BLKÖ:Auersperg, Anton Alexander Graf von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 1 (1856), ab Seite: 86. (Quelle)
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Auersperg, Anton Alexander Graf von[BN 1][BN 2][BN 3][BN 4] (Dichter, geb. zu Laibach in Krain 11. April 1806). Erhielt die erste Erziehung in seinem väterlichen Stammschlosse Thurn am Hart in Unterkrain, 1813 trat er in die Theresianische Ritterakademie, nach 2 Jahren in die Ingenieurakademie, [87] in welcher er bis 1818 blieb. Nach dem Tode des Vaters fand die Vormundschaftsbehörde die militärische Erziehung für den einzigen Sohn und Majoratsherrn nicht geeignet, und A. kam in ein Privatinstitut, studirte Philosophie und die ersten 2 Jahre des Rechts in Graz, die letzten 2 an der Hochschule in Wien. In diese Zeit fallen seine ersten durch den Druck bekannt gewordenen Arbeiten, welche in Gräffers „Philomele“ und in der „Theaterzeitung“ standen. Nachdem A. seine Studien vollendet, übernahm er selbst die Verwaltung seines Majorates und lebt abwechselnd den Sommer über auf Reisen oder auf seinem mit engl. Comfort ausgestatteten Stammschlosse Thurn am Hart, den Winter über in Graz. Am 11. Juli 1839 vermälte er sich mit Maria Gräfin von Attems, der Tochter des steirischen Landeshauptmanns. Aus seiner stillen, den Musen huldigenden Häuslichkeit wurde A. nur auf kurze Zeit im J. 1848 gerissen, in welchem Jahre er am 13. März in Wien ankam, und am 16. März der Bevölkerung von Graz die Zusage der Constitution überbrachte. Von den Ständen und Schriftstellern Oesterreichs wurde er im April d. J. zum deutschen Vorparlamente, so wie in seiner Heimat als Vertreter des Laibacher Kreises zur deutschen Nationalversammlung gewählt. Eines bald nach Erscheinen der „Spaziergänge“ stattgehabten literarischen Zwischenfalls, der eine weitere Ausdehnung bekam und für den Dichter ehrenvoll endete, wollen wir nicht näher gedenken, weil uns Männer wie A. viel zu gut dünken, um mit unsauberer Gesellschaft auch nur schriftlich in Berührung gebracht zu werden. Selbstständig erschienen von A. zuerst die „Blätter der Liebe“ (Stuttgart 1830) unter dem Pseudonym Anastasius Grün, welcher bald eine solche Berühmtheit erhielt, daß er in allen Gauen des deutschen Landes mit Begeisterung genannt wurde. Diese erwarb er sich aber durch Herausgabe des im Versmaße des Nibelungenliedes gedichteten Romanzenkranzes: „Der letzte Ritter“ (München 1830, 4°., erste seltene Ausg.; 7. Aufl. in Miniatur-Form. 1852). Dieser letzte Ritter schritt wie eine riesenhafte Göttererscheinung durch das deutsche Volk. Man hatte die Bedeutung dieses Epos erkannt und der Dichter wurde von Alt und Jung gefeiert. In ihrer Weise noch größer war die Wirkung der anonym erschienenen „Spaziergänge eines Wiener Poeten“ (Hamburg 1831, letzte Aufl. 1850), worin A. mit prophetischem Geiste von jener Größe Oesterreichs sang, die damals noch nicht war, aber die kommen sollte, weil der Kaiserstaat alle Elemente zu einer großen moralischen und politischen Macht in sich trug. Mit diesen Dichtungen hatte Auersperg seinen Platz unter den Ersten der Sänger des deutschen Parnasses gewonnen. Nun erschienen der „Schutt“ (1836 Leipz., 10. Aufl., 1851 ebend.) und „Gedichte“ (Leipzig 1837, erste Aufl., 1852 10. Aufl.) Im ersten rankt die Poesie in üppigen Rosensträuchen an Trümmern der Geschichte und Vergangenheit in seltener Herrlichkeit empor; in den letzteren wirken die hohe volkstümliche Einfachheit, die reiche bildliche Bestimmtheit, die Reinheit, Tiefe und Durchsichtigkeit der Gedanken und Bilder mit unbeschreiblichem Zauber auf den Leser ein. In diese letztern sind auch die schönsten Gedichte der „Blätter der Liebe“ mit einigen Veränderungen wieder aufgenommen. Chronologisch folgten die „Nibelungen im Frack“ (Leipzig 1843), welche Bauernfeld, A.’s Biograph, eine reine Satyre auf die „Marotte“ nennt. Der längst erwartete „Pfaff vom Kahlenberg,“ ländliches Gedicht (Leipzig 1850), enthält eine Reihe von Naturbildern, die der Dichter in der Weise der alten niederländischen Künstler genial staffirt. Die „Volkslieder aus Krain“ [88] (Leipzig 1850) sind mit A.’s Meisterschaft aus dem slovenischen, der Sprache seines Vaterlandes, übertragene oder vielmehr trefflich nachgebildete uralte Volksweisen. A. war mit dem unglücklichen Lenau innig befreundet, u. hat dessen Manen auch seinen „Pfaffen vom Kahlenberg“ gewidmet; dann gab A. zuerst Lenau’s Nachlaß und in letzter Zeit „Lenau’s Werke“ heraus, welche er mit einer ausführlichen Biographie des unglücklichen Dichters einleitet. Wenige deutsche Dichter, wenn wir Schiller und Goethe, und mit besonderer Beziehung auf den zu bezeichnenden Umstand Mathisson ausnehmen – sind so oft in Gedichten, namentlich von der jüngern Generation, gefeiert worden, als Anastasius Grün, die vielen Widmungen gar nicht gerechnet. Als eines Curiosums sei hier noch das Titelkupfer erwähnt, das sich in Gräffer’s „Neue Wiener Localfresken“ (Linz 1847) befindet, und ein nach einer Originalzeichnung von A. Grün radirtes Blatt voll kaustischen Humors ist, dessen nähere Erklärung die „Sonntagsblätter“ von L. A. Frankl, 1847, Nr. 33 enthalten. Der regierende König von Baiern Max II. schmückte des Dichters Brust mit dem im J. 1853 gestifteten Orden. A. ist oft porträtirt; das erste Porträt brachte der Musenalmanach von Schwab u. Chamisso für das J. 1837. Unstreitig das bestgetroffene Bild ist aber die Lithographie Kriehubers, welche eine Beilage zur „Wiener Zeitschrift“ für 1842 bildete und nach welchem der treffliche Stahlstich von Kotterba in „Gedenke Mein“ und im „Album österreichischer Dichter“ (Wien, Pfautsch u. Comp. 1841) gearbeitet ist.

Album. östr. Dichter (Wien 1841) S. 58: „Biographie“ von Bauernfeld. – Panorama de l’Allemagne (Paris 1839): „Gallerie de Contemporains“ par le comte Paul de Dohna. – Bibliothèque universelle de Genève. Octoberheft: 1840. Ueber seine berühmte Familie:[BN 5][BN 6] Archiv f. Geogr., Geschichte, Staats- u. Kriegsk. XII. Jahrg. (Wien 1821. 4°.) Nr. 40–42, 46, 52, 56, 57 und Neues Archiv für Gesch., Staatenkunde, Liter. u. Kunst. Herausg. von Megerle v. Mühlfeld u. E. Th. Hohler. II. Jahrg. (Wien 1830), Nr. 76, 78, 80, 81, 82–85, 87–91, 94, 98–100, 102, 103, 105: „Die Fürsten und Grafen von A.“ aus bisher noch ganz unbenützten Quellen, besonders mit Hinsicht auf die krainische Landesgeschichte bearbeitet, mit Familien-Urkunden belegt von Franz X. Richter.

Berichtigungen und Nachträge

  1. Auersperg, Anton Alexander Graf [s. d. Bd. I, S. 86]. Bereits in den verstärkten Reichsrath berufen, welcher im Jahre 1860 zusammentrat, wurde der Graf mit Allerh. Handbillet vom 15. April 1861 zum lebenslänglichen Reichsrathe ernannt, welcher Ernennung mit Cabinetschreiben vom 12. März 1863 die Verleihung der geheimen Rathswürde folgte, mit welcher der Titel Excellenz verbunden ist. Im verstärkten Reichsrathe, obgleich er sich an den Verhandlungen über die Comitébildung, die Sprachenfrage u. m. a. betheiligte, die Dringlichkeit der Regelung der Preßangelegenheiten hervorhob, gipfelt die Thätigkeit des Grafen in der Rede über den Majoritätsantrag, für den er jedoch schon im Comité nur bedingungsweise und unter Vorbehalt seine Zustimmung gab, [Man vergleiche zum Verständniß dieses Vorganges die Biographie von Franz Hein, Bd. VIII, S. 215.] Die Rede, eine der schwungvollsten, die gehalten worden, ist besonders bemerkenswerth durch die mannhaften Worte, mit denen er die Anschuldigungen und Angriffe gegen die österreichische Bureaukratie, welche von einer Seite des verstärkten Reichsrathes erschallten, entkräftete. Das ruhige Bild der großen Kaiserin im Saale mahnt ihn, auch den billigen Gefühlen einer gerechten Anerkennung des Wirkens der Bureaukratie Worte und Ausdruck zu leihen. „Maria Theresia – sprach der Graf – und ihr wohlwollender, aber minder glücklicher Sohn waren die Begründer, Förderer und Schirmer der österreichischen Bureaukratie. Sie stellten ihr eine große Aufgabe, nämlich Ordnung und System in disparate Elemente zu bringen, das Recht in allen Kreisen zu wahren und die Geschäfte zu fördern. Die österreichische Bureaukratie hat große Aufgaben ehrenvoll gelöst. Sie hat glänzende Erfolge und große glänzende Namen aufzuweisen. Ehre ihnen allen! Ehre aber auch dem kleinen Beamten, der subordinationsgemäß und pflichtgetreu im Verborgenen am Actentische still seine Lebenslampe verbrennt!“ Es ist bedeutungsvoll, daß, während gerade aus dem [360] Schooße der Bureaukratie die Angriffe gegen dieselbe statthatten und Niemand aus diesem Körper sich fand, der sie entkräftete, der außerhalb derselben stehende unabhängige österreichische Freiheitssänger ihr warmer begeisterter Vertreter wurde. Sein bedingter Beitritt zum Majoritätsantrage des verstärkten Reichsrathes findet in seinen eigenen Worten die Aufklärung: „Aus dem historischen Rechte, ebenso wie aus der Machtstellung Oesterreichs und aus der Entwickelung des Staatslebens geht als ein berechtigtes Postulat der Gegenwart, das oberste Princip der Staats- und Reichseinheit und somit auch jenes der über den Länder Autonomien in höherer Ordnung stehenden Reichsautonomie hervor“. Und bezüglich des Minoritätsvotums sagt der Graf ausdrücklich: „Treu der mir beobachteten Richtschnur, suche ich auch darin nicht das was uns trennt, sondern nur das was uns vereinigt“. Der Graf ist also – wenn die Anwendung der philosophischen Terminologie für politische Verhältnisse gestattet ist – der Repräsentant des Eklekticismus in staatsrechtlichen, auf Oesterreich bezüglichen Fragen, und möchte in dieser rechten Mitte wohl zunächst die Lösung der schwierigen politischen Fragen im Innern gefunden werden. Als Mitglied des Herrenhauses des später gebildeten Reichsrathes gehört A.[WS 1] zur liberalen Partei in der Versammlung, und unterläßt es nie, seinen Mahnruf zu erheben, wenn Gefahr dem Vaterlande und der durch kaiserliches Wort fest besiegelten Verfassung droht. Eine seiner bedeutungsvollsten Reden war die in der Sitzung des Herrenhauses vom 11. Jänner 1864, in welcher er anläßlich der Budgetberathung das Wort nahm, weniger um über das Budget zu sprechen, als um das, was er schon lange auf dem Herzen trug, sich von demselben wegzureden. Er richtete seine Worte gegen jene, die wider den Liberalismus eifern und zeichnete mit scharfen Zügen, was er unter Liberalismus verstehe; er regte die Concordatfrage an und bemerkte, daß sie am 11. Jänner 1864 dort stehe, wo sie am 20. Juni 1862 gestanden; insbesondere aber findet er das Verhältniß beider Häuser des Reichsrathes, des Herren- und Abgeordnetenhauses gegeneinander, wie es wenigstens jetzt sei, bedenklich, indem der Conflict bei einer längeren Fortsetzung dieses Verhältnisses ein unausbleiblicher sei. Und indem er seine gewichtigen Worte der besonderen Erwägung des Hauses empfiehlt, schließt er mit dem Ausspruche: „Das Räderwerk an der Zeitenuhr kann in’s Stocken kommen, der Mechanismus kann zerbrochen werden, allein der Gang der Zeit läßt sich nicht aufhalten, sie wird unaufhaltsam weiter schreiten“. In Folge dieser Rede wurden dem Grafen aus mehreren Städten und von mehreren Vereinen in Krain und Steiermark Glückwunschadressen übersendet. – Was den Grafen A. als Dichter betrifft, so erschienen seither (1856) die 11. und 12. Auflage der „Gedichte“ (Berlin 1857 und 1858, Weidmann, 16°.); die 2. Auflage der „Niebelungen im Frack“ (ebd. 1853, 16°.); die 11. Auflage des „Schutt“ (ebd. 1856, 16°.); die 8. Auflage des „letzten Ritter“ (ebd. 1860). Demnächst, wie die Journale berichten, soll seine deutsche Bearbeitung des Robin Hood im Drucke erscheinen. Originalien seiner Poesien brachten nur zeitweise einige Almanache, darunter das von Emil Kuh 1861 herausgegebene „Oesterreichische Dichterbuch“ den Romanzenkranz „Prinz [361] Eugen“, unstreitig eine der Perlen des „Dichterbuches“.
    Verhandlungen des österreichischen verstärkten Reichsrathes 1860. Nach den stenographischen Berichten (Wien 1860, Manz, 8°.) Bd. I, S. 42 [Aeußerung über die Comitébildung); S. 232 [spricht über die Presse]; S. 314 [über die Landesbehörden]; S. 532 [über die Weinsteuer]; – Bd. II, S. 35 [über die Sprachenfrage]; S. 62, 105 und 367 [über den Majoritätsantrag]. – Stenographische Protokolle des Herrenhauses des österreichischen Reichsrathes für die erste Session 1861–1862, S. 14, 19 [Berichterstatter über die Adresse auf die Thronrede]; S. 61, 65 [Berichterstatter in der Frage über die Ausübung des Stimmrechtes mittelst Vollmacht]; S. 162, 166, 168, 170 [Berichterstatter über das k. Rescript an den ungarischen Landtag]; S. 237, 292 [Berichterstatter der Minorität in der Verhandlung über die Lehen-Allodialisirung]; S. 511, 513, 517 [spricht in den Verhandlungen über das Preßgesetz]; S. 733 [über das Verfahren in Preßsachen]; S. 853, 861 [in den Verhandlungen über den Staatsvoranschlag für 1862, betreffend das Ministerium des Aeußern und kaiserlichen Hauses]; S. 875 u. 878 [über das Staatsministerium und die politische Verwaltung]; S. 893 [über das Marineministerium]; S. 943, 952 [über Cultus und Unterricht]; S. 959 [über die ungarische, siebenbürgische und croatische Hofkanzlei]; S. 1020 [über das Handelsministerium]; S. 1281, 1282 [in der Debatte über den Schutz des Brief- und Schriftengeheimnisses]; S. 1372, 1387, 1389 [in den Verhandlungen über den Staatsvoranschlag 1863]. – Wiener Zeitung 1862, Nr. 141, S. 597; Nr. 157, S. 65, 103; 1864, Nr. 8 u. 22. – Presse (Wiener polit. Blatt) 1864, Nr. 12 [der Leitartikel]. – Gratzer Zeitung 1861, Nr. 224; 1862, Nr. 45, 143. – Tagespost (Gratzer polit. Journal) 1862, Nr. 141, 181. – Laibacher Zeitung 1862, Nr. 162. – Mährischer Correspondent (Brünner Journal, 4°.) 1863, Nr. 92. – Die Zeit (Frankfurter Journal, kl. Fol.) 1862, außerordentliche Beilage zu Nr. 379: „Anastasius Grün über die deutsche Frage“. – Illustrirtes Familienbuch des österreichischen Lloyd (Triest, gr. 4°.) 1863, Heft 7. – „Anastasius Grün. Literarhistorische Skizze“ von Thaddäus Lau. – Sonntagsblätter von L. A. Frankl 1848, Beilage, Literaturblatt Nr. 1. – Deutsche Monatsschrift aus Kärnthen 1850, Hftb. S. 189. – Magazin für die Literatur des Auslandes von Lehmann (Leipzig, 4°.) 1864, S. 82 [über A. Grün’s Robin Hood]. – Blätter für literarische Unterhaltung 1840, S. 19. – Didaskalia (Frankfurt a. M., 4°.) 1840, Nr. 127; 1861, Nr. 353. – Grenzboten (Leipzig, 8°.) 1847, Bd. I, S. 295. – Anastasius Grün. Mit Porträt. Fünfte, neu bearbeitete Auflage (Leipzig, Verlag der modernen Classiker, 16°.) [mit hübschem, aber nicht ganz getroffenem Stahlstich-Porträt. Diese Biographie bildet auch eine Abtheilung des 24. Bandes des Sammelwerkes „Moderne Klassiker“ (Leipzig, Phil. Reclam jun.). – Illustrirte Zeitung (Leipzig, J. J. Weber) 1859, Nr. 814: „Dichterhäuser. Schloß Thurn am Hart“; – dieselbe 1863, Nr. 1038 [diese Nummer enthält eine treffliche Biographie mit einem nicht gut getroffenen Holzschnitt-Porträt]. – Porträte. Es sind mittlerweile mehrere vortreffliche Photographien des Dichters in Gratz und Wien angefertigt worden; von denen die in Wien aufgenommene von Angerer, und in jüngster Zeit (December 1863) die von Adèle (Perlmutter) in Visitkarten-Format und in Folio (ganze Figur) ausgeführte wohl die besten sein dürften. – Eine von Christen in Gratz bearbeitete kleine Gypsbüste des Dichters, wenn ihr gleichwohl Aehnlichkeit nicht abgesprochen werden kann, scheint dem Herausgeber dieses Lexikons nicht ganz gelungen. – [Bd. 11, S. 359–361.]
  2. E Auersperg, Anton Alexander [Bd. I, S. 86; Bd. XI, S. 359].
    Neue freie Presse 1870, Nr. vom 8. April, seine Rede in der zwanzigsten Herrenhaus-Sitzung, welche die Politik Beust’s verurtheilt. – Neues Wiener Tagblatt 1870, Nr. 97: „Zwei politische Testamente“. [Bd. 22, S. 468.]
  3. E Auersperg, Anton Alexander Graf [Bd. I, S. 86; Bd. XI, S. 359].
    Waldheim’s Illustrirte Blätter (Wien. 4°.) 1865, S. 27 u. 28 [Biographie mit Bildniß im Holzschnitt; namentlich dieses letzteren wegen, des ähnlichsten, das von A. vorhanden ist, geschieht des Blattes hier Erwähnung]. – Neue freie Presse, Nr. 2465, 5. Juli 1871 [des Grafen berühmte Philippika gegen Beust]. [Bd. 23, S. 359.]
  4. Auersperg, Anton Alexander Graf (Anastasius Grün) [Bd. I, S. 86; Bd. XI, S. 359; Bd. XXIII, S. 359).
    Neptun. Wochenschrift für Wissenschaft und Belletristik (Pola in Istrien, 4°.) I. Jahrg. (1871), Nr. 3: „Anton Alexander Graf Auersperg“. – Wiener illustr. Extrablatt, herausg. von Berg und Singer, 1872, Nr. 136. – Des großen Dichters in der Herrenhaussitzung vom 4. Juli 1870 gesprochenen Worte: „Freiheit ist nicht Genuß, sondern Arbeit, unausgesetzte Arbeit an den großen Culturaufgaben des modernen Staates“, sollten in goldener Schrift in jedem wie immer benannten Berathungssaale angebracht werden. [Bd. 24, S. 375.]
  5. E Auersperg, die Grafen von [s. d. Bd. I, S. 86, und Bd. XI, S. 359].
    Gratzer Zeitung 1864, Nr. 44, 45 u. 46: „Der Liberalismus der Auersperge. Geschichtliche Erinnerungen“. [An das Auftreten des Anton Alexander Grafen Auersperg (Anastasius Grün) im Herrenhause des österreichischen Reichsrathes anknüpfend, hebt der Verfasser aus der an Werthstücken – den Mannestugenden – reichen Schatzkammer der Auersperge als kostbarsten Familienschmuck [386] den Liberalismus hervor. Der ungenannte Verfasser schildert nun in kurzen Umrissen die in entscheidenden Augenblicken einflußreiche Thätigkeit des krainischen Landeshauptmanns Wilhelm von A. (1504), seines Neffen und Nachfolgers im Amte Hanns von A. (1508), das Auftreten Trojan’s von A., als Kaiser Karl V. nach Maximilian’s Tode den Kaiserthron bestieg und Trojan auf den kaiserlichen Auftrag: die Stände von Steier, Kärnthen und Krain mögen seinen Stellvertretern den Eid leisten, mit der Erklärung: „daß es ein Artikel ihrer Freiheiten sei, daß ein Fürst dem Lande früher schwören müßte“, erwiederte. Länger verweilt er bei dem in der Geschichte Krains unvergeßlichen Landeshauptmann und Feldoberst Hanns von A., namentlich bei seinem Auftreten im Landtage des Jahres 1521, dann bei dessen Söhnen Christoph und Weikart, von denen der Erstere auf dem Reichstage zu Augsburg, 1582, die Rechte des Landes energisch vertheidigte, der Letztere aber auf dem stürmischen Landtage der Lande in Bruck an der Mur 1578 den Sieg erringen half, den die protestantische Sache damals davon trug. Noch schildert er das mannhafte Auftreten eines zweiten Weikard A. gegen die „Ausschreitungen“ und „Eingriffe“ des Bischofs Chrön, der als Haupt der Gegenreformation auf die Vernichtung der Errungenschaften in Religionssachen fanatisch hinarbeitete; ferner gedenkt er des Freundes der Wissenschaften und Künste Wolf Engelbert (1648), des Staatsvicekanzlers Maria Joseph Graf A., der in der Josephinischen Periode mit Sonnenfels an einem politischen Codex für die böhmisch-österreichischen Erblande arbeitete, in dessen Entwürfen die Religionsfreiheit den Schwerpunct bildet, der aber nie zur Ausführung kam und endlich des durch seine Toleranz unvergeßlich gewordenen Bischofs von Gurk Joseph Franz Grafen von Auersperg.] [Bd. 14, S. 385 f.]
  6. E Auersperg, die Grafen und Fürsten [Bd. I, S. 86 u. f.; Bd. XI, S. 359 und Bd. XIV, S. 385].
    Debatte (Wiener polit. Blatt) 1868, Nr. 18, im Feuilleton: „Die Auersperge“. – Reichenberger Zeitung 1869, Nr. 281: „Die Auersperg in der österreichischen Kriegsgeschichte“. – Bermann (Moriz), Oesterreichisches biographisches Lexikon (Wien 1851, 8°.) Buchstabe A, S. 319–332. [Bd. 22, S. 469.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: K.