BLKÖ:Passy, Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Passy, Georg
Band: 21 (1870), ab Seite: 326. (Quelle)
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Passy, Anton (Redemptorist und Schriftsteller, geb. zu Wien 31. März 1788, gest. ebenda 11. März 1847). Die Familie ist ursprünglich eine savoyische und Passy’s Großvater aus Arrache in Savoyen gebürtig. Passy’s Vater Johann Georg ist schon in Wien, 1752, geboren, wo er sich dem Handlungsgeschäfte widmete und sich zuletzt als Seidenhändler – am Peter zum goldenen Schlitten – etablirte. Er war mit Eva Niedermayer, einer Schwester des Directors der kais. Porzellanfabrik, Matthäus Niedermayer [Bd. XX, S. 321], verheirathet. Im Jahre 1799 hatte er die Direction der Kranken- und Pensions-Institute für Handelscommis, damals Confraternität genannt, übernommen, und mit solcher Umsicht zum Wohle derselben bis an seinen Tod geleitet, daß ihm der Magistrat die Würde eines äußeren Rathes ertheilte, seine Mitbürger sein von dem berühmten Maler Sulzer, einem Schweizer, gemaltes Bildniß im Versammlungssaale des Wiener Handelsstandes aufstellen ließen und die ihm folgende Direction des Kranken-Institutes für Handlungscommis sein Andenken durch einen in der Anstalt aufgestellten Denkstein mit folgender Inschrift ehrte: „Dankbarkeit | errichtet diesen Stein | dem Herrn | Johann Georg Passy. | Mitglied des äußeren Stadtrathes [327] und bürgl. Handelsmann | geboren den 24. Juli 1752 | gestorben den 18. Mai 1829.“ – Johann Georg hatte in seiner Ehe sieben Kinder, von denen zwei in der Kindheit starben; die Namen der fünf am Leben gebliebenen sind: Franz, Georg, Joseph, Johann Nepomuk und Anton. Franz war Factor in der kais. Porzellanfabrik und starb im Alter von erst 32 Jahren. Ueber die drei folgenden, Georg, Joseph und Johann Nepomuk vergleiche das Nähere in den Quellen S. 332; über Anton, den weitaus bedeutendsten und interessantesten dieser Poetenfamilie, geben die folgenden Zeilen nähere Nachricht. Anton Passy war ein kränkliches, aber ein geistvolles Kind. In seinem Knabenalter waren Meß- und Hochamtlesen und Predigthalten seine liebsten Spiele, und nie mischte er sich in die kriegerischen seiner Brüder, zu denen er sich jedoch immer in gleicher Liebe wie sie zu ihm hingezogen fühlte. Die Studien beendete er, obgleich in Folge seiner Kränklichkeit mit Unterbrechungen, an den Lehranstalten und zuletzt an der Hochschule Wiens. Im Jahre 1809 begann er das Studium der Theologie und trat in das Alumnat zu St. Pölten ein. Neben seinem Berufsstudium trieb er mit großer Vorliebe Poesie, Geschichte und Erziehungskunde, aber schon nach einem Jahre mußte er seiner schwächlichen Gesundheit wegen das geistliche Erziehungshaus verlassen. Er widmete sich nun ausschließlich der Pädagogik und trat als Lehrer in das seiner Zeit in großem Ansehen stehende Krause’sche Erziehungs-Institut, in welches angesehene Familien ihre Kinder zu geben pflegten, auch hielt er in hohen Herrschaftshäusern Vorlesungen über Geschichte. Im Jahre 1817 nahm ihn Franz de Paula Graf Széchenyi als Bibliothekar und Lector in seinem Hause auf, und in dieser Stellung, die ihm viele Muße gewährte, setzte er wieder seine theologischen Studien fort. Im Hause des Grafen lernte P. auch den Pater Clemens Hoffbauer [Bd. IX, S. 154] kennen. Als der Graf Széchényi im J. 1820 starb, trat P. sofort in die Versammlung des h. Erlösers [Redemptoristen, Ligourianer, mutato nomine: Jesuiten] ein, welche sich eben damals constituirte. Es geschah dieß offenbar unter dem Einflusse Hoffbauer’s, zu dem sich P. von allem Anbeginn sehr hingezogen fühlte. Am 18. März 1821 erhielt P. die Priesterweihe und feierte am 25. März d. J. seine erste Messe in der damals neueröffneten Kirche Maria am Gestade (Maria Stiegen), Zacharias Werner, Passy’s Freund aus der ersten Jugendzeit her, hielt die Primizpredigt über den Text des Festevangeliums Lucas I. 34.: „Wie soll das geschehen“. Werner richtete nun in seiner originellen Weise an den, ihm auf einer Tribüne gegenübersitzenden Primizianten u. a. folgende Worte: „Als ich im Jahre 1806 das erste Mal in Wien war, ging ich noch auf der breiten Straße, die zur Hölle führt, Sie noch nicht auf der schmalen; wenn uns damals Jemand gesagt hätte, daß im Jahre 1821 Sie ihre erste heilige Messe in diesem neueröffneten Gotteshause lesen und ich unwürdigster der Knechte Ihre Primizpredigt halten sollte, hätten wir damals nicht beide ausgerufen: „Wie soll denn das geschehen?“ Passy blieb mit Werner bis zu dessen Tode in inniger Freundschaft verbunden und noch auf seinem Sterbebette nannte Werner P. seinen ältesten Freund in Wien. Ungeachtet seiner immer schwankenden Gesundheit verrichtete P. seine priesterlichen [328] Obliegenheiten, unter diesen auch die sehr anstrengende Seelsorge in mehreren Strafanstalten mit großer Pünctlichkeit und Ausdauer; auch wirkte er als Prediger und seine Kanzelvorträge wurden stark besucht. Wie Werner ihm, so hielt Passy einem anderen berühmten Priester, dem vormaligen Arzte Doctor Veith, als dieser seine medicinische Laufbahn mit der priesterlichen vertauschte, die Primizpredigt. Drei Jahre nach Anton’s Eintritt in die Congregation trat auch sein Bruder Georg als Laienbruder in dieselbe. Doppelte Bande, die der Natur und der Kirche, verknüpften beide Brüder auf das Innigste, und es war ein bitterer Verlust für Anton, als er seinen Bruder im Jahre 1836 durch den Tod verlor. Seit dieser Zeit siechte auch Anton merklich dahin und seine Gesundheit nahm so sehr ab, daß er sich dem Seelsorgerberufe nicht mehr wie früher hingeben und die meiste Zeit in seiner Zelle hinbringen mußte, in der er freilich nicht unthätig war, wie das auf den folg. Seiten mitgetheilte ansehnliche Schriften-Verzeichniß zur Genüge beweist. Passy besaß eine umfassende Bildung, er sprach außer seiner Muttersprache sehr geläufig französisch, englisch und italienisch, und genoß in Folge dieser Sprachkenntnisse wie seiner Bekanntschaft mit den höheren Lebensbedürfnissen das Vertrauen hochgestellter Personen im Beichtstuhle. Brunner nennt ihn einen „liebenswürdigen, in seine Umgangsformen von Jugend auf eingewöhnten Mann, der selbst bei körperlichen Leiden sehr bald zur Heiterkeit gestimmt war, sich tolerant erwies und auch gern einen Scherz vertrug. Studirende und junge gebildete Leute besuchten P. häufig und er übte auf dieselben einen sehr wohlthätigen Einfluß, weil er, ohne dem eigentlichen Ernst der Gesinnung etwelchen Abbruch zu thun, auch der Heiterkeit und dem jugendlichen Frohsinn sein gutes Recht zu lassen verstand“. Die schriftstellerische Thätigkeit Passy’s war eine ungemein fruchtbare. Nach Fächern geordnet – in der später folgenden Uebersicht werden seine Schriften chronologisch aufgezählt – umfaßt sie 5 kirchengeschichtliche, 3 biographische Werke, 14 geistliche Poesien, 13 aszetische Schriften, 6 Gebetbücher, 7 Novenen, 5 verschiedene andere Andachtsbücher, 9 Uebersetzungen und 40 Miscellen, Flugblätter und Monographien, ungerechnet seine zahlreichen Beiträge in theologischen und anderen Blättern, wie z. B. in der von seinem Bruder herausgegebenen Zeitschrift: „Oelzweige“, in Häglsperger’s „Chrysostomus“, in den „Vaterländischen Blättern“, im „Religionsfreunde“ und in Benkert’s „Athanasia“, in welchen seine Aufsätze meist mit den Initialen seines Namens A. P. bezeichnet sind. Als geistlicher Poet nimmt P. – wenn auch keine Literaturgeschichte seinen Namen nennt (!) – eine hervorragende Stelle ein. Viele seiner Lieder leben seit Jahren im Munde des Volkes fort. Ist auch formell nicht alles tadellos in seinen Gedichten, dem Inhalte nach sind es Schöpfungen einer gottbegeisterten Phantasie, echte Erhebungen des Herzens und Geistes einer nach Wahrheit und Erkenntniß ringenden Seele. Seine – wenig oder gar nicht gekannten – Sammlungen enthalten viel Gelungenes und manches so Vortreffliche, daß es den Sing-Sang vieler Drittels- und Dutzend-Poeten der Gegenwart lange überleben wird. Dabei ist die Frömmigkeit und Andacht seiner Lieder nicht gemacht, sie kommt aus dem Herzen und geht zum Herzen. Es ist der reine gottergebene Glaube, der so schlicht und [329] innig singt und der eben, weil das Herz voll ist, in Liedern überquillt. In Ruhe und nie müßiger Zurückgezogenheit lebte P., sein Leiden geduldig ertragend, fort, als sich im Jahre 1846 ein Geschwür am Unterkiefer zu bilden begann, das auch nach unsäglichen monatlangen Schmerzen seinen Tod herbeiführte. Eine im Frühjahre 1847 gehaltene Consultation von Aerzten erklärte das Geschwür für Caries und rieth als letztes Heilmittel die Entfernung der krankhaften Partie an. Die neue Erfindung des Schwefeläthers hob jede Bedenklichkeit der sonst sehr schmerzhaften Operation. Diese fand am 4. März Statt, sie dauerte 40 volle Minuten und die Narkotisirung mußte fünfmal erneuert werden. Im Uebrigen war sie glücklich zu Stande gebracht, es zeigte sich, daß das Bein des Unterkiefers nicht angegriffen war. Bis zum 9. März ging die ärztliche Behandlung ohne besorgliche Erscheinung vor sich, aber am 10. März zeigten sich Brandflecke am Halse und nun ging das Uebel reißend vorwärts, am Morgen des 11. um sechs Uhr empfing P. die letzte Communion, vier Stunden später um zehn Uhr hatte er ausgelitten. P. liegt auf dem Matzleinsdorfer Friedhofe auf dem Platze begraben, wo sämmtliche Mitglieder der Congregation des h. Erlösers ruhen. Castelli in einem Sonnet, das er ihm als Nachruf widmet, singt von Passy: „Was an der Künstler Fersen sonst sich hänget | Des Neides Klatsche und des Hochmuths Schelle | Sie haben nie sich in dein Herz gedränget | Zum Guten wußtest Alles du zu wandeln | Dein Sang war Liebe, Liebe war dein Handeln | Du gingst zu früh dahin zur Liebesquelle.“

I. Chronologische Uebersicht der Werke Anton Passy’s. Es war eine mühevolle Arbeit, diese chronologische Zusammenstellung der Werke Passy’s; aber eine genaue Uebersicht der literarischen Thätigkeit dieses seltenen und noch gar nicht recht gewürdigten, in den Literaturgeschichten völlig vergessenen Mannes, dem doch unter allen Umständen ein und zwar ein sehr ehrenvoller Platz in derselben gebührt, schien nicht nur seinetwegen geboten, sondern auch deßhalb, weil die Bücherkataloge von Heinsius und Kayser ungemein lückenhaft sind. Die Ungenauigkeit des dem Nekrologe Passy’s von seinem Bruder Johann Nep. angehängten Bücherverzeichnisses, das mehr nach dem Gedächtnisse als nach den vorgelegenen Schriften gearbeitet scheint, erschwerte nur noch mehr die Arbeit. Ungeachtet sorgfältiger Nachforschungen und Vergleichungen mußte ich mich doch leider öfter, als mir lieb war, an diese Uebersicht halten und muß daher für manche unbibliographische Angabe um Nachsicht bitten.
1805. „Die Belohnung. Eine allegorische Erzählung ...“ (Wien 1805).
1806. „Empfindungen eines Genesenen“ (ebd.]. – „Bei Vermählung des wohledelg. Herrn Joh. Th. Edl. v. Trattnern mit Fräulein Regina Kleebinder“ (November).
1809. „Stimmen aus der Zeit oder Landwehrlieder für 1809“ (Wien, Ueberreuter).
1813. „Geist der Treue. Gedicht“ (Wien, bei Degen ).
1814. Fröhliche Theilnahme der Waisenkinder an dem feierl. Einzuge Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich am 16. Juni 1814“ (ebd. bei Ant. Strauß); auch enthält die Zeitschrift „Friedensblätter“ in diesem Jahre Beiträge von ihm. – „Ein dankend Wort, als des Herrn J. G. Passy Bildniß im Versammlungssaale des hies. löbl. bürgl. Handelsstandes feierlich aufgestellt wurde“. Anonym (Mai 1814).
1816. „Der Schutzgeist blinder Kinder. Zum Vortheile des hiesigen Blinden-Instituts“ (bei C. Gerold). – „Die kleine Diebin. Operettchen für Kinder“ (C. Gerold). – „Freuden-Denkmal. An die hohen Gäste der geschlossenen Abendunterhaltung am 27. Hornung 1816“ (C. Gerold).
1817. „Worte eines Erziehers an den Vater seiner ersten Zöglinge“. Anonym (Tendler u. Sohn).
1818. „Grab und Vermächtniß Jesu des Gekreuzigten. Mit musikalischen Beilagen von Gräfin Batthyany, gebornen Szechenyi“. – „Gottseliger Spruch: „Gelobt sei [330] Jesus Christus“, ausgetheilt für den ganzen Tag. Sammt Musikblatt von der hochgeb. Gräfin Batthyany geb. Szechenyi“ (Leopold Grund); auch enthält die Zeitschrift: „Sonntagsblatt für die Jugend“ in diesem Jahre Beiträge von P.
1821. „Des Jünglings Glaube, Hoffnung und Liebe; Gedicht in drei Büchern. Mit einem einleitenden Gedichte von Friedrich von Schlegel“ (zweite Ausg. 1834; dritte Ausg. mit 9 Mus. Beil. 1842). – „Das Amt der Engel und das Amt der Priester. Predigt zur Primizfeier des hochw. P. Veith“. – „Katholisches Andachtsbuch für Katholiken“. Mit Kupfern von Schnorr (Pesth, Hartleben; später eine neue Aufl.).
1822. „Rosenkranzbüchlein …“ (Wien, Wallishausser, zwei Aufl.).
1823. „Lied, zum Andenken an den hochw. Herrn Friedrich Ludwig Zacharias Werner. An seinem Grabe“ (Wallishausser]. – Auch fallen in die Jahre 1819 bis 1823 mehrere seiner Aufsätze in der von seinem Bruder Georg redigirten Zeitschrift: „Oelzweige“.
1827. „Ermahnung über das, was man nach einer aufrichtig verrichteten Generalbeichte zu thun hat ...? (Wimmer; davon erschienen eine zweite und dritte Auflage, eine französische und polnische Uebersetzung]. – „Ueber die Verbindlichkeit des Christen zur heil. Communion“ (Wimmer; spätere Auflagen bei Tendler und Schäfer). – „Die sieben Worte des Gekreuzigten. Sein Grab und Vermächtniß“ (Wien, Wimmer).
1828. „Daktyliothek von Augustus bis Augustulus. Ein Beitrag zur Geschichte“ (Fr. Beck). – „Memorabilien der Ewigkeit“. Mit Titelk. u. 12 Vignetten (Wien, Mechitaristen), wiederholt nachgedruckt.
1829. „Der Ferienkursus. An Adam Müller’s Tod“. – „Vollständige Sammlung der geistlichen Lieder des H. A. v. Liguori. Uebersetzt und mit Noten“ (Wien, Mechitaristen; zweite Ausgabe: Manz in Regensburg, 1842, mit Melodien von Simon Sechter). – „Katholisches Trostbuch. In zwölf Vorträgen über das heil. Kreuz“ (Mechitaristen, mehrere Auflagen, die dritte und vierte bei Strauß’ Witwe u. Sohn 1843). – „Ueber Meßstipendien“, im 1. Hefte der Zeitschrift „Athanasia“.
1830. „Denkwürdigkeiten aus dem Leben der Dienerin Gottes, der Herzogin von St. Elias (Gräfin Brandis), mit ihrem Porträt. Nach dem Italienischen“ (Wien]. – „Orgeltöne. Sammlung neuer geistlicher ... Lieder“ (Wien, bei Bauer; zweite Ausgabe Wien, Kaulfuß’ Witwe]. – „Geschichte von Maria, dem Heile der Kranken zu Enzersdorf. Mit lithogr. Bilde“ (Mechitaristen).
1831. „Aus dem Leben Sr. Heiligkeit des neuerwählten Papstes Gregor XVI., mit dessen Porträt“ (Mechitaristen). – „Der heiligste Erlöser. Ein Vorbild geistlicher Vollkommenheit“ (Wien, Mechitaristen; zweite Aufl. Innsbruck 1842, Fel. Rauch]. – „Glaube, Hoffnung und Liebe. Rede bei feierlicher Ablegung eines Glaubensbekenntnisses“ (auch in’s Italienische übersetzt). – „Lese- und Gebetbuch für christkatholische Jungfrauen“ (nach Waldner) (Augsburg, viele Auflagen, die späteren mit Stahlstichen und Chromolithographien). – „Fromme Andacht zu dem großen Kirchenheiligen Anton von Padua“ (Augsburg, zwei Aufl.). – „Kurzgefaßte Geschichte des wunderthätigsten Gnadenbildes der seligsten Jungfrau Maria zu Czenstochau. Mit Kupfern“ (Mechitaristen). – „Andacht zum h. Rochus“. – „Gebet und Lied zum h. Jacob dem Aelteren“ (Mechitaristen). – „Etrennes spirituelles ou l’année consacrée à la pratique de l’amour divin“ (Vienne).
1832. „Umrisse des Lebens und des Todes des sel. H. A. Liguori“ (Augsburg, Herzog, zwei Aufl.). – „Der Orgel Widerhall. Fortsetzung der „Orgeltöne“ [siehe oben die 1830 erschienene Sammlung geistlicher Lieder] (Bonn, Markus; zweite Ausg. 1842, dazu Noten für hundert dieser Gesänge, Compositionen der berühmtesten Musiker Deutschlands“. Sechs Hefte (Wien, Haßlinger, Fol.). – „Das Reich des Lichtes. Bei Gelegenheit der feierlichen Ablegung eines Glaubensbekenntnisses“ (Wien). – „Neuntägige Andacht zum h. Alois von Gonzaga“ (Wien, Mechitaristen, oft nachgedruckt). – „Neuntägige Andacht für Weihnacht zur Kindheit Jesu“ (ebd.). – „Neuntägige Andacht zur h. Theresia, nach Alphons von Liguori“ (Augsburg, mehrere Aufl.). – „Tagzeiten von Jesu, Maria und Joseph“ (Wien, Mechitaristen). – „Corone zum heiligsten Blut Jesu“ (ebd.). – „Geistliche Verhaltungsregeln für verlassene Seelen, besonders auf dem Lande“ u. s. w. (Augsburg [Landshut, Krüll], 12°.).
1833.Ferdinand des I. gottgeweihte Töchter und Enkelinen“ (Innsbruck, Wagner). – „Gesänge, verfaßt von A. Passy, componirt von Weiß, Professor der Tonkunst“, 2 Hefte (Wien, Trentsensky). – „Auszug [331] des Denkwürdigsten aus dem Leben des H. A. M. Liguori“ (Wien, Mechitaristen).
1834. „Die streitende Kirche im Kampfe und Leiden“ (München, bei Jacob Giel, zwei Aufl.). – „Meisterlosigkeit. Canzone“ (Leipzig, bei Herbig). – „Das Kinder-Paradies. Ein Festgeschenk in Reimen“ (Wien, Armbruster; eine dritte Aufl. illustrirt 1842 bei Manz in Regensburg). – „Marianischer Gnadenhimmel“ (Augsburg, Doll, zwei Aufl.). – „Der vollkommene Christ. Aus dem Italienischen des heil. A. v. Liguori“ (Wien, Ullrich, bis 1843 neun Auflagen).
1835. „Morgengruß an Se. Majestät Kaiser Ferdinand I. am 2. März 1835“ (Wien]. – „Zeitspiegel. Novelle“ (Mechitaristen). – „Worte eines Bischofs an Bischöfe vom heil. Alphons v. Liguori“ (Dresden, Walter’sche Buchhandlung). – „Brief eines Priesters an eine fromme Seele“ (Wien, drei Auflagen der deutschen Ausg., dann Uebersetzungen in italienischer, französischer und polnischer Sprache). – „Tod und Auferstehung. Huldigungs-Canzone an Se. Majestät Kaiser Ferdinand I.“ (Wien).
1836 „Goldenes Almosen in Lehren über den Umgang mit Gott“ (Augsburg, Herzog; zweite und dritte Aufl. in Wien). – „Geistliche Uebung für das Fest des heiligsten Erlösers“ (Wien, zwei Aufl.). – „Religionis et pietatis officia, studiosae juventuti proposita“ (Augustae Vindelicorum, typis Antonii Herzog). – „Die Braut Christi. Aus dem Italienischen des h. Alph. v Liguori“ (Wien; vierte Aufl. 1842).
1837. „Andenken an Fr. Georg“ (Wien) [an den vor ihm verstorbenen Bruder und Laienbruder Georg Passy]. – „Rede, bei feierlicher Einsegnung einer Ehe gehalten“ (Wien). – Auch enthalten die von Pletz redigirte „Neue theologische Zeitschrift“ in den Jahrgängen 1835, 1836 und 1837, und Häglsperger’s zu Landshut erschienener „Chrysostomus“ in den Jahrgängen 1835 und 1836 Beiträge von Passy.
1838. „Briefe über Roms Wohlthätigkeitsanstalten. Beitrag zur Geschichte der öffentlichen Wohlthätigkeit. Mit vier Tabellen“ (Regensburg, Manz, drei Aufl.).
1839. „Wissen und Glauben. Dichtung“ (St. Pölten, Lex. 8°.).
1840. „Reue. Gedicht mit Musik von Calvallo“ (Wien, Haßlinger). – Französische Vorrede zu der Schrift: „Mission aux Antilles“ (Vienne 1840, Mechitar.). – Einleitung zu dem Werke: „Syrien im Jahre 1840“ von Dr. Allioli.
1841. „Großbritanniens Urzeit. Historisches Tableau“ (Landshut, Vogel), Sonderabdruck aus dem „Repertorium für katholisches Leben und Wirken“. – „Lebensgenuß des h. Camillus von Lellis“ (Wien, Mechitaristen). – „Die h. Philomena, ein Bild der Jugend, für die Jugend von Schönbrunn in Böhmen“ (Leitomischl, Turetschek).
1842. „Geselligkeit der in Gottes Gnade und Liebe lebenden Seele“ (Wien, Tendler, zwei Aufl.). – „Traumleben, Traumwelt“ (Leipzig, Volkmann) [Gedicht]. – „Das Paradies der Christen. Betrachtungsbuch“ (Wien und Innsbruck, zwei Aufl.). – „Uebung der Liebe zu Jesu Christo. Aus dem Italienischen des h. Alphons Maria Liguori“ (vier Aufl.). – „Humbert. Gedanken für die wichtigsten Wahrheiten unserer heiligen Religion. Aus dem Französischen“ (Wien, vier Aufl.). – „Memento de l’eternite“ (Paris, 2de Edition; Wien, Rohrmann]. – „Hymnen beim Umzuge in der Grabkirche von Jerusalem. Metrisch übersetzt“ (Wien, Wimmer). – „Gott ist die Liebe. Betrachtungen“ (Wien, drei Aufl.).
1843. „Leben des heil. Patriarchen Joseph von P. Saccardi. Uebersetzt aus dem Italienischen“ (Regensburg, Manz). – „Das Leben in der Gnade und Liebe Gottes“. Zwei Theile (Wien, Tendler u. Schäfer). – „Gebetbuch, gezogen aus den Schriften des h. A. M. v. Liguori“ (Wien).
1844. „Monatsandachten“. 5 Bände mit 18 Stahlst. (Wien).
1846. „Kirchenhistorisches“ (Leipzig, G. Wigand, zwei Aufl.) – „Philosophen der Neuzeit. Humana Comödia“ (Wien), Gedicht. – „Kirchengesang und Kirchenmusik. Historische Abhandlung“ (Wien).
1847. „Trost für Eltern am Grabe ihrer Kinder. Illustrirt von Theodor Petter“ (St. Pölten).
II. Zur Biographie Anton Passy’s. Passy (Johann Nepomuk), Nekrolog des hochwürdigen Herrn P. A. Passy, Priesters aus der Versammlung des heil. Erlösers“ (Wien 1847, 8°., mit Porträt). – Brunner (Sebast.), Clemens Maria Hofbauer. Miniaturen zur Kirchengeschichte von 1780 bis 1820 (Wien 1858, Braumüller, 8°.) S. 152 u. 256. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. IV, S. 162. – Meyer (J.). [332] Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliograph. Institut, gr. 8°.) IV. Suppl. Bd. S. 1303, Nr. 2. – ’’Neuer Nekrolog’’ der Deutschen (Weimar, B. Fr. Voigt, kl. 8°.) XXV. Jahrg. (1847), I. Theil, S. 198, Nr. 71. – Porträt. Facsimile des Namenszuges. Gest. von Mahlknecht (Wien 1847, 8°.).