BLKÖ:Maczek, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 16 (1867), ab Seite: 226. (Quelle)
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Maczek, oder nach čechischer Schreibweise: Maček, Johann (philosophischer Schriftsteller, geb. zu Neustadt ob der Mettau im Königgrätzer Kreise Böhmens 2. September 1770, gest. ebenda 2. November 1826). Besuchte die Gymnasien zu Braunau und Königgrätz und ging dann nach Prag, wo er an der dortigen Hochschule unter Blaha, Cornova, Meißner, Seibt und Wydra die philosophischen Studien hörte und mit besonderem Eifer classische Sprachen und Philosophie betrieb. Nun begab er sich nach Wien, studirte dort unter Fölsch, de Luca, Watteroth, Zeiller u. A. die Rechte und gab das Werk: „Beweis vom Dasein Gottes aus Gründen der theoretischen Vernunft“ (Wien 1799, 8°.), heraus, welches seiner Zeit die Aufmerksamkeit auf ihn richtete und seine Ernennung zum Professor der Philosophie an der Prager Hochschule zur Folge hatte. Von Prag kam er in gleicher Eigenschaft an die Theresianische Ritterakademie in Wien. Im Jahre 1800 erlangte er an der Prager Hochschule die philosophische Doctorwürde. Während seines Lehramtes an der Theresianischen Ritterakademie (1799–1805) veröffentlichte er den „Entwurf der reinen Philosophie“ (Wien 1803). Als diese letztere Anstalt in die Hände der Priester der frommen Schulen (Piaristen) überging, trat M. in den Ruhestand über, zog sich in seine Vaterstadt Neustadt zurück und lebte dort ausschließlich seinen literarischen Studien, welche in linguistischen und philosophischen Arbeiten bestanden. Zahlreiche Arbeiten in deutscher, italienischer, französischer und englischer Sprache, dann auch in čechischer, griechischer und lateinischer, welche alle er mit Geläufigkeit sprach und schrieb, haben sich in seinem Nachlasse vorgefunden.

Slovník naučný. Redakt. Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag 1859, Kober, Lex. 8°.) Bd. V, S. 13.