RE:Aventicum

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 2282
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Aventicum, Stadt der Helvetier, zuerst erwähnt bei Tac. hist. I 68 (unter Vitellius) als gentis caput (Helvetiorum); dann bei Ptol. II 9, 10 als Stadt der Σηκοανοί (Αὐαντικόν, Müller will herstellen Αὐεντικόν, wohl mit Recht, ebenso Glück Keltische Namen bei Caes. 113). Sie lag an der von Augusta Praetoria über die Alpen nach Augusta Rauracum führenden Strasse (Itin. Ant. 352 Aventiculum Helvetiorum; Tab. Peut. Aventicum Helvetiorum) und ist das heutige Avenches (deutsch Wiflisburg) im Kanton Waadt, mit vielen Altertümern und Ruinen (Bursian Mitteil. der antiquar. Gesellschaft in Zürich XVI 1; vgl. auch Conrad Brunner Spuren der röm. Ärzte auf dem Boden der Schweiz 51). Der volle Name erscheint inschriftlich Colonia Pia Flavia Constans Emerita Helvetiorum (Mommsen Inscr. Helvet. 175. 179), kürzer Colonia Helvetiorum (Mommsen a. O. 164. 181) oder Colonia Aventicensium (a. O. 149); die Inschriften von A. und Umgegend ausser bei Mommsen a. O. p. 26ff. auch bei Hagen Prodromus novae inscr. Helv. sylloges, Bern 1878 (vgl. besonders nr. 15. 83 Aventicum, nr. 1. 24. 28. 96 die Einwohner Aventicenses). Benannt ist die Stadt nach der keltischen Göttin Aventia (s. d. Nr. 2), vgl. Glück Keltische Namen 113. Einst eine ansehnliche Stadt, war es in späterer Zeit, wie Augustodunum und viele andere Provincialstädte, trostlos verödet (Amm. Marcell. XV 11, 12 Aventicum desertam quidem civitatem, sed non ignobilem quondam). Die Not. Gall. IX 4 verzeichnet die Civitas Elvitiorum Aventicus in der provincia Maxima Sequanorum. Vgl. Marquardt St.-V. I 269. 279. Desjardins Géogr. de la Gaule II 463f. III 452; Table de Peuting. 34; über die späteren Zeugnisse Longnon Géogr. de la Gaule au VIe siècle 224ff. und Holder Altkeltischer Sprachschatz s. v.

[Ihm.]

Nachträge und Berichtigungen

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Band S III (1918), Sp. 184
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     S. 2282ff. zum Art. Aventicum:

Holder Altcelt. Sprachschatz I 311f. III 770f., s. Avenches.