Die Stammschlösser und Ahnengrüfte des Hauses Wettin

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Titel: Die Stammschlösser und Ahnengrüfte des Hauses Wettin
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aus: Die Gartenlaube, Heft 22, S. 321–323
Herausgeber: Ferdinand Stolle
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Erscheinungsdatum: 1858
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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[321]
Die Stammschlösser und Ahnengrüfte des Hauses Wettin.
I.
Der Petersberg bei Halle an der Saale.
Die Gartenlaube (1858) b 321.jpg

Der Petersberg.

Es war in einer lauen Sommernacht des Jahres 184., als wir, vom fröhlichen Gelage aufbrechend, dem nahen Petersberge zuschritten, um im Glanze der aufgehenden Sonne eine Rundschau auf die an Abwechselung so reiche Umgegend des Mons Serenus (Lauterberges – so wurde der Petersberg früher genannt) zu halten. An der lustigen Tafelrunde war eben Alles abgehandelt worden, was nur gegen den Schluß der vierziger Jahre eine frische, aufstrebende Jugend begeistern konnte. Hegel und Ruge, Feuerbach und Stirner, Bauer und Strauß, Geschwornengerichte und Parlamente, Alles, was die Zeit an neuen Gedanken hervorgebracht hatte, fand da sein Für und Wider, und der wehmüthige Klang deutscher Volkslieder sänftigte die oft gar zu grellen Dissonanzen. Da war für die ruhige, historische Betrachtung gar wenig Raum, und unsere Blicke folgten unwillkürlich dem Höhenzuge, auf dem sich der Berg erhebt, in dem der Stammherr des sächsischen Königshauses ruht, bis nach dem Kiffhäuser; die ehrwürdige Ruine vermochte es nicht, unsere Gedanken rückwärts auf die Vergangenheit zu wenden. – Und in der That war uns das Glück hold, der Mons Serenus gewährte uns eine so mannichfaltige, die nächtliche Fahrt reichlich belohnende Aussicht. Fünfundvierzig Städte, hatten wir gehört, sollte man von diesem einsamen Bergkegel, der aus dem Mittelgebirgslande Deutschlands in die norddeutsche Tiefebene vorgeschoben [322] geschoben ist, erblicken können. Und wenn wir auch nicht so genau nachzählen wollen, so kann doch der aufmerksame und kundige Beobachter durch ein gutes Fernrohr in der That wahrnehmen: das Mannsfelder und das Wettiner Schloß, die Thürme des Doms zu Magdeburg, Leitzkau, Zerbst, Schönebeck, Kalbe, Bernburg, Könnern, Barby, Aken, Dessau, Coswig, Wörlitz, selbst Wittenberg, Köthen, den Löbejüner Thurm, Bitterfeld, Delitzsch, Eilenburg, Zörbig, Brehna, Landsberg, Würzen, Leipzig, Lützen, Merseburg, Halle, Weißenfels, Freiburg, Lauchstädt, Querfurt. Die Dörfer schlossen sich in Kreise zusammen, die nur hie und da durch schmale grüne Streifen unterbrochen schienen. – Eine lohnendere, in kleinem Umkreise so viele und mannichfaltige Culturstätten der menschlichen Gesellschaft umschließende Aussicht mochte nicht leicht ein Berg gewähren, dessen relative Höhe über der Ebene ungefähr 640 Fuß, dessen absolute über dem Meeresspiegel aber nur 1125 Fuß beträgt. Wie kräftig erscholl da der Morgengruß in die reiche Flur! Wie hob sich das Herz in ungestümer Jugendsehnsucht:

O Lust, vom Berg zu schauen, weit über Berg und Strom,
Hoch über sich den blauen, tiefklaren Himmelsdom!

In uralter, heidnischer Zeit war dieser Berg eine Stätte des heidnischen Cultus, und vielleicht eine recht berühmte. Weithin mögen da die Feuer geleuchtet haben bis nach Thüringen hinein und über die Elbe hinüber. – Gegen das Ende des elften Jahrhunderts gehörte er zu den Besitzungen der Grafen von Wettin. Lange vor dieser Zeit stand schon auf dem Petersberge eine kleine christliche Capelle von geringem Umfange. Sie bildete einen Kreis von ungefähr 29 Fuß Durchmesser, an den sich nach Osten der Altarraum im Halbkreise anschloß. Mit dem kreisrunden Kirchenraume stand der Thurm nach Westen hin durch einen Zwischenbau in Verbindung. An das Ganze wurde später im Süden noch eine Vorhalle angefügt. Diese kleine Kirche bildete die eigentliche Pfarrkirche, und bestand als solche selbst dann noch, als schon die größere Basilika neben ihr errichtet war, ursprünglich mochte sie aber als Taufcapelle gedient haben. Noch heut zu Tage sehen wir die Fundamente dieses Kreisbaues, der im Munde des Volkes die Heiden- oder Annencapelle heißt, aber auch dem heiligen Petrus gewidmet war. –

Graf von Wettin war um das Ende des elften Jahrhunderts Thiemo, dessen Geschlecht bis auf die Zeit Otto’s des Großen zurückgefühlt werden kann. Dieses Geschlecht war in Thüringen besonders begütert, seine späteren Glieder legten den Grund zum Naumburger Dome, und erhielten die Markgrafschaft Meißen. Einer Seitenlinie dieses Geschlechtes gehört nun auch jener Thiemo von Wettin an, der gewöhnlich, aber mit Unrecht, als der erste Markgraf von Meißen aus dem Hause Wettin bezeichnet wird, was ja vielmehr sein Sohn Konrad der Große war. Dieser Thiemo hatte zwei Söhne, Dedo und Konrad. Als nun Dedo seine Gemahlin Bertha, die Tochter Wiprechts von Groitsch, verstoßen hatte, legten ihm die Bischöfe als Buße eine Wallfahrt zum heiligen Grabe auf, nachdem er sich noch überdies mit derselben hatte versöhnen müssen. Ob ihm die Bischöfe auch die Gründung eines Klosters als Sühne auferlegten, wird nicht erwähnt. Genug, er trug noch vor seiner Abreise Sorge, eine Klosterstiftung zu gründen, für die er keinen geeigneteren Platz finden mochte, als den Lauterberg, der so recht den Mittelpunkt in dem Ländercomplexe des Wettinischen Hauses bildete. Zum ersten Propst der neuen Stiftung ward von ihm Herminold, bisher Propst an der Gerbstädter Kirche, über welche das Wettinische Haus die Schutzgerechtigkeit hatte, bestellt, und überdies die junge Pflanzung dem Grafen Konrad, Dedo’s Bruder, auf das Angelegentlichste empfohlen. Dieser Anfang der ganzen Stiftung wird von dem Chronisten in das Jahr 1124 gesetzt. Dedo aber sah den Lauterberg nicht wieder, er starb auf der Rückreise, und gab sein lebhaftes Interesse für das Kloster sterbend noch dadurch zu erkennen, daß er ihr einen Theil des Kreuzes Christi überschickte, welches den Ort vor dem alten Erbfeinde, der bereits durch die Bekehrung zum Christenthum vertrieben war, vollständig sichern sollte.

Dedo’s Erbe ward sein Bruder, der Graf Konrad von Wettin. Dieser hatte einen heftigen Kampf mit dem Markgrafen von Meißen, Heinrich von Eilenburg, geführt, den er nicht als ehelichen Sohn anerkannte, und somit für unberechtigt, die Markgrafschaft zu führen, halten mochte, war aber von diesem, seinem Vetter, gefangen genommen und auf dem Schlosse Kirchberg bei Jena in harter Haft gehalten worden. Nach Heinrich’s Tode, 1123, wurde er frei, und erhielt nun auch die Markgrafschaft Meißen, die er indeß mit dem Schwert in der Hand gegen andere Ansprüche vertheidigen mußte.

Im ersten Schenkungsbriefe, den Konrad der Stiftung seines Bruders zukommen ließ, verlieh er ihr das Kirchlein zu Löbejün mit 26 Hufen, das zu Ostrau mit 4 Hufen, überdies noch 120 Hufen aus seinem Eigenthume. Auch seine Gemahlin, Lukardis, eine Schwäbin, war gegen dieselbe nicht weniger freigebig; 44 Hufen, unmittelbar in der Nähe des Petersberges, wies sie ihm zu, darunter 13 in Salzmünde, 5 in Pfützenthal. –

Die Stiftung ward vom Papste bestätigt und festgestellt, das Stift solle das Recht haben, seine Pröpste selbst zu wählen, der Erzbischof von Magdeburg aber solle die heiligen Weihen der Kirchen, Altäre und Priester unentgeltlich verrichten und jedesmal das älteste Glied aus dem Hause Wettin Schirmvogt über die Kirche sein, ohne übrigens irgendwelchen Lohn oder Dienste dafür in Anspruch nehmen zu dürfen; niemals sollte der Lauterberg befestigt werden. Die Stiftung war dem heiligen Petrus gewidmet. Im Jahre 1156 aber legte der Markgraf Konrad, der ein hochgebietender Herr geworden war, seitdem er namentlich auch die Markgrafschaft Lausitz vom Kaiser erhalten hatte, in der Kirche feierlich die Waffen ab zum Zeichen, daß er mit weltlichen Dingen nichts mehr zu schaffen haben wollte, und trat selbst, den seiner Zeit so mächtigen Wiprecht von Groitsch nachahmend, am Andreastage (1156 den 30. Nov.) als Mönch in das Kloster ein. Es war eine glänzende Versammlung, in deren Mitte der hohe Herr das Kleid des alten Menschen ablegte und aus den Händen seines eigenen Neffen, des Erzbischofs Wichmann von Magdeburg, das Ordensgewand entgegennahm. Da waren versammelt Erzbischof Wichmann, Markgraf Albrecht von Brandenburg, die Söhne des Markgrafen Konrad: Markgraf Otto von Meißen, Markgraf Dietrich von der Lausitz, Graf Heinrich von Wettin, Dedo, Graf Rochlitz und Friedrich, Graf von Brene, und eine große Anzahl hoher geistlicher und weltlicher Herren und ritterlicher Dienstmannen. Niemand aus der zahlreichen Versammlung konnte sich der Thränen enthalten, daß ein so hoher Fürst die Armuth eines Mönches fürstlichen Ehren vorzog. Als die feierliche Einkleidung des neuen Mönches vollendet war, rief derselbe nochmals die Söhne zu sich, und empfahl ihnen die Kirche, deren Glied er nun selbst geworden war. Alle Schenkungen, welche er oder seine Gemahlin an die Kirche gemacht hatten, waren schon vorher durch seine Söhne ausdrücklich bestätigt worden: er fügte zuletzt noch den Wald an der Ostseite des Berges hinzu. – Allein der neue Mönch überlebte seinen Eintritt nicht lange. Nach zwei Monaten und fünf Tagen starb er am 5. Febr. 1157, und ward kurz darauf feierlich wiederum von seinem Neffen in der Mitte des Langschiffes vor dem Altare des heiligen Kreuzes neben seiner vor ihm verstorbenen Gemahlin und seiner Schwester begraben. Nach den reichen Schenkungen des Fürstenhauses mochte nun auch die Zahl der Mönche zugenommen haben, so daß der kleine Chor allmählich für die Zahl derselben zu klein wurde; und so brach der vierte Propst Eckehard 1174 den Chor der Kirche ab in der Absicht, denselben in neuem vergrößerten Maßstabe wieder aufzubauen. An das Langschiff, das er unverändert ließ, wurde ein Kreuzschiff geschlossen, dem sich dann der hohe Chor in größern Dimensionen nebst einigen Capellen anschloß. Im Jahre 1184 war der ganze Bau beendet und am 1. August – Petri Kettenfeier – wurde die Kirche zum zweiten Male, diesmal vom Bischof Eberhard von Merseburg, geweiht. Dieser selbe Propst Eckehard sing im Jahre 1154 auch den Bau des neuen Klosters an, da die Mönche bis dahin an der Westseite der alten Taufcapelle gewohnt hatten, und baute auch das Hospitium oder das Fremdenhaus südöstlich in einiger Entfernung von der Kirche, wo noch heutzutage die Umfassungsmauern und einige Gewölbe erhalten sind. Allein noch in demselben Jahrhundert erging über die Stiftung eine schwere Prüfung. Durch die Unvorsichtigkeit eines Soldaten nämlich, der im Kloster bewirthet wurde und sich bei Nachtzeit am Feuer wärmte, geschah es, daß im westlichen Ende des Klosters in einem hölzernen Gebäude Feuer ausbrach, welches bei heftigem Winde so schnell um sich griff, daß bald Alles, was von der Flamme verzehrt werden konnte, niederbrannte. Nur die alte Capelle, der Thurm und die Umfassungsmauern der neuen Kirche und das Hospitium blieben verschont; das Beschädigte wurde jedoch binnen kurzer Zeit von dem Propste Walther wieder hergestellt. Im dreizehnten Jahrhundert sind dann an der Kirche wesentliche Veränderungen nicht mehr vorgenommen worden.

[323] Mit dem Tode des eben erwähnten Propstes Walther erreichte aber auch die Blüthezeit der ganzen Stiftung ihren Höhepunkt; nach seinem Tode sinkt sie ganz rasch herunter. Das Hausgesetz Konrad’s, daß jedes Mal das älteste Glied des Wettinischen Hauses die Vogteigerechtigkeit haben sollte, trug dazu nicht wenig bei. Denn aus diesem Grunde wohl hauptsächlich gründete die markgräflich’ meißnische Linie eine neue Stiftung Alt-Zelle zwischen Leipzig und Dresden, dem sie ihre volle Gunst und Liebe zuwandte; und selbst, als die Vogteigerechtigkeit zu Anfang des dreizehnten Jahrhunderts wieder an den Markgrafen Dietrich von Meißen, den hochherzigen Gönner Walthers von der Vogelweide, übergegangen war, blieb das Kloster der Verwilderung und Zuchtlosigkeit preisgegeben. Wir besitzen über diese Vorgänge die genauesten, wenn auch wohl nicht ganz unparteiisch gehaltenen Berichte in der Chronik des Petersberges selbst, die ein Mönch aus dem Kloster, wahrscheinlich im Anfange der dreißiger Jahre des dreizehnten Jahrhunderts, geschrieben hat. Leider aber bricht dieselbe mit dem Jahre 1225 ab, so daß wir über den Schluß der Verwirrung im Unklaren sind. Das, was er erzählt, ist recht geeignet, uns Detailbilder über die Zustände der Geistlichkeit im dreizehnten Jahrhunderte zu geben, die der größte deutsche Lyriker, Walther von der Vogelweide, in so grellem Lichte schildert. Ja, es dürfte vielleicht nicht ohne Grund angenommen werden, daß Walther seine berühmten Strafgedichte gerade im Hinblick auf die zerrütteten Zustände dieses Klosters gesungen habe, da er sich in Thüringen und Meißen aufgehalten hat und mit den Verhältnissen anderer Klöster in diesen Gegenden nicht unbekannt war:

Eh’ ich noch länger so den Schuh
Mich drücken ließe, wie ich thu’,
Eh’ würd’ ich Mönch in Toberlu (Dobrilugk).

Vom Anfange des dreizehnten Jahrhunderts an blieben die Kirche und die Klosterräume so ziemlich in demselben Zustande, bis die Aufhebung des Klosters unter Herzog Heinrich im Jahre 1S40 erfolgte. In diesem Jahre wurde die erste evangelische Kirchenvisitation auf dem Petersberge gehalten, die Klosterstiftung wurde aufgehoben, die Güter zog der Landesherr ein und ein Amtsschösser ward für das Amt Petersberg bestellt. Die Klostergebäude wurden von demselben als Wirtschaftsgebäude benutzt und selbst ein Theil der großen Kirche mußte als Scheune dienen. Noch in demselben Jahrhunderte, im Jahre 1565, schlug endlich der Blitz in den Thurm, so daß die Kirche mit dem größten Theile der Klostergebäude abbrannte, während nur die alte Capelle vom Feuer nicht berührt wurde. An eine Wiederherstellung der Kirche in ihrem ursprünglichen Style wurde natürlich nicht gedacht, sondern man baute vielmehr in die Reste derselben eine Kirche hinein, deren Seiten die äußersten Mauern der Seitenschiffe, die das Querschiff vom Lang schiff trennende Mauer und dieser entsprechend eine vierte mitten durch das Mittelschiff und die Seitenschiffe bildeten. Durch diesen Bau zerstörte man noch Vieles, was die Elemente übrig gelassen hatten, und in diesem Zustande blieb denn die Ruine mit der in sie hineingezwängten Kirche bis in das Jahr 1854.

Dennoch aber zog sie auch in dieser Gestalt zahlreiche Freunde der Kunst an, vor Allen den König von Preußen und den jetzigen König Johann von Sachsen. Beide besuchten am 3. Juni des Jahres 1831 den Ort, wo die Grabstätten des ersten Markgrafen von Meißen und so mancher anderer Glieder aus dem Hause Wettin sich befinden. König Friedrich Wilhelm IV. dachte gar bald nach seiner Thronbesteigung an eine Wiederherstellung derselben, und schon 1842 wurde ein Beamter auf den Petersberg gesandt, um einen Ueberschlag über die Kosten der Restauration aufzunehmen. Seit dieser Zeit nahm man Bedacht, das, was noch zu retten war, zu erhalten, und nur die alte Capelle mußte im Jahre 1843 ab getragen werden. Im Sommer 1853 wurde Befehl gegeben, das Kreuzschiff und den hohen Chor auszubauen, die Bogen des Kreuzschiffes zu öffnen und den hohen Chor mit der bisherigen Kirche wieder zu verbinden. Dieser Plan aber zeigte sich bald unausführbar, die bisherige Kirche ward ganz abgetragen und nun die alte Kirche in der ursprünglichen Gestalt, so weit man ihr aus den Ueberresten und aus den historischen Nachrichten nachkommen konnte, wieder hergestellt. Am 8. Septbr. 1857 wurde sie vom Könige von Preußen vor einer glänzenden Fürstenversammlung dem gottesdienstlichen Gebrauche feierlichst übergeben.

Die Herstellung hatte einen Kostenaufwand von mehr als 46,000 Thalern erfordert.

Von den Ahnen des jetzigen sächsischen Königshauses liegen auf dem Petersberge begraben: Konrad, Graf von Wettin, der Gründer des Klosters und erster Markgraf von Meißen aus dem Hause Wettin, gest. am 5. Februar 1157, seine Gemahlin, seine Schwester und sein Sohn Heinrich, gest. 1182, Friedrich, Graf von Brene, Heinrich’s Bruder, Dietrich, Markgraf von Osterland, Heinrich der Jüngere, Enkel Konrad’s, gest. 1187, Ulrich, Graf von Wettin, gest. 1206 und ein erst 12 Jahre alter Knabe Heinrich, Sohn Ulrichs, gest. 1217. Die irdischen Ueberreste dieser Vorahnen ruhten sämmtlich in der oben erwähnten Capelle und waren mit Steinbildern gedeckt, die aber in Folge der Restauration der Capelle jetzt einen andern Platz erhalten haben.