Topographia Sueviae: Lorch

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Topographia Germaniae
Lorch
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 124.
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Lorch /

Ein Closter / eine MeilWegs von dem / durch die Bawren Anno 1525. zerstörten Schloß Hohenstauffen / im Hertzogthumb Würtemberg / vnd im Remsthal gelegen / vnd dem H. Hertzogen von Würtemberg gehörig; dessen eigentlicher Nahm Vnser Lieben Frawen Berg / ist; daher es auch zum Wappen die Jungfraw Marien / das Kindlein Jesus tragende / führet. Aber ins gemein nennet mans Laurich / oder Lorch von dem darunder gelegenen Flecken Lorch. Ist Anno 1102. von Hertzog Friederichen zu Schwaben / für BenedictinerMönch / gestifftet worden / in welchem vil der Hertzogen in Schwaben / vnnd Freyherrn von Hohen Stauffen / vnd darunter Käyser Conradus III. dieses Geschlechts von HohenStauffen; wie auch deß Käysers Philippi, Hertzogens in Schwaben / Gemahlin Irene, oder Maria, deß Constantinopolitanischen Käysers Isaaci Angeli Tochter / begraben ligen. Sihe Crusium. in seiner Schwäbischen Chronick / part. 3. lib. 8. cap. 11. vnd lib. 12. cap. 35. ligt auff einem lustigen Hügel / vnnd ein grosse MeilWegs von der Statt Schwäbischen Gmünd / auff Schorndorff zu. War / vor Zeiten / ein Schloß / darauf die alten Hertzoge in Schwaben Hoff gehalten / daß aber gedachter Hertzog Friderich / zugenandt der Alte / Käyser Heinrichs deß Vierdten Tochtermann / wie gesagt / zu einem Closter gemacht; dessen erster Abbt Herbertus gewesen / der Anno 1124. der erste Evangelische Abbt aber allhie / Georgius Vdal / Anno 1576. gestorben. In obernandtem 1525. Jahr / haben dieses Closter / darunder die Rems hinlaufft / die auffrührische Bawren / auch angezündet. Es gehören etliche Teich darzu.