RE:Ἐφαπτίς

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Ephaptis, eine Art Mantel
Band V,2 (1905) S. 2735
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Ἐφαπτίς, von ἐφάπτω anheften, –binden; ein περίβλημα, von Eustath. ad Homer. Il. II 224 p. 1056, 57ff. mit χλαμύς identifiziert. Pollux IV 116 sagt von ihrer Anwendung auf der Bühne: συστρεμμάτιόν τι φοινικοῦν ἢ πορφυροῦν, ὃ περὶ τὴν χεῖρα εἶχον οἱ πολεμοῦντες ἢ οἱ θηρῶντες (vgl. ebd. V 18 und Xen. Cyneg. VI 17), Worte, die sich durch Monumente erläutern lassen, wie wir sie oben Bd. III S. 2345, 25ff. aufgezählt haben. Auch darnach war also eine χλαμύς, ein Schluß,; den wir ferner daraus entnehmen können, daß sie, wie jene und im Leben wie auf der Bühne, zur Soldatentracht gehörte; so nach Polyb. XXXI 3, 10 = Athen. V 194 F. Suidas s. ἐφαπτίδας (‚οἱ δὲ ψιλοὶ Ρωμαίων ἕκαστος αὐτῶν εἶχον ἐφαπτίδα‘); also = sagum). Charakteristisch ist auch die Gleichsetzung mit ζειρά (s. d.) und Hesychs Glosse: λόκκη (oder λόκμη), χλαμὺς ἐφαπτή). Die ἐφαπτίδες, die Polybios a. a. O. nennt, sind πορφυραῖ, διάχρυσοι und ζωωταί; kostbar sind auch die, von denen Kallixenos bei Athen. V 196 F aus dem Prachtzelt des Ptolemaios Philadelphos erzählt: sie sind κάλλισται, τινὲς μὲν εἰκόνας ἔχουσαι τῶν βασιλέων ἐνυφασμένας, αἱ δὲ μυθικὰς διαθέσεις. In weiblicher Tracht treffen wir die . nur einmal und zwar bei den Priesterinnen der Kimbrer, Strab. VII 294, wo wir ebenfalls aus dem Wort ἐπιπορπημέναι schließen können, daß die . wie die Chlamys genestelt wurde (vgl. Hesych. Ἐφαπτίδας πορπάς). Während diese Mäntel aus Flachs gewebt waren (καρπασίνας, dürfen wir wohl nach Hesych (Κτενωτὴν τρίχα, τὴν ἐφαπτίδα. κτενωτήν, τὴν ὑφαντήν, τρίχα δὲ, ἐπεὶ τὰ ἔρια τρίχεςεἰσὶν τῶν προβάτων) voraussetzen, daß die in der Regel aus Wolle gewebt war.

Von . kann sich ἔφαμμα nicht unterschieden haben, das Polybios (II 28) mit sagum gleichstellt (vgl. Suidas ἔφαμμα). Siehe Wieseler De difficilioribus quibusdam Pollucis aliorumque locis 13ff. und Saglio bei Daremberg-Saglio' Dictionn. des ant. II 620f.