Topographia Palatinatus Rheni: Odernheim

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Odernheim (heute: Gau-Odernheim)
<<<Vorheriger
Odenheim
Nächster>>>
Ogersheim
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1645, S. 67–68.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Gau-Odernheim in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[T33]
Statt Odernheim (Merian).jpg
[67]
Odernheim.

Ein Städtlein in der Untern-Pfaltz / zwischen Alzey / und Oppenheim gelegen / allda vor Jahren das StifftMetz zu gebieten hatte; aber A. 1258. von den Domherren deß Ertzstiffts Mäyntz / umb 1040. Pfundt Metzer Müntz verkaufft worden / wie Trithemius in Chronico Sponheim. schreibet; auch saget / daß S. Rufus weyland Bischoff zu Metz / noch zu seiner Zeit alhie begraben gelegen seye. Aber das Städtlein selbsten / mag weil [68] dem Reich gehört haben / dieweil Münsterus lib. 5. c. 150. schreibet / daß Anno 1402. solches / sampt Oppenheim / KäysersLautern / und Ingelheim / von dem Reich / dem Pfaltzgrafen / umb hundert tausend Gulden versetzt worden seye; nach dem Käyser Carolus IV. Anno 1353. solchen Ort / sampt Oppenheim / so vorhin dem Stifft Mäyntz vor 90. tausend Gulden versetzt gewesen / wieder zum Reich gebracht hatte: wie Albertus Argentinensis berichtet: Besihe hie unten Oppenheim. Es wird dieser Pfältzische Ort in dem jetzigen Krieg / sonder Zweiffel / auch viel erlitten haben; wiewol wir noch zur Zeit nichts eigentliches davon auffgezeichnet finden. Wie es dann in dergleichen Landsverderbungen / und Zerrüttungen daher gehet / daß man wenig beschreibet; sondern nur jammert / und klaget; auch ein jeder sonsten mit andern seinen Sachen genug zu thun; oder / so er etwas verzeichnet / noch zur Zeit herauß zu geben / Bedenckens hat.