Geschichte der Pfarrei Sachsen bei Ansbach und der zugehörigen Orte

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Autor: Georg Rusam
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Titel: Geschichte der Pfarrei Sachsen bei Ansbach und der zugehörigen Orte
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Erscheinungsdatum: 1940
Verlag: C. Brügel & Sohn
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Erscheinungsort: Ansbach
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Kirchenrat Georg Rusam



Geschichte
der
Pfarrei Sachsen bei Ansbach
und der zugehörigen Orte



1940

Druck und Verlag von C. Brügel & Sohn, Ansbach


| | Zum Geleit

 Es hat lange gedauert, bis ich die meiner letzten Pfarrgemeinde Sachsen in Aussicht gestellte „Geschichte“ fertigstellen konnte. Die Versorgung der ausgedehnten Pfarrei, vordringliche Arbeiten an der Pfarregistratur und am Pfarrarchiv, die Wiederherstellung der Filialkirche in Neukirchen und die Erneuerung der Mutterkirche in Sachsen, die Ausstellung der vielen arischen Nachweise und sonstige starke Inanspruchnahme im Amt und auch außerhalb des Amtes ließen mir nicht die notwendige freie Zeit. Viel Zeit aber war erforderlich zur Durchsicht des schon gedruckten Quellenmaterials, dann des reichhaltigen Pfarrarchivs und ganz besonders der vielen einschlägigen Akten und Urkunden im Staatsarchiv zu Nürnberg. Auch aus den literarischen Beständen des Germanischen Museums in Nürnberg und aus der Manuskripten-Sammlung des Historischen Vereins zu Ansbach war mancherlei zu erholen. Der Abschluß dieser zeitraubenden Vorarbeiten sowie ihre Durchsicht und Verarbeitung war mir deshalb erst in meinem Ruhestande möglich.

 Für das vielseitige Entgegenkommen, das ich bei meiner Arbeit finden durfte, schulde ich tiefstgefühlten Dank. Ich danke vor allem dem Bayerischen Staatsarchiv in Nürnberg für seine immer wieder bereitwilligst gewährte Hilfe; dann den Herren des Germanischen Museums und der Verwaltung der Schloßbibliothek in Ansbach; Herrn Oberstudiendirektor Dr. Schreibmüller in Ansbach und Herrn Kirchenarchiv-Direktor D.Dr. Schornbaum in Nürnberg für ihre freundliche Beratung; endlich auch allen Herren aus der Gemeinde Sachsen, die mir erwünschte Auskunft gaben, nicht zum letzten dem Pfarramt Sachsen, das ich nach meinem Weggang von dort öfters zu bemühen veranlaßt war.

 Der Druck des Buches und der niedrige Preis dafür war nur möglich durch ausgiebige finanzielle Unterstützung des Evang.-Luth. Landeskirchenrates in München und der Kirchenverwaltung Sachsen. Auch hierfür sei der besondere Dank ausgesprochen.

 Alle im Buche sich findenden geschichtlichen Angaben beruhen auf streng wissenschaftlicher Forschung. Doch mußte ich es vermeiden, hierzu im einzelnen die jeweilige genaue Quellenangabe in Anmerkungen beizufügen, da hierdurch der Zweck des Buches beeinträchtigt worden wäre. Es sollte ein Buch für die Landgemeinde und Landpfarrei Sachsen werden; darum mußte es ein leicht lesbares Buch sein, das nicht mit dem üblichen wissenschaftlichen Apparat belastet werden durfte. Einen gewissen Ersatz dafür bietet das ausführliche | Verzeichnis der gedruckten und ungedruckten Quellen am Schlusse der Geschichte. Auch werden die gesammelten Quellenauszüge mit einer Übersicht im Landeskirchlichen Archiv zu Nürnberg (Tuchergartenstraße 7) zur Einsicht hinterlegt werden.

 Dem Zweck des Buches sollte es auch dienen, daß der reiche Stoff in viele kleine, übersichtliche Abschnitte gegliedert wurde. Ebenso wurde auf eine einfache und klare Sprache gesehen; es wurden wissenschaftliche Ausdrücke tunlichst vermieden, und wo sie sich nicht umgehen ließen, jedesmal kurz erklärt. Manche Einzelheit, der sonst wenig Bedeutung beizumessen wäre, wurde doch gebracht, weil sie bei den Leuten Aufmerksamkeit findet. Das Ganze sollte eben zugleich eine Art Heimatbuch werden. Dabei wurde nicht verfehlt, die Heimatgeschichte immer wieder in den Rahmen der allgemeinen deutschen Geschichte einzustellen.

 Die Scheidung zwischen alter und neuer Zeit mag manchem bedenklich erscheinen, weil dadurch der sachliche Stoff in zwei Teile zertrennt wird. Nach reiflicher Überlegung glaubte ich jedoch dabei beharren zu sollen, um den Lesern des Buches das Verständnis zu erleichtern. Wo der gleiche Stoff wiederholt zur Sprache gebracht wird, ist möglichst durch Angabe der Seitenzahl oder des betreffenden Abschnittes darauf verwiesen. Ein Namen- und Sachregister am Schlusse des Buches wird das Zurechtfinden erleichtern.

 Die neueste Zeit seit etwa 100 Jahren bietet zwar überreichen geschichtlichen Stoff; doch um die Gleichmäßigkeit und Einheitlichkeit des Buches zu wahren, konnte auch diese Zeit nur in großen Zügen dargestellt werden. Vieles ist ja auch noch gar nicht „Geschichte“ im Sinne dieses Buches, sondern noch lebendige Gegenwartsbewegung.

 Die dem Buche am Schlusse beigegebenen Zeichnungen stammen von Fräulein Barthel in Nürnberg, der auch an dieser Stelle dafür gedankt sei.

Ansbach, im März 1940.

Georg Rusam, Kirchenrat.


| Inhaltsübersicht


A. Die alte Zeit
Seite
1. Die Landschaft 11
2. Die Besiedlung des Landes 14
3. Die Gründung des Ortes Sachsen 19
4. Die Dörfer und ihre Frühgeschichte 21
 Sachsen 22
 Milmersdorf 24
 Volkersdorf 24
 Rutzendorf 24
 Neukirchen 25
 Hirschbronn 26
 Alberndorf 27
 Steinbach 27
 Ratzenwinden 28
 Oberrammersdorf 29
 Unterrottmannsdorf 31
 Zandt 31
 Nachbarorte 32
5. Die Landesherren 35
6. Die Grundherrschaften 38
7. Das Christentum im Lande 42
8. Die Urpfarreien 44
9. Die Gründung der Pfarrei Sachsen 46
10. Mutterkirche und Tochterkirchen 49
11. Der Pfarrhof 52
12. Die Pfarrpfründe 55
13. Die Pfarrer vor der Reformation 61
14. Die alte Kirche in Sachsen
 a) Die alte Basilika 64
 b) Der gotische Chorbau 65
 c) Der große Brand von 1449/50 67
 d) Das Innere der alten Kirche 68
 e) Der Kirchhof 69
15. Das alte Kirchengut 70
16. Die Kirche in Neukirchen 74
17. Die Sebastians–Bruderschaft und ihre Kirche 76
18. Alte Kapellen 79
19. Der alte Kultus
 a) Das geistliche Amt 81
 b) Jahrtage, Seelenmessen und Ablässe 82
 c) Heiligenverehrung 83
 d) Weihen und andere Bräuche 86
 e) Kultusgegenstände 87
20. Die alte Kirchenbehörde 88
21. Alte Kriegsläufte 90
|
B. Die neue Zeit
Seite
I. Die Reformation
 1. Die Zeitwende. Luther 95
 2. Die Reformation in Franken 97
 3. Die Reformation in der Pfarrei Sachsen 99
 4. Der Bauernkrieg 102
 5. Fortgang der Reformation 105
II. Der Dreißigjährige Krieg
 1. Die Jahre 1618–1630 109
 2. Das erste Notjahr 1631 110
 3. Das zweite Notjahr 1632 111
 4. Das dritte Notjahr 1633 113
 5. Das Schreckensjahr 1634 116
 6. Die Kriegsverwüstung in den Pfarrorten 118
 7. Bis zum Ende des Krieges 1635–1648 120
 8. Die Folgen des Krieges 121
 9. Die Wolfsplage 123
 10. Die Aufbauhilfe durch die österreichischen Einwanderer 124
 a) Die Glaubensnot und Auswanderung der Österreicher 124
 b) Die Namen der Österreicher 126
III. Die weltlichen Herrschaften
 1. Das Markgrafentum Ansbach 129
 2. Die freie Reichsstadt Nürnberg 132
 3. Streitigkeiten zwischen Nürnberg und Ansbach 133
 4. Die preußische Regierung 135
 5. Die bayerische Regierung 137
 6. Das Deutsche Reich 138
IV. Das Gerichtswesen
 1. Vogteigerichtsbarkeit und Ehaft 141
 2. Das Fraisch–Gericht in Lichtenau 143
 3. Das kaiserliche Landgericht in Ansbach 147
 4. Die geistliche Gerichtsbarkeit 148
V. Das Kirchenwesen
 1. Patronat und Kirchenleitung
 a) unter den Markgrafen 150
 b) unter den preußischen und bayerischen Königen 152
 c) seit der Staatsumwälzung von 1918 155
 2. Landeshoheit und Kirchenhoheit
 a) Der Streit zwischen Ansbach und Nürnberg im allgemeinen 156
 b) Der Streit um die Einsetzung der Pfarrer und die Kirchenvisitationen 157
 c) Der Streit um die Abbör der Gotteshausrechnungen 159
 d) Der Streit um die Verlesung der Mandate 160
 e) Andere Streitigkeiten 161
|
 3. Pfarrei und Pfarramt Sachsen
163
 4. Die Pfarrer seit der Reformation 167
 5. Der Pfarrhof 174
 6. Die Baupflicht an Pfarrhaus und Kirche 178
 7. Die Pfarrpfründe (Pfarrstiftung)
 a) Die Grundstücke 181
 b) Die Zehnten 183
 c) Sonstige Einkünfte. Lasten 185
 8. Die Pfarrkirche in Sachsen
 Der äußere Bau 187
 Die innere Einrichtung 191
 Der Kirchturm 195
 Glocken und Turmuhr 198
 Der Kirchhof 201
 Kirchen- und Totenwege 204
 Das Kirchengut (Kirchenstiftung) 209
 Die Verwaltung des Kirchengutes 212
 9. Die Kirche in Neukirchen 215
 10. Die kirchliche Ordnung
 a) Gottesdienste 219
 b) Feste und Feiertage 223
 c) Kirchliche Handlungen 225
 11. Der Mesnerdienst in Sachsen 228
 12. Konfessionelle Bewegungen 230
 13. Die Sebastians-Bruderschafts-Stiftung 234
 14. Wohltätigkeits-Stiftungen 238
VI. Das Schulwesen
 1. Die Schule in Sachsen
 a) Die Lehrer 240
 b) Der Schulbetrieb 245
 c) Das Schulhaus 247
 d) Das Einkommen der Schule 249
 2. Die Schule in Zandt 251
VII. Wirtschaftliche und gesundheitliche Verhältnisse
 1. Die Landwirtschaft 254
 2. Nebenbetriebe der Landwirtschaft 258
 3. Der Wald 259
 4. Hirten, Handwerker, Arbeiter, Gewerbetreibende 262
 5. Öffentlicher Verkehr, Geldwesen, Maße 266
 6. Die öffentliche Sicherheit 271
 7. Die öffentlichen Lasten 274
 8. Das Armenwesen 277
 9. Die Volksgesundheit 280
VIII. Volkskundliches
 1. Kirchliche Sitten und Unsitten 283
 2. Weltliches Brauchtum 285
 3. Alte Sagen 287
|
IX. Kriegsläufte
 1. Die Türkenkriege 289
 2. Die Einfälle der Franzosen 290
 3. Die Kämpfe zur Befreiung und Einigung Deutschlands 292
 4. Der Weltkrieg und seine Folgen 295
X. Die Dorfgemeinden
 1. Allgemeines 301
 2. Die alten Dorfordnungen 303
 3. Die einzelnen Ortschaften
 Sachsen 309
 Milmersdorf 312
 Volkersdorf 312
 Rutzendorf 313
 Neukirchen 315
 Hirschbronn 316
 Alberndorf 317
 Steinbach 318
 Ratzenwinden 319
 Oberrammersdorf 320
 Unterrottmannsdorf 321
 Zandt 322
 4. Verzeichnis der Höfe und Häuser mit ihren Besitzern
 Vorbemerkung 324
 Sachsen 326
 Milmersdorf 340
 Volkersdorf 343
 Rutzendorf 353
 Neukirchen 359
 Hirschbronn 365
 Alberndorf 371
 Steinbach 377
 Ratzenwinden 384
 Oberrammersdorf 391
 Unterrottmannsdorf 396
 Zandt 402
Benützte Quellen (gedruckte und ungedruckte) 410
Namen- und Sachregister 415
Karten und Zeichnungen
I–VII