Topographia Sueviae: Neresheim

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Topographia Germaniae
Neresheim
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 138.
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[138]
Neresheim /

Ein prächtiges / vnd schönes / auff einem gar lustigen Hügel / nicht weit von der Statt Oettingen gelegenes Closter / Benedictiner Ordens / von Hertzog Tassilone in Bäyern gestifftet; so hernach in den Kriegen / sonderlich bey der Vngar Vberfällen / gantz zerstört; aber An. 1095. von Graf Hartmann zu Dillingen / vnd seiner Gemahlin Adelheid / wider erbawet / vnnd stattlich begabt worden; vnd ligt / mitten in der Kirchen / S. Vlrichs Vatter / Graf Hugwald von Dillingen / der allda An. 908. ehe das Closter zerstört / begraben worden. Die Grafen von Oettingen seyn desselben Kasten Vögt / vnd Schirmherrn. Sihe Crusium part. 2. Annal. Suev. lib. 3. c. 13. da Er die Aebbte dieses / wider von besagtem Grafen Hartmanno II. vnd seiner Gemahlin / (so allhie auch jhre Begräbnuß haben) erbawten Closters / setzet; deren der erste Ernestus / ein Graf von Dillingen gewesen / so Anno 1096. gestorben ist. Sihe auch Stengel. in Mantissa ad Comment. R. A. c. 19. so die 5. letzte Aebbt allhie also nennet / Joan III. Schweickhofer Anno 1545. Georgius II. Gerstmair / An. 65. Melchior Hänlin / Anno 83. Benedictus Rorer An. 1616. vnd Menradus Denich / An. 1647. erwöhlet. Ligt fast bey drey Meilen von Nördlingen / vnd 2. von Popfingen / in dem Theil deß Schwabenlands / so das Hert: oder Hertenfeld genandt wird; welches ein rauch / hart / bürgig / vnd vngeschlacht Ländlein ist / so wenig Wasser / aber viel Holtz hat. Ist von Hohen Adelfingen an / biß gen Harburg / so ein Oettingisch Gräflich Schloß / bey 5. Meilen lang / vnd von der Brentz / so das Albuch / von diß Hertfeld / von einander scheidet / biß vnter Kapffenburg / (allda eine Commenda deß Teutschen Ordens) drey Meilen breyt.