Topographia Sueviae: Lewen

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Topographia Germaniae
Lewen (heute: Löwental)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 119.
Stadtteil von Friedrichshafen
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[119]
Lewen: oder Löwenthal /

In den Taflen Liebenthal / ein NonnenCloster / Dominicaner Ordens / dessen oben bey Buchorn / als von welcher Statt / es nicht weit / am Flüßlein Aich / oder Ach / (so nicht weit davon in den Bodensee fällt) gelegen / gedacht worden ist; vor Zeiten hiesse es Himmelswunne: Darbey die Graffen von Montfort gar viel gethan haben: Die auch da in der LayenKirchen / jhr ansehenliche Begräbnuß haben. Sihe vnten Montfort. Es ist dieses Closter zweymal verbronnen / vnd zwar jedesmal auff S. Euphemiae Fest; einmal ward es durchs Wetter / vnnd das andermal von 2. Nonnen / so vngern im Closter gewesen / angezündet: Wie Crusius part. 3. Annal. lib. 2. c. 7. fol. 75. berichtet. Sie / die Nonnen allhie / erwöhlen / allwegen im dritten Jahr / eine newe Regentin / so sie eine Priorissam nennen. Ein wenig vnderhalb dises Closters ligt der Fleck Ereskirch / der Statt Buchorn gehörig / fast auff halben Weg zwischen Buchorn / vnnd Langen-Argen / beym Fluß Schuß / so daselbst in den See laufft: Dessen Flecken Kirch die allererste an dem Boden-See solle seyn erbawet worden: Daher auch der Nahme diesem Ort kommen.