BLKÖ:Gluck, Christoph Willibald

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 5 (1859), ab Seite: 221. (Quelle)
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Gluck, Christoph Willibald (berühmter Tonsetzer, geb. zu Weidenwang in der obern Pfalz 2. Juli, getauft am 4. Juli 1714, gest. zu Wien 15. Nov. 1787). Die Streitigkeiten über seinen Geburtsort und das Geburtsdatum sind durch die emsigen Forschungen seiner Verehrer behoben worden und obiges Datum ist das einzig richtige [vergl. die Quellen S. 227]. Sein Vater Alexander war in Jünglingsjahren Leibjäger des Prinzen Eugen v. Savoien, seit 1717 Waldbereiter im Dienste des Grafen Kaunitz in Böhmisch-Leipa, seit 1. Mai 1722 Forstmeister des Grafen Kinsky in Böhmisch-Kamnitz, seit 1724 dasselbe bei dem Fürsten Lobkowitz in Eisenberg und starb im Dienste der Großherzogin von Toscana zu Reichstadt; er unterschrieb sich Alexander Johannes Klukh. Von 7 Kindern war Christoph das erstgeborne, und da er schon im Alter von 3 Jahren nach Böhmen kam und dort seine erste Ausbildung erhielt, wird er allgemein als Böhme angesehen. Christoph wurde im Elternhause erzogen und besuchte 1726–1732 das Jesuiten-Gymnasium in Kommotau, wo er auch Unterricht im Clavier- und Orgelspiel erhielt. 1732 ging er nach Prag, um die philosoph. Lehrgegenstände zu hören, und da die Unterstützung, welche er vom Hause erhielt, sehr [222] klein war, verlegte er sich auf die Musik und ertheilte Unterricht in derselben; in den Ferienmonaten zog er von Ort zu Ort und gab kleine Concerte. 1736 kam er nach Wien, wo damals ein Caldara (s. d. II. Bd. S. 236), Joh. Jos. Fux (s. d. V. Bd. S. 41)[WS 1], die Gebrüder Conti, Gius. Porsile u. A. die Musik würdig vertraten. Als Fürst Melzi den jungen Künstler einst im Lobkowitz’schen Hause spielen gehört, ernannte er ihn zu seinem Kammermusikus, nahm ihn nach Mailand, wo der berühmte Sammartini Glucks musikalische Bildung vollendete. Schon 1741 trat G. mit einem größeren Tonwerk, mit der Oper: „Artaserse“ öffentlich auf; sie gefiel. Von 1741 bis 1744 schrieb er noch für Mailand: „Demofoonte“; – „Siface“ und „Fedra“, für Venedig: „Demetrio“ u. „Ipermnestra“ (vergl. die Chronologie seiner Arbeiten, das nähere Detail und die Literatur über dieselben in den Quellen S. 225), und für Cremona: „Artamene“ und „Porro“. Sein Ruf wuchs und gelangte bis London, wo Lord Middlessex die Oper dirigirte. 1745 begleitete G. seinen Gönner Ferdinand Philipp Fürsten von Lobkowitz auf einer Reise durch Italien, Frankreich und England, und brachte in London 1746 seine neue Oper: „La Caduta de’ Giganti“ zur Aufführung. Diese erlebte ihrer mangelhaften Darstellung wegen nur 5 Aufführungen, hingegen erhielt seine ältere Oper: „Artamene“ rauschenden Beifall. Von London begab sich G. über Hamburg nach Dresden, wo er in der churfürstlichen Capelle diente, aber bald in seine Heimat zurückkehrte, als der Tod seines Vaters seine Anwesenheit nöthig gemacht hatte. Im J. 1748 nahm G. seinen bleibenden Aufenthalt in Wien, wo Karl VI. die Tonkunst gleich seinem Vorgänger dem Kaiser Leopold begünstigte. Mitte Mai des gen. J. kam G.’s dreiactige Oper: „Semiramide riconosciuta“ zur Aufführung. Um diese Zeit lernte er seine zukünftige Gattin, die Tochter eines reichen Wiener Kaufherrn, Marianna Pergin kennen. Die Hoffnung der Liebenden zerstörte aber des Vaters Nein. G., um sich zu zerstreuen, ging nach Rom, wo er seine Oper: „Telemacco“ zur Aufführung brachte. Als aber Pergin Anfang 1750 mit Tod abging, kehrte G. nach Wien zurück und am 15. September d. J. vermälte er sich mit Marianna, mit welcher G. eine glückliche Ehe führte. [Sie überlebte ihren Gatten um 13 Jahre und starb, 71 Jahre alt, am 12. Marz 1800. Ihre Grabinschrift theilt Gräffer mit in seinen „Wiener Dosenstücken“ (Wien 1852), II. Thl. S. 241.] In Begleitung seiner Gemalin kehrte G. nach Italien zurück, ging nach Neapel, wo seine Oper: „La Clemenza di Tito“ 1751 zur Aufführung kam, deren Arie „Se mai senti spirarti sul volto“ durch ihre eigenthümliche Instrumentation die neapolitanischen Componisten in Aufregung brachte. Sie behaupteten, daß darin die Regeln des Satzes verletzt seien, Durante aber, der damals als das Orakel der Tonkunst galt, entschied: daß sich alle Componisten rühmen könnten, die eine solche Stelle dächten und schrieben. Im Dec. d. J. kehrte G. nach Wien zurück, wo 1752 eben die Reformen der Schaubühne stattfanden und ein günstiges Feld G.’s Thätigkeit eröffneten. Der Herzog von Sachsen-Hildburghausen war ein großer Freund der Musik und beauftragte G. für den Empfang Ihrer Majestäten auf seinem Lustschlosse Schloßhof (23–26. Sept. 1754) eine Oper zu schreiben. G. schrieb: „Le Cinesi“, die Musik zu einem älteren, bereits von Reutter gesetzten Text. Als im Juni d. J. Graf Durazzo die Oberleitung des Hoftheaters übernahm, wurde G. als Capellmeister der Oper mit 2000 fl. Jahrgehalt angestellt, welchen Posten er [223] viele Jahre bekleidete. Während dieser Zeit entfaltete G. eine große Thätigkeit, er schrieb für das Theater, die Feste des Hofes und für fremde Bühnen, die er auf kurze Zeit auch besuchte. So brachte er Ende 1754 in Rom seine Opern: „Il Trionfo di Camillo“ und „Antigone“ zur Aufführung und wurde zum Cavaliere dello Sperone d’oro ernannt, von welcher Zeit er sich Ritter von Gluck schrieb. Für Wien componirte G. 1755 und 1756 das dramatische Gedicht: „La Danza“; – „l’Innocenza giustificata“ und „Il re pastore“, von 1756–62 eine Anzahl von „Airs nouveaux“ zu französischen Singspielen, welche in mehreren Folio- und Quartbänden in der kaiserl. Hofbibliothek aufbewahrt werden u. z. zu „Les amours champêtres“, von Favars (1755); – „Le Chinois poli en France“, von Anseaume (1756); – „Deguisement pastoral“, von Le Bret (1756); – „l’Isle de Merlin“ (1758); – „la fausse Esclave“ (1758); – „Cythère assiègée“ (1759); – „l’yvrogne corrigé“ (1760); – „Cadi dupé“ (1761); – „On ne s’avise jamais de tout“ (1762) und „l’arbre enchanté“ (1762). In diese Zeit fallen auch Glucks emsige Studien in Sprachen und in der Poesie und insbesondere in seiner Kunst, in denen er durch den Umgang mit wissenschaftlichen Männern sehr gefördert wurde. Zur Vermälungsfeier des kais. Prinzen Joseph schrieb G. 1760 die Festoper: „Tetide“, im folgenden Jahre das berühmte Ballet „Don Juan“ und 1762 für Bologna „Il trionfo di Clelia“. Er begab sich selbst dahin, um die Aufführung zu leiten und lernte daselbst den berühmten Padre Martini, den „padre di tutti i Maestri“, wie er genannt wurde, kennen. Früher schon (1760) war er in Wien mit Raniero von Calzabigi, dem Herausgeber der Werke Metastasio’s, in freundschaftliche Verbindung getreten, und blieb dieser Verkehr nicht ohne günstige Rückwirkung für Gluck. 1762 componirte G. die Oper: „Orfeo ed Euridice“, eines der schönsten Werke des großen Meisters. Dieser folgte 1763 „Ezio“, 1764 das launige Singspiel: „La Rencontre imprévue“, zur Vermälungsfeier des römischen Königs Joseph, 1765 „Il Parnasso confuso“, die Umarbeitung seiner älteren Oper: „Telemacco“, welche in Schönbrunn aufgeführt wurde; und zur Namensfeier des Kaisers Franz: „La Corona“, worin vier Erzherzoginnen die Gesangsparthien ausführen sollten. Aber der am 18. August plötzlich eingetretene Tod des Kaisers vereitelte die Aufführung, die auch später nie stattfand. Nun schrieb ihm sein Freund Calzabigi den Text zu der berühmten Oper „Alceste“, welche am 16. Dec. 1767 zur Aufführung kam und Epoche machend in der Geschichte der Musik dasteht. Im J. 1769 schrieb G. die Oper: „Paride ed Elena“, folgte einer Einladung nach Parma, um die Vermälungsfeier der Erzherzogin Maria Amalia mit dem Infanten Don Ferdinand durch ein Tonwerk zu verherrlichen, worauf G. den Prolog: „Le Feste ďApollo“; – und „l’Atto di Bauci e Filemone“; – „l’Atto d’Aristeo“ und „l’Atto d’Orfeo“, die ersten 3 neu, componirte. Im Jahre 1769 lernte G. auch Antonio Salieri kennen, setzte mehrere Gedichte Klopstocks in Musik, und die Bekanntschaft mit Bailly du Rollet, einem feinen Musikkenner, der als Attaché der königl. französ. Gesandtschaft am österr. Hofe in Wien lebte, rief bald ein neues Tonwerk, die „Iphigenie en Aulide“ in’s Leben, wozu Bailly das Libretto geschrieben hatte. Als Dr. Burney, der berühmte Musikhistoriker, in Wien (30. Aug. 1772) eintraf, lernte er auch G. kennen, und fällte im Tagebuche seiner Reise jenes ehrenvolle Urtheil über diesen Tonheros, [224] welches noch heute, nach beinahe einem Jahrhundert, maßgebend bleibt. Indessen hatte Gluck Bailly’s Libretto „Iphigenie en Aulide“ in Musik gesetzt und die Aufführung fand am 19. April 1774 in Paris statt, für welches die Oper geschrieben war, und wohin sich G. im Sommer 1773 mit seiner Familie begab. Die – für die damaligen Pariser Musikzustände – neue Musik machte in Paris ungeheures Aufsehen. Am 2. Aug. d. J. kam der umgearbeitete „Orfeo“ zur Aufführung, und als im Jänner 1775 die „Iphigenie“ mit noch größerer Sorgfalt in die Scene gesetzt wurde, theilte sich das Pariser Musikpublicum in zwei Lager und es entstanden, wie einst durch die Liebe: Montechi e Capuletti, nun durch die Musik zwei Parteien: Gluckisten und Piccinisten, welche in der Geschichte der Musik ein Ereigniß bilden, und deren Uebertreibungen, durch die Memoirenschreiber jener Zeit erhalten, die uns eine Fülle von Bonmots und pikanten Vorfällen dieser Episode erzählen, uns noch in der Gegenwart anziehen und ergötzen. [Der Streit dauerte übrigens fort oder eigentlich erreichte seinen Höhenpunct bei G.’s zweiter Anwesenheit in Paris im J. 1776.] Der Sieg stand auf G.’s Seite, ruhmgekrönt, mit Gold reichlich belohnt, kehrte G. 1775 über Straßburg, wo er Klopstock persönlich kennen gelernt, nach Wien zurück. Noch während seiner Triumphe in Paris ward er aber mittelst Decret vom 18. Oct. 1774 zum kais. Kammermusikus mit 2000 fl. Jahrgehalt ernannt. Vor seiner Abreise aus Paris hatte G. die Oper „Roland“ von Quinault zur Composition erhalten. Durch eine Intrigue geschah es, daß auch Piccini dasselbe Libretto erhielt. Glücklicher Weise erfuhr G. dies noch zu rechter Zeit, legte nun den „Roland“ bei Seite und componirte neu für Paris seine ältere Oper (aus dem Jahre 1767) „Alceste“, welche aber bei der ersten Aufführung in Paris (23. April 1776) so zu sagen durchfiel; hingegen wuchs der Erfolg der „Iphigenie“ von einer Vorstellung zur andern, und der Streit der Gluckisten und Piccinisten rief eine Fluth von Tagesschriften, mit mehr oder weniger Geist verfaßt, in’s Leben. Unter diesen behaupten die „Lettres de l’anonyme di Vaugirard“, unter welcher Chiffer sich Suard (geb. 15. Jän. 1734, gest. 20. Juli 1817, Mitglied der Acad. Fr.) verbarg, die erste Stelle durch den Geist und die Feinheit, mit der sie geschrieben sind. Im J. 1777 kam Glucks „Armida“ nach Quinaults Libretto, in Paris zur Aufführung (23. Sept.), mit welcher Composition der Tonheros neue Erfolge feierte. Nach seiner Rückkehr aus Paris beschäftigte sich G. mit einem neuen Werke für Paris, es war die „Iphigenie en Tauride“, mit welcher er sich am 30. Nov. 1778 nach Paris begab und deren erste Aufführung am 18. Mai 1779 stattfand. Auch mit ihr feierte G. den glänzendsten Erfolg; minder gefiel sein letztes im nämlichen Jahre vollendetes Tonwerk: „Echo et Narcisse“, welches auch zuerst in Paris zur Aufführung kam. Seit dem J. 1780 ruhte G. auf Lorbeern in Wien aus. Als 1783 der preuß. Hofcapellmeister, derselbe, den Goethe und Schiller in ihren Xenien hart mitgenommen hatten, Wien besuchte, machte er G.’s persönliche Bekanntschaft und beide Componisten befreundeten sich. Was G. außer den angeführten Opern an Kirchenmusik und Gesangsstücken componirt hatte, wird weiter unten, wo G.’s Werke aufgezählt werden, angeführt. Sein letztes Werk war: „Le jugement dernier“, Text von Chev. Roger, für die Pariser Société d’Apollon in Musik gesetzt; bald nach Vollendung desselben erlag er einem zweiten Schlaganfalle – der erste hatte ihn im J. 1783 getroffen – im [225] 74. Jahre. Er wurde mit großer Feierlichkeit auf dem Matzleinsdorfer Friedhofe bestattet, wo sein Grab neben der Baron Dietrich’schen Familiengruft unter Nr. 668 sich befindet. Die Zeit hat es erkannt, was G. war und daß sie ihm die Wiedergeburt des guten Geschmacks, der echten Kunst in der Musik zu danken hat. Decennien nach seinem Tode wurden, wie nach dem jedes großen Geistes, Feste seinem Andenken gefeiert: am 20. Aug. 1846 der große Trauergottesdienst ihm zu Ehren im Kloster St. Eustache zu Paris; und am 15. Oct. 1848 mitten unter heillosen und schmerzlichen polit. Wirren die Aufstellung seiner Statue in München, durch die Munificenz eines Königs, der der Kunst jeden seiner Athemzüge gewidmet. Gluck war es, wie wenigen Künstlern beschieden, vom Baume der Kunst goldene Früchte zu pflücken. Sein Biograph Schmid erzählt uns: „Im Ganzen soll, laut mündlichen Ueberlieferungen, Frau v. G. nach ihres Gatten Tode von ihrem Gesammtvermögen eine Jahresrente von 30,000 fl. bezogen haben“ (siehe Schmid S. 415). Die Wiener Hofbibliothek besitzt einen großen Theil seiner handschriftlichen Werke und Originaldrucke. G.’s Ehe war kinderlos geblieben, er nahm daher an Kindesstatt an seine Nichte – Nanette (geb. zu Wien 1759, gest. ebd. 22. April 1776). Sie war eine Tochter des Rittmeisters Claudius von Hedler, aus dessen Ehe mit Glucks Schwester. Das Mädchen besaß eine vortreffliche Stimme, welche sich unter der Leitung des ausgezeichneten Sängers Millico künstlerisch entfaltete. Sie begleitete 1775 Gluck nach Paris. In Wien sang sie bei Hofe und in den Salons des hohen Adels. Im J. 1776 wurde sie von den Blattern befallen und erlag der Seuche im Alter von 17 Jahren. Als sie starb, richtete der große Karl August von Weimar an G. einen eigenhändigen Trostbrief, welcher ihm durch Wieland zugeschickt wurde.

I. Opern u. andere Compositionen (chronologisch). Hier folgen nun Glucks Opern; jene, deren Original-Partitur die kaiserl. Hofbibliothek besitzt, sind mit einem *, welche sich im Privatbesitze befinden, mit zwei ** bezeichnet. A) Opern. 1741: „Artaserse“ von Metastasio, für Mailand [vergl. A. Schmid: Christ. R. v. Gluck, S. 24 u. f.]; – 1742: „Demofoonte“ von Metastasio, für Mailand; – „Demetrio“ von demselben, für Venedig; wurde unter dem Titel „Cleonice“ auf dem Theater San Samuele aufgeführt; – „Ipermnestra“ von demselben, für Venedig; – 1743: „Artamene“ für Cremona; – „Siface“ für Mailand; – 1744: „Fedra“ für Mailand; – 1745: „Alessandro nell’ Indie“ von Metastasio, mit dem Titel: „Poro“ für Turin; – 1746: „La Caduta dei Giganti“ für London [vergl. Schmid: Ch. R. v. Gluck S. 27 u. f.]; – „Artamene“ wiederholt in London [siehe: Schmid S. 29 u. f.]; – „Piramo e Tisbe“, Pasticcio für London; – 1747: „Le nozze d’Ercole ed’Ebe“ für Dresden [siehe: Oestr. Bürgerblatt 1856, Nr. 108: „Eine neue Oper Glucks“, Nachricht über ein einactiges Festspiel, welches G. für den 29. Juni 1747 zu Ehren der Vermälung der Prinzessin Anna, Tochter Augusts III. von Sachsen, mit dem Churfürsten von Baiern componirt hatte. Sie wurde von den italien. Sängern des Impres. Mingotti im Schloßgarten zu Pillnitz aufgeführt. Ant. Schmid in seinem Werke über „Gluck“ macht derselben keine Erwähnung. Vergl. auch die Theaterzeitung von Adolph Bäuerle 1856, Nr. 102]; – 1748: *„La Semiramide riconosciuta“ von Metastasio, für Wien. Sie wurde am 14. Mai o. J. zur Geburtsfeier Maria Theresia’s gegebenen [siehe: Schmid am angez. Orte S. 40 u. f.]; – 1750: „Telemacco“ für Rom [siehe: Schmid S. 47]; – 1751: „La Clemenza di Tito“ von Metastasio für Neapel [Schmid S. 48];– 1754: „Le Cinesi“ von Metastasio, für Schloßhoff; in Wien wiederholt 1755. Sie wurde zur Feier der Anwesenheit der Kaiserin in Schloßhoff, einem damals dem Prinzen von Sachsen-Hildburghausen gehörigen Lustschlosse, am 23. Sept. 1754 gegeben [(siehe: Wiener Diarium 1754 Nr. 82 – u. Schmid am ang. Orte S. 54 u. f.]; – „Il Trionfo di Camillo“ für Rom; – „Antigone“ von Metastasio für Rom; – 1755: *„La Danza“ von Metastasio, [226] für Laxenburg [siehe: Schmid S. 69]; – „Airs nouveaux de la Pastorale: Les amours champêtres“ für Wien; – 1756: *„L’Innocenza giustificata“ für Wien. Aus Scenen verschiedener Opern Metastasio’s zusammengesetzt und 8. Dec. 1755, zum zweiten Male im August 1756 gegeben [siehe: Schmid S. 70 u. f.]; – *„Il rè pastore“ von Metastasio, für Wien. Zum Geburtstage Sr. Maj. des Kaisers Franz I. gegeben [siehe: Schmid S. 73 u. f.]; auch schrieb Gluck in diesem Jahre mehrere „Airs nouveaux“ zu Operetten von Favart, Anseaume, le Bret u. A., worüber Schmid im ang. Werke S. 76 u. f. Näheres mittheilt; – 1758 u. 1759 beschränkt sich G.’s Thätigkeit auf Compositionen von Arien zu den Operetten: „L’isle de Merlin“, – „La fausse esclave“, – „Cythère assiegée“, – „L’yvrogne corrigé“, deren Text von verschiedenen, als: Anseaume, Le Monnier, Sedaine u. A. geschrieben wurde; – 1760: **„Tetide“ von G. A. Migliavacca, für Wien; die Partitur der Oper befindet sich in der Bibliothek der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien [Schmid S. 80 u. f.]. – 1761: „Don Juan“, G.’s berühmtes Ballet für Wien [Schmid S. 83]; – 1762: „On ne s’avise jamais de tout“ für Wien; – „Airs nouveaux: de l’arbre enchanté“ für Wien; – **„Il trionfo di Clelia“ von Metastasio, für Bologna; die Partitur befand sich im Besitze des bekannten Sammlers A. Fuchs [Schmid S. 84 u. f.]; – *„Orfeo ed Euridice“ von R. Calzabigi, für Wien [Schmid S. 90 u. f.]; – 1763: „Ezio“ von Metastasio, für Wien [Schmid S. 106]; – 1764: „La recontre imprévue“ von L. G. Dancourt, für Wien; später unter deutschem Titel: „Die Pilgrime von Mekka“ [Schmid S. 107 u. f.]. – 1765: „Il Parnasso confuso“ von Metastasio, für Schönbrunn; zur Vermälungsfeier des römischen Königs Joseph II. mit Prinzessin Maria Josepha von Baiern am 23. Jänner 1765 gegeben [Schmid S. 115 u. f.];– *„Telemacco ossia l’isola di Circe“, Umarbeitung für Wien der für Rom im Jahre 1750 componirten Oper [Schmid S. 116 u. f.]; – *„La Corona“ von Metastasio, für Wien, zur Namensfeier des Kaisers Franz. Der am 18. Aug. 1765 plötzlich erfolgte Tod des Kaisers vereitelte die Aufführung [Schmid S. 121]; – 1767: „Alceste“ von R. Calzabigi, für Wien. Dieses Tonwerk, eines der bedeutendsten G.’s, wurde am 16. Dec. 1767 zum ersten Male im Burgtheater gegeben. Die berühmte Sängerin Ant. Bernasconi [siehe d. I. Bd. S. 325] sang die Titelrolle; die Partitur dieser Oper erschien in Paris gedruckt (1769) [vergleiche über die Oper: Anton Schmid S. 123–143. – Der Freimüthige (Berliner Unterhaltungsblatt) 1804, Nr. 27. – Forkel (Johann Nikolaus), Musikalisch-kritische Bibliothek X. Bd. 2. St. S. 29, XIV. Bd. 1. St. S. 3. – Grenzboten (Leipzig 1853, Herbig, gr. 8°.) I. Bd. S. 31: „Alceste von Gluck.“ – Rousseau (J. J.), Oeuvres (Zweibrücken) XVI. Bd. S. 277 u. f. Kritik der „Alceste“ in seinem „Lettre à Mr. Burney sur la Musique avec des fragmens d’Observations l’Alceste de Mr. le Chev. Gluck.“ – Der Gesellschafter, herausgeg. von Gubitz 1822, Nr. 162–64: „Abhandlungen von Gluck und über ihn. 1) Dedication zur Oper Alceste.“ – Bohemia (Prager Unterhaltungsblatt) 1846 im November: „Ueber Gluck und seine Oper Alceste“ [Sendschreiben Joseph des Brahmanen an Flamin, den letzten Davidsbündler (Ambros)]; – 1769: *„Paride ed Elena“ von R. Calzabigi, für Wien; die Partitur dieser Oper ist auch gedruckt (1770) [siehe darüber: Der Gesellschafter, herausgegeben von Gubitz. 1822, Nr. 165: „Dedication zur Oper Paris und Helena.“ – Forkel (Johann Nik.), Musikalisch-kritische Bibliothek. XIII. Bd. S. 481 u. f. – Anton Schmid S. 143]; – „Le feste d’Apollo“; – „Bauci e Filemone“; – „Aristeo“, alle drei für Parma zur Vermälungsfeier des Infanten Don Ferdinand mit Maria Amalia Erzherzogin von Oesterreich [Schmid S. 154]; – 1774: „Iphigenie en Aulide“, Text von Bailly Du Rollet, für Paris. Diese Oper erregte großes Aufsehen in Paris. Die Arnould sang die Titelrolle. Die erste Aufführung fand am 19. April 1774 Statt, in Folge derselben wurde G. mit Decret vom 18. Oct. 1774 zum k. k. Hofcompositeur mit 2000 fl. Jahresgehalt ernannt; die Partitur dieser Oper erschien gestochen zu Paris (1774) [Schmid S. 172–233. – Un clou chasse l’autre. Lettre sur l’opera d’Iphigenie (Paris 1775, 16 S. 8°.). – Lettre à M. ..... sur l’opera d’Iphigenie en Aulide (Paris 1775, 27 S. 8°.). – Zeitgenossen (Leipzig, Brockhaus) I. Abtheil. IV. Bd. S. 126 enthält das Urtheil der Prinzessin Amalia von Preußen über Glucks „Iphigenia in Aulis“, worin Gluck alle und jede Fähigkeit, je etwas Bedeutendes in der Composition zu leisten, abgesprochen wird. Ein Curiosum in jeder Hinsicht. Das Billet der Prinzessin ist an ihren Kammer-Componisten Kirnberger gerichtet. Dasselbe ist [227] auch in Gubitz’ Gesellschafter 1823, Nr. 160, S. 771 im Artikel: „Wohlstylisirter Brief“ mitgetheilt. – Theaterzeitung, herausg. von Ad. Bäuerle. 1856, S. 771. – Deutscher Merkur 1776 März: „Schreiben aus Paris“ von Forkel über das Gluck’sche Singspiel „Iphigenia in Aulis.“ – Der Wiener Courier (polit. Blatt) 1856, Nr. 190 u. f.: „Die Festoper Iphigenia in Aulis“ (Auszug aus Ant. Schmids Werk). – Vieles über die „Iphigenie in Aulis“ enthält das weiter unten (IV. Urtheile über Gluck als Musiker) angeführte Werkchen von Riedel, dessen hauptsächlicher Inhalt diese Oper betrifft]; – „Orfeo ed Euridice“ in französischer Bearbeitung für Paris; erschien gleichfalls zu Paris im Stich [siehe darüber: Lettre à Mr. le chev. de ... sur l’opéra d’Orphée (Paris 1774, Lamarche, 8°.]; – 1775: „L’arbre enchanté“ von M. Badé für Versailles. Zu Ehren des Erzherzogs Max in Versailles am 27. Febr. 1775 gegeben; der gestochene Clavierauszug erschien in Paris (1775) [Schmid S. 235 u. f.]; – „La Cythère assiégée“, Opern-Ballet von Favart. Er hatte diese, schon 1759 mit neuen Arien unterlegte Oper wieder umgearbeitet; die gestochene Partitur erschien in Paris (1775) [Schmid S. 241 u. f.]; – 1776: „Alceste“, eine neue für Paris eingerichtete Bearbeitung der schon 1767 in Wien mit glänzendem Erfolge gegebenen Oper. Gluck wollte die Musik zu einer Oper „Roland“ schreiben, aber derselbe Text war hinter seinem Rücken auch Piccini zur Composition überlassen worden. Gluck ließ nun denselben fallen. Am 23. April 1776 fand die erste Aufführung dieser neuen Bearbeitung der „Alceste“ Statt und fiel durch. (Die Partitur gibt den 30. April an.) Nach und nach fand aber die Composition immer größeren Beifall, und nun begann jener merkwürdige Kampf der Parteien, der in der Geschichte der Musik Epoche macht; die Partitur dieser Bearbeitung erschien gestochen zu Paris (1776) [Schmid S. 247 u. f.]; – 1777: „Armide“ von Quinault, für Paris, die erste Aufführung fand am 23. Sept, genannten Jahres Statt; die Partitur erschien gestochen zu Paris (1777) [Schmid S. 297 u. f.]; – 1779: „Iphigenie en Tauride“ von Guillard, die erste Aufführung erfolgte am 18. Mai 1779; die Partitur erschien auch gestochen zu Paris (1779) [Schmid S. 335 u. f. – Spazier (J. C. G.), Etwas über Gluck’sche Musik und die Oper „Iphigenia auf Tauris“ auf dem Berlinischen Nationaltheater (Berlin 1795, 8°.). – Frankfurter Konversationsblatt 1852, S. 563–603: „Erinnerungen an Gluck und seine Iphigenia“ (aus dem Französischen, mit vielen picanten Einzelheiten aus dem Pariser Leben und Salons jener Zeit [1779], über Mehul, Vestris u. A.). Der ganze Aufsatz war zuerst im Feuilleton der (Berliner) „Constitutionellen Zeitung“ abgedruckt. – Tribunal für Musik (Frankfurter Zeitschrift) 1840, Nr. 26 u. 27: „Iphigenia in Tauris von Gluck“]; – „Echo et Narcisse“ von Baron Tschudi, für Paris, zum ersten Mal aufgeführt 21. Sept. 1779; sie war noch im nämlichen Jahre zu Paris im Stich erschienen [Schmid S. 362 u. f.].
B) Für Kirche und Kammer. Der Bußpsalm „De Profundis“ für Chor und ganzes Orchester; – Der 8. Psalm „Domine Dominus noster“; – Lieder von Klopstock, mit Begleitung des Claviers, u. z.: Vaterlandslied, – Wir und Sie, – Schlachtgesang, – Der Jüngling, – Die Sommernacht, – Die frühen Gräber, – Die Neigung, – Willkommen, o silberner Mond; – Ein Theil der von A. Salieri vollendeten geistlichen Cantate: „Le jugement dernier“, gedichtet von Chev. Roger.
C) Nachlaß. Ueber Glucks großen schriftlichen Nachlaß an Opern-Partituren und Bruchstücken von solchen gibt ausführliche Nachricht Schmid in seiner Biographie Glucks S. 438–442.
II. Biographien und Biographisches, a) Selbständige Werke: Schmid (Anton), Christoph Willibald Ritter von Gluck, dessen Leben und tonkünstlerisches Wirken. Ein biographisch-ästhetischer Versuch (Leipzig 1854, Fleischer, gr. 8°., mit Facsimile). Das Bedeutendste, was über Gluck bisher geschrieben worden; der Verfasser, selbst ein feiner Musikkenner, hat alle Quellen gekannt und sorgfältig benützt. Seite 491–508 befindet sich auch eine reiche Literatur über Gluck. Ein Uebelstand derselben sind aber die Citationen wie folgende: Wiener musikalischer Anzeiger 1836. – Саmраn Mlle.: Mémoires sur la vie privée de Marie Antoinette (Paris 1822) 3 Bde. – Das Wiener Diarium von verschiedenen Jahrgängen. – Magazin des Auslandes. Redigirt von Lehman. Jahrg. 1843, 4°., welche in dieser Art zum Mehrtheil vorkommen. Ja, wer soll denn in Folge eines solchen Citats den ganzen Jahrgang einer 4–500 Seiten starken Zeitung oder 3 Bände Memoiren durchblättern, um dasjenige zu suchen, was sich auf Gluck bezieht? Ein solches Citat oder keines ist so ziemlich dasselbe [vergl. über das Werk die ausführliche Anzeige in den Oestr. Blättern für Literatur u. Kunst [228] 1854, Nr. 27 u. 28]. – Miel (Edme. François Antoine), Notice sur C. Gluck, s. l. (Paris) 1840, 8°.Solie (N. N.), Etudes biographiques, anecdotiques et esthetiques sur les compositeurs qui ont illustré la scène française: Gluck (Aucenis 1853, 12°.). – Andere selbständige Schriften über Gluck siehe unten: IV. Urtheile über Gluck als Musiker, weil sie weniger seine Person, als kritisch seine Musik behandeln.
b) Kleinere biographische Skizzen in Werken und Journalen. Becker (Karl Ferdinand), Systematisch-chronologische Darstellung der musikalischen Literatur von der frühesten bis auf die neueste Zeit (Leipzig 1836, Friese, 4°.) Sp. 156, 157, 158. – (Brockhaus) Conversations-Lexikon (10. Aufl.) VI. Bd. S. 772. – Nouv. Biographie générale ... publiée sous la dir. de M. le Dr. Hoefer (Paris 1853) XX. Bd. Sp. 837. – (De Luca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1776, Ghelen, 8°.) I. Bds. 1. St. S. 156; I. Bds. 2. St. S. 306. – Dlabacz (Gottfr. Joh.), Allg. histor. Künstler-Lexikon für Böhmen ... (Prag 1815, 4°.) I. Bd. Sp. 469. – Didaskalia (Frankfurter Unterhaltungsblatt) 1841, Nr. 90: „Gluck“ [kurze Lebensskizze aus Herloßsohns Theater-Lexikon]. – Frankfurter Konversationsblatt 1854, S. 799, 803, 807, 811 [Auszug aus Ant. Schmids Werke]. – Gerber (Ernst Ludw.), Neues histor.-biogr. Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1812, gr. 8°.) II. Bd. Sp. 344. – Gervinus (G. G.), Geschichte der deutschen Dichtung (Leipzig 1853, Engelmann, gr. 8°.) III. Bd. S. 518. – Gazzetta musicale di Milano. 1856, Nr. 31 [auf Grundlage der Biographie von Custos Schmid]. – Milde (Theodor), Ueber das Leben und die Werke der beliebtesten deutschen Dichter u. Tonsetzer (Meißen 1834, Gödsche) II. Bd. S. 23. – Ostdeutsches Athenäum. Beiblatt der Neuen Oder-Zeitung (Breslau, kl. Fol.) I. Jahrg. Nr. 1: „Zur Charakteristik Ritter v. Glucks“ [Züge, Impromptu’s, Episoden aus seinem Leben]. – Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 385. – Pester Sonntagsblatt. 1855, Nr. 25–28: „Ritter Gluck. Biographische Skizze“ von Heinrich Ritter von Levitschnigg. – Realis, Curiositäten-und Memorabilien-Lexikon von Wien (Wien 1846, Lex. 8°.) I. Bd. S. 498. – Tribunal für Musik (Frankfurter Zeitschrift) 1840, Nr. 24: „Genienkranz von Felix Bamberg. I. Ritter Gluck.“ – Neues Universal-Lexikon der Tonkunst (begonnen von Schladebach, fortgesetzt) von Ed. Bernsdorf (Dresden 1856 u. f., Schäfer, gr. 8°.) II. Bd. S. 159–197. – Allg. Wiener Musikzeitung, herausg. von Aug. Schmidt[WS 2]. 1843, Nr. 58 u. 59: „Gluck. Ein Anhang zur letzten Catilinaria“ von Andreas Schumacher [nach einer Diatribe über die gesunkenen Musikzustände gibt er eine musikalisch-kritische Lebensskizze des Componisten]. – Dieselbe 1846, Nr. 2: „Christoph Ritter von Gluck“, biograph. Skizze von Dr. Maleno. – Oesterr. Zuschauer, herausg. von S. Ebersberg (Wien 1839, 8°.) III. Bd. S. 1136: „Wien vor einem halben Jahrhundert. Gluck“ (kurze Lebensskizze].
c) Ueber Glucks Geburtsdatum – Anstellung – Sterbedatum – Einzelne Lebensmomente. Die vollständigste mit sorgfältiger Benützung aller Quellen und genauer Prüfung aller verschiedenen Angaben durchgeführte Feststellung des Geburtsortes und Datums (Weidenwang in der oberen Pfalz, 2. Juli 1714) enthält Ant. Schmids „Leben Glucks“ S. 1–17. – Die folgende Literatur gibt nur eine Uebersicht der vielen Arbeiten über diesen Gegenstand: Allg. Wiener Musikzeitung, herausg. von Aug. Schmidt. 1841, Nr. 146: „Ueber Christoph Ritter v. Glucks Geburts- und Sterbejahr“ von Alois Fuchs [eine Zusammenstellung der verschiedenen Angaben über Glucks Geburts- u. Todestag als Ergänzung der Mittheilungen desselben Autors in der „Leipziger allg. musikalischen Zeitung“ 1832, Nr. 45, und im „Wiener musikalischen Anzeiger“ 1836, Nr. 16. Ant. Schmid, der diese Vorarbeiten Fuchs’ gewissenhaft benützt hat, citirt in seiner Biographie über Gluck S. 4 irrig Nr. 164 statt 146 der „allg. Wiener Musikzeitung“]. – Dieselbe 1844 (IV. Jahrg.) Nr. 17: „Letzter Beitrag zu den Verhandlungen über Glucks Geburtsjahr“, von Alois Fuchs [enthält das Lebenszeugniß des franz. Botschafters am kais. österr. Hofe zu Wien: Marquis de Noailles]. – Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter (Wien, gr. 8°.) 1846 (V. Jhrg.) S. 779 [Berichtigungen über G.’s Geburtsdatum von Alois Fuchs]. – Dieselben 1846, Nr. 29: „Anstellungsdecret und Testament Christoph Ritters v. Gluck“ [beide Documente sind einer Mittheilung der Witwe des 1838 verstorbenen Neffen des gefeierten Meisters entnommen]. – Dieselben 1847 Nr. 26: „G.’s Geburtstag“ (eine Mahnung, den Einhundert dreißig und dritten Geburtstag des Meisters zu feiern]. – Pester Lloyd 1856, Nr. 280 (Mittheilungen aus dem Tagebuche der Prinzessin Lamballe, Glucks Stellung zu Maria Antoinette betreffend].– Abendblatt der Pest-Ofner Zeitung 1856, Nr. 82: „Der Musiker Gluck und der heilige [229] Rosenkranz“ [Episode aus G.’s Leben, nach welcher die Erlaubniß seiner Eltern, nach Italien reisen zu dürfen, den Wirkungen eines Rosenkranzes zugeschrieben wird, den ihm ein armer Ordensbruder, Namens Anselmus, begeistert von G.’s Gesange, zum Andenken gegeben hatte]. – Ostdeutsche Post. 1858, Nr. 260 u. 261 „Gluck und Piccini. Musikalisches Sittenbild aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts.“
d) Anecdotisches. Allg. Wiener Musikzeitung 1843, Nr. 82, S. 344. Das Epigramm Ayrenhoffs auf Marmontel, als dieser G.’s Musik une musique tudesque genannt; dasselbe lautet: „Daß Du die Musik Glucks Tudesque genannt, | Beschimpft nur deinen Witz, nicht sie, | Auch weiß ich, daß er gern Dir diesen Witz verzieh; | Allein ein Spott, der seinen Zorn entbrannt, | War der, daß Dein Paris française sie genannt.“ | – Gesellschafter, herausgeg. von Gubitz. 1823, Nr. 120, S. 574: „Gluck und Vestris.“ – Oestr. Zeitung (Wiener polit. Blatt) 1856, Nr. 329: „Gluck als Bonmotist.“ – Wiener Conversations-Blatt (Theaterzeitung von Ad. Bäuerle) 1855, S. 380 [erzählt einen Zug aus G.’s Leben nach einer Mitteilung von C. Friedrich Cramer]. – L’Entreacte (Pariser Blatt) 1853, Nr. 317: „Le négligé de Gluck“ [übersetzt in Hickels „Salon“ (Prager Blatt) 1853, Nr. 325]. – Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter 1842, S. 244. – Dieselben 1842, Nr. 12, S. 201.
III. Ueber sein Grabdenkmal – dessen Wiederherstellung – Testament etc. Glucks Grabdenkmal besteht aus einem Obelisk, der auf einem Felsen steht. Im Würfel des Obeliskes befindet sich die alte, rothmarmorne Denktafel von G.’s Grabe mit der Inschrift: Hier ruhet | Ein Rechtschaffner Deut | scher Mann. Ein Eifriger | Christ Ein Treuer Gatte | Christoph Ritter Gluck. | Der Erhabenen Tonkunst | Grosser Meister. | Er starb am 15. November 1787. | Im oberen Dritttheil des aus geschliffenem Granit gefertigten Obeliskes ist ein Erzmedaillon mit Glucks Porträt angebracht, darunter stehen die Worte: Am | Einhundertdreissigsten | und zweiten | Geburtsfeste | errichtet | 1846. Angeregt wurde die Wiederherstellung des verfallenen Grabes von L. Norbert in der Witthauer’schen „Zeitschrift“, später von Herbert (Grandjean) in den „Sonntagsblätter“ von Frankl. In der Redaction dieser letzteren wurden auch die Beiträge zu diesem Zwecke entgegengenommen und von Zeit zu Zeit bekannt gegeben. Die Pyramide wurde in der Wasserburger’schen Anstalt aus grauem geschliffenem Granit gemeißelt. Das Medaillon mit Glucks Porträt in Bronce vollendete H. Hochenecker jun. Eine Abbildung des Denkmals brachte die „Wiener allgemeine Musikzeitung“ 1846, zu Nr. 85. – Gräffer (Franz), Wiener Dosenstücke (Wien 1852) 2. Ausgabe I. Theil, S. 238: „Christoph der wahre“ [enthält auch die Nachweise über die Verwechslungen des Geburtsjahres des Componisten mit dem seines gleichnamigen Bruders die Inschriften des Grabsteins von G. und seiner Frau]. – Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter 1845, S. 815: „Glucks Grab“ [über die Priorität der Aufforderung zur Herstellung eines Monumentes auf G.’s Grab, welche weder dem G. Schweigerd noch Herbert, sondern dem schon genannten Hrn. L. Norbert zukomme, der ein Jahr früher (1844) diesen Gegenstand in Witthauers „Wiener Zeitschrift“ zur Sprache gebracht hatte). – Dieselben 1846, Nr. 27: „Gluck. Am einhundert zwei und dreißigsten Geburtstage“ [Nachricht über die Herstellung seines Grabdenkmales]. – Dieselben 1846, Nr. 28: „Glucks neuer Grabstein“ [mit einer Abbildung]. – Allgem. Musikalischer Anzeiger 1840, Nr. 17: „Glucks Grabdenkmal“ von Leopold Fitzinger. – Allgem. Wiener Musikzeitung, herausgeg. von Anton Schmidt 1845, Nr. 97: „Schreiben von Aug. Schweigerd an den Redacteur“ [G.’s Grabstein betreffend]. – Dieselbe 1845 (V. Jhrg.) Nr. 116, S. 463: „Endlich hat man Glucks Grab aufgefunden“ [Zurechtweisung der Ad. Bäuerle’schen „Theaterzeitung“, veranlaßt durch die Beschreibung von G.’s Grabstein auf dem Matzleinsdorfer Friedhofe 1845, Nr. 227]. – Dieselbe 1846, Nr. 85: „Christoph Ritter v. Glucks Grabmonument“ von August Schmidt [Geschichte der Wiederherstellung des Denkmals und Bericht über die Enthüllungsfeier, welche am 11. Juli 1846 stattfand]. – Testament Glucks. Dasselbe ist in A. Schmids Lebensbeschreibung G.’s S. 473 abgedruckt.
IV. Urtheile über Gluck als Musiker im Allgemeinen. Zur Geschichte seiner Musik. Mémoire pour servir à l’histoire de la Révolution, opérée dans la Musique par M. le Chevalier de Gluck (Naples et se trouve à Paris chez Bailly 1781, gr. 8°.). Das Werk, eine der Hauptquellen zur Geschichte der G.’schen Musik, enthält in 97 von verschiedenen Personen abgefaßten Artikeln den musikalischen Streit zwischen den Gluckisten u. Piccinisten. Die meisten dieser Artikel sind aus den 70ger und 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts und in sehr selten gewordenen Journalen [230] und Flugschriften zerstreut. Eine deutsche Uebersetzung dieses Werkes erschien von J. G. Siegmeyer unter dem Titel: „Ueber den Ritter v. Gluck und seine Werke. Briefe von ihm und andern berühmten Männern seiner Zeit“ (Berlin 1823, Voß’sche Buchh.). Siegmeyer bezeichnet den Abbè Arnaud als Herausgeber dieses Buches, nach Barbier ist es aber der Abbè Gaspard Michel, genannt Leblond, Antiquar u. Bibliothekar am Collège Mazarin (geb. 24. Nov. 1738, gest. 17. Juni 1809). Die vollständige Uebersicht der verschiedenen Aufsätze, welche in diesem Werke enthalten sind, gibt Ant. Schmid in der mehrerwähnten Biographie Glucks S. 196–305. – Riedel (Frdr. Just), Ueber die Musik des Ritters Christoph von Gluck, verschiedene Schriften gesammelt und herausgegeben von ... (Wien 1775, Thom. Edl. v. Trattnern, kl. 8°.). – Abendzeitung, herausg. von Theodor Hell (Dresden, kl. 4°.) 1825, S. 347: „Gluck“ (Bemerkung der Mad. Genlis über den Tonkünstler, welche sich in ihren Memoiren befindet]. – Forkel (Joh. Nikol.), Musikalisch-kritische Bibliothek (1778) I. Bd. S. 53–210: „Ueber die Musik des Ritters Christoph von Gluck.“ – Correspondent von und für Deutschland 1857, Nr. 56 und 57 [Auszug eines Vortrages, den der geistreiche Wilhelm Heinrich RiehlRiehl in München am 26. Jänner 1857 über den in der Geschichte der Musik Epoche machenden Streit der Gluckisten und Piccinisten gehalten hat]. – Leipziger musikal. Zeitung XIV. Bd. S. 631: „Urtheil von Rousseau über die Musik von Gluck.“ – Salon (Prager Unterhaltungsblatt), redigirt von Hickel 1854, Nr. 107: „Gluck und Wagner“ (eine scharfsinnige, von dem Verfasser der „Musikalischen Briefe“ gezogene Parallele zwischen Gluck und Wagner, dem Compositeur des „Tannhäuser“]. – Wiener Zeitschrift, herausg. von Witthauer 1842, S. 1573, 1581, 1589: „Christoph Ritter von Gluck und die antike Classik“ von Felix Bamberg.
V. Briefe von Gluck. Facsimilien seiner Hand- und Notenschrift. Berliner Figaro. VII. Jhrg. 1837, Nr. 85: „Briefe von Ritter Gluck“ [es sind zwei Briefe: der erste an einen Unbekannten N. N., Bedingungen, die Aufführung seiner „Armide“ in Paris betreffend und mit Bemerkungen über die Opern: „Alceste“ und „Orpheus“; – der zweite an den Herausgeber des „Mercure de France“, worin er die Erfindung der neuen Art der italienischen Oper ablehnt und Calzabigi als denjenigen bezeichnet, dem allein alles Verdienst in dieser Sache zukommt. Auch wird die Vorrede zur ersten Originalausgabe der „Alceste“ mitgetheilt. Diese und die Briefe sind aus dem Französischen übersetzt]. – Dieselben Briefe sind auch abgedruckt im Feuilleton der „Brünner Zeitung“ 1856, Nr. 285–287; – im Frankfurter Konversationsblatt 1856, Nr. 280–282; – im Abendblatt zur Neuen Münchener Zeitung 1856, Nr. 280, 282, 283. Es ist interessant, diese bereits vor 20 Jahren in einem deutschen Blatte (Berliner Figaro) mitgetheilten Briefe plötzlich als eine Novität, welche wieder zuerst im „Staatsanzeiger für Würtemberg“ von A. Lewald mitgetheilt wird, die Runde durch die verschiedenen Journale machen zu sehen. Die Briefe sind schon zwanzig Jahre dem musikalischen Publicum bekannt und ihr Wiederabdruck ist nur insofern bemerkenswerth, als in demselben die Briefe vollständiger mitgetheilt werden, als dies bei dem Abdruck im „Berliner Figaro“ der Fall ist. – (Lemberger) Leseblätter, herausgegeben von Dr. Moriz Rappaport. 1843, S. 1117: „Ein Brief von Gluck. A Monsieur Monsieur Klopstock“, de dato Wien 24. Juni 1775 [Uebersendung der Compositionen, über seine Versuche in Wien für Hebung der Musik zu wirken, wobei er die Bemerkung fallen läßt: „Ueber dieses muß man auch annoch die gutte Viertlstunde beobachten, umb Etwas effektuiren zu können, bey großen Höffen findt man selten gelegenheit Etwas guttes anzubringen.“ Der Brief befindet sich in der Polchau’schen Autographensammlung der k. Bibliothek in Berlin]. – Der Freimüthige (Berliner) Unterhaltungsblatt. 1828, Nr. 193, S. 770: „Ein Brief des Ritters v. Gluck an Klopstock, de dato Wien 10. Mai 1780“ [über die Unmöglichkeit, die Production der „Alceste“ mit Worten zu erklären; – auch im (Hamburger) Freischütz 1828, S. 742]. – Der Gesellschafter von Gubitz, 1822, Nr. 165, S. 782: „Gluck an Herrn R.“ [vertraulicher Brief mit Bemerkungen über Marmontel, Hebert, über seine Opern: „Alceste“, „Armide“, „Orpheus“]. – Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter 1842 (I. Jahrg.) Nr. 12: „Briefe einiger österreichischer ausgezeichneter Männer“, mitgetheilt von Karoline Pichler [darunter ein Brief von Gluck; derselbe ging alsbald in andere deutsche Blätter, unter anderen in’s Frankfurter Konversationsblatt 1842, S. 439 über; nach der Hand stellte es sich aber heraus, daß sich Frau Karoline Pichler getäuscht habe, als sie diesen Brief für einen von Gluck hielt. Sie bekannte öffentlich ihren Irrthum in den „Sonntagsblättern“ 1842, S. 244. Vergleiche übrigens darüber den Aufsatz: „Ueber einen vorgeblich [231] autographen Brief des berühmten Tonsetzers Christoph Ritter v. Gluck“ von Anton Schmid in der „Allg. Wiener Musikzeitung“ 1842, Nr. 40]. – Autographen-Facsimilien. Blätter für Musik, Theater und Kunst, redigirt von L. A. Zellner. 1855, Nr. 60: „Autographensammler“ [theilt das Bruchstück eines Recitativs ans der Oper: „Telemacco“, nebst dem Facsimile von G.’s Unterschrift mit]. – Facsimile der Notenschrift des Ritter Gluck aus dessen Oper „Telemacco“, gr. 4°. in des Ant. Schmids Werke: „Christoph Willibald Ritter von Gluck.“
VI. Porträte – Statuen–Büsten. 1) Unterschrift: Gluck. Liebe sc. um den Rand des Medaillons. Profil nach rechts. 12°. [Auch im Gothaischen Theater-Kalender für 1789]. – 2) Unterschrift: Ritter J. Gluck. J. S. Duplessis pinx. S. v. Perger del. Kovatsch sculp. [aus der Haas’schen Belvedere-Gallerie] gr. 8°. (en face G. vor dem Clavier). – 3) Unterschrift: Christoph Gluck. Peint par Jos. Duplessis, peintre du Roi. Gravé par S. C. Miger à Paris chez Miger graveur etc. – 4) Unterschrift: Christoph Gluck. Leipzig bei Breitkopf und Härtel. Unter dem Medaillon ....... 1803, gr. 8°. (Kopf en face nach links). – 5) Unterschrift: C. Gluck. Wien bey Artaria et Comp. Um den Rahmen des Medaillons: Nach dem Originalgemälde von J. Duplessis, befindlich in der k. k. Gallerie in Wien. Kupferstich. gr. 4°. (en face). – 6) Unterschrift: Gluck. Lud. Hoffmann. Verlag und Eigenthum von F. Paterno in Wien. Druck von Jos. Stoufs in Wien (Lith.) Fol. (en face nach rechts). – 7) in den „Bildnissen berühmter Deutschen“ (Leipzig 1855, Breitkopf, Fol.) auch das Porträt von Gluck, gemalt von Duplessis, gest. von Sichling. – Anton Schmid in seinem „Leben Glucks“ zählt S. 442 u. f. zwei Oelgemälde, eines von Weygandt und das andere von Duplessis und 15 Kupferstiche und Lithographien von G.’s Bildniß auf. Darunter die obenerwähnten Nr. 1–3; die übrigen Nr. 4–7 waren ihm nicht bekannt. – Monumente. Außer der Büste, welche König Ludwig von Baiern dem Tonheros Gluck in der Walhalla setzen ließ, ordnete er noch die Errichtung eines Monumentes für Gluck an, dessen Aufstellung am 15. Oct. 1848 auf dem Odeonsplatze in München neben Orlando di Lasso’s Denkmal erfolgte. Das Standbild ist von Friedr. Brugger erfunden und ausgeführt, vom kön. Inspector Miller in Erz gegossen. – Ein zweites Denkmal setzte dem Tonkünstler Jos. Anton Bridi zu Roveredo – und ein drittes der Reichsfreiherr Böcklin v. Böcklins-Au in seinem Garten zu Rust, einer Stadt am Neusiedler See in Ungarn. – Eine kolossale Marmorbüste, von Houdon verfertigt, nach welcher ein schöner Stich von August Saint-Aubin 1781 besteht, ferner das Titelblatt von Fontenelle’s „Hecuba“ und der Schattenriß vor der gestochenen Partitur der „Iphigénie en Aulide“ gestochen sind, befindet sich im Saale des Opernhauses in Paris; der Wiener Musikverein besitzt davon einen Gipsabguß. – 1836 vollendete Procop in Wien eine kleine Gipsbüste. – Eine noch kleinere Porcellanbüste mit antiker Draperie der Gewandung verfertigte die kais. Porcellanfabrik in Wien im Jahre 1840, sie gehört in die Suite der beliebten Biscuit-Büsten der Dichter, Künstler, Musiker und anderen Koryphäen des Geistes. – Nach Schmid besteht von G. eine silberne Medaille in der Größe eines Thalers.
VII. Gedichte an Gluck. G. novellistisch behandelt. Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter 1846, Nr. 27, S. 627: „Iphigeniens Schatten an Gluck“ von Robert Zimmermann. – Reichardt (J. F.), Kunstmagazin VI. St. S. 41: „Auf den Tod des Ritters v. Gluck.“ – Cäcilia. Musikalische Zeitschrift, redigirt von S. W. Dehn. 1842, 4. Heft: „Gedicht an Gluck“ von D. Schubart. – Boßlers Musikalische Realzeitung, 1789, Nr. 50: „Zwei Grabschriften auf G.“, eine von S. de Saucy, die zweite von einem Ungenannten. – Der spanische Dichter Don Thomas de Yriarte (geb. 1750, gest. ?) feiert Gluck in seinem Lehrgedicht: „La musica“ mit 10 begeisterten Versen. – Auch Marmontel in seinem Gedichte: „Polymnia“ in „Oeuvres posthumes de Marmontel“ (Paris 1820, 8°.) gedenkt S. 155 Glucks in der Darstellung des Streites der Gluckisten und Piccinisten. – Berliner Figaro. VII. Jahrg. 1837, N. 151 und 152: „Ritter Gluck“ [eine Novellette v. H. Smidt[WS 3], die auch im III. Bde. von dessen „Hamburger Bildern“ abgedruckt ist]. – Frankfurter Konversationsblatt 1844, Nr. 43: „Glucks Iphigenia. Phantasiestück von August Gregor“ [Nichts als ein Phantasiestück]. – Blätter für Musik, Theater u. Kunst, herausgeg. von L. A. Zellner. 1856, Nr. 66, 67: „Chantons, célébrons notre Reine“, von Moriz Bermann [Novellette mit historischem Hintergrunde, worin G. die Hauptrolle spielt].
Ueber Nanette Gluck: Wiener allgem. Musikzeitung, herausgegeben von Schmidt. 1846, S. 127: „Zwei musikalische Berühmtheiten Wiens aus dem schönen Geschlecht, in der zweiten Hälfte des verflossenen Jahrhunderts“. [232] von Anton Schmid. – Auch in dessen Biographie Glucks, S. 166. – Liter. Monate, herausgeg. in Wien Justus Riedel. 1776, S. 8 u. f.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: V. Bd. S. 11).
  2. Vorlage: Ant. Schmidt.
  3. Vorlage: G. Smidt.