BLKÖ:Schmid, Anton (Musikschriftsteller)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 30 (1875), ab Seite: 212. (Quelle)
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7. Schmid, Anton (Musik-Schriftsteller, geb. im Dorfe Pihl nächst Böhmisch-Leipa im Leitmeritzer Kreise Böhmens 30. Jänner 1787, gest. zu Salzburg 3. Juli 1857). Sein Vater Andreas (gest. 1812) war gräflich Kinsky’scher Bierbrauer und seine Mutter Theresia (gest. 1848) die Tochter eines Malers, Namens Bergmann. Vornehmlich unter der Leitung seiner Mutter erhielt S. seine Ausbildung zunächst in der Ortsschule, die einen tüchtigen Lehrer besaß, von dem er auch in der Musik, und zwar im Gesange und im Violinspiele, unterrichtet wurde. Als sein Vater altershalber mit einem kleinen Gnadengehalte in Ruhestand versetzt wurde, war Anton auf sich selbst gewiesen und trat im Herbste 1798 – damals 11 Jahre alt – als Chor- und Sacristeiknabe in das Kloster der beschuhten Augustinermönche zu Böhmisch-Leipa ein, wo derselbe freie Station erhielt. Dort [213] bildete er sich weiter in der Musik aus, erlernte mehrere Instrumente und besuchte die Gymnasialclassen. Der Prior des Klosters, P. Andreas Perle, förderte und unterstützte S. auf die wohlwollendste Weise, während ihn der gräflich Kinsky’sche Haus-Hofmeister Joseph Strobach mit den zum Studium nöthigen Hilfsmitteln, als Büchern, Papier u. s. w., versah. Im Jahre 1804 begab sich S. zur Fortsetzung seiner Studien nach Prag, wo er bis zum Jahre 1812 verblieb und vom Unterrichtertheilen, von kleinen Geldspenden, die er als mitwirkender Musiker oder als Chorsänger auf der Bühne erhielt, seinen Lebensunterhalt bestritt. Schon damals beschäftigte er sich auch mit literarischen Arbeiten in Prosa und gebundener Rede, wovon Manches in den Wiener Zeitschriften und Almanachen der Jahre 1814–1834 veröffentlicht ist. Ein im Jahre 1810 ausgearbeiteter Leitfaden zum Studium der Chronologie, wie eine metrische Uebersetzung der Ars poetica von Horaz gingen im Jahre 1812 bei der Feuersbrunst der Stadt Baden nächst Wien zu Grunde. In Wien, wohin sich S. nach beendeten Studien begeben hatte, lebte er als Privatlehrer und Erzieher, bis er im Jahre 1818 von dem damaligen Präfecten der Hofbibliothek als Conceptspraktikant aufgenommen wurde. Im folgenden Jahre wurde er bereits Scriptor; aber erst nach 26 Jahren, 1844, rückte er in die Dienststufe der Custoden vor. Diese Stelle versah er bis an sein im Alter von 70 Jahren erfolgtes Lebensende, das ihn in Salzburg, wo er nach überstandener schwerer Krankheit Erholung suchte, überrascht hatte. Schmid’s Leben ging, seit er an der Hofbibliothek angestellt war, in Arbeiten in seinem amtlichen Berufe und in literarischen Beschäftigungen seiner Mußestunden auf, welche letztere vornehmlich der Geschichte und Literatur der Tonkunst und Hymnologie zugewendet waren, und in welchen er für Forscher in diesen Dingen und Freunde der Musikgeschichte schätzbare Beiträge lieferte. Was insbesondere seine amtlichen Arbeiten betrifft, so erwarb er sich durch die Ordnung des ungemein reichen, ja kostbaren Musikalienvorrathes, welcher sich bis dahin unbeachtet in der kais. Hofbibliothek befand, ein unbestreitbares Verdienst. Als nämlich Moriz Graf Dietrichstein [Bd. III, S. 303] zum Präfecten der Hofbibliothek ernannt worden war und Kunde von dem ordnungslos daselbst befindlichen Musikalienvorrathe, wie von Schmid’s musikalischer Bildung und musikgeschichtlichen Kenntnissen erhielt, gab er S. den Auftrag, die daselbst befindlichen theoretischen und praktischen Musikwerke von der Gesammtbüchermasse auszuscheiden, gesondert aufzustellen und zu verzeichnen, so daß sie ein für jeden dem Studium der Tonkunst sich Widmenden ein selbstständiges, in Hauptclassen und sonstige Rubriken systematisch abgetheiltes Musik-Archiv bildeten. Der Graf ging aber bei seinem Interesse, welches er der Musik entgegenbrachte, noch weiter. Mit dem Schatze der Hofbibliothek vereinigte er noch die vorzüglichsten Werke des Archivs der Hofburg-Capelle, kaufte, wo sich günstige Gelegenheiten darboten, classische Tonwerke, musikalische Alterthümer und musikgeschichtliche Werke, so daß diese Sammlung bald zu einer der bedeutendsten und berühmtesten Musikbibliotheken des Continents sich gestaltete. Aus diesen Arbeiten seines amtlichen Berufes, welche S. zur Hintanhaltung unliebsamer Störung oft zu Hause fortsetzen und vollenden mußte, wuchsen die [214] mannigfachen Ergebnisse seiner privaten literarischen Studien und Forschungen, welche weiter unten in einer Uebersicht folgen, naturgemäß hervor. Der Hauptvorzug dieser letzteren besteht in der Aufzeichnung einer Menge von unbekannt gewesenen interessanten, oft nicht unwichtigen geschichtlichen und kunstliterarischen Notizen, wodurch manche Lücken, Dunkelheiten und Irrthümer, welche sich in das Gebiet der Tonkunst eingeschlichen hatten, aufgehellt und berichtigt werden. Außer seinen selbstständigen und in Zeitschriften veröffentlichten Arbeiten hat S. auch andere Gelehrte in ihren, den seinigen verwandten Forschungen unterstützt: so lieferte er für das von seinem Bibliothekscollegen Dr. Ferdinand Wolf herausgegebene Werk: „Ueber die Lais, Sequenzen und Leiche. Ein Beitrag zur Geschichte der rhythmischen Formen und Singweisen der Volkslieder u. s. w. im Mittelalter“ (Heidelberg 1841) die meisten der demselben beigegebenen Musikbeilagen; ferner Mehreres für den 2. Band des „Thesaurus hymnologicus“ von Dr. H. A. Daniel, der auch Schmid’s deutsche Uebersetzung der berühmten Sequenz: „Dies irae, dies illa“ aufnahm; den bedeutendsten Beitrag aber spendete S. für den Nachtrag von Karl Ferd. Becker’s „Systematisch-chronologischer Darstellung der musikalischen Literatur von der frühesten bis auf die neueste Zeit“ (Leipzig 1839, Friese, gr. 4°.) worüber Becker selbst im Vorworte schreibt: „doch würde dieser Nachtrag immer noch nicht genügend und hinreichend mir selbst gewesen sein, wenn ich nicht im Sommer 1838 den wichtigsten Beitrag dazu erhalten hätte, nämlich einen starken Quartband, über 500 Zusätze und Berichtigungen enthaltend, von dem Herrn A. Schmidt, Scriptor an der K. K. Hofbibliothek zu Wien, eigens für diesen Nachtrag ausgearbeitet“, sie sind im Buche selbst durch die Buchstaben W. M. (Wiener Mittheilung) kenntlich gemacht. Die Titel der von Schmid herausgegebenen Werke sind: „Ottaviano dei Petrucci da Fossombrone, der erste Erfinder des Musiknotendruckes mit beweglichen Metalltypen und seine Nachfolger im 16. Jahrhunderte. Mit steter Rücksicht auf die vorzüglichsten Leistungen derselben und auf die Erstlinge des Musiknotendruckes. Eine nachträgliche, mit XXI Abbildungen ausgestattete Festgabe zur Jubelfeier der Gründung der Buchdruckerkunst (Wien 1845, Pet. Rohrmann, 342 S, gr. 8°.), Fachmänner, wie der Musikgelehrte Hofrath v. Kiesewetter in Schmidl’s „Oesterreichischen Blättern“ (1846, Nr. 23), S. W. Dehn in der „Cäcilia“ (1848) und K. F. Becker in der „Neuen (Leipziger) Zeitschrift für Musik“ (1846, Nr. 21), sprachen sich einstimmig über die Wichtigkeit dieses mit ebenso viel Fleiß als Gründlichkeit verfaßten Beitrages zur Geschichte der Musik aus, welcher durch eine Uebersicht sämmtlicher bis damals bekannt gewordenen Pietrucci’schen Drucke nebst Angabe der Bibliotheken, wo sie sich befinden, für den Forscher erhöhten Werth besitzt; – „Joseph Haydn und Nicola Zingarelli. Beweisführung, dass Joseph Haydn der Tonsetzer des allgemein beliebten österreichischen Volks- und Festgesanges sey. Nebst acht anderen ausländischen Volks- und Festgesängen mit neun Musikbeylagen“ (Wien 1847, P. Rohrmann, 118 S, gr. 8°.); das dem Grafen Moriz Dietrichstein gewidmete Buch ist eine weitere Ausführung der vorher schon in der August Schmidt’schen „Musik-Zeitung“ (1842, Nr. 126) mitgetheilten Untersuchung über den wahren Verfasser der Melodie des österreichischen Volksliedes; – „ Tschaturangavidjâ. [215] Literatur des Schachspiels. Gesammelt, geordnet und mit Anmerkungen herausgegeben ...“ (Wien 1847, C. Gerold, gr. 8°.), vor Schmid hat schon E. M. Oettinger eine Bibliographie des Schachspiels in seiner „Bibliotheca Shaliludii“ (Leipzig 1844, Engelman, 8°.) herausgegeben, welche auf 49 Seiten 269 Werke aufzählt; wie weit reicher – wenn auch noch immer nicht vollständig und mancher Verbesserungen bedürftig – Schmid’s Arbeit ist, erhellet aus ihrem Umfange, da sie 402 Seiten faßt, also achtmal größer als jene Oettinger’s ist; – „Christoph Willibald Ritter von Gluck, dessen Leben und tonkünstlerisches Wirken. Ein biographisch-ästhetischer Versuch und ein Beitrag zur Geschichte der dramatischen Musik in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts“ (Leipzig 1854, Friedr. Fleischer, gr. 8°., XII u. 508 S. sammt Facsimile), Schmid selbst betrachtete dieses in langjähriger mühsamer Forschung gewonnene Werk als seine verdienstlichste literarische Leistung; was nun die gewissenhafte Zusammenstellung aller historischen und biographischen, Gluck betreffenden Daten anbelangt, so mag er auch Recht haben, vom rein musikalischen Standpuncte aus aber läßt es Manches zu wünschen übrig. Schmid’s in Fachblättern zerstreut erschienene größere und kleinere Aufsätze sind: in der von Dr. August Schmidt, später von Ferd. Luib redigirten „Allgemeinen Wiener Musik-Zeitung“: „Ueber einen vorgeblich autographen Brief des berühmten Tonsetzers Christoph Ritter von Gluck“ (1842, Nr. 40); – „Etwas über die österreichische Volkshymne von Joseph Haydn“ (1842, Nr. 126); – „Briefe des Tonsetzers Carl Maria von Weber an den † k. k. Hofrath Ignaz Franz Edlen von Mosel“ (1846, Nr. 118 bis 124); – „Briefe des sächsischen Hofrathes Friedrich von Rochlitz an Hofrath von Mosel“ (in den Jahrgängen 1845–1848), weitere Mittheilungen dieses Briefwechsels wurden durch das Aufhören dieser Zeitung vereitelt; – „Zwei musikalische Berühmtheiten Wiens aus dem schönen Geschlechte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, nämlich Marianna (Nanette) von Gluck und Marianna von Martinez“ (1846, Nr. 127–129), über Beide gibt das Lexikon nähere Mittheilungen, über Erstere im V. Bde. S. 225, im Texte, über Letztere im XVII. Bde. S. 22; – „Kurzgefaßte Geschichte der kön. Akademie der Musik zu Paris nach Hyppolite Auger“ (1847, Nr. 122–126); – in den von A. Adolph Schmidl redigirten „Oesterreichischen Blättern für Literatur und Kunst“: „Kurze Nachricht von dem Musik-Archive der k. k. Hofbibliothek in Wien“ (1844, II. Quartal, Kunstblatt 2 u. 6); – „Ueber den wahren Geburtsort, die wahre Geburtszeit und die wahren Eltern des berühmten Tonsetzers Christoph Ritters von Gluck“ (1845, Nr. 39); – „Der berühmte Tonsetzer Antonio Lotti zu Venedig“ (1845, Nr. 75 u. 77); – in der von S. W. Dehn redigirten, in Mainz gedruckten musikalischen Zeitschrift „Cäcilia“, in den Jahrgängen 1841 bis 1848 seine Beiträge zur Literatur und Geschichte der Tonkunst, und zwar: „Bibliographische Beschreibungen sämmtlicher Choralbücher aus dem 15., 16., 17., 18. und 19. Jahrhunderte, sowie auch sämmtlicher musikalischer Handschriften aus verschiedenen Jahrhunderten, welche zunächst in der k. k. Hofbibliothek, dann auch in einigen anderen Bibliotheken Wiens zu finden sind“; – „Carpentras (Eleazar Chenet)[WS 1] und seine Werke“; – „Johann [216] Ernest Eberlin, Salzburger“; – „Arnold von Bruck, Niederländer“; – „Jacob Robusti, genannt il Tintoretto, und seine Tochter Marietta, beide Maler und Musiker zu Venedig“; – „Caterina Willaert“; – „Maddalena Mezari, Vicentinerin“; – „Massimo Trajano di Corduba, Neapolitaner“; – „Giammateo Asola, Veroneser“; – „Verzeichniß derjenigen Tonsetzer, von denen in der öffentlichen Bibliothek zu Ferrara Compositionen zu finden sind“; – „Lodovico Balbi, Venetianer“; – „Teofilo Folengi, Mantuaner“; – „Paolo Biego, Venetianer“; – „Don Giovanni Sebenico“; – „Giovan Maria Artusi, Venetianer“; – „Antonio Zantani, Venetianer“; – „P. Giacomo Bolla, Venetianer“; – „Jacobus Barbireau oder Barbirianus. Niederländer“; – „Die wichtigsten Handschriften der k. k. Hofbibliothek, welche Figural-Musik enthalten“; – „Die musikalischen Handschriften der k. k. Ambraser Sammlung in Wien“; – „Beitrag zu dem Artikel: Giovanni Paolo Colonna in den musikalischen Lexiken“; – „Francesco Cavalli“; – „Georgius Reischius und seine Margarita philosophica“; – „Etwas zur Biographie des Domenico Cimarosa“; – „Die Handschrift des Hieronymus de Moravia (1260) über die Musik“; – „Eine Handschrift von Charles Guillet“; – „Ueber das Choralbuch des Thomas Münzer (1524)“; – „Zusatz zu K. F. Becker’s Artikel: Georgius Rhau“; – „P. Francesco Calegari und sein Manuscript“; – „Zusatz zu dem Artikel: Albert Guillon in den musikalischen Lexiken“; – „Alessandro Marcello, Venetianer“; – „Die Tragedie cristiana des Duca Annibale Marchese“; – „Heinrich Bebel’s Gedicht: Laus Musicae“; – „Ercole Bottrigari, Bologneser“; – „Ein deutsches Gedicht musikalischen Inhalts von Ludwig Senfel sammt Musikbeilage“; – „Weitere Nachträge zu den Choralsammlungen der Wiener Hofbibliothek“; – „Drei seltene musikalische Holzdruckwerke aus den Jahren 1516, 1520 und 1536“; – „Ein Drama musicum von Ignaz Weitenauer“; – „Abraham Megerle“; – „Don Carlo Gesvaldo, principe di Venosa, Neapolitaner“; – „Leonhard Paminger“; – „Gio. Bonaventura Viviani, Veroneser“; – „Lorenzo Penna, Bologneser“; – „Gennaro Astarita, Neapolitaner“; – „Epitaphua musicorum“. Die Fortsetzung dieser von den neueren Musik-Lexiken meist noch immer unbenützt gebliebenen musikgeschichtlichen Beiträge, deren viele S. auch in Handschrift druckfertig zurückgelassen hat und welche aus dem Register der „Cäcilia“ leicht sich auffinden lassen [hier folgt nur ein kurzer summarischer Nachweis derselben: XXI (1842), 101, 154, 231; XXII (1843), 42, 102, 179, 239; XXIII (1844), 62, 199, 257; XXIV (1845), 50, 119, 177, 242; XXV (1846), 43, 114, 193, 274; XXVI (1847), 128, 196, 261; XXVII (1848), 123, 246], wurde durch das Aufhören der Zeitschrift unterbrochen. Eine Biographie des berühmten salzburgischen Tonkünstlers Paul Hofheimer, Organist Kaiser Maximilian’s I., von dem er Adel und Ritterschlag erhielt, hat S. kurz vor seinem Tode dem Mozarteum in Salzburg übergeben. Dieses verdienstliche Wirken des unermüdlichen Forschers wurde in gelehrten Kreisen mannigfach gewürdigt: der historische Verein von Oberbayern, der Dom-Musikverein und das Mozarteum in Salzburg, die Congregazione [217] ed Academia Pontificia di Santa Ceciliain Rom, die Società letteraria dell’ Areopago zu Genua, die Alterthumsvereine von Wien und Nürnberg haben ihn unter ihre Mitglieder aufgenommen. In der Tonkunst selbst schöpferisch aufzutreten, war S., obgleich er tüchtiger Musicus war, nicht vergönnt, es fehlte ihm das feinere Gefühl für das eigentlich poetische Element der Musik, hingegen als Musikforscher stellte er seinen Mann; um die urkundliche Genauigkeit einer musikalischen Thatsache festzustellen, war ihm keine Mühe zu schwer; es mag dieß, wie alles ameisenartige Scharren und Sammeln der Gelehrten kleinlich, ja nutzlos – und es ist beides nicht – erscheinen; Schmid hat eben durch diese Gründlichkeit den Ruf einer Zuverlässigkeit erworben, die seinen Arbeiten den Charakter fast amtlicher Authenticität verleiht. In seiner Eigenschaft als Bibliotheksbeamter besaß er eine gerade in diesen Kreisen nicht zu häufige Liebenswürdigkeit. Es war fast rührend zu sehen – Schreiber dieses hat es selbst mehr als einmal zu erproben Gelegenheit gehabt – wie er jede Anfrage durch eine erschöpfende Auskunft zu erledigen suchte und nicht ruhte, bis er auch den kleinsten Zweifel behoben, die schmalste Lücke ausgefüllt. Den einzigen Sohn aus seiner ersten Ehe – die zweite war kinderlos geblieben – verlor er in jungen Jahren. Schmid liegt in der Commungruft des Friedhofes zu St. Sebastian in Salzburg begraben.

Neue Salzburger Zeitung (Abendblatt) IX. Jahrg. (1857), Nr. 147, 148, 149, in der Rubrik: „Salzburger Tagesneuigkeiten“. – Zellner’s Blätter für Musik, Theater u. s. w. (Wien, kl. Fol.) 1855, Nr. 19 u. 20, S. 78: „Zwei österreichische Musikgelehrte. Von Moriz Bermann. II. Anton Schmid“ [beinahe wörtlicher Abdruck einer in meinem Besitze befindlichen Autobiographie des mir befreundeten Schmid]; – dieselben 1857, Nr. 55, S. 219, in den „Kunstnotizen“. – (Czartoryski’sche) Monatschrift für Theater und Musik. Herausgeber: Joseph Klemm (Wien, 4°.) III. Jahrg. (1857), S. 400. Nekrolog [wird daselbst irrig Schmidt statt Schmid geschrieben]. – Neue Wiener Musik-Zeitung, herausg. von Glöggl (4°.) VI. Jahrg. (1857), Nr. 31. – Wiener Zeitung (4°.) 1857, Nr. 152, S. 1965. – Handschriftliche Notizen des Dr. W. Fiske bei der amerikanischen Legation.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Carpentras. (Wikipedia, englisch).