BLKÖ:Bene, Benedetto del

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Bene, Franz
Band: 1 (1856), ab Seite: 264. (Quelle)
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Bene, Benedetto del (Gelehrter und Schriftsteller, geb. zu Verona 29. März 1749, gest. 7. Dec. 1825). Seine Eltern, Hieronymus del Bene und Barbara Cartolari, waren Edle in Verona. Bei einer sehr sorgfältigen Erziehung entwickelten sich B.’s Fähigkeiten so rasch, daß er schon im Alter von 7 Jahren correct latein schrieb. In den Schulen der Jesuiten widmete er sich dann dem Studium der schönen Wissenschaften und auf der Universität zu Padua machte er die juridischen Curse durch. Aber seine Absicht, die Rechtslaufbahn zu verfolgen, ward durch den Tod seines Vaters vereitelt, der ihm die Besorgung der Familienangelegenheiten hinterließ. Gleichwohl studirte er ununterbrochen und mit solchem Fleiße fort, daß eine Zeit lang seine Gesundheit und Körperkraft zu schwanken begann. Sein Streben, das Wissen wo möglich fruchtbringend zu machen, führte ihn auch zur Pflege der Agricultur, in welchem Fache er mehrere und darunter preisgekrönte Werke schrieb. Als Biograph verherrlichte er mehrere berühmte Namen seines Vaterlandes, und was seine brieflichen Correspondenzen anbelangt, waren sie Muster des bestimmten und klaren Styles, einer leichten und edlen Fassung und durchdrungen von geistiger Wärme. Er schrieb ebenso gut lateinisch, wie italienisch und französisch. Zu gleicher Zeit war er in der Alterthumskunde, in der Botanik und der Kunsttheorie bewandert. Im J. 1787 ward er Mitglied der Akademie für Ackerbau, Handel und Künste zu Verona, deren Secretär er lebenslang blieb. Denselben Posten bekleidete er an der Akademie für Sculptur und Malerei. Im J. 1803 ernannte ihn das Istituto Italiano di scienze, lettere ed arti zu seinem Mitgliede und zu eben dieser Zeit erhielt er den Antrag, die Agrar-Kanzel an der Universität zu Pavia einzunehmen, was er aber ablehnte. Seine Bescheidenheit und seine Liebe zur Zurückgezogenheit hießen ihn mehr im Stillen wirken. Von seiner Humanität und seinem Wohlthätigkeitssinne geben viele Thatsachen glänzende Beweise; so z. B. vertheilte er die von seinen Aemtern entfallenden Einnahmen unter die Armen. Seinen Freunden war er ein aufopfernder Freund, denn er war Philosoph und religiös zugleich. Seine Liebe zur Tugend, seine Einfachheit, seine Liebenswürdigkeit im Umgange machten ihn ebenso berühmt als sein Wirken in wissenschaftlicher und literarischer Hinsicht. Von seinen vielen Schriften sind folgende zu nennen: Als seine erste Arbeit eine Uebersetzung der „Filotea“ von Franz v. Sales aus dem Französischen in’s Italienische; mehrere Uebersetzungen von Poesien, darunter eine lateinische und italienische aus dem Englischen „über die Einsamkeit;“ – Uebersetzungen von Virgil, Horaz, Cato, Cicero u. s. w. Als agronomischer Schriftsteller verfaßte er eine „Memoria sulla nuova maniera [265] di far il vino;“ eine „Dissertazione sui provvedimenti all’ eccesso e difetto dei boschi,“ für welche er mit der goldenen Medaille ausgezeichnet ward. Eine andere Abhandlung „Sulla cultura degli ulivi“ legte er der Akademie zu Capo d’Istria als Concursarbeit vor und erhielt dafür den ausgeschriebenen Preis. Ferner sind in den „Annali dell’Istituto Italiano“ seine zwei Dialoge zwischen Virgil und Rozier über die alte und moderne Agricultur abgedruckt u. s. w. Poesien schrieb er wenige, da er seinem eigenen Ausspruche nach nicht stark genug darin war; doch bestehen Sonette, Epigramme etc. von ihm, die sich durch schöne Form auszeichnen. Auch schrieb er in italienischer Sprache „Elogj“ von Joh. Arduino, Grafen Zachar. Betti, Marchese Alois Pindemonte, Abt Stephan Anton Morcelli, Anton Maria Meschini, Abt Barthol. Lorenzi, Abt Joseph Tommaselli und die Biographie von Onofrius Panvinius. Endlich ist von ihm auch ein „Ragionamento sopra i difensori moderni di Nicolo Macchiavelli und eine historische Studie, nämlich: „Osservazioni sopra l’origine attribuita all’ anfiteatro di Verona“ u. s. w.

Commentari dell’ Ateneo di Brescia, per l’anno acad. 1826 (Brescia 1827, per Nic. Bettoni) S. 11 ff. u. 70. – Dandolo (Girolamo), La caduta della repubblica di Venezia ed i suoi ultimi cinquant’ anni. Studii storici (Venezia 1856, Naratovich, 8°.) Appendice: Giunte e correzioni ai cenni biografici, p. 113.