Topographia Circuli Burgundici: Wachtendonck

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Topographia Germaniae
Wachtendonck (heute: Wachtendonk)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 90–91.
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[90] Wachtendonck / VVachtendonca. Stadt und Schloß im Hertzogthumb Geldern / und desselben Quartier Ruermund gelegen / und dem König in Spanien der Zeit gehörig. Hat den Fluß Neers zum besten; und rechnet man von hinnen nach der Stadt Geldern zwo Meilen. [91] War eine Zeitlang unter den General Staaten / hernach im Jahr 1588. eroberte diesen Ort Peter Ernst Graf von Mansfeld / und die Spanischen den 20. Decembris / durch Hülff der neuerfundenen Feur-Ballen; von denen hieoben bey Venlo. Anno 1600. den 27. Jenner / (al. 23.) bekam ihn Graf Ludwig von Nassau / durch List; die Spanier Anno 1603. wieder; aber noch in diesem Jahr die Staadischen durch Accord abermals; Und dann endlich An. 1605. die Spanischen wiederumb. Im Nassaischen Lorbeerkrantz stehet am 252. Blat also: An. 1600. wird die Stadt und Schloß Wachtendunck / zum theil mit List / zum Theil mit Gewalt erobert. Ligt im obern Quartier deß Landes Geldern / ein vest Städtlein / so Graf Carl von Mansfeld / vor 12. Jahren / 2. Monat lang / belagert und den vereinigten Niederlanden abgetrungen. Meter. sagt l. 23. daß die Spanier / durch Verrätherey deß Gubernatorn Dieners / das Schloß allhie Anno 1602. durch ein Schiff mit Stroh bedeckt / eingenommen hätten; weren aber / weil die Stadt noch hielte / wieder daraus getrieben worden.