BLKÖ:Berchtold, Maria Anna Reichsfreiin von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Berchet, Giovanni
Band: 1 (1856), ab Seite: 290. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Maria Anna Mozart in der Wikipedia
GND-Eintrag: 11858460X, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Berchtold, Maria Anna Reichsfreiin von|1|290|}}

Berchtold, Maria Anna Reichsfreiin von[WS 1] (Mozarts Schwester, geb. zu Salzburg 1751, gest. ebendas. 1820). Die ältere und den großen Mozart überlebende [291] Schwester. Ihre Eltern, Leopold Mozart, fürstbisch. salzb. Vicecapellmeister, und Anna Maria geb. Pertlien, galten zu ihrer Zeit für das schönste Ehepaar in Salzburg, und Ersterer gab die Unterrichtsstunden auf der Violine, und das Componiren, womit er sich neben seinem Dienste bei Hof und in der Metropolitankirche beschäftigte, ganz auf, um jede freie Stunde der musikalischen Erziehung seiner beiden Kinder zu widmen. Auch die Tochter entsprach dem Unterrichte so gut, daß sie in der Folge bei den Reisen der Familie die dem Sohne gezollte Bewunderung durch ihre Geschicklichkeit theilte. Noch in den letzten Jahren ihres ledigen Standes ertheilte sie in Salzburg Unterricht im Clavierspiel und ihre Schülerinnen zeichneten sich stets durch Nettigkeit des Spiels, Reinheit des Anschlags und Ausdruck im Vortrage aus. Im J. 1784 vermälte sie sich mit dem Reichsfreiherrn Joh. Baptist von Berchtold, salzburg. Hofrath und Pfleger zu St. Gilgen. Seit 1801 war sie Witwe.

Schlichtegrolls Nekrolog. Jahrg. 1791. II. Thl. S. 86. – Neuer Nekrolog der Deutschen (Ilmenau 1831 u. 1832) VII. Jahrg. S. 735 und VIII. Jahrg. I. Bd. Nr. 8, S. 22 von Fr. Brüssow. – Rochlitz (Friedr.), Allgem. musikalische Zeitung 1800, Nr. 17 [worin sie Anecdoten aus dem Leben ihres Bruders Mozart erzählt]. – Schindel (K. W. O. Aug. v.), Die deutschen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhund. (Leipzig 1825, 3 Bde.) III. Bd. S. 14. – Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer und Czikann), (Wien 1835, 6 Bde.) I. Bd. S. 263. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen 1845, Bibl. Inst., 8°.) IV. Bd. 4. Abtheil. S. 430. – Porträt: Unterschrift: W. A. Mozart. Seinen Verehrern zu dessen hundertjähriger Geburtsfeier am 27. Jänner 1856 gewidmet von Blasius Höfel, Verfasser und Verleger. Gemalt von de la Croce in Salzburg 1779, in Stahl gestoch. von B. Höfel in Salzburg 1856. Zur rechten Seite Mozarts Vater (Leopold) mit der Geige. Links am Clavier Wolfgang Amadeus Mozart und seine Schwester Maria Anna. Im Hintergrunde (en medaillon) letzterer beiden Mutter. (In Commission bei Franz Glöggl u. Sohn, Kunst- u. Musikalienhändler in Wien. Druck von A. Wetterroth in Salzburg. Mit gesetzlichem Schutz gegen Nachdruck.)

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Nachtrag: Mozart, Maria Anna.