Topographia Sueviae: Waldsee

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Topographia Germaniae
Waldsee (heute: Bad Waldsee)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 211.
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Waldsee.

Es geben dieses / feine vnnd wolgebawtes Stätlein / vnderschiedliche Scribenten den Herrn Truchsessen von Walpurg / vnd sagt auch Stumpfius: (der dieser Herrn / vnter welchen etliche Cardinäl / ErtzBischöff / vnd Bischöffe gewesen / Genealogiam libro 2. cap. 43. fol. 130. der letzten Zürchischen Edition in Anno 1606. setzet.) Daß sie allhie wohnen / ein Ampthauß / vnnd gleich ausser desselben ein Schloß gleiches Namens haben / vnnd die abgestorbene Herren von Waldsee geerbt haben / vnd daß da oberhalb die Schuß / oder Schußach / an der Höhe deß Walds entspringe / vnd ferners für das reiche Kloster Schussenried / vnd Abtey Weingarten rinne. Es gehört aber solches Stättlein dem Hauß Oesterreich zu; wie es dann auch in dem Inßbruckischen Libell de Anno 1518. zweymal vnter die Oesterreichische Stätte gesetzt wirdt; wiewol die Herren von Waldburg Wolffeck ein Ampthauß in dem Stättlein / vnnd gleich ausser desselben ein Schloß gleiches Nahmens haben / darvon sie sich schreiben / vnnd viel derselben in dem Kloster deß Stätleins / begraben ligen sollen. Es sollen Stättlein vnd Probstey den Nahmen von dem See daselbsten haben: Vnd ist solches Anno 1634 den 10. Januarij / von den Schwedischen occupiert worden. Ligt zwo Meilen von Biberach / vnd zwo von Ravenspurg / in der Mitte. Vid. Lazius de migrat. Gent. Munsterus in Cosmograph. Crusius in Annal. Suevic. schreibet / Bruschius wolle / daß die Probstey allhie / von Friderico II. dem Durchleuchtigsten Schwäbischen Fürsten; Pantalaleon aber / part. 3. Illustr. Vir. German. sage / von Friderico I. Barbarossa, gestifftet worden; allda Canonici Regulares S. Augustini, vnd seye der erste Probst Bertholdus, H. von Waldsee / gewesen: in welchem Closter etliche Freyherren von Waldburg begraben ligen; so / sampt dem Stättlein / seinen Namen / von dem grossen See allda habe. An. 1646. ist der Frantzösische Gen H. Heinrich de la Tour, Viconte de Touraine, allhie gelegen.