Epistel-Postille (Wilhelm Löhe)/Ostermontag

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Epistel-Postille (Wilhelm Löhe)
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Am Ostermontage.

Apostelgesch. 10, 34–41.
34. Petrus aber that seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet; 25. Sondern in allerlei Volk, wer Ihn fürchtet und recht thut, der ist Ihm angenehm. 36. Ihr wißet wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat, und verkündigen laßen den Frieden Gottes (welcher ist ein Herr über alles), 37. Die durch das ganze jüdische Land geschehen ist, und angegangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes predigte: 38. Wie Gott denselbigen JEsum von Nazareth gesalbet hat mit dem heiligen Geist und Kraft; der umher gezogen ist, und hat wohl gethan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältiget waren, denn Gott war mit Ihm. 39. Und wir sind Zeugen alles deß, das Er gethan hat im jüdischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie getödtet und an ein Holz gehänget. 40. Denselbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage, und Ihn laßen offenbar werden, 41. Nicht allem Volk, sondern uns den vorerwählten Zeugen von Gott, die wir mit Ihm gegeßen und getrunken haben, nachdem Er auferstanden ist von den Todten.

 IM heutigen Evangelium sehen wir den Auferstandenen selbst, den größten Prediger der Auferstehung, unter Seinen Jüngern wandeln und hören Ihn reden von der Nothwendigkeit Seiner Leiden und von der Herrlichkeit, in welche Er durch Leiden eingegangen ist. Dem Evangelium völlig entsprechend tritt in der sogenannten epistolischen Lection der Vorredner und Anführer der Apostel, der heilige Petrus, auf und predigt von den Leiden und von der Auferstehung Christi. So predigt also neben dem HErrn selbst Sein großer, hoher Apostel über ein und dasselbe Thema und von dem gleichen Gegenstande, und wird uns also hiemit gezeigt, welches Thema der HErr nach Seiner Auferstehung als das nöthigste und seligste selbst vorgelegt hat und hat vorlegen laßen. Doch nicht allein deshalb paßen die beiden Texte zusammen,| sondern sie bilden mit einander zwei Stationen eines und desselbigen Weges der Wahrheit zu einem Ziele. Der Weg der Wahrheit geht von Zion bis an die Enden der Erde, führt das Licht zuerst den Juden, darnach den Heiden zu. Da predigt nun im Evangelium Christus den Juden, in der Epistel aber Petrus den ersten Heiden Kreuz und Auferstehung des Erlösers, Buße und Vergebung der Sünden. Es ist also vom Evangelium zur Epistel gewißermaßen eine perspektivische Aussicht von Zion durch Judäa und Samaria hindurch bis zu den fernen Heiden. Damit wird uns gezeigt, wie die österliche Botschaft und die Ehre Gottes alle Lande erfüllen soll, und wie das Licht des Osterlamms keine Grenze kennen soll, soweit die Wolken gehen. – Dabei ist es auch der Mühe werth, darauf aufmerksam zu machen, daß von Ostern bis Pfingsten eine und dieselbe freudenreiche Zeit ist; Ostern ist Ausgangs-, Pfingsten ist Endpunkt derselben. Diese Zusammengehörigkeit der Zeiten erweist sich auch in der epistolischen Wahl der beiden zweiten Feiertage an Ostern und Pfingsten. Die Texte für beide sind aus der Geschichte der Bekehrung des Cornelius, des Hauptmanns von Cäsarea genommen. Wo der österliche Text aufhört, schließt sich der Pfingsttext an; beide zusammen bilden eben sowohl ein Ganzes, als die Zeiten, für welche sie gewählt sind. Es ist also ein heiliger Fortschritt von Ostern bis Pfingsten und die Botschaft der Auferstehung hat die Ausgießung des heiligen Geistes im Gefolge. Den Weg dieses Fortschritts laßt uns auch in diesem Vortrag betreten, indem wir nun zunächst den österlichen Text ins Auge faßen und nach seiner Eigenthümlichkeit betrachten.

 Wenn wir den Inhalt unseres Textes übersehen und zwar im Zusammenhange mit den zwei ersten Versen der Epistel des zweiten Pfingsttages, so finden wir, daß derselbe vom ersten bis zum letzten Worte ein Ganzes bildet, eine Rede, welche ebenso sehr eine Antwort auf die Frage des Cornelius nach der Botschaft, die Gott durch Petrus ihm schicken wollte, als an und für sich ein abgerundeter Vortrag ist mit einem Eingang, welchen die augenblicklichen Verhältnisse an die Hand geben, mit einer historischen Darlegung der evangelischen Geschichte, die selbst wieder im 36. Verse wie in einem Thema zusammengefaßt ist und zuletzt mit einem kräftigen Schluß. Der Schluß jedoch, sowie vor demselben schon ein Vers, welcher den Uebergang von der Erzählung zum Schluße zu machen geeignet ist, gehören nicht zu dem heutigen Texte, der im Gegentheil, recht österlich, mit Erwähnung der Auferstehung abbricht. Der heutige Text für sich allein genommen besteht demnach aus dem Eingang der Rede Petri an Cornelius und die Seinen im 34. und 35. Vers, im Uebergang zur Erzählung im 36. Verse, und in der Erzählung des Lebenslaufes Christi selbst, von der Taufe Johannis bis zur Auferstehung.

 Ein Mensch, der seine Erbauung hauptsächlich in der Erregung des inneren Lebens findet und sich nie für erbaut halten kann, außer wenn dies sein inwendiges Leben einen neuen fühlbaren Zufluß empfangen hat, wird unsern Text zwar österlich finden, weil er mit der Auferstehung Christi und den vierzig Tagen nach der Auferstehung abschließt, aber er könnte doch auf den Gedanken kommen, daß der eigentliche Inhalt, ein dürftiger sei, – nur ein kurzer Ueberblick des Lebenslaufes JEsu. Allein es geht auch hier wieder, wie jener Kirchenvater sagte, daß Gottes Werke in den Augen der Menschenkinder dadurch den Werth verlieren, daß man sie beständig vor den Augen hat. Der Hauptmann Cornelius und die Seinen werden ein ganz anderes Urtheil über den Hauptinhalt der Rede Petri gehabt haben, als wir und unsers Gleichen durch die Gewohnheit abgestumpfte Leser. Auch Gott im Himmel selbst hat ein anderes Urtheil gehabt, sonst würde sich nicht mit der scheinbar dürftigen Predigt eine so gewaltige Bewegung der Gemüther und die Ausgießung der besonderen Gnadengaben des heiligen Geistes verbunden haben. Auch eine genauere und eingehendere Betrachtung des Textes selber kann von dem leichtsinnigen Urtheil abführen und zur rechten Ansicht unseres großen Textes leiten. Ich denke, wir versuchen es zuerst, die Hauptsache der Predigt Petri, die eigentliche Osterbotschaft darzulegen und dann den Eingang Petri für uns zum Schluße zu machen.

 Vor dem heiligen Petrus ist eine harrende Schaar versammelt, eine Schaar von Heiden, welche durch das wunderbare Erlebnis des Hauptmanns Cornelius zur höchsten Begier und Aufmerksamkeit für die Botschaft des Apostels Petrus erweckt waren. Cornelius selbst hatte sich mit der Lehre und der Hoffnung der| Juden bereits bekannt gemacht, er war ein Proselyte. Vielleicht waren auch diejenigen, welche er zu sich eingeladen hat, um die Botschaft des heiligen Apostels zu empfangen, derselben Richtung zugethan, so daß man auch eine allgemeine Bekanntschaft mit demjenigen, was seit der Taufe Johannis im Lande vorgekommen war, bei ihnen voraussetzen konnte. Eine solche Bekanntschaft im Allgemeinen schreibt ihnen der heilige Petrus im 36. Verse ganz offenbar zu. Ja nicht bloß im 36. Verse, sondern auch bis zum 39. Er sagt: „Ihr wißet wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat und verkündigen laßen den Frieden durch JEsum Christum, welcher ist ein Herr über alles.“ Es geht daraus hervor, daß, wie es ein andermal heißt, die Geschichte JEsu nicht im Winkel geschehen ist, sondern zur Kenntnis und zum Gespräche aller kam, so daß man sie schon zu Petri Zeit kaum zu lehren brauchte, so bekannt war sie überall. Das liegt ganz offenbar in den Worten: „Ihr wißet die Predigt oder die Rede, welche Gott den Kindern Israel sandte, da er ihnen durch JEsum den Frieden verkündigen ließ.“ Ob aber gleich Petrus Cornelio und den Seinen eine allgemeine Bekanntschaft mit der Geschichte Christi zutraute, so wiederholte er sie dennoch, ohne Zweifel zur Berichtigung und Läuterung deßen, was sie wußten, sowie zur Bestätigung des Richtigen, was sie vernommen hatten. Bei dieser Erzählung fängt er wie Marcus und Johannes in ihren Evangelien mit der Taufe Johannis die Geschichte des HErrn an, und unterscheidet von dem Bekannten, welches sich seit jener Zeit zugetragen hat, das Unbekannte, welches sie nicht wißen können: dieses Unbekannte bildet den zweiten Theil der Erzählung und ist nichts anders, als die Geschichte der Auferstehung unsers HErrn und der vierzig Tage nach der Auferstehung. Durch das Unbekannte bekommt das Bekanntere nicht bloß die richtige Fortsetzung, sondern auch das Ziel, da es keinem Zweifel unterliegen kann, daß die Auferstehung unsers HErrn das Ziel Seines ganzen Lebens und des neuen Testamentes Siegel genannt werden darf. Das Bekannte setzt der Apostel in die Taufe Johannis, in deren Anwendung auf JEsum von Nazareth, in die großen Thaten unsers HErrn seit Seiner Taufe und in Seine Kreuzigung. Von der Taufe Johannis gibt er Zeugnis, daß sie mit allem, was unmittelbar auf sie folgte, eine bekannte Sache in ganz Judäa geworden sei. Von der Taufe JEsu durch Johannes sagt der Apostel, sie sei eine Salbung gewesen mit dem heiligen Geiste und der Kraft Gottes. Von den Amtsjahren JEsu berichtet er, der HErr habe das Land durchwandert und Gott sei so mit Ihm gewesen, daß Er alle diejenigen habe heilen können, welche vom Teufel überwunden gewesen seien, es seien auch diese Thaten keine Mährchen, sondern die Apostel seien selbst Augenzeugen von allem gewesen, was der HErr im jüdischen Land und in Jerusalem gethan. Durch die Erwähnung der Taufe Johannis, die allgemein bekannt war, durch die Auffaßung der Taufe JEsu als Salbung, durch die Hervorhebung der großen Thaten JEsu mußte die Erwartung der Zuhörer von Christo dem HErrn ebensosehr gesteigert werden, als sie nun durch die Erwähnung des schmählichen Endes Christi am Kreuz zu Boden sank. Für ein solches Leben schien ein solches Ende nicht zu paßen; es schien, als wolle sich der göttliche Strom des Lebens JEsu in die Erde verlieren. Hier aber schließt sich eben dasjenige an, was kein Cornelius wißen konnte: die Geschichte der Auferstehung unsers HErrn, Seiner Erscheinungen und Seines Zusammenlebens mit den Aposteln während der vierzig Tage. Bemerkenswerth ist es, daß St. Petrus die Auferstehung von den Erscheinungen des Auferstandenen so sehr trennt, die Erscheinungen keineswegs als nothwendige Folgen der Auferstehung faßt, sondern als besondere Gottesgaben; denn es heißt ja: „Gott hat Ihn auferweckt am dritten Tage und Ihm gegeben zu erscheinen, oder offenbar zu werden.“ Er hätte also wohl auferstehen können und verborgen bleiben, wenn nicht der Glaube an die Auferstehung durch die Erscheinungen bedingt gewesen wäre. Die Erscheinungen Christi hatten eine bedingte Nothwendigkeit, des Glaubens wegen. Sie mußten aber keine allgemein sichtbaren sein, um ihren Zweck zu erreichen. Darum erschien auch Christus nicht jedermann, sondern Er erzeigte sich denen, die schon ohne und vor der Auferstehung an Ihn geglaubt hatten, diesen aber allerdings so nahe, daß Er auch mit ihnen aß und trank. So waren sie dann Zeugen im Lande und auf Erden, die unverwerflich genannt werden mußten, während doch auf diese Weise die Zeit der Gnaden des neuen Testamentes von der letzten Wiederkunft und allgemeinen| Offenbarung Christi unterschieden war. Denn in dieser letzten Zeit wird der HErr nicht bloß den vorerwählten Zeugen, sondern allen Menschen erscheinen. Es wird dann keines Glaubens bedürfen, um Seine Gegenwart zu faßen, weil sie jedermann mit Augen schauen wird; in der apostolischen Zeit aber gibt es zwar auch ein Schauen, ein Augenzeugnis, aber nur wenigen wird es zugeschrieben, und diesen in keiner andern Absicht, als daß die Menschen dadurch möchten gläubig werden. Auf das wohlbeglaubigte Schauen der Apostel sollte sich der Glaube der ganzen Welt gründen.
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 Hiemit ist uns nun die Uebersicht nicht bloß des lehrhaften Theiles der heutigen Epistel, sondern überhaupt desjenigen gegeben, was die Apostel in ihren Predigten an Juden und Heiden als erste Grundlage zu gebrauchen pflegten. Die Apostelgeschichte enthält mehrere apostolische Reden, an denen wir den Inhalt der apostolischen Missionspredigt ganz klar ersehen können. Immer ist es so ziemlich einerlei Gang mit dem Gange unseres heutigen Textes; immer ist der Lebenslauf JEsu, Seine Todes- und Verherrlichungsgeschichte dasjenige, was die Mitte der Vorträge bildet. Was wir den jungen Kindern sagen und von Christo erzählen, das wurde damals als erste Mittheilung an die Zuhörer aus den Heiden und Juden gebraucht. Diese Thatsachen erscheinen uns so gering, daß wir die aus ihnen fließende und von ihnen abgezogene Lehre zuweilen für wichtiger und bedeutender halten; wer aber lang mit der Lehre umgegangen und sich mit den Gedanken bekannt gemacht hat, die sich die Menschen über die großen Grundlagen unseres ewigen Heils gebildet haben, der kehrt am Ende mit großer Hochachtung zu der einfachen geschichtlichen Erzählung zurück und findet sie wunderbarer als die Gedanken, die von ihnen tausendfach wie die Blätter vom Baume zu grünen pflegen. Vor allem steigt in den Augen des Urtheilsfähigeren die große Thatsache des Todes und der Auferstehung JEsu je länger, je höher. Doch aber gilt dasselbe auch von allem, was im Leben JEsu Seiner Auferstehung, Seinem Leiden und Sterben vorangeht. So werden die Salbung JEsu bei Seiner Taufe und Seine großen Thaten und Wunder immer mehr erkannt und geschätzt, je mehr sie beachtet werden. Man begreift, wie die Alten das Fest der Erscheinung JEsu als Eintritt in Seine messianische Würde und Offenbarung derselben mit so großer Feierlichkeit begehen konnten, ja man kommt den Ketzern der ersten Jahrhunderte auf die Spur, welche die Salbung JEsu bei Seiner Taufe nicht bloß als Amtsantritt, sondern, freilich in großer Verblendung, als die Zeit ansahen, in welcher sich erst das Göttliche in Christo mit dem Menschlichen vereinigte. Diese Irrfahrt der Ketzer und die Hochschätzung der Taufe JEsu bei den getreuen alten Kirchen kann uns beides lehren, daß wir über die große Wichtigkeit der Taufe unsers HErrn insgemein zu leichten Fußes weggehen. Wir müßen uns aber allerdings zu der Erzählung Petri im Texte und zu der im Eingang des Evangeliums Marci erst allmählich wieder zurück finden, erst allmählich wieder verstehen und schätzen lernen, welch eine große Begebenheit die Taufe JEsu ist. – Ebenso haben wir Ursache, die Wohlthaten und Wunder JEsu während Seiner Amtszeit vielseitiger und namentlich mehr im Zusammenhang mit der Taufe Christi zu betrachten, als geweißagte Zeichen des Menschensohnes, nicht bloß als Zeugnisse der in Christo JEsu vorhandenen Gegenwart der allmächtigen zweiten Person der Gottheit. Wie wir die Taufe JEsu mit zu stumpfen Augen ansehen, so geschieht uns ein Gleiches auch mit Seinen Wundern. Unsere Gedanken sind allewege zu kurz, und weil wir zu oft und viel in das Licht des großen Lebensganges JEsu mit unsern unbewaffneten, bloß natürlichen Augen gesehen haben, so ist uns die Sehkraft wie erloschen, und wir vermögen die großen lichten Gestalten der Führungen und Thaten JEsu nicht mehr zu faßen. – Mehr Achtsamkeit findet sich bei uns für die Geschichte der Leiden JEsu und Seines Todes, und wenn wir gleich auch dafür immerhin sehr stumpf zu sein pflegen, so sind doch die Leiden des HErrn zu sehr die Brunnen unsrer ewigen Freuden und unsres Heiles, als daß unser betrachtendes Auge von ihnen nicht unwiderstehlich angezogen werden sollte. Gewis könnte niemand ein Christ genannt werden, der diesen Mittelpunkt der Geschichte aller Werke und Thaten Gottes völlig übersähe. – Am meisten aber muß man sich doch über die Oberflächlichkeit verwundern, mit welcher die Geschichte der Auferstehung Christi und Seiner Erscheinungen behandelt wird. Hier liegen Fragen und Antworten zu Tage, welche für unser zeitliches und ewiges Heil von der größten Wichtigkeit sind, und wenn man Jemand nur so viel lehrte,| als unser Text von der Auferstehung Christi enthält, gäbe man ihm doch einen Faden in die Hand, an welchem man sich in ungemeßene Höhen und Tiefen begeben und sich wieder zurück finden könnte. Mag daher immerhin dem oberflächlichen Leser der Ueberblick unseres Textes über die Geschichte JEsu gering erscheinen; helle Augen bekommen den gegentheiligen Eindruck davon, und ein längerer, vertrauterer Umgang mit den Worten des heiligen Apostels Petrus führt am Ende dahin, daß man jeden Ausdruck meisterhaft, reich und voll findet, und nicht leicht in so wenigen Worten so Vieles und Großes zusammen zu bringen für möglich gehalten hätte.

 Im 36. Vers sagt der heilige Petrus, Gott habe durch JEsum Christum, der nun ein HErr sei über alles, den Frieden, ein Friedensevangelium, verkündigt. Diese Worte beziehen sich nach dem Zusammenhang auf den ganzen Lebenslauf des HErrn, wie er in unserem Texte dargelegt wird. Der ganze Gang JEsu Christi ist ein Gang zum Frieden und die Botschaft von dem Gang ein Evangelium des Friedens. Durch diesen Ausdruck des Apostels ist der ganzen Darstellung in unserem Texte ein recht seliges Licht gegeben, und wie die grüne Erde erst dann recht schön erscheint, wenn sich über ihr ein tiefer blauer Himmel ausdehnt, so wird die Erzählung der Lebens- und Verherrlichungsgeschichte des HErrn uns erst dadurch recht nahe gebracht, daß wir alles, was uns erzählt wird, als Weg und Mittel zum göttlichen Frieden der Menschheit ansehen lernen. Auch kann man sich keineswegs denken, daß der Apostel anstatt des Friedens ebenso gut auch etwas anderes zum Ziele des HErrn JEsus hätte machen können. Wer nur bedenkt, daß JEsu erstes Wort an Seine Jünger nach Seiner Auferstehung kein anderes war als: „Der Friede sei mit euch,“ wer sich erinnert, daß Christus in den letzten Reden vor Seinen Leiden mit Nachdruck gesagt hat: „Den Frieden laße, meinen Frieden gebe ich euch,“ der findet den Frieden JEsu so bedeutsam, daß es ihm am Ende auch nicht mehr schwer wird, ihn als Absicht des Weges JEsu, Seines Lebenslaufes und Seiner Verherrlichungsgeschichte zu faßen. Wir werden daher den Gott des Friedens nur desto mehr preisen, und Seinen Frieden in dem Maße mehr genießen, uns desto reicher und sicherer fühlen, je mehr wir alles, was Christus gethan, gelitten und erfahren hat, als Grundlage unseres Friedens ansehen.

 Die Botschaft von JEsu Christo, ein Evangelium des Friedens, das ist die herrliche österliche Kunde, welche nun ausgehen soll von Land zu Land und alle Völker erfreuen. Zwar hat unser HErr am Himmelfahrtstage Seinen Jüngern den Weg vorgezeichnet, welchen diese Botschaft in weitere Kreise nehmen soll: Jerusalem, Judäa, Samaria, die Enden der Erde, das sind die großartigen Stationen, welche Er selbst bestimmt. Allein Sein Wille war doch nicht der, daß eher zu keinem Heiden das Evangelium gelangen sollte, als bis alle Juden es gehört hätten. Im heiligen Lande selbst wohnten ja Heiden, denen die Botschaft des Heils nicht verborgen bleiben konnte und deren Verhältnis zu dieser Botschaft sehr bald in die Frage und Ueberlegung der heiligen Apostel kommen mußte. Wie konnte es nun da anders sein, als daß der HErr selbst in Seiner großen Menschenfreundlichkeit auch auf diese Heiden Rücksicht nehmen und ihretwegen das Beste anordnen mußte. War es doch von allem Anfang her Sein heiliger Wille, daß Juden und Heiden zu einer heiligen Kirche versammelt, daß auch die Heiden eingeleibt und aufgenommen werden sollten in das große von Ihm gewollte Ganze. War nun dies auch von alten Zeiten her verborgen, so war doch die Zeit gekommen, es Seinen heiligen Aposteln und Propheten des Neuen Testamentes zu offenbaren. Darum ließ Er dem Hauptmann Cornelius zu Cäsarea in Palästina den heiligen Engel erscheinen, der ihn auf Petrum weisen mußte, daher nahm Er nun selber den heiligen Petrus in Schule und Unterricht und bereitete ihn zum Heidenboten vor; Petrus aber, wenn auch in diesem Punkte nicht ohne Bedenken, war seines HErrn gelehriger Schüler und ließ sich durch das Gesicht von den mancherlei Thieren im Tuche, welches ihm zur Mittagszeit erschien, und die damit verbundene Offenbarung willig und bereit machen, zu dem Heiden Cornelius nach Cäsarea zu wandern. Unverholen sprach er ihm das Ungewöhnliche seines Ganges nach Palästina aus, aufmerksam hörte er die Erzählung des Hauptmanns, dann bricht auf einmal die ganze Frucht der Schule, in welcher der Apostel seit den letzten Tagen gewesen war, heraus in den merkwürdigen Worten, welche den Eingang| unseres Textes bilden, mit deren Betrachtung wir aber unsern heutigen Vortrag beschließen. „Nun erkenne ich in der Wahrheit, ruft er, daß bei Gott kein Ansehen der Person ist, sondern in allerlei Volk, wer Gott fürchtet und recht thut, der ist Ihm angenehm.“ Also jetzt hat es St. Petrus verstanden. Es ist kein Ansehen der Person bei Gott, Er zieht nicht die Juden den Heiden vor; Er hat zwar in vorigen Zeiten ein Volk auserwählt, welchem Er auch für die Zukunft besondere Gnaden vorbehalten hat, aber der Vorzug und die Gnaden beziehen sich nicht auf die Seligkeit und das ewige Leben, sondern auf andere Dinge in dieser und in jener Welt. Verloren sollen die Heiden so wenig werden, als die Juden. Die Seligkeit und das ewige Leben soll allen Menschen offen stehen, in Anbetracht ihrer soll es keinen Vorzug, kein Ansehen der Person geben; Unter allerlei Völkern soll Ihm für Seinen Himmel angenehm sein, wer irgend in denselben eingehen kann, er sei Jude oder Heide. Diese Erkenntnis war damals dem heiligen Petrus selbst noch neu; in unseren Zeiten und in der christlichen Kirche ist sie allgemein bekannt, so bekannt, daß sie fast misachtet wird, und angesehen, als verstünde sie sich von selbst. Es geht mit dieser Erkenntnis wie mit dem Inhalt der heutigen Predigt Petri, dem Lebenslaufe JEsu. Groß an sich selber, ungemein und außerordentlich, hat sie für uns Alle diese ihr angestammten Eigenschaften verloren; durch Gewöhnung ist uns das Wunderbare, das uns umgibt, alltäglich und gemein geworden. Es muß erst wieder durch Gottes Geist die Bewunderung, die dem Wunder geziemt, Dank und Anbetung, die es verdient, erweckt werden.
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 In den Worten des heiligen Petrus, daß Gott die Person nicht ansieht, liegt der Grund ausgesprochen, weshalb sich das Wort Gottes zu allen Völkern und Heiden wendet, und wir wißen, was für eine gewaltige Arbeit des Apostolates und der Missionen von Anfang her aus diesem Grunde und den damit übereinstimmenden Befehlen des HErrn JEsu hervorgegangen ist. Alle Völker werden berufen, eingeladen, immer aufs neue eingeladen, ermahnt, ja gebeten, gedrungen und genöthigt, sich mit Gott in Christo JEsu versöhnen zu laßen. Sie dürfen also nicht bloß selig werden, sondern sie sollen es; ja es geschieht dem Hirten im Himmel und Seinen Engeln besondere Freude mit jedem Schafe, das sich finden und zur Heerde tragen läßt. Bei dieser allgemeinen Berufung aller Völker, bei dieser Freude des ewig guten Hirten über jedes neu gefundene Schaf, aus welchem Schafstall oder Volke es auch sei, ist ein Theil des Inhalts der Worte des heiligen Petrus unvermuthet, und obwohl in ihm ein Fortschritt des allgemeinen Gedankens von der Seligkeit aller Völker liegt, so muß man sich doch erst wieder aufs neue ins Lernen und in die Schule begeben, um ihn richtig zu faßen und mit dem allgemeinen Gedanken zu vereinigen. St. Petrus sagt einerseits, bei Gott ist kein Ansehen der Person, und als Fortsetzung dieses Gedankens erwartet man nun nichts anderes, als den Satz: „Sondern alle Völker, Juden und Heiden sind Ihm angenehm.“ Das erwartet man nach dem Sinn der übrigen Schriftstellen, und der erwartete Satz ist ja auch ganz richtig. Anderntheils sagt nun aber der heilige Petrus doch nicht so; sein Nachsatz heißt bekanntlich: „Sondern in allerlei Volk, wer Gott fürchtet und recht thut, der ist Ihm angenehm“; angenehm, wozu? Zur Aufnahme in Seine allerheiligste Religion, in Seine Kirche und deren Seligkeit. Also will der HErr doch nicht die Völker ohne weiteres massenweise auf- und annehmen in Sein heiliges Reich, also macht Er doch einen Unterschied. Er ruft Alle, Er lädt, Er bittet, Er nöthigt alle zu kommen, aber angenehm ist, aufgenommen wird doch zunächst nur, wer Gott fürchtet und recht thut. Es soll also der blinde Heide, der arge Sünder nicht im unveränderten Zustand seiner Seele in das Christentum aufgenommen werden, auch nicht von Menschen, weil es von Gott selbst nicht geschieht. Es muß eine vorbereitende Arbeit des Wortes und Geistes an seinem Herzen geschehen sein. Gottesfurcht und ein Fleiß, eine treue Uebung in allerlei von Gott befohlenem Werke, in allerlei Gerechtigkeit, muß Zeugnis geben für die Redlichkeit eines Menschen, der nun zu Christo kommen will. Das sagt der heilige Petrus ganz offenbar und seine Worte sind völlig der Geschichte angemeßen, die sich vor seinen Augen und gewißermaßen unter seinen Händen ereignet. Cornelius gibt zu den Worten Petri ein so vollkommen geeignetes Beispiel, daß man fast sagen könnte, der Apostel habe mit seinen Worten nur Cornelium gemalt, er habe an diesem von Gott| gewirkten Beispiel den Satz gelernt, den er ausspricht, und sei mit demselben nichts weiter, als ein Ausleger deßen, was Gott bei Cornelio gethan. Denn Cornelius fürchtet Gott, ist ein Proselyte der edelsten Art, er übt sich in Werken der Gerechtigkeit, in Gebet und Almosen; wie ihn der Engel versichert, ist sein Gebet und Almosen zu Gott gekommen, und weil er so ganz ist, wie Sich Gott diejenigen wünscht, die aus allen Völkern zu Seiner Kirche kommen sollen, so beweist der HErr durch Offenbarung und apostolisches Wort, daß er Ihm angenehm sei. Engel und Apostel müßen sich bewegen, müßen dienen, um den angenehmen Proselyten in Sein Reich zu führen.
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 Sehen wir in die Apostelgeschichte, so finden wir, daß am ersten Tage der Pfingsten dreitausend Menschen getauft und in die Kirche Gottes aufgenommen werden; – so sehen wir an vielen andern ähnlichen Beispielen, daß man in der ersten Zeit mit der Aufnahme in die Kirche nicht langsam verfuhr. Von unserem Standpunkte aus könnte man sagen, man habe sehr schnell verfahren. Nun sind zwar die meisten Beispiele, auf die wir uns hier beziehen, nicht von Heidenchristen, sondern von Judenchristen hergenommen, von Kindern des Bundes, deren Uebergang vom alten zum neuen Testament durch viele Gottesthaten vorbereitet war, und daher auch sehr leicht und schnell hätte geschehen können und sollen. Dennoch aber ist der Schritt aus dem alten ins neue Testament ein Verlaßen des alten und ein Ergreifen des neuen, ein bedeutsamer Wechsel und eine mächtige Veränderung. Auch wißen wir ja, wie wenig vorbereitet durch alle die großen Thaten Gottes die meisten Juden für den Eingang ins Reich Gottes in der Wirklichkeit gewesen sind, wie wenig geistliches und heiliges Leben, wie wenig Gottesfurcht und Rechtthun unter ihnen herrschte. Wenn auch der heilige Geist von den Dreitausenden, die am ersten Pfingsttage zur Kirche hinzugethan wurden, bezeugt, daß sie fromme und gottesfürchtige Menschen gewesen sind, und diese erste, von Gott nach heiliger Vorsehung zusammengeführte Schaar, es ist freilich erstaunlich zu sagen und zu hören, die Merkmale zur Aufnahme gehabt haben, welche Cornelius hatte, so konnten doch die Apostel auch bei diesen nicht wißen, oder doch nicht auf einmal und an einem Tage erfahren, daß es der Fall war, und in anderen Fällen, in welchen kein ausdrückliches Zeugnis des heiligen Geistes vorliegt, ist es ja ohnehin nicht anzunehmen. Wenn nun der heilige Petrus, dies reichgesegnete Werkzeug Gottes zur Bekehrung für Tausende, selbst sagt, daß Gotte für den Eintritt ins Christentum angenehm Diejenigen seien, die Ihn fürchten und recht thun, so kann man doch nicht annehmen, daß diese seine Forderung bloß an die Heiden gerichtet gewesen sei, und daß er von den Juden weniger gefordert habe, und es fragt sich daher, wie die eilende Aufnahme der ersten Christen mit dem von ihm in Cäsarea ausgesprochenen Grundsatz zusammenstimme. Ein wenig Nachdenken kann jedoch den Zusammenhang zeigen. Gott dem HErrn angenehm sind in der That nur diejenigen Proselyten, die Früchte der Buße bringen, Gott fürchten und des Rechtthuns sich befleißen, denen ein Johannes nicht zurufen muß: wer hat denn euch geweiset, daß ihr dem zukünftigen Zorn entrinnen werdet. Es muß das auch als Grundsatz bekannt und öffentlich gelehrt werden. Wenn aber dieser Grundsatz in Menschenhänden eine Regel und Richtschnur für die Aufnahme ins Christentum werden soll, dann muß, wie bei ähnlichen, göttlich strengen Sätzen, ein demüthiger und milder Sinn die Anwendung davon machen. Unser Urtheil ist schwach: wer von uns kann giltig beurtheilen, ob jemand Gott fürchte und recht thue; kaum können wir beurtheilen, obs jemand nicht thue, und doch, wie leicht ist das in Vergleichung mit dem Urtheil, ob ers thue. Nehmen wir nun an, daß die Seelen der Apostel sehr erleuchtet gewesen sind, so werden sie doch im Lichte Gottes weit mehr ihre eigene Schwachheit und Sündhaftigkeit erkannt, als in die Herzen Anderer sichere Blicke gethan haben, und gerade die höhere Erleuchtung wird ihre Seele geneigt gemacht haben, mild und gütig zu urtheilen; sie werden bei der Unmöglichkeit eines völlig richtigen Blickes in fremde Seelen und dem ihnen dennoch gegebenen Befehl, zu lehren und zu taufen, lieber in Mildigkeit als in Strenge haben irren wollen. Gottes heilige Regel wird wohl als Regel für den zu Christo nahenden Proselyten so wie als Thema heiliger Lehre und Ermahnung, keineswegs aber als ein äußerliches Gesetz für die Aufnahme der Proselyten gegolten haben; dem Missionar zur Regel bei seinem Handeln wird weniger das Wort Petri in Cäsarea als sein und aller| Apostel Beispiel dienen sollen. Da geht dann freilich in den Vorhof des Himmels, in die sichtbare Kirche mancher ein, der kein hochzeitliches Kleid anhat, und manchen wird der HErr, wenn Er kommen wird, aus der Gemeinschaft der Seinen und von den Pforten des ewigen Hochzeitsaales hinwegweisen. Die Schuld aber, daß solche Menschen sich eingedrungen haben und noch eindringen, muß nicht nothwendig an den Lehrern liegen und an den Täufern, so viel auch diese sündigen können, sondern sie ist zu allernächst in den Herzen der Proselyten selbst zu suchen. Die Kirche verfährt mit besonnener Mildigkeit, – wo es hingehört, mit liebevoller Strenge; immer aber bescheidet sie sich göttliche Grundsätze in göttlicher Weisheit nicht anwenden zu können. Auf diese Weise bleibt Petri Wort und Petri Verhalten vereinbar. Dem aber, der Christo nahet, wird durch Petri Wort und Cornelii Beispiel, die ernste österliche Mahnung zu Theil, den Sauerteig aus dem eigenen Herzen auszufegen, die Bahn der Lauterkeit und Wahrheit zu gehen.

 So hätten wir denn, meine lieben Brüder, gesehen und erkannt, wie Gott die Person nicht ansieht, dennoch aber bei allen, die zu Ihm kommen, auf redliche Buße, auf Lauterkeit und Wahrhaftigkeit sieht. Wenn uns der erste Theil unseres Vortrags, so unwerth er auch des Textes ist, die österliche Botschaft bringt vom Frieden Gottes in Christo JEsu, dem Gekreuzigten und Auferstandenen, so zeigt uns der zweite Theil die österliche Beschaffenheit aller, die zu Christo kommen wollen. Gestern gab uns die Epistel einen Blick in die österliche Zucht bestehender Gemeinden; heute gibt uns die Epistel Licht über das österliche Catechumenat entstehender Gemeinden. So erscheint neben dem verklärten Christus die sich verklärende Gemeinde, um den auferstandenen Leib des HErrn her die große Schaar geistlich auferstandener Christen. Auf uns aber dringt die mächtige Vermahnung ein, auf uns, die längstgetauften, hinter dem Cornelius nicht in Gottesfurcht und Gerechtigkeit zurückzutreten, nicht im Stande der Gnaden weniger Beweis von Buße und Lauterkeit zu geben, als Cornelius im Stande der Vorbereitung gegeben hat, uns nicht immerfort durch diesen Heiden beschämen zu laßen. Nicht immerfort, sage ich, denn für viele wird allerdings bisher das Beispiel dieses Heiden beschämend gewesen sein. Er erscheint, obwohl noch nicht getauft, gottesfürchtiger und gerechteren Lebens, als die meisten getauften Christen. Sein Gebet und Almosen kam vor Gott, während unsere armen Gebete und Almosen vielleicht den Weg durch die Wolken nicht finden. O daß nur vor allen Dingen unsere jetzige späte Christenbuße dem HErrn gefällig würde, und wir endlich, ehe wir gar von hinnen fahren, dem verklärten Christus, der so lange schon auf uns wartet, in österlicher Lauterkeit und Wahrheit begegnen möchten. Amen.




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Epistel-Postille (Wilhelm Löhe)
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