BLKÖ:Vogel, Wilhelm

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Vogel (Compositeur)
Band: 51 (1885), ab Seite: 197. (Quelle)
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44. Vogel, Wilhelm (dramatischer Schriftsteller, geb. zu Mannheim 24. September 1772, gest. in Wien 15. März 1843). Ein Sohn mittelloser Bürgersleute, widmete er sich dem Studium der Medicin, wendete sich aber nach Abschluß desselben der Bühne zu. Unter Böck in Mannheim, welcher zu jener Zeit Kräfte ersten Ranges auf seinem Theater vereinigte, bildete er sich in der Schauspielkunst aus und ging dann nach Hamburg, wo er bei der Truppe des berühmten Schröder Engagement fand. Ob der Menge jugendlicher Mitbewerber nur in Aushilfsrollen beschäftigt, nahm er den Antrag Dietrich’s an, welcher ihn 1793 nach dem Haag berief, wo er als jugendlicher Liebhaber auftrat. 1794 folgte er dem Gegenstande seines Herzens, der Schauspielerin und Sängerin Katharina Dupont [nach dem Theaterlexikon irrig Dupert) nach Düsseldorf, und nachdem er sich daselbst mit ihr verehelicht hatte, schloß er ein Engagement für Mannheim ab. Hier ging er bereits in das Fach der Charakterrollen über, übernahm auch nach dem Tode Iffland’s drei Jahre lang dessen sämmtliche Rollen und versuchte sich zum ersten Male als dramatischer Dichter mit dem Lustspiele „Gleiches mit Gleichem“, welches er mit bestem Erfolge zur Aufführung brachte. Während der Kriegsunruhen gegen das Ende des achtzehnten Jahrhunderts zog er sich von der Bühne zurück und lebte einige Jahre als Privatgelehrter, Schriftsteller und Professor der Declamation, der lateinischen, französischen, englischen und italienischen Sprache. Jedoch auf Andringen [198] Iffland’s, mit dem er im steten Briefwechsel stand, kehrte er zum Theater zurück und übernahm 1798 die Direction in Straßburg. Er führte sie zehn Jahre und gab während dieser Zeit mit seiner Truppe auch Vorstellungen in Colmar, Freiburg, Mainz, Mühlhausen, Worms und Speier. Als das neue Hoftheater in Karlsruhe 1808 vollendet war, wurde er mit seiner Gesellschaft für dasselbe bleibend engagirt. Da jedoch die Intendantur den ihm jährlich zugesicherten Zuschuß gleich um die Hälfte herabsetzen wollte, gab er seine Stelle auf, verkaufte dem Hofe alle seine Theatereffecten, lehnte das Anerbieten einer lebenslänglichen Anstellung ab, veräußerte das daselbst käuflich erworbene eigene Haus und ward Mittheilhaber einer Badeanstalt, die „Hub“ genannt. Aber auch dieses Unternehmen gab er schon nach kurzer Zeit wieder auf und übersiedelte 1811 von Karlsruhe nach der Schweiz. Dort, an dem malerischen Gestade des Vierwaldstättersees, nahe bei Luzern, kaufte er das schöne Landgut Zerleitenbaum, ließ sich häuslich darin nieder und machte mit seiner Gattin Ausflüge nach den deutschen Schweizerstädten Aarau, Bern, Luzern, St. Gallen, Solothurn, Schaffhausen, Winterthur, Zürich und Zug. In jeder Stadt gab er mit seiner Gattin Declamatorien und kleine Vorstellungen mit und ohne Gesang, welche überall große Theilnahme fanden und lebhaften Beifalls sich erfreuten. Einer dieser Ausflüge, auf drei Monate berechnet, dehnte sich über drei Jahre aus und erstreckte sich sogar nach Amsterdam. Auf dieser Kunstreise, auf welcher sie 35 Städte am Rhein und in Holland besuchten, wurden sie von Sophie Rüdinger, nachmaligen Madame Zehischka, und später von ihren beiden Nichten Vio unterstützt. Die ältere derselben heiratete in der Folge den Schauspieler Massow, die jüngere den talentvollen Spitzeder in München und wurde Mutter der nachmals so berüchtigten Adele Spitzeder. Diese ebenso vortheilhaften als sonst wechselreichen Kunstreisen veranlaßten Vogel, sein Besitzthum in der Schweiz, das er doch nur zum kleinsten Theile bewohnte, zu veräußern, und nun begab er sich nach Wien, wo inzwischen seine Gattin und seine jüngere Nichte Betti Vio einen ehrenvollen Antrag für das Theater an der Wien erhalten hatten. Er selbst machte von Wien aus im Jahre 1819 einen Kunstausflug nach Berlin und gastirte daselbst in seinem eigenen Stücke „Reue und Ersatz“ mit solchem Erfolge, daß ihm ein Engagement angeboten wurde, welches er aber entschieden ablehnte, da er entschlossen war, als Darsteller die Bühne überhaupt nicht mehr zu betreten. Er kehrte nun nach der österreichischen Hauptstadt zurück. Dort hatten sich indessen die Verhältnisse des Theaters an der Wien, welches Eigenthum Ferdinands Grafen Pálffy [Band XXI, Seite 202] war und früher in artistischer Hinsicht auf hoher Stufe gestanden, so zum Nachtheile geändert, daß man nach einem Manne von Sachkenntniß suchte, der das gesunkene Institut zu dessen voriger Bedeutung wieder emporzubringen vermöchte. Da richteten sich die Blicke auf den eben zurückgekehrten Vogel, dem nun verschiedene Anerbieten gemacht wurden, welche er aber alle immer wieder ablehnte, da ihm keiner den Werth der Unabhängigkeit aufzuwiegen schien. Als man jedoch nicht aufhörte, in ihn zu dringen, und ihm die schönste Kunstwirksamkeit in Aussicht stellte, ließ er sich endlich herbei, im Juli [199] 1822 die Geschäftsführung des Theaters an der Wien unter dem in dem 73er Jahre so ominös gewordenen Titel eines „Generalsecretärs“ zu übernehmen. Er suchte nun, so weit es möglich, die eingerissenen Uebelstände zu beseitigen, aber er war nur Generalsecretär und nicht unumschränkter Director, und so blieb denn den früheren Leitern des Geschäftsganges Feld genug, sein bestgemeintes Wirken zur Förderung des Ganzen zu paralysiren. Wilhelm Chezy in seinen „Erinnerungen aus meinem Leben“ schildert in ganz ergötzlicher Weise das Walten des alternden Vogel. Derselbe versuchte es zunächst mit wenig geschmackvollen Spectakelstücken, wie „Caspar der Thoringer“, in welchem nicht weniger als fünfzig Pferde mit Geharnischten zugleich auf der Bühne erschienen, dann folgten die englischen Pantomimiker Lewin, die Kunstreiterbande Tourniaire, ferner der Seiltänzer Chiarini mit seiner Gesellschaft, später Ravel mit der seinigen, endlich der Thierdarsteller Mayerhofer und ähnliche Vertreter der Jahrmarktsgaukelei, mit welchen Elementen aber denn doch eine „Volksbühne“ nicht gehoben werden konnte. Es debutirte zwar unter Vogel’s Regime die nachmals große Henriette Sonntag, dann Fichtner und Andere, die in der Folge als Sterne am Wiener Theaterhimmel glänzten; auch der brave Komiker Neubruck mit den von Vogel ausgeschriebenen „Preisstücken“ konnte nichts mehr retten; das zu jener Zeit schönste Theater Wiens mußte am 31. Mai 1825 mit Grillparzer’s „Ottokar“ geschlossen werden. Unser Schriftsteller lebte nun als Privatmann, Theaterstücke schreibend, in Wien und verließ dasselbe erst im Februar 1834 mit seiner Gattin, um ihre bereits kränkelnde Pflegetochter Clara Hirschmann (geb. 9. April 1813, gest. 14. November 1836) auf einer Kunstreise zu begleiten. Nachdem diese ungemein talentvolle Schauspielerin in Düsseldorf, Köln und anderen Orten gastirt hatte, war Vogel eben im Begriff, sich mit ihr nach Lübeck zu begeben, um von dort nach St. Petersburg sich einzuschiffen, wohin dieselbe einem Rufe zu einem auf Engagement abzielenden Gastspiele folgen wollte, als er in Schwerin gefährlich erkrankte und sich so veranlaßt sah, auf den Wunsch der Intendantur des dortigen Hoftheaters mit dieser einen zweijährigen Contract für Clara Hirschmann abzuschließen. Aber immer drohender trat das hektische Leiden der jungen Künstlerin auf, und ehe ihre Contractzeit zu Ende ging, entriß der Tod sie der Bühne. Die Vereinsamten nahmen nun in Schwerin zwei Schwestern Amalia und Sophie Reinecke, Bürgermädchen aus Dömitz, mit Zustimmung der Eltern derselben, ins Haus. Sophie, die jüngere, welche große Begabung für das Theater zeigte, wurde von ihrem Pflegevater für dasselbe ausgebildet, während die ältere, Amalie, die häuslichen Geschäfte besorgte. So lebte die Familie einige Jahre in Karlsruhe, bis der Zeitpunkt eintrat, Sophien in die Oeffentlichkeit einzuführen. Vogel, den um diese Zeit eben Geschäfte nach Wien riefen, nahm die Pflegetochter in die Kaiserstadt mit, damit sie dort an den Leistungen der ausgezeichneten Mimen in ihrer Kunst sich vervollkommne. Unterwegs gastirte Sophie in Mannheim. Als Vogel in Wien eintraf, zogen sich die Geschäfte wider sein Erwarten in die Länge. Anträge von Augsburg und Nürnberg, die Direction der dortigen Bühnen zu übernehmen, mußte er, weil er [200] sich für so anstrengende Unternehmungen schon zu schwach fühlte, ablehnen. Plötzlich erkrankte er und zugleich mit ihm seine Pflegetochter. Da seine Gattin um diese Zeit zu Karlsruhe in Engagement stand und dasselbe nicht verlassen konnte, schickte sie Sophiens Schwester Amalie zur Pflege nach Wien. Die Kranken genasen, aber Vogel’s Angelegenheiten in Wien wollten immer nicht zu Ende kommen, und so sah er sich genöthigt, in der Residenz zu bleiben. Noch im Herbste 1842 gab er sich der Hoffnung hin, seine Heimreise antreten zu können, aber gegen Ende desselben erkrankte er von Neuem, und zwar so ernstlich, daß er bald darauf seinem Leiden erlag. Er hatte ein Alter von 71 Jahren erreicht. Nach Schlögl’s Essay: „Vom Wiener Volkstheater“ wäre Vogel in Wien „so in Noth und Elend verfallen, daß, um ihn vor dem Hungertode zu retten, im Jahre 1842 eine öffentliche Sammlung veranstaltet werden mußte“. Diese Nachricht ist schwer in Einklang zu bringen mit den Thatsachen, daß des Dichters Frau noch immer am Hoftheater in Karlsruhe angestellt war, daß Vogel’s Stück: „Ein Handbillet Friedrichs II.“ gerade um diese Zeit als Preisstück anerkannt, honorirt und zum Geburtstage des Königs in glänzender Weise in Scene gesetzt wurde, daß ihm die russische Kaiserin dafür mit einem sehr schmeichelhaften Schreiben eine goldene Uhr mit Kette habe überreichen lassen, und daß er im Frühjahre 1844 in Karlsruhe einzutreffen gedachte, um mit seiner Gattin die goldene Hochzeit zu feiern. Seine Pflegetochter Sophie hatte während der Krankheit ihres Ziehvaters, da er ihrer Pflege bedurfte, wiederholt vortheilhafte Anträge nach Zürich und Königsberg ablehnen müssen. Vogel wurde auf dem Schmelzer Friedhofe beigesetzt. Eine Uebersicht seiner dramatischen Arbeiten folgt.

Uebersicht der dramatischen Arbeiten von Wilhelm Vogel.Gleiches mit Gleichem“. Lustspiel in fünf Aufzügen nach dem Italienischen des Federici. [Aufgeführt in Berlin am 12. Februar 1798 und auf vielen Bühnen mit großem Beifalle gegeben.] – „Der Schleier“. Lustspiel in vier Aufzügen. [Aufgeführt in Berlin 29. November 1798; auf dem Burgtheater in Wien im Jahre 1827 unter dem Titel: „Die Dame im Schleier“. „Abend-Zeitung“, 1827, Nr. 270.] – „Der Americaner“. Lustspiel in fünf Aufzügen nach dem Italienischen des Federici. [Aufgeführt Berlin 10. December 1798; Dresden 3. August 1828; Augsburg 20. November 1827; Karlsruhe 1830.] – „Die Aehnlichkeit“. Lustspiel in drei Aufzügen. [Aufgeführt Berlin 2. September 1799.] – „Der Bräutigam in der Irre“. Lustspiel in drei Aufzügen. [Aufgeführt Berlin 29. Juni 1801.] – „Reue und Ersatz“. Schauspiel in vier Aufzügen. [Aufgeführt Berlin 24. Juni 1805.] – „Nachspiele für stehende Bühnen und Privattheater“, zwei Theile (Frankfurt 1809, 8°.). [Erster Theil: „Der Invalide“; – „Vier Schildwachen auf einem Posten“; – „Der König und der Stubenheizer“; – „Das seltene Recept“. – Zweiter Theil: „Die Gäste“; – „Der Hut“; – „Die Versuchung“.] – „Carlo Fioras oder der Stumme in der Sierra Morena“. Oper in drei Aufzügen nach dem Französischen. Musik von Fränzel. Aufgeführt Berlin 12. Februar 1813; München 1824.] – „Die heimlich Vermälten oder er wird sein eigener Richter“. Lustspiel in einem Aufzuge. [Aufgeführt Berlin 15. August 1816.] – „Vier Schildwachen auf einem Posten“. Lustspiel in einem Aufzuge. [Aufgeführt Berlin 1. September 1817. Siehe oben: „Nachspiele“.] – „Vater und Sohn“. Lustspiel. [Aufgeführt Prag 1817.] – „Kleine dramatische Spiele für stehende Bühnen und Privattheater“ (Aarau 1817, 8°.). [„Die Rückkehr der Krieger“. – „Die junge Indianerin“. – „General Moreau oder die drei Gärtner“. – „Die Proceßvermittelung“. – „Die heimlich Vermälten“ (siehe oben). – „Die Rückkehr des Gatten“.] – „Der Liebe Zauberkünste“. Lustspiel in drei [201] Aufzügen. [Aufgeführt Dresden 23. Mai 1819.] – „Der Fürst und der Stubenheizer“. Schauspiel in einem Aufzuge. [Aufgeführt Berlin 23. November 1819.] – „Unterhaltungsstunden für Gebildete. Eine Sammlung kleiner Romane, Erzählungen, Anekdoten, Charakterzüge und witziger Einfälle“ (Aarau 1819, Sauerländer, 12°.). – „Gaston von Malines oder der Rache Wechselkampf“. Drama aus dem Französischen. („Le siège de Nancy“). [Aufgeführt im Theater an der Wien 5. Juni 1820.] – „Die Schauspieler“. Nach dem Französischen des Delavigne. [Aufgeführt im Theater an der Wien 27. Juni 1820.] – „Der ehrsüchtige Künstler oder die Annahme an Kindes statt. Stach dem Französischen des Théaulon: „L’artiste ambitieux“, [Aufgeführt im Theater an der Wien 25. September 1820.] – „Der Schmeichler“. Lustspiel in drei Aufzügen nach Lantier. [Aufgeführt im Theater an der Wien 16. October 1820.] – „Heinrich IV. von Paris“. Drama in fünf Aufzügen nach C. Morton (Wien 1821, 8°.). [Aufgeführt im Theater an der Wien im Sommer 1821.] – „Der todte Gast“. Lustspiel in fünf Aufzügen. [Aufgeführt im Wiener Burgtheater 5. Februar 1823.] – „Die Liebe zu Abenteuern oder die Abenteuer aus Liebe“. Lustspiel in vier Aufzügen. [Aufgeführt Berlin 30. Juli 1823; Breslau 4. April 1823; Wiener Burgtheater 11. Februar 1825.] – „Der böse Krollo“. [Aufgeführt an der Wien 5. December 1823; früher auf anderen Bühnen unter dem Titel: „Bernhard von Adelswyl“ oder: „Ubaldo und Ulride“.] – „Liebe hilft zum Recht“ Lustspiel in vier Aufzügen. [Aufgeführt Berlin 28. Juni 1826.] – „Der Erbvertrag“. Dramatische Dichtung in zwei Abtheilungen. Nach E. T. A. Hoffmann’s Novelle: „Das Majorat“ (Wien 1828. 8°.). [Aufgeführt im Wiener Burgtheater 22. October 1825; Berlin 3. Juli 1826; Dresden 4. Februar 1827.] – „Das Haus des Corregidor oder Bunt über Eck“. Lustspiel in drei Aufzügen nach dem Französischen von Victor. [Aufgeführt Berlin 4. October 1827; im Theater an der Wien 9. October 1819.] – „Der letzte Pagenstreich“. Posse. Als Fortsetzung der Kotzebue’schen Posse „Pagenstreiche“. Abgedruckt in dem von S. W. Schießler herausgegebenen „Neuen deutschen Originaltheater“ (Prag 1828, Büchler, 12°.) im zweiten Bändchen. [Aufgeführt im Burgtheater 12. December 1819.] – „Adelina“. Drama in fünf Aufzügen nach dem Englischen des Lewis. Abgedruckt in S. W. Schießler’s vorerwähntem „Originaltheater“, neue Folge im zweiten Bändchen. [Aufgeführt im Wiener Burgtheater 1826; in Prag December 1826]. – „Schlecht speculirt!“ Lustspiel in zwei Aufzügen. [Aufgeführt Berlin 24. Mai 1832.] – „Der alte Prognostiker oder: Hab ich’s nicht vorhergesagt?“ Lustspiel in einem Aufzuge. [Aufgeführt Berlin 16. Juni 1832.] – „Der Nachschlüssel“. Schauspiel in drei Aufzügen nach Frederic und Laquerie. [Aufgeführt in Wien, München und Dresden; in Berlin 6. September 1839.] – „Er hat alle zum Besten“. Lustspiel in fünf Aufzügen. [Aufgeführt im Burgtheater December 1829.] – „Der Onkel aus Wien oder die ungleichen Pflegetöchter“. Schauspiel in vier Aufzügen. Frei nach dem Italienischen (Augsburg 1839, [Karlsruhe, Groß], 8°.). – „Christine von Schweden“. Drama nach Van der Velde. Abgedruckt im fünften Bande von Franck’s „Taschenbuch dramatischer Originalien“ (Leipzig 1837 u. f., Brockhaus, 8°.). – „Witzigungen oder wie fesselt man die Gefangenen?“ Lustspiel in drei Aufzügen nach dem Englischen (Wien 1843, Wallishausser, 8°.). – „Das Duellmandat oder ein Tag vor der Schlacht bei Roßbach“. Drama in fünf Aufzügen (Wien 1843, 8°.). – „Ein Handbillet Friedrichs des Zweiten oder Incognitos Verlegenheiten“. Lustspiel in drei Aufzügen (Wien 1843). Preisstück und in Berlin zum Geburtstage des Königs aufgeführt. – Folgende von N. H. Braemer in Hamburg bei Herold jun. unter Vogel’s Namen im Druck erschienene Stücke: „Der Americaner“; – „Pflicht und Liebe“; – „Reue und Ersatz“; – „Der Schleier“ hat Vogel selbst für unecht erklärt. Noch werden von ihm folgende Stücke genannt: „Bettina“, 1820 auf dem Theater an der Wien gespielt, und „Die vier Sterne“.
Allgemeines Theater-Lexikon oder Encyklopädie alles Wissenswerthen für Bühnenkünstler, Dilettanten und Theaterfreunde u. s. w. Herausgegeben von K. Herloßsohn, H. Marggraff u. A. Neue Ausgabe (Altenburg und Leipzig o. J., [1846 u. f.] kl. 8°.) Bd. VII, S. 173. – Raßmann [202] (Friedrich). Pantheon deutscher jetzt lebender Dichter und in die Belletristik eingreifender Schriftsteller, begleitet mit kurzen biographischen[WS 1] Notizen... (Helmstädt 1823, C. G. Fleckeisen, 8°.) S. 346. – Wigand’s Conversations-Lexikon für alle Stände (Leipzig 1846–1852, gr. 8°.) Band XIV, S. 666. – Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar 1845, B. F. Voigt, 8°.) 21. Jahrg. (1843) I. Theil, S. 181, Nr. 68. – Kehrein (Joseph). Die dramatische Poesie der Deutschen von der ältesten Zeit bis auf die Gegenwart (Leipzig 1840, 8°.) Bd. II, S. 303. – Wiener allgemeine Theater-Zeitung. Redigirt von Adolph Bäuerle (Wien, gr. 4°.) 36. Jahrg. (1843) Nr. 98: „Biographische Skizze“ von W. G. K. – Erinnerungen aus meinem Leben, von Wilhelm Chezy (Schaffhausen 1863, Fr. Hurter, 8°.). Erstes Buch: „Helena und ihre Söhne“. Zweites Bändchen S. 28 u. f. – Abend-Zeitung von Theodor Hell (Dresden, schm. 4°.) 1823, Nr. 195. – Engelmann. Bibliothek der schönen Wissenschaften. Bd. I, S. 455; Bd. II, S. 331.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: biograpischen.