Topographia Palatinatus Rheni: Ogersheim

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Ogersheim (heute: Oggersheim OT von Ludwigshafen)
<<<Vorheriger
Odernheim
Nächster>>>
Oppenheim
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1645, S. 68.
Wikisource-logo.png Ludwigshafen am Rhein in Wikisource
Wikipedia-logo.png Oggersheim in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[T33]
Statt Ogersheim (Merian).jpg
[68]
Ogersheim.

Auch ein Unter-Pfältzische Stadt / zwischen Manheim / und Franckenthal / so etwan schön / und auch wol bevestigt / allbereit vor diesem Krieg gewesen / und zu Zeiten Käysers Caroli Magni Agridesheim / wie Freherus part. 2. Origin. Palatin. cap. 13. fol. 64. schreibet / genant worden / und daselbsten in deß offentlichen Gasthoffs Thür ein alte Statua Mercurii zu sehen / wo anders in dieser Lands ruin solche nicht hinweg kommen ist. Ligt im Wormbsergowe / so Pfaltzgraf Adolph / Käyser Ruprechts Großvatter / auß einem Dorff / zu einem Städtlein gemacht hat / wie Münsterus lib. 5. cap. 149. berichtet. Es schreibet M. Iohan. Philippus Abelinus in seinem Theatro Europaeo fol. 599. daß in besagtem unserm Teutschen / und leidigen Krieg / dieser Ort von den Inwohnern / biß auff einen Schaafhirten / Hanß Warsch genant / verlassen worden / als Don Cordoua (mit der Spanischen Armee) auff solches zugezogen; da dann mit ihme besagter Schaffhirt tractirt, daß er / der Don Corduoa, ihn bey seiner Religion / und allem / was er habe / lassen / und sampt Weib / und Kindern / schützen wolle / so er auch erhalten / ein Salva guardia ihme vors Hauß gestellt / und folgends dieser Spanische General sein Gevatter worden ist. Wie es aber folgends allhie zugangen / davon finden wir nichts / als daß Anno ein tausend sechs hundert vierzig und vier / die Spanischen auß Franckenthal wegen Mangel Holtz / dieses Städtlein biß auff wenig Häuser abgebrochen / und das Holtz in Franckenthal gebracht.