Topographia Palatinatus Rheni: Aigue belle

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Aigue belle (heute: Aiguebelle)
<<<Vorheriger
Zugab
Nächster>>>
Aix
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1645, S. 5.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Aiguebelle in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[5]
Aigue belle, Aqua bella.

Ist ein Städtlein / sampt einem ziemlichen vesten Schloß / an dem Fluß Isara, oder Isere, gelegen / und dem Hertzog von Savoia gehörig / allda die Lyoner / und Genffer Strassen / so nach Turin in Piedmont führen / zusammen kommen. Es ligt über diesem Aigue belle der Thurn Carboniere, oder Carbonaria, oder Chasteau de l’esqueille, im Gebürg / so mit einer Mauer / Wall / und Graben / verwahret / und den Paß in dieses Aigue belle berühmbt wegen deß Beraldi auß Sachsen / deß ersten Grafens in Morienna, und Stiffters deß Fürstlichen Savoischen Stammens / der allhie erstlich gewohnt / allda sich auch die Grafen von Savoia auffgehalten haben. Ist / wegen deß rauhen Gebürgs / ein sehr vester Ort / da man den Paß auß Savoia zu den Vocontiis, und Tarantesern / schliesen kan / und in welchem Gebürg kein Geträid wächst. Besiehe ein mehrers hievon in deß Zeilleri Itinerario Italiae fol. 36. sequent. Siehe auch Thuanum lib. 125. Histor. und Botereum lib. 4. Commentar. pag. 342. Der Marcktfleck S. Catherine ligt ein Meil Wegs von jetztgedachtem Ort.