RE:Jotapata

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IX,2 (1916), Sp. 2002
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Jotapata, eine jüdische Stadt Palästinas, im Alten Testament nicht genannt, aber häufiger bei Josephus, z. B. bell. Iud. II 20, 6, der Legende nach uralt (Schürer Gesch. d. jüd. Volk. I3. 4 1901, 611, 37. Guthe Bibelatlas 1911 nr. 13. 14); in der Mischna ʿArakhin IX 6 יודפת‎‎ (Schürer a. a. O. Schlatter Die hebräischen Namen bei Josephus 1913, 59). Die griechische Schreibung Ἰωτάπατα oder Ἰωταπάτη ist mit Rücksicht auf den Frauennamen Ἰωτάπη entstanden. J. entspricht (ZDMG 1849, 49ff.) dem heutigen chirbet dschefât in Untergaliläa zwischen Akka (am Mittelmeer) und der Südspitze des Gennesaret-Sees (Guthe Bibelatlas nr. 20). Die Stadt spielte als Festung in dem großen jüdischen Krieg gegen Rom 66–73 n. Chr. eine Rolle. Hier verteidigten sich über 1½ Monate die Truppen des Flav. Josephus gegen Vespasian, worüber Josephus eine prahlerische Beschreibung bell. Iud. III 7, 3ff. 8, 1ff. gibt. Im Juli 67 fiel J. den Römern in die Hände (Schürer a. a. O. I 611–613). Der in einer Höhle gefangene Josephus wußte sich dem Vespasian gegenüber herauszureden durch die Prophezeiung der Erhebung Vespasians zum Kaiser σὺ Καῖσαρ, Οὐεσπασιανέ, καὶ αὐτοκράτωρ, σὺ καὶ παῖς ὁ σὸς οὗτος bell. Iud. III 8, 9), so daß er verschont wurde.

[Beer.]