RE:Airai 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 1046
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Airai. 1) Städtchen bei Teos nach Inschriften Bull. hell. IV 175, also = Ἔραι Thuk. VIII 19. Strab. XIV 644; vgl. Bergk Arch. Anz. 1847, 38*.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 39
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S. 1046, 21 an Stelle des Art. Airai Nr. 1:

Airai und Hairai (αἱ Αἰραί [der Wegfall der Aspiration ist für die ionische Stadt durch Psilosis zu erklären], Αἱραί, vielleicht Αἶραι). Die Feststellung der Namensform und der Lage der Örtlichkeiten dieses Namens ist schwierig. Vor allem ist wohl Gewicht auf die Bemerkungen des Steph. Byz. s. v. I πόλις Μακεδονίας. II ἔστι καὶ ἄλλη Ἰωνίας, III ἔστι καὶ παρὰ Ἑλλησπόντῳ zu legen. Nun werden auf den Bruchstücken der attischen Abgabenlisten aus dem 5. Jhdt. v. Chr. mehrmals Αἱραῖοι und Αἰραῖοι oder Αἰραιῆς und Αἱραιῆς genannt, sowohl mitten unter Abgabenpflichtigen des Θρᾴκιος φόρος als auch in der Mehrzahl unter denen des Ἰωνικὸς φόρος (einmal [CIA I 233] mitten unter Inseln und Städten des Καρικὸς und Ἑλλησπόντιος φόρος), unmittelbar mit Knidos, Klazomenai, Lebedos, Iasos, Myrina, die wohl in näherer oder fernerer Nachbarschaft dieses A. gelegen haben müssen, wenn auch eine streng geographische Anordnung der abgabeleistenden Gemeinden in diesen Listen nicht eingehalten ist. Es ist wohl in CIA I 232 die Stadt in Thrakien, CIA I 37. 226. 230. 231. 234. 238. 240. 245. 264 das von Steph. Byz. als ionische Stadt genannte A. anzunehmen. Leider ist der Zustand der wichtigen Urkunden so lückenhaft, dass es nicht möglich ist, das gleichzeitige Vorkommen zweier A. in den Listen eines und desselben Jahres nachzuweisen. Selbst das Ethnikon Αἰραιῆς ist meist nur aus den Buchstaben ΗΑΙ oder ΑΙ zu erschliessen. Das ionische A. ist wohl beim jetzigen Düverlü im jetzigen Golf von Sighadschík (alt Teos) an der östlichen Abdachung des Korykosgebirges 26° 40′ ö. Gr. 38° 12′ n. Β. zu suchen. In der Nähe bei Demerdschilí fand W. Ruge 1890 die in der Berl. Philol. Wochenschr. XII (1892) 741 veröffentlichte Inschrift, vgl. Petermanns Mitteil. XXXVIII (1892) 229, der auch die früheren Versuche z. Β. Karl Müllers, Ἐραί des Thukydides VIII 19. 20 und Strabon XIV 644 unterzubringen, zurückweist. Ihm sind K. Buresch und H. Kiepert gefolgt. Ἄγρα Scyl. § 98 ist nicht falsche Lesart für A., sondern für Γέραι; s. Bd. I S. 887.