Die Sage/Die Wanderung der Sage und der Sagenzüge

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Bildung und Entstehung der Sage Die Sage (1908) von Karl Wehrhan
Die Wanderung der Sage und der Sagenzüge
Das periodische Auftreten der Sage


[31]
V. Die Wanderung der Sage und der Sagenzüge.

Die Brüder Grimm erzählen[1] die bekannte Sage von den Weibern zu Weinsberg: Als König Konrad III. den Herzog Wolf geschlagen hatte (im Jahre 1140) und Weinsberg belagerte, so bedingten die Weiber der Belagerten die Übergabe damit, daß eine jede auf ihren Schultern mitnehmen dürfe, was sie tragen könne. Der König gönnte das den Weibern. Da ließen sie alle Dinge fahren, und nahm eine jegliche ihren Mann auf die Schulter und trugen den aus. Und da des Königs Leute das sahen, sprachen ihrer viele, das wäre die Meinung nicht gewesen und wollten das nicht gestatten. Der König schmutzlachte und tät Gnade dem listigen Anschlag der Frauen: „Ein königlich Wort“, rief er, „das einmal gesprochen und zugesagt ist, soll unverwandelt bleiben.“

Dieselbe Sage tritt in ähnlicher Form schon im Midrasch[2] auf. In Sidon lebte einst ein Paar glücklich miteinander, aber Kindersegen war ihnen versagt worden. Der Mann wollte sich daher von der Frau scheiden, und sie kamen deshalb zu Rabbi Simeon ben Jochai, um den Akt vornehmen zu lassen. Dieser aber, der eine so glückliche Ehe nicht gern zerstören mochte, namentlich da die beiden sich auch nur widerwillig von einander trennen wollten, sprach: „Mit einem Festgelage seid ihr in die Ehe getreten, mit einem Festgelage müßt ihr auch voneinender scheiden.“ Der Mann hatte ihr vorher erlaubt, jeden Gegenstand mitzunehmen. Sie befolgten den Rat des R. Simeon, und als sie bei voller Tafel saßen, schenkte ihm die Frau soviel Wein ein, daß der Mann davon überwältigt wurde. Darauf befahl sie, ihn in ihr väterliches Haus zu tragen. Als der Mann erwachte und, erstaunt, sich in einem fremden Hause zu finden, fragte: „Wo bin ich denn?“ antwortete die Frau: „Bei mir bist du. Hast du mir nicht erlaubt, jeden Gegenstand, der mir gefällt, in mein väterliches Haus zu bringen, und bist du nicht für mich der beste Gegenstand?“ Darauf lebten sie noch lange miteinander zufrieden, und Gott erfüllte [32] ihren Wunsch, indem er die Frau mit einem Knaben beschenkte.

Derselbe Sagenzug findet sich nicht nur in der talmudischen Sage, sondern auch bei den Zigeunern[3], aufgezeichnet aus dem Munde der Zigeuner in Bukarest: „Der König schickte zu ihr (der Jungfrau) und sagte: er möchte sie zur Frau nehmen. Das Mädchen aber sagte: er möchte ihr schriftlich die Erlaubnis geben, sich, wenn er sie verstoßen sollte, das, was ihr am liebsten wäre, aus dem Palaste mitnehmen zu dürfen. Der König ging darauf ein, heiratete sie und lebte ein Jahr mit ihr, worauf er sie verstoßen wollte und ihr sagte: „Packe deine Sachen zusammen, nimm dir auch das, was dir am teuersten ist, mit und geh!“ Sie packte nun ihre Sachen zusammen bis es Mitternacht wurde und der König eingeschlafen war. Darauf nahm sie den König, legte ihn in einen Wagen und führte ihn in ihre Hütte. Als der König früh aufwachte und sich in einer Hütte fand, rief er: „O Schwester, wo bin ich denn, wo hast du mich hingeführt?“ „Hierher, Bruder, zu mir habe ich dich gebracht; hast du mir doch selbst schriftlich die Erlaubnis erteilt, was mir am teuersten im Palaste sei, mitnehmen zu dürfen.“

Hans Ferd. Maßmann erzählt in der von ihm herausgegebenen Kaiserchronik[4] zwei ähnliche Sagen von der Weibertreue aus den Niederlanden und Baden.

Wie einzelne Sagenzüge in der Volkssage wandern, erkennen wir z. B. an folgendem: Die deutsche Sage erzählt, daß Elfen, Geister und namentlich Zwerge Vogelfüße haben und zwar Enten- oder Gänsefüße, die sie für gewöhnlich mit einem Mantel u. dergl. zu verdecken suchen. So wurden einem Hirten immer die Kirschen gestohlen; um die Diebe zu entdecken, streute er Asche unter die Bäume und am andern Morgen sah er in der Asche die Spuren vieler [33] Gänsefüße – es waren die Zwerge gewesen[5]. Ein Schweizer Hirtenknabe wohnte unten bei den Elfen in der Erde; als er sich aber in ihr Badezimmer schlich und bemerkte, daß sie Gänsefüße hatten, wurde er im selben Augenblick geblendet und wieder auf die Erde versetzt.

Dieselben Züge finden wir in der jüdischen und arabischen Sage bei Erzählung des Besuchs der Königin von Saba bei Salomo. Die arabische Erzählung[6] sagt: „Er (d. h. Salomo) wollte aber auch, ehe er einen näheren Umgang mit ihr pflegte, über ihren Körper im reinen sein und sehen, ob sie wirklich Eselsfüße habe, wie ihn mehrere Satane glauben machen wollten; er ließ sie daher durch einen Saal führen, dessen Boden von Kristall war, unter welchem Wasser floß mit allerlei Fischen. Balkis (der arabische Name der Königin), welche nie einen kristallenen Boden gesehen, glaubte, sie müsse durch das Wasser waten, hob ihr Kleid bis zu den Knien auf, und Salomo erblickte zu seiner großen Freude einen regelmäßig gebildeten Frauenfuß.“

Eine andere arabische Sage[7] erzählt, daß die Dschinnen die schöne Königin bei Salomo angeschwärzt hätten, sie habe Haare auf den Füßen. Ähnlich ist die indische Sage in dem Mahabharata[8]. Der Fortgang und Ausgang ist in beiden Fällen ungefähr wie eben mitgeteilt. Selbst im Koran hat diese Sage Aufnahme gefunden.

Die jüdische Sage im Targum scheni (= Erklärung zum Buche Esther, spätestens aus der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts stammend) sagt, daß sich Salomo in ein Glashaus setzte und die Königin meinte, er sitze im Wasser, deshalb ihre Kleider schürzte und so Salomo den von ihm beabsichtigten Anblick ihrer Füße bot – doch diese waren mit Haaren bewachsen.

So sind hier manche ähnliche Züge zwischen der orientalischen und deutschen Sage gegeben, doch eine weicht davon ab. Die deutsche Sage von der Königin von Saba[9] [34] legt ihr nämlich Schwanen- oder Gänsefüße bei, die Verunstaltung des Fußes findet sich also wieder, aber in anderer Gestalt, die nicht in der orientalischen Überlieferung vorkommt, sondern aus der germanischen Mythologie übertragen worden ist. Auch die deutsche Sage bringt, wie die arabische, die Geschichte zu einem für die Königin günstigen Ausgang: „Als die Königin von Saba zu Salomo kam, war sie zwar sonst ganz schön, aber durch Gänsefüße entstellt. Weil sie aber dem Holze, das jetzt vorläufig die Brücke zu Salomos Palaste bildete, die Ehre antat, es nicht mit den Füßen betreten zu wollen, da sie wußte, daß es bestimmt war, dereinst zu des Heilands Kreuz gezimmert zu werden und darum lieber durchs Wasser watete, wandelten sich die Gänsefüße in die schönsten Frauenfüße.“ –

Die Sage von Wilhelm Tell, jenem volkstümlichen schweizerischen Helden ist, was ihren bis vor kurzem noch angenommenen Zusammenhang mit der Geschichte und die tatsächliche Existenz eines Helden Wilhelm Tell anbetrifft, der die Waldstätte auf die bekannte Weise gerettet haben soll, urkundlich sehr erschüttert worden. Der Vogt Geßler ist historisch gar nicht beglaubigt; auch die harte Bedrückung der Waldstätte unter Albrecht II. wird von manchen Historikern als Sage angesehen; die Sage vom Tellschuß selber ist jedenfalls schon bedeutend älter.

Schon bei den Persern findet sie sich[10], wo sie in ihrem Ursprung zweifelsohne noch in ein graues Altertum zurückweist. Noch 1175 hat ein persischer Dichter sie behandelt. Nach der persischen Sage hatte ein König einen Lieblingssklaven, dem er zuweilen einen Apfel auf den Kopf legte, um danach zu schießen; der Sklave war dann jedesmal vor Furcht krank.

Besonders findet sich die Apfelschußsage im Norden Europas verbreitet; so ist sie z. B. schon in der in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts in Norwegen entstandenen Thidreks- oder Wilkinasage mitgeteilt: Der König Nidung wollte einst erproben, ob Eigil so schießen könne, wie man von ihm rühme. Er legte einen Apfel auf das Haupt von Eigils dreijährigem Sohn und gebot Eigil, danach zu schießen. Eigil nahm drei Pfeile, schoß aber gleich mit dem [35] ersten den Apfel herab. Auf Befragen nach dem Zweck der beiden anderen Pfeile antwortete er, daß diese dem Könige zugedacht gewesen seien, wenn er den Knaben getroffen hätte.

Noch früher, gegen Ende des 12. Jahrhunderts, überliefert uns der dänische Chronist Saxo Grammaticus die Sage vom Schützen Toko, den der Dänenkönig Harald Blauzahn (935–985) zu gleichem Schusse aufforderte. Diese Sage nähert sich insofern mehr der Tellsage, als Tokos Pfeil später den Haral erlegt. Von dem Vater Tokos, Palne, erzählt man sich eine ähnliche Sage.

In Norwegen erscheint dieselbe Sage sogar in mehreren Formen. König Harald (im 11. Jahrhundert) soll einmal Hening, den Sohn eines reichen Landmannes, zum Wettstreite im Bogenschießen herausgefordert haben. Hening besiegte Harald, wurde aber bei Verlust seines eigenen Lebens gezwungen, seinem Bruder Biörn eine Haselnuß vom Haupte zu schießen, was er auch glücklich ausführte.

In Stormarn im Holsteinischen soll zur Zeit König Christians I. (1448–1481) ein gefangener Hauptmann Hening Wulf den Apfelschuß nach seines Sohnes Haupte glücklich ausgeführt haben, aber später geächtet worden sein.

Ein Volkslied des nördlichen Englands berichtet von William of Cloudesly, der wegen Übertretung der Jagdgesetze verurteilt, auf Bitten der Königin aber begnadigt wurde. Um eine Probe seiner Geschicklichkeit zu geben, erbot er sich freiwillig, seinem 7jährigen Sohne einen Apfel vom Haupte zu schießen, was er dann auch glücklich vollbrachte und sich Ruhm und Ehre erwarb.

Eine andere Schützensage erzählt man sich von dem Helden Puncher von Rohrbach bei Heidelberg, der gezwungen wurde, seinem Sohne einen Denar vom Haupte zu schießen: auch er steckte zuvor einen weiteren Pfeil zu sich und gab eine ähnliche Antwort darüber wie Tell.

Alles in allem genommen haben wir in Wilhelm Tell jedenfalls keine historische Persönlichkeit vor uns, wohl aber wird die sehr verbreitete Schützensage auch in der Schweiz auf einen wegen seiner Geschicklichkeit berühmten Schützen übertragen sein. Auf die ursprüngliche Entstehung der Tellssage ist vielleicht ein altgermanischer Mythus nicht ohne Einfluß gewesen.

[36] Solche Analogien zwischen alten und neuen Sagen können leicht vermehrt werden. So soll der abgesondert liegende Hügel der Lykabettos bei Athen von der athenischen göttlichen Jungfrau herrühren, die ihn nicht fallen gelassen haben soll, als sie ihn zur Befestigung der Burg Akropolis herbeitrug. Ähnlich ein Hügel oder Stein bei Brandenburg a. H. im märkischen Lande, der von einer Riesin oder Frau Harke herrühren soll, die hier zur heidnischen Zeit ihr Wesen trieb, wie man erzählt. Sie wollte einen See zudämmen oder den Dom zu Brandenburg zerschmettern, war aber so weit nicht gekommen, und nun liegt der Berg zum ewigen Wahrzeichen dort. Andere Sagen ließen sich noch in Menge dazu mitteilen, so z. B. die Sage von der Entstehung des Bonstapels, eines Berges zwischen Salzuflen und Rinteln, über den gerade die preußisch-lippische Landesgrenze hinzieht. Der Teufel wollte die ganze Gegend eindämmen und so durch Wasser verderben; nur eine Lücke fehlte in dem Damme noch, die jetzt unter dem Namen Porta Westfalika bekannte. Um diese zu verstopfen, holte er einen großen Erdhaufen, mußte ihn aber fallen lassen, und so entstand der Bonstapel.

Sagen, die auch bei Völkern sich finden, die ursprünglich nicht dem gleichen Stamm angehörten, sind schon erwähnt; hier noch einige.

Der Stab, womit Moses dem Felsen Wasser entlockt, erinnert uns an des Bachus Thyrsusstab, mit dem dieser Wein aus dem Felsen schlägt: das Trauerspiel zwischen den feindlichen Brüdern im Paradiese wiederholt sich vor den Mauern des griechischen Theben, aber auch zwischen Typhon und Serapis an den Ufern des Nil. Schilda und Schöppenstädt und alle ähnlichen deutschen Orte haben ihr entsprechendes Ebenbild an dem griechischen Abdera einerseits und dem syrischen Höms (Emesa) andererseits.

Damit ist bewiesen, daß auch bei anderen als den sogenannten arischen Völkern, ähnliche Ideen mythenbildend wirkten.

Die Sage von Barbarossa, dem schlafenden, zur Zeit der Not erwachenden Helden, findet sich auch bei den Persern.

Mit der Tannhäusersage, wo der Papst schwört, dem Ritter zu verzeihen, „bei seinem dürren Stabe, wenn dieser wieder grüne Blätter treibe“ vergleiche man das, was die [37] Äbtissin zu einem Ritter sagt, der seine Braut aus dem Kloster holen will: „Wird dieser Stab erblühen von dürrem Maulbeerholz, dann fruchten eure Mühen um dieses Fräuleins Stolz[11], und endlich ziehe man den bekannten Schwur des Agamemnon in der Ilias[12] zum Vergleich heran.

Auch unsere Hexenwelt findet in Indien eine vollständige Parallele, auch in Indien reiten die Hexen nach dem Volksglauben des Nachts nackt durch die Luft, halten hier ihre wilden Tänze und fahren zu einer Totenstätte, wo sie sich von Menschenblut sättigen oder mit den Toten, die sie wieder beleben, Buhlschaft treiben. –

Die Ausführung und die Motive der Sagen werden meist aus dem lokal oder historisch Naheliegenden genommen, d. h. aus Natur und Geschichte der Heimat, und deshalb variieren sie in den verschiedenen Ländern so sehr, wenn auch ihr inneres Wesen dasselbe ist[13]. In der Erinnerung des norddeutschen Landvolkes an allerhand mythische Bilder der Vergangenheit und an die Zeit des alten Rittertums ist der Hintergrund für die Entstehung der Sage von der Roßtrappe gegeben, nach der eine Prinzessin oder ein Ritterfräulein bei der Verfolgung den kühnen Sprung wagte, von welchem glücklichen Wagnis noch jetzt die Spur zeugen soll. Wenn in der Sage von dem Fußeindruck Buddhas auf dem Adamspick in Ceylon ebenfalls ein Wahrzeichen von einer großen Begebenheit auf unsere Zeit gekommen sein soll, so ist der Ausgangspunkt der Vorstellung hier wie oben derselbe, er liegt im Mythischen, Wunderbaren der Vorzeit, ohne das der Volksglaube nicht fertig werden kann. Beide Sagen sind dann poetisch-menschlich von dem angeblichen historischen Untergrund aus durchgeführt.


Literatur: Über die Verwandtschaft persischer und occidentaler Sagenstoffe und der ostasiatischen und neueuropäischen Volksmuse (Vossische Zeitung 1879 Nr. 37, 38). – M. Gaster, Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde [S.-A. aus Grütz’ Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums 29, 30] Bukarest 1880, 1881. – F. Holthausen, Beiträge [38] zur vergleichenden Märchen- und Sagenkunde (Germania XXXI. 1886. S. 327–330). – H. Steinthal, Mythus, Sage, Märchen, Legende, Erzählung, Fabel (Zeitschrift für Völkerpsychologie XVII. 1887. S. 113–139 232, 351). – T. F. Crane, The diffusion of popular tales (Journal of American folklore I. Boston 1888). – R. Andree, Die Flutsagen, ethnographisch betrachtet. Braunschweig 1891. – A. Schullerus, Zur Sagenkunde. (Korrespondenzblatt d. V. f. siebenbürg. Landeskunde XIV. 1891. S. 25–29). – S. Singer, Sagengeschichtliche Parallelen aus dem babylonischen Talmud (Zeitschrift. d. V. f. Volksk. II. 1892. S. 293–301). – A. Schlossar, Zur Märchen- und Sagenkunde (Blätter f. liter. Unterhaltung. 1895. Nr. 14, 15). – O. Cannstadt, Zur Sagenverwandtschaft fremder Völker und Menschenrassen (Beiträge zur Kolonialpolitik II. 1901. Heft 1 u. 2). – Oskar Dähnhardt, Beiträge zur vergleichenden Sagenforschung I. Sintflutsagen, II. Naturdeutung und Sagenentwickelung (Zeitschrift d. V. f. Volksk. XVI. 1906. S. 369–396. XVII. 1907. S. 1–16, 129–143). – K. Simrock, Die Quellen des Shakespeare in Novellen, Märchen und Sagen mit sagengeschichtlichen Nachweisungen. 2 Teile. Bonn 1874. – M. Gaster, Zur Quellenkunde deutscher Sagen und Märchen (Germania XXV. 1880. S. 274–294. XXVI. 1881. S. 199–213). – A. Zingerle, Über Berührungen tirolischer Sagen mit antiken (Beiträge zur Anthropol., Ethnographie und Urgeschichte von Tirol. Festschrift. Innsbruck 1894. S. 213–226). – Ad. Thimme, Antike Märchen in deutschem Gewande (Grenzboten XLV., 3. S. 22–28, 82–87). – A. Faust, Einige deutsche und griechiche Sagen im Lichte ihrer ursprünglichen Bedeutung. Programm Nr. 538. Mülhausen i. Els. 1898. – H. Schurz, Altgriechische [u. sächs.] Springersagen (Wissenschaftl. Beil. der Leipziger Zeitung 1891 Nr. 17). – Aug. Wünsche, Die Sage vom Ring des Polykrates in der Weltliteratur (Beilage zur Allgemeinen Zeitung. 1893. Nr. 179, 180, 185, 188).


  1. Deutsche Sagen. II. Nr. 493 nach der Cölner Chronik 1499.
  2. Midrasch-Auslegung hebräischer Gesetze, ca. 3. bis Ende des 5. Jahrh. nach Chr. Vgl. den Nachweis von M. Gaster in Bartsch’ Germania XXV. 1880. S. 285–287.
  3. Vgl. Wuck Stephanowitsch Karadschitsch, Volksmärchen der Serben. Berlin 1854. S. 61. u. Gaster, Zur Quellenkunde deutscher Sagen und Märchen in Bartschs Germania XXV. 1880.
  4. Quedlinburg 1849–1854. Bd. III. S. 1113. Vgl. weitere Literatur in V. Schmidt, Balladen und Romanzen der deutschen Dichter. S. 21–28. – W. Hertz, Deutsche Sage im Elsaß. Stuttgart 1872 S. 111 ff. u. 261 f. Anm. 1. – Bernheim, Die Sage von den treuen Weibern zu Weinsberg (Forschungen zur deutschen Geschichte XV Heft 2.)
  5. Grimm, Deutsche Sagen I. Nr. 150. (aus dem Munde eines Bernerischen Bauern, mitgeteilt nach Wyß, Volkssagen).
  6. Vgl. Gustav Weil, Biblische Legenden der Muselmänner. Frankfurt a. M. 1845. S. 267.
  7. Vgl. Gaster, a. a. O. S. 293 nach: Hammer, Rosenöl I. S. 162.
  8. Vgl. Gaster, a. a. O., nach Liebrecht, Zur Volksk. S. 115.
  9. Nach dem Gedicht von Sibyllen Weissagung a. d. 14. Jahrh.
  10. Nover a. a. O. S. 67 ff.
  11. Simrock, Deutsche Sagen. S. 247.
  12. Ilias I, 233.
  13. Wilhelm Schwartz, Volkssage u. Volksglaube (Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen von L. Herrig. Bd. LXXV. 1886. S. 63–68).


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