RE:Aesis 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 685–686
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2) Aesis (so die Inschrift CIL IX 5831. 5832 – patrono coloniae Aesis – CIL VI 2380, 2, 4. 2381 b 2, 14. Eph. ep. IV 352; Αἶσις Ptol. III 1, 46; die Form Aesium ist nicht bezeugt: Αἴσιον bei Strab. V 227 ist Corruptel für Ἀσίσιον; die Colonie Aesulum bei Vell. I 14, 7 könnte Asculum gewesen sein. Einw. Aesinates; nicht ganz sicher Aesianus, CIL V 3944, vgl. 3462), Stadt in Umbrien (doch in dem Praetorianerverzeichnis aus der Mitte des 2. Jhdt. Eph. epigr. IV 887 Aes. Pic(eni), vgl. Mommsen [686] CIL IX p. 544 not.), am gleichnamigen Flusse und der Via Flaminia, jetzt Jesi. Sie war Colonie, gehörte zur Tribus Pollia (Kubitschek Imp. Rom. tr. descr. 68) und producierte eine geschätzte Käsesorte (Plin. n. h. XI 97). Erwähnt auch in der Inschrift Mur. 8, 10.

Nachträge und Berichtigungen

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Band S III (1918), Sp. 35
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S. 685f. zum Art. Aesis Nr. 2:

Bormann CIL XI 2 p.920–922, lag nicht an der Via Flaminia, wie o. Bd. I S. 686 angegeben ist, sondern weit östlich von dieser am Unterlauf des gleichnamigen Flusses (heute Esino), südwestlich von Ancona. Verschieden davon ist die an der Via Flaminia, wo diese den Oberlauf des Flusses Aesis überbrückte, gelegene Straßensiedlung Ad Aesim, welche durch die erhaltenen Itinerarien in mehr oder weniger entstellter Schreibung, meist mit der volksmäßigen (von Catull. 84 verspotteten), verkehrten Aspiration, Haesim, Hesim u. a., bezeugt ist, o. Suppl.-Heft I S. 19. Kiepert FOA XXIII Gi (auch XX). Eine zweite, nach dem Fluß benannte Straßensiedlung Ad Aesim ist bezeugt durch Itin. Ant. Aug. 316, 4; sie lag da, wo die Straße Sena Gallica – Ancona den Unterlauf des Flusses nahe seiner Mündung überschritt, während Tab. Peut. (IV B 1 ed. Desjardins, V 3 ed. Miller) hier einen Rastort Sestias einzeichnet (vgl. Geogr. Rav. 326, 8 Sextias und 258, 13 Sextia), Bormann CIL XI 2 p. 997. Kiepert FOA XX.