BLKÖ:Rossetti Edler von Scander, Dominik

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 27 (1874), ab Seite: 63. (Quelle)
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Rossetti Edler von Scander, Dominik (Schriftsteller und Humanist, geb. zu Triest 19. März 1774, gest. ebenda 29. November 1842). Allem Anscheine ist die Familie, welcher Dominik Rossetti angehört, verwandt mit den Rossetti Edler von Rosenhügel, denn die Wappen beider sind mit geringem Unterschiede und mit Ausnahme der Tincturen dieselben. Schon Domenico’s Vater Antonio hat sich um Triest unbestreitbare Verdienste erworben. Anton Rossetti war der Erste, der in Triest den Handel nach England, Holland, ferner nach Guienne und Bretagne in Frankreich eröffnet und sich bereits mit seinen Waaren nach Egypten gewagt hatte. Wie er einerseits die Ausfuhr inländischer Natur- und Kunstproducte schwunghaft betrieb, bezog er auch in großen Mengen die für den Consum im Inlande erforderlichen Producte aus dem Auslande. Mehrere Jahre bereits fuhren seine Schiffe nach Cadix und England, aber der mit [64] der Türkei ausgebrochene Krieg gefährdete die Fortsetzung dieser Schifffahrt. Bei seinem unternehmenden Geiste errichtete er mehrere Fabriken, in welchen er Rosoglio, candirtes Obst, Mandelöl u. dgl. m. erzeugte, Producte, welche bis dahin nur aus Venedig, wo diese Production im Großen betrieben wurde, bezogen werden konnten. Ferner legte er große Anpflanzungen an, auf welchen über 3000 verschiedene fremdländische Specereigewächse angebaut wurden. Außer mehreren stattlichen Bauhäusern und großen Magazinen für seine massenhaften Waarenvorräthe hat er in dem Theresienstadt benannten Stadttheile Triest’s auf eigene Kosten eine Kirche von Grund aus erbaut, innerlich mit Altären,. Gemälden, Statuen, Orgel und allem Erforderlichen und mit dem nöthigen Fonde für ihren ferneren Bestand ausgestattet. In Würdigung dieser um den Handel Oesterreichs, insbesondere aber Triest’s erworbenen Verdienste wurde er im Jahre 1775 in den erbländischen Adelstand mit dem Prädicate Edler von Scander erhoben. Auch hatte der Herzog von Modena Rossetti den Titel eines Conte verliehen. – Von seinen vier Söhnen hat sich Domenico durch seine ebenso großen als zahlreichen Verdienste um seine Vaterstadt Triest ein bleibendes Andenken erworben. Domenico wurde zu Prato im Großherzogthum Toscana im Collegium Cicognini erzogen, von dort kam er nach Gratz, wo er die philosophischen Studien hörte, und dann nach Wien, wo er die Rechte beendete und im Jahre 1800 die Doctorwürde erlangte. In seine Vaterstadt Triest zurückgekehrt, wurde er schon im Jahre 1802 unter die Mitglieder des Rathes der Patrizier aufgenommen; im Jahre 1804 trat er in Triest die Advocatur an. Im Jahre 1806 wurde er Referent bei der Kriegsschulden- Tilgungscommission der Stadt und Gemeinde Triest, von Mai bis October 1809 Adjunct des Magistrats-Präsidiums, während der französischen Besetzung Triest’s, nachdem er die ihm von Joubert angetragene Präsidentenstelle abgelehnt hatte. Im Jahre 1811, als die französische Gesetzgebung und Organisation eingeführt wurde, legte er seine Advocatur nieder, um sie nach erfolgter Restauration im Jahre 1814 wieder aufzunehmen. In den Jahren 1813–1818 wurde er bei allen wichtigen, die Stadt betreffenden Anlässen in verschiedenen Deputationen als Mitglied gewählt, so im Jahre 1813 in jene, welche an den General-Gouverneur Lattermann nach Laibach entsendet wurde; im folgenden Jahre in eine zweite der Patrizier und des Adels, welche zur Huldigungsfeier nach Laibach abging; im Jahre 1816 in jene, welche in Triest von dem Kaiser die Privilegien der Stadt erbat, und im Jahre 1818 in jene, welche den Kaiser in Venedig bewillkommnete. Im Jahre 1817 wurde R. zum Anwalt der Stadt Triest ernannt, im Jahre 1832 Beisitzer und Referent bei der Hofcommission zur Verfassung des Seegesetzbuches, zu dessen vorläufiger Berathung er im Jahre 1833 nach Wien berufen wurde, worauf er im Sommer und Herbste 1836 als Beisitzer und Referent der zur endgültigen Redaction des Seecodex zusammengesetzten Hofcommission in Wien fungirte. Für diese seine ersprießliche Thätigkeit und dem Staate wie seiner Vaterstadt geleisteten Dienste wurde er am 11. September 1835 mit dem Orden der eisernen Krone 3. Classe ausgezeichnet. Sind schon die vorangeführten Umstände Beweise des in ihn von seinen Mitbürgern gesetzten ehrenvollen Vertrauens und geben sie [65] ihm einen Platz in den Geschichtsblättern der Stadt, so sind es aber noch weit erheblichere Momente in seinem Leben, die ihm überhaupt eine Stelle neben den Besten seiner Zeit anweisen. Ueber seine vielseitige Wirksamkeit als Schriftsteller wird weiter unten die Rede sein, wenn seine schriftstellerischen Arbeiten aufgezählt werden. Rossetti war ein großer Freund und Förderer der schönen Kunst, er rief in Triest die jährlichen Kunstausstellungen in’s Leben und begründete auch daselbst die Gesellschaft der schönen Künste; insbesondere weckte er in Briefen an Zöglinge der Kunst aus seiner Vaterstadt, welche an auswärtigen Anstalten sich künstlerisch ausbildeten, den Eifer, die Ausstellungen in ihrer Vaterstadt mit trefflichen Werken zu beschicken, und verwendete zu diesem Zwecke nicht geringe Summen, mit denen er aufkeimende Talente unterstützte. R. rief das Winckelmann-Denkmal in Triest in’s Leben und bestritt auch zum größeren Theile die nicht geringen Kosten desselben; er schuf auf dem alten Friedhofe von San Giusto das Museum, dessen Eröffnung, die ein Jahr nach seinem Tode stattfand, er leider nicht mehr erleben sollte; er begründete die für Triest’s geistiges Leben so wichtige und wohlthätig wirkende Società, di Minerva noch während der französischen Invasion im Jahre 1810, und in dem von ihm entworfenen Statute verstand er es, in geschickter Weise den lähmenden Einfluß der Censur von der Gesellschaft fern zu halten; auf eigene Kosten legte er im Jahre 1807 die Baumpromenade längs der Wasserleitung – damals der einzige, von Bäumen beschattete Spaziergang in Triest – an, und leitete persönlich die dießbezüglichen Arbeiten; dann stiftete er verschiedene Gemeindeprämien, welche von zwei zu zwei Jahren in Beträgen von 300 fl. in folgender Weise zu vertheilen sind: a) für das beste Werk über die Geschichte und Statistik von Triest; b) für das beste Werk zum Unterrichte des gemeinen Volkes; c) für jenen Triestiner Landmann, welcher in Anpflanzung und Pflege einer Waldanlage im Gebiete von Triest den Vorzug verdient; d) für Dienstboten beiderlei Geschlechts, welche sich durch Geschicklichkeit, Treue und Mäßigkeit auszeichnen; e) und für ein Werk der Architectur, Malerei, Sculptur, Poesie und Musik, welches im nächsten Jahrzehnde von einem gebornen Triestiner vollendet worden. Nach zehn Jahren beginnt die oben angegebene Reihe von vorne. Schließlich machte er seine reiche und kostbare Büchersammlung der Stadtbibliothek zum Geschenke. Mit den vorerwähnten Eigenschaften eines Humanisten im edelsten Sinne des Wortes verband R. ein reiches, mannigfaltiges Wissen, welches in einzelnen Gebieten, wie in der Bücherkunde, Geschichte und Rechtsgelehrsamkeit bis zum Grade wahrer Gelehrsamkeit sich steigerte. Die Titel der von ihm herausgegebenen, theils selbstständigen, theils in Fachwerken abgedruckten Schriften sind: „Il naufragio. Dramma“ (Trieste 1800); – „Sogno di Corvo Bonomo“ (ebd. 1813), auch auf dem Stadttheater in Triest zur Feier der Befreiung Triest’s von der französischen Invasion aufgeführt; – „La veglia e l’aurora di un solitario“ (o. O. [Venedig] 1814), eine Parodie der Canzone Petrarca’s auf Italien; – „Meditazione storico-analitica sulle franchigie della città e porto franco di Trieste dall’anno 949 al 1814“ (Venedig 1814, gr. 8°.); – „Zur Mnemosyne bis Herrn Joseph Kreil. Nachschrift eines Triestiners“ (Triest 1818, Colletti, [66] 8°.), eine Abwehr der Angriffe, welche ein gewisser J. Kreil in einer „Mnemosyne“ betitelten Schrift gegen Triest hatte erscheinen lassen; – „Winckelmann’s letzte Lebenswoche“ (Dresden 1818, 8°.); – „Perche divina Commedia si appelli il Poema di Dante (Triest 1819); – „Considerazioni critiche intorno agli antichi popoli italiani del Cavalier Micali“ (ebd. 1819); – „Il Sepolcro di Winckelmann in Trieste“ (Venedig 1823, 4°., mit 8 Steindrucktafeln von Kunike); die Errichtung dieses Denkmals auf den in Triest ermordeten Winckelmann ist, wie bereits erwähnt, hauptsächlich Rossetti’s Werk. Aus seinen Briefen erfährt man, welche Schwierigkeiten ihm von Seite des Staates, der Gemeinde bei Ausführung seines Vorhabens in den Weg gelegt wurden. Der Venetianer Bildhauer Antonio Bosa [Bd. II, S. 80] wurde mit der Ausführung des Denkmals, welches dann Bernulli in Kupfer stach, betraut. Rossetti’s Beschreibung des Denkmals enthält auch wichtige Mittheilungen über das Leben Winckelmann’s; – „Sopra mosaico antico scoperto nell’ aprile del 1825 in Trieste“ (Trieste 1825); – „Petrarca, Giulio Celso e Boccaccio (Triest 1828), eine bibliographische Illustration zu Petrarca’s Leben berühmter Menschen, zu Celso’s Biographie des Cajus Julius Cäsar und zu Boccaccio’s Biographie des Petrarca; – „Petrarcae poemata minora“, tomi 3 (Mailand 1831);„Dello scibile e del suo insegnamento, quattro discorsi e due sogni“ (Venezia 1832); – „Catalogo della Raccolta, che per la bibliografia del Petrarca e di Pio II. egli ha raccolto a che si va continuando …“ (Trieste 1834), als Rossetti den Katalog seiner Petrarca-Sammlung schloß, das ist Ende Mai 1842, umfaßte dieselbe 717 Nummern, und die Piccolomini-Sammlung zählte 117 Nummern. R. schenkte nach seinem Tode beide Sammlungen der Triester Commune mit der Verpflichtung, sie fortzusetzen, und erstere zählte Ende 1868 an 960, letztere 159 Nummern; – „Pozzi artesiani sorgenti ed acque correnti per Trieste e suo territerio“ (Trieste 1835); – „Entwurf eines allgemeinen Seegesetzbuches für das Kaiserthum Oesterreich“, dieser wurde zum Gebrauche der Gesetzgebungs-Hofcommission nur lithographirt; auch begründete Rossetti das Sammelwerk für die Geschichte von Triest und Istrien, betitelt: „Archeografo triestino“, wovon im Verlage der Società di Minerva im Jahre 1829 der 1., im Jahre 1830 der 2., im Jahre 1831 der 3. und im Jahre 1837 der 4. und letzte Band erschien. Bei seinem Ableben fanden sich Materialien für einen fünften Band vor, der aber nie herauskam, erst in neuester Zeit wurde eine neue Serie des „Archeografo“ begonnen. Außerdem veröffentlichte R. mehrere Abhandlungen im ebengenannten „Archeografo“, wie z. B.: „Statuti antichi di Trieste descritti et illustrati bibliologicamente“ (tom. II); – „Storia e statuti delle antichi selve triestine“ (tom. III); – „Cose memorabili sulla Compagnia di Gesu in Trieste“ (tom. II); – „Condizioni di Trieste all’ epoca dell’ Imperatore Giuseppe I.“ (tom. II); – „Sopra un frammento lapidario del duumviro L. Apisio“ (tom. I); in den Annali di Statistica di Milano: „Un corpo d’idrografia triestina“, wovon er das Programm mit den erläuternden Tafeln der Versammlung der italienischen Gelehrten in Padua vorlegte. Mehrere seiner schriftstellerischen Arbeiten haben sich [67] in Handschrift erhalten, wie „Laura, dramma comico per musica“; – „I Persiani secondi, ossia il nonagesimo ottavo ed ultimo figlio d’Eschiio“, eine Parodie der Perser des Aeschylus, im Style Alfieri’s geschrieben; voll Bitterkeit gegen Napoleon; – „Abdereide“, eine andere Parodie auf die Napoleonischen Unternehmungen, sämmtlich in der Triester Stadtbibliothek aufbewahrt; – „Cento fantasie sull’ universo“; – „Prodromo d’Isagogica ossia Divisione delle scienze coll’ aggiunta di un saggio della bibliotecologia“;„Saggio di sistema tecnologico e calitecnico“; – „Discorso dell’ origine di ogni poesia“; – „Ragionamento sull’ essenza e sullo scopo della poesia“; – „Discorso sulla caratteristica e classificazione dell ‘italiana poesia“, sämmtliche Vorträge gehalten in den Versammlungen der Società di Minerva und in den „Passatempi di Minerva“ in Abschrift aufbewahrt; – „Sul Giardinaggio“; – „Saggio della Cariofilogia“, beide in der Stadtbibliothek befindlich; – „Estratto della chronachetta del prete Antonio Scussa; – „Statuti pel porto, per la pesca e per la navigazione triestina“; – „Compendio della storia della città di Trieste fino al 1382“; – „Consultazione sulla migliore constituzione e semplificazione dei civici dazii“; – „Considerazioni sul diritto di vicinità nello statuto di Trieste“; – „Massime generali per la conservazione e per il perfezionamento del porto di Trieste“ und noch mehrere andere, sämmtlich im Urkundenarchiv aufbewahrt. Rossetti genoß nicht blos in seiner Vaterstadt den Ruf eines Gelehrten, auch auswärts wurde er als tüchtiger Bibliograph und Forscher anerkannt, und mehrere gelehrte Akademien und Vereine haben ihn unter ihre Mitglieder aufgenommen, so schon im Jahre 1807 die Akademie von Pisa, im Jahre 1831 die Akademie von Turin, im Jahre 1832 das Athenäum von Brescia, im Jahre 1838 das Ateneo Veneto und die archäologische Gesellschaft in Rom u. m. a. In einer Lebensskizze R.’s heißt es von ihm: „R. ist die Seele der Wissenschaften und Künste seines Vaterlandes, ein Mann von jugendlich rüstiger, unermüdlicher, literarischer Thätigkeit, von schönster, feinster Weltbildung und anmuthiger Liebenswürdigkeit. Anspruchsloser als R. ist wohl selten ein Gelehrter von solchem Range“. Dabei war er ein echter Priester der Wahrheit, die er ebenso im Herzen wie auf den Lippen führte, und die er niemals nicht Hohen, nicht Niedrigen gegenüber verleugnete. Ueber die Medaille, durch welche seine Mitbürger sein Andenken ehrten, siehe die Quellen.

Adelstands-Diplom ddo. 18. März 1775. – Lorenzutti (Antonio Dr.), Discorsi inediti del Dr. Antonio Lorenzutti (Trieste 1859, tipogr. Pugani, 8°.) [enthält unter Anderem auch den Discorso, den Lorenzutti am 29. Mai 1843 auf Domenico Rossetti gehalten]. – Kandler (Peter Dr.), Discorso in onore del Dr. Domenico de Rossetti (Trieste 1844, Marenigh) [in einer Prachtausgabe und nur in wenigen Exemplaren gedruckt; erschien wieder im wörtlichen Abdrucke in dem von Nazario Gallo zu Triest im Jahre 1857 herausgegebenen „Monumento di Carità“]. – Istria (Trieste, 4°.) Anno II, p. 319–322: „Sulla medaglia pel Dr. Rossetti“ [dieser Aufsatz ist gleichfalls von Dr. Kandler, der auch in seinem Werke: „Discorso sulle storie triestine“, welcher ein Supplement zu der von ihm bei Coen in Triest im Jahre 1863 herausgegebenen „Storia cronografica di Trieste dello Scussa“ bildet, und dann in seinem „Storia del Consiglio dei Patrizii di Trieste“ (Triest 1858, Coen) an mehreren Stellen Rossetti‘s gedenkt]. – Archaegrafo Triestino. Nuova Serie (1869), p. 1–24: [68] „Domenico Rossetti“. Studio biografico del Giovanni Benco. – Sitzungsberichte der kais. Akademie der Wissenschaften philosophisch-historischer Classe (Wien, 8°.) Bd. IV (1850), S. 182–182. – (Hormayr’s) Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst (Wien, 4°.) XII. Jahrg. (1821), Nr. 130 u. 131, S. 519 [die daselbst angegebene Seite 419 ist ein Druckfehler]; – XV. Jahrg. (1824), S. 30; – XVIII. Jahrg. (1827), S. 472 [im Texte]. – Denkmünze. Die Società di Minerva in Triest feierte das Andenken des um seine Vaterstadt so hochverdienten Dominik Rossetti dadurch, daß sie auf ihn eine Denkmünze prägen ließ. Dieselbe zeigt auf der Aversseite sein rechtsgekehrtes Bildniß, um dasselbe die Legende: Cavaliere Avvocato Domenico de Rossetti Triestino. Unter dem Halsabschnitt liest man den Namen des Stempelschneiders F. Putinati. Die Reversseite zeigt einen Lorbeer- und Eichenzweig, die sich zu einem Kranze zusammenschließen und deren untere sich kreuzende Zweige von einem Bande umschlungen sind, während zwischen den oberen Enden der Orden der eisernen Krone sichtbar ist. Innerhalb des Kranzes steht: La societa | di Minerva | riconoscente [ A. MDCCCXLVII. Unterhalb dieser Inschrift, rechts ein offenes Buch, links eine in’s Gleichgewicht gestellte Waage, dazwischen zwei in’s Kreuz gestellte Schreibfedern. Die Umschrift der Medaille zeigt den Dante’schen Vers: Di vivèr prima che di ben far lasso. Der Durchmesser der Medaille beträgt 58 Millimeter. – Wappen. Quadrirter Schild. 1 und 4: der Länge nach, vorn golden, hinten silbern abgetheilt und auf der Theilungslinie ein einwärts sehender rother Adler mit ausgespannten Flügeln, ausgeschlagener Zunge und von sich gestreckten Fängen; 2 u. 3: in Blau ein aufrecht stehender einwärts schreitender silberner Löwe mit offenem Rachen, ausgeschlagener rother Zunge und über sich geschlagenem Schwanze. Auf dem Schilde ruht ein rechtsgekehrter goldgekrönter Turnierhelm, auf dessen Krone ein schwarzer rechtssehender Adler mit ausgespannten Flügeln, von sich gestreckten Krallen und roth ausgeschlagener Zunge sich erhebt. Die Helmdecken sind rechts roth mit Gold, links blau mit Silber unterlegt.