BLKÖ:Kuzmanić, Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 13 (1865), ab Seite: 436. (Quelle)
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Kuzmanić, Anton (südslavischer Schriftsteller, geb. zu Spalato im Jahre 1807). Studirte anfänglich die Medicin, gab sie aber später – um, wie er sich selbst ausdrückte – nicht ewig den Jammer der Menschheit sehen zu müssen, auf und widmete sich der Literatur, für deren Pflege in seinem Vaterlande er Verdienstliches geleistet hat. Um die Liebe für die heimische Literatur, die völlig erstorben war, unter seinen Landsleuten zu erwecken, begründete er im Jahre 1843 die schöngeistige Zeitschrift „Zora dalmatinska“, d. i. Die dalmatische Morgenröthe, wie es im Programme heißt: „für alle Freunde der schönen und süßen croatischen Sprache, und des nationalen und wissenschaftlichen Fortschrittes“. Die „Zora“ erschien bis zum Jahre 1848; in der Zwischenzeit führten [437] aber, und zwar im Jahre 1845 J. A. Kaznačić [Bd. XI, S. 113] und im Jahre 1846 Valentić die Redaction. Im Jahre 1848 hörte die „Zora“ zu erscheinen auf und nun wurde das neue amtliche Blatt, der „Glasnik dalmatinski“, gegründet, dessen Redaction K. im Jahre 1849 übernahm, aber auch nur bis zum Jahre 1856 führte; in der Zwischenzeit gab er auch gemeinschaftlich mit Danilow die rechtswissenschaftliche Zeitschrift „Pravdonos“ heraus. Außer dieser publicistischen Thätigkeit beschränkt sich sein literarisches Wirken nur mehr auf die Uebersetzung von Le Beau’s „Storia del basso impero“, welche K. unter dem Titel: „Povistnica slavianska od god. 485 posli rodjenja Isusova do propasti gerčkoga carstva 1453“ (Zara 1853, 4°.) herausgab, und auf das im Jahre 1856 erschienene größere lyrische Gedicht „Zlatek“ (Zara, 8°.). Kuzmanić bekleidete auch in Zara mehrere Jahre das Lehramt der Geburtshilfe, ist aber bereits vor einiger Zeit in Ruhestand versetzt und lebt gegenwärtig daselbst. – Guis. Valentinelli in seiner „Bibliografia della Dalmazia e del Montenegro“[WS 1] (Zagrabia 1855, Ljud. Gaj) führt neben obigem Anton K. noch einen Andreas Kužmanić auf, von dem er folgende Arbeiten anführt: „Guerra de Veneziani coi Turchi in Dalmazia negli anni 1645–1648“, welcher Aufsatz im Agramer illyrischen Kalender für 1849 (S. 69–97) abgedruckt steht; ferner in der „Zora dalmatinska“, 1846: „Leben des Patriciers von Spalato, Marcus Marulić“ (Nr. 52); – 1847: „Leben des Giovanni Lucio“ (Nr. 4) und „Dalmatinische Trachten“ (Nr. 28, 35 u. 38). Allem Anscheine nach sind aber diese beiden Anton und Andreas Kuzmanić des Herrn Valentinelli eine und dieselbe Person, und zwar der obige Anton Kuzmanić der Begründer der „Zora dalmatinska“.

Düringsfeld (Ida von), Aus Dalmatien (Prag 1857, Bellmann, 8°.) Bd. I, S. 25–28. – Ilirska Čitankaza gornje gimnazije, d. i. Illyrisches Lesebuch für Obergymnasien (Wien 1860, gr. 8°.) Bd. II, S. 112. – Křížek (Vacslav), Anthologie Jihoslovanská, d. i. Südslavische Anthologie (Prag 1863, A. Storch, 8°.) S. 296. – Slovník naučný. Redaktor Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag 1859, I. L. Kober, Lex. 8°.) Bd. IV, S. 1099. – Oesterreichische Blätter für Literatur und Kunst, herausg. von Dr. Ad. Schmidl. Beilage der amtlichen Wiener Zeitung (Wien, 4°.) Jahrg. 1845, Nr. 146, im Aufsatze: „Die zwei Nationalitäten in Dalmatien“.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Montenero.