Zwei Albums für den Weihnachtstisch

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Titel: Zwei Albums für den Weihnachtstische
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aus: Die Gartenlaube, Heft 50, S. 844
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1875
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[844] Zwei Albums für den Weihnachtstisch. Das Deutsche Künstler-Album (Düsseldorf, Breidenbach und Compagnie), herausgegeben von Ernst Scherenberg, bietet in seinem nunmehrigen neunten Jahrgange neben einer Reihe theils recht ansprechender Bilder in Stich und Farbendruck eine reiche Auswahl von Originalpoesien verschiedensten Genres. Lieder und Balladen. Hymnen und Elegien. Gedichte erzählenden und reflectirenden Inhalts stehen hier in buntem Wechsel neben einander. Zu Lyrikern ersten Ranges wie Emanuel Geibel, Anastasius Grün und Alfred Meißner gesellen sich in diesem Album hervorragende dichterische Capacitäten wie Emil Rittershaus, Friedrich Hofmann und Andere. Unter den jüngeren Talenten sind außer dem Herausgeber selbst unter Anderen durch Beiträge vertreten Albert Moeser, Max Schlierbach und Ernst Ziel, dessen Gedichte, nebenbei bemerkt, leider durch eine Reihe sinnentstellender Druckfehler arg verstümmelt worden.

Neben das Scherenberg’sche Album stellt sich würdig das von Albert Traeger herausgegebene Jahrbuch „Deutsche Kunst in Bild und Lied“ (Leipzig, Klinckhardt), welches nunmehr bereits im achtzehnten Jahrgange vorliegt. Nach der illustrativen Seite hin steht das eben genannte Unternehmen diesmal mindestens auf demselben Niveau wie das Scherenberg’sche; denn wenn die technische Ausführung der Bilder in beiden Albums ziemlich dieselbe Höhe behauptet, so bekundet Traeger’s „Deutsche Kunst“ in der Auswahl der Sujets im Allgemeinen eine glücklichere Hand als das „Künstler-Album“. Was die poetischen Beiträge zu dem von Albert Traeger redigirten Jahrbuche betrifft, so tragen die hervorragendsten unter ihnen meistens dieselben Dichternamen, welche wir bereits oben gelegentlich des Hinweises auf das Scherenberg’sche Sammelwerk hervorgehoben. Das Traeger’sche Album hält an der Tradition fest, jedes Bild durch ein Gedicht zu commentiren, ein Brauch, welcher, wie der gegenwärtige Jahrgang zeigt, gar zu leicht zur äußerlichen Manier verführt und daher besser abgestellt werden dürfte.

Wir begrüßen diese beiden elegant ausgestatteten und in Wort und Bild so reichhaltigen Albums mit dem warmen Wunsche, sie mögen als anmuthige Festgaben in zahlreichen Exemplaren den Weg auf die Weihnachtstische dieses Jahres finden.