BLKÖ:Belloti, Felice

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Bellotti, Bernardin
Band: 1 (1856), ab Seite: 247. (Quelle)
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Belloti, Felice[BN 1][BN 2] (Dichter, Zeitgenosse, geb. zu Mailand, wo er noch lebt). Erhielt eine classische Bildung und widmete sich vorzüglich dem Studium der griechischen Sprache. Ein Freund Monti’s trat er in dessen Fußtapfen und war sorgfältig bemüht, in seinen poetischen Arbeiten jenen Wohllaut der Sprache sich anzueignen, dessen Zauber in den Werken eines Dante, Ariosto, Petrarca von so großer Wirkung bleibt. Belloti’s Leben geht, ungestört von aufregenden Vorfällen, ganz im Studium seiner griechischen Lieblingsdichter auf, und die Ergebnisse seiner Arbeiten liegen bereits vor in den meisterhaften Uebersetzungen der Tragödien des Sophokles, Aeschylus, Euripides. Von Originalarbeiten seiner Feder sind nur einige Gelegenheitsgedichte u. die Tragödie „Jephte“ bekannt, die sich durch ihren prächtigen Styl u. die Sittenmalerei der alten Juden auszeichnet. In jüngster Zeit erschien von ihm: „Tragedie di Sofocle recate nuovamente in italiano“(Mailand 1856, P. A. Molina, 2 Bde.).

Nuovissimo Dizionario degli uomini illustri d’ogni età e d’ogni nazione --- (Milano, G. Pozzoli e frat. Messa, 1854, 16°.) I. Bd. S. 412. – Schmidl (Ad. Dr.), Oestr. Blätter für Literatur und Kunst (Wien 1844, 4°.) I. Jahrg. Lit. Bl. Nr. 10, S. 75.

Berichtigungen und Nachträge

  1. Belloti, Felice, italienischer Dichter (Bd. I, S. 247), gest. 14. Februar 1858. [Bd. 9, S. 470.]
  2. Bellotti, Felice, Dichter [s. d. Bd. I, S. 247], geboren zu Mailand 1787, gestorben 14. Februar 1858.
    Gazzetta uffiziale di Milano 1858, No. 48 e 60. – Gazzetta uffiziale di Venezia [368] 1858, No. 46. – Gazzetta provinciale di Pavia 1858, Nr. vom 20. März [Aufruf zur Errichtung eines Denkmals]. – Schmidl (Ad. Dr.). Oesterreichische Blätter für Literatur und Kunst (Wien, 4°.) I. Jahrg. (1844) Literaturblatt Nr. 10, S. 75. – Wiener Zeitung 1858, Nr. 46, S. 297: Nekrolog. [Bd. 11, S. 367 f.]