinen Hof und läßt ihn auch einstens seine Hofmusik hören. Der Bauer schüttelt den Kopf und sagt, er habe zu Hause noch viel schönere Hofmusik [16] und als der ungläubige Landgraf dann kommt, läßt der Bauer schnell alle Stalltüren öffnen, ein gewaltiges Tierstimmenkonzert beginnt, und er sagt mit schalkhafter Verbeugung: „Ew. Gnaden, das ist meine Hofmusik!“


Literatur: L. Bühler, Referat über Volksliteratur und Presse. Bonn 1867. – Ph. Meyer-Merian, Volksliteratur und Volksschrift. Basel 1867. – Ernst Köhler, Deutsche Sagen im Lichte der Geologie. Ein Vortrag (Bildungsblätter für unser Volk. 4. Serie, 2. Heft. London 1876). – W. Krebs, Geologische und meteorologische Motive einiger an thüringer Seen geknüpfter Sagen (Globus Bd. LXXXI. S. 67.) – A. Paudler, Sagen u. Hypnotismus (Mitt. des nordböhmischen Exkursionsklubs. XVIII. 1895. S. 17–21). – J. Bolte, Goetische Stoffe i. d. Volkssage (Goethe-Jahrbuch XIX. 1898. S. 303–308). – A. Brunk, Rätselsagen aus Pommern (Bl. für pomm. Volksk. V. 1897. S. 149–153).

Notes and incidents in folktales. (The Antiquary XVI, p. 46–50, 102–106). – J. L. Idler, Sagen u. Geschichten. Ein Sendschreiben an Herrn Prof. v. d. Hagen. Berlin 1839. – L. Bechstein, Mythe, Sage, Märe und Fabel im Leben und Bewußtsein des deutschen Volkes. 3 Teile. Leipzig 1854. 1855 (=Das deutsche Volk … Bd. XIV–XVI). – Arvin, Die Volkssage, insbesondere die schlesische, in ihrem Sinn und in ihrer Bedeutung (Schles. Provinzialblätter. N. F. I. 1862. Seite 585–591, 649–654). – F. Schanbach, Zur Charakteristik der heutigen Volksliteratur. Hamburg 1863. – Adolf Helfferich, der kulturgeschichtliche Sinn der altböhmischen Sagenwelt. Prag 1865. – L. Uhland, Sagengeschichte der german. und roman. Völker (=Schriften zur Gesch. der Sage Bd. VIII.) Stuttgart 1868. – W. Urbas, Über Sagen u. Märchen (Programme u. Briefe. Leipzig 1868). – J. G. Hahn, Sagwissenschaftliche Studien. Jena 1872–1874. – L. Uhland, Schwäbische Sagenkunde und Abhandlungen, (=Schriften z. Gesch. der Sage. Bd. VII.) Stuttgart 1873. – Felix Dahn, Die deutsche Sage (Allgem. Zeitung 1874. Beil. Nr. 17 ff.) – Felix Dahn, Bausteine. Gesammelte kleine Schriften. Berlin 1879 (darin u. a. Die deutsche Sage. Altgermanisches Heidentum im christlichen Teufelsglauben u. a.) – F. Liebrecht, Zur Volkskunde (Sagen u. a.). Alte und neue Aufsätze. Heilbronn 1879. – W. Schwartz, Volkssage und Volksglaube (Herrigs Archiv f. d. Stud. der neueren Spr. u. Lit. LXXV, 1885. S. 63–68.) – F. A. Muth, Die deutsche Sage. Eine literar-historische Studie (=Frankfurter zeitgemäße Broschüren N. F. Bd. IX, 11.) Frankfurt a. M. 1888. – A. Hauffen, Kleine Beiträge zur Sagengeschichte (Zeitschrift d. V. f. Volkskunde. X. 1900. S. 482–438). – M. Grünbaum, Gesammelte Aufsätze zur Sprach- u. Sagenkunde, hrsg. v. Felix Perles. Berlin 1901.


  1. Vgl. Daniel Sanders, Wörterbuch der deutschen Sprache. Bd. II, 2. Leipzig 1876 S. 835 f. – Fr. L. K. Weigand, Deutsches Wörterbuch. 4. Aufl. Gießen 1882. S. 516. – J. u. W. Grimm, Deutsches Wörterbuch. Bd. VIII. Leipzig 1893. S. 1644 ff. – Moritz Heyne, Deutsches Wörterbuch. Bd. III. Leipzig 1895. S. 194. – Otto Lyon, Johann August Eberhards Synonymisches Handwörterbuch der deutschen Sprache. 15. Aufl. Leipzig 1896. S. 493 f. – Hermann Paul, Deutsches Wörterbuch. Halle a. S. 1897. Seite 368. – Albert Heintze, Deutscher Sprachhort. Ein Stil-Wörterbuch. Leipzig 1900. S. 501. – Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 6. Aufl. 2. Abdr. Straßburg 1905. S. 325.
  2. Das periodische Auftreten der Sage (Zeitschrift f. Völkerpsychologie u. Sprachwissenschaft. XX. 1890. S. 306).
  3. Vgl.: der sittliche Zug in der deutschen Sage – (Preuß. Staatsanzeiger 1870, Beilage zu No. 28).
  4. Die deutsche Volkssage … 2. Aufl. 1879. S. 2.
  5. Sagenbuch des Königreichs Sachsen. Leipzig 1903. S. 12.
  6. Kleinere Schriften. Bd. I. S. 333. – Th. v. Bernardi, Volksmärchen und epische Dichtung. Leipzig 1871. – W. Urbas, Über Sagen und Märchen. Leipzig. 1888. – Otto Weddigen, Die deutsche Sage und das deutsche Volksmärchen. Stuttgart 1904.
  7. Vgl. Meiche, Sagenbuch des Königr. Sachsen S. XIII ff.
  8. Vgl. Pandler in: Mitteilungen des nordböhmischen Exkursionsklubs XVIII S. 17 ff.
  9. Vgl. Carl du Prel in: Psychische Studien XXI 1894 S. 535 ff.
  10. H. Schurtz, Volkssage u. Volkslied. (Allgem. Zeitung 1895. Beilage Nr. 200).
  11. Meiche, Unechte Sagen (Mitt. d. V. f. sächs. Volkskunde. 1897. B. 7–10.
  12. Citiert nach: Das Land, hrsg. von Heinrich Sohnrey. XV. 1907. Nr. 24 S. 530. – Vgl. Hermann Jahnke, Hohenzollern-Anekdoten. Stuttgart 1907. – Albrecht Keller, Die Schwaben in der Geschichte des Volkshumors. Freiburg a. Br. 1907. – A. Bichner, Anekdotenhafte Sagen (Mitteil. der schles. Ges. f. Volksk. VI. 1899. S. 29 f.) – G. Keßler, Spitznamen und Schildbürgergeschichten einiger schweizerischer Ortschaften (Schweizer. Archiv f. Volksk. V. 1901. S. 112–115).
  13. Vgl. Till Eulenspiegel von Jakob Nover in seinen deutschen Sagen …
  14. Ludwig Grimm, Deutsche Sagen II Nr. 556 (vergl. die Anmerkungen dazu.)
  15. Vgl. Muth, Die deutsche Sage. Frankf. a. M. 1888. S. 233, 234.


Zur Geschichte der Volkssagenforschung Nach oben Die Ethik der Sage
{{{ANMERKUNG}}}
  Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.