RE:Aemilius 82

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 565–566
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82) L. Aemilius L. f. M. n. Lepidus Paullus, Cos. suff. 720 = 34, Cens. 732 = 22.

a) Name: Der Vorname lautet L. im Namen seiner Söhne (Nr. 115 und 75) Dio ind. LV, aber auch Paullus bei dem einen Sohne (Nr. 75, Eph. ep. III p. 11, sowie in der Inschrift CIA III 573, in den fasti Venusini = min. VI und bei Dio LIV 2, 1, so dass man ihn auch Paullus Aemilius Lepidus nennen kann. L. f. M. n. heisst er in den fasti Cap. 732 = 22, L. f. auch CIA III 573. Aemilius Lepidus Paulus Dio XLIX 42, 2; Aemilius Paulus Suet. Aug. 16; Lepidus App. b. c. V 2; Paulus Vell. II 95, 3. Suet. Claud. 16. Wenn sich auf ihn die Münzen beziehen: CIL I 473. Eckhel V 129f. Babelon I Aemilia 10. 11 : Paullus Lepidus Concord. R. Puteal Scribon. Libo, so könnte er III vir monetalis um 700 = 54 gewesen sein; vgl. Borghesi IV 69.

b) Leben: Mit seinem Vater (Nr. 81) im J. 711 = 43 geächtet (Dio LIV 2, 1; doch erklärt dies Drumann I 19 für Irrtum), befehligte er später (J. 712 = 42) die Republicaner auf Creta (App. b. c. V 2), setzte aber den Kampf gegen die Triumvirn nicht weiter fort, begleitete vielmehr den Octavian im Kriege gegen Sex. Pompeius (Suet. Aug. 16). So wurde er denn Cos. suff. im J. 720 = 34 Kal. Iul. (fasti Venus. = min. VI), als welcher er, trotz seiner beschränkten Verhältnisse (vgl. Tac. ann. III 32. 72), den durch den Bürgerkrieg unterbrochenen Bau der Basilica seines Vaters zu Ende führte [566] (Dio XLIX 42, 2; vgl. Nipperdey zu Tac. ann. III 72); dieselbe brannte aber im J. 740 = 14 ab und wurde später unter Augustus wieder aufgebaut (Dio LIV 24, 2-3). Ferner war er Proconsul und Augur (CIA III 573) und im J. 732 = 22 Censor mit L. Munatius Plancus (fasti Cap. 732. Dio LIV 2, 1. Vell. II 95, 3; vgl. Suet. Aug. 64; Claud. 16. Prop. V 11, 67). Dies waren die letzten aus der Mitte der Römer gewählten Censoren (Dio LIV 2, 2). Ein Lustrum hielten sie nicht, und Augustus besorgte die ihnen obliegenden Geschäfte meist selbst (Dio LIV 2, 3–5). Auch lebten die Collegen mit einander in Händeln (Vell. II 95, 3, der dem Paulus die vis censoria abspricht). Ob bei Plut. Numa 9 (Αἰμιλίου ταμιεύοντος) zu verbessern ist τιμητεύοντος oder mit Mommsen zu CIL I 600 ὑπατεύοντος (nämlich Q. Lepidus Cos. 733 = 21), ist zweifelhaft.

c) Familie: Er war vermählt mit Cornelia (Prop. V 11, 1. 11. 13. 43), der Tochter des P. Cornelius Scipio Cos. 715 = 39 (vgl. Prop. v. 29f.) und der Scribonia (Prop. v. 55; vgl. 31), der nachherigen (seit 714 = 40) Gattin des Octavian. Auf diese Verwandtschaft bezieht sich vielleicht die oben erwähnte Münze. Cornelia gebar dem Paullus drei Kinder, zwei Söhne (Nr. 115 und 75) und eine Tochter (Nr. 168, Prop. v. 63. 67), und starb verhältnismässig jung (immatura Prop. v. 17) im Consulatsjahre ihres Bruders (Prop. v. 65f.) P. Cornelius Scipio, also J. 738 = 16. Auf ihren Tod bezieht sich die letzte Elegie des Properz V 11. Vgl. Borghesi IV 67ff.

Vielleicht bezieht sich auf ihn die Inschrift Bull. hell. III 153ff.: [L. Ae]milius Paul[lus Paul]li f. Lep[idus].

Nachträge und Berichtigungen

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Band S I (1903), Sp. 18
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82) Paullus Aemilius Lepidus (er führte Paullus als Praenomen, vgl. Klebs Prosop. I 32 nr. 250), ist allem Anschein nach der [Παῦλος Αἰμίλιος Λευ]κίου υἱὸς Παλατίνα Λέπεδος, der unter den Zeugen eines Senatsbeschlusses vom J. 729 = 25 v. Chr. an erster Stelle genannt wird (IGIns. II 35, 40 Mytilene). Über seine Gattin Cornelia s. o. Bd. IV S. 1388 Nr. 227.