Geschichte der Pfarrei Sachsen bei Ansbach und der zugehörigen Orte/Die Dorfgemeinden

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| X. Die Dorfgemeinden

1. Allgemeines

 Jedes Dorf bildete in geschichtlicher Zeit eine Gemeinde für sich, nicht in dem heutigen politischen Sinne, sondern im Sinne einer Genossenschaft, wie sie sich natürlicherweise aus dem ursprünglich einen Hof durch Teilungen und Zusiedlungen entwickelt hatte oder wie sie bei den Herrensiedlungen – Neukirchen, Hirschbronn und der Nordteil von Oberrammersdorf – sich nach dem Willen der Grundherren geformt hatte. Die Entwicklung ging wohl nicht überall gleichmäßig vor sich, aber gewisse Grundlinien lassen sich überall verfolgen. Bei den aus einem Hof hervorgegangenen Ortschaften mußte man frühzeitig dazu übergehen, das nutzbare Ackerland zu teilen, sei’s nach größeren zusammenhängenden Stücken, wie sie heute noch vielfach aus den Flurplänen ersichtlich sind, sei’s nach kleineren Teilen in den verschiedenen Gewannen der Gemarkung. Ebenso wurden – vielleicht etwas später – die Wiesen geteilt. Auch Privatwald entstand nach und nach, ob durch Teilung gemeinschaftlichen Waldbesitzes, oder durch grundherrliche Schenkung, durch Kauf oder sonstwie, läßt sich nicht mehr feststellen. Ein Hauptteil des Flurkreises blieb aber bis herein in die Gegenwart Gemeinbesitz der Dorfgenossen, nämlich die ausgedehnten Weiden für das Vieh und auch ein größeres oder kleineres Stück Wald, mitunter der ganze Wald wie in der Dorfschaft Sachsen. Daneben behielt sich die Gemeinde meist noch einzelne Felder und Wiesen vor, sei’s zur Nutzung für den Hirten oder für andere Zwecke. Bei den Herrensiedlungen, wie sie oben bezeichnet wurden, scheint die Teilung der ganzen Flur nach großen durchgehenden Streifen, die Feld, Wiese und Wald befaßten, wenn nicht sofort, so doch jedenfalls sehr früh erfolgt zu sein. Aber auch da blieb gemeinsames Weide- und Waldland an irgendeiner Außenseite des Flurbezirkes vorbehalten.

 Der gemeinsame Weide- und Waldbesitz, die Aufstellung eines Hirten, die Einführung der Dreifelderwirtschaft, die Beachtung der Zufuhrwege zu den einzelnen Grundstücken, die Unterhaltung der Feldwege, Brücken und Wasserläufe, die Innehaltung bestimmter Grenzen und anderer Rechte bedingte eine feste Ordnung in jedem Dorfe. Zur Aufrechterhaltung dieser Ordnung war stets ein Dorfhaupt nötig, anfangs wohl der Besitzer des ersten und größten Hofes, später ein freigewähltes Haupt. Wenn in Alberndorf der Urhof (Hs.–Nr. 1 und 12 zusammen) einst der „Herrenhof“ hieß, so möchte man vermuten, daß hier ursprünglich das Dorfhaupt seinen Sitz hatte; doch ist dieser Name erst aus späterer Zeit überliefert und| kann sehr wohl auch einen anderen Grund haben. Wir wissen überhaupt urkundlich aus der alten Zeit sehr wenig. Erst um die Reformationszeit hören wir von „Dorfmeistern“ oder „Bürgermeistern“. In manchem Dorfe werden zwei Bürgermeister genannt, wie in Sachsen und Rutzendorf; sie hatten entweder gemeinsam vorzugehen oder sich gegenseitig zu vertreten. Von Zeit zu Zeit wurden Versammlungen der Dorfgenossen einberufen, um die Dorfordnung zu besprechen und zu handhaben, wobei auch Rügen und Strafen ausgesprochen werden konnten, alles selbstverständlich nach altem Brauch und Herkommen.

 Schon im Laufe der Zeit war der ursprünglich sehr große Gemeindebesitz, die „Gemeine“ oder, wie sie anderwärts hieß, die „Allmende“ (= Allgemeine) mehr und mehr zusammengeschrumpft, weil die zunehmende Bevölkerung und die gesteigerte Lebenshaltung auch aus dem Lande dazu führte, mehr Ackerland zu bebauen und auch mehr Wiesen anzulegen. Im Anfang des vorigen Jahrhunderts ging man überhaupt dazu über den Weidebetrieb auszulassen oder ihn ganz wesentlich einzuschränken, und dafür die Stallfütterung einzuführen. Nur für die Schafe wurde der Weidebetrieb noch weiter, zum Teil bis heute, fortgesetzt, wozu neben geringen Weideresten auch das bebaute Land je nach der Jahreszeit benützt werden konnte. Das nicht mehr benötigte Weideland wurde dann unter die Dorfbewohner, soweit sie Gemeinderecht besaßen, verteilt. Teilweise, wie in Sachsen, geschah das auch mit dem Gemeindewald.

 Im Nürnberger Bezirk um Lichtenau hören wir schon sehr früh, schon um 1465, von „Dorfhauptleuten“ neben den Bürgermeistern. Soviel ersichtlich ist, hatten diese die Ausgabe, für die Landesherrschaft tätig zu sein, vor allem die von den Regierungen ausgeschriebenen Steuern einzuheben. Zuerst scheint für jedes Dorf ein nürnbergischer Bauer als Dorfhauptmann aufgestellt worden zu sein, in Sachsen sogar deren zwei; aber später wurde der Lichtenauer Bezirk in drei Hauptmannschaften mit je zwei Hauptleuten aufgeteilt, die ihren Sitz in Lichtenau, Immeldorf und Sachsen hatten. Zur Hauptmannschaft Sachsen zählten die Orte Sachsen, Volkersdorf, Rutzendorf, Zandt, Unterrottmannsdorf, Boxbrunn, Herpersdorf, Langenlohe und Milmersdorf, also alle damaligen Pfarrorte von Sachsen, soweit sie auf Nürnberger Gebiet lagen. – Im markgräflichen Gebiet begegnen uns in der Folgezeit die „Schulzen“ (= Schultheißen), die wohl eine ähnliche Aufgabe wie die Hauptleute um Lichtenau zu erfüllen und die an die Landesherrschaft „geschuldeten“ Abgaben einzuziehen hatten.

 Eine besondere Bedeutung kam ehedem den Kirchweihen zu, die als Volksfeste meist in recht ausgelassener und nicht selten in| wüster Weise gefeiert wurden. Häufig gab es zwei Kirchweihen, die eine mit der Kirche zusammenhängende, wirkliche Festfeier, und eine zweite, nur für den betreffenden Ort geltende Volksfeier. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung und zur Verhütung von Schlägereien und anderen Ausartungen war von alters her ein „Kirchweihschutz“ üblich, den die Gemeindeherrschaft auszuüben hatte. Freilich die Frage, wer als Gemeindeherr galt, gab nicht selten Anlaß zu schweren Zwisten. Bekannt ist der Krieg, den der Markgraf Kasimir 1502 mit der Stadt Nürnberg wegen des Kirchweihschutzes von Affalterbach (südöstlich von Nürnberg) führte (S. 91). In unserer Gegend kam es nicht zu so blutigen Auseinandersetzungen; aber strittig blieb z. B. immer der Kirchweihschutz in Unterrottmannsdorf zwischen Ansbach und Nürnberg. Auch in Steinbach kam es zu Reibereien zwischen den Markgräflichen und dem Deutschherrenorden zu Eschenbach, da letzterer das Recht des Schutzes für sich beanspruchte, weil das Wirtshaus in Steinbach ihm gehörte. – Genaueres über die Aufgabe des Kirchweihschutzes erfahren wir aus Neukirchen, wo den Herren von Vestenberg dieses Recht zustand. Nach einem alten Berichte erschien der Vogt von Vestenberg am Kirchweihtage in Neukirchen und rief zuerst das Friedensgebot aus mit der Drohung, wer den Frieden breche, werde mit 10 fl. bestraft. Dann verlieh er den „Plan“ (Tanzplatz) und nahm von den herbeigekommenen Krämern das „Stättgeld“ (Platzgeld) ein. Getränke auszuschenken und zu „kochen“ (Speisen zu verabreichen) war nur dem Wirt von Vestenberg gestattet. Der Tanzplatz befand sich unter der Linde mitten im Dorf. Bei Regenwetter gab der Nachbar auf Hs.–Nr. 8 (jetzt Reutelshöfer) seinen Stadel her, der „zu einem Obdach und Tanzplatz“ hergerichtet wurde, wobei die Herren von Vestenberg jedesmal den Ersatz von Schäden zusicherten, die etwa durch Ausbruch von Feuer entstehen würden. Kam es zu einer Schlägerei, so verhängte der Amtsvogt sofort die schuldige Strafe und entfernte die Frevler. Mit Sonnenuntergang wurde die Kirchweihfeier geschlossen. Letzteres war um deswillen notwendig, weil bei den damaligen schlechten Beleuchtungsverhältnissen (Talglichter, Kienspäne, Fackeln) die Ordnung und Sicherheit nicht mehr aufrechtzuerhalten war. Nur wo feste Wirtshäuser standen, wie in Sachsen, konnte das Fest noch eine Zeitlang geduldet werden, doch machte man auch da aus guten Gründen bald Schluß.


2. Die alten Dorfordnungen

 Es war natürlich, daß bei der Handhabung der alten, nur mündlich überlieferten Ordnungen im Dorfe sich mit der Zeit Unstimmigkeiten ergaben, daß manches veraltete und darum der neuen Zeit entsprechend| umzugestalten war. Aus solchen Gründen wurden da und dort von den Herrschaften schriftliche Dorfordnungen aufgestellt und den Gemeinden übergeben. Am ausführlichsten ist die „Gemeinordnung des Dorfs Sachsen“ von 1611, ausgearbeitet von dem Pfleger Scheurl in Lichtenau. Sie sei hier im Auszuge mitgeteilt:


1. Vom Gemeinhalten

 Wenn durch die geordneten Bürgermeister zu einer Gemeinversammlung geboten wird, soll eine Sanduhr auf die bestimmte Zeit aufgesetzt werden. Wer binnen einer Viertelstunde nicht erscheint, soll unwidersprechlich 15 Pfennig (jetzt etwa 2 RM) zu geben verfallen sein. Wer ganz ausbleibt, ist einer Buße von 5 Pfund Gelds verfallen (schätzungsweise etwa 10 RM). Wenn es der Bürgermeister für gut ansieht, die Weg und Steg, auch andere gemeine Arbeit zu machen, soll jeder, der dazu geboten wird nach der Reihenfolge der Häuser, ohne Widerrede erscheinen und arbeiten, oder einen Mann an seiner Statt stellen. Tut er das nicht, verfällt er einer Strafe von 36 Pfg. (etwa 4,80 RM) im Sommer, im Winter von 24 Pfg (etwa 3,20 RM). Schickt er nur einen Jungen, der die Arbeit nicht leisten kann, wird dieser „abgeschafft“ und die gleiche Strafe verhängt.


2. Die Bürgermeisterwahl betreffend

 Wenn alljährlich auf Martini der Bürgermeister gewählt wird, soll kein „Gemeinsnutzer“ ausbleiben bei einer Buße von 5 Pfund Geld. Der neu erwählte, wie auch der alte Bürgermeister hat sich bei der Herrschaft Lichtenau vorzustellen, damit der alte „seiner Pflicht entlassen und dagegen der neue mit gebührlichen Pflichten der Gemein zum Besten belegt werde“.

 Ebensowenig darf ein Gemeinsmann ausbleiben, wenn alljährlich der Hirte gedingt wird oder wenn des Jahres dreimal mit dem Hirten abgerechnet wird.


3. Vom Hirtendingen und seinem Lohn

 Wenn ein Hirte angenommen worden ist, soll er der Herrschaft Lichtenau zur „Leistung seiner Pflicht (Verpflichtung)“ vorgestellt werden. Sobald es im Frühjahr „aufgeht“ und der Bürgermeister es für gut ansieht, hat er das Vieh auszutreiben. Doch soll sein Lohn erst „auf Gertrauden Tag“ (17. März) angehen. Dreimal im Jahr soll mit ihm abgerechnet werden, nämlich auf Walburgi (1. Mai), Jakobi (25. Juli) und Martini (11. November). Die Abrechnung hat nach der Stückzahl des Viehes mit Einschluß der Schweine zu erfolgen. Weiter soll der Hirt auf je zwei Haupt Vieh je zwei Laib Brot erhalten, einen „Austreib- und einen Stupfellaib“ (einen Laib zum| ersten Austrieb des Viehes und einen Laib nach der Ernte, wenn das Vieh über die „Stoppeln“ gehütet wurde), oder statt des Laibes in Geld den Wert mit 5 Pfg. (jetzt etwa 0,70 RM). Kann der Hirte das Vieh auch noch nach Martini einige Zeit austreiben, ist ihm noch ein Laib Brot zu reichen. Wer Schafe oder Lämmer auf die Weide bringen will, muß den Hirten ebenso wie für Schweine entlohnen. Wer in der Gemeinde den „Ochsen“ (Stier) hält, muß sich mit einem zwei- oder dreijährigen Tier versehen. Will er den Ochsen nimmer halten, hat er es der Gemeinde ein Vierteljahr vor Bartholomaei (24. August) anzuzeigen, wenn er nicht der „Gemeinstraf“ verfallen will.


4. Von Gotteslästern und Fluchen

 Wer sich bei den Gemeindeversammlungen „Gotteslästern und Fluchen, auch Schwören und allerlei Ungehorsam“ zuschulden kommen läßt, soll mit einem „Ort“ (einem Viertelsgulden, nach heutigem Wert etwa 4 RM) bestraft werden; ebenso wer andere „freventlich Lügen straft“.


5. Vom Gemein-Metzen

 Wenn ein Gemeinsmann den Metzen (das gemeindliche Getreidemaß) beim Bürgermeister holt und behält ihn ohne Erlaubnis über Nacht, so soll er der Gemeinde mit 5 Pfg. (etwa 70 heutige Pfennige) zur Straf verfallen sein.


6. Vom Gemeinholz

 Wer das aus dem Gemeindewald ihm zugewiesene Holz nicht selbst braucht, soll es einem andern in der Gemeinde zu kaufen geben nach Recht und Billigleit. Der Verkauf an anderen Orten ist bei 1 fl. (etwa 15 RM) verboten. Nur wenn niemand in der Gemeinde das Holz kaufen will, darf er es außerhalb des Ortes verkaufen; doch muß er es zuvor in seine „Hofrait“ heimfahren.

 Das „Übertreiben und Hüten“ im Urlas (Gemeindewald) ist künftig bei 2 fl. Strafe verboten, ebenso das „Wüsten und Hauen“ dort und in anderen Hölzern bei 5 Pfund Strafe. „Doch soll einem jeden Häuslein Reis (Reisig) in sein Haushalten zu hauen erlaubt sein.“ Wer Holzverwüster betrifft und solches dem Bürgermeister nicht anzeigt, ist ebenfalls mit 5 Pfund Strafe verfallen.

 Das Holz aus dem Gemeindewald wird jährlich auf Martini „ausgegeben“ (im Wald angewiesen) und ist darauf zwischen Lichtmeß und Ostern von den Nutznießern zu fällen. Wer das versäumt, ist der „Dorfbuß“ (Gemeindestrafe) verfallen, desgleichen wer seine Klafter nicht bis Walburgi ausgerichtet und das Büschelholz nicht bis Pfingsten aufgehauen hat. Die Länge der Scheiter darf künftig nicht mehr nach| Belieben gemacht werden, sondern nicht länger als 31/2 Werkschuh (etwa 1 m), „bei abgesetzter Straf“. Auch die Klaftern sind nach dem gemeinen Maß anzulegen.

 Wenn der Bürgermeister mit seinen Helfern das Holz. ausgibt, sollen sie 1 fl. vertrinken dürfen, ebenso wenn sie das gefällte Holz besichtigen; doch soll dieses Geschäft „in der Gemeinde herumgehen“, und wer trotz „Los und Bot“ (d. h. obwohl er dazu ausgelost und ordnungsgemäß geboten wurde) sich widersetzt, soll der Dorfbuß verfallen sein.


7. Vom Eichel-Klauben

 Wenn Eicheln im Urlas abfallen, ist es bei Dorfbuß verboten, allein in den Wald zu gehen und die Eicheln aufzulesen; sondern an einem bestimmten Tag soll es erlaubt werden, daß aus jedem Haus eine Person von früh 8–11 Uhr frei „aufklauben und lesen“ darf. Wer vorher oder nachher begriffen wird, verfällt der Dorfbuß.


8. Vom Feldobst

 Obstbäume, die auf der „Gemein“ stehen, dürfen nicht abgeschüttelt oder mit Stangen zerschlagen und mit Prügeln zerworfen werden, bei Strafe; nur was von selbst abgefallen ist, darf jedermann im Dorf auflesen.


9. Vom Grasen

 Leuten, die kein Vieh halten, soll das Grasen im Urlas und das Dörren des Grases bei Strafe verboten sein; ebenso das Mähen und Grasen auf den Wasen und Angern. Nur wer Vieh hat, darf es tun, wenn es „die Notdurft erfordert“.


10. Vom Hörner-Abschneiden

 Nachdem bisher beide Bürgermeister mit den Hirten beim Hörner-Abschneiden gegangen und „nachher die gesammelten Eier gegessen“, sollen sie künftig nicht mehr als 5 Pfund „zu vertrinken Macht haben“.


11. Von Mist- und Düngung-Verkauf

 Kein Gemeinsmann darf künftig seinen Mist und seine Düngung außerhalb der Herrschaft (Amt Lichtenau) verkaufen; wer in eine andere Herrschaft verkauft, hat für jedes Fuder 1 Pfund an Geld zu bezahlen.


12. Vom Herbergen

 Bei Dorfbuß darf niemand landflüchtige, verdächtige Personen beherbergen.


| 13. Vom Flachs

 Wer Flachs zum Rösten in den Weiher legt, muß hernach, wenn er den Flachs „auswäscht“, die „Röst–Stamm und Stückel“ wieder aus dem Wasser nehmen, bei Strafe. Wird der Flachs in die Häuser gebracht, muß er „an gewahrsame Örter, da man nicht mit Licht und Feuer hingeht, gelegt werden“; auch darf er nicht in den Stuben gedörrt werden, bei Dorfbuße.


14. Von Schleißen und brennenden Fackeln bei nächtlicher Weile

 Niemand darf die Schleißen auf den Ofen legen, wie es bisher geschehen, „daraus dann großer Schaden erfolget“ (durch Selbstentzündung und Brandschaden); sondern es müssen die Schleißen 3 Schuh weit vom Ofen entfernt liegen, bei Strafe. Ferner soll niemand bei nächtlicher Weile mit brennenden Schleißen oder Fackeln über die Gasse gehen bei 15 Pfg. Strafe.

*

 Soweit die alte Gemeindeordnung von Sachsen. Wie man sieht, enthält sie viele notwendige Bestimmungen, aber doch auch wieder allerlei unnötige und kleinliche Anordnungen. Es ist darum begreiflich, wenn wir später (1748) in einem Bericht über Sachsen lesen: „Hat eine Gemeindeordnung, die aber nicht richtig gehalten wird.“

 Zur Ergänzung sei noch aus der Rutzendorfer Gemeindeordnung von 1605, ebenfalls von Pfleger Scheurl verfaßt, folgendes angeführt:


Von Vorrat des Gemeingelds:

 Die beiden Bürgermeister sollen das Geld in einer eisernen, mit zwei Schlüsseln versperrbaren Büchse verwahren, wobei jeder einen Schlüssel bei sich zu behalten hat. In der Kasse sollen immer wenigstens 3–4 fl. liegen, damit die Gemeinde im Falle der Not Geld hätte.


Von Dingung eines Hirten:

 Die Gemeinde soll hierbei einen Gulden zu vertrinken haben.


Jährliche Rechnung betreffend:

 Es sollen die Bürgermeister jährlich auf den Gertraudentag (17. März) vor der Gemeinde ordentliche Rechnung leisten, diese auch der Herrschaft (in Lichtenau) vortragen.


| Vom Rain-Hüten:

 Das Abhüten der Raine mit Ochsen, Pferden, Füllen wird nochmals bei Strafe von 3 fl. verboten. Wenn der Bürgermeister nicht nach Gebühr bestraft, soll er dem Amt mit doppelter Strafe verfallen sein.


Von Haltung der Gänse:

 Weil die Gänse den Gemeinwasen so sehr verderben, soll künftig ein Bauer nicht mehr als 8 Gänse, ein Köbler (Gütler) nicht mehr als 6 Gänse überwintern dürfen. Im Sommer darf ein Bauer nur 25 junge Gänse, ein Köbler nur 15 halten, aber stets nur bis Martini (11. November), nicht länger. Fremde junge Gänse von auswärts herein zu bringen, ist nicht gestattet; nur wenn jemand selbst nicht junge Gänse nachziehen konnte, darf er bis zu 12 Stück auswärts kaufen.


 Für Oberrammersdorf gab schon 1513 das Stiftsamt Ansbach zur Schlichtung von „Irrung und Zwietracht“ verschiedene Anordnungen heraus, die auch als ein Stück Gemeindeordnung gelten können. Es wird darin bestimmt:

 Wer mit einem Grundstück an den „Gemein-Trieb“ (Weg für das auf die Weide getriebene Vieh) stößt, hat das Grundstück zu „verlandern“ (mit einem Geländer zu versehen). Dabei sollen alle Gemeindeglieder einander helfen und das nötige Holz aus dem Gemeindewald oder, wenn es dort fehlt, aus den eigenen Wäldern darreichen.

 Der Brunnen (offenbar eine fließende Quelle) bei Hans Hummer soll der ganzen Gemeinde frei sein zum Trinkwasser. Wer aber mit einem Kübel darein greift oder sonst den Brunnen unrein macht, soll mit 3 Pfund Geld gebüßt werden (damals über 40 RM an Wert).

 Ein Bauer darf das Jahr über nicht mehr als 42 Schafe, ein Köbler (Gütler) nicht mehr als 21 Schafe samt den davon gefallenen Lämmern das Jahr über halten und durch den Gemeindehirten austreiben lassen.

 Im Gemeindewald darf keiner mehr abhauen, als er „zu seiner Haushaltung und Notdurft“ jährlich braucht, auch noch, was er für den Schmied und Wagner bedarf. Holz zu hauen und zu verkaufen ist aus dem Gemeindewald nicht gestattet. Auch muß im Wald gute Ordnung eingehalten werden. Ein junger Schlag darf fünf Jahre lang nicht mit Schafen und sieben Jahrelang nicht mit Hornvieh betrieben werden. Verboten ist weiter, daß jemand Holz ausreutet und daraus für sich einen Acker oder eine Wiese oder einen „Egarten“ (brachliegendes Land) macht, bei einer Strafe von 20 fl.

 Von Steinbach heißt es in einem Salbuch um 1600: Jeder kann so viel Rindvieh halten als er will, aber an Schafen ein Bauer nur 36 Stück, ein Köbler nur 18, ein Inwohner (ohne Feldbesitz) nur 10 Stück.

|  Bei Hirschbronn ist gelegentlich verzeichnet: „Hat zwar eine Gemeindeordnung, wird aber nicht abgelesen.“

 In ähnlicher Weise, wie es in den vorstehenden Gemeindeordnungen schriftlich niedergelegt ist, wird es wohl in allen Dörfern nach Brauch und Herkommen gehalten worden sein. Eines nur fällt bei diesen schriftlichen Ordnungen auf, daß sich in das alte, ursprünglich ganz frei gehandhabte Dorfrecht bereits die Landesherrschaft eingeschoben hat. Nicht nur der Bürgermeister muß sich erst beim Pfleger in Lichtenau seine Bestätigung und Verpflichtung holen, sondern auch der Dorfhirte. Die Rechnungen müssen vor der Herrschaft abgelegt werden; nicht einmal der Mist darf aus dem Herrschaftsgebiet hinausgefahren werden. Allerdings scheint diese kleinliche Bevormundung mehr im Nürnberger als im Ansbacher Gebiet eingetreten zu sein.


3. Die einzelnen Dorfschaften

Sachsen (siehe S. 23)

 Im Dorfe Sachsen gab es in geschichtlicher Zeit fast nur Kleinbesitz. Der alte Sachsenhof war offenbar schon sehr früh zerschlagen und in eine Anzahl kleinerer Güter aufgeteilt worden. Nur die alte Schenkstatt (Hs.–Nr. 27), die aller Wahrscheinlichkeit nach einst der Sitz des Sachsenhofes war, besaß von alters her den für einen mäßigen „Hof“ erforderlichen Grund und Boden. Daneben konnte nur noch der Pfarrhof als richtiger Bauernhof gelten; alle übrigen Anwesen waren klein und zum Teil ganz gering. Nur der große Gemeindewald „im Urlas“ und die ausgiebigen Viehweiden an den Berghängen und auf der Höhe gaben den kleinen Gütern einen gewissen Rückhalt. Wie schon früher gesagt wurde, bestand die Dorfschaft mindestens seit 1463 aus 26 Anwesen mit Einschluß des Pfarrhofes. Diese Zahl blieb sich lange fort gleich. Die 26 hatten bis in die Gegenwart herein allein das Gemeinderecht, wobei dem Pfarrhof ein doppeltes Recht zustand, so daß es eigentlich 27 Rechtsanteile waren. Um das Jahr 1600 ist einmal die Rede von einem „unbezimmerten“ Gut, d. h. von einem Grundbesitz, zu dem kein Haus vorhanden war; aber auf diesem Besitz ruhte kein Gemeinderecht. Erst 1625 und 1628 kommen zwei weitere, neugebaute Häuser vor, aber auch diese blieben ohne gemeindliches Recht. Als 1814 der Gemeindewald und 1815 die Gemeindeweiden aufgeteilt wurden, hören wir von 28 Loszetteln, die geschrieben und nach denen die Verteilung vorgenommen wurde; es scheint also später doch noch ein Gemeinderecht| hinzugekommen zu sein, obwohl selbst 1808 nur 26 Inwohner (Ortsbürger) angeführt werden neben 3 „Tropfhäuslern“, d. h. Leuten, die nur soweit Grund und Boden besaßen als das vom Dach abtropfende Wasser reichte. Die Gesamteinwohnerzahl betrug im Jahre 1800 nur 176.

 Erst nach dem Übergang des Landes an das Königreich Bayern begann sich Sachsen langsam zu vergrößern. Zunächst entstanden die Häuser Nr. 35–38, einige Zeit später Hs.–Nr. 39-44. Eine besonders lebhafte Bautätigkeit setzte nach dem Kriege von 1870/71 ein, wo in rascher Folge die Häuser Nr. 45–55 und wenig später Nr. 56–59 erstanden. Auch die allerneueste Zeit brachte noch Zuwachs, so daß gegenwärtig die Hausnummern bis 63 reichen. Nach der neuesten Zählung beläuft sich die Einwohnerzahl nunmehr auf 347 (einschließlich Bahnhof und Bahnposten Nr. 10, aber ohne Milmersdorf).

 Aus dem Gemeindebuch von Sachsen, das 1846 von dem Lehrer und Kantor Weichselfelder angelegt wurde, ist nachstehendes zu entnehmen: Der Ort zählte damals 42 Hausnummern mit 48 Familien und 233 Seelen. Es galt nürnbergisches Recht (ebenso wie für alle anderen ehemals nürnbergischen Orte). Die Brunnenstuben samt den beiden Brunnenquellen befanden sich im Garten des Gütlers Leidel (jetzt Friedr. Brehm, Hs.–Nr. 19). Das schon 1407 erwähnte Ochsenhirtenhaus stand auf Hs.–Nr. 7 (jetzt Feuerwehrhaus). Das Hutrecht hatte die Gemeinde in der ganzen Ortsflur inne mit Ausnahme der Gärten und Beunten, sowie Pl.–Nr. 170, die sämtlich Hegerecht besaßen. Koppelhut (gemeinsame Hut) bestand mit Volkersdorf und Rutzendorf auf Pl.–Nr. 81, dann mit Volkersdorf auf der ganzen Sachsener Flur, mit Milmersdorf auf Pl.–Nr. 295. Dagegen hatte Sachsen das Hutrecht auf einigen Plan-Nummern von Milmersdorf und aus einem Teil der Volkersdorfer Flur, dann mit Volkersdorf zusammen auf der Rutzendorfer Gemarkung diesseits der Rezat. Das Recht zum Hüten erstreckte sich vom 1. Oktober bis 1. April.

 Früher waren die Hutrechte noch viel verwickelter. Nach einem Bericht von 1810 waren folgende Grundstücke „mehrhütig“: Der Mühlrangen bei Volkersdorf mit etwa 9 Tagwerk war dreihütig, weil Sachsen, Volkersdorf und Lichtenau darauf das Hutrecht hatten. Der Weinberg bei Sachsen mit 12 Tagwerk war dreihütig für Sachsen, Volkersdorf und Rutzendorf, der Bruckwasen gegen Rutzendorf mit 1 Tagwerk dreihütig für die gleichen Orte, der Kohl- und Marterwasen oberhalb Sachsen mit 13 Tagwerk zweihütig für Sachsen und Volkersdorf, der Hinterberg mit 12 Tagwerk und der Grundwasen mit 6 Tagwerk ebenfalls doppelhütig für die beiden Orte.

 Wiederholt wird in den Akten hervorgehoben, daß Sachsen keine Schäferei halten durfte. Als 1721 ein Sachsener, Hans Matthias| Dörflein, versuchte doch Schafe auszutreiben, wurde ihm das sofort von der Herrschaft verwehrt.

 Die grundherrschaftlichen Rechte übte für alle Anwesen in Sachsen das Landalmosenamt in Nürnberg aus. Eifersüchtig wachte es über diesen Rechten, auch gegenüber dem Pflegamt Lichtenau. Als z. B. 1736 das Pflegamt als Landesbehörde eine Vermessung der Gemeindemarkung vornehmen ließ, beeilte sich das Almosenamt als Grundherrschaft die Vermessungspflöcke wieder herausreißen zu lassen. Auch ein bezeichnendes Bild vergangener Zeiten.

 Der Kirchweihschutz lag in den Händen des Pflegamts Lichtenau, welches die Gemeindeherrschaft über Sachsen führte. Wie auf S. 84 ausgeführt wurde, fiel die erste „Kirbei“ auf Montag vor Johannis in Anknüpfung an das alte Fest des Kirchenheiligen St. Alban, das einst am 21. Juni gefeiert wurde; die zweite Kirchweih auf Sonntag nach Mariae Himmelfahrt, also nach dem 15. August, eine Zeitlang anscheinend auf den Feiertag St. Bartholomaei (24. August), schließlich auf den Sonntag vor Bartholomaei. Der Amtsknecht von Lichtenau rief auf dem Platz vor dem Wirtshaus jedesmal das „Friedgebot“ aus und sorgte dann für Ruhe und Ordnung während des ganzen Festes, wobei ihm die Dorfhauptleute und zwei Bürger behilflich sein mußten. Auch der Richter von Lichtenau war meist zugegen. In einem Bericht von 1540 heißt es, daß der Pfarrer von Sachsen dem „Kirbenbeschützer“ aus Lichtenau Essen und Trinken zu reichen habe, wenigstens zur „Suppen“, wie man damals das Mittagsmahl nannte; doch scheint das nur kurze Zeit geschehen zu sein.

 Das Friedgebot wurde vom Amtsknecht auch bei Hochzeiten ausgerufen, da sich hierbei nicht selten Streitigkeiten infolge Trunkenheit ergaben.

 Im Jahre 1597 lesen wir von dem Bau einer steinernen Brücke am Dorfausgang gegen Rutzendorf. 1902 baute die Gemeinde eine Wasserleitung mit einer Reihe laufender Brunnen im Dorfe. Da dieser Leitung infolge von Schutzbauten am Bahndamm 1927 der Zustrom des Wassers zum größten Teile entzogen wurde, waren lange Verhandlungen mit der Bahnverwaltung nötig, um diese zur Leistung von Schadenersatz zu veranlassen, worauf die Wasserleitung von Grund auf umgebaut und ausgebaut und ein Hochwasserbehälter an der Hirschbronner Straße errichtet wurde.

 An Gemeindegrundstücken werden in alter Zeit (1550 und später) erwähnt: Eine Wiese bei einem halben Tagwerk, gegen Neukirchen zu gelegen, dem Hirten zur Nutzung überlassen; dann eine Wiese und ein Äckerlein daran bei drei Vierteln, die Ochsenwiesen genannt, gehört zur Erhaltung des gemeinen Herdochsen (Zuchtstieres).| Wegen der Nutzung der Bäume, die auf der Weide am Urlasberg wuchsen, gab es wiederholt Streit mit Volkersdorf, da diese wegen ihres Hutrechtes auch Anspruch darauf erhoben, obwohl der Berg nicht zu ihrer Flur gehörte.


Milmersdorf (siehe S. 24)

 Der Ort bildete eine eigene Dorfschaft, obwohl dort von jeher nur 3 Höfe standen, die jetzigen Hs.–Nrn. 1, 2 und 3, wobei jedoch Nr. 1 ursprünglich am oberen Ortsausgang im Talgrund stand und erst infolge Gefährdung durch den Eisenbahndamm vor einiger Zeit an seine jetzige Stelle versetzt wurde. 1568 wurde auf Gemeindegrund durch Jörg Steltzer ein Häuslein mit Bewilligung der Ortsbauern errichtet gegen die Zusicherung, daß dieser die Stelle eines Hirten übernehme; das Haus war ohne jeden Grundbesitz und die Gemeinde hatte sich das Vorkaufsrecht vorbehalten. Der jetzige Hof Nr. 8 war vordem mit Nr. 1 vereinigt und wurde erst 1856 abgetrennt. Bei der neuen Gemeindeeinteilung durch die Bayerische Regierung (nach 1806) wurde Milmersdorf mit Sachsen vereinigt, behielt aber bis in die neueste Zeit herein sein eigenes Gemeindevermögen. Als Gemeindebesitz wird 1550 ein Stück „Holz“ am Weg nach Külbing angegeben. Daneben war jedenfalls ausgiebiges Weideland vorhanden. 1748 werden dazu genannt: ein großer Wasen am Sächsener Weg, ein Wasen und bei 6 Morgen Holz am Külbinger Kirchsteig. Sie besaßen das alleinige Hutrecht auf ihrer Flur mit Ausnahme einiger Grundstücke, auf die Sachsen „treiben“ durfte.

 Um 1810 werden aufgezählt: 3 Bauernhöfe, 5 Feuerstellen (außer den 3 Höfen noch 1 Hofhaus und 1 Hirtenhaus), 5 Familien mit 37 Seelen. Gegenwärtig zählt man 38 Einwohner.

 Die Dorfherrschaft übte das Amt Lichtenau aus. Der älteste Bauer war dabei stets Bürgermeister. An Grundherrschaften traten nicht weniger als 4 auf: Das Almosenamt Nürnberg, das dortige Clara-Kloster, die Mendleinsche Bruderstiftung von Nürnberg, die Stadt Nürnberg (über den Neubau Nr. 7, das Hirtenhaus).


Volkersdorf (siehe S. 24)

 Im Lichtenauer Salbuch von 1517 werden 14 Anwesen aufgeführt, darunter 3 als „Handroß“, d. h. als Nebengut zu einem anderen Hof oder Gut. Dazu wird noch 1 Hirtenhaus erwähnt. Um 1550 wird berichtet: In Volkersdorf sind 16 Mannschaften (Anwesen), nämlich 5 Höfe, 10 Güter und 1 ödes, unbezimmertes Gut (ein Gut ohne eigenes Haus), ferner 1 Hirtenhaus. Eine Schenkstatt ist nicht| vorhanden; es „mag ein jeder mit Erlaubnis der Herrschaft (Lichtenau) schänken“. Um 1808 gab es in Volkersdorf 19 Höfe und Güter; 1 Hof war unter 2 Besitzer geteilt (Hs.–Nr. 7). Im ganzen waren es 22 Feuerstellen mit 29 Familien (einschließlich der Altsitzer, Mietsleute u. a.) und 136 Seelen. Die heutige Einwohnerzahl beläuft sich ebenfalls auf 136, wobei aber die nach Lichtenau gepfarrten Häuser nicht mitgezählt sind.

 Auch Volkersdorf ist sich in seiner Größe durch Jahrhunderte hindurch ziemlich gleichgeblieben. Erst als nach 1800 die neue Zeit anbrach, begann der Ort zu wachsen. Anlaß gaben vor allem die Steinbrüche vor Lichtenau, die nicht wenigen Arbeitern Beschäftigung und Nahrung boten. Alle Häuser von Nr. 25 ab sind so als Neubauten entstanden. Einige Gebäude stehen so dicht bei Lichtenau, daß man sie als zu diesem Ort gehörig ansehen möchte, wie denn auch 3 Anwesen tatsächlich schon seit längerem kirchlich zur dortigen Pfarrei gewiesen sind. Zwei Neubauten sind schon bald wieder abgegangen, so daß man heute nicht einmal mehr ihren früheren Standort angeben kann (Nr. 32 und 33). Auch die beiden Hirtenhäuser Nr. 8 und 9 sind abgebrochen worden.

 Die Dorfherrschaft wurde vom Pflegamt Lichtenau ausgeübt. Der Bürgermeister – um 1600 waren es zwei – wurde dort verpflichtet. Gewählt wurde er „um St. Michelstag“ (um den 29. September). Grundherrschaften waren um 1800 vorhanden: Das Almosenamt Nürnberg über neun Anwesen, die Stadt Nürnberg über sechs, die Pfarrei Sachsen über zwei, das Clara–Kloster Nürnberg über zwei, das Katharinen–Kloster Nürnberg über ein Anwesen. Als Gemeindebesitz wird 1550 erwähnt: 1/2 Tagwerk Wiesen beim Mühlrangen, dem Hirten zur Nutzung überlassen; bei 19 Morgen Holzmark, am Gödelsberg gegen Weickershof. Hutrechte hatte Volkersdorf besonders in der Flur von Sachsen, wie dort bereits berichtet wurde; ferner jenseits der Rezat mit Rutzendorf und Lichtenau auf dem dortigen langen Wasen und weiter gegen den Weickersbach, dann am Bach hinauf bis zum Weiher, auf dem Kesselwasen und auf dem breiten Wasen, über die Krottenbürg hinüber in der Richtung auf Boxbrunn bis zur „Püttenklingen“ und zum Lichtenauer Gemeinholz, von da herab zur Rezat. Wegen der Hutrechte gab es manche Auseinandersetzung, wie mit Sachsen, so auch mit Rutzendorf (z. B. im Jahre 1703).


Rutzendorf (siehe S. 24)

 Um das Jahr 1517 zählte man in Rutzendorf elf Höfe und Güter, von denen einer als „Handroß“ (Nebengut) mit einem anderen Hof zusammen bewirtschaftet wurde. Miteingeschlossen unter| die elf Anwesen war die Rutzenmühle und die Wirtschaft. Daneben gab es noch ein Hirtenhaus. In diesem Umfang ist die Dorfschaft geblieben bis in die Gegenwart herein. Es wurde nur im Jahre 1619 ein zweites Hirtenhaus an das erste angebaut und gleichzeitig einem wohl ins Abwesen gekommenen Ortsbürger, namens Lorenz Warter, gestattet, auf gemeindlichem Boden ein kleines Haus zu errichten, das dann in der Folgezeit als „Leerhaus“, d. i. als Haus ohne Grundbesitz, erscheint (Hs.–Nr. 5). Mitunter wurde ein Hof geteilt, aber dann später doch wieder zusammengenommen oder sonstwie verändert, wie die Hs.–Nr. 11 und 12, 16 und 17. Nur ein Hof wurde ganz aufgelassen (Nr. 15). Der Güterbestand der einzelnen Höfe unterlag freilich durch Käufe und Verkäufe vielfach großen Veränderungen, wie sich aus den alten, noch vorhandenen Grundstücksverzeichnissen deutlich ersehen läßt.

 In einer Dorfbeschreibung von 1550 heißt es: Die Gemeinde wählt jährlich um Martini zwei Bürgermeister, die vom Pfleger zu Lichtenau verpflichtet werden. Der Hirte hat zur Nutznießung drei Viertel Wiesmat hinter seinem Haus an der Rezat, dann ein Viertel Wiese am Altbach, die Ochsenwiese genannt, und zwei Wiesflecke „ober der Brücke“. Die Gemeinde besitzt weiter einen Wasen bei der Brücke gegen Lichtenau, den Innerbruckwasen genannt, dann den Bruckacker und einen Morgen Acker am Geislohe, weiter acht Morgen Gemeinholz gegen Ratzenwinden am Bruckacker und bei der „Flachsrösten“ gegen den Weickershof. Hutrecht hat Rutzendorf zum Teil gemeinsam mit Sachsen und Volkersdorf (siehe bei diesen Orten), dann „auf dem See (Egelsee) gegen Ratzenwinden über den Fraischstein“. Grund und Boden gehört dort am Egelsee den Orten Rutzendorf und Steinbach-Alberndorf gemeinsam, und beide sind dort zugleich mit Ratzenwinden zu hüten berechtigt. Weiter hat Rutzendorf das alleinige Hutrecht hinauf bis an den Ratzenwinder Grund, an das Lotterholz und an das Huff (nahe bei Steinhof), an den Strüthof und an den Weickershof, dort allerdings gemeinsam mit dem Strüthof. Dann auf dem wilden Wasen zwischen den Pfarräckern und den Feldern des Strüthofs und des Weickershofs, hier zugleich mit Weickershof und Oberrammersdorf. Endlich mit Steinbach und Alberndorf zusammen auf den oberen Wiesen an der Rezat bis zum unteren Büchenwasen, und jenseits der Rezat auf den Wiesen bis zum Einfluß des Büchenbaches. Der „Lindenwasen“, der „hinauf an dem markgräflichen Gut“ liegt, also aufwärts von Hs.–Nr. 19 (jetzt Reim), gehört allein der Gemeinde Rutzendorf, die dort auch einen Egarten (brachliegendes Land) und einen halben Morgen Holz besitzt.

 Um 1810 hören wir von 19 Feuerstellen mit Einschluß der Hirten- und Hofhäuser, entsprechend der noch heute gültigen Hausnummernzahl.| 1808 wurden 106 Seelen gezählt; nach der letzten Volkszählung sind es nur noch 82 Bewohner. Der Gemeinde standen um 1550 und später stets zwei Bürgermeister vor (siehe Gemeindeordnungen). Sämtliche Anwesen standen unter der Grundherrschaft der Stadt Nürnberg; nur der Hof Nr. 19 (jetzt Reim) gehörte zum Hofkastenamt Ansbach.

 Bei Rutzendorf führt eine Brücke über die Rezat, die schon bei der Darstellung der Verkehrsverhältnisse erwähnt wurde. Der Hauptteil der langen Brücke muß schon frühzeitig aus Stein gemauert worden sein; dagegen war der nördliche Teil, der nur als Flutbrücke für das Hochwasser diente, offenbar immer aus Holz, wozu z. B. 1592 das Pflegamt Lichtenau sechs Lagerhölzer aus seinen Waldungen bewilligte mit der Weisung, das noch fehlende Holz aus dem eigenen Wald zu entnehmen. 1732 wird uns von vier gemauerten Gewölben berichtet, die damals sehr schadhaft geworden waren, was auf ein hohes Alter schließen läßt. Daneben werden noch „zwei steinerne Wände, worüber Lager von Holz gelegt sind“, erwähnt. Die Brücke wurde damals offenbar nur ausgebessert, wohl hauptsächlich auf Kosten der Gemeinde; denn 1748 wird die Gemeindekasse als sehr geschwächt bezeichnet infolge der hohen Kosten bei der Reparatur der Brücke. Doch war die Ausbesserung ungenügend, denn 1756 mußte ein richtiger „Bau“ nachfolgen, diesmal auf öffentliche Kosten, wobei die beteiligten Gemeinden Frondienste zu leisten hatten. Dieser Bau steht noch heute. Im Jahre 1800 wurde die Frage erörtert, ob man nicht auch den hölzernen Brückenteil durch einen steinernen Bogen ersetzen sollte; aber man ließ es bei dem Holzbau. Dieser ist erst in neuerer Zeit durch eine Eisenlagerung ersetzt worden.

 Erwähnt sei noch, daß sich das Dorf 1929/30 eine eigene Wasserleitung mit Hochwasserbehälter baute.


Neukirchen (siehe S. 25)

 In und nach der Reformationszeit ist immer von 10 Höfen und Gütern die Rede, die im Dorfe bestanden. Dabei ist es jahrhundertelang geblieben. Nur daß daneben noch ein Hirtenhaus wie überall vorhanden war. Erst um 1724 kam das Haus Nr. 12 hinzu und 1729 das Haus Nr. 6, beide auf gemeindlichem Boden errichtet und beide ohne Grundbesitz. In neuerer Zeit, um 1863, wurde noch Nr. 16 gebaut. Eine Zeitlang waren im vorigen Jahrhundert die beiden Höfe Nr. 3 und 4 in der Hand der Familie Käpplinger vereinigt, während umgekehrt die Höfe Nr. 7 und 8 geteilt wurden (in 7a und 7b bzw. in 8a und 8b). Um 1808 werden 13 Feuerstellen aufgeführt mit 15 Familien (einschließlich Altsitzer) und 89 Seelen. Nach der letzten Volkszählung hat Neukirchen 90 Einwohner.

|  Die Dorfherrschaft stand den Herren von Vestenberg zu, später denen von Eyb auf Vestenberg, seit 1724 den Markgrafen. Im Dorfe waltete ein Bürgermeister und in späterer Zeit auch ein Schulze. Eine Gemeindeordnung war einst vorhanden, verbrannte aber 1692, als das Haus des damaligen Bürgermeisters Ellinger in Flammen aufging. Über die beiden Kirchweihen ist schon auf S. 75 das Nähere gesagt worden; ebenso auf S. 303 Genaueres über die Ausübung des Kirchweihschutzes. Eine „Bierschenke“ kommt erst 1738 vor ohne Angabe auf welchem Hause. Biel später befand sich eine Wirtschaft auf Hs.–Nr. 12, gegenwärtig auf Hs.–Nr. 2.

 In den Jahren 1768/69 wurde die große Staatsstraße gebaut, die nahe bei Neukirchen vorüberführt. Hierzu mußte vor allem Hs.–Nr. 8 eine größere Fläche von 13/4 Morgen abtreten.

 An Gemeindenutzungen werden um 1748 erwähnt: Ein Wasen bis an die Külbinger Grenze, ein Wasen unten zum Dorf hinaus bis an das kleine Weiherlein, 1/2 Morgen Acker und ein Weiherlein bei der Hirtenwiese, 1/2 Tagwerk Wiese am Dorf bei der Ochsenwiese, die Ochsenwiese selbst mit 1/2 Tagwerk. – Ehedem gab es noch einen Weiher bei Neukirchen in der Richtung gegen Milmersdorf, der ursprünglich dem Gumbertusstift zu Ansbach gehörte. 1573 kaufte ihn Veit Asmus von Eyb zu Vestenberg und wandelte ihn in Wiesen um. Er war 5 Tagwerk groß.

 Grundherrschaften waren mehrere in Neukirchen berechtigt: Die Pfarrei Immeldorf über drei Höfen, das Stiftsamt St. Gumbertus über zwei Anwesen, wovon eines zur Pfarrei Sachsen handlohnpflichtig war, das Almosenamt Nürnberg über zwei, die Herren von Zeltner in Nürnberg über zwei, die Herrschaft Vestenberg über zwei (neuere Bauten), das Kloster Heilsbronn über ein Haus.


Hirschbronn (siehe S. 26)

 Um das Jahr 1550 setzte sich das Dorf Hirschbronn aus 11 Höfen und Gütern zusammen. So war der Stand offenbar schon seit längerer Zeit und blieb es auch Jahrhunderte hindurch. Erst 1757 trat eine Teilung des großen Hofes am oberen Ende des Dorfes ein in die beiden jetzigen Höfe Hs.–Nr. 11 und 12. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde dann ein kleines Gut Nr. 81/2 vom Hauptgut Nr. 8 abgezweigt. Etwas früher scheint das Hofhaus zu Hs.–Nr. 2 verkauft und zu einem selbständigen Anwesen gemacht worden zu sein (jetzt Hs.–Nr. 15). Das ehemalige Wildmeisterhaus (Nr. 14) war 1589 von der markgräflichen Regierung erbaut worden und ging anfangs des vorigen Jahrhunderts in Privatbesitz über. Ein Neubau aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts ist weiter das Haus| Nr. 16. Eine Zeitlang bestand auch das „Klingenhaus“, ein jedenfalls ganz kleines Wohngebäude ohne Grund und Boden im Klingengrund; es ist nach 1796 verschwunden. Zum Dorf gehört noch ein Bahnwärterhaus.

 Um 1808 sind in Hirschbronn 14 Feuerstellen mit 18 Familien, einschließlich der Altsitzer, und mit 114 Seelen verzeichnet. Die neueste Volkszählung ergab 107 Bewohner.

 Die Gemeindeherrschaft führte der Markgraf. An der Spitze des Dorfes stand ein Bürgermeister. Kirchweihschutz war nicht nötig, da keine besondere Kirchweihfeier gehalten wurde. Es gab lange fort auch kein Wirtshaus. 1736 wird zum erstenmal eine „Bierschenke“ erwähnt ohne Angabe des Hauses. Später wurde im Haus Nr. 5 eine Wirtschaft eröffnet um 1850; sie ging hernach auf Nr. 14 über. Über die Wildmeisterei siehe S. 261.

 Die Gemeinde besaß um 1748 folgende Grundstücke: Einen Wasen hinterm Weiher am Weg nach Ansbach, 1/2 Tagwerk Weiher, 1/2 Tagwerk Wiese für den Hirten, bei 15 Morgen Holz am Steinbacher Buck.

 Folgende Grundherrschaften waren zuständig: Das Hofkastenamt Ansbach für drei Höfe, das Gumbertusstift für drei, Kloster Heilsbronn für drei, später infolge Teilung vier Höfe, die Herren von Haller in Nürnberg für ein, die Stadt Ansbach ebenfalls für ein Gut.


Alberndorf (siehe S. 27)

 Alberndorf und Steinbach gehörten von alters her stets zusammen. In den alten Salbüchern werden beide regelmäßig als eine Dorfschaft behandelt und die einzelnen Höfe oft willkürlich durcheinander geworfen, so daß es nicht immer möglich ist, die Höfe diesseits und jenseits der Rezat zu unterscheiden. Immerhin sind die beiden Orte durch die Talsohle voneinander getrennt, tragen auch verschiedene Namen, so daß sie hier doch getrennt aufgeführt werden müssen.

 Am Ausgang des Mittelalters standen in Alberndorf acht Güter und Höfe, die so bis in die neuere Zeit herein bestehen blieben, wenn auch mit einigen Veränderungen innerhalb der Anwesen. Der größte Hof blieb stets derjenige, den wir früher als den ältesten bezeichnen mußten, der „Herrenhof“, der die beiden jetzigen Höfe Nr. 1 und 12 in sich vereinigte. Kleine Güter waren immer die Hs.–Nr. 3 und 4, die nach dem Dreißigjährigen Kriege sogar eine Zeitlang miteinander verbunden waren. Auch Hs.–Nr. 7 galt nur als ein Viertelshof. Hs.–Nr. 8 ist erst 1684 vom Hof Nr. 9 abgezweigt worden und war ehedem Hofhaus zu letzterem. Der Herrenhof wurde 1725 geteilt, die Schmiede 1754 errichtet. Hs.–Nr. 11 ist ein Neubau aus jüngster| Zeit. Die beiden Hirtenhäuser, an denen Alberndorf Anteil hatte, befanden sich in Steinbach. Zugehörig zum Dorf ist ein Bahnwärterhaus.

 Sämtliche Höfe und Güter hatten als Grundherren den Markgrafen von Ansbach, zu dessen Hofkastenamt sie gült– und zinspflichtig waren. Nur das Wirtshaus hatte zum Gumbertusstift (Stiftsamt) seine Schuldigkeit zu entrichten. Auf dem Wirtshaus ruhte eine alte Brauereigerechtigkeit, auch war dort längere Zeit eine Schmiede und eine Bäckerei in Betrieb. Die Schmiede wurde 1754 auf das neugebaute Haus Nr. 2 übertragen und ist seitdem dort verblieben; die Bäckerei wurde 1765 auf Nr. 3 eingerichtet, dann 1883 auf Hs.–Nr. 5 übertragen, wo sie später einging. Eine Brauerei befand sich in ältester Zeit auch auf Hs.–Nr. 1, doch ist davon nichts weiter bekannt. 1742 richtete die markgräfliche Regierung nach dem Bau der Straße durch das Rezattal in Alberndorf eine Zollstätte ein, die zuerst von dem Hause Nr. 3, dann von der Schmiede aus versehen und nach 1806 wieder eingezogen wurde.

 Die Gemeindeherrschaft und der Kirchweihschutz standen dem Markgrafen zu; die Kirchweih selbst wurde am gleichen Tage wie in Sachsen gefeiert. Zwei Bürgermeister führten das Dorfregiment für Alberndorf und Steinbach gemeinsam; vermutlich wurde der eine Bürgermeister stets aus Steinbach gewählt. In späterer Zeit kommt noch ein markgräflicher Schulz (Schultheiß) vor. Eine geschriebene Dorfordnung war nicht vorhanden.

 Gemeinsam mit Steinbach besaß Alberndorf um 1748 folgende Gemeindegrundstücke: Einen großen Wasen bei der Büchenmühle, ebenso einen großen Wasen gegen Hirschbronn, einen Wasen in der Feuchtlach, einen großen Wasen bei der Silbermühle, 3/4 Morgen Feld unterhalb der Aumühl an der Hundsleiten (ehedem ein Wasen), 30 Morgen Holz, davon die Hälfte den Hirschbronnern zustand, 1/4 Tagwerk Wiese am Weiher, 1 Tagwerk Wiese an der Höll (Hall), die als Hirtenwiese diente, 1/2 Tagwerk Ochsenwiese an der Au. Der Wasen in der Feuchtlach war vordem ein Gemeinholz.

 Um 1748 werden neun Untertanen erwähnt, drei Höfe, fünf Güter und das Wirtshaus. Um 1808 werden gemeinsam mit Steinbach 25 Feuerstellen mit 32 Familien (Altsitzer eingeschlossen) und 173 Seelen gezählt. Nach der letzten Volkszählung hatte Alberndorf allein 62 Seelen, Steinbach 94, zusammen also 156.


Steinbach (siehe S. 27)

 Für Steinbach gilt mehrfach das bereits zu Alberndorf Gesagte. 1748 werden dort drei Mühlen benannt mit Einschluß der Büchenmühle, dann zwei Höfe, ein Halbhof, ein Wirtshaus| und drei Güter. Außerdem befanden sich dort noch zwei „Leerhäuser“ (Häuser ohne Grundbesitz) und zwei Hirtenhäuser. Diesen Umfang wird das Dorf schon seit langer Zeit gehabt haben, nur die beiden Leerhäuser sind jüngeren Ursprungs. Erst in neuerer Zeit wurden gebaut: Hs.–Nr. 161/2 (1876), 27 (um 1878), 28 (1906). An Stelle des einen Hirtenhauses wurde ein Nebenhaus zur vorderen Mühle errichtet. Der Hof Nr. 24 ist im Jahre 1914 eingegangen; die Grundstücke wurden zur genannten Mühle gezogen, die Scheuer steht noch. Die Hausnummern wurden in Steinbach fortlaufend im Anschluß an die Zählung zu Alberndorf fortgeführt, also von Nr. 13 an weiterfolgend.

 Die hintere Mühle gab 1858 ihren Betrieb auf, da sich bei dem Bau der Eisenbahn mit dem hohen Damm Schwierigkeiten ergaben und der Staat es deshalb vorzog, den Mühlbetrieb mit einer Geldsumme abzulösen. Die vordere Mühle hatte bis 1792 ebenso wie die Büchenmühle die Pflicht, einen markgräflichen Jagdhund zu unterhalten; die Pflicht wurde dann gegen einen jährlichen Zins von 1 fl. abgelöst. Die zum Deutschherrenorden in Eschenbach gehörige Wirtschaft besaß einst Brauereigerechtigkeit.

 Die Kirchweih wurde gleichzeitig mit Alberndorf gefeiert. Da die markgräfliche Regierung die Dorfherrschaft beanspruchte, machte sie auch das Recht des Kirchweihschutzes geltend. Dieses Recht bestritt aber der Deutschherrenorden in Eschenbach als Inhaber des Wirtshauses, weshalb in den Jahren 1777-1781 ein großer Streit entstand, der mit vielen Schriften hin und her ausgefochten wurde.

 Als Grundherrschaften sind folgende zu nennen: Das Gumbertusstift bei fünf Anwesen (samt der Büchenmühle), der Markgraf durch das Hofkastenamt bei vier Häusern mit Einschluß der beiden Leerhäuser, der Deutsche Orden mit zwei Höfen, die Stadt Ansbach mit einem Gut.


Ratzenwinden (siehe S. 29)

 Um das Jahr 1500 gab es in Ratzenwinden acht Höfe und Güter, die bis in die neuere Zeit herein den dauernden Bestand der Dorfschaft bildeten. Daneben werden 1502 und 1577 noch zwei „ungezimmerte Güter“ erwähnt, also ein zweifacher, jedenfalls geringer Grundbesitz ohne eigene Gebäude. Es ist anzunehmen, daß diese mit der Zeit veräußert und von den Bewohnern in Ratzenwinden erworben wurden. Ziemlich früh kommt auch ein „Leerhaus“, also ein Haus ohne Grundbesitz, vor (jetzt Hs.–Nr. 12). Eine Erweiterung erfuhr das Dorf, als 1715 die obere und vier Jahre später die untere| Mühle gebaut wurde. Das Hirtenhaus, das sich auch seit ältester Zeit im Dorfe befand, wurde vor etwa 100 Jahren verkauft und in der Folgezeit zu einem selbständigen Besitztum ausgebaut (Hs.–Nr. 6). Um die gleiche Zeit wurde ein Außenort angelegt, der Steinhof, zu dem 1845 das erste Haus gebaut und späterhin noch drei Häuser hinzugefügt wurden. 1870 wurde der Hof Hs.-Nr. 3 zerschlagen und daraus hernach die beiden Anwesen Nr. 3 und 17 gebildet. Hs.–Nr. 2 wurde 1816 geteilt in 2a und 2b. Nr. 13 wurde um 1862 vom Hofe Nr. 9 abgetrennt, Nr. 16 ist ein Neubau aus dem Jahre 1853, Nr. 20 ein solcher von 1889. Zugehörig zum Dorf ist noch ein Bahnwärtershaus dicht beim Dorfe. 1808 besaß das Dorf 11 Feuerstellen mit 15 Familien (einschließlich Altsitzer) und 81 Seelen. Bei der letzten Volkszählung ergaben sich 119 Einwohner, 98 in Ratzenwinden, 21 in Steinhof.

 Die Gemeindeherrschaft wurde vom Gumbertusstift (Stiftsamt) ausgeübt. Kirchweihschutz war nicht nötig, da Ratzenwinden keine eigene Kirchweih feierte. Der Gemeinde stand wie überall ein Bürgermeister vor. Eine schriftliche Gemeindeordnung war nicht vorhanden. Von einer Bierschenke hören wir erst 1738 ohne Angabe, wo der Ausschank stattfand; später geschah dies im Hause Nr. 5, wieder später auf Nr. 4. Von den beiden Walkmühlen ist schon geredet worden (S. 264).

 Als Gemeindegrundbesitz wird 1748 lediglich ein Wasen bei der Büchenmühle erwähnt. Um 1808 heißt es weiter: Ein Gemeindeholz liegt mit Alberndorf im Streit. über Hutrechte siehe „Rutzendorf“.

 Grundherrschaftliches Recht besaß über alle Anwesen das Gumbertusstift zu Ansbach. Nur über die später entstandenen Bauten, Hs.–Nr. 10, 11 und 12, war das markgräfliche Hofkastenamt zuständig für Gült und Zins.


Oberrammersdorf (siehe S. 29)

 An der Zahl von acht Höfen und Gütern, die seit alter Zeit in Oberrammersdorf entstanden waren, hat sich bis zur Gegenwart nur wenig geändert. Neu entstanden ist die Schmiede, die um das Jahr 1784 eingerichtet wurde, vermutlich in einem zu Hs.–Nr. 8 gehörigen Nebengebäude; dann das jetzige Wirtshaus, das wahrscheinlich vom Hof Nr. 11 abgezweigt wurde; endlich Hs.–Nr. 14, das 1845 auf Gemeindegrund erbaut wurde. Der große Hof Hs.–Nr. 12/13 (jetzt Heubeck) war eine Zeitlang, etwa von 1768 bis um 1813, unter zwei Familien geteilt, wurde aber dann wieder zusammengenommen.| Für kurze Zeit, vermutlich 1683–1722, scheinen die beiden Anwesen Nr. 1 und 4 vereinigt gewesen zu sein. Das alte Hirtenhaus wurde 1899 zur Aufbewahrung von Feuerlöschgeräten umgebaut.

 Das Gumbertusstift (Stiftsamt) in Ansbach übte die Gemeindeherrschaft aus. Der Dorfschaft stand ein Bürgermeister vor, der wie überall von der Gemeinde gewählt wurde. Ein Kirchweihschutz war nicht nötig, da eine besondere Feier nicht üblich war. Eine eigentliche schriftliche Gemeindeordnung fehlte; doch hat das Stiftsamt 1569 verschiedene Anordnungen erlassen, nachdem sich Streitigkeiten im Dorf ergeben hatten (siehe S. 308). Um 1808 gab es im Dorf 13 Feuerstellen mit 18 Familien (einschließlich Altsitzer) und 86 Seelen. Nach der letzten Volkszählung waren es nur noch 66 Einwohner.

 Der Ort besaß größere Gemeindenutzungen, von denen um 1748 aufgezählt werden: Um das ganze Dorf herum ein Wasen; mit den Zandtern zusammen etwa 50 Morgen Wald, weiter im Alleinbesitz vier Morgen Holz im Keferloh am Weg nach Ratzenwinden; ein Tagwerk Wiese (Ochsenwiese) am Weg nach Sommersdorf, zwei Flecklein Hirtenwiese an den Trieb stoßend. Um 1808 heißt es: 24 Morgen Hutplätze, 10 Morgen Gemeindewald meist aus Gebüsch bestehend, 8 Weiher; weiter „23 Morgen sind Steinbruch zum Chausseebau“ (Bau der Staatsstraße von Ansbach nach Gunzenhausen). Beigefügt war die Bemerkung, daß die Gemeinde die Verteilung der Hutungen und des Gebüsches unter die Bewohner wünsche. Das ist später wie überall geschehen.

 Was die Weiher betrifft, so stammen diese wohl zum Teil vom Gumbertusstift. Dieses besaß um 1650 bei Oberramersdorf zwei Weiher, einen zu drei Tagwerk und einen zu einem Tagwerk. Das Stift hatte auch in der Richtung gegen den Weickershof und Strüthof 25 Morgen Holz, das den Namen „Pfaffenstruth“, d. i. Struthwald der Pfaffen (Chorherren), führte.

 Sämtliche Anwesen waren vordem zur Grundherrschaft des Gumbertusstiftes zins- und gültpflichtig; nur der Hof Hs.–Nr. 10 gehörte den Freiherren v. Stromer in Nürnberg.


Unterrottmannsdorf (siehe S. 31)

 Um 1550 zählten zur Dorfschaft elf Höfe und Güter, dazu die Weidenmühle und ein Hirtenhaus. Das war jahrhundertelang der Bestand der Gemeinde. 1613 kam dann die Schmiede hinzu, die auf gemeindlichem Boden erbaut wurde, aber keinen Grundbesitz hatte. Für die Erlaubnis zum Bau mußte der Schmied jährlich| 11/4 fl. (damals etwa 20 RM an Wert) an die Gemeinde abgeben. 1778 wurde der alte Schwabsche Hof (jetzt Wirtshaus) geteilt, um die Mitte des vorigen Jahrhunderts jedoch wieder vereinigt; er trägt darum die beiden Hs.–Nrn. 8 und 9. Die jetzigen Anwesen Nr. 16 und 17 bildeten einst einen großen Hof, der aber im Anfang des verflossenen Jahrhunderts geteilt wurde. 1870 wurde der Schiefersche Hof Hs.–Nr. 5 zerschlagen und die Grundstücke zum Teil verkauft; aus dem Rest gingen zwei kleinere Güter hervor, das eine auf dem alten Haus Nr. 5, das andere auf dem zugehörigen Hofhaus, das die Nummer 20 erhielt. Ganz neu gebaut wurden die Häuser Nr. 21 im Jahre 1869, Nr. 22 im Jahre 1881 und Nr. 23 im Jahre 1900. Um 1808 gab es mit Einschluß der Weidenmühle 18 Feuerstellen (die Hofhäuser mit inbegriffen) mit 18 Familien und 92 Seelen. Bei der letzten Zählung ergaben sich 100 Bewohner.

 Die Dorfherrschaft war strittig. Die Stadt Nürnberg nahm sie durch das Pflegamt Lichtenau für sich in Anspruch, stieß aber auf den Widerspruch der Einwohner, besonders der zum Deutschherrenorden in Eschenbach gehörigen; auch das Stiftsamt in Ansbach und durch dieses der Markgraf machten Ansprüche. Vielleicht trug dieser Umstand die Schuld daran, daß es früher viel Streit und Zwist in der Gemeinde gab; besonders wird oft von bösen Auseinandersetzungen wegen des Bewässerns der Wiesen berichtet, wobei es sogar zu Schlägereien kam. Von einer Wirtschaft im Dorfe hören wir erst aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

 Als Gemeinnutzungen werden 1748 hervorgehoben: Ein Wasen bei der Schmiede, ein Wasen am Weg nach Oberrammersdorf, ein Wasen am Weg nach Gotzendorf, ein großer Morgen Weiher und Fischwasser, 1/2 Tagwerk Hirtenwiese zwischen Weidenmühle und Gotzenmühle. Um 1808 werden sieben Morgen Hutplatz und sieben Morgen Wald erwähnt. Ein Hutstreit entspann sich 1698 mit Oberrammersdorf.

 Folgende Grundherrschaften waren im Dorf mit Zins und Gült berechtigt: Das Gumbertusstift bei vier Anwesen, der Deutschherrenorden von Eschenbach bei vier, die Freiherren von Förster bei drei, das markgräfliche Kastenamt zu Ansbach bei einem, das nürnbergische Amt Lichtenau bei einem Haus.


Zandt (siehe S. 31)

 Von alters her gehörten zur Dorfschaft 14 Höfe und Güter mit Einschluß der Zandtmühle. Ferner waren zwei Hirtenhäuser vorhanden. Die beiden Anwesen Nr. 13 und 14 stellten früher einen| Hof dar, der erst 1750 geteilt wurde; jetzt befinden sich (seit 1928) beide Häuser wieder in einer Hand. Hs.–Nr. 16 wurde erst 1757 von dem Haupthof Nr. 15 abgetrennt, stand nach 1848 längere Zeit leer und wurde dann abgebrochen. Das Ochsenhirtenhaus ging nach 1757 in Privatbesitz über. Erst im vorigen Jahrhundert setzten Neubauten ein; noch vor 1829 wurde das Haus Nr. 20 erbaut, 1829 Nr. 21, 1833 Nr. 22 (das Schulhaus), 1849 Nr. 23, 1867 Nr. 24 und 25, 1869 Nr. 26, 1921 Nr. 27. – Um 1808 gab es im Dorf 19 Feuerstellen, einschließlich der Hofhäuser, mit 23 Familien, im ganzen 107 Seelen. Bei der letzten Volkszählung waren es 120 Einwohner.

 Das Nürnberger Pflegamt Lichtenau übte die Gemeindeherrschaft und darum auch den Kirchweihschutz aus. Der Einspruch des Markgrafen wurde um 1560 vom Reichskammergericht abgewiesen. Die Kirchweih wurde wie in Sachsen gefeiert. Dem Dorfe stand ein gewählter Bürgermeister vor; eine schriftlich niedergelegte Dorfordnung war nicht vorhanden. Im Ort befand sich seit längerem eine Wirtschaft mit Erbschankrecht. – Strittig war die höhere Gerichtsbarkeit, die Fraisch. Nürnberg nahm sie, wohl mit Recht, in Anspruch, während der Markgraf sie wiederholt mit Gewalt in seine Hände zu bringen suchte.

 Nach einem Bericht von 1748 besaß das Dorf an Gemeindenutzungen: Einen an den Rosenberg stoßenden Wasen, Kalchlaich genannt, einen Wasen am Weg nach Lichtenau; 50 Morgen Holz, das Ossig am Weg nach Oberbach, gemeinsam mit Oberrammersdorf; 2 Morgen Holz am Rosenberg, bei 2 Morgen Weiher, bei 1/4 Tagwerk Hirtenwiese und 2 Tagwerk Ochsenwiese am Schwemmweiher. „Die Ochsenwiese genießt, wer den Ochsen (Gemeindestier) hält, eine Pflicht, die in den Höfen reihum geht.“ – 1773 kaufte die Gemeinde die Lichtenauischen Erbzinshölzer im Rosenberg; 1779 hatte sie einen Streit mit Oberrammersdorf wegen der Holznutzung im Ossig. – Im Jahre 1808 werden als Gemeinbesitz aufgeführt: 8 Weiher, 16 Morgen Hutplatz, 32 Morgen Wald. Beigefügt ist, daß es in der Gemeinde immer „Teilungsstreitigkeiten“ gebe; offenbar wollten die einen das Gemeindeland aufteilen, wie es um jene Zeit fast überall geschah, während die anderen sich ablehnend verhielten. Das Hutrecht erstreckte sich anscheinend nur auf die Flurmarkung.

 An Grundherrschaften waren einst zu verzeichnen: Das Almosenamt Nürnberg über 6 Höfe und Güter, das Vogteiamt Merkendorf für den Markgrafen über 4, das Hofkastenamt Ansbach für das Kloster Heilsbronn über 1, die Pfarrei Immeldorf über 1, die Freiherren v. Förster über 1 Anwesen.


| 4. Verzeichnis der Höfe und Häuser mit ihren Besitzern

Vorbemerkung

 Ein Verzeichnis der Häuser in den zur Pfarrei Sachsen gehörigen Ortschaften herzustellen war nicht schwer, da hierzu die Reihenfolge der zur Zeit geltenden Hausnummern benützt werden konnte. Schwierig gestaltete sich jedoch die Feststellung der Besitzer dieser Häuser in vergangener Zeit. Sehr viel Aufschluß boten dazu die Kirchenbücher. Hier muß vor allem des verstorbenen Pfarrers Buchrucker gedacht werden, der mit unermüdlichem Fleiße die Kirchenbücher ausgezogen und eingehende Familienregister angelegt hat, aus denen für das vorliegende Buch außerordentlich viel zu entnehmen war. Aber schon Pfarrer Buchrucker vermochte vielfach nicht festzustellen, in welchem Hause diese oder jene Familie einst gewohnt hat. Die Freizügigkeit war auch schon in der Vergangenheit sehr stark, besonders bei Kleingütlern, Handwerkern und einfachen Arbeitern. Es wurden auch damals die Häuser oft gewechselt, verkauft und vertauscht. Manchmal wohnten zwei Familien in einem Hause, oder es wurde das eine Haus geteilt und vielleicht später wieder vereinigt. Der gleiche Familienname kommt in manchem Dorfe zwei- und mehrfach vor und es ist nicht immer ersichtlich, wo gerade die eine oder die andere Familie wohnte. Eine Numerierung der Häuser gab es vor 1806 überhaupt nicht, und auch nach der Einführung der Hausnummern wurden sie nicht immer im Kirchenbuch vermerkt.

 Die Kirchenbücher reichen zudem nur bis 1680 zurück und sind auch von da an nicht immer ganz lückenlos. Für die Zeit vor 1680 mußten andere Quellen aufgesucht werden, wie sie besonders im Staatsarchiv in Nürnberg aufbewahrt werden. Da kamen vor allem die „Salbücher“ in Betracht, d. h. die alten Aufzeichnungen der Grundherrschaften über ihre Einkünfte von den ihnen zinspflichtigen Höfen und Gütern. Aber auch diese Salbücher geben nur teilweisen Ausschluß, da sie nicht mehr alle vorhanden sind und aus den vorhandenen nur schwer die betreffenden Anwesen zu erkennen sind. Es werden zwar sehr viele Namen von Haus- und Hofbesitzern angeführt, aber die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Haus oder Hof konnte nicht so leicht festgestellt werden. Nur bei Mühlen, auch Wirtschaften mit Erbrecht, war dies ohne Schwierigkeit möglich. So mußte die Nachforschung in den alten Salbüchern wie auch in anderen Urkunden und Akten vielfach ergebnislos bleiben.

 In dem Verzeichnis wurde, wenn irgend möglich, das Jahr angegeben, in welchem der Betreffende in das Eigentum des Hofes oder Hauses eintrat. Auch das war nicht immer genau zu bestimmen. In der| Regel wurde das Heiratsjahr als zutreffend angenommen. Nur wo sich aus Salbüchern oder anderen Urkunden eine genauere Jahreszahl ergab, wurde diese eingesetzt. Für die alte Zeit will die Angabe des Jahres überhaupt nur bedeuten, daß um diese Zeit der betreffende Mann auf dem Hause saß, ohne daß man sagen kann, wie lange vorher oder nachher dies der Fall war. Bei Neubauten war das Jahr des Hausbaues nicht immer genau zu ermitteln. Ebenso konnte nicht immer angegeben werden, woher ein Neubesitzer kam, oder auch wohin Abgehende verzogen.

 Wenn im nachstehenden Verzeichnis in der Reihe der Haus- und Hofbesitzer der gleiche Familienname auf den Vorbesitzer folgt, so ist es immer der Sohn, der den Vater beerbt hat. Ist es nicht der Sohn, sondern ein Verwandter, so wird das immer angegeben. Ebenso wird es stets verzeichnet, wenn ein Schwiegersohn in das Anwesen eingetreten ist oder wenn die Witwe des Verstorbenen wieder geheiratet hat. Leider konnte die Reihe der ehemaligen Haus- und Hofbesitzer nicht überall gleichmäßig weit zurückgeführt werden, da die alten Urkunden vielfach versagten. Besonders wo öfters ein Besitzwechsel erfolgte, wie in Sachsen, teilweise auch anderwärts, war eine Feststellung der früheren Besitzer oft unmöglich.

 Die beigesetzten Berufsbezeichnungen müssen richtig verstanden werden. „Bauer“ und „Halbbauer“ besagten in alter Zeit etwas ganz anderes als in späteren Jahrhunderten und in der Gegenwart, wie schon in dem Abschnitt „Landwirtschaft“ ausgeführt wurde. „Bauer“ bedeutete damals den Großbauern, und ein „Halbbauer“ war immer noch der Inhaber eines größeren Hofes. Ein mittlerer oder kleinerer Hof hieß ein „Gut“ und der Besitzer ein „Gütler“. Später allerdings wurden auch diese Gütler meist Bauern genannt und nur der kleine Grundbesitz behielt den Gütler-Namen, wofür auch manchmal die Benennung „Köbler“ oder „Söldner“ gebraucht wurde. Häuser ohne Grundbesitz galten als „Leerhäuser“, auch wenn sie bewohnt waren. – Berufe wie „Webermeister, Metzger, Wirte“ sind stets nur als Nebenberufe anzusehen; Hauptberuf war dabei immer die Landwirtschaft. Erst in neuerer Zeit haben sich selbständige Berufe, wie Maurer, Zimmerleute, Steinbrecher und andere, herausgebildet. – Bei den derzeitigen Haus- und Hofbesitzern ist der Ausdruck „Bauer“ stets dem Gesetz entsprechend im Sinne eines Erbhofbesitzers gebraucht; die übrigen Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebes werden nach Vorschrift als „Landwirte“ bezeichnet.

 In dem folgenden Verzeichnis wird man viele Namen finden, die es heute nicht mehr in der Pfarrei gibt, wie die Messerer, Reiß, Himmerseher, Madinger, Pauckner, Augendobler und andere. Dabei ist jedoch nicht zu übersehen, daß deren Blut meist doch noch im heutigen Geschlecht fortlebt, wenn auch nicht mehr in der männlichen, so doch in der weiblichen Linie.

|  Die im Verzeichnis am Rande vorgesetzte Ziffer bedeutet stets die heute gültige Hausnummer in dem betreffenden Dorfe.

 Für die Berichtigung etwaiger Irrtümer oder für Ergänzungen des Verzeichnisses wäre der Verfasser sehr dankbar. Mitteilungen wollen an ihn (Ansbach, Am Mühlbach 30) oder an das Pfarramt Sachsen (Post Lichtenau über Ansbach) gemacht werden.


Sachsen

 Sämtliche ältere Anwesen mit Einschluß des Pfarrhofes gehörten zur Grundherrschaft des „Reichen Almosens“ in Nürnberg und hatten an das dortige Almosenamt Zins, Gült und sonstige Abgaben zu entrichten.

01. 1759 Geyer Johann aus Hs.–Nr. 13, Metzger (Bruder Joh. Leonhard auf Hs.–Nr. 13, Bruder Joh. Leonh. in Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 14).

1792 Geyer Johann Leonhard, Metzgermeister.
1825 Reinlasöder Johann Leonhard, Schwiegersohn Geyers, Metzgermeister, Bürgermeister.
1867 Reif Martin von Ansbach, Taglöhner.
1876 Wörlein Georg Michael aus Neuendettelsau, Schwiegersohn.
1894 Seitz Georg, Bahnarbeiter.
1898 Schuh Friedrich.
1906 Stürzenhofecker Johann Georg, Schmied.
1920 Völklein Matthias, Arbeiter.

02. u. 3. Bildeten ehedem nur ein Anwesen, wie es auch heute der Fall ist.

1749 Krebs Johann Leonhard aus Alberndorf, Schneidermeister.
1789 Krebs Johann Georg, Schneidermeister (Bruder Georg Leonhard auf Hs.–Nr. 9).
1825 Kellermeier Johann Balthasar, Gütler. War zuvor in Boxbrunn und Triesdorf.
1839 Kellermeier Johann.
1861 Meyer Georg Michael aus Neuendettelsau, Schwiegersohn, Zimmermeister.
1897 Vogelhuber Georg Konrad, Maurer und Büttner. Kam von Hs.–Nr. 42.
1935 Vogelhuber Konrad, Maurer und Landwirt.

04. War von alters her die Schmiede. Als Altbesitzer werden erwähnt: Bertl Martin um 1517, Berchthold Fritz um 1590, beide Schmiede.

1690 Jordan Johann, Schmiedmeister.
1715 Haller Lorenz, Schmiedmeister; heiratete die Witwe Jordans.
1754 Hochrattel Johann Paul aus Gebersdorf, Schmiedmeister; heiratete die Stiestochter Hallers aus 2. Ehe.
1805 Hochrattel Alexander, Schmiedmeister.
1848 Hochrattel Johann Paul, Schmiedmeister.|
1867 Moritz Georg Albrecht aus Cronheim, Schmiedmeister. Zog nach Alesheim.
1880 Bauer Johann Christian aus Ehingen, Schmiedmeister.
1919 Bauer Georg Christian, Schmiedmeister und Landwirt. Seit 1938 dessen Witwe.

05. 1763 Hager Johann Georg, Schuhmachermeister aus Alberndorf.

1783 Arold Johann Adam, Bauer aus Steinbach Hs.–Nr. 13; heiratete die Witwe Hagers.
1796 Hager Johann, Schneidermeister, Sohn des Joh. Georg Hager.
1825 Hager Johann Friedrich, Schneidermeister.
1869 Hager Georg Andreas, Schneidermeister und Gütler (Bruder Joh. Leonhard auf Hs.–Nr. 20).
1905 Hager Johann Michael, Maurer.
1937 Hager Georg Simon, Schuhmacher und Landwirt.

06. In dem Hause wohnten längere Zeit zwei Familien Mittemeier:

 a) Die eine Familie:

1730 Mittemeier Johann, vermutlich Webermeister.
1758 Mittemeier Georg, Webermeister.
1788 Mittemeier Johann Georg, Weber. Dessen Sohn Johann Georg ließ sich auf Hs.–Nr. 18 nieder.

 b) Die andere Familie:

0?00 Mittemeier Andreas, vermutlich Webermeister.
1750 Mittermeier Johann Simon, Webermeister.
1777 Mittemeier Johann Wolfgang, Webermeister.
1792 Greenmüller Johann Michael aus Königshofen; heiratete die Witwe des Vorgenannten.
1808 Mittemeier Georg Matthias, Webermeister, Sohn des Joh. Wolfgang.
1824 Rossel Georg Paul, Gütler; heiratete die Witwe des vorigen.
1834 Krebs Johann Georg, Wagnermeister. Kam von Hs.–Nr. 10 und zog später wieder dorthin.
0?00 Eigenberg ...
1889 Weger Johann Matthias aus Weidenbach, Spezereihändler.
1938 Ritzenberger Anna, Wagnersehefrau, Tochter des Weger.

07. War vordem das schon 1407 erwähnte Ochsen-Hirtenhaus und gehörte der Gemeinde. An seiner Stelle wurde 1879 das Feuerwehrhaus errichtet.

08. Es ist vermutlich das Haus, von dem um 1628 berichtet wird, daß es als ein „altes, abgebrochenes Zimmer“ gekauft und neu gebaut wurde. Es war zur Stadt Nürnberg durch das Pflegamt Lichtenau zinspflichtig. Als älteste Besitzer werden erwähnt: Hoffmann| Hans, Klett Görg, Geißelsöder Matthes, Meyerhöfer Hans Leonhard, Dill (Diller) Joh. Christoph.
1732 Stützer Johann Paul, Schuhmachermeister aus Steinbach Hs.-Nr. 20 (Sohn des Joh. Georg Stützer).
1779 Stützer Johann Leonhard, Schuhmachermeister (Bruder Georg Friedrich in Rutzendorf Hs.–Nr. 3, dann in Volkersdorf Hs.–Nr. 2).
1807 Stützer Johann Konrad, Schuhmachermeister.
1838 Stützer Georg Michael, Schuhmachermeister.
1886 Stützer Johann Georg aus Volkersdorf, Schwiegersohn des Vorgenannten (Bruder Georg Johann in Volkersdorf Hs.–Nr. 2).
1922 Stumpf Georg Leonhard aus Wolfartswinden, Schwiegersohn, Landwirt.

09. Das Haus wurde erst 1625 errichtet. Der Hafner Gumbrecht Wiedmann begründete darin eine Hafnerei mit einem Brennofen. Als Neubau war das Anwesen zur Stadt Nürnberg (Pflegamt Lichtenau) zinspflichtig. Während des Dreißigjährigen Krieges kamen wechselnde Besitzer: Vesper Elias, Becher Hans, Fuchs Paul und Neffer Elias.

1650 Fischer Johann aus Cham (Oberpfalz), der sich laut eines in neuerer Zeit im Hause vorgefundenen Ehebriefes mit Maria Salome Holzer aus Nabburg verheiratete.
1682 Fischer Johann, Hafnermeister.
1732 Fischer Johann Christoph, Hafnermeister, auch Heiligenpfleger und Brüdermeister.
1755 Fischer Christoph, Hafnermeister.
1796 Krebs Georg Leonhard, Schneidermeister aus Hs.–Nr. 2, Schwiegersohn (Bruder Joh. Georg in Hs.–Nr. 2).
1811 Lämmermann Johann Matthias aus Rudelsdorf, Wagnermeister, heiratete die Witwe des Krebs.
1827 Krebs Georg Friedrich, Sohn des Georg Leonhard, Gütler.
1874 Krebs Georg Michael, Sohn des Johann Georg Krebs auf Hs.–Nr. 10, Wagnermeister.
1900 Basler Johann Christ. Georg, Bahnarbeiter.
1909 Scheuerlein Georg Michael, Arbeiter und Landwirt; zog von Hs.–Nr. 17 b hierher (Bruder Joh. Simon auf Nr. 45).

10. War ehedem Hofhaus zu Nr. 9 und diente mit als Wohnung für die Familien Fischer und Krebs.

1816 Fischer Georg Friedrich, Sohn des Christoph Fischer auf Hs.–Nr. 9, Gütler.
1825 Krebs Johann Georg, Wagnermeister. Zog 1834 nach Hs.–Nr. 6 und kehrte später wieder auf Nr. 10 zurück.
1905 Flier Eva, Diakonisse in Neuendettelsau.
| 11. 1756 Böhmländer Johann Georg, Zimmermeister.
1808 Böhmländer Georg Michael, Zimmermann.
0?00 Flier Johann Michael, Schuhmachermeister aus Volkersdorf Hs.–Nr. 21.
1871 Flier Johann Peter, Schuhmachermeister.
1908 Flier Johann Michael, Landwirt und Geschäftsinhaber.
1932 Flier Johann Michael, Landwirt und Geschäftsinhaber.

12. 1748 Schwendner Johann Leonhard, Schneidermeist. aus Immeldorf.

1790 Schwendner Georg Michael, Schneidermeister.
1829 Eisner Johann Wilhelm, Gütler und Krämer aus Lichtenau, Schwiegersohn.
1854 Zippold Johann Matthias, Maurer und Steinhauer aus Hirschbronn, Schwiegersohn.
1879 Zippold Johann Heinrich, Schuhmachermeister; zog nach Hs.–Nr. 56.
1884 Stadelmann Johann Simon, aus Großbreitenbronn.
1887 Ferner Georg Leonhard, Bahnarbeiter.
1896 Storch Michael, Steinbrucharbeiter.
1908 Schuh Johann Friedrich, Altwarenhändler. Zog auf Hs.–Nr. 18.
1936 Ferner Johann Peter, Arbeiter; kam von Hs.–Nr. 18 im Tausch mit dem Vorgenannten.

13. 0?00 Geyer Lorenz, aus Hirschbronn Hs.–Nr. 7 (?), Heiligenpfleger.

1724 Geyer Johann Leonhard, Metzgermeister.
1759 Geyer Johann Leonhard, Metzgermeister (Bruder Johann auf Hs.–Nr. 1, ein weiterer Bruder in Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 14).
1800 Geyer Johann Georg, Metzgermeister.
1841 Geyer Johann Leonhard, Metzgermeister.
1866 Geyer Johann Thomas, Metzgermeister.
1895 Geyer Johann Konrad, Metzgermeister.
1925 Geyer Johann, Metzgermeister und Bauer. Verzog auf Hs.–Nr. 27.
1939 Schwab Georg, Bauer aus Neukirchen Hs.–Nr. 8b.

14. 1775 Haßold Elias, vermutlich Webermeister.

1777 Widder Johann Georg, Weber; heiratete die Witwe Haßolds.
1808 Haßold Christoph, Webermeister, Sohn des Elias Haßold.
1835 Haßold Christoph, Weber.
1864 Sturm Johann Jakob aus Rauhenbuch. Zog 1874 nach Steinbach Hs.–Nr. 24.
1876 Stamminger Johann Georg, Weber. Zog aus Hs.–Nr. 17a im Tausch mit dem Nachfolger Steinbauer.
1881 Steinbauer Georg Leonhard, von Hs.–Nr. 17a.
1910 Steinbauer Georg Konrad, Eisenbahnangestellter.
| 15. War einst das Hirtenhaus, gehört der Gemeinde, ist zur Zeit vermietet.

16. 1680 Ziegler Bartholomäus, Weber.

1717 Ziegler Johann Michael. Ihm folgte der Sohn seines Bruders Johann Adam, nämlich
1756 Ziegler Christoph Konrad, Maurer.
1809 Ziegler Johann Georg, Maurer.
1841 Ziegler Georg Friedrich, Schneidermeister.
1874 Ziegler Georg Friedrich, Schneidermeister (Bruder Johann Abraham auf Hs.–Nr. 52).
1908 Ullherr Thomas, Schuhmachermeister. Fiel im Kriege 1917.
1926 Schuler Johann Georg, Schmied, Schwiegersohn.

17. Das Haus wurde wohl erst um das Jahr 1800 gebaut. Die ersten Besitzer sind nicht bekannt. Um 1834 erwarb es Georg Wolfgang Vogelhuber aus Lichtenau für seine Söhne. In der Folge teilte er es in zwei Anwesen, 17a und 17b.

17a. 1839 Vogelhuber Johann Martin, Maurer. Er baute sich 1855 das Haus Nr. 42 und zog dorthin.

1855 Steinbauer Johann Matthias, Taglöhner aus Gösseldorf.
1879 Steinbauer Georg Leonhard. Bezog 1881 das Haus Nr. 14 im Tausch mit Stamminger.
1881 Stamminger Johann Georg, Weber. Kam von Hs.–Nr. 14 her.
1906 Eschenbacher Johann Christoph, Arbeiter, Schwiegersohn.
1936 Ott Johann Christian, Hilfsarbeiter; heiratete eine Verwandte der Frau Eschenbacher.

17b.1834 Vogelhuber Johann Paul, Taglöhner.

1861 Vogelhuber Johann Georg. Zog 1873 nach Lichtenau.
1874 Korbacher Johann Georg, Taglöhner aus Eyb.
1890 Schuh Johann Adam; heiratete die Witwe Korbachers.
1905 Scheuerlein Michael, Arbeiter. Erwarb 1909 das Haus Nr. 9.
1910 Hamberger Johann Georg, Schneidermeister aus Rutzendorf Hs.–Nr. 5.
1938 Meighörner Michael, Schmied, Schwiegersohn.

18. Das Haus wurde wohl auch um das Jahr 1800 erbaut.

1823 Wimmer Johann Konrad, Schreinermeister aus Oberndorf bei Geslau.
1829 Mittemeier Johann Georg, Webermeister aus Hs.–Nr. 6.
1857 Mittemeier Johann Jakob, Webermeister.
1888 Jeßberger Andreas, Gütler und Weber, Schwiegersohn. Verzog 1897 nach Hs.–Nr. 42.
1899 Ferner Johann Peter, Arbeiter aus Hs.–Nr. 39. Zog nach Nr. 12.|
1936 Schuh Johann Friedrich, Altwarenhändler. Kam von Hs.–Nr. 12 im Tausch mit Ferner.
19. 1783 Häberlein Johann Friedrich, Bader und Chirurg aus Weiltingen.
1815 Häberlein Johann Philipp Friedrich, Bader und Chirurg. Zog nach Hs.–Nr. 20.
1832 Leidel Georg Simon, Gütler und Zimmermann aus Zandt.
1849 Leidel Johann Georg, Gütler und Maurer. Zog 1869 nach Ansbach.
 Aus dem Anwesen wurden nun 3 Wohnhäuser gebildet unter entsprechendem Ausbau der Scheune. Es entstanden so die Häuser Nr. 19, 191/2 und 191/3.
 Auf dem Haus Nr. 19 folgten weiter als Besitzer:
1869 Link Johann Michael, Gütler aus Wolfartswinden.
1878 Link Johann Georg, Gütler.
1888 Hagelauer Kaspar Christoph, Bahnarbeiter aus Bertholdsdorf; heiratete die Witwe Links.
1911 Hagelauer Georg Leonhard. Fiel im Kriege 1916.
1919 Brehm Friedrich, Landwirt und Steinbrecher aus Bottenweiler; heiratete die Witwe.
1938 Hagelauer Georg Konrad, Sohn des Georg Leonhard.

191/2. Wohnhaus aus der halben Leidelschen Scheune von Hs.–Nr. 19 gebildet (1869).

1869 Haberstumpf Johann Leonhard, Taglöhner aus Hs.–Nr. 24.
1892 Stettner Georg Michael, Taglöhner aus Hs.–Nr. 35; heiratete die Witwe des Haberstumpf.
1907 Stamminger Johann Georg, Zimmermann und Landwirt, Stiefsohn des Joh. Mich. Haberstumpf auf Hs.–Nr. 191/3.

191/3. Wohnhaus aus der anderen Hälfte der Leidelschen Scheune von Hs.–Nr. 19 gebildet (1869).

1869 Haberstumpf Johann Michael, Zimmermann aus Hs.–Nr. 24.
1888 Winkler Johann Siegmund, Steinbrecher aus Petersaurach.
1922 Schroll Johann Andreas, Bahnarbeiter aus Petersaurach.

20. 1826 Häberlein Johann Philipp Friedrich, Bader und Chirurg. Zog von Hs.–Nr. 19 hierher.

1832 Gottschalk Friedrich, Bader und Chirurg aus Bürglein; heiratete die Witwe Häberleins.
1853 Hager Johann Leonhard, von Hs.–Nr. 5, Schneidermeister, Schwiegersohn des Häberlein (Bruder Georg Andreas aus Hs.–Nr. 5).|
1886 Hager Georg Friedrich, Schneidermeister.
1924 Grauf Johann Georg, Maurer und Landwirt aus Külbingen, Schwiegersohn.

21. 1746 Bickel Johann Leonhard, Schuhmachermstr. aus Gräfensteinberg.

1786 Bickel Johann, Schuhmachermeister.
1814 Bickel Johann Georg, Schuhmachermeister, auch Heiligenpfleger.
1854 Bickel Georg Michael auf Hs.–Nr. 22.
 Er war der Sohn des Joh. Georg Bickel und erbte das Anwesen nach dem Tode seiner Eltern, verblieb aber auf Hs.–Nr. 22. Das elterliche Haus wurde an Gottschalk von Nr. 20 vermietet.
1868 Meyer Georg Matthias, Gütler, Schwiegersohn des vorgenannten Georg Michael Bickel.
1893 Schindler Johann Thomas, Gütler aus Triebendorf, Schwiegersohn des Meyer.
1931 Kernstock Friedrich, Landwirt aus Weiherschneidbach, Schwiegersohn.

22. Auf dem Hause, das hier an Stelle des alten Pfarrhofes errichtet wurde, befand sich von alters her stets eine Bäckerei. Gelegentlich werden als „Bäcker“ erwähnt: 1517 Hertlein Veit, 1594 Hacht Leonhard. Erst nach dem Dreißigjährigen Kriege folgen fortlaufend die Namen der Bäcker:

1655 Illa Adam, Bäckermeister.
1681 Illa Sebastian und Illa Simon, Brüder, beide Bäckermeister.
1727 Meyer Konrad, Bäckermeister aus Poppenreuth, Schwiegersohn des Simon Illa.
1766 Meyer Johann Georg, Bäckermeister.
1808 Meyer Georg Michael, Bäckermeister.
1838 Bickel Georg Michael, von Hs.–Nr. 21, Bäckermeister und Wirt.
1871 Bickel Johann Matthias, Bäckermeister und Wirt.
1879 Bickel Johann Konrad, Bruder des Joh. Matthias; heiratete die Witwe seines Bruders.
1909 Bickel Johann Michael, Bäckermeister und Wirt, Bürgermeister.
1938 Bickel Konrad, Wirt, Bäcker und Bauer.

23. 1740 Gärtner Johann Christoph, Gütler.

1766 Gärtner Johann Martin, Maurer.
1796 Gärtner Johann Leonhard, Maurermeister.
1812 Böhmländer Georg Michael, Zimmermeister auf Hs.–Nr. 11; heiratete die Witwe Gärtners.
1824 Gran Johann Matthias, Maurermeister aus Bruckberg, Schwiegersohn Gärtners und Böhmländers.
1877 Gran Georg Michael, Maurermeister.
1881 Böhmländer Johann Adam, Zimmermann von Hs.–Nr. 24.
1895 Böhmländer Georg Michael, Zimmermann.
1933 Böhmländer Johann Georg, Zimmermann und Landwirt.
| 24. 1793 Mittemeier Johann Georg.
1831 Haberstumpf Johann Leonhard, Büttnermeister aus Ochenbruck. Zog 1845 nach Oberahorn bei Wieseth.
1845 Böhmländer Johann Wilhelm, Zimmermann aus Hs.–Nr. 11; war vorher in Lichtenau ansässig.
1868 Böhmländer Johann Adam, Zimmermann. Zog 1881 nach Hs.–Nr. 23. Das Haus brannte ab, der Platz wurde zum Schulhausbau 1884 mitverwendet.

25. 1709 Dörflein Johann Matthias, Metzgermeister.

1748 Dörflein Johann Simon, Metzger.
1801 Dörflein Johann Wolfgang, Metzgermeister.
1825 Schuler Johann Georg, Gütler und Metzgermeister aus Vestenberg, Schwiegersohn.
1858 Schuler Johann Konrad, Metzgermeister.
1892 Rudelsberger Johann Georg, Metzger und Landwirt aus Rutzendorf Hs.–Nr. 3 (Bruder Joh. Gg. Konrad dort).
1908 Ziegler Georg Michael, Maurer und Landwirt aus Hs.–Nr. 16.

26. 1750 Mack Johann, Hafnermeister. Von auswärts zugezogen.

1790 Mack Johann Michael, Hafnermeister.
1796 Mack Johann Gottfried, Hafnermeister, Bruder des Joh. Michael.
1819 Mack Johann, Gütler und Hafnermeister.
1852 Munninger Christian, Hafnermeister aus Unterschwaningen.
1884 Munninger Johann Michael, Gütler, Altbürgermeister.
1921 Munninger Johann Michael, Landwirt.

27. War von jeher Wirtshaus mit Erbschankrecht und hieß in alter Zeit die „Tafer“ (von dem lateinischen Wort Taberna = Wirtshaus). Der Wirt wurde der „Täfer“ oder „Teffer“ genannt. Von 1502–1506 war das Haus abgebrannt. Als älteste Besitzer erscheinen: 1517 Mendlein Marx, Wirt; 1548 Ströhlein Hans; 1590 Tefferlein Hans.

1643 Heidelfelder (Heidingsfelder) Leonhard, Wirt.
1677 Heidelfelder Adam, Wirt, auch Heiligenpfleger.
1684 Ammersdörfer Andreas; heiratete die Witwe Heidelfelders.
1699 Leidel Michael, aus Stetten, Wirt und Bäcker, auch Heiligenpfleger; heiratete als 3. Ehemann die genannte Witwe.
1734 Hauszelt Johann Georg, aus Pahres: heiratete die Witwe (2. Ehefrau) Leidels. Zog nach Großweismannsdorf.
1749 Leidel Johann Michael, Sohn des obigen Leidel, Wirt, auch Heiligenpfleger und Brudermeister.
1790 Leidel Johann Jakob, Wirt und Bäckermeister.
1815 Neubert Johann Paul, Wirt und Metzgermeister aus Bruckberg.
1856 Neubert Johann Georg, Wirt und Metzgermeister.
1889 Neubert Jakob Friedrich, Gastwirt.
1920 Neubert Georg Ulrich, Gastwirt.|
1939 Geyer Johann, Wirt, Metzgermeister und Bauer. Zog von Hs.–Nr. 13 hierher.

28. 1780 Boas Christoph, Gütler.

1816 Boas Johann Andreas.
1854 Boas Georg Leonhard.
1877 Blümlein Johann Georg aus Bammersdorf, Schwiegersohn. Zog nach Neuses bei Burgoberbach.
1882 Schmidt Johann Michael, Steinbrecher aus Hs.–Nr. 40.
1896 Schäf Johann Andreas, Steinbrecher aus Lichtenau.
1929 Schmidt Anna Katharina, geb. Schäf, Tochter des Vorgenannten, Ehefrau des Arbeiters Leonhard Schmidt.

29. 1808 Wenk Georg Michael, Gütler.

1839 Kernstock Johann Georg, Gütler aus Winterschneidbach, Schwiegersohn.
1861 Boas Johann Leonhard, von Hs.–Nr. 28; heiratete die Witwe Kernstocks.
1882 Kernstock Johann Georg, Sohn des vorgenannten Kernstock.
1890 Schreiner Johann Georg, Wagnermeister aus Döckingen; heiratete die Witwe Kernstocks.
1924 Kernstock Johann Friedrich, Wagner u. Landwirt aus Lichtenau.

30. 1808 Sturm Georg.

1828 Sturm Georg Konrad, Gütler. Zog nach Frommetsfelden.
1852 Hammeter Georg Friedrich, Zimmermann von Hs.–Nr. 41.
1867 Hammeter Georg Leonhard. Verzog nach Roßtal.
1893 Schuler Johann Leonhard, von Hs.–Nr. 25, Gütler und Metzger.
1927 Schuler Johann Leonhard, Landwirt und Ziegeleiarbeiter.

301/2. Wurde 1853 von Georg Friedrich Hammeter als Hofhaus zu Nr. 30 erbaut.

1862 Wender Georg Leonhard, Schreinermeister aus Lengenfeld, Sohn einer Schwester des genannten Hammeter.
1874 Wünsch Georg Wilhelm, Schreinermeister; heiratete die Witwe Wenders.
1937 Raab Johann Christoph, Arbeiter.

31. 1760 Schmidt Johann Simon, Gütler und Webermeister.

1796 Schmidt Johann Michael, Gütler und Webermeister.
1837 Schmidt Johann Michael, Gütler und Webermeister (Bruder Georg Matthias auf Hs.–Nr. 40).
1862 Lutz Johann Nikolaus, Gütler aus Schalkhausen; heiratete die Stieftochter Schmidts.
1904 Lutz Konrad, Landwirt.
1938 Brodwolf Johann Christian von Sachsen bei Leutershausen, Landwirt und Hilfsarbeiter, Schwiegersohn.
| 32.Pfarrhaus.

33. Schulhaus.

34. Kirche.

35. Neubau nach dem Jahre 1800.

1808 Stettner Johann Leonhard, Taglöhner aus Kleinbreitenbronn.
1862 Stettner Georg Michael (Bruder Joh. Georg in Volkersdorf Hs.–Nr. 34).
1896 Schäf Johann, Steinbrucharbeiter.
1909 Meyer Michael aus Eyb.
1927 Schlund Eva Barbara, Weichenwärterswitwe aus Wicklesgreuth.

36. Neubau nach 1800.

1808 Vogtherr Johann Lorenz.
1835 Meyer Georg Adam.
1852 Stettner Johann Georg, Taglöhner aus Hs.–Nr. 35 (Bruder Joh. Leonhard dort).
1872 Meyer Georg Friedrich, Taglöhner aus Hs.–Nr. 37 (Bruder Joh. Leonhard dort).
1895 Schmidt Georg, Steinbrucharbeiter aus Vestenberg, Mesner.
1937 Schmidt Johann, Schuhmacher und Arbeiter.

37. Neubau nach 1800.

1808 Lachner Michael (?).
1823 Meyer Georg Friedrich, Taglöhner.
1860 Meyer Johann Leonhard. Zog nach Volkersdorf Hs.–Nr. 27 (Bruder Georg Friedrich in Sachsen Hs.–Nr. 36).
1864 Weiß Johann Kaspar, Taglöhner aus Winterschneidbach.
1888 Storch Georg Michael aus Weihenzell. Zog nach Hs.–Nr. 12.
1896 Bitzinger Johann Georg aus Borsbach.
1920 Weinmann Johann Georg, Arbeiter aus Eyb, Schwiegersohn.
1928 Strickstrock Johann, Arbeiter.

38. Neubau nach 1800.

1808 Fischer Friedrich.
1835 Lämmermann Johann Matthias, Wagnermeister.
1838 Stürzenhofecker Georg Michael, Gütler und Schuhmachermeister aus Heilsbronn.
1867 Stürzenhofecker Johann Georg, Gütler und Schuhmacher.
1909 Stürzenhofecker Johann Georg, Landwirt und Schuhmachermeister.
| 39. Neubau um 1828.
1828 Meyer Georg Simon, Taglöhner aus Sachsen.
1849 Enser Johann Georg, Stiefsohn. Zog aus Hs.–Nr. 41.
1852 Link Johann Michael, Gütler. Zog nach Hs.–Nr. 19.
1869 Ferner Georg Leonhard, Taglöhner. Zog nach Hs.–Nr. 12.
1895 Keim Johann Georg von Hirschbronn Hs.–Nr. 15, Schwiegersohn. Landwirt. Seit 1925 dessen Witwe.

40. Neubau um 1830.

1830 Schmidt Georg Matthias, Schreinermeister von Hs.–Nr. 31 (Bruder Joh. Michael dort).
1862 Schmidt Johann Michael, Schreiner. Sein Sohn wanderte 1883 nach Amerika aus.
1878 Eschenbacher Johann Jakob, Taglöhner aus Külbingen. Verzog nach Rosenbach.
1926 Ziegler Friedrich, Arbeiter aus Sachsen Hs.–Nr. 52. Zog nach Volkersdorf Hs.–Nr. 6.
1930 Fleischer Johann, Arbeiter aus Haag.

41. Neubau um 1830.

0?00 Hammeter Georg, Zimmermann aus Herpersdorf, dann in Rutzendorf.
1835 Hammeter Georg Friedrich, Zimmermann. Zog nach Hs.–Nr. 30.
1852 Enser Johann Georg, Zimmermann. Kam von Hs.–Nr. 39.
1902 Häberlein Martin Heinrich, Bahnarbeiter aus Wendelstein.
1929 Beck Leonhard, Kulturvorarbeiter aus Schillingsfürst.

42. Neubau um 1855.

1855 Vogelhuber Martin, Maurermeister. Baute das Haus, kam von Hs.–Nr. 17a.
1863 Vogelhuber Georg Balthasar, Maurer.
1894 Vogelhuber Konrad Georg, Maurer und Büttner. Zog nach Nr. 2.
1897 Jeßberger Andreas, Gütler und Weber. Kam von Hs.–Nr. 18.
1907 Liebgott Johann Michael, Maurer aus Adelmannssitz, Schwiegersohn.
1935 Stöber Thomas, Maurer und Landwirt, Schwiegersohn.

43. Neubau von 1862 durch Joh. Martin Vogelhuber.

1863 Boas Johann Georg, Webermeister aus Hs.–Nr. 28 (Bruder Georg Leonhard dort).
1885 Vogelhuber Georg Balthasar, Webermeister, Stiefsohn des Boas.
1914 Ringler Johann Friedrich, Landwirt und Arbeiter aus Neukirchen Hs.–Nr. 12, Schwiegersohn.
| 44. Neubau um 1862.
1863 Stettner Georg Leonhard, Taglöhner.
1895 Schmidt Georg Friedrich, Gütler und Steinbrecher aus Lehrberg.
1928 Haspel Friedrich, Landwirt und Arbeiter aus Volkersdorf Hs.–Nr. 141/2, (Bruder Johann Georg dort, Bruder Georg Jakob auf Hs.–Nr 36 in Volkersdorf).

45. Neubau nach 1870.

1879 Lederer Michael, Taglöhner aus Sachsen.
1907 Scheuerlein Johann Simon, Arbeiter aus Sachsen, Schwiegersohn (Bruder Georg Michael auf Hs.–Nr. 9).

46. Neubau nach 1870.

1873 Weinberger Johann Georg, Schreinermeister.
1890 Schienagel Konrad, Viktualienhündler aus Lengenfeld.
1909 Schienagel Konrad, Viktualienhändler.
1925 Schreyer Elisabeth Barbara, Witwe des genannten Schienagel, nun verheiratete Schreyer.

47. Neubau um 1873. Bahnhofswirtschaft.

1873 Kraus Jakob von Lichtenau, der das Haus baute.
1875 Dettelbacher Franz.
1877 Wießmeier..., Wirt.
1890 Kraus Jakob, als Gastwirt (siehe oben).
1892 Kernstock Georg Michael, aus Gotzendorf.
1895 Wittig Johann Georg, aus Adelshofen.
1933 Wittig Johann Leonhard, Wirt und Landwirt.

48. Neubau um 1875.

1875 Keil Johann Michael, Taglöhner aus Volkersdorf Hs–Nr. 23 (Bruder Johann Jakob dort).
1904 Keil Georg Friedrich, Arbeiter.
1929 Keil Johann Georg, Schuhmacher.

49. Bahnhofsgebäude, 1875 errichtet.

50. Neubau aus den siebziger Jahren.

1879 Betz Johann Adam, Schreinermeister aus Lichtenau.
1910 Steinbauer Johann, Schreinermeister, z. Zt. Bürgermeister.

51. Neubau aus den siebziger Jahren.

1880 Scheidacker Konrad, Viktualienhündler aus Lohr.
1900 Brehm Johann Leonhard, Schäfer und Händler; heiratete die Witwe Scheidackers.
1938 Brehm Leonhard Friedrich, Maurer und Landwirt.
| 52. Neubau aus den siebziger Jahren.
1877 Ziegler Johann Abraham, aus Hs.–Nr. 16, Viktualienhändler, Totengräber (Bruder Georg Friedrich aus Hs.–Nr. 16).
1918 Hochreuther Johann Andreas aus Einersdorf bei Trautstirchen, Schwiegersohn, Landwirt, Arbeiter.

53. Neubau aus den siebziger Jahren.

1879 Kiefer Johann Georg, Schäfer aus Zellrüglingen.
1896 Kiefer Johann Christian, Schäfer.
1923 Kiefer Georg Michael, Eisenbahngehilfe, Landwirt.

54. Neubau aus den siebziger Jahren.

1875 Wendhack Johann Andreas, Arbeiter.
1883 Heidingsfelder Johann Georg, Ablöswärter. Zog nach Wicklesgreuth.
1906 Lindner Johann Lorenz, Schwiegersohn, Tonwerkarbeiter. Verunglückte 1912.
1929 Röschinger Michael aus Volkersdorf Hs.–Nr. 21, Arbeiter und Landwirt, Schwiegersohn (Bruder Georg Peter in Ratzenwinden Hs.–Nr. 6).

55. Neubau 1881 von Zimmermeister Michael Meyer.

1882 Wirth Johann Leonhard, Taglöhner.
1908 Wirth Johann Georg, Taglöhner. Wurde im Kriege 1916 tödlich verwundet.
1919 Nehr Johann Friedrich, Taglöhner; heiratete die Witwe.
1939 Röschinger Joh. Friedrich von Brodswinden, Taglöhner, Schwiegersohn der Witwe Nehr.

56. Neubau aus den achtziger Jahren.

1884 Zippold Johann Heinrich, Schuhmachermst. Kam von Hs.–Nr. 12.
1925 Zippold Johann, Landwirt und Arbeiter.

57a. Bahn–Wohngebäude, 1888 erbaut.

57b. Neubau aus den achtziger Jahren.

1887 Croner Martin, Bezirks–Gartenbauinspektor. Zog nach Neumarkt (Oberpfalz).
1935 Schäfer Heinrich, Arbeiter und Schäfer.

58. Neubau um 1890.

1891 Gran Georg Michael, Maurermeister. Kam von Hs.–Nr. 23.
1897 Vollet Johann Georg, Taglöhner aus Petersaurach.
1923 Vogelhuber Lorenz, Bahngehilfe und Landwirt.
| 59. Neubau um 1895.
1895 Meyer Michael, Zimmermeister.
1921 Zippold Elisabetha, Schuhmacherswitwe auf Hs.–Nr. 56.
1927 Franz Friedrich, Reisender aus Ansbach.

60. Neubau von 1926.

1926 Sperber Johann Friedrich, Schuhmacher. Dann dessen Witwe Marie Barbara, nun verheiratete Schwarz.

61. Lehrerwohnung, 1900 erbaut.

62. Bahnwärterhaus, 1875 erbaut.

63. Neubau von 1935.

1935 Schwab Georg Matthias, Tonwerkarbeiter aus Hs.–Nr. 31 (Stiefsohn des Konrad Lutz).

 Ein Brechhaus, 1834 erbaut, stand im Talgrund oberhalb des Dorfes. Es wurde in neuerer Zeit zu einer Maschinenhalle umgebaut.


| Milmersdorf

 Der Ort bestand seit alter Zeit aus 3 Höfen. Im Jahre 1515 werden als die 3 Hofbesitzer angeführt: Linhart Histmann, Hans Hiller und Linhart Meyxner. Doch läßt sich nicht feststellen, zu welchem Hofe jeder der 3 Bauern gehörte, mit Ausnahme des letztgenannten.

01. Der Hof stand bis 1886 am oberen Ende des Ortes im Wiesgrunde. Wegen drohender Erdrutsche an dem dicht daran vorüberführenden hohen Eisenbahndamm mußten die Gebäude abgetragen werden. Der Hof wurde dann auf der südlichen Talseite neu aufgebaut.
 Zum Hofe gehörte auch das jetzige Anwesen Hs.–Nr. 8, das erst 1856 vom Haupthof abgezweigt wurde.
 Grundherrin war ehedem die Schlüsselfeldersche Stiftung in Nürnberg, die Zins und Gült einzuheben hatte.

1680 Heubeck Hans, Bauer.
1708 Heubeck Johann Paul.
1742 Heubeck Johann Simon.
1780 Heubeck Leonhard. Ein Bruder Georg Leonhard heiratete auf die hintere Mühle in Steinbach.
1826 Heubeck Johann. Der Bruder Johann Simon heiratete nach Oberrammersdorf Hs.–Nr. 13.
1832 Heubeck Johann Leonhard aus Untereichenbach; heiratete die Witwe des Johann Heubeck.
1861 Heubeck Georg Simon, Sohn des Joh. Leonhard Heubeck. Dessen anderer Sohn Johann Simon heiratete nach Volkersdorf Hs.–Nr. 11. Von den 2 Söhnen des obigen Johann Heubeck erhielt der jüngere den neu gebildeten Hof Hs.–Nr. 8 in Milmersdorf (1856), der ältere Johann Leonhard heiratete nach Alberndorf Hs.–Nr. 9.
1894 Heubeck Johann Friedrich. Zog nach Lengenfeld.
1909 Haack Johann Melchior, Bauer aus Illesheim.
1920 Haack Georg, Bauer.

02. Der Hof war zins- und gültpflichtig zum St. Clara-Kloster in Nürnberg, Zehnten hatte er an die Pfarrei Sachsen abzugeben.

1515 Meyxner (Meichsner) Linhart, Bauer.
1573 Meichsner Lienhard, Bauer.
1659 Wörnlein (Wernlein) Lorenz. Er baute das vermutlich im Dreißigjährigen Kriege verfallene Haus neu auf.
1683 Wörnlein Hans.
1722 Wörnlein Johann Matthias.
1735 Reiß Johann Adam aus Rutzendorf; heiratete die Witwe Wörnleins. Nach deren Tode heiratete er nach Rutzendorf Hs.–Nr. 17. Den Hof übernahm|
1750 Geyer Wolfgang aus Rutzendorf Hs.–Nr. 8, Schwiegersohn des Joh. Matthias Wörnlein.
1800 Geyer Johann Michael.
1822 Goth Johann aus Leidendorf; heiratete die Witwe Geyers.
1848 Geyer Johann Michael, Sohn des Joh. Mich. Geyer.
1879 Geyer Johann Simon. Zog nach Ansbach.
1907 Helmreich Georg Andreas aus Rutzendorf Hs.–Nr. 17, Schwiegersohn.
1919 Helmreich Johann Simon. Zog 1927 nach Neubrunn.
1933 Hellmuth Friedrich, Studienprofessor in Schwabach.

03. Die Grundherrschaft besaß halb das Almosenamt Nürnberg, halb die dortige Mendlein’sche Bruderstiftung.

1680 Leidel Johann Leonhard, Bauer.
1720 Leidel Johann Leonhard.
1749 Leidel Johann Leonhard.
1786 Leidel Johann Christoph.
1796 Berger Johann Michael aus Hirschbronn Hs.–Nr. 12; heiratete die Witwe Leidels (Bruder Sebastian in Hirschbronn).
1821 Leidel Johann Michael, Sohn des Joh. Christoph Leidel (Bruder Georg Michael in Ratzenwinden Hs.–Nr. 9).
1856 Leidel Johann Christoph.
1884 Helmreich Georg Andreas aus Neukirchen Hs.–Nr. 7b. Schwiegersohn (Bruder Andreas in Neukirchen, Bruder Georg Michael in Hirschbronn Hs.–Nr. 12).
1904 Leuchs Georg Adam aus Volkersdorf Hs.–Nr. 10, Schwiegersohn (Bruder Georg Michael in Volkersdorf).
1937 Meyer Georg Andreas aus Neukirchen Hs.–Nr. 7a, Schwiegersohn.

04. Hofhaus zu Hs.–Nr. 1.

05. Hofhaus zu Hs.–Nr. 2.

06. Brechhaus der Gemeinde.

07. Aus Gemeindegrund von Jörg Steltzer 1568 erbaut. Sollte zugleich Hirtenhaus sein. Grundherrschaft bei der Stadt Nürnberg (Pflegamt Lichtenau).

1568 Steltzer Jörg, Schneider und Hirte.
1732 Schmaldörfer Susanna.
1794 Schmidt Georg, Taglöhner.
1812 Schmidt Johann Georg.
1840 Schmidt Johann Michael, Taglöhner.
1873 Schmidt Johann Wolfgang, Gütler.
1891 Wenk Johann Joseph aus Neukirchen Hs.–Nr. 12; heiratete die Witwe Schmidts.|
1913 Schmidt Georg Simon, Sohn des Joh. Wolfgang. Fiel im Kriege 1915.
1921 Widder Johann Georg, Bauer in Volkersdorf Hs.–Nr. 1 ; heiratete die Witwe. Das Haus ist zur Zeit vermietet.

08. Der Hof wurde 1856 von Hs.–Nr. 1 abgeteilt und neu gebaut.

1856 Heubeck Leonhard, Sohn des Johann Heubeck Hs.–Nr. 1, Bauer (Bruder Joh. Leonhard in Alberndorf Hs.–Nr. 9, Stiefbruder Georg Simon in Milmersdorf Hs.–Nr. 1, Stiefbruder Johann Simon in Volkersdorf Hs.–Nr. 11).
1887 Heubeck Johann Simon.
1921 Heubeck Johann Andreas.
1923 Planner Georg von Gutenhardt bei Weißenkirchberg, Bauer; heiratete die Witwe Heubecks.


| Volkersdorf

01. Das Gut gehörte mit Zins und Gült der Stadt Nürnberg, die ihre Grundherrschaft durch das Pflegamt Lichtenau ausüben ließ. Vordem wird eine Frau Schaller in Ansbach als Grundherrin erwähnt, dann die Familie Schnödt in Nürnberg, die das Gut 1547 an die Stadt Nürnberg verkaufte.
 Als älteste Inhaber des Gutes kommen vor: Lutz Kunz, um 1550 Hoffmann Barthel, dann Höttl Jobst, Kaufmann Michael, Ott Hans Siegmund, Burkhard Christoph (die Reihenfolge ist unsicher).

0?00 Widder (Wieder) Johann.
1687 Widder Johann Georg.
1714 Widder Johann, Webermeister.
1757 Widder Leonhard, Webermeister.
1785 Widder Johann Georg, Webermeister.
1826 Widder Johann Georg, Gütler und Webermeister.
1863 Widder Georg Adam, Gütler und Webermeister.
1897 Widder Georg Paulus.
1921 Widder Johann Georg, Bauer.

02. Die grundherrlichen Rechte hatte ebenfalls die Stadt Nürnberg. Als Altbesitzer werden angeführt: Hermann Kunz, Storr Michel, um

1550 Soler Hans, dann Soler Georg und Hoffmann Hans.
1681 Gromeister (Grameister) Joachim.
1702 Gromeister Matthias.
1745 Gromeister Johann Paul.
1770 Stützer Georg Friedrich. War vorher Wirt in Rutzendorf Hs.–Nr. 3, stammte aus Sachsen Hs.–Nr. 8.
1793 Stützer Johann Christoph, Gütler.
1824 Stützer Johann Michael.
1858 Stützer Georg Friedrich.
1887 Stützer Georg Johann (Bruder Joh. Georg in Sachsen Hs.–Nr. 8).
1929 Stützer Georg Johann, Bauer.

03. Das Gut war gült- und zinspflichtig zum Almosenamt Nürnberg. Vordem gehörte es vermutlich der Kirche in Sachsen, die es 1455 an das Reiche Almosen in Nürnberg verkaufte.

1550 Herbst Lienhard.
0?00 Seybold (Seibold) Johann Paul.
1812 Kronberger Paul, Gütler u. Schneidermstr. Baute das Haus neu.
1833 Kronberger Johann Andreas aus Wallersdorf, Adoptivsohn.
1856 Kronberger Zacharias Tobias, Gütler und Schneidermeister.
1894 Kronberger Georg Leonhard. Der Sohn fiel im Kriege 1916.
1933 Greul Johann Friedrich aus Niederoberbach; heiratete eine Verwandte Kronbergers, Landwirt.
| 04. Grundherrin war die Pfarrei Sachsen, die das Gut 1443 von dem Bürger Ulrich Gast in Obereschenbach (jetzt Wolframs–Eschenbach) gekauft hatte. Sie nahm Zins, Gült und Handlohn von dem Gut ein.
1445 Schuster Stephan.
0?00 Herbst Klaus.
1515 Hermann Kunz.
0?00 Hermann Moritz.
1562 Berthold Lienhard.
1572 Korn Hans.
1584 Berthold Hans, vermutlich der Sohn des Lienhard Berthold.
1621 Schuh Georg.
1680 Brechtelsbauer Andreas.
0?00 Hermann Albrecht. Mußte Schulden halber das Gut verkaufen. Der Jude Mosch Lazar von Ansbach zerschlug es dann 1731; es blieb nur ein Rest bei dem Hause.
1755 Kohn Johann, Müllermeister in Steinbach (als Nebengut).
1802 Gärtner Johann Leonhard, Maurermeister in Sachsen Hs.–Nr. 23. Er baute das Haus neu auf.
1811 Vogel Johann Georg.
1814 Hirschmann Georg Michael von der Grasenmühle bei Absberg.
1834 Schwab Georg Konrad aus Adelmannssitz, Schwiegersohn.
1864 Röschinger Georg Leonhard, Gütler und Maurer. Kam von Hs.–Nr. 27.
1877 Rühl Johann Paulus, Schwiegersohn. War zuvor auf Hs.–Nr. 10.
1902 Leuchs Friedrich aus Lichtenau, Landwirt.

05. Gehörte einst wohl auch der Kirche in Sachsen, die den Hof 1455 an das Reiche Almosen in Nürnberg verkaufen mußte. Später hieß das Gut „Inwendig Stäudlein“.

1550 Soler Hans.
1680 Hoffmann Georg Michael, Bauer.
1725 Hoffmann Georg Michael.
1729 Geyer Georg Martin aus Neukirchen Hs.–Nr. 1; heiratete die Witwe Hoffmanns (Bruder Joh. Georg in Neukirchen).
1741 Endres Leonhard, dritter Ehemann der Witwe Hoffmanns.
1759 Wittmann (Wiedemann) Johann Georg aus Boxbrunn, Schwiegersohn.
1790 Wittmann Georg Sebastian, Bauer.
1820 Wittmann Georg Andreas.
1843 Burger Simon aus Claffheim; heiratete die Witwe Wittmanns.
1857 Wittmann Johann, Sohn des Georg Andreas Wittmann.
1882 Wittmann Georg Adam. Verzog nach Lichtenau, der Hof wurde teilweise zerschlagen.
1901 Prossel Georg Leonhard, Steinbrecher. Kam von Hs.–Nr. 25.
1922 Hönig Johann Georg aus Neuendettelsau, Schwiegersohn. Zimmermann und Landwirt.
| 06. Einst wohl Eigentum der Kirche in Sachsen, dann 1455 an das Reiche Almosen zu Nürnberg verkauft.
1732 Schmidt Hans.
1757 Schmidt Matthias, Weber.
1802 Schmidt Johann, Weber.
1831 Zuckermandel Johann Thomas aus Lichtenau, Schuhmachermstr.
1863 Zuckermandel Georg Lorenz, Gütler.
1881 Geißelsöder Georg Leonhard aus Hs.–Nr. 7, Gütler und Maurer. Zog nach Steinbach bei Elpersdorf.
1893 Wittmann Johann Georg aus Brodswinden, Maurer. Zog 1925 nach Höfen.
1930 Ziegler Friedrich, Arbeiter. Kam von Sachsen Hs.-Nr. 40.

07. Die Grundherrschaft über diesen alten, einst sehr stattlichen Hof stand der Pfarrei Sachsen zu, die davon Zins, Gült und Handlohn einhob.

1445 Seger Seitz.
1455 Weiß Kunz.
1515 Hofmann Kunz, Bauer.
1562 Hofmann Hans.
1568 Warter Georg.
1621 Arold Hans.
1695 Engelhard Adam.
1731 Stark Hans Jörg. Dann Meyer Hans Michel.
 Um das Jahr 1745 wurde der Hof teilweise zerschlagen.
1745 Lösel Johann Nikolaus, Wirtssohn aus Bamberg, Metzger.
1778 Lösel Konrad, „Gürtner“ (andere Bezeichnung für Gütler).
1805 Lösel Johann Simon, Gütler. Er erhielt nicht das ganze Gut; es wurde vielmehr ein Teil für seinen Schwager Böckler abgetrennt und daraus Hs.–Nr. 71/2 gebildet.
1848 Geißelsöder Johann Konrad. Kam von Hs.–Nr. 71/2 (Sohn des Johann Michael Geißelsöder).
1880 Geißelsöder Johann Leonhard.
1920 Geißelsöder Georg Paulus, Bauer, zur Zeit Bürgermeister.

71/2. Wurde nach 1805 von dem Hauptgute Hs.–Nr. 7 abgetrennt.

1810 Böckler Georg Paul von Petersaurach, Schwager des bei Hs.–Nr. 7 genannten Johann Simon Lösel.
1820 Geißelsöder Johann Michael aus Büschelbach. Nach seinem Tode erwarb der Sohn Johann Konrad das Anwesen Hs.–Nr. 7 und verkaufte das väterliche Haus.
1850 Eschenbacher Johann Sixtus, Gütler u. Maurer aus Herpersdorf.
1880 Irion Johann aus Reuth, Schwiegersohn. Herzog nach Malmersdorf.
1892 Keil Johann Jakob, Gütler und Maurer. Kam von Hs.–Nr. 23.
1925 Keil Johann Michael, Landwirt.
| 8/9. Die beiden Hirtenhäuser unterhalb des Leuchsschen Gartens, jetzt abgebrochen.

10. War zum Almosenamt Nürnberg zins- und gültpflichtig. Als Altbesitzer erscheinen: Hermann Kunz um 1515, dann Hermann Hans.

1651 Wörlein ..., Bauer.
1679 Wörlein (Wernlein) Hans, Bauer.
1723 Wörlein Adam.
1728 Rottler Wolfgang; heiratete die Witwe Wörleins.
1747 Wörlein Georg Adam, Sohn des Adam Wörlein.
1780 Wörlein Hans.
1784 Führhäuser (Vierhäuser) Georg Leonhard aus Rückersdorf, Schwiegersohn des Georg Adam Wörlein.
1825 Führhäuser Georg Leonhard.
1849 Führhäuser (Führhäußer) Johann Simon.
1863 Rühl Johann Paulus aus Merkendorf; heiratete die Witwe.
1877 Leuchs Georg Michael aus Immeldorf, Schwiegersohn des Joh. Simon Führhäuser.
1912 Leuchs Georg Michael, Bauer.

11. Zum Almosenamt Nürnberg mit Zins und Gült pflichtig.

1652 Rüller Stephan, Bauer.
1680 Rüller Hans.
1727 Rüller Christoph. Vom Hofe wurde 1731 ein Teil mit dem Hofhaus abgetrennt und ein neues Anwesen gebildet (siehe Hs.–Nr. 12). Jeder Teil stellte einen „Halbhof“ dar.
1758 Utzelmann Johann Michael aus Fischbach; heiratete die Witwe des Rüller.
1798 Utzelmann Johann Leonhard.
1844 Utzelmann Georg Leonhard (Bruder Georg Simon auf Hs.–Nr. 12).
1867 Heubeck Johann Simon aus Milmersdorf Hs.–Nr. 1, Schwiegersohn (Bruder Georg Simon in Milmersdorf Nr. 1, Stiefbruder Leonhard dort Hs.–Nr. 8, Stiefbruder Johann Leonhard in Alberndorf Hs.–Nr. 9).
1903 Heubeck Johann Matthias, Bauer.
1937 Heubeck Johann Georg, Bauer.

12. Ehedem Hofhaus zu Nr. 11, wurde es bei der Hofteilung 1731 Sitz des zweiten Halbhofes. Später hieß der Hof „Beim Kauzen“. Er gehörte ebenso wie Hs.–Nr. 11 zum Almosenamt Nürnberg.

1731 Rüller Andreas Gumbrecht, Halbbauer (Bruder Christoph auf Hs.–Nr. 11).
1761 Reitelshöfer Johann Paul aus Katterbach, Schwiegersohn.
1795 Reitelshdfer Johann Adam.|
1837 Utzelmann Georg Simon von Hs.–Nr. 11, Schwiegersohn (Bruder Georg Leonhard auf Hs.–Nr. 11).
1865 Utzelmann Georg Leonhard.
1867 Messerer Marx aus Immeldorf; heiratete die Witwe. Verkaufte 1874 die meisten Grundstücke sowie das Haus und zog auf Hs.–Nr. 13.
1875 Mack Johann Lorenz aus Gösseldorf, Gütler und Steinbrecher.
 Im Jahre 1910 wurde das Haus abgebrochen und die Hofstätte zum Anwesen Nr. 11 übernommen. Dafür wurde an der nach Sachsen abzweigenden Straße ein neues Gebäude errichtet und dahin die Hs.–Nr. 12 übertragen.
1910 Die Witwe des Johann Lorenz Mack.
1913 Eschenbacher Johann Georg, Stiefsohn des Mack, Maurer und Landwirt.

13. Die beiden Anwesen Hs.–Nr. 13 und 14 gehörten einst zusammen und bildeten einen großen Hof, der erst um 1715 geteilt wurde. Die Grundherrschaft mit Zins und Gült stand für beide dem Kloster St. Clara in Nürnberg zu.

1680 Reiß Hans, Bauer. Er teilte 1715 den Hof unter seine beiden Söhne.
1715 Reiß Johann Sebastian, Halbbauer.
1733 Endres Matthias aus Büschelbach; heiratete die Witwe Reiß.
1754 Reuter Johann Leonhard, Schwiegersohn des Joh. Sebast. Reiß.
1788 Reuter Johann Adam, Halbbauer.
1823 Luger Andreas aus Hirschbronn Hs.–Nr. 6. Zog 1848 zu seinem Bruder Georg Andreas nach Hirschbronn. Der Hof wurde zerschlagen.
1848 Wagner Johann Peter, Schuhmacher aus Hs.–Nr. 20.
1874 Messerer Marx von Hs.–Nr. 12. Zog mit einigen Grundstücken her.
1921 Meighörner Johann Valentin aus Büschelbach, Landwirt. Zog von Hs.–Nr. 14 hierher.

14. Halbhof, 1715 vom Haupthof Nr. 13 abgetrennt, wie dieser dem Kloster St. Clara in Nürnberg zins- und gültpslichtig.

1718 Reiß Georg Michael, Halbbauer, Bruder des Johann Sebastian auf Hs.–Nr. 13.
1751 Reiß Oktavianus, Halbbauer.
1786 Reiß Johann Leonhard.
1821 Frank Johann Leonhard aus Willendorf, Schwiegersohn.
1849 Frank Georg Leonhard. Zog 1854 nach Auerbach, der Hof wurde verpachtet und anscheinend zerschlagen.
1868 Burkhardt Georg Leonhard aus Kloster Sulz, Gütler und Weber.|
1894 Schmidt Johann Daniel aus Hs.–Nr. 20, Schwiegersohn, Gütler und Steinbrecher.
1919 Meighörner Johann Valentin aus Büschelbach. Zog nach Nr. 13.
1923 Schwab Johann Michael aus Ratzenwinden Hs.–Nr. 8, Schwiegersohn, Landwirt und Steinbrecher. Seit 1927 dessen Witwe.

141/2. War vordem Nebengebäude zu Hs.–Nr. 14.

1862 Pirner Georg Andreas aus Weiterndorf, Gütler.
1869 Wald Georg Michael aus Untereichenbach, Taglöhner.
1892 Haspel Michael aus Immeldorf, Schwiegersohn, Steinbrecher.
1915 Haspel Johann Georg, Maurer (Bruder Georg Jakob in Hs.–Nr. 36, Bruder Friedrich in Sachsen Hs.–Nr. 44).
1938 Kramer Johann, Schwiegersohn, Tonwertarbeiter.

15. Erscheint stets als „Halbhof“ und gehörte offenbar in alter Zeit zum andern Halbhof Hs.–Nr. 16. Wann die Teilung erfolgte, ist nicht bekannt. Beide Höfe waren ehedem zum Almosenamt Nürnberg gült- und zinspflichtig.

1732 Schönlnecht Andreas, Halbbauer.
1749 Schönknecht Wolfgang.
1792 Obermeyer Johann Zacharias aus Hirschbronn Hs.–Nr. 3, Schwiegersohn.
1845 Obermeyer Georg Michael.
1878 Obermeyer Johann Georg.
1914 Obermeyer Johann Michael, Bauer.

16. „Halbhof“ (siehe Nr. 15), zum Almosenamt Nürnberg zuständig.

1680 Sperber Jörg, Bauer.
1714 Sperber Sebastian.
1722 Hemmeter Adam aus Wallersdorf; heiratete die Witwe Sperbers.
1752 Sperber Matthias, Sohn des Sebastian Sperber.
1767 Schwab Johann Konrad aus Thurndorf; heiratete die Witwe.
1791 Sperber Johann Matthias, Sohn des Matthias Sperber.
1815 Springer Johann Wolfgang aus Vestenberg; heiratete die Witwe.
1827 Kernstock Georg Leonhard aus Winterschneidbach.
1880 Kernstocks Erben (1 Sohn, 2 Töchter).
1885 Helmreich Johann Georg aus Rutzendorf Hs.–Nr. 17, Schwiegersohn der einen vorgenannten Tochter (Bruder Gg. Andreas in Rutzendorf, später in Milmersdorf).
1914 Helmreich Georg Leonhard, Bauer.
| 17. Das Gut gehörte ehedem wahrscheinlich der Kirche in Sachsen und wurde 1455 an das Reiche Almosen veräußert. Anscheinend wurde es längere Seit als „Handroß“ (Nebengut) von einem anderen Hofe aus bewirtschaftet. So wird um 1550 ein Hans Warter als Wirtschafter erwähnt.
1768 Endres Johann Friedrich.
1804 Beuschel (Beischel) Johann Georg aus Lichtenau, Gütler und Wagnermeister.
1833 Beuschel Johann Leonhard, Wagnermeister.
1867 Beuschel Johann Jeremias, Wagnermeister.
1907 Beuschel Johann Georg, Bauer und Wagnermeister.
1939 Beuschel Johann Georg, Bauer und Wagner.

18. Erscheint in den Urkunden als „Zapfenwirtshaus“, wurde erst 1616 von Georg Engelhard erbaut als bloßes „Häuslein“ ohne zugehörigen Grundbesitz. Als Neuanlage war es der Stadt Nürnberg (Pflegamt Lichtenau) zinspflichtig.

1616 Engelhard Georg, Schneider.
 Die nachfolgenden Besitzer sind nicht bekannt bis 1700.
1700 Städler Daniel, Metzger und Wirt.
1718 Hermann Albrecht aus Helmbrechts (Oberfranken), Wirt und Weber; heiratete die Witwe Städlers.
1726 Vogelhuber Hans Adam, Wirt.
1746 Vogelhuber Johann Michael, Wirt.
1767 Halter Georg Nikolaus, Wirt und Metzgermeister.
1808 Halter Georg Jakob, Wirt und Metzgermeister.
1841 Halter Johann Leonhard, Wirt und Metzgermeister.
1873 Halter Georg Matthias, Wirt und Metzgermeister, Gütler.
1889 Rottler Johann Georg aus Haag bei Neuendettelsau; heiratete die Witwe Halters.
1914 Rottler Georg Michael, Wirt, Metzger und Landwirt.

19. Wurde 1547 durch die Stadt Nürnberg von den Schallerschen Erben zu Ansbach gekauft; Zins und Gült waren deshalb an das Pflegamt Lichtenau zu entrichten.
 Als alte Inhaber des Gutes werden in den Salbüchern aufgeführt: Laubner Endres um 1550, dann Soler Hans, Schwarz Hans, Weiß Jörg, Kaufmann Hans, Straßer Sebastian, Rötenbaeher Leonhard, Fiedler Stephan.

1682 Hoffmann Hans.
1791 Weger Johann Konrad aus Wickendorf (wohl Wichendorf bei Fürth), Gütler und Branntweinbrenner.
1822 Wolf Georg Stephan aus Petersdorf; heiratete die Witwe.
1849 Nixel Georg Adam aus Sachsbach; heiratete die Witwe Wolfs aus dessen zweiter Ehe.
1874 Wolf Johann Thomas, Sohn des obengenannten Wolf, Gütler,|
1886 Schmidt Georg Matthias; heiratete die Witwe Wolfs.
1919 Simon Peter aus Ratzenwinden Hs.–Nr. 3, Landwirt (Bruder Johann Michael in Ratzenwinden, Bruder Johann Georg in Herpersdorf), Schwiegersohn.

20. Bildete einst mit Hs.–Nr. 21 zusammen ein größeres Gut und wurde anscheinend auch wie das vorige Anwesen 1547 durch die Stadt Nürnberg von den Schallerschen Erben zu Ansbach erworben, weshalb es an das Pflegamt Lichtenau abgabenpflichtig war.
 Besitzer waren in alter Zeit: Seitz Enders, Steffan Hans, Rappold Kunz um 1550, dann Weiß Klaus, Beck Lorenz, Weigle Peter, Strauß Jakob, Keil Hans Leonhard, Schwab Michel, Soler Lienhard, Hoffmann Hans, Rötenbacher Leonhard (die Reihenfolge der Besitzer ist unsicher). Die angegebenen Namen beziehen sich offenbar auf die beiden Anwesen Nr. 20 und 21, ohne daß man sie voneinander scheiden könnte.

1779 Geyer Johann Georg aus Neukirchen Hs.–Nr. 1 (Bruder Johann Jakob dort).
1802 Wagner Johann Martin aus Kleinbreitenbronn, Gütler und Metzgermeister.
1832 Zellhöfer Christian Friedrich aus Brodswinden, Gütler und Schuhmachermeister.
1860 Schmidt Johann aus Milmersdorf Hs.–Nr. 7, Schwiegersohn (Bruder Joh. Michael in Milmersdorf).
1876 Kittel Johann Theodor aus Herpersdorf, Schwiegersohn.
1904 Schütz Georg Adam aus Wöltendorf, Schwiegersohn.
1934 Schütz Johann Simon, Maurer und Landwirt.

21. über die einstige Zugehörigkeit des Anwesens und seine früheren Inhaber siehe Hs.–Nr. 20.

1779 Vogelhuber Johann Michael aus Wolfartswinden, „Gärtner“ (= Gütler).
1807 Flier (Flühr) Johann Georg aus Adelmannssitz, Gütler.
1834 Heidingsfelder Georg Michael aus Alberndorf Hs.–Nr. 9, Schwiegersohn (Bruder Johann Georg in Alberndorf).
1856 Eschenbacher Johann Georg aus Herpersdorf.
1876 Nixel Georg Adam von Hs.–Nr. 19; heiratete die Witwe.
1881 Röschinger Johann Michael aus Boxbrunn, Schwiegersohn des Eschenbacher.
1920 Vogel Johann aus Steinbüchlein, Stiefsohn, Landwirt.

22. Halbhof unter der Grundherrschaft des Klosters St. Katharina in Nürnberg, später „Äußerer Stäudlein“ genannt. Als Altbesitzer wird 1514 Erhard Herbst genannt.

1697 Eber Stephan in Lichtenau, Wirt daselbst.
1768 Wittmann Johann Georg, Halbbauer.|
1797 Wittmann Johann Sebastian.
1834 Wittmann Sebastian Georg.
1861 Wittmann Johann Leonhard. Er kam ins Abwesen, von dem Hof wurde offenbar viel verkauft.
1874 Wittmann Johann Georg aus Lichtenau, stammend aus Boxbrunn, Gütler.
1899 Wittmann Johann Georg, Maurer und Landwirt.
1928 Wittmann Georg, Landwirt und Maurer.

23. Ein neuerer Bau, um das Jahr 1835 entstanden. Ein „Leerhaus“, d. i. Haus ohne Grundbesitz.

1835 Kronberger ...
0?00 Keil Georg Matthias.
1888 Keil Johann Jakob, Maurer. Über nahm 1892 das Anwesen Nr. 71/2.
1892 Stiegler Johann Georg aus Thurndorf, Steinbrecher.
1919 Stiegler Johann Lorenz, Säger. Zog 1926 nach Untereschenbach und weiter nach Rohr.
1928 Krauter Johann von Kleinbreitenbronn, Arbeiter.

24. Hofhaus zu Hs.–Nr. 10.

25. Neuerer Bau, um 1835 entstanden als „Leerhaus“, d. h. Haus ohne Grundbesitz.

1835 Keil Georg Adam.
1870 Reitelshöfer Georg Leonhard aus Hs.–Nr. 12.
1895 Proßel Georg Leonhard aus Reichenau, Gütler (Vater bis 1871 in Zandt Hs.–Nr. 9).
1901 Zellhöfer Johann, Gütler. Zog nach Heinersdorf.
1926 Sieber Michael. Kam von Leipersloh, war vorher in Wolfartswinden, zog weiter nach Altenmuhr.
1937 Hauenstein Adam von Wallersdorf, Landwirt.

26. Neubau, errichtet vom Baugeschäft Förch in Ansbach.

0?00 Simon Michael, Baumeister in Ansbach.
1922 Simon August, Steinbruchbesitzer.
1926 Steinbrenner Rudolf aus Lichtenau, Steinbruchbesitzer.

27. Neubau, um 1848 von Röschinger errichtet.

1848 Röschinger Georg Leonhard. Verzog auf Hs.–Nr. 4.
1864 Meyer Georg Leonhard aus Sachsen Hs.–Nr. 37. Wanderte nach Amerika aus.
1895 Eschenbacher Georg Simon aus Hs.–Nr. 21, Gütler und Steinbrecher.
1927 Eschenbacher Michael, Landwirt.
| 28–30. Gehören zur Pfarrei Lichtenau.

31. Neubau des Peter Wagner von Hs.–Nr. 13 für seinen Schwiegersohn Joh. Michael Bald.

1867 Bald Johann Michael aus Niederoberbach, Schuhmachermeister.
1884 Schmidt Georg Leonhard, Privatmann aus Wernsbach.
1926 Hübner Johann Georg, Kriegsbeschädigter.

32. Neubau, längst wieder abgebrochen. Standort unbekannt.

33. Neubau, längst wieder abgebrochen. Standort unbekannt.

34. Neubau von Steinbrucharbeiter Schäf in Volkersdorf 1876.

0?00 Stettner Johann Georg, Steinbrucharbeiter aus Sachsen Hs.–Nr. 35 (Bruder Georg Michael dort).
1906 Frühwirth Johann Georg aus Lichtenau, Schwiegersohn, Maurer.

35. Neubau im Steinbruch bei Lichtenau, Eigentum der dortigen Anstalt, zur Zeit vermietet.

36. Neubau des Georg Michael Haspel 1914.

1914 Haspel Georg Michael. Zog von Hs.–Nr. 141/2 hierher.
1921 Haspel Georg Jakob, Wegmacher (Bruder Joh. Georg auf Hs.–Nr. 141/2, Bruder Friedrich in Sachsen auf Hs.–Nr. 44).

 Ein Brechhaus stand am Weg nach Sachsen, ist jetzt zu einem Aufbewahrungsraum für landwirtschaftliche Maschinen umgebaut.


| Rutzendorf

 Die Grundherrschaft stand über sämtliche Höfe und Güter zuletzt der Stadt Nürnberg zu, die durch das Pflegamt Lichtenau die fälligen Zinsen, Gülten, Handlöhne und sonstigen Abgaben einheben ließ. Nur der Hof Nr. 19 gehörte dem Markgrafen von Ansbach (Hofkastenamt).

01. Das Anwesen hieß von jeher die „Rutzenmühle“, auch das Mühlgut. Aus alter Zeit werden als Besitzer genannt: Um 1515 ein „Hans“, Rutzenmüller, um 1550 Hans Fluhrer (Flührer),1578 Lorenz Kolb, dann Gumbrecht Apel, 1593 Hans Apel, der die im Dreißigjährigen Kriege abgebrannte Mühle wieder aufbaute (1636), endlich Melchior Deckert.

1678 Krottenmüller Simon, Müllermeister. Baute 1680 die Schneidmühle.
1701 Krottenmüller Leonhard Simon.
1749 Krottenmüller Simon.
1770 Krottenmüller Georg Konrad. Die Mühle brannte um das Jahr 1800 ab; sie mußte später verkauft werden.
1812 Geißelbrecht Georg Bernhard aus Kehlmünz.
1842 Geißelbrecht Georg Leonhard.
1875 Geißelbrecht Michael Jakob.
1903 Geißelbrecht Konrad, Altbürgermeister.
1932 Brechtelsbauer Wilhelm aus Kottensdorf, Schwiegersohn, Bauer und Müllermeister.

2. Hofhaus zu Nr. 1.

3. War von alters her die „Erbschenkstatt“. Älteste Inhaber waren: Schneider Sixt, Wirt, um 1515; dann Schneider Lienhard; nach 1550 Pien Michel, Göß Hans, Herbst Hans, Nachtrab Georg, Gillich Lienhard um 1622 (die Reihenfolge ist unsicher).

1661 Arnold Matthes, Wirt.
1685 Zehender Leonhard (Sohn Michael wurde vom Wolf zerrissen).
1693 Seubold Johann. Baute 1694 das abgebrannte Haus wieder auf.
1725 Seubold Marx, Wirt.
1763 Stützer Georg Friedrich aus Sachsen Hs.–Nr. 8; heirat. die Witwe.
1784 Seubold Johann Veit, Sohn des Marx Seubold.
1829 Rudelsberger Johann Michael aus Weihenzell, Schwiegersohn, Wirt und Metzger.
1858 Rudelsberger Johann Konrad.
1889 Rudelsberger Johann Georg Konrad (Bruder Joh. Georg in Sachsen Hs.–Nr. 25).
1893 Führhäußer Georg Michael aus Volkersdorf Hs.–Nr. 10; heiratete die Witwe. War vorher in Immeldorf verheiratet.
1932 Führhäußer Andreas, Gastwirt, Bauer.
| 04. Hofhaus zu Nr. 3.

05. Wurde 1619 erbaut als „Leerhaus“, d. h. ohne Grundbesitz.

1619 Warter Lorenz.
0?00 Weiß Georg, dann Dietrich Michael, Valentin Georg, Pyringer Stephan.
1678 Hoffmann Hans.
0?00 Hoffmann Matthes.
1732 Rubi Johann Thomas, Schneidermeister.
1784 Rubi Simon, Schneidermeister.
1822 Hörauf Johann Sixtus aus Elpersdorf, Schneidermeister; heiratete die Witwe Rubis. Zog um 1852 auf Hs.–Nr. 16.
1852 Hamberger Georg Leonhard, Gütler. Die Familie stammte aus Ratzenwinden, wohnte dann in Oberrammersdsorf.
1878 Hamberger Johann Konrad. Zog 1907 auf Hs.–Nr. 14.
1908 Schuster Johann Adam, Arbeiter.

06. Hirtenhaus, schon 1515 erwähnt. Stand talabwärts neben Hs.–Nr. 5, wurde 1907 abgebrochen.

07. Ochsenhirtenhaus, 1619 an Nr. 6 angebaut, 1907 abgebrochen.

08. Den Hof hatte früher anscheinend Hans von Leonrod zu Dentlein inne, der ihn 1506 an die Stadt Nürnberg verkaufte. Als Altbesitzer erscheinen: Meck Sixt um 1500, Meck Leonhard um 1515, Götz Hans um 1550, dann Ochs Hans. Um 1680 besaß den Hof Zehender Leonhard, jedenfalls als „Handroß“ (Nebenhof) zu seinem Anwesen Hs.–Nr. 3. Später kommen als Besitzer Simon und Leonhard Krottenmüller von der Rutzenmühle vor, die offenbar den Hof ebenfalls als Nebengut bewirtschafteten. Erst dann werden als selbständige Inhaber benannt:

1706 Geyer Elias und Lorenz aus Hirschbronn Hs.–Nr. 9 (?).
1727 Geyer Alban, Bauer, „aus Hirschbronn“.
1758 Geyer Simon. Besaß noch Hs.-Nr. 11 als „Handroß“, in das 1766 der Blitz einschlug.
1796 Geyer Georg Simon.
1833 Geyer Johann Wolfgang.
1863 Schwab Georg Michael aus Ratzenwinden Hs.–Nr. 8, Schwiegersohn (Bruder Johann Michael in Ratzenwinden).
1902 Schwab Johann Georg.
1929 Herbst Christian aus Obereichenbach, Schwiegersohn, Bauer.

09. Hofhaus zu Nr. 8.

| 10. Wird in alter Zeit als ein ganzer Hof bezeichnet, zu dem eine Zeitlang auch Hs.–Nr. 14 gehörte. Zur Pfarrei Sachsen waren bestimmte Abgaben, auch Handlöhne zu entrichten; doch ist nichts Genaueres bekannt. Älteste Besitzer waren Weiß Kunz um 1515, Weiß Hans um 1550, dann Weger Hans, Weger Lienhard. Nach dem Dreißigjährigen Kriege kaufte den Hof Martin Veit Beißer aus Rudelshofen, nachdem der Hof bis dahin öd gelegen war, im Jahre 1656, wohl zunächst als Nebengut zu Hs.–Nr. 12.
1678 Beißer Hans Martin, Sohn des Martin Veit. Er heiratete eine Elisabeth Weger, vermutlich eine Enkelin des obengenannten Lienhard Weger.
1705 Beißer Hans Leonhard.
1741 Geißelsöder Johann Leonhard aus Herpersdorf, Schwiegersohn.
1779 Geißelsöder Johann Leonhard.
1811 Geißelsöder Andreas.
1830 Messerer Johann Georg aus Immeldorf; heiratete die Witwe. Zog später nach Nürnberg.
1847 Geißelsöder Johann Andreas, Sohn des Andreas Geißelsöder (Bruder Joh. Georg auf Hs.–Nr. 18).
1884 Geißelsöder Johann Andreas.
1909 Geißelsöder Johann Georg, Bauer.

11. Bildete ehedem mit Hs.–Nr. 12 zusammen einen großen Hof. Die alten Besitzer sind bei Hs.–Nr. 12 aufgeführt. Wann der Hof geteilt wurde, ist nicht bekannt. Späterhin führte die Familie Geyer von Hs.–Nr. 8 den Halbhof als Nebengut.

1766 Geyer Simon auf Hs.–Nr. 8.
1796 Geyer Georg Simon auf Hs.–Nr. 8.
1826 Herbst Johann Christian aus Katterbach, Schwiegersohn. Verkaufte 1855 den Hof und zog auf die Rangenmühle bei Oberdachstetten.
 Der Hof wurde daraufhin aufgelassen, ein Teil des Besitzes wurde wieder mit dem ursprünglichen Hof Hs.–Nr. 12 vereinigt.
12. Der ganze Hof (siehe Nr. 11) hatte folgende Altbesitzer, deren Reihenfolge jedoch nicht genau feststeht: Herbst Erhard um 1515, Meck (Möck) Lienhard um 1550, dann Meck Hans, Lang Hans, Stadelmann Hans, Wörlein Michael. Nach dem Dreißigjährigen Kriege kam Veit Martin Beißer auf den Hof. Er heiratete eine „Rutzendorferin“, vermutlich die Erbin des Hofes. Dazu erwarb er 1656 noch den Hof Nr. 10, offenbar für einen zweiten Sohn. In den Akten wird er als aus Neuburg a. d. Donau stammend erwähnt, während es beim Hof Nr. 10 heißt, daß er aus Rudelshofen sei. Beides wird wohl zusammenstimmen: Er war ein aus dem Neuburgischen um seines Glaubens willen Vertriebener, der sich zuerst in Rudelshofen und dann in Rutzendorf niederließ.|
1651 Beißer (Peiser, Beyser) Veit Martin.
1680 Beißer Willibald.
1732 Beißer Georg.
0?00 Beißer Johann.
1782 Beißer Johann Simon, Halbbauer.
1813 Schreiner Georg Michael aus Kirschendorf, Schwiegersohn.
0?00 Schreiner Georg Leonhard, Adoptivsohn.
1864 Käpplinger Georg Peter aus Neukirchen Hs.–Nr. 3, Schwiegersohn (Bruder Johann in Neukirchen).
1906 Käpplinger Johann.
1926 Birnbaum Friedrich Georg aus Katterbach, Bauer.

13. Als Altbesitzer können angeführt werden: Schuster Hans um 1515, Müller Jörg um 1550, Schmidt Barthel um 1589, Barth Lorenz, Lutz Veit (letztere in unsicherer Reihenfolge).

1680 Wenk Christoph, Zimmermeister.
1704 Wenk Adam, Halbbauer und Zimmermann.
1748 Wenk Johann Matthias.
1786 Schwab Andreas aus Gotzendorf, Schwiegersohn.
1815 Link Johann Konrad.
1829 Rossel Johann Leonhard aus Hirschbronn.
1864 Lacher Georg Adam aus Gösseldorf, Schwiegersohn.
1906 Oberseider Johann Georg aus Wüstenbruck, Schwiegersohn.
1924 Uhl Georg aus Elpersdorf, Schwiegersohn, Bauer.

14. Wurde in alter Zeit als „Gütlein“ bezeichnet und gelegentlich als Nebengut bei anderen Gütern oder Höfen mitgeführt. Es werden als alte Besitzer angeführt (in unsicherer Reihenfolge): Warter Lorenz vor 1619, hernach auf Hs.–Nr. 5, Volk Martin, Strauß Jakob, Rötenbacher Leonhard, Grimm Hans, Keil Hans Sebastian um 1680, Wenk Christoph auf Hs.–Nr. 13, Heinlein Johann Georg.

1739 Kreisel Konrad.
0?00 Böckler Andreas.
1774 Böckler Johann Georg, Gütler.
1812 Böckler Andreas.
1823 Beißer Georg Leonhard aus Hs.–Nr. 12; heiratete die Witwe.
1845 Böckler Georg, Sohn des Andreas Böckler.
1871 Böckler Johann Michael. Zog 1877 nach Höfstetten. Das Anwesen erwarb Andreas Helmreich auf Hs.–Nr. 17. Das Haus blieb leer bis 1907.
1907 Hamberger Johann Konrad. Kam von Hs.–Nr. 5 her.
1917 Hamberger Georg Konrad, Landwirt.
15. Von alten Inhabern des Gutes werden genannt (in unsicherer Reihenfolge): Kraft Matthes um 1515, Hemper Peter, Herbst Erhard aus Hs.–Nr. 16, Schumann (Schönmann, Schemmen) Fritz um 1550,| Zigermann Georg, Dörflein Hans, Mangold Sebastian, Weißmann Andreas auf Hs.–Nr. 18.
1680 Fläschner (Fleßner) Leonhard.
1698 Fläschner Simon, Bauer.
1734 Fläschner Johann Simon.
1774 Fläschner Johann Michael.
1812 Fläschner Johann Michael.

 Der Sohn des Genannten, Johann Simon Fläschner, heiratete 1842 nach Steinbach auf Hs.–Nr. 20 (Gastwirtschaft und Brauerei). Das elterliche Gut wurde zertrümmert, das Haus später abgebrochen. Es stand im Talgrund gegenüber von Hs.–Nr. 13 und 14.

16. Gehörte ehedem mit Hs.–Nr. 17 zusammen zu einem ganzen Hofe, der erst 1702 geteilt wurde.
 Als ältester Inhaber des Ganz–Hofes wird Peter Weiß erwähnt. Eine plündernde Bande des Burgvogtes Schott (siehe S. 91) brannte 1490 den Hof nieder. Peter Weiß verkaufte dann die „Brandstütze“ an Hans Soler auf Hs.–Nr. 18. Die Familie Soler besaß den Hof noch 1515. Dann erscheint Erhard Herbst auf Hs.–Nr. 12 als Besitzer, um 1550 Balthasar Ströhlein, weiterhin – in unsicherer Reihenfolge – Schmidt Barthel, Warter Peter, Rummel Hans, Übel Hans, Böst Georg, Fleßner (Fläschner) Leonhard.

1670 Reiß Hans, Bauer. Er teilte den Hof 1702 unter seine 2 Söhne.
1703 Reiß Leonhard Stephan (Bruder Veit auf Hs.–Nr. 17).
1733 Reiß Johann Leonhard.
1759 Endres Johann Leonhard aus Volkersdorf Hs.–Nr. 5, ein Witwer; heiratete die Witwe des Reiß.
1780 Reiß Oktavian, Sohn des Joh. Leonh. Reiß.
1811 Reiß Johann Simon, Halbbauer.
1852 Hörauf Johann Sixtus, Gütler und Schneidermeister. Zog von Hs.–Nr. 5 her.
1861 Hörauf Johann Georg.
1905 Hörauf Georg Michael, Gütler und Schuhmacher.
1932 Hörauf Johann Georg, Landwirt.

17. Halbhof, 1702 vom Haupthof Nr. 16 abgezweigt.

1702 Reiß Veit, Bauer.
1740 Reiß Johann. Kam ins Abwesen und starb im Hirtenhaus zu Sachsen.
1747 Blümlein Georg Michael auf Hs.–Nr. 18. Erwarb den Hof als Nebengut und übergab ihn später seinem Sohne.
1769 Blümlein Georg, genannt der „obere Blümlein“ im Gegensatz zu seinem Bruder Georg Michael auf Hs.–Nr. 18.
1811 Blümlein Johann Michael.
1841 Helmreich Andreas aus Neukirchen Hs.–Nr. 7, Schwiegersohn (Bruder Georg Andreas in Neukirchen).|
1875 Helmreich Georg Andreas. Zog 1907 nach Milmersdorf Hs.–Nr. 2 (Bruder Johann Georg in Volkersdorf Hs.–Nr. 16).

 Der Hof wurde 1907 aufgelöst, die Grundstücke verkauft, das Haus zu Hs.–Nr. 16 genommen.

18. War stets ein ganzer Hof. Unter den ältesten Inhabern werden genannt: Soler Hans um 1500, nochmals ein Soler Hans um 1550, dann Soler Leonhard um 1584; weiterhin Übel Hans (siehe Hs.–Nr.16), dann nach dem Dreißigjährigen Kriege Herold Konrad, Gerichtsschreiber in Lichtenau, Wenk Christoph auf Hs.–Nr. 13, Haller Johann Friedrich, nürnbergischer Pfleger in Lichtenau, Weißmann Andreas.

0?00 Käpplinger Stephan, Bauer.
1736 Blümlein Georg Michael, Bauer aus Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 15.
1780 Blümlein Georg Michael, genannt der „untere Blümlein“ (Bruder Georg auf Hs.–Nr. 17).
1821 Blümlein Johann Christoph, Bauer (Bruder Christoph in Hirschbronn Hs.–Nr. 12).
1852 Geißelsöder Johann Georg von Hs.–Nr. 10, Schwiegersohn, genannt der „untere Geiselsöder“. Baute 1881 das Haus neu (Bruder Joh. Andreas auf Hs.–Nr. 10).
1883 Geißelsöder Johann Andreas.
1913 Wagner Johann Georg aus Geislohe, Schwiegersohn, Bauer.

19. Die grundherrlichen Rechte besaß zu diesem Gute um 1515 eine Frau Schaller in Ansbach, dann Wolf Wurm in Gunzenhausen, der den Besitz 1539 an den Markgrafen verkaufte. Seitdem war für Gült, Zins und Handlohn das Hofkastenamt in Ansbach zuständig. Als Altbesitzer ist lediglich Endres Stephan aus dem Jahre 1515 überliefert.

1669 Ziegermann Leonhard.
1678 Wiesinger Adam, Schwiegersohn.
1695 Moll Hans Leonhard, Schwiegersohn.
1737 Moll Konrad, Bauer.
1771 Moll Johann Michael.
1815 Moll Johann Michael.
1848 Moll Johann Jakob.
1896 Moll Leonhard. Er verkaufte einen Teil der Grundstücke und schließlich auch den Rest-Hof.
1900 Reim Georg Michael aus Immeldorf.
1922 Reim Georg, Bauer.

 Ein Brechhaus stand vordem an der Straße nach Sachsen, ist jetzt zu einem Maschinenhaus umgebaut.


| Neukirchen

01. Das Gut gehörte mit Zins und Gült zum Gumbertusstift Ansbach (Stiftsamt). Von den älteren Besitzern werden erwähnt: Reinhard Hans um 1603, später Wollinger Stephan. Nach dem Dreißigjährigen Kriege erscheinen die Paukner.

0?00 Paukner Hans Michael.
1660 Paukner Andreas.
1696 Geyer Martin, Bauer.
1731 Geyer Johann Georg.
1747 Städler Hans Wolf; heiratete die Witwe Geyers.
1773 Geyer Johann Jakob, Sohn des Joh. Georg Geyer.
1815 Geyer Johann Leonhard.
1848 Geyer Johann Georg. Zog 1869 nach Ansbach.
1869 Eschenbacher Johann Michael aus Külbingen.
1891 Eschenbacher Georg (Bruder Joh. Michael auf Hs.–Nr. 13).
1919 Kernstock Georg Michael aus Herpersdorf, Schwiegersohn, Bauer.

02. Die Grundherrschaft übte das Gumbertusstift Ansbach aus; doch mußte das Handlohn an die Pfarrei Sachsen gegeben werden. Als Altbesitzer sind bekannt: Striedolt Hans um 1600, dann Rudelt Hans und Gärtner Michel. Nach dem Dreißigjährigen Kriege lag das Gut öde bis 1655. In neuerer Zeit ist es zugleich Wirtshaus.

1655 Schröter Franz aus Hs.–Nr. 11.
0?00 Brandweiner Florian. Zog nach Hirschbronn.
1678 Bogendörfer Adam. Zog nach Göddersklingen.
1681 Ellinger Tobias. Mußte „abgeschafft“ werden, da er jahrelang keine Abgaben leistete. 1692 brannte das Haus ab.
1693 Brandweiner Stephan Peter, Köbler (Gütler).
1736 Scherzer Daniel aus Lichtenau, Schwiegersohn.
1768 Wendler Johann aus Habnith (bei Wunsiedel), Webermeister, Schwiegersohn.
1804 Barthel Johann Michael aus Ansbach, Webermeister.
1836 Barthel Johann Georg, Gütler und Webermeister.
1841 Barthel Georg Leonhard. Zog 1850 nach Kurzendorf.
1850 Heinlein Georg Wolfgang aus Boxbrunn, Webermeister.
1870 Heinlein Johann Leonhard, Gütler, Weber und Wirt. Zog 1905 nach Ansbach.
1905 Arold Georg Michael, vordem in Hirschbronn Hs.–Nr. 5.
1919 Arold Johann Georg, Bauer und Gastwirt.
03. Der Hof war wohl in ältester Zeit mit Hs.–Nr. 4 vereinigt zu einem großen Hofe; doch muß die Teilung schon sehr früh erfolgt sein. Um 1453 wurden beide Höfe von der damals gegründeten Frühmesse zu Immeldorf angekauft, so daß sie dorthin – später an die| dortige Pfarrei – Zins, Gült und Handlohn zu entrichten hatten. Eine Wiedervereinigung der Höfe geschah 1844 durch die Familie Käpplinger, bis 1896 neuerdings geteilt wurde. Alte Besitzer des Hofes: Veßlein Hans um 1540, Hoffmann Barthel, Behem Fritz, Meixner Georg um 1624. Nach dem Dreißigjährigen Krieg: Paintner Christoph, Hetzer Georg um 1665, Balthasar Ehrenbrand mit seinem Sohne Hans.
0?00 Ehrenbrand Hans.
1684 Ehard Paul, heiratete die Witwe Ehrenbrands.
1730 Käpplinger (Kepplinger) Michael, Halbbauer.
1770 Käpplinger Georg Michael.
1806 Käpplinger Georg Michael.
1836 Käpplinger Georg Andreas. Er kaufte 1844 noch den Nachbarhof Nr. 4 dazu.
1863 Käpplinger Johann (Bruder Georg Peter in Rutzendorf Hs.–Nr. 12). Er teilte die vereinigten Höfe wieder unter seine beiden Söhne.
1898 Käpplinger Johann Georg, Bauer (Bruder Georg Peter auf Hs.–Nr. 4).
1928 Volland Georg aus Hornsegen, Bauer, Schwiegersohn.

04. Siehe das bei Hs.–Nr. 3 Gesagte. Grundherrin war die Frühmesse Immeldorf. Als älteste Hofbesitzer können genannt werden: Deurner Balthasar um 1540, Schwab Hans, Bogendörfer Adam, Seybolt Benedikt.

1676 Osterseher Hans.
1681 Heidingsfelder Matthias aus Alberndorf Hs.–Nr. 8.
1702 Paukner Hans Michael aus Schwimbach bei Thalmässing, Schwiegersohn.
1746 Paukner Johann. Neben ihm seine Brüder Andreas Adam, Maurer, und Hans Michael.
1781 Paukner Andreas.
1820 Arold (Arld) Georg Konrad. Verzog 1844 nach Lichtenau.
1844–1896 Familie Käpplinger auf Hof Nr. 3.
1896 Käpplinger Georg Peter (Bruder Johann Georg auf Hs.–Nr. 3).
1911 Schwarzbeck Johann Georg aus Käferbach; heiratete die Witwe Käpplingers.
1931 Arold Georg aus Hs.–Nr. 2, Schwiegersohn des Käpplinger.

05. Hirtenhaus, jetzt Armenhaus.

06. Wurde 1729 von Hans Adam Ziegler auf gemeindlichem Grund und Boden erbaut unter gleichzeitiger Übernahme des Mesnerdienstes an der Kirche in Neukirchen (siehe S. 218). Als Neubau gehörte das Haus mit seinen Abgaben zum Vogteiamt Vestenberg. Es war „Leerhaus“, d. i. ohne Grundbesitz.|
1729 Ziegler Hans Adam, Schneider und Weber aus Rutzendorf.
1769 Ziegler Johann Christoph.
1773 Schentel Leonhard aus Hs.–Nr. 12.
1807 Kernstock Georg Leonhard, Schwiegersohn, Taglöhner.
1825 Kernstock Johann Adam, Hirte.
1852 Kernstock Johann, Gütler und Schneidermeister.
1872 Bogendörfer Georg Friedrich aus Sachsen, Schäfer.
1897 Wenk, Witwe des Joh. Georg Wenk von Hs.–Nr. 12.
1905 Ellrott Johann Leonhard, Stiefbruder des Wenk, aus Opfenried am Hesselberg, Zimmermann und Landwirt. Baute 1911 das Haus neu auf.
1929 Ellrott Johann Jakob, Zimmermann und Landwirt.

07. Altes Hofgut, zum Almosenamt Nürnberg zins- und gültpflichtig. Von den ältesten Besitzern ist nichts bekannt; nur Lorenz Schauer um 1540 dürfte hier zu nennen sein. Nach dem Dreißigjährigen Kriege kam der Hof wohl bald in die Hände der Familie Helmreich.

0?00 Helmreich Stephan, Bauer.
1719 Helmreich Georg.
1745 Helmreich Leonhard.
1780 Helmreich Johann Simon.
1806 Helmreich Andreas. Er teilte den Hof unter die beiden Söhne Georg Andreas und Georg Michael. Ersterer erhielt den Haupthof als Nr. 7a, letzterer den Nebenhof 7b.

7a. 1844 Helmreich Georg Andreas (Bruder Andreas in Rutzendorf Hs.–Nr. 17, Bruder Georg Michael auf Hs.–Nr. 7b).

1883 Helmreich Andreas. Blieb kinderlos, verkaufte den Hof (Bruder Georg Michael in Hirschbronn Hs.–Nr. 12, Bruder Georg Andreas in Milmersdorf Hs.–Nr. 3).
1901 Meyer Friedrich aus Triebendorf; heiratete eine Tochter von Helmreichs Bruder in Hirschbronn. Bauer.
1939 Meyer Georg Konrad, Bauer.

7b. 1839 Helmreich Georg Michael (Bruder Georg Andreas auf Hs.–Nr. 7a).

1870 Helmreich Georg Andreas. Verzog nach Lehrberg (Bruder Georg Peter in Hirschbronn Hs.–Nr. 8).
1895 Dorfner Christian von Bertholdsdorf. Zog nach Ansbach.
1903 Körber Johann Georg aus Käferbach.
1936 Körber Johann Michael, genannt Georg, Landwirt.
08. War von jeher ein großes Hofgut unter der Grundherrschaft des Almosenamtes Nürnberg. Als Altbesitzer ist Hans Ströhlein um 1540 bekannt. Nach dem Dreißigjährigen Kriege ließ sich die Familie Kernstock auf dem Anwesen nieder.|
0?00 Kernstock Thomas.
1688 Kernstock Paul, Bauer (Bruder Andreas war Braumeister in Nürnberg).
1730 Kernstock Matthias Sixt. (Bruder Johann Paul in Alberndorf auf Hs.–Nr. 12).
1739 Schlötterer (Schlöderer) Johann Simon aus Wengenstadt; heiratete die Witwe Kernstocks.
1773 Schlötterer Andreas.
1808 Schlötterer Johann Simon.
1827 Reutelshöfer (Reitelshöfer) Georg Simon aus Katterbach. Ging nach Amerika.
1833 Reutelshöfer Johann Paulus aus Katterbach, Stiefbruder des Vorgenannten.

 Der Hof wurde 1866 unter die beiden Söhne Georg Peter und Johann Peter geteilt mit den neuen Hausnummern 8a und 8b.

8a. 1870 Reutelshöfer Johann Peter.

1904 Reutelshöfer Georg Leonhard, Bauer.

8b. 1866 Reutelshöfer Georg Peter, Bruder des obigen Johann Peter.

1895 Schwab Johann Christoph aus Rutzendorf, Schwiegersohn.
1926 Schwab Georg Peter, Bauer. Er verkaufte 1939 seinen Grundbesitz und erwarb das Anwesen Hs.–Nr. 13 in Sachsen. Das Haus in Neukirchen wurde vermietet.

09. Das Gut gehörte jedenfalls ehedem zum Hof Hs.–Nr. 10 und ist vermutlich aus einem ursprünglichen Hofhause hervorgegangen. Eben darum stand es wie Hs.–Nr. 10 unter der Grundherrschaft der Familie Zeltner in Nürnberg. Um 1603 wird ein Kunz Weiß als Besitzer erwähnt.

1732 Ziegler Bartholomäus.
0?00 Ziegler Johann Georg, Schneidermeister.
1796 Griesmeyer Johann Georg, Gütler, Schwiegersohn.
1831 Griesmeyer Johann.
1858 Beißer Johann Adam aus Sauernheim, Schwiegersohn.
1893 Beißer Georg Wolfgang.
1934 Beißer Karl Luitpold, Landwirt.
10. Aus der Lage der Grundstücke darf geschlossen werden, das in allerältester Zeit die beiden Höfe Nr. 10 und 11 zusammengehörten; doch Muß die Trennung schon sehr früh erfolgt sein. Im Jahre 1603 wird als Grundherr für Hs.–Nr. 10, ebenso wie für Hs.–Nr. 9, ein Samuel Greys in Ansbach angeführt, aber Näheres ist hierüber nicht bekannt. Späterhin erscheinen jederzeit die Herren v. Zeltner in Nürnberg als zuständig für Zins, Gült und Handlohn. Als Altbesitzer kommt nur Kunz Böhem 1603 vor.|
0?00 Hager Matthes, Bauer.
1690 Sichhart Thomas; heiratete die Witwe Hagers.
1718 Stützer Hans Martin aus Steinbach, Schwiegersohn.
1732 Madinger Johann Michael aus Steinbach; heiratete die Witwe.
1761 Madinger Johann Georg.
1783 Egersdörfer Johann Michael aus Külbingen; heirat. die Witwe.
1805 Madinger (Mattinger) Georg Leonhard, Sohn des Joh. Georg.
1834 Wellhöfer Johann Jakob aus Obereichenbach; heiratete die Stieftochter des Madinger.
1871 Wellhöfer Johann Jakob.
1884 Geißelsöder Georg Andreas aus Rutzendorf Hs.–Nr. 10; heiratete die Witwe Wellhöfers.
1909 Arnold Georg Michael aus Obereichenbach, Schwiegersohn von Geißelsöder.
1938 Arnold Georg, Bauer.

11. Wird als „Hofgut“ bezeichnet, dem K1oster Heilsbronn zins- und gültpflichtig. Der zehnte mußte an die Frühmesse und spätere Pfarrei Immeldorf abgegeben werden. über die einstige Zusammengehörigkeit mit dem Nachbarhofe siehe bei Hs.–Nr. 10. Als alte Inhaber des Hofes erscheinen: Weiß Kunz 1448, Frentzlein Hans 1505, Meißner Georg 1603.

1655 Schröter Familie.
1738 Geyer Johann Michael.
1741 Jordan Michael aus Wendsdorf bei Fernabrünst.
1745 Arold Michael aus Kaltengreuth; heiratete die Witwe Jordans.
1769 Scherzer Georg Valentin aus Nennslingen; heiratete die Witwe Arolds.
1778 Wittmann (Wiedmann) Georg Kaspar aus Wasserzell, Schwiegersohn Arolds.
1820 Wittmann Johann Georg.
1853 Wittmann Johann Michael.
1884 Wittmann Johann Michael.
1921 Wittmann Georg Christian, Bauer.

12. Ist um 1724 erbaut worden auf gemeindlichem Grund und Boden. Als Neubau war es zum Vogteiamt Vestenberg abgabenpflichtig. Eine Zeitlang war es Wirtshaus. Ursprünglich war es „Leerhaus“, d. h. ohne eigenen Grundbesitz.

1724 Stamminger Leopold.
0?00 Schöntel (Schentel) Hans Michael.
1762 Schöntel Leonhard. Zog 1773 auf Hs.–Nr. 6.
1779 Braun Christoph, Schneidermeister.
1807 Braun Johann Erhard, Schneidermeister.
1846 Wenk Georg Simon, Schwiegersohn, Gütler und Wirt aus Bernhardswinden.|
1877 Wenk Johann Georg, Gütler und Wirt.
1887 Ringler Michael, Gütler und Waldarbeiter.
1925 Sturm Johann Paulus aus Külbingen, Schwiegersohn.

13. Ein „Halbhof“, wie es in den Urkunden heißt. Er war auch wie Hs.–Nr. 3 und 4 zur Frühmesse Immeldorf abgabenpflichtig. Als älteste Besitzer werden genannt: Lederer Hans um 1540, dann Weiß Hans, Vollet Hans, Warter Endres, Ehehard Paul.

1694 Hofer Hans Jakob, Schwiegersohn des Ehehard.
1724 Würflein (Wörflein) Friedrich aus Warzfelden, Bauer.
1741 Körner Georg Peter; heiratete die Witwe Würfleins.
1768 Würflein Johann Paul, Sohn des Friedrich Würflein.
1798 Würflein Johann Georg.
1836 Würflein Johann Georg.
1862 Würflein Johann Paul. Zog nach Ansbach.
1881 Eschenbacher Johann Michael aus Hs.–Nr. 1, Bauer.
1914 Eschenbacher Johann Simon (Bruder Joh. Konrad auf Hs.–Nr. 17).

14. Die Kirche.

15. Das Brechhaus. Stand auf dem Wasen gegen Külbingen, wurde vor Jahren abgebrochen.

16. Neuerer Bau.

1863 Kernstock Johann Adam, Gütler aus Hs.–Nr. 6.
1901 Sept Johann Bernhard aus Untereichenbach, Schwiegersohn, Gütler und Waldarbeiter.
1935 Sept Georg, Landwirt.

17. Neubau vom Jahre 1898. Ursprünglich Hofhaus zu Nr. 7b.

1898 Bogendörfer Georg Friedrich, Schäfer. Kam von Hs.–Nr. 6 her.
1902 Bogendörfer Johann Georg, Gütler und Schäfer.
1919 Eschenbacher Johann Konrad aus Hs.–Nr. 13; heiratete die Witwe Bogendörfers; Landwirt (Bruder Johann Simon auf Hs.–Nr. 13).
1939 Kolb Johann Leonhard aus Bernhardswinden, Schwiegersohn Bogendörfers.


| Hirschbronn

01. Wird in alten Urkunden als „Halbbof“ bezeichnet, woraus hervorgeht, daß das Anwesen in ältester Zeit mit dem Nachbarhof Nr. 3 zu einem großen Hof verbunden war. Die Grundherrschaft über Hs.–Nr. 1 stand dem Markgrafen zu, der Gült und Zins durch sein Hofkastenamt in Ansbach einheben ließ.

0?00 Röth Stephan.
1652 Schmidt Hans.
1669 Hoffmeyer Hans, Bauer.
1677 Rüffelmacher Paul; heiratete die Witwe Hoffmeyers.
0?00 Hoffmeyer Andreas, vermutlich der Sohn des Hans Hoffmeyer.
1705 Hoffmeyer Hans Wolf.
1745 Hoffmeyer Jakob.
1754 Stürmer Johann Leonhard aus Untereichenbach, Bauer.
1807 Stürmer Johann Stephan.
1848 Stürmer Johann Stephan.
1859 Stürmer Johann Adam, Bruder des Vorgenannten. War zuvor Bauer in Göddersklingen gewesen.
1875 Luger Johann Georg aus Hs.–Nr. 6, Schwiegersohn, Bauer (Bruder Johann Leonhard auf Nr. 6).
1908 Berger Johann Georg von Hs.–Nr. 11, Schwiegersohn (Bruder Johann Konrad auf Nr. 11).
1935 Berger Johann Konrad, Bauer.

02. Den Hof besaß einst Gottfried von Seinsheim, ein Ritter. Er verkaufte ihn 1336 an das Kloster Heilsbronn, das fortan die fälligen Abgaben einhob.

1717 Bischoff Johann, Bauer.
1746 Bischoff Andreas.
1779 Ebert Georg Michael aus Hennenbach, Schwiegersohn.
1813 Ebert Georg Michael.
1853 Ebert Georg Michael.
1886 Ebert Johann Georg.
1921 Ebert Johann Georg, Bauer.

03. In den Urkunden als „Halbhof“ angeführt, siehe Hs.–Nr. 1. Das Gumbertusstift (Stiftsamt) in Ansbach hat 1661 das Obereigentum mit Zins und Gült von einem Herrn Lorenz Eyselein in Ansbach erworben.

1660 Heidingsfelder Lenhard, Bauer.
1691 Heidingsfelder Albanus.
1731 Schmidt Hans.
0?00 Zehender Andreas.|
0?00 Obermeyer Andreas Wilhelm, Halbbauer.
1763 Obermeyer Johann Georg.
1802 Obermeyer Michael (Bruder Johann Zacharias in Volkersdorf Hs.–Nr. 15).
1832 Arold Johann Georg aus Alberndorf Hs.–Nr. 1, Schwiegersohn, Bauer (Bruder Georg Peter in Alberndorf).
1866 Arold Georg Peter.
1902 Arold Johann Leonhard, Bauer.
1938 Arold Johann Leonhard, Bauer.

04. Ein zum Gumbertusstift in Ansbach mit Gült und Zins gehöriges Gut.

0?00 Geyer Matthes (?).
1691 Geyer Leonhard (?).
1718 Schmidt Hans Balthasar, Bauer.
1736 Schmidt Hans Georg.
1764 Willer Martin aus Rückersdorf; heiratete die Witwe Schmidts.
1783 Schmidt Johann Georg, Sohn des Hans Georg Schmidt.
0?00 Schmidt Andreas Wilhelm.
1852 Börner Georg Konrad vom Palmeshof; heiratete die Stieftochter Schmidts.
1897 Helmreich Georg Peter, von Hs.–Nr. 8 hergezogen.
1908 Besendörfer Georg Simon, Gütler. Kam von Hs.–Nr. 7 hierher.
1910 Besendörfer Johann Stephan.
1934 Schwab Johann aus Hinterholz, Bauer; heiratete die Adoptivtochter, Schwester-Tochter Besendörfers.

05. Ein Halbhof, der anscheinend längere Zeit mit Hs.–Nr. 6 verbunden war zu einem großen Hofe. Vordem besaß das Obereigentum über beide Höfe die reiche Kaufmannsfamilie Ayrer in Nürnberg; von ihnen gingen sie 1690 bzw. 1698 an den Markgrafen über, der durch das Hofkastenamt in Ansbach die treffenden Abgaben einheben ließ. Altbesitzer des Hofes waren Modschiedel Thomas u. Göß Michel.

1660 Holzmann Michel.
1685 Lößlein Georg, Bauer.
1732 Lößlein Sebastian.
1764 Lößlein Johann Matthias.
1784 Obermeyer Johann Simon aus Hs.–Nr. 3; heiratete die Witwe.
1818 Obermeyer Johann Martin, Halbbauer.
1846 Obermeyer Georg Michael, Bauer und Wirt.
1864 Arold Georg Michael von Hs.–Nr. 3, Bauer und Wirt; heiratete die Witwe Obermeyers (Bruder Georg Peter auf Nr. 3).
1878 Obermeyer Johann Georg, Sohn des Georg Michael Obermeyer. Zog 1890 nach Ansbach.
1890 Arold Georg Michael von Alberndorf Hs.–Nr. 1 (Bruder Johann Georg dort). Zog 1905 nach Neukirchen Hs.–Nr. 2.|
1905 Arnold Konrad Simon aus Mittelbach. Zog v. Hs.–Nr. 8 hierher.
1912 Arnold Johann Leonhard.
1929 Walter Adam aus Mosbach, Bauer; heiratete die Ww. Arnolds.

06. Über den Zusammenhang mit dem vorigen Hofe siehe Hs.–Nr. 5. Der Hof wurde 1690 durch den Markgrafen von Johann Bernhard Ayrer in Nürnberg gekauft, unterstand also von da ab mit Zinsen und Gülten dem Hofkastenamt in Ansbach. Von alten Besitzern ist nichts bekannt.

1680 Luger Hans, Bauer.
1703 Luger Leonhard.
1739 Luger Georg (Bruder Georg Leonhard auf Hs.–Nr. 7).
1756 Kernstock Johann Michael aus Alberndorf Hs.–Nr. 12; heiratete die Witwe Lugers (Bruder Hans Matthias in Alberndorf).
1784 Luger Georg Leonhard aus Hs.–Nr. 7 (Bruder Gg. Andreas dort).
1811 Sturm Johann Georg.
1815 Heinrich Martin. Der Hof wurde 1819 großenteils zerschlagen und erst später wieder durch Zulauf hochgebracht. Im Hofhaus wohnte längere Zeit eine Familie Fischer, bis auch dieses Gebäude durch den Nachbesitzer des Hofes, Georg Andreas Luger, wieder zurückgekauft wurde.
1841 Luger Georg Andreas, Sohn des Georg Leonhard.
1870 Luger Johann Leonhard (Bruder Joh. Georg auf Hs.–Nr. 1).
1902 Schlötterer Johann Georg aus Wengenstadt, Schwiegersohn, Bauer, zur Zeit Bürgermeister.

07. Eine Nachricht aus dem Jahre 1550 besagt, daß dieses Gut einst dem Gotteshaus zu Sachsen gehört habe, aber zum Bau der Kirche veräußert worden sei; doch ist hierüber nichts weiter bekannt. Späterhin wird es stets als das „Nürnberger Gut“ bezeichnet, weil es offenbar meist in den Händen Nürnberger Familien lag. Um 1550 wird Wolf Auer zu Eyb als Grundherr angeführt, aber mit der Beifügung, daß das Gut zur Ehaft Lichtenau gehöre; letzteres läßt sich nur dadurch erklären, daß früher ein nürnbergischer Grundherr zuständig war. Später gehörte das Gut den Freiherrn v. Haller in Nürnberg, die Zins und Gült vereinnahmten. Als frühere Besitzer werden erwähnt: Weiß Michel um 1550, Assenbaum Adam nach 1600.

1696 Geyer Lorenz (2). Zog später nach Sachsen Hs.–Nr. 13.
1752 Luger Georg Leonhard.
1786 Luger Georg Andreas, Halbbauer.
0?00 Krebs Johann Georg.
1838 Besendörfer Johann aus Gotzendorf, Gütler.
1874 Besendörfer Georg Simon. Zog nach Hs.–Nr. 4.
1908 Kloha Johann Michael aus Dautenwinden.
1928 Schlötterer Johann Andreas aus Hs.–Nr. 6, Schwiegersohn, Bauer (Bruder Leonhard in Alberndorf Hs.–Nr. 5).
| 08. Gottfried von Seinsheim verkaufte das Gut 1336 an das Kloster Heilsbronn, wohin es dann zins- und gültpflichtig war.
0?00 Geret Johann Michael.
1847 Pirner Michael Lorenz aus Bonnhof, Gütler.
1875 Helmreich Georg Peter von Neukirchen Hs.–Nr. 7b, Schwiegersohn. Zog 1897 nach Hs.–Nr. 4 (Bruder Georg Andreas in Neukirchen).
1897 Arnold Konrad Simon aus Mittelbach. Zog auf Hs.–Nr. 5.
1905 Kittel Johann Konrad aus Herpersdorf, Bauer.

081/2. Wurde von Hs.–Nr. 8 abgetrennt.

1850 Schuster Johann Georg aus Oberramersdorf Hs.–Nr. 6, Gütler (Bruder Johann Michael in Oberrammersdorf).
1886 Schuster Johann Michael.
1919 Platzöder Georg aus Wernsbach, Schwiegersohn, Bauer.

09. Wird in den Urkunden als „Köblersgut“ bezeichnet und gehörte wohl zum Gumbertusstift in Ansbach mit Zins und Gült. über die alten Besitzer des Gutes ist nichts Sicheres bekannt.

1691 Geyer Elias (?). Zog 1706 nach Rutzendorf Hs.–Nr. 8.
1727 Schneider Elias, Bauer (?).
1760 Böringer Johann (?).
1809 Lotter Johann Michael aus Moratneustetten, Gütler.
1850 Lotter Georg Michael.
1878 Lotter Michael. Zog 1907 nach Ansbach, Ww. starb i. Sachsen 1929.
1907 Hochreuther Friedrich von Rügland, Gütler. Verzog nach Hürbel.
1920 Bauer Johann Matthias von Großhabersdorf. Zog nach Hürbel.
1930 Obergruber Georg aus Külbingen, Schäfer und Landwirt.

10. Soviel ersichtlich ist, gehörte das Gut einst den Herren v. Wolmershausen zu Purleschwaben an der Jagst, die auch eine Zeitlang das Schloß zu Roßtal innehatten. Später erwarb es die Stadt Ansbach als Grundherrin. Es galt als Halbhof.

1792 Scheibenberger Johann Leonhard, Halbbauer.
1795 Berger Johann Jakob aus Hs.–Nr. 12; heiratete die Witwe (Bruder Sebastian auf Nr. 12).
1798 Birklein (Birkler) Georg Michael aus Kolmschneidbach; dritter Ehemann der Witwe Scheibenberger.
1832 Buchinger Johann Thomas aus Winkelhaid, Schwiegersohn des Birklein.
1854 Maurer Johann Peter aus Neuendettelsau; heiratete die Witwe Buchingers.
1876 Buchinger Johann Michael, Sohn des vorgenannten Buchinger. Verzog nach Weihenzell.
1898 Wedel Georg Leonhard aus Unternzenn.
1919 Wedel Markus, Bauer.
| 11. Bildete mit Hs.–Nr. 12 ehedem einen ganzen Hof, der erst 1757 geteilt wurde. Er hatte als Grundherren einst die Herren v. Seinsheim. Gottfried v. Seinsheim verkaufte ihn 1336 an das Kloster Heilsbronn samt Gült und Zins. Nach dem Dreißigjährigen Kriege ließ sich die Familie Berger auf dem Hofe nieder.
1684 Berger Johann Christian, Bauer.
1722 Berger Jeremias. Dieser teilte den Hof unter seine beiden Söhne Johann Georg und Jakob Michael.
1750 Berger Johann Georg.
1774 Weiß Friedrich aus Ratzenwinden; heiratete die Witwe Bergers.
1799 Berger Johann Michael, Sohn des Joh. Georg Berger.
1828 Scheibenberger Johann Leonhard von Hs.–Nr. 10 (Sohn des dort genannten Joh. Leonhard); heiratete die Witwe Bergers.
1841 Berger Johann Michael, Sohn des obigen Joh. Michael.
1879 Berger Georg Leonhard.
1912 Berger Johann Konrad, Bauer (Bruder Joh. Georg aus Hs.–Nr. 1).

12. Halbhof, 1757 vom Hofe Nr. 11 abgetrennt. War wie dieser dem Kloster Heilsbronn abgabenpflichtig.

1757 Berger Michael Jakob, Bruder des Joh. Georg auf Nr. 11, Bauer.
1796 Berger Sebastian (Bruder Joh. Michael in Milmersdorf Nr. 3).
1819 Blümlein Christoph aus Rutzendorf Hs.–Nr. 18; heiratete die Witwe Bergers (Bruder Joh. Christoph in Rutzendorf).
1850 Blümlein Georg Michael.
1871 Helmreich Georg Michael aus Neukirchen Hs.–Nr. 7b, Schwiegersohn (Bruder Andreas in Neukirchen, Bruder Georg Andreas in Milmersdorf Hs.–Nr. 3).
1907 Helmreich Georg Andreas, Bauer (Bruder Joh. Michael in Alberndorf Hs.–Nr. 1). – Seit 1934 die Witwe.

13. Hirtenhaus.

14. Wurde 1589 als Wohnung für die markgräflichen Wildmeister erbaut und gehörte den Markgrafen. Erst nach 1815 ging das Haus in Privatbesitz über. Als Wildmeister sind bekannt:

Kellermann Hans, † 1697.
Schmied Matthias Sixt.
Meyer Johann Christoph, † 1749.
Türkis Michael, † 1755.
Gabernac Johann Alexander Heinrich.
Kuhn Johann Melchior, † 1767.
Schneider Johann Christoph, † 1785. Stiftete zur Kirche 2 silberne Leuchter, 2 silberne Kannen, 1 silbernes Taufbecken mit Kanne, 100 fl. zur Unterstützung armer Kinder.
Scheer Johann Benedikt, † 1815.|
Weiterhin wurde das Haus bewohnt von Johann Albrecht Pfaldler aus Gollhofen und Johann Kaspar Stützer, Schneidermeister. Dann erwarb die Familie Ott das Anwesen.
0?00 Ott Johann Paul, Maurer aus Lichtenau.
1845 Ott Johann Michael, Gütler und Wirt.
1876 Ott Johann Georg, Maurer, Gütler, Wirt.
1909 Ott Georg Andreas.
1937 Ott Johann, Bauer und Wirt.

15. War wohl ehedem Hofhaus zu Nr. 2, steht im Kataster von 1835 noch nicht verzeichnet.

1825 Zippold Johann Adam aus Wallersdorf, Maurer (wohnte zunächst wohl nur in Miete dort).
1863 Keim Georg Leonhard aus Büschelbach, Taglöhner; heiratete eine Enkelin des Zippold.
1900 Keim Johann Thomas, Ablöswärter (Bruder Joh. Georg in Sachsen Hs.–Nr. 39).
1905 Rösch Johann Christian, Schuhmacher; heiratete die Witwe des Keim.

16. Neuerer Bau.

0?00 Gsell Johann Simon, Schneidermeister.
1867 Gsell Georg Peter, Schneidermeister.
1892 Gsell Johann Simon, Schneidermeister.
1929 Gsell Johann Georg, Schäfer und Landwirt (Bruder Georg Peter in Alberndorf Hs.–Nr. 11).

 Bahnwärterhaus, südlich vom Dorf.

 Ein Brechhaus stand bis vor wenig Jahren an der Straße nach Sachsen gegenüber von Hs.–Nr. 16. Es wurde abgebrochen.

 Im Jahre 1796 ist im Sterbebuch von Sachsen ein Haus in der „Klinge“ aufgeführt, das Klingenhaus genannt. Es wurde nach diesem Jahre anscheinend nicht mehr bewohnt und verfiel. Heute ist jede Spur verschwunden.


| Alberndorf

 Sämtliche Anwesen standen unter markgräflicher Grundherrschaft (Hofkastenamt Ansbach); nur das Wirtshaus hatte seine Abgaben an das Gumbertusstift (Stiftsamt) in Ansbach zu leisten.

01. Zu diesem Hofe gehörte auch von alters her der Nachbarhof Hs.–Nr. 12. Es war ein großer Hof, genannt der „Herrenhof“ oder das „Hofgut“. Der Inhaber des Hofes hieß der Herrenbauer oder Amtsbauer. Erst 1725 erfolgte die Teilung des Hofes gemäß den beiden Hausnummern 1 und 12. Als alte Besitzer des ganzen Hofes kommen vor: Hertlein Leonhard um 1529; Caselius Johann, markgräflicher Schreiber zu Ansbach, um 1594; Hoffmann Obristleutnant um 1666; dessen Witwe schenkte den Hof der Markgräfin Johanna Elisabetha 1675; diese verkaufte ihn 1676 weiter an Georg Arold von Zailach. In dem Kaufbrief steht, daß der Hof Brauereigerechtigkeit besaß, wozu noch 1738 die erforderliche Einrichtung vorhanden war; doch wurde die Brauerei weder damals noch später ausgeübt.

1676 Arold Hans Jörg, Bauer aus Zailach.
1707 Arold Hans Martin. Er erhielt nur den halben Hof, während die andere Hälfte 1725 an seinen Schwager Johann Paul Kernstock fiel. Genannt wurde er der „vordere Herrenbauer“.
1733 Steinbauer Johann Georg aus Höfstetten; heiratete die Witwe.
1736 Arold Georg Michael, Sohn des Hans Martin. Er erwarb 1764 noch das Anwesen Nr. 7 zu seinem Hof.
1768 Arold Michael Adam.
1826 Arold Georg Peter (Bruder Johann Georg in Hirschbronn Hs.–Nr. 3).
1860 Arold Johann Georg.
1892 Arold Johann Georg. Verzog 1900 nach Ansbach.
1900 Heubeck Georg Konrad von Milmersdorf Hs.–Nr. 8, zuerst auf Hs.–Nr. 10 in Alberndorf (Bruder Johann Simon in Milmersdorf).
1910 Helmreich Johann Michael aus Hirschbronn Hs.–Nr. 12, Schwiegersohn, Bauer (Bruder Georg Andreas in Hirschbronn).
1939 Helmreich Johann Friedrich, Bauer.

02. Wurde 1754 als „Schmiedstatt“ auf einem von der Gemeinde gekauften Bauplatz errichtet. Dazu wurde das „Feuerrecht“ von dem Hause Nr. 6 hierher gezogen.

1754 Böhm Johann, erster Schmiedmeister.
1769 Kraft Peter. Versah nebenbei noch die damalige Zollstelle in Alberndorf.
1793 Kraft Johann Heinrich, Schmied.
1828 Wolf Johann Michael, Schmied.
1860 Wolf Johann Michael, Schmied.|
1864 Gempel Johann Adam aus Brand, Gütler und Schmiedmeister; heiratete die Witwe Wolfs.
1887 Croner Johann Georg aus Neudorf b. Dietenhofen, Schmiedmst.
1928 Croner Georg Jakob, Landwirt und Schmiedmeister.

03. Ein „Köblersgut“. Um 1529 erscheint als Besitzer Leonhard Nebelein, weiterhin Lienhard Sebald und Matthes Braun. Eine Zeitlang war es nach dem Dreißigjährigen Krieg mit Hs.–Nr. 4 vereinigt.

1669 Braun Matthes.
1691 Krebs Wolfgang.
1715 Krebs Johann Kaspar, Schneider, Zolleinnehmer und „Pfeifer“ (Musiker). Zog 1735 auf Hs.–Nr. 4.
1735 Krebs Lorenz Kaspar, Sohn des Vorgenannten. Zog 1756 ebenfalls auf Hs.–Nr. 4.
1765 Wölfel Johann Kaspar, Bäckermeister aus Schalkhausen. Richtete eine Bäckerei auf dem Hause ein.
1778 Horn Johann, Bäckermeister.
1812 Horn Johann Michael, Bäcker.
1840 Kallert Johann Peter aus Oberrammstadt, Landwirt und Bäcker.
1871 Kallert Georg Martin, Bäckermeister. Zog 1883 auf Hs.–Nr. 5.
1891 Hamberger Johann Simon aus Rutzendorf Hs.–Nr. 5, Gütler (Bruder Joh. Konrad in Rutzendorf).
1931 Hamberger Johann Paul, Landwirt.

04. Ist stets als ein „Gütlein“ benannt. Als Inhaber kommt um 1529 Peter Schindler vor, nach dem Dreißigjährigen Kriege Matthes Braun (siehe Hs.–Nr. 3).

1669 Bühringer Hans.
1676 Niedermeyer Wolf; heiratete die Witwe Bühringers.
1677 Hüttner Leonhard.
1682 Gruber Jeremias. Sog nach Hs.–Nr. 5.
1683 Andreas Konrad. Kam von Hs.–Nr. 5 im Tausch mit Gruber.
1693 Brandweiner Stephan Peter (siehe Hirschbronn Hs.–Nr. 2).
1735 Krebs Johann Kaspar. Kam von Hs.–Nr. 3 her.
1756 Krebs Lorenz Kaspar. Kam von Hs.–Nr. 3 her.
1811 erwarb Joh. Simon Bischof von Hs.–Nr. 5 das Gütlein. Das Haus diente dann als Hofhaus zu Nr. 5. Später ging es in den Besitz der Familie Hammeter über.
1871 Hammeter Johann Michael aus Sachsen Hs.–Nr. 30, Zimmermann und Gütler (Bruder Georg Leonhard in Sachsen).
1905 Hammeter Johann Georg, Zimmermann und Landwirt.

05. War ehedem ein „Söldengut“, also ein kleineres Gut. Als Besitzer wird 1529 erwähnt Thomas Rapolt, dann Simon Söhler.

1669 Zischga Tobias.
1680 Andreas Konrad; heiratete die Witwe Zischgas. Zog nach Nr. 4.|
1683 Gruber Jeremias. Kam von Hs.–Nr. 4 her im Tausch mit seinem Schwiegervater Andreas.
 Der Müllermeister Hans Kohn von Steinbach Hs.–Nr. 13 kaufte 1698 die eine Hälfte des Gutes, 1702 die andere Hälfte; :1717 erwarb dann die Familie Wellhöfer Haus und Gut.
1717 Wellhöfer Hans Georg.
1749 Wellhöfer Johann Adam.
1787 Bischof Johann Simon aus Kaltengreuth, Schwiegersohn.
1819 Schuler Johann Paul aus Claffheim, Schwiegersohn.
1851 Schuler Johann Peter.
1875 Greul Johann Michael aus Höfstetten, Schwiegersohn. 1883 verzog die Familie.
1883 Kallert Georg Martin, Bäckermeister. Kam von Hs.–Nr. 3 her.
1896 Bogenreuther Georg Michael aus Frankendorf, Schwiegersohn.
1932 Schlötterer Leonhard aus Hirschbronn Hs.–Nr. 6, Schwiegersohn, Bauer (Bruder Joh. Andreas in Hirschbronn Hs.–Nr. 7).

06. „Söldengut“ mit Wirtschaft, früher auch mit Brauereigerechtigkeit, bis 1754 zugleich „Schmiedstatt“ (siehe Hs.–Nr. 2), zeitweise auch Bäckerei. Die grundherrschaftlichen Rechte standen dem Gumbertusstift in Ansbach zu. Um 1500 war auf dem Anwesen ein Mann namens Köhler, um 1600 Georg Hoffmann, ein Schmied, während des Dreißigjährigen Krieges Peter Veit, ebenfalls ein Schmied, später Matthes Arnold.

1679 Geyer Matthes, Schmied und Wirt.
1704 Heidingsfelder Adam aus Sachsen Hs.–Nr. 27, Wirt.
1737 Hunger Sixt aus Wassermungenau, Schwiegersohn, Wirt. Die Schmiede versah damals der „Bestandschmied“ (Pächter) Stephan Kraft.
1758 Riegel Sixt aus Frankendorf; heiratete die Witwe Hungers.
1783 Hörner Andreas aus Gailroth, Schwiegersohn des Riegel.
1800 Streng Johann Stephan aus Lehrberg, Braumeister.
1820 Bürger Daniel aus Petersaurach; heiratete die Witwe.
1843 Streng Johann Georg, Sohn des obigen Streng, Bierbrauer.
1877 Kernstock Johann Georg aus Hs.–Nr. 12, Wirt (Bruder Georg Michael auf Hs.–Nr. 12, Bruder Georg Friedrich in Claffheim).
1910 Kernstock Johann Georg, Sohn des Georg Friedrich in Claffheim, Gastwirt und Bauer.

07. War in alter Zeit ein Viertelshof, den folgende Besitzer innehatten: Apel Jorg um 1529, später Wellhöfer Leonhard und Geymann Martin. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erscheinen:

1653 Walter Hans.
1663 Madinger Wolfgang. Nach dessen Tode erwarb das Gut
1723 Weiß Urban, Kornschreiber in Ansbach, der schon das Anwesen Hs.–Nr. 8 besaß. Dieser zog die Mehrzahl der Grundstücke von| Hs.–Nr. 8 zu Hs.–Nr. 7, um hier einen „Dreiviertelshof“ zu bilden, der freilich in Wirklichkeit nicht einmal ein Halbhof war. Er starb 1739.
1741 Schuster Witwe von Hs.–Nr. 9 für ihren noch minderjährigen Sohn aus erster Ehe, der erst 1753 den Hof bezog.
1753 Heidingsfelder Johann Martin aus Hs.–Nr. 9 (Bruder Hans Wolfgang dort).
1764 Arold Georg Michael auf Hs.–Nr. 1. Er wie seine Nachfolger führten die Bewirtschaftung der Grundstücke von ihrem Hofe aus fort, hielten aber doch Haus und Hofrait von Hs.–Nr. 7 in gutem Stande. In neuerer Zeit wurde das Anwesen wieder selbständig.
1888 Schmidt Georg Leonhard aus Großhaslach, Taglöhner.
1902 Zippold Georg Leonhard aus Hirschbronn, Schwiegersohn.
1921 Bischoff Michael aus Eyb, Schwiegersohn, Landwirt.

08. In alter Zeit war es ein Nebenhaus (wohl Hofhaus) zum Hofe Nr. 9. Sixt Heidingsfelder teilte 1684 diesen Hof und übergab seinem Sohne Lienhard die eine, wohl kleinere Hälfte mit dem Sitz auf dem Nebenhause.

1684 Heidingsfelder Lienhard aus Hs.–Nr. 9 (Bruder Hans dort). Nach seinem Tode verkaufte die Witwe das Anwesen.
1701 Weiß Urban, Kornschreiber in Ansbach. Als er 1738 das Gut Hs.–Nr. 7 erwarb, zog er die meisten Grundstücke von Hs.–Nr. 8 dorthin, verkaufte auch noch einiges und ließ so bei dem Hause nur ganz wenig Grundbesitz. Seine Witwe verkaufte 1746 das Gütlein.
1746 Wagner Leonhard.
1756 Haiger Leonhard in Gunzenhausen. Verkaufte auch die noch vorhandenen Grundstücke, so daß nur ein „Leerhaus“ übrigblieb.
1757 Hoffmeyer Jakob.
1760 Buchner Philipp.
1769 Buchner Johann Paul.
0?00 Horn Johann Michael.
1808 Scharf Johann Paulus, Maurer.
1844 Beyer Georg Michael aus Weiherschneidbach, Schwiegersohn, Schneidermeister.
1870 Lutz Johann Jakob aus Weißenbronn, Schwiegersohn, Schuhmachermeister. Zog 1890 nach Ansbach.
1890 Scheumann Johann Simon aus Ziegendorf, Gütler, Bahnarbeiter.
1912 Croner Friedrich aus Neudorf, Schwiegersohn, Landwirt.
09. Daß in ältester Zeit die beiden Höfe Hs.–Nr. 9 und 10 zusammengehörten und einen großen Hof bildeten, ist aus der ganzen Anlage der Höfe klar ersichtlich. Die Trennung muß aber schon sehr früh geschehen sein. Um 1529 wird als Besitzer des oberen Hofes Hans Vogel| der Junge erwähnt, um 1600 der Bauer Peter Wunderlein. Sein Sohn Lienhard Wunderlein verzog sich im Dreißigjährigen Krieg „hinter Jochsberg“. Nach ihm wird ein Lienhard Cammerer genannt.
1654 Heidingsfelder (Heidelfelder) Sixt, Bauer. Er teilte :1684 den Hof und übergab die eine Hälfte seinem Sohn Leonhard (siehe Hs.–Nr. 8). Die andere behielt er selbst zunächst noch weiter.
1687 Obermeyer Georg aus Tiefental; heiratete die Witwe des Sixt.
1718 Heidingsfelder Hans, Sohn des Sixt (Bruder Leonhard auf Hs.–Nr. 8).
1735 Schuster Hans Thomas aus Tiefenthal; heiratete die Witwe.
1747 Heidingsfelder Hans Wolfgang, Sohn des obigen Hans.
1785 Heidingsfelder Georg Thomas (Bruder Joh. Wolfgang in Zandt Hs.–Nr. 17, Bruder Sebastian dort Hs.–Nr. 4).
1836 Heidingsfelder Johann Georg (Bruder Georg Michael in Volkersdorf Hs.–Nr. 21).
1851 Heubeck Johann Leonhard aus Milmersdorf Hs.–Nr. 1; heiratete die Stieftochter Heidingsfelders, geb. Gartenlöhner (Bruder Leonhard in Milmersdorf).
1888 Heubeck Johann Leonhard (Bruder Johann Paul auf Hs.–Nr. 10).
1922 Heubeck Johann Georg, Bauer.

10. Über die alte Zugehörigkeit zum Nachbarhofe siehe Hs.–Nr. 9. Um 1529 wird als Besitzer Paulus Reinhard aufgeführt, später Leonhard Lotter.

0?00 Heidingsfelder Leonhard Stephan.
1700 Albrecht Konrad, Schwiegersohn.
1707 Wellhöfer Georg; heiratete die Witwe Albrechts.
1747 Wellhöfer Johann.
1779 Wellhöfer Johann Michael.
1814 Kernstock Johann Michael aus Hs.–Nr. 12, Schwiegersohn (Bruder Johann Paul auf Nr. 12).
1845 Kernstock Johann Paulus.
1876 Wagner Konrad aus Leidendorf, Schwiegersohn. Zog nach Lichtenau.
1883 Heubeck Georg Konrad aus Milmersdorf Hs.–Nr. 8. Siedelte auf Hs.–Nr. 1 über (Bruder Johann Simon in Milmersdorf).
1900 Heubeck Johann Paul aus Hs.–Nr. 9. Herzog nach Cronheim (Bruder Joh. Leonh. auf Hs.–Nr. 9).
1931 Meyer Johann aus Neuses bei Burgoberbach, Bauer.

11. War ursprünglich Hofhaus zu Hs.–Hr. 12 und stand gegenüber diesem Hause im Garten der Wirtschaft Hs.–Nr. 6. Um das Jahr 1900 wurde es abgebrochen und an seiner jetzigen Stelle neu aufgebaut.

1892 Meier Georg Konrad aus Großhaslach und hernach in Vestenberg, Bahnarbeiter und Gütler.
1919 Gsell Georg Peter aus Hirschbronn Hs.–Nr. 16, Landwirt (Bruder Johann Georg in Hirschbronn).
| 12. Über den Zusammenhang mit dem Hofe Hs.–Nr. 1 siehe dort.
1725 Kernstock Johann Paul aus Neukirchen Hs.–Nr. 8, der „hintere Herrenbauer“ genannt (Bruder Matthias Sixt in Neukirchen).
1766 Kernstock Hans Matthias.
1813 Kernstock Johann Paul.
1850 Kernstock Johann Michael.
1892 Kernstock Georg Michael. Verzog nach Ansbach (Bruder Joh. Georg auf Hs.–Nr. 6, Bruder Georg Friedrich in Claffheim).
1901 Vogelhuber Johann Peter. Kam von Dautenwinden.
1917 Vogelhuber Johann Georg, Sohn, war vorher in Steinbach bei Elpersdorf ansässig.

 In alter Zeit stand in Alberndorf noch ein Haus, das zum Pflegamt Lichtenau gehörte. Das Haus muß aber schon sehr früh eingegangen sein; das zugehörige geringe Besitztum wurde verpachtet. Um 1480 hatte deshalb Fritz Fischer aus Rutzendorf eine kleine Abgabe nach Lichtenau zu leisten, „von einer Hofstatt zu Alberndorf“, wie es in den Akten heißt. Wo die Hofstatt stand, läßt sich nicht sagen.

 Im Gemeindebezirk liegt weiter noch ein Bahnwärterhaus nordwestlich vom Dorf.

 Die beiden Hirtenhäuser besaß der Ort gemeinschaftlich mit Steinbach. Siehe dort Hs.–Nr. 14 und 26.

 Das seit längerem abgebrochene Brechhaus befand sich etwas nordöstlich vom Dorf.


| Steinbach

 Weil der Ort mit Alberndorf von jeher eine Gemeinde bildete, wurden seinerzeit auch die Hausnummern von Alberndorf aus unmittelbar in Steinbach fortgesetzt. Es folgt darum hier anschließend sogleich Hs.–Nr. 13.

13. Genannt die „Vordere Mühle“. Grundherr war der Markgraf von Ansbach, an dessen Hofkastenamt Zins, Gült und andere Abgaben zu entrichten waren. Als Besitzer erscheint um 1529 ein „Peter Müller“, um 1594 Johann Caselius, markgräflicher Beamter in Ansbach, nach dem Dreißigjährigen Kriege Johann Hoffmann, Obristleutnant zu Ansbach.

1660 Lierer Siegmund, Müller.
1679 Kohn Hans, Müllermeister; heiratete die Witwe Lierers.
 Das Besitztum wurde nunmehr geteilt. Der eine Teil mit der Mühle blieb in der Hand der Kohnschen Familie, den andern Teil erhielt der Schwiegersohn Haßold.

 a) Die Mühle mit ihrem Teil.

1717 Kohn Michael.
0?00 Kohn Johann. Besaß 1755 auch Hs.–Nr. 4 in Volkersdorf.
1776 Heinlein Georg Konrad, Müllermeister von der Bruckmühle in Ansbach (bei der Schloßbrücke).
1809 Heinlein Johann Valentin.
1850 Heinlein Johann Leonhard.
1881 Heinlein Johann Friedrich.
1912 Heinlein Johann Friedrich, Diplom-Ingenieur. Kaufte 1914 den Hof Nr. 24 dazu. Verunglückte 1927.
1931 Gollisch Friedrich, Müllermeister aus Weiboldshausen. Er erwarb nur die Mühle, der Grundbesitz wurde veräußert.

 b) Der andere Teil des Mühlgutes.

1725 Haßold Hans Georg, vorher auf Hs.–Nr. 16. Wird als Bäckermeister bezeichnet. Schwiegersohn des Hans Kohn.
1730 Schwarzbeck Michael. Scheint die Witwe Haßolds geheiratet zu haben.
1732 Welsch Johann Michael, Müller.
1740 Schwarz Ulrich, Müller aus Schwabach; heiratete die Witwe des Welsch.
1765 Welsch Johann Georg, Sohn des obigen Welsch. Ist verzogen.
0?00 Arold Johann Georg, anscheinend aus Alberndorf Hs.–Nr. 1, weil er als „Herrenbauer in Steinbach“ bezeichnet wird.|
1782 Arold Johann Matthias, Sohn des Johann Leonhard Arold auf Hs.–Nr. 19. Er saß noch 1808 auf seiner Gutshälfte. Später scheint diese von der Familie Heinlein zur Mühle übernommen worden zu sein.
 NB. Die Besitzverhältnisse der Mühle sind nicht klar aus den Akten und Urkunden zu ersehen, weshalb in obiger Darstellung Irrtümer nicht ausgeschlossen sind.

13a. Ehemaliges Nebenhaus zur vorderen Mühle.

1932 Seibold Michael, Schuhmacher.

13b. Wurde von Mühlbesitzer Heinlein vor Jahren an Stelle des dort befindlichen Hirtenhauses erbaut und diente als Wohnung für den Müllermeister.

1932 Zischler Hans.
1935 Wälzlein Johann Georg, Arbeiter.

14. Vordem Hirtenhaus, dann Gemeinde- und Armenhaus. Es trug ursprünglich die Hs.–Nr. 26. Nachdem jedoch das andere Hirtenhaus, das eigentlich die Hs.–Nr. 14 trug, von dem Besitzer der vorderen Mühle abgebrochen worden war, um an seiner Stelle einen Neubau zu errichten (siehe Hs.–Nr. 13b), wurde die Nummer 14 auf das jetzt noch stehende Hirtenhaus übertragen. Das Haus ist gemeinsam mit Alberndorf.

15. Wird in alten Salbüchern als „Häuslein mit einem Gärtlein“ ausgeführt. Grundherr war der Markgraf (Hofkastenamt).

1669 Strohmeyer Georg.
1672 Schwarzmann Barthel.
1674 Rummel Hans Leonhard, markgräflicher Förster und Vogelfänger.
1714 Rummel Hans Ernst und Schmidt Johann, je zur Hälfte.
1735 Weisel Hans Simon, kaufte die Hälfte des Joh. Schmidt.
1746 Birkner Abraham, Schwiegersohn Rummels, auf halbem Haus.
1750 Wellhöfer Georg, mit halbem Anteil.
1753 Grauf Johann, auf Wellhöfers Teil.
1753 Wurzinger Georg Michael, Webermeister; heiratete die geschiedene Frau Weisels.
1770 Höttinger Johann Leonhard, auf halbem Anteil.
1818 Wurzinger Christian, Webermeister. Besaß anscheinend das ganze Haus.
1821 Blank Johann Thomas, Webermeister aus Niederoberbach; heiratete die Witwe Wurzingers.
1848 Blank Johann Tobias, Gütler und Webermeister.
1877 Blank Georg Wolfgang. Baute sich 1906 das Haus Nr. 28.
1907 Andörfer Johann Adam.
| 16. Ein „Häuslein“ mit Backgerechtigkeit, im übrigen ein „Leerhaus“, d. h. damals ohne jeden Grundbesitz. Grundherr war der Markgraf (Hofkastenamt Ansbach).
1669 Sedelmeyer Christoph.
1671 Goppelt Nikolaus.
1688 Goppelt Georg.
1705 Stadler Johann.
1722 Haßold Johann Georg, Bäckermeister. Zog 1725 nach Hs.–Nr. 13.
1730 Fischer Johann Samuel. Kam ins Abwesen.
0?00 Arold Georg Michael in Alberndorf Hs.–Nr. 1 (als Nebenhaus).
1764 Schmutter Johann Heinrich.
1765 Wölfel Johann Kaspar in Alberndorf Hs.–Nr. 3 (Nebenhaus).
1802 Kraft Johann Heinrich, Schmied in Alberndorf Hs.–Nr. 2.
1828 Wolf Johann Michel, Schmied in Alberndorf Hs.–Nr. 2.
 Die Letztgenannten besaßen das Haus offenbar nur als Nebenanwesen, das anderweitig vermietet wurde. Als Mieter erscheint:
1793 Andörfer Johann aus Steinbach, Gütler.
1829 Andörfer Georg Peter. Hat vermutlich das Haus zu eigen erworben (Bruder Johann auf Hs.–Nr. 21).
1870 Andörfer Georg Adam. Sein Sohn erwarb 1907 das Haus Nr. 15, worauf der Vater zu ihm zog.
 Das Haus steht seitdem leer.

161/2. Neubau von Joh. Georg Andörfer 1876.

1876 Andörfer Johann Georg aus Hs.–Nr. 16.
1901 Einfalt Georg Konrad, Handelsmann.
1932 Einfalt Johann, Wagner und Landwirt.

17. Die ehemalige „Hintere Müh1e“. Das Mühlrecht wurde beim Bahnbau 1858 abgelöst, zugleich mit Abtretung des Weihers und anderen Grundbesitzes um 18000 fl. Die Grundherrschaft mit Zins und Gült besaß der Deutschherrenorden zu Eschenbach.

1645 Auer Georg, Müllermeister.
1685 Auer Jörg Kaspar, Müller.
1695 Auer Wolf, Bruder des Jörg Kaspar.
1736 Auer Johann Leonhard, Sohn des Wolf.
1784 Heubeck Georg Leonhard aus Milmersdorf Hs.–Nr. 1, Schwiegersohn.
1818 Pfeiffer Johann Georg, Stiefsohn des Heubeck, Müllermeister.
1862 Fläschner Johann Wolfgang aus Hs.–Nr. 20, Schwiegersohn, Bauer und Metzgermeister.
1893 Pfeiffer Johann Georg, Stiefsohn Fläschners.
1920 Reuther Johann Leonhard aus Gunzendorf, Schwiegersohn, Bauer.
| 18. Wird als ein „Gütlein“ bezeichnet. War dem Markgrafen (Hofkastenamt in Ansbach) zinspflichtig. Als frühere Besitzer sind anzunehmen: Soller Hans um 1529, dann Schindler Eberhard, um 1663 Diringer Hans, weiter Andreas Konrad (siehe Alberndorf Hs.–Nr. 4), 1693 Brandweiner Stephan Peter (siehe Alberndorf Hs.–Nr. 4). Von den folgenden Inhabern des Hauses ist nichts bekannt.
1835 Stadler Johann Michael. Zog von Hs.–Nr. 20 hierher. Das Haus war damals offenbar Hofhaus zu Nr. 20.
1886 Fläschner Johann Simon. Zog von Hs.–Nr. 20 her. Da sein Sohn auf die hintere Mühle 1862 geheiratet hatte, hielt er sich ebenfalls zu dieser Mühle und vererbte sein Haus dorthin als Hofhaus. Nach seinem Tode wurde es verkauft.
1902 Leidel Johann Michael aus Hs.–Nr. 23, Bahngehilfe.
1932 Leidel Georg, Schreiner und Landwirt.

19. War einst ein „kleiner Bauernhof“, der zum Gumbertusstift in Ansbach Zins und Gült zu leisten hatte. Frühere Besitzer waren wahrscheinlich Friedrich Weiß um 1600, dann Lorenz Weiß.

1642 Dörflein Hans.
1695 Madinger Michel aus Alberndorf Hs.–Nr. 7, Schwiegersohn.
0?00 Madinger Martin. Er verkaufte die Hälfte des Hofes an
1739 Arold Johann Adam aus Kaltengreuth. Dieser heiratete 1783 die Witwe Hagers in Sachsen Hs.–Nr. 5 und zog dorthin.
1740 Arold Johann Leonhard, heiratete die Witwe Madingers und übernahm damit die andere Hälfte des Hofes.
1802 Schmidt Johann Konrad aus Deßmannsdorf, Halbbauer. Er hatte wohl wieder den ganzen Hof inne.
1830 Leidel Johann Paul aus Hs.–Nr. 23, Schwiegersohn, Webermeister.
1884 Neußer Johann aus Mosbach, Schäfer und Landwirt; heiratete eine Enkelin Leidels.
1915 Neußer Leonhard Christian, Schäfer, Landwirt.

20. Wirtshaus mit Brau- und Tafernrecht (Wirtschaftsrecht). War zum Deutschherrenorden in Eschenbach als dem Grundherren zins- und gültpflichtig.

1660 Neumann Johann, Weber und Wirt.
1683 Hunnenberger Marx; heiratete die Witwe Neumanns.
1718 Stützer Hans Georg, Wirt und Brauer.
1724 Schneider Simon aus Zandt Hs.–Nr. 7; heiratete die Witwe Stützers (Bruder Joh. Michael in Zandt).
0?00 Schneider Johann Simon. Starb 1812.
1813 Stadler Johann Michael aus Winterschneidbach. Heiratete die Witwe Schneiders, zog 1835 auf Hs.–Nr. 18.
1842 Fläschner Johann Simon aus Rutzendorf Hs.–Nr. 15, Gastwirt und Branntweinbrenner. Verkaufte 1886 und bezog Hs.–Nr. 18,| das nun Hofhaus zur hinteren Mühle wurde, wohin sein Sohn geheiratet hatte.
1886 Herbst Johann Balthasar aus Pfaffengreuth, zuerst in Lauterbach bei Buch a. Wald, Wirt.
1920 Herbst Johann, Bauer und Gastwirt.

21. Ein zum Gumbertusstift (Stiftsamt) in Ansbach zinspflichtiges Gut. Als frühere Besitzer dürften gelten: Kolb Lorenz, Weiß Lorenz, Meyer Leonhard um 1630.

1686 Meyer Jakob aus Eyb, Weber.
1724 Präuer (Bräuer) Georg Kaspar aus Pflaumfeld, Schwiegersohn, Webermeister.
1750 Präuer Johann Michael.
1788 Präuer Johann Michael, Webermeister.
1823 Andörfer Johann aus Hs.–Nr. 16, Gütler und Schneidermeister.
1873 Andörfer Johann, Gütler.
1908 Andörfer Johann Michael, Bauer (Bruder Ludwig Joh. in Steinhof Hs.–Nr. 15).
1934 Andörfer Georg Matthias, Adoptivsohn aus Steinhof Hs.–Nr. 15, Sohn des Landwirts Joh. Martin Fischer, Bauer.

22. Halbhof, zum Gumbertusstift in Ansbach zins- und gültpflichtig. Als älteste Besitzer dürfen angenommen werden: Waßmann Hans um 1600, dann Seubolt Jakob.

1684 Bauer Simon aus Stauf bei Thalmässing.
1692 Kern Veit; heiratete die Witwe Bauers.
1717 Kern Hans Matthias, Bauer.
1764 Riegel Johann Bernhard aus Frankendorf, Schwiegersohn.
1797 Riegel Georg Michael.
1841 Riegel Georg Konrad. Starb 1851, Witwe heiratete nach Volkersdorf Hs.–Nr. 13 (Peter Wagner). Vorübergehend hatte dann das Anwesen ein gewisser Pirner (Berner) inne.
1854 Farnbacher Georg Matthias von Zandt Hs.–Nr. 12, Maurer und Landwirt.
1884 Farnbacher Johann Leonhard, Zimmermann.
1921 Farnbacher Georg Friedrich, Bauer und Zimmermann.

23. Wird bald als Halbhof, bald als Söldengut bezeichnet. Die Grundherrschaft stand, soviel ersichtlich, der Stadt Ansbach zu; doch wird auch „Brandenburg“, d. h. der Markgraf, genannt. Die Verhältnisse liegen nicht klar.

1680 Stützer Martin, Weber.
1727 Stützer Lorenz, Zimmermeister.
1775 Stützer Michael, Webermeister.
1802 Leidel Johann Jeremias, Schwiegersohn, Gütler.
1844 Leidel Johann Konrad, Gütler und Maurer.|
1872 Leidel Johann Georg.
1909 Leidel Michael. Herzog 1927 nach Kettersbach. Kurze Zeit besaßen das Anwesen ein gewisser Gerhäuser und Leonhard Bögelein.
1932 Krißgau Johann, Landwirt.

24. War ein dem Gumbertusstift zinspflichtiger Hof. Als Altbesitzer kann wohl genannt werden: Nusselt Leonhard um 1600.

1680 Meyer Lienhard.
1717 Meyer (Maier, Meier) Hans Bartholomäus, Bauer.
1743 Meyer Michael.
1791 Meyer Johann Konrad. Kam ins Abwesen und verzog nach Ratzenwinden.
1810 Stamminger Georg Peter.
1832 Reichel Johann Urban aus Neuendettelsau; heiratete die Witwe.
1841 Sturm Georg Simon aus Katterbach, Schwiegersohn des Stamminger. Verzog 1872 nach Ansbach. Vorübergehend besaß den Hof ein gewisser Ruidörfer.
1874 Sturm Johann Jakob aus Rauenbuch, dann in Sachsen Hs.–Nr. 14.
1895 Sturm Johann Michael, Bauer. Verkaufte 1914 den Hof an den Mühlbesitzer Heinlein (Hs.–Nr. 13) und zog nach der Windmühle bei Ansbach.
 Der Hof wurde nunmehr aufgelöst und das Haus abgebrochen; lediglich die Scheune steht noch.

25. Die Büchenmühle. Stand unter der Grundherrschaft des Gumbertusstiftes (Stiftsamt) in Ansbach, wohin Zins, Gült und andere Abgaben zu leisten waren. Unter den älteren Inhabern der Mühle können genannt werden: Grautwerer Kunz um 1451, dann Keudel Hans und um 1634 der markgräfliche Beamte Caselius in Ansbach.

1663 Hammeter Adam, Müller. Verunglückte 1692.
1693 Schwenold Hans Andreas, Schwiegersohn.
1724 Kühn Michael aus Steinbach, Schwiegersohn. Verzog wieder nach Steinbach.
1738 Rappold Johann Adam, Müllermeister.
0?00 Rappold Johann Leonhard. Berstarb 1772.
1774 Kochler Johann Andreas von der Steinmühle.
1782 Dietrich Johann Michael von der Schockenmühle.
1807 Dietrich Philipp Heinrich.
1836 Dietrich Johann Georg.
1851 Schmidt Johann Martin aus Reckersdorf; heiratete die Witwe Dietrichs.
1876 Schmidt Georg Michael, Müllermeister.
1907 Schmidt Georg Friedrich.
1934 Schmidt-Sonnefeld Armin, Adoptivsohn aus Steinfeld in Thüringen, Müller und Bauer.
| 26. Zweites Hirtenhaus. Trug früher die Hausnummer 14, wurde dann abgebrochen und die Hausnummer auf das noch stehende andere Hirtenhaus übertragen (siehe Hs.–Nr. 14). An Stelle des abgebrochenen Hirtenhauses baute Müllermeister Heinlein ein Nebenwohnhaus.

27. Ein Neubau um das Jahr 1878.

1878 Ströhlein Jakob aus Hennenbach.
0?00 Einfalt Konrad. Zog 1901 nach Hs.–Nr. 161/2.
1901 Keim Johann aus Warzfelden, Wagnermeister, Bahnarbeiter.
1912 Keim Georg, Landwirt.

28. Neubau von Wolfgang Blank 1906.

1906 Blank Wolfgang, Gütler. Zog von Hs.–Nr. 15 hierher.
1913 Blank Georg Friedrich, im Kriege vermißt 1916.
1919 Reinfelder Georg Michael aus Neuses bei Niederoberbach, Bauer; heiratete die Witwe.

 Ein Brechhaus stand am Wege nach Rutzendorf, wurde abgebrochen.


| Ratzenwinden

 Sämtliche alten Höfe und Güter unterstanden dem Gumbertsusstift (Stiftsamt) zu Ansbach und hatten dorthin ihre Gülten, Zinsen und Handlöhne zu entrichten. Nur die späteren Anwesen, die beiden Walkmühlen und Hs.–Nr. 12 hatten den Markgrafen als Grundherrn (Hofkastenamt).

01. Ein „Söldengut“, d. i. ein kleineres Gut. Alte Besitzer sind wahrscheinlich: Seytz Georg um 1600, Methsieder Georg um 1684, Ortmann Michel, um 1718 Beckstein Johann.

1732 Schuh Johann Paul, Gütler.
1787 Paukner Georg Leonhard aus Wicklesgreuth, Schwiegersohn.
1814 Paukner Johann Martin.
1850 Paukner Georg Peter. Zog nach Hs.–Nr. 16.
1853 Schmidt Johann Kaspar, Schneidermeister.
1862 Schwendner Johann Georg von der oberen Walk, Schwiegersohn. Zog nach Hs.–Nr. 12 (Bruder Joh. Michael auf der oberen Walk).
1872 Hofmockel Johann Michael, Schreinermeister. Kam von Hs.–Nr. 12 her im Tausch mit Schwendner.
1915 Hofmockel Georg Simon, Schreinermeister.

02. Als Inhaber des alten Gutes werden erwähnt: Dietz Christoph um 1600, Groberger Jakob, Gulden Andreas der ältere, Gulden Hans Barthel um 1695, Greuel Hans Georg, Daum Martin um 1731.

1736 Hamberger Andreas, Bauer.
1757 Hamberger Michael.
1797 Hamberger Johann Georg. Sein Bruder Johann Thomas ließ sich erst in Oberrammersdorf, dann in Rutzendorf nieder (in Miete). Von dessen Tochter Anna Margareta stammen die dortigen Hamberger.
 1816 wurde das Gut verkauft und geteilt in 2a und 2b.

02a. Umfaßte den Hauptteil des Hofes.

1816 Lang Johann aus Brodswinden, Bauer.
1837 Simon Johann Simon aus Bammersdorf, Schwiegersohn.
1873 Buchinger Johann Georg Thomas aus Hirschbronn Hs.–Nr. 10, Schwiegersohn (Bruder Joh. Mich. in Hirschbronn).
1908 Buchinger Johann Georg, Bauer.

02b. Als Sitz des Gutes diente das frühere Hofhaus zu Nr. 2.

1816 Lacher Jakob, Gütler.
1843 Wagner Georg Michael aus Kaundorf (?).
1863 Renn Heinrich, Gütler.|
1872 Limberger Leonhard aus Göddersklingen.
1907 Limberger Johann Philipp, Schneidwerksbesitzer.
1929 Lober Johann Michael aus Schönbronn, Schwiegersohn, Landwirt.

03. Wird in den Urkunden als „Halbhof“ bezeichnet. Ältere Besitzer waren: Burckhardt Hans um 1600, später Grav Nikolaus.

1690 Madinger Matthes, Bauer.
1724 Madinger Johann Wolfgang aus Steinbach Hs.–Nr. 19.
1757 Kernstock Johann Thomas aus Alberndorf Hs.–Nr. 12, Schwiegersohn (Bruder Hans Matthias in Alberndorf).
1769 Arold Johann Georg aus Steinbach Hs.–Nr. 13; heiratete die Witwe Kernstocks (Bruder Joh. Matthias in Steinbach).
1791 Helmreich Georg Simon aus Neukirchen Hs.–Nr. 7, Schwiegersohn (Bruder Joh. Simon in Neukirchen).
1828 Popp Georg Michael aus Kettenhöfstetten, Schwiegersohn.
1857 Popp Johann Georg. Zog um 1870 nach Weidenbach.
 Der Hof wurde nun zerschlagen. Das Haus erwarb Bauer Appold von Hs.–Nr. 9; er brach es ab und baute ein neues im Anschluß an die Scheune. 1876 kaufte es ein Scharf aus Lichtenau, von diesem
1878 Simon Johann Georg aus Hs.–Nr. 28, Gütler.
1912 Simon Johann Michael, Landwirt (Bruder Peter in Volkersdorf Hs.–Nr. 19, Bruder Joh. Georg in Herpersdorf).
1939 Kastner Georg Michael, Zimmermann aus Brodswinden, Landwirt, Schwiegersohn.

04. Wird in alter Zeit als ein „Halbhof“, später als ein Gut benannt.

0?00 Greul Simon.
1694 Greul Hans Jörg.
1737 Greul Hans Michael, Bauer.
1771 Greul Johann Georg.
1806 Greul Johann Konrad.
1818 Schmidt Georg Michael aus Bammersdorf; heiratete die Witwe.
1836 Steinbauer Johann Markus aus Brodswinden (Höfstetten?), Schwiegersohn. Zog nach Hs.–Nr. 7.
1836 Flühr (Flier) Georg Lorenz aus Volkersdorf Hs.–Nr. 21.
1855 Flühr Georg Michael, Gütler und Wirt.
1889 Sturm Johann Georg von Oberaltenbernheim, Schwiegersohn.
1903 Lößlein Johann Leonhard von Mittelbach; heiratete die Witwe.
1927 Sturm Johann Georg, Sohn des vorgenannten Sturm, Landwirt und Gastwirt.
05. Erst als Halbhof, dann als Gut bezeichnet. Ältere Inhaber: Danner Michael um 1600, Gulden Andreas der jüngere um 1666, Castner Michel um 1690, Frank Hans Michel um 1715, vermutlich auch noch Beißer Wilhelm um 1732.|
0?00 Scheuermann Johann Thomas aus Leutershausen, Maurermstr.
1822 Scheuermann Johann Bernhard.
1829 Wörlein Johann Leonhard aus Gerbersdorf, Gütler und Wirt; heiratete die Witwe Scheuermanns.
1859 Emmert Johann Joseph, Schwiegersohn Wörleins, Gütler, Wirt.
1886 Emmert Johann Simon.
1920 Gärtner Johann Leonhard, Schwiegersohn, Bauer.

06. War früher das Hirtenhaus, ging um 1836 in Privatbesitz über und wurde dann ausgebaut.

1830 Leidel Johann, Taglöhner. Wohnte anfangs wohl noch in Miete im Hause.
1862 Leidel Johann Michael. Zog nach Wolfartswinden und weiter nach Winterschneidbach.
1872 Stamminger Johann Georg aus Großhaslach, Gütler.
1873 Ott Georg Simon aus Wicklesgreuth, dann in Adelmannssitz, Maurer.
1900 Vogelhuber Heinrich aus Sachsen Hs.–Nr. 17b, Schwiegersohn, Gütler und Waldarbeiter.
1933 Röschinger Georg Peter aus Volkersdorf Hs.–Nr. 21, Schwiegersohn, Landwirt.

07. War ursprünglich ein Hof, später ein Gut. Als Altbesitzer dürften zu nennen sein: Maurer Hans um 1600, Burckhardt Christoph um 1667, Hemeter Andreas Adam, Riffelmacher Christoph um 1725, Madinger Hans Andreas aus Steinbach um 1729, ein Kramer um 1748.

1780 Greul Johann Leonhard aus Hs.–Nr. 4, Bauer (Bruder Johann Georg in Hs.–Nr. 4).
1805 Ströhlein Georg Michael aus Oberrammersdorf Hs.–Nr. 13, Schwiegersohn.
1836 Steinbauer Johann Markus. Kam von Hs.–Nr. 4 her. 1845 baute er sich auf dem Steinhof an (Hs.–Nr. 14), 1853 wanderte er nach Amerika aus.
1845 Wagner Johann Georg aus Brodswinden, Gütler und Webersmeister.
1887 Wagner Johann Simon, Gütler und Weber. Zog nach Schlauersbach.
1917 Treiber Johann Paulus aus Frankendorf, dann in Fernabrünst, Gütler und Schuhmachermeister.
1927 Treiber Ulrich, Landwirt und Schuhmacher (Bruder Georg Leonhard in Zandt Hs.–Nr. 24).
08. Ein alter Hof, der ursprünglich jedenfalls mit dem Nachbarhofe Nr. 9 zusammen den ersten und ältesten Hof in Ratzenwinden bildete. Um das Jahr 1600 saß auf dem Hof Leonhard Mayr, nach ihm Hans Mayr, nach dem Dreißigjährigen Kriege Matthes Arnold (um 1660).|
1662 Schneider Kunz.
1690 Schneider Hans. Besaß noch Hs.–Nr. 12.
0?00 Frank Hans Michel. Wohl derselbe, der um 1715 auch das benachbarte Gut Hs.–Nr. 5 innehatte, vermutlich als Nebengut zu seinem Hofe.
1731 Schwab Leonhard Thomas, Schwiegersohn, Halbbauer.
1764 Schwab Johann Jakob.
1803 Schwab Johann Georg.
1810 Schwab Johann, Bruder des Johann Georg; heiratete die Witwe.
1840 Schwab Johann. Baute 1849 das Haus neu.
1874 Schwab Johann Michael (Bruder Georg Michael in Rutzendorf Hs.–Nr. 8).
1912 Schwab Johann Andreas. 1915 im Krieg gefallen.
1919 Schwab Johann Andreas aus Winterschneidbach, Anverwandter der Familie; heiratete die Witwe. 1923 Neubau des Hauses. Bauer, zur Zeit Bürgermeister.

09. Ältester Hof in Ratzenwinden, von dem hernach Nr. 8 abgezweigt wurde. Als Altbesitzer ist nur Hans Wagner um 1600 bekannt. Vielleicht darf auch der in der Urkunde von 1111 erwähnte Herr Acemann hierher gerechnet werden, da die in Ratzenwinden befindlichen Leibeigenen, ursprünglich Wenden, doch wohl alle von dem deutschen Hofe abhängig waren.

1690 Wehrer (Wöhrer) Matthes.
1722 Wehrer Hans Leonhard.
0?00 Schneider Hans Jörg. Besas noch Hs.–Nr. 12.
0?00 Schneider Georg Simon aus Rüdern bei Dietenhofen (vermutlich um 1760). Auf das Nebengut Hs.–Nr. 12 zog :1762 Joh. Adam Schneider, vermutlich ein Bruder.
1796 Schneider Marx, Bauer, Sohn des Johann Adam auf Hs.–Nr. 12.
1816 Leidel Georg Michael aus Milmersdorf Hs.–Nr. 3, Schwiegersohn. Zog 1852 nach Dombach i. Loch (Bruder Joh. Michael in Milmersdorf).
1852 Appold Johann Konrad aus Petersaurach, Bauer.
1875 Appold Johann Georg.
1908 Appold Georg Michael, Bauer. Seit 1934 die Witwe.

10. Wurde 1715 von Hans Leonhard Horn als Mahlmühle erbaut. 1746 wurde sie dann als Walkmühle eingerichtet und hieß von da ab die „obere Walk“.

1715 Horn Hans Leonhard.
1718 Utz Johann Nikolaus.
1719 Carl Johann, Müller aus Brodswinden (?); tauschte mit Utz die Mühle.|
1741 Stamminger Hans Georg.
1766 Stamminger Georg (Bruder Andreas auf der untern Walk).
1801 Stamminger Andreas, Mühlbesitzer.
1828 Schwendner Johann Georg aus Winterschneidbach; heiratete eine Stieftochter Stammingers.
1863 Schwendner Johann Michael. Zog 1884 nach Ansbach (Bruder Georg Michael in Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 1, Bruder Joh. Georg in Ratzenwinden Hs.–Nr. 1).
1884 Einfalt Johann Michael von der untern Walk Hs.–Nr. 11 (Bruder Georg Konrad dort).
1912 Einfalt Georg Konrad, Müller und Bauer.
1932 Stäudtner Johann aus Fernabrünst, Bauer; heiratete die Adoptivtochter Einfalts, eine geb. Kellermann.

11. Die „untere Walk“, 1719 von Hans Leonhard Horn erbaut (siehe Hs.–Nr. 10) auf Veranlassung von Ansbacher Tuchmachern, als Walkmühle.

1719 Horn Johann Leonhard.
1720 Weigelt Johann Heinrich, Tuchmacher in Ansbach.
1739 Brunnhübner Johann Georg.
1746 Rappold Johann Adam.
1750 Rappold Johann Leonhard.
1755 Berger Georg. Dann im gleichen Jahre Scheuerlein Wolfgang.
1776 Stamminger Andreas von der oberen Walk Nr. 10 (Bruder Georg dort).
1803 Einfalt Johann Leonhard, Schwiegersohn.
1839 Einfalt Jeremias.
1874 Einfalt Johann Michael. Zog 1884 auf die obere Walk.
1884 Einfalt Georg Konrad, Bruder des Joh. Michael, Zimmermann.
1900 Einfalt Johann Michael, Gütler.
1926 Einfalt Johann Leonhard, Bahnarbeiter. Zog nach Winterschneidbach.
1929 Scheuerpflug Georg aus Oberrammersdorf Hs.–Nr. 8, Landwirt (Bruder Joh. Simon in Oberrammersdorf).

12. Ist wohl schon vor dem Dreißigjährigen Kriege erbaut worden, wahrscheinlich als „Leerhaus“, d. h. als Wohnhaus ohne Grundbesitz. Weil es ein späterer Bau war, gehörte er, ebenso wie die beiden Mühlen Hs.–Nr. 10 und 11, zur Grundherrschaft des Markgrafen (Hofkastenamt Ansbach). Nach dem Dreißigjährigen Kriege stand das Anwesen im Besitz der Familie Schneider auf den beiden Höfen Hs.–Nr. 8 und 9. Ein Glied der Familie, Johann Adam Schneider, bewohnte das Haus selbst, zu dem jedenfalls ein bestimmter Grundbesitz gekommen war. Es blieb aber immer ein kleines Gut.

1762 Schneider Johann Adam, vermutlich ein Bruder des Georg Simon auf Hs.–Nr. 9. Sein Sohn Marx überkam dann den genannten Hof.|
1795 Möck Johann Michael aus Willendorf; heiratete die Witwe des Johann Adam Schneider.
1835 Keim Georg Michael, Gütler.
1856 Hofmockel Georg Wolfgang aus Zandt Hs.–Nr. 3; heiratete die Witwe Keims. War Gütler und Webermeister.
1872 Schwendner Johann Georg. Zog von Hs.–Nr. 1 her im Tausch mit Hofmockel.
1896 Schwendner Johann Wolfgang.
1911 Buchinger Johann Karl aus Hs.–Nr. 22; heiratete die Witwe (Bruder Joh. Georg auf Hs.–Nr. 2a).
1921 Herrmann Friedrich Michael aus Kurzendorf, Schwiegersohn Schwendners, Landwirt.

13. Ehedem Nebenhaus (Hofhaus) zum Hof Nr. 9.

1862 Braun Johann Philipp aus Petersaurach, Zimmermann.
1905 Daum Georg Michael aus Wallersdorf, Schwiegersohn, Gütler.
1930 Daum Johann Martin, Landwirt.

14. Steinhof. Erstes Haus, erbaut von Steinbauer in Ratzenwinden Hs.–Nr. 7 im Jahre 1845.

1845 Steinbauer Johann Markus, Bauer. Kam von Hs.–Nr. 7 in Ratzenwinden und wanderte 1853 nach Amerika aus.
1853 Frank Paulus aus Wolfartswinden, Bauer.
1866 Frank Johann Wolfgang.
1899 Frank Georg Michael. Baute 1923 neu auf.
1933 Frank Johann Stephan, Bauer.

15. Steinhof. Zweites Haus, erbaut um 1850.

1851 Seßner Johann Georg aus Ansbach, Gütler.
1875 Fischer Michael aus Weidenbach, Schwiegersohn, Gütler und Metzger.
1905 Fischer Johann Martin. Im Kriegslazarett 1918 verstorben zu Eichstätt. Sein Sohn Georg Matthias wurde 1934 von Joh. Mich. Andörfer in Steinbach Hs.–Nr. 21 adoptiert und erhielt den dortigen Hof.
1920 Andörfer Johann Ludwig aus Steinbach Hs.–Nr. 21; heiratete die Witwe Fischers (Bruder Joh. Michael in Steinbach).

16. Neubau von 1853.

1853 Paukner Georg Peter. Zog von Hs.–Nr. 1 hierher.
1881 Appold Johann Michael aus Hs.–Nr. 9, Schwiegersohn, Gütler, (Bruder Joh. Georg auf Hs.–Nr. 9).
1884 Schiefer Johann Konrad aus Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 17; heiratete die Witwe Appolds.
1914 Schiefer Johann Leonhard, Bauer.
| 17. War einst Hofhaus zum Hof Hs.–Nr. 3 bis zur Zerschlagung des Gutes.
1878 Geißelsöder Johann aus Petersaurach, Taglöhner.
1902 Frosch Johann Georg aus Volkersdorf.
1925 Frosch Johann Christoph, Maurer und Landwirt.

18. Steinhof. Drittes Haus, errichtet 1868; 1891 durch Blitzschlag zerstört, dann wieder aufgebaut.

1868 Wörlein Georg Michael aus Schlauersbach, Taglöhner.
1892 Stützer Johann Michael, Stiefsohn Wörleins, Gütler, Maurer.
1919 Schrotberger Johann Adam aus Wallersdorf; heiratete die Patin der Frau Stützer. Ist Landwirt.

19. Steinhof. Viertes Haus, gebaut von Schmidt 1870.

1870 Schmidt Johann Georg, Schneidermeister. Wanderte 1884 nach Amerika aus.
1884 Blümlein Tobias aus Elpersdorf, Gütler.
1920 Blümlein Johann Michael, Bauer.

20. Neubau von 1889.

1889 Friedl Franz Anton aus Cronheim, Bahnwärter.
1892 Scheumann Georg Christoph aus Ziegendorf, Schwiegersohn, Gütler.
1921 Scheumann Johann Simon, Schuhmacher und Landwirt.

21. Bahnwärterhaus beim Dorfe, Eigentum der Reichsbahn.

22. Neubau von 1939.

1939 Limberger Johann von Hs.–Nr. 2b, hernach auf dem Strüthof, fertigt Schuhe und Pantoffel aus Holz.

 Ein Brechhaus steht noch am Wege nach Steinhof.


| Oberrammersdorf

 Alle alten Höfe und Güter standen unter der Grundherrschaft des Gumbertusstiftes in Ansbach und hatten an das dortige Stiftsamt ihre Zinsen, Gülten, Handlöhne und anderes zu entrichten. Nur für das Anwesen Hs.–Nr. 10 waren die Freiherrn v. Stromer in Nürnberg zuständig.

01. Galt einst als Halbhof, der in ältester Zeit mit dem Nachbars-Halbhof Nr. 4 jedenfalls einen ganzen großen Hof bildete. Als Besitzer um 1600 bekannt Ströhlein Hans.

1652 Messerer Hans.
1683 Messerer Nikolaus, der gleichzeitig den Halbhof Nr. 4 besaß. Diesen vererbte er an seinen Schwiegersohn Jakob Körner. Wer ihm auf dem Hofe Nr. 1 nachfolgte, ist nicht bekannt. Es wird vermutet, daß er vom Hofe Nr. 3 aus bewirtschaftet wurde, wo fortan die Messerer saßen. Erst später kommt auf dem Hofe Nr. 1 vor:
1785 Messerer Georg Adam aus Hs.–Nr. 3, Halbbauer (Bruder Georg Martin auf dem Hofe Nr. 3).
1806 Birkler Johann Georg aus Kolmschneidbach, Schwiegersohn.
1849 Birkler Georg Thomas. Ihm folgte sein Schwager
1856 Meier Johann Leonhard aus Niederoberbach, Schwiegersohn des Johann Georg Birkler.
1879 Meier Johann.
1910 Meier Johann Georg, Bauer. Verunglückte 1918 im Kriege.
1919 Böhm Georg aus Dürrenmungenau, Bauer; heiratete die Witwe.
1938 Meyer Michael aus Grüb, Schwiegersohn des Meier, Bauer.

02. Ein Halbhof, der ursprünglich zu dem benachbarten Halbhof Nr. 3 gehörte. Da er in den alten Salbüchern nicht aufgeführt wird, ist anzunehmen, daß die Abtrennung vom Haupthof Nr. 3 erst einige Zeit nach dem Dreißigjährigen Kriege geschah. Die Gebäude sollen aus der zu Hs.–Nr. 1 gehörigen Beunt errichtet worden sein.

1748 Meyer Johann Michael, Halbbauer.
1773 Ströhlein Jeremias Adam aus Gotzendorf, Schwiegersohn.
1818 Ströhlein Johann Jakob. Kam ins Abwesen, starb als Taglöhner. Nach kurzem Zwischenbesitz durch einen gewissen Wurzinger folgte
1827 Blank Johann Tobias aus Niederoberbach, Webermeister.
1861 Blank Johann Konrad. Kam ins Abwesen.
1872 Schmidt Georg Michael aus Lichtenau, Gütler u. Schuhmacher.
1881 Schmidt Johann Michael, Gütler.
1919 Schmidt Johann Jakob, Bauer.
| 03. Ehedem ein ganzer Hof, nach der Abtrennung von Hs.–Nr. 2 nur noch ein Halbhof. Altbesitzer des Hofes waren wohl: Kaufmann Hans um 1600, Erker Hans um 1619, weiterhin Ströhlein Peter. Im Dreißigjährigen Krieg lag der Hof, wie ausdrücklich bezeugt wird, „öde“, ebenso wie die übrigen Höfe.
1667 Blümlein Adam.
1702 Blümlein Hans Friedrich.
1717 Messerer Simon, Bauer.
1745 Messerer Andreas.
1781 Messerer Georg Martin.
1793 Cramer Johann Michael aus Neuses; heiratete die Witwe.
1816 Messerer Johann Georg, Sohn des Georg Martin.
1859 Messerer Johann Georg.
1891 Messerer Georg Matthias. Der Sohn fiel 1916 im Kriege, worauf Messerer 1917 den Hof verkaufte und nach Lichtenau zog.
1917 Stettner Adam von Kleinbreitenbronn. Verzog 1926.
1926 Schwendtner Georg, Landwirt. Kam von Bruckberg her.

04. Ein Halbhof, schon sehr früh von Nr. 1 abgeteilt. Als alter Besitzer dürfte anzusprechen sein: Wüche Kaspar um 1600.

1683 Messerer Nikolaus (siehe zu Hs.–Nr. 1).
1722 Körner Jakob aus Winterschneidbach, Schwiegersohn, Halbbauer.
1764 Körner Georg Martin.
1805 Körner Johann Georg.
1842 Körner Johann Michael.
1881 Körner Georg Leonhard.
1910 Körner Johann Jakob. Fiel im Kriege 1916.
1919 Schindelbauer Georg Friedrich aus Wustendorf; heiratete die Witwe und starb bald darauf.
1920 Meyer Sebastian aus Herpersdorf, Bauer; heiratete als dritter Ehemann die Witwe Körners.

05. Vordem Hirtenhaus, jetzt umgebaut zum Feuerwehrhaus.

06. War von alters her ein ganzer Hof, der dritte auf der Nordseite der Talmulde neben dem alten Hofe Nr. 1 mit 4 und dem weiteren Hof Nr. 3, wovon später Nr. 2 abgezweigt wurde. Alte Inhaber des Hofes waren Hans Weyglein um 1600, dann Sixt Gesell und Hans Ströhlein. Von letzterem heißt es, daß er während des Dreißigjährigen Krieges den öden Ort verließ und zu Ansbach in Dienst trat.

1655 Biringer Stephan.
0?00 Daum Georg.
1697 Heubeck (Hainbeck, Heimbeck) Simon, Bauer.
1736 Heubeck Johann Simon.
1765 Heubeck Johann Paul.|
1806 Heubeck Johann Jeremias.
1811 Schuster Johann Leonhard aus Steinbach bei Bruckberg; heiratete die Witwe Heubecks.
1843 Schuster Johann Michael.
1878 Schuster Johann Michael.
1906 Dietz Georg, Stiefsohn Schusters, vordem Bürgermeister.
1932 Dietz Georg, Bauer.

07. Die Schmiede. War jedenfalls vordem Nebenhaus (Hofhaus) zu Nr. 8.

1784 Engelhardt Johann Adam, Schmiedmeister.
1811 Engelhardt Johann Adam.
1841 Engelhardt Martin.
1845 Späth Johann Leonhard aus Geiselsberg bei Gräfensteinberg; heiratete die Witwe.
1892 Späth Georg.
1901 Hertlein Johann Georg Heinrich aus Lichtenau, Schmied; heiratete die Witwe Späths.

08. Ein sehr alter „Halbhof“, der wohl in allerfrühester Zeit von dem Haupthof Nr. 12/13 abgezweigt wurde und wie dieser eine abgerundete Hofrait zeigt. Um 1600 wohnte wahrscheinlich darauf Michael Wießmeyer, später Unterberger Matthes, Biringer Hans und Hackenbauer Hans.

1668 Heubeck Simon, Bauer.
1702 Heubeck Hans Georg.
1726 Heubeck Sixt.
1767 Heubeck Johann Sixtus (Bruder Simon auf Hs.–Nr. 11).
1800 Heubeck Johann Leonhard, Halbbauer.
1839 Heubeck Johann Simon.
1871 Rosenecker Johann Michael aus Sachsbach, Schwiegersohn.
1901 Rosenecker Johann. Zog 1911 nach Claffheim.
 Der Hof wurde großenteils zerschlagen.
1911 Scheuerpflug Johann Georg. Zog von Hs.–Nr. 14 her.
1937 Scheuerpflug Johann Simon, Bauer (Bruder Georg auf der unteren Walk in Ratzenwinden Hs.–Nr. 11).

09. Wurde vermutlich 1797 von dem Hofe Nr. 11 abgezweigt.

1797 Heubeck Johann Michael von Hs.–Nr. 11 (Bruder Joh. Adam dort).
1818 Haberecker Johann Thomas aus Irrebach (?).
1852 Haberecker Georg Leonhard. War zuvor 3 Jahre in Bammersdorf ansässig.
1877 Blank Georg Gottlieb aus Hs.–Nr. 14, Gütler und Maurer.
1911 Blank Johann Georg, Gastwirt und Bauer.
| 091/2. Gehörte früher zu Hs.–Nr. 9 und wurde unter Haberecker davon abgetrennt. Später wurden Haus und Grundstücke verkauft.
1876 Horndasch Johann Konrad, Schneidermeister, hernach Postbote.
0?00 Andörfer Eva Elisabetha, Schwester der Mutter von Horndasch.
1896 Popp Johann, Postbote (nun pensioniert).

10. Die Herren v. Stromer hatten als Grundherren das Obereigentum mit Zins und Gült. Um 1550 war der Hof eine „Brandstütze“, d. h. abgebrannt und unbewohnt.

1703 Wurzinger (Worzinger) Daniel.
1732 Wurzinger Hans Leonhard.
1760 Wurzinger Johann Adam, Bauer (die Jahreszahl steht nicht fest).
1779 Wurzinger Johann Michael.
1817 Wurzinger Johann Michael, Halbbauer.
1854 Wurzinger Johann Wolfgang.
1887 Wurzinger Johann Wilhelm.
1923 Wurzinger Johann Matthias, Bauer.

11. Alte Inhaber des Hofes sind wohl: Hoffmann Michael um 1600, Zeimer Hans 1655, Kieser Michael 1668, Stutz (?) Michael und Beißer Hans Balthes um 1695.

0?00 Gsell Jakob. Etwa um 1740.
1764 Heubeck Simon aus Hs.–Nr. 8 (Bruder Joh. Sixtus dort).
1779 Ströhlein Johann Adam aus Höfstetten; heiratete die Witwe. Der Hof wurde 1797 geteilt und Hs.–Nr. 9 abgetrennt.
1810 Heubeck Johann Adam, Sohn des obigen Simon (Bruder Johann Michael auf Hs.–Nr. 9).
1837 Hirschmann Karl Friedrich Ferdinand aus Neuendettelsau. Wanderte nach Amerika aus.
1843 Schwab Johann Thomas aus Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 10 (Bruder Georg Marx dort).
1873 Dietz Johann Georg aus Wöltendorf, Schwiegersohn.
1881 Schiefer Georg Konrad aus Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 17; heiratete die Witwe (Bruder Joh. Leonh. in Unterrottmannsdorf).
1904 Dietz Johann Michael, Sohn des Johann Georg.
1935 Dietz Johann, Bauer.

12. War stets ein ganzer Hof trotz vorübergehender Teilung in Hs.–Nr. 12 und 13. Nr. 13 war ursprünglich das Hofhaus, ist aber jetzt der Sitz des Hofes. Als älteste Besitzer des ganzen Hofes erscheinen Jakob Hülff um 1600, dann Braun Christoph und Braun Gumbrecht, dessen Sohn sich während des Dreißigjährigen Krieges (1634) in Eschenbach aufhielt.

1651 Ströhlein Hans von Wasserzell.
1682 Ströhlein Martin, Bauer.|
1727 Ströhlein Johann Thomas. Dieser teilte den Hof unter seine beiden Söhne Johann Paul und Johann Georg, wobei letzterer das Hofhaus als Wohnsitz erhielt.
1786 Ströhlein Johann Paulus.
1813 Heubeck Johann Simon aus Milmersdorf Hs.–Nr. 1, Schwiegersohn (Bruder Johann in Milmersdorf).
 Heubeck bezog später das Hofhaus Nr. 13. Das Haus Nr. 12 stand eine Zeitlang leer und wurde dann abgetragen. Die beiden Höfe wurden wieder miteinander vereinigt.

13. Erst nur Nebengebäude (Hofhaus) zu Nr. 12, wurde es 1768 Sitz des abgetrennten Hofteiles, dann nach der Wiedervereinigung der beiden Teile Sitz des ganzen Hofes. 1928 wurde es neu aufgebaut.

1768 Ströhlein Johann Georg aus Hs.–Nr. 12 (Bruder Johann Paulus). Sein Sohn Georg Michael heiratete 1805 nach Ratzenwinden Hs.–Nr. 7.
0?00 Heubeck Johann Simon. Zog von Hs.–Nr. 12 herüber.
1852 Heubeck Valentin (Bruder Johann Valentin in Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 3).
1882 Heubeck Johann Andreas.
1913 Heubeck Johann Georg, Bauer.

14. Auf Gemeindegrund 1845 erbaut von Joh. Martin Blank.

1846 Blank Johann Martin, Maurer aus Niederoberbach.
1877 Barthel Johann Matthias aus Eyb. Zog von Zandt Hs.–Nr. 18 herüber.
1902 Scheuerpflug Johann Georg aus Gotzendorf. Zog auf Hs.–Nr. 8.
1911 Stettner Johann Adam aus Kleinbreitenbronn, Gütler. Siedelte auf Hs.–Nr. 3 über.
1917 Renz Michael aus Kirchfarrnbach, Landwirt.

 Ein Brechhaus stand ehedem am Weg nach Winterschneidbach beim Keferloher Wald; später wurde es an das Hirtenhaus angebaut.


| Unterrottmannsdorf

01. Das Gut war zum Gumbertusstift (Stiftsamt) Ansbach zins- und gültpflichtig. Als alte Besitzer dürfen vielleicht angenommen werden: Georg Haanen um 1690 und Nikolaus Crafft um 1731.

1777 Greifenöder Johann Andreas, Gütler.
1808 Endtner Johann Matthias aus Weiherschneidbach, Schwiegersohn.
1848 Endtner Johann Lorenz.
1862 Schwendner Georg Michael von Ratzenwinden Hs.–Nr. 10; heiratete die Witwe (Bruder Joh. Mich. in Ratzenwinden).
1881 Haspel Johann Georg aus Fischbach, Stiefsohn.
1910 Schütz Johann Georg aus Immeldorf, Schwiegersohn.

02. Stand ebenfalls unter der Grundherrschaft des Gumbertusstiftes und hatte seine Abgaben an das Stiftsamt in Ansbach abzuliefern. Als Altbesitzer werden angenommen: Horndasch Hans um 1695, Horndasch Hans Peter um 1731.

1768 Augendobler Johann Stephan, Gütler und Webermeister; kam von Eichenberg bei Haundorf her.
1789 Augendobler Johann Simon, Webermeister.
1838 Augendobler, Georg Adam, Webermeister.
1859 Kernstock Johann Matthias aus Winterschneidbach; heiratete die Witwe.
1872 Seßner Georg Peter von Steinhof (Ratzenwinden Hs.–Nr. 15), Gütler; heiratete die Tochter des Georg Adam Augendobler.
1899 Seßner Georg Matthias.
1925 Seßner Georg Friedrich, Bauer.

03. Auch zum Gumbertusftift abgabenpflichtig. Galt ehedem als Halbhof.

1697 Ebner Jakob, Bauer.
1735 Zölls Adam aus Malmersdorf, Schwiegersohn.
1770 Zölls Johann Leonhard.
1803 Zölls Johann Georg.
1845 Heubeck Johann Valentin aus Oberrammersdorf Hs.–Nr. 13, Schwiegersohn (Bruder Valentin in Oberrammersdorf).
1849 Ehret Stephan aus Reckersdorf; heiratete die Witwe.
1881 Ehret Johann Georg.
1902 Meier Johann Thomas aus Bernhardswinden.
1932 Schindler Georg Jakob aus Herpersdorf, Schwiegersohn, Bauer.

04. Hofhaus zu Hs.–Nr. 3.

| 05. War bis 1870 der große „Schiefersche Bauernhof“, ein Dreiviertelshof. Die Grundherrschaft mit Zins und Gült besaß zuerst Wilhelm Schlüsselfelder in Nürnberg, dann das Juliusspital in Würzburg, von 1741 ab der Markgraf zu Ansbach (Hofkastenamt).
0?00 Bab Georg.
1741 Flüschner Hans Matthes.
1770 Schiefer Johann Adam aus Höfstetten bei Großhaslach, Schwiegersohn, Bauer.
1801 Schiefer Johann Sixt.
1837 Schiefer Johann Matthias (Bruder Jeremias in Hs.–Nr. 17). Der Hof wurde 1870 verkauft und zertrümmert. Aus den Resten wurden 2 kleine Güter gebildet, eines auf dem Hause Nr. 5, das andere auf dem zugehörigen Nebenhause, jetzt Hs.–Nr. 20.
1870 Gerbing Johann Heinrich aus Niederoberbach. Zog nach Ansbach.
1897 Hagelauer Johann Georg.
1939 Hagelauer Georg, Bauer.

06. Die Schmiede. Wurde 1613 von Schmied Michael Schauer auf gemeindlichem Grund und Boden erbaut, wofür er jährlich 11/4 fl. an die Gemeinde zu entrichten hatte. 1617 erwarb sie der Schmied Stephan Reinhart. Eine Zeitlang wurde auf dem Hause auch eine Wirtschaft ausgeübt. Als Neugründung war sie zur Stadt Nürnberg zinspflichtig.

1690 Kissel Philipp, Schmied.
1726 Kissel Johann Georg.
1741 Fickel Johann Georg aus Frankenhofen, Schmied.
1751 Bischof Rochus aus Windsbach, Schmiedmeister.
1796 Warter Georg Martin aus Brodswinden.
1840 Warter Johann Leonhard, Schmiedmeister, Wirt und Gütler.
1866 Hertlein Leonhard aus Lichtenau, Schmiedmeister.
1890 Fischer Johann Friedrich, Adoptivsohn des Hertlein.
1918 Scherzer Georg Michael aus Heilsbronn, Schmiedmeister und Landwirt.

07. Grundherr war der Deutschherrenorden in Eschenbach.

1680 Scherzer Leonhard, Bauer.
1718 Scherzer Johann Jakob.
1725 Ströhlein Simon; heiratete die Witwe Scherzers.
1758 Reinthaler Georg Andreas aus Bernhardswinden, Schwiegersohn.
1788 Steinbauer Johann Georg aus Dittenheim, Köhler (Gütler).
1849 Steinbauer Georg Wolfgang, Gütler.
1872 Beyerlein Johann Michael aus Lichtenau.
1891 Beyerlein Georg Leonhard.
1919 Irion Johann Georg aus Malmersdorf, Schwiegersohn, Bauer, Altbürgermeister.
| 08. Ursprünglich Hofhaus zu Hs.–Nr. 9, wurde es 1778 durch die Teilung des Hofes zu einem selbständigen Anwesen gemacht. Der ganze Hof gehörte zur Grundherrschaft des Deutschherrnordens in Eschenbach und war dahin zins- und gültpflichtig.

Der Bauer Georg Martin Schwab (siehe Hs.–Nr. 9) übergab 1778 den Haupthof Nr. 9 seinem ältesten Sohn Andreas und bestimmte einen Teil des Hofes mit dem Hofhause als Erbe für seinen zweiten Sohn Jakob. Dieser trat das Erbe 1788 an.

1788 Schwab Jakob, Bauer.
1821 Schwab Andreas. Siedelte hernach auf den Hof seines Schwiegervaters Himmelseher Hs.–Nr. 16 über.
1827 Hannamann Georg Leonhard, Halbbauer. Verkaufte 1863 und zog nach Boxbrunn. Den verkleinerten Hof übernahm
1863 Geyer Georg Michael, Gütler und Metzgermeister. Zog von Hs.–Nr. 14 hierher.
1873 Börner Johann Jakob aus Triebendorf, Schwiegersohn, Gastwirt und Metzgermeister.
1906 Börner Johann Joseph.
1937 Blank Georg, Gastwirt, Metzgermeister, Bauer.

09. Ursprünglich mit Hs.–Nr. 8 zusammen ein großer Hof. Hs.–Nr. 9 war dabei der Sitz des Hofes. Über die Zugehörigkeit zum Deutschherrenorden und über die Teilung des Hofes siehe Hs.–Nr. 8.

1680 Schwab Sixt, Bauer.
1715 Schwab Johann Martin.
1750 Schwab Georg Martin. Er teilte den Hof.
1778 Schwab Andreas.
1818 Schwab Jakob.
 Der Hof wurde später aufgelöst; das Haus wurde dann Nebenhaus zu Hs.-Nr. 8, das inzwischen zu einem größeren Wohn- und Gasthaus ausgebaut worden war.

10. Gehörte ebenfalls zum Deutschherrenorden in Eschenbach. Es galt für einen Dreiviertelshof.

1718 Schwab Martin, Bauer.
1750 Schwab Bartholomäus.
1800 Schwab Johann Thomas.
1842 Schwab Georg Marx (Bruder Joh. Thomas in Oberrammersdorf Hs.–Nr. 11).
0?00 Schwab Johann Leonhard. Blieb ledig und verkaufte 1879 den Hof. Dieser wurde teilweise zerschlagen; doch übernahm den größeren Teil des Besitzes der Schwager Schwabs, nämlich Joh. Leonhard Schiefer von Hs.–Nr. 17. Schiefer zog dann von Nr. 17 weg auf den Schwabschen Hof Nr. 10.
1879 Schiefer Johann Leonhard, Bauer.
1902 Schiefer Johann Leonhard.
1933 Schiefer Johann Georg, Bauer.
| 11. Hofhaus zu Hs.–Nr. 10.

12. Als Grundherr erscheint um 1550 Jeronimus Schnödt in Nürnberg, aber dann bald darauf das Adelsgeschlecht v. Förster. Dieses hatte in Mitteldeutschland seinen Sitz, unterhielt aber in Nürnberg einen eigenen Verwalter, an den die fälligen Abgaben zu entrichten waren. Von älteren Besitzern des Gutes ist nichts bekannt.

0?00 Kronberger Georg Leonhard, Bauer. Der Hof wurde um 1820 zerschlagen. Den „Hofrest“ übernahm
1820 Ströhlein Johann aus Oberramersdorf Hs.–Nr. 2 (Sohn des Jeremias Adam), Gütler.
1848 Ströhlein Johann Jakob. Kam ins Abwesen.
1854 Pirner Georg Andreas, Gütler. Kam von Weiterndorf her.
1862 Lennert Johann Georg aus Merkendorf, Webermeister.
1904 Lennert Julius Wilhelm.
1933 Lennert Johann Georg, Landwirt.

13. Das alte Hirtenhaus.

14. War zum Gumbertusstift Ansbach zins- und gültpflichtig.

1695 Wörlein Matthes.
0?00 Beißer Matthias, Köbler (Gütler).
1736 Greul Michael aus Ratzenwinden Hs.–Nr. 4, Schwiegersohn, Gütler und Schuhmachermeister (Bruder Hans Mich. in Ratzenwinden).
1772 Geyer Johann Leonhard aus Sachsen Hs.–Nr. 13, Schwiegersohn, Gütler und Metzgermeister (Bruder Johann Leonhard auf Hs.–Nr. 13 in Sachsen, Bruder Johann dort auf Hs.–Nr. 1).
1802 Geyer Johann Nikolaus, Metzgermeister.
1845 Geyer Georg Michael. Siedelte auf Hs.–Nr. 8 über.
1863 Kreutzer Johann Jakob aus Suddersdorf, Gütler. Wanderte 1873 nach Amerika aus.
1873 Sandner Paul aus Triebendorf.
1881 Kernstock Georg Leonhard aus Volkersdorf Hs.–Nr. 16 (Sohn des Georg Leonhard), Schwiegersohn.
1913 Kollert Johann Georg, Schwiegersohn. Fiel im Kriege 1917.
1918 Guttendörfer Johann Friedrich aus Stettberg; heiratete die Witwe. Beide Eheleute starben am 21. Nov. 1918.
1919 Meixner Georg, Schwiegersohn Kernstocks, Landwirt.

15. Die Grundherrschaft war die gleiche wie bei Hs.–Nr. 12: Erst Jeronimus Schnödt, dann die Herren V. Förster. Der Hof war Halbhof.

1710 Blümlein Johann Adam, Bauer.
1758 Blümlein Johann Michael.
1778 Nützel Johann aus Rückersdorf, Bauer.|
1808 Nützel Johann Adam.
1838 Himmler Johann Georg aus Reckersdorf, Schwiegersohn.
1849 Moll Georg Michael aus Rutzendorf; heiratete die Witwe.
1864 Himmler Georg Michael, Sohn des obigen Joh. Georg. Zog 1873 nach Großhaslach, später nach Gunzenhausen.
1877 Pfeifer Georg Leonhard, Bauer. Zog aus Göddersklingen her.
1885 Pfeifer Johann Leonhard.
1927 Pfeifer Georg Leonhard, Bauer (Bruder Joh. Georg in Zandt Hs.–Nr. 10), z. B. Bürgermeister.

16. Halbhof, der ehedem mit Hs.–Nr. 17 zusammen einen ganzen Hof bildete. Wann dieser geteilt wurde, ist nicht bekannt. Die Grundherrschaft mit Zins und Gült stand für beide Höfe dem Deutschherrenorden in Eschenbach zu.

1682 Himmelseher Hans, Bauer.
1716 Himmelseher Simon.
1731 Himmelseher Hans Stephan aus Bammersdorf; heiratete die Witwe des Vorgenannten.
1754 Himmelseher Hans Jakob, Sohn des Simon Himmelseher.
1791 Himmelseher Johann Leonhard.
1827 Schwab Andreas, Schwiegersohn. Zog von Hs.–Nr. 8 hierher.
1860 Schwab Johann Matthias (Bruder Georg Matthias in Zandt Hs.–Nr. 13, Bruder Johann Georg dort Hs.–Nr. 15).
1890 Schwab Georg Andreas. Verkaufte 1901 und baute sich aus Hs.–Nr. 23 neu an.
1901 Ströhlein Johann Michael aus Zandt Hs.–Nr. 8 (Sohn des Joh. Leonhard).
1933 Ströhlein Georg Leonhard, Bauer.

17. Halbhof, siehe Hs.–Nr. 16. Dem Deutschherrenorden in Eschenbach abgabenpflichtig. Die älteren Inhaber des Hofes sind nicht bekannt.

1814 Popp Johann Peter aus Strüth, Halbbauer.
1847 Schiefer Johann Jeremias aus Hs.–Nr. 5, Schwiegersohn (Bruder Joh. Matthias auf Hs.–Nr. 5).
1879 Arold Johann Matthias. Zog 1888 nach Palmeshof im Tausch mit Georg Leonhard Nölp.
1888 Nölp Georg Leonhard aus Petersdorf, dann in Palmeshof.
1919 Nölp Johann Jakob, Bauer.
18. Die Weidenmühle. Grundherren waren die gleichen wie bei Hs.–Nr. 12 und 15: Um 1550 Jeronimus Schnödt in Nürnberg, dann die Herren v. Förster. Als Besitzer der Mühle werden vor dem Dreißigjährigen Krieg benannt: 1564 Herbst Martin, 1590 Mültner Hans, 1596 Streiter Pankraz.|
1682 Blümlein Simon, Müllermeister. Baute 1696 eine Schneidmühle.
1716 Blümlein Georg, Müllermeister.
0?00 Blümlein Georg Wolfgang. Verunglückte 1761 durch d. Kammrad.
1762 Fischer Christoph, Weidenmüller, anscheinend Schwiegersohn des Blümlein. War zuvor Hafnermeister in Sachsen Hs.–Nr. 9 und kehrte 1772 wieder dahin zurück.
1772 Wittmann Johann Georg aus Untereichenbach, wohl ein Verwandter der Familie durch die Frau, eine geb. Blümlein aus Rutzendorf.
1792 Sorg Johann Matthias von der Scheermühle, Schwiegersohn.
1830 Sorg Johann Leonhard.
1855 Lierhammer Johann Friedrich von Wallersdorf, Müllermeister; heiratete eine nahe Verwandte der Frau Sorg.
1899 Lierhammer Georg Simon.
1935 Lierhammer Johann Georg, Mühlbesitzer, Bauer.

19. Hofhaus zur Weidenmühle (nicht mehr vorhanden).

20. Ursprünglich Hofhaus zum Schieferschen Hof Nr. 5, dann nach der Zerschlagung des Hofes selbständiges Anwesen.

1870 Lang Johann Thomas aus Immeldorf, Gütler.
1904 Lang Johann Michael, Bauer.

21. Neubau 1869.

1869 Hannamann Johann Martin aus Burgoberbach, dann mit seinem Vater auf Hs.–Nr. 8 in Unterrottmannsdorf, endlich in Boxbrunn, Gütler.
1896 Hannamann Johann Georg.
1902 Röttenbacher Georg Leonhard aus Altendettelsau; heiratete die Witwe (Bruder Joh. Konrad auf Hs.–Nr. 22).
1936 Röttenbacher Konrad, Bauer.

22. Neubau 1881.

1881 Kolb Michael von Vestenberg, Zimmermann.
1898 Röttenbacher Johann Konrad aus Altendettelsau, Schwiegersohn, Gütler und Zimmermann (Bruder Georg Leonhard auf Hs.–Nr. 21).
1936 Röttenbacher Johann, Zimmermann und Landwirt.

23. Neubau 1900.

1900 Schwab Georg Andreas, Bauer. Zog von Hs.–Nr. 16 hierher.
1919 Schwab Johann Georg, Bauer.

 Ein Brechhaus stand vordem oberhalb des Dorfes an der Straße nach Lichtenau bei der Abzweigung des nach rechts führenden Feldwegs.


| Zandt

01. Die Zandtmühle. Über die Grundherren gilt das bei Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 12 Gesagte: Um 1550 Jeronimus Schnödt in Nürnberg, hernach die Freiherren v. Förster. Ihnen standen die fälligen Abgaben an Zins, Gült, Handlohn und anderem zu.

1680 Hagenauer Hans Jörg, Müller. Katholisch, wurde deshalb in Eschenbach begraben.
1696 Stumpf Hans Jörg; heiratete die Witwe.
0?00 Friedel Georg, Müllermeister, vorher Zimmermann in Gösseldorf.
1739 Friedel Georg Matthias. 1778 brannte die Mühle ab.
1782 Friedel Georg Paul.
1816 Dürr Johann Michael aus Lengenfeld; heiratete die Witwe.
1861 Dürr Jobst.
1903 Dürr Georg Michael.
1930 Dürr Johann Michael, Müllermeister und Bauer.

02. Nebenhaus (Hofhaus) zur Mühle.

03. Gehörte ehedem zu Hs.–Nr. 17, vermutlich als Hofhaus. 1715 wird es als „Brandstütze“ erwähnt, d. h. als abgebranntes Gebäude. 1735 kaufte es Joh. Andreas Melber und baute es wieder auf. Es war dann ebenso wie Hs.–Nr. 17 dem Markgrafen abgabenpflichtig und unterstand damit seinem Vogteiamt in Merkendorf.

1735 Melber Johann Andreas.
1747 Mannbar Johann Georg, Schneidermeister. Versah seit 1751 zugleich den Schuldienst für Zandt, Oberrammersdorf und Unterrottmannsdorf, und zwar im eigenen Hause.
1790 Leidel Georg Michael, Schwiegersohn, Schneidermeister.
1818 Hofmockel Johann Georg aus Wattenbach, Gütler.
1835 Hofmockel Georg Wolfgang, Gütler und Webermeister. Zog
1856 nach Ratzenwinden, zuerst auf Hs.–Nr. 12, dann auf Hs.–Nr. 1.
1862 Heidingsfelder Johann Georg aus Hs.–Nr. 4 (Bruder Joh. Simon dort).
1877 Schletterer Georg Michael aus Schalkhausen, Gütler.
1904 Müller Johann Leonhard aus Sachsbach; heiratete die Witwe.
1921 Schletterer Johann Georg, Sohn des Georg Michael, Landwirt.
04. Eine Sölde (Gut), die zur Frühmesse (später Pfarrei) Immeldorf zins- und gültpflichtig war. Wird 1540 als abgebrannt erwähnt. Alte Inhaber des Gutes waren: Seubold Kunz um 1540, dann Schön Hans, Maurer Georg, Roch Hans, König Christoph, um 1684 Himmelseher Johann.|
1785 Heidingsfelder Johann Sebastian aus Alberndorf Hs.–Nr. 9 (Bruder Georg Thomas dort).
1834 Heidingsfelder Johann Wolfgang.
1863 Heidingsfelder Johann Simon.
1902 Heidingsfelder Georg Leonhard, Bauer.

05. Früher ein Hof, dann unter Eschenbacher verkleinert. Die grundherrlichen Abgaben waren an das Almosenamt in Nürnberg zu leisten.

1718 Gsell Johann Adam, Bauer.
1731 Biller Hans, Witwer aus Hs.–Nr. 15; heiratete die Witwe.
1740 Ringler Johann aus Meinhardswinden, Schwiegersohn des Gsell.
1748 Gillmeier Johann Georg; heiratete die Witwe.
1769 Eschenbacher Johann Nikolaus aus Immeldorf, Schwiegersohn des Ringler.
1802 Eschenbacher Johann Leonhard. Zog auf Hs.–Nr. 23.
1849 Steinl Johann, Gütler.
1855 Kreuchauf Johann Heinrich, Gütler und Webermeister.
1866 Heidingsfelder Johann Sebastian aus Hs.–Nr. 17 (Bruder Joh. Leonhard dort).
1903 Heidingsfelder Johann Georg, Bauer.

06. Ein Gut, das dem Deutschherrenorden in Eschenbach grundherrschaftlich verpflichtet war.

1675 Gsell Leonhard, Bauer.
1722 Gsell Johann Georg.
1746 Ordner Georg Andreas aus Büchelberg, Schwiegersohn.
1777 Ringler Georg Michael aus Hs.–Nr. 5 (Sohn des Joh. Ringler).
1821 Dorner Johann Andreas aus Kalbensteinberg, Gütler.
1848 Dorner Johann Christoph.
1879 Röschinger Johann Georg aus Gastenfelden, Schwiegersohn.
1910 Röschinger Johann Georg.
1938 Arold Leonhard aus Hirschbronn Hs.–Nr. 3, Schwiegersohn.

07. Ein „Wirtsgut“ mit Bierschankrecht und ehedem mit Branntweinbrennerei. War zum Almosenamt in Nürnberg zins- und gültpflichtig. Als Altbesitzer kommen vor: Um 1560 Götz Hans, Wirt, um 1620 Held Georg.

1655 Schneider Hans, Wirt.
1681 Schneider Hans Adam. Besaß noch Hs.–Nr. 8 als „Handroß“ (Nebengut).
1729 Schneider Johann Michael (Bruder Simon Wirt in Steinbach).
1761 Ströhlein Johann aus Leidendorf, Schwiegersohn.
1770 Greul Leonhard Philipp, Wirt.
1797 Eschenbacher Johann Matthias aus Herpersdorf.|
1801 Röck Konrad aus Leerstetten; heiratete die Witwe.
1805 Carl Georg Marx aus Hs.–Nr. 15 (Sohn des Gg. Martin).
1823 Himmelseher Johann Matthias von Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 16 (Sohn des Joh. Leonhard), Gütler und Wirt.
1858 Himmelseher Johann Andreas.
1863 Himmelseher Andreas, Bruder des Vorgenannten.
1889 Reuter Johann Leonhard aus Salmannshof, Schwiegersohn.
1902 Wabel Georg Michael aus Watzendorf.
1935 Schwab Johann aus Burgbernheim, Schwiegersohn, Bauer-Wirt und Metzger.

08. Wird als „Halbhof“ bezeichnet, ebenso wie Hs.–Nr. 9. Daraus ist zu entnehmen, das beide einst zusammengehörten zu einem großen Hofe. Beide unterstanden mit Zins und Gült der Grundherrschaft des Almosenamtes in Nürnberg. Vor dem Jahre 1717 hatte den Hof Nr. 8 der Nachbar Hans Adam Schneider auf Hs.–Nr. 7 inne; in diesem Jahre verkaufte er ihn an Joh. Röttenbacher.

0?00 Schneider Hans Adam auf Hs.–Nr. 7 (als Nebengut).
1717 Röttenbacher Johann.
1748 Röttenbacher Adam.
1798 Ströhlein Johann Christoph (Bruder Johann auf Hs.–Nr. 9).
1829 Ströhlein Georg Matthias.
1863 Ströhlein Johann Leonhard (Bruder Joh. Sebast. auf Hs.–Nr. 24).
1894 Schuster Johann Georg aus Hirschbronn Hs.–Nr. 81/2, Schwiegersohn (Bruder Joh. Michael in Hirschbronn).
1931 Schuster Georg Leonhard, Bauer.

09. Halbhof, dem Almosenamt in Nürnberg zugehörig. Über seinen Zusammenhang mit dem Nachbarhofe siehe Hs.–Nr. 8.

1771 Ströhlein Jeremias aus Beutellohe (?), Bauer.
1794 Ströhlein Johann Adam (Bruder Joh. Christoph auf Hs.–Nr. 8).
1829 Proßel Johann Leonhard, Stiefsohn des Ströhlein.
1863 Proßel Georg Michael. Herzog nach Reichenau.
1871 Schwab Georg Matthias, Bauer. Zog von Hs.–Nr. 13 her.
1882 Haberecker Georg Michael aus Oberrammersdorf Hs.–Nr. 9 (Sohn des Georg Leonh.), Schwiegersohn.
1895 Vogel Johann Georg aus Hs.–Nr. 14 (Sohn des Joh. Georg); heiratete die Witwe.
1928 Vogel Georg Wilhelm, Bauer.
10. Das Kloster Heilsbronn hatte 1374 von Hans v. Seckendorf die auf dem Gute ruhende Gült von 15 Metzen Korn erworben und damit die Grundherrschaft über dieses Gut; die fälligen Abgaben mußten jedoch später an das Hofkastenamt Ansbach abgeliefert werden. Als Inhaber des Gutes wird um 1517 ein Hans Falk aufgeführt.|
0?00 Heckel Paul.
1669 Hildebrand Hans, Schwiegersohn.
1698 Besendörfer Franz, Schwiegersohn.
1736 Schrötel Stephan, Köhler. Kaufte das Anwesen.
1739 Schrötel Johann Georg, Sohn.
1769 Schrötel (Schrödel) Johann Michael.
1775 Tröster Konrad aus Ebersbach.
1808 Wenk Matthias (?).
1822 Scharrer Johann Georg aus Leonrod, Gütler und Viktualienhändler. Zog nach Hs.–Nr. 21.
1829 Wöhr (Wehr) Johann Konrad von Rügland.
1850 Wöhr Georg Michael.
1884 Popp Georg Leonhard vom Schafhof bei Vestenberg, Schwiegersohn, Zimmermann.
1921 Pfeifer Johann Georg aus Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 15, Schwiegersohn, Landwirt (Bruder Georg Leonhard in Unterrottmannsdorf).

11. Vordem Hirtenhaus.

12. War vordem das Ochsenhirtenhaus, diente bis 1751 und wieder von 1795–1833 als Schulhaus, ging hernach in Privatbesitz über.

0?00 Thumshirn Georg Michael aus Mausendorf, Taglöhner.
1848 Farnbacher Georg Matthias aus Beutellohe, Maurer. Zog 1855 nach Steinbach Hs.–Nr. 22.
1855 Obergruber Johann Kaspar aus Weiherschneidbach, Gütler.
1882 Pirner Johann Georg aus Bechhofen bei Windsbach, Schwiegersohn.
1918 Lindörfer Georg August aus Heilbronn bei Feuchtwangen,

Schwiegersohn, Landwirt. Seit 1932 die Witwe.

13. Bildete ehedem mit Hs.–Nr. 14 zusammen einen Hof, der mit Zins und Gült zum Almosenamt in Nürnberg gehörte. Wann die Teilung erfolgte, ist nicht bekannt.

0?00 Eischer Hans, Bauer.
1725 Eischer Hans Peter.
0?00 Eischer Hans Adam.
1783 Eischer Johann Leonhard.
1802 Eischer Michael, und 1808 Eischer Johann Paul, anscheinend gemeinsam.
1858 Schwab Georg Matthias aus Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 16; heiratete die Tochter einer Schwester des obigen Joh. Leonhard Eischer (Bruder Joh. Matth. in Unterrottmannsdorf, Bruder Joh. Georg in Zandt Hs.–Nr. 15).
1882 Haberecker Georg Michael auf Hs.–Nr. 9 (als Nebengut).|
1890 Reuter Johann Georg, Gütler.
1928 Heumann Gebrüder aus Hs.–Nr. 23.
1930 Muser Georg Friedrich auf Hs.–Nr. 14. Nahm das Haus zu seinem dortigen Anwesen.

14. Ursprünglich mit Hs.–Nr. 13 ein Hof. Grundherrschaft wie dort das Almosenamt in Nürnberg. Die älteren Inhaber des Gutes sind nicht bekannt.

1788 Wurzinger Hans Michel.
0?00 Heidingsfelder Sebastian.
1837 Vogel Johann Georg aus Kurzendorf, Gütler. Sein Sohn Johann Georg kam nach Hs.–Nr. 9.
1870 Busch Johann Georg aus Brodswinden, Schwiegersohn, Gütler und Webermeister.
1883 Herbst Johann Christian aus Bonnhof; heiratete die Witwe.
1895 Heidingsfelder Johann Georg aus Hs.–Nr. 17, Schwiegersohn des Busch (Bruder Johann Leonhard auf Hs.–Nr. 17, Bruder Johann Sebastian auf Hs.–Nr. 24).
1928 Muser Georg aus Nehdorf, Schwiegersohn, Bauer.

15. Grundherr zu diesem Hofe war der Markgraf; die Zinsen und Gülten mußten an das markgräfliche Vogteiamt Merkendorf entrichtet werden. Als Altbesitzer erscheinen in den Salbüchern: Steffan Hans um 1529, dann Wörlein (Wernlein) Michael, Wörlein Leonhard, Keim Hans.

1655 Biller Hans.
1666 Biller (Pühler), Joachim, Bauer.
1697 Biller Hans.
1727 Messerer Johann Georg aus Oberrammersdorf Hs.–Nr. 1, Sohn des Nikolaus Messerer, Schwiegersohn des Biller. Er teilte 1757 den Hof, indem er seinem Schwiegersohn Carl das Hofhaus mit einem Teil der Grundstücke überließ (siehe Hs.–Nr. 16), seinem Sohn Georg Matth. aber den Haupthof übergab.
1766 Messerer Georg Matthias.
1810 Messerer Johann Michael.
1851 Messerer Georg Leonhard.
1874 Schwab Johann Georg aus Unterrottmannsdorf Hs.–Nr. 16, Schwiegersohn (Bruder Georg Matthias auf Hs.–Nr. 13, Bruder Joh. Matthias in Unterrottmannsdorf).
1904 Schwab Johann Matthias.
1935 Schwab Johann Georg, Bauer.
16. Ursprünglich Hofhaus zu Hs.–Nr. 15, dann 1757 abgetrennt mit eigenem Grundbesitz (siehe Hs.–Nr. 15). Grundherr blieb der Markgraf.|
1757 Carl Georg Martin von Adelmannsdorf, Schwiegersohn des Joh. Georg Messerer auf Hs.–Nr. 15. Der Sohn Georg Marx kam 1805 als Wirt auf Hs.–Nr. 7.
1804 Carl Georg Bartholomäus.
1807 Frank Georg Michael aus Wolfartswinden, Schwiegersohn des Georg Martin Carl.
1818 Farrnbacher Jakob aus Beutellohe, Maurer. Erwarb 1848 Hs.–Nr. 12.

 Seit 1848 war das Haus nicht mehr besetzt; auch Farrnbacher scheint nur in Miete darin gewohnt zu haben. Jedenfalls ist der Besitz wieder mit Hs.–Nr. 15 vereinigt worden. Das Haus wurde später abgebrochen.

17. Galt einst als Dreiviertelshof, der dem Markgrafen durch das Vogteiamt Merkendorf zins- und gültpflichtig war. Als alte Besitzer werden angeführt: Rüger Kunz nach 1529, später Baier Lorenz, Deschner Michel, um 1616 Weiglein Hans.

1757 Leidel Marx vom Weickershof.
1786 Heidingsfelder Johann Wolfgang aus Alberndorf Hs.–Nr. 9, Schwiegersohn (Bruder Sebastian auf Hs.–Nr. 9 in Zandt, Bruder Georg Thomas in Alberndorf Hs.–Nr. 9).
1827 Heidingsfelder Johann Sebastian.
1865 Heidingsfelder Johann Leonhard.
1900 Heidingsfelder Johann Leonhard (Bruder Joh. Sebast. auf Hs.–Nr. 24, Bruder Joh. Georg auf Hs.–Nr. 14), Altbürgersmeister.
1932 Heidingsfelder Johann Matthias, Bauer (Bruder Joh. Georg auf Hs.–Nr. 23).

18. Ein Viertelshof, abgabenpflichtig zum Almosenamt in Nürnberg.

1768 Lohbauer Georg Matthias.
1802 Barthel Johann Adam aus Büchelberg, Gütler.
1834 Barthel Johann Matthias.
1867 Barthel Johann Matthias. Zog 1877 nach Oberrammersdorf Hs.–Nr. 14 (Bruder Georg Matthias in Zandt Hs.–Nr. 26).
1877 Haberecker Georg Leonhard. Zog von Oberrammersdorf Nr. 9 her.
0?00 Reif Michael von Großbreitenbronn.
1888 Haag Andreas von Weidenbach.
1903 Helmreich Michael, Spezereihändler. Zog von Hs.–Nr. 21 her.
1932 Dersch Georg Leonhard aus Schlungenhof, Landwirt.
19. Wird als Dreiviertelshof bezeichnet und war ursprünglich jedenfalls ein ganzer Hof, von dem erst Hs.–Nr. 18 als Viertelshof abgezweigt wurde. Die Grundherrschaft stand dem Markgrafen zu, der die| fälligen Abgaben durch das Vogteiamt Merkendorf einheben ließ. Als Altbesitzer sind wohl zu nennen: Goden Peter, Weber Hans.
0?00 Eischer Hans, Bauer.
1731 Eischer Andreas.
1763 Eischer Johann Leonhard und sein Bruder Eischer Johann Simon anscheinend gemeinsam.
1798 Eischer Johann Michael, Sohn des Joh. Leonhard.
1848 Eischer Johann Georg.
1880 Eischer Johann Andreas.
1922 Eischer Johann Andreas, Bauer.

20. Neubau, vor 1835 errichtet.

0?00 Hübner Johann Matthias, Schneidermeister aus Brodswinden.
1842 Hübner Johann Matthias, Schneidermeister.
1874 Hübner Johann Michael, Schneidermeister.
1900 Hübner Johann Matthias, Schneidermeister.

21. Neubau der Familie Scharrer 1829.

1829 Scharrer Johann Georg aus Leonrod, Gütler und Viktualienhändler. Zog von Hs.–Nr. 10 hierher.
1849 Herbst Georg Matthias, Schuhmachermeister aus Großbreitenbronn; heiratete die Witwe.
1868 Wünsch Johann Valentin, Schwiegersohn Scharrers, Schuhmachermeister aus Triesdorf.
1896 Helmreich Johann Michael aus Merkendorf. Zog nach Hs.–Nr. 18.
1919 Herbst Johann Friedrich aus Großbreitenbronn, Schuhmacher.
1936 Herbst Johann Friedrich, Schuhmacher.

22. Das Schulhaus, 1833 erbaut.

23. Neubau von Eschenbacher 1849.

1849 Eschenbacher Leonhard. Sog von Hs.–Nr. 5 hierher.
1863 Feuchtenberger Johann aus Thann, Webermeister.
1866 Blank Johann Christian aus Oberrammersdorf Hs.–Nr. 2, Webermeister und Musiker (Bruder Johann Konrad in Oberrammersdorf).
1892 Heumann Johann Michael von Rosenhof, Schwiegersohn, Gütler.
1930 Heidingsfelder Georg aus Hs.–Nr. 17, Schwiegersohn, Bauer (Bruder Joh. Matthias auf Nr. 17).

24. Neubau von Ströhlein 1867.

1867 Ströhlein Johann Sebastian von Hs.–Nr. 8, Gütler (Bruder Joh. Leonh. auf Nr. 8, Bruder Joh. Georg auf Hs.–Nr. 25).|
1895 Heidingsfelder Johann Sebastian von Hs.–Nr. 17, Schwiegersohn (Bruder Joh. Leonh. auf Nr. 17, Joh. Georg auf Hs.–Nr. 14).
1926 Treiber Georg Leonhard aus Ratzenwinden Hs.–Nr. 7, Schwiegersohn (Bruder Ulrich in Ratzenwinden).

25. Neubau von Ströhlein 1867.

1867 Ströhlein Johann Georg aus Hs.–Nr. 8, Zimmermann. Zog 1872 nach Nürnberg (Bruder Joh. Leonh. auf Nr. 8, Joh. Sebastian auf Hs.–Nr. 24).
1873 Wörlein Johann Michael aus Ratzenwinden Hs.–Nr. 5 (Sohn des Joh. Leonhard), Gütler und Maurer.
1905 Wörlein Johann Leonhard, Landwirt.

26. Neubau von Barthel 1869.

1869 Barthel Georg Matthias aus Hs.–Nr. 18, Gütler und Maurer (Bruder Joh. Matth. auf Hs.–Nr. 18).
1910 Barthel Georg Matthias. 1914 im Krieg gefallen.
1918 Engerer Johann Georg aus Lichtenau, Waldarbeiter. Herzog nach Weiherschneidbach.
1926 Wolkenstörfer Johann von Weidenbach, Wagnermeister.

27. Neubau von Reuter 1921.

1921 Reuter Georg Konrad aus Hs.–Nr. 13 (Sohn des Joh. Georg), Schreinermeister. Zuvor in Wald bei Gunzenhausen.


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