RE:Brigantio 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,1 (1897), Sp. 845–846
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Brigantio. 1) Brigantio (Brigantium), Ort im südöstlichen Gallien (Strab. IV 179 διὰ Βριγαντίου κώμης κτλ.), im Gebiet der Cottischen [846] Alpen (Ptol. III 1, 36 Σεγουσιανῶν ἐν Γραίαις Ἄλπεσι Σεγούσιον ... Βριγάντιον, über den Irrtum des Ptol. vgl. Mommsen CIL V p. 810; Brigantione VI in Alpe Cottia Tab. Peut.; ἐν τῇ Βριγαντίᾳ Iulian. epist. ad S. P. q. Athen, p. 286 a. b), an der von Mailand aber die cottischen Alpen nach Arles einerseits, nach Vienne andererseits fahrenden Strasse (Itin. Ant. 341. 357 Brigantione; Itin. Hier. 555 mansio Byrigantum). Amm. Marc. XV 10, 6 (Accus. Virgantiam) und Ennod. carm. I 1 (Brigantionis) bezeichnen es als Castellum. Brincatione beim Geogr. Rav. IV 27 p. 240. Heute Briançon an der Durance (Hautes-Alpes). Weitere Zeugnisse bei Holder Altcelt. Sprachschatz s. Brigantio(n) Sp. 537f. Die Form Brigantio scheint die ursprüngliche zu sein, so die Inschriften CIL XI 3284 (Brigantione). XII 94 (Brigantionis). 118 (Brigantione, dies vielleicht ein anderer Ort, s. unter Nr. 2); dagegen Brigantium CIL XI 3281, Brigantio 3282. 3283. O. Hirschfeld CIL XII p. 15 nimmt an, dass die Stadt, die auf der Inschrift XII 95 (vgl. 94) als municipium Brigantien. bezeichnet wird, in der ersten Kaiserzeit das ius Latii erhielt. Als Magistrate werden erwähnt (XII 95) quaestor und IIvir. Über die Strassen Brigantio-Arelate und Brigantio-Vienna Hirschfeld a. O. p. 645. 649.

[Ihm.]