RE:Ktesibios 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XI,2 (1922), Sp. 2073–2074
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Ktesibios. 1) Von Chalkis, Freund des Menedemos, Arkesilaos und Antigonos Gonatas, seine Blütezeit ist also etwa ums J. 280 anzusetzen. Die Nachrichten über ihn beruhen auf Antigonos von Karystos bei Athen. I 15 c. IV 162 e und [2074] Diog. Laert. IV 37. Sie lassen ihn als einen von der Philosophie nur mäßig berührten Lebenskünstler erscheinen: das trug ihm den Spott des Timon (frg. 30 W.) ein.

Er wird identisch sein mit dem ,Historiker‘, der nach Apollodor bei Ps.-Lukian Makrob. 22. Phleg. Makrob. 2 (frg. 82 Jac.) im Alter von 104 Jahren auf einem Spaziergange starb. Dann ist er auch wohl der K., aus dem Hermippos einiges über die rednerische Entwicklung des Demosthenes erzählt hatte (bei Plut. 5. Ps.-Plut. Vit. X orat. 844 c (V 179 B. ἐν τῷ περὶ φιλοσοφίας): danach hatte er sich die Schriften des Zoilos (Zethos Hss.) und die Handbücher des Isokrates und Alkidamas durch Mittelsmänner verschafft. Das wirft auf die Glaubwürdigkeit des K. kein günstiges Licht (vgl. z. B. o. Bd. IX S. 2224). Vgl. v. Wilamowitz Antigonos v. Karystos 94. Susemihl Alex. L.-G. I 619. FHG II 631.