RE:Iulius 253

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band X,1 (1918), Sp. 608–609
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253) Ti. Iulius Frugi wird als promag(ister) der Fratres Arvales in einem Bruchstück ihrer Protokolle (CIL VI 2095 vgl. 32 385) genannt, das Henzen (Acta fr. Arv. CLXXXI) in die Zeit Marc Aurels verlegte, weil der Magister des Jahres, Egnatius Capito, im J. 182 hingerichtet wurde und von den anderen Arvalbrüdern einer nur noch im J. 155 begegnet (s. o. Bd. V S. 1996 Nr. 14. III S. 2773 Nr. 242; ferner kommen die bei der Maifeier erwähnten bigae unseres Wissens zum erstenmal 155 vor). Wohl dieselbe Persönlichkeit ist [Ti. Iul(ius) T]i. f. Cor(nelia) Frugi, dessen Cursus honorum eine unvollständig erhaltene Marmortafel aus Rom enthält (CIL VI 31 717); denn auch dieser gehörte dem Kolleg ) der Arvalbrüder an und vielleicht war sogar sein Promagistrat in der Inschrift erwähnt (s. u.). Die Laufbahn dieses Mannes (auf dem Stein in absteigender Folge verzeichnet) gestaltete sich (nach Henzens Ergänzung) folgendermaßen: [III vir mo]net(alis), quae[stor], [trib(unus) ple]b(is), [praet(or)], [leg(atus}] pr(o) pr(aetore) provin[ciar(um) B]aeticae, Ponti [et Bithy]niae, Asiae (in diesen Provinzen war er Legat des Proconsuls, in Pontus und Bithynien nicht nach 165, da damals die kaiserliche Verwaltung an die Stelle der senatorischen trat, s. Brandis o. Bd. III 529f.), leg(atus) leg(ionis) VII [Geminae in Spanien oder Claudiae in Moesia Superior], [praef(ectus) f(rumenti)] d(andi), [pra]ef(ectus) aer(ari) mil(itaris). Vor diesem Amte ist in der Inschrift nur erhalten: ……tri Arv. pro …; Henzen ergänzt [cos. fra]tri Arv(ali) und zweifelnd pro[mag(istro)]: letzteres wäre allerdings Singular und ließe sich (wie Henzen meint) nur so erklären, daß I. gerade in dem Jahre, in welchem ihm die Statue errichtet wurde, den Promagistrat bekleidete (für die nächstliegende Ergänzung pro[cos. prov(inciae) …] reicht der Raum nicht aus; wenig hat die Annahme für sich, daß der Steinmetz – beirrt durch das cos. der zweiten Zeile – in der dritten irrtümlich cos. ausgelassen und gleich den Namen der Provinz beigefügt habe, beispielsweise pro⟨cos.⟩ Ach(aiae); vielleicht stand [609] cos. in kleinerer Schrift am Rande (was vorkommt). Den Anlaß zur Aufstellung seiner Bildsäule durfte der Consulat des Frugi geboten haben (ein suffekter in unbekanntem Jahre). Der Fundort der Inschrift (am Quirinal, an der Stelle der heutigen Banca d’Italia) lehrt uns anscheinend, wo sein Haus in Rom gestanden hat (vgl. Lanciani Bull. com. 1886, 185. Jordan-Hülsen Topogr. d. St. Rom I 3, 421). Über die Frage, ob er mit dem gleichnamigen Legaten von Lykien identisch oder dessen Sohn war, s. Nr. 252.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
Band S XV (1978), Sp. [S_XV 123]–124
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253) Ti. Iulius Frugi. Entgegen den Ausführungen Groags o. Bd. X S. 608 muß in Zeile 2/3 von CIL VI 31717 pro|[os. provinc. – – –] ergänzt werden, da es methodisch nicht möglich ist, mit einem in einem Cursus sonst nicht bezeugten Amt (pro[magister]) zu arbeiten. etc. etc.