ADB:Lotze, Hermann (2. Artikel)

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Artikel „Lotze, Hermann“ von Richard Falckenberg in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 52 (1906), S. 93–97, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lotze,_Hermann_(2._Artikel)&oldid=- (Version vom 9. Dezember 2019, 12:46 Uhr UTC)
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Lotze: Rudolf Hermann L.[WS 1], Philosoph und theoretischer Mediciner, ist als Sohn des mit Christiane Caroline geb. Noack vermählten Militärarztes Karl Friedrich L. am 21. Mai 1817 in Bautzen geboren. Der Vater starb schon 1829 in Zittau, wohin er mit seinem Truppentheil versetzt worden war. Dort hat L. die öffentliche Schule und seit 1828 das unter Friedr. Lindemann’s Rectorat stehende Gymnasium besucht, dem er eine ausgezeichnete Schulung in den alten Sprachen verdankte. Kaum siebzehnjährig studirte er in Leipzig Medicin, zugleich bei Chr. Hermann Weiße Philosophie, deren idealistischer Richtung ihn lebhafte Neigung zu Poesie und Kunst zuführte. In den theoretischen Disciplinen der Medicin waren E. H. Weber, Alfred Volkmann und Fechner (bei dem er 1836 Publica über Optik und Akustik hörte) seine Lehrer, in der praktischen Medicin fühlte er sich namentlich durch den klinischen Unterricht des Professors Clarus gefördert. Das Auszeichnende seines Bildungsganges lag darin, daß er nicht von der Philosophie zur Naturwissenschaft gekommen ist oder umgekehrt, sondern von Anfang an beiden Interessenkreisen mit gleichem Antheil zugewandt war und, während ihn das Berufsstudium in der Arbeitsweise der Naturforschung heimisch machte, schon die Fragen der Weltanschauung seinen Geist bewegten. Dies hat ihn befähigt, zwischen den kämpfenden Parteien einen für seine Zeit mustergültigen Frieden herzustellen.

Nachdem er die Staatsprüfungen glänzend bestanden hatte und 1838 in beiden Facultäten promovirt worden, hat er in Zittau als praktischer Arzt gewirkt und in der Tochter des Reibersdorfer Pfarrers, Ferdinande Hoffmann (1819–75), seine Braut gefunden. Er habilitirte sich October 1839 für Medicin und Mai 1840 für Philosophie in Leipzig und hat in der Vorlesung über Anthropologie Max Müller[WS 2] zum Hörer gehabt. Nachdem ihm das Angebot einer Dorpater Professur ein Extraordinariat verschafft, ging er Ostern 1844 als ordentlicher Professor und Nachfolger Herbart’s nach Göttingen. Dort hat er durch 36 Jahre eine bedeutende Wirksamkeit als Forscher und Lehrer entfaltet. Seinen Freundeskreis bildeten die Philosophen H. Ritter und J. Baumann, die Mediciner W. Baum, Hasse und Rüte (dem er die zweite Auflage der „Pathologie“ widmete; Ritter und Baum ist der „Mikrokosmus“ zugeeignet), die Theologen Ehrenfeuchter, Wiesinger und Duncker, der [94] Orientalist Bertheau, die Philologen Hermann, Schneidewin und Sauppe, der Mathematiker Stern u. A. Mehrmals hat er verlockende Rufe (1859 nach Leipzig, 1867 nach Berlin und Leipzig) nach einigem Schwanken abgelehnt. Einer erneuten Berufung nach Berlin als Harms’[WS 3] Nachfolger, die 1880 an ihn herantrat, ist er, wenn auch „nicht mit leichtem Herzen und nicht mit großen Hoffnungen“, gefolgt. Die erfolgreich begonnene Lehrthätigkeit währte jedoch nur bis Pfingsten. Am 1. Juli 1881 erlag er der Lungenentzündung, die er sich durch eine Erkältung auf der Rückfahrt von Göttingen zugezogen. Er ist in Göttingen beerdigt.

Wenn wir von der medicinischen Doctordissertation („De futurae biologiae pricipiis philosophicis“, 1838) und der philosophischen Habilitationsschrift („De summis continuorum“ 1840) absehen, so hat L. seine schriftstellerische Laufbahn mit einem – längst vergriffenen – Bändchen Gedichte 1840 eröffnet, die, vorwiegend Reflexionslyrik, sich zwischen Mathisson und Rückert bewegen und neben manchem Geringwerthigen und Verschwommenen anziehende Erzeugnisse einer zart empfindenden und nachdenklichen Seele enthalten; Proben daraus sind in Kronenberg’s Aufsatz und Falckenberg’s Biographie mitgetheilt. Zwischen den philosophischen Erstlingen, der (später sogenannten kleinen) „Metaphysik“ von 1841 und der „Logik“ von 1843 erschien die „Allgemeine Pathologie und Therapie“ 1842, deren (auch ins Holländische übersetzte) 2. Auflage 1848 dem Verfasser die Ernennung zum Mitgliede des Vereins deutscher Naturforscher und Aerzte in Paris eintrug. Dann folgten drei Aufsehen erregende Beiträge zu Rud. Wagner’s „Handwörterbuch der Physiologie“: „Leben, Lebenskraft“ 1843, „Instinkt“ 1844, „Seele und Seelenleben“ 1846 und zwei schwer geschriebene ästhetische Abhandlungen in den „Göttinger Studien“ 1845 und 1847. Mit der „Pathologie“ bilden die Rud. Wagner gewidmete „Allgemeine Physiologie des körperlichen Lebens“ 1851 und die diese nach der seelischen Seite ergänzende „Medizinische Psychologie oder Physiologie der Seele“ 1852 (anastatischer Neudruck Göttingen 1896; der erste Theil französisch von A. Penjon Paris 1876, 2. Ausgabe 1881) ein zusammenhängendes Ganze, nämlich Theile einer Encyklopädie der theoretischen Medicin. Die in diesem Plane vorgesehene Anthropologie lieferte L. in seinem populären dreibändigen Hauptwerke „Mikrokosmus, Ideen zur Naturgeschichte und Geschichte der Menschheit“, 1856–64, seit 1896 fünfte Auflage. Lotze’s Ehrgeiz hat nicht zu hoch gegriffen, wenn er sich bewußt war, in diesem ungemein reichhaltigen, reifen, gediegenen und unvergleichlich schön geschriebenen Werke dem deutschen Volke ein Seitenstück einerseits zu Humboldt’s Kosmos, anderseits zu Herder’s Ideen geschenkt zu haben. Die Wirkung sowol auf die naturwissenschaftlichen als auf die philosophischen und theologischen Kreise war tief und nachhaltig. Mit diesem Buche hat L. den Zugang zum Herzen der Nation gefunden und sich das Stimmrecht unter ihren Führern erworben. In die Mikrokosmusperiode fällt noch die Streitschrift gegen I. H. Fichte’s Anthropologie 1857 und die „Geschichte der Aesthetik in Deutschland“, München 1868, die, von den ersten Lesern seltsam unterschätzt, mehr und mehr als eine der köstlichsten Perlen unserer wissenschaftlichen Litteratur anerkannt worden ist; allerdings liegt das Schwergewicht ihres Werthes in dem, was in ihr nicht historisch ist. Die reifste Frucht seines Nachdenkens bot L. in der „Metaphysik“ vom Jahre 1879 (2. Aufl. 1884), dem zweiten Bande des „Systems der Philosophie“, dem als erster die (in ihrem mittleren Theile „Vom Untersuchen“ besonders werthvolle) „Logik“ 1874 (2. Aufl. 1880) vorausgegangen war. An dem Abschluß des Systems durch einen dritten Band, der – wie alle Lotze’schen Werke – sich in drei Theile gliedern und die [95] wesentlichsten Aufgaben der praktischen Philosophie, Aesthetik und Religionsphilosophie erörtern sollte, wurde er durch seinen frühen Tod verhindert; der posthume Aufsatz in „Nord und Süd“ über die Principien der Ethik (Juni 1882) war eine Vorarbeit dafür. Einen unvollkommenen Ersatz bieten die von Rehnisch edirten Dictate aus den Vorlesungen über jene drei Disciplinen, die übrigens ebenso wie die andern fünf Hefte der „Grundzüge“ bei der lernenden Jugend großen Anklang gefunden haben; die „Grundzüge der Psychologie“ liegen schon in sechster Auflage vor. Vergleicht man aber die „Grundzüge der Metaphysik“ mit dem zweiten Bande des „Systems“, so sieht man, was der Verlust des dritten bedeutet. Von den Abhandlungen der letzten Jahre wäre noch hervorzuheben die Auseinandersetzung mit Fechner in der „Deutschen Revue“ (Mai 1879: Alter und neuer Glaube, Tages- und Nachtansicht), die Antwort an Renouvier („L’infini actuel est-il contradictoire?“ in Ribot’s „Revue philosophique“, Mai 1880, die bereits October 1877 einen Lotze’schen Artikel gebracht hatte: „De la formation de la notion de l’espace, la théorie des signes locaux“) und „Philosophy in the last forty years“ in der „Contemporary review“, Januar 1880. Die Abhandlungen und Recensionen nebst Wenigem aus dem Nachlaß hat David Peipers in den „Kleinen Schriften“ (3 Bände, der dritte in 2 Abtheilungen, 1885–91) sorgfältig gesammelt und mit einem liebevoll gearbeiteten umfänglichen Sachregister (III, S. 581–960) versehen. Von dem auch ins Russische übertragenen „Mikrokosmus“ und dem „System“ ist eine englische, von der „Metaphysik“ eine französische Uebersetzung erschienen.

Nachdem L. in der „kleinen Metaphysik“ und „Logik“ präludirend das Thema des teleologischen Idealismus angeschlagen, galt seine Arbeit der Mechanisirung des Organischen. Für ihn gibt es nur die kartesianische Zweiheit: Körper und Seele=Geist. Das Organische ist rein körperlich, als eine feinere Complication des Physikalisch-Chemischen zu fassen. Auf diese von den Materialisten lebhaft begrüßte Zerstörung der „Lebenskraft“ folgte ein für jene überraschender Frontwechsel: an den Kampf gegen den Vitalismus schloß sich der nicht minder siegreiche gegen den Materialismus, dem L. überzeugend die Unvergleichbarkeit des seelischen und des körperlichen Geschehens, des Bewußtseins und der Bewegung entgegenhielt. Heute hat sich der Schwerpunkt des Streites verschoben. Wenn L. der Gegenwart bereits etwas fremder geworden ist, so liegt das wol vornehmlich daran, daß in den Kreisen der Naturforscher und Mediciner wieder eine stärkere Neigung besteht, die entscheidende Grenzlinie zwischen dem Unorganischen und dem Organischen zu ziehen, während die kämpfenden Neuidealisten des zwanzigsten Jahrhunderts, wie Eucken und Class, die Grenze zwischen Seele und Geist verlegen, nämlich von dem dem Mechanismus der Association überantworteten psychischen Vorstellungs- und Gefühlsleben das sich unter Normen stellende und mit einer Welt der Wahrheit verkehrende Geistesleben als eine principiell neue Stufe abtrennen.

L. ist ebensosehr Ueberlegungs- wie Ueberzeugungsphilosoph. An seinem Lieblingsgegner Herbart lobt er das Bemühen um eine wissenschaftliche Philosophie, die Schätzung der Forschusngsweise und die Achtung vor den Ergebnissen der Naturwissenschaft, das Ausgehen vom Begriff des Seins, das Bearbeiten d. h. von Widersprüchen Reinigen der Erfahrungsbegriffe; wie Herbart hat auch er, und nicht nur in den Vorlesungen, die Wolff’sche Gliederung der Metaphysik in die bekannten Disciplinen, wenn auch mehr als bequeme Schubfächer, beibehalten. Aber er verwirft die Ungeistigkeit der Realen; der Anfang der Metaphysik liegt ihm in der Ethik (Schlußworte der „Metaphysik“ von 1841). An den constructiven Denkern mißfiel ihm die formenanbetende [96] Deductionslust, das Ableiten der Welt aus dem Absoluten, da doch menschlicher Wissenschaft nur ein ahnendes Aufsteigen zum Weltgrunde verstattet sei. Aber den allgemeinen Gehalt des Idealismus will er retten, denn bei dem Aufbau der Weltansicht muß auch den Bedürfnissen des Gemüths Genüge geschehen. Das Absolute ist Geist und Schöpfer der Welt, das Gute nicht nur Ziel sondern Anfang und die Naturgesetze die Gewohnheiten des göttlichen Wirkens. So verbindet er realistische Methode mit idealistischen Grundüberzeugungen. Wie dem Diogenes von Apollonia scheint ihm Wechselwirkung zwischen den Dingen unmöglich, wenn sie nicht in einem gemeinsamen Grunde zusammenhängen. Wie dem Malebranche[WS 4] sind ihm alle Einzelwesen in einer geistigen Substanz beschlossen. Wie dem Leibniz ist ihm alles Reale Geist. Die Geistigkeit alles Wirklichen ist eines der wenigen Dogmen, zu denen sich L., der stets skeptisch Erwägende und Suchende, aufgeschwungen hat. Aber schon beim nächsten Schritt macht der Ueberzeugungsphilosoph dem Ueberlegungsphilosophen Platz: er läßt es dahingestellt, ob die untermenschlichen Wesen als selbst geistig d. h. für sich seiend, oder als nur von den Seelen vorgestellte, selbstlose Modi des Absoluten zu fassen seien. Der „Mikrokosmus“ neigt mehr der ersteren, leibnizischen Ansicht, der Allbeseelung, die „große Metaphysik“ mehr der letzteren, fichtischen Anschauung zu; die Wahl zwischen den beiden Formen des Idealismus gibt er frei, der Idealismus selbst ist unausweichlich. Dagegen hat man mit Unrecht darin eine Schwierigkeit gefunden, daß die Seelen nur Modificationen oder Actionen Gottes und doch mit freiem Willen begabt sein sollen. Mit der Kennzeichnung als Modi des Absoluten wird den Einzelgeistern nicht jegliche, sondern nur die unbedingte Selbständigkeit abgesprochen, die sie verhindern würde, Wechselwirkungen auszutauschen; sie sind gleichsam Halbsubstanzen und behalten diejenige Unabhängigkeit, deren wir uns im Freiheitsgefühl bewußt sind.

Als Ludwig Strümpell unserem Denker mittheilte, er halte eine Vorlesung über Lotze’s Philosophie und stelle sie als eine Synthese des Pantheismus Spinoza’s und des leibnizischen Individualismus dar, erwiderte er (am 15. Mai 1872, bei Falckenberg I, S. 35), er räume ein, daß thatsächliche Veranlassung zu jenem Vergleiche vorliege, obwol er sich innerlich in gar keinem Verhältniß zu ihnen fühle. Wenn diese briefliche Aeußerung mehr als eine Augenblicksstimmung wiedergibt, werden wir andere Einflüsse zu suchen haben. Vielleicht waren sie mehr negativer Art: dem Herbartischen Pluralismus, der die Monaden gegeneinander isolirt, stellte er im Interesse der Möglichkeit des Aufeinanderwirkens das allumfassende Absolute entgegen; der intellektualistische Pantheismus Schelling’s und Hegel’s andererseits erweckte den Widerspruch des individualistischen Gefühlsrealisten, der allein durch Lust und Unlust der Einzelseele Thatbestände zu Werthen erhöht sah. Aus Weiße’s Metaphysik aber stammen der Persönlichkeitspantheismus und die drei Gewalten des Weltbaus: die allgemeinen Gesetze, die einzelnen Thatsachen und die Werthe; die Einheit der drei Mächte vermögen wir im Schönen schauend zu genießen, aber sie nicht erkennend zu erweisen. Wer metaphysische Verdienste nicht gelten läßt, wird mindestens der feinsinnigen Geschichtsphilosophie des dritten „Mikrokosmus“-Bandes und den Leistungen Lotze’s auf dem Gebiete der introspectiven wie der von ihm eröffneten physiologischen Psychologie, imsbesondere der Lehre von den Localzeichen Anerkennung nicht versagen können.

Als Docent war L. nicht packend, aber fesselnd. Als Schriftsteller zählt er zu unseren Classikern. Seine Sprache, ein Muster sowol der Sachlichkeit als der Reinheit des Ausdrucks, ist von satter Schönheit und vornehmer Anmuth; sie gleitet dahin wie in der Stille des Feiertags ein Boot auf sanft [97] bewegter Welle. Ueber den Menschen Lotze, in dem sich sittliche Strenge und Hoheit mit Gemüthswärme und graziösem Humor paarte, berichtet Stumpf: „In seiner Gartenwohnung vor dem Walle Göttingens empfing er im Familienkreise gern die nächsten Freunde, mied aber größeren Verkehr. Bei kurzer Begegnung fühlten sich die Meisten durch eine gewisse förmliche Höflichkeit mehr gedrückt als angezogen, zumal wenn, wie an den allzuhäufigen Kopfweh-Tagen, die großen dunklen Augen unbeweglich in den Rauch der Cigarre schauten und der scharfgeschnittene, blasse Mund durch hartnäckiges Schweigen den Besucher in Verzweiflung setzte. Aber die ihm näher traten, hatten ihn lieb. Sie wußten, daß die strengen Augen auch gewinnende Herzlichkeit strahlen, daß der ernste Mund sich zu harmlosen Scherzen öffnen konnte, sie kannten die thätige Freundschaft, die absolute Pflichttreue des Mannes und seine wahrhaft adelige Gesinnung“.

Nekrologe von Jul. Baumann (Philos. Monatshefte, Bd. 17), A. Krohn (Zeitschr. f. Philos. u. philos. Kritik, Bd. 81), Hugo Sommer (Im Neuen Reich), C. Stumpf (Wien. Allg. Ztg. v. 10. Juli 1881), Falckenberg (Augsb. Allg. Zt., 21. Aug. 1881) und Rehnisch (Nationalztg., 21. Aug. 1881, abgedruckt i. d. Grundzügen der Aesthetik mit e. Verzeichniß der von Lotze gehörten u. gehaltenen Vorlesungen). – E. Pfleiderer, Lotze’s philos. Weltanschauung, 2. Aufl. 1884. – O. Caspari, Lotze, 2. Aufl. 1895. – R. Falckenberg, H. Lotze, I. Theil: Das Leben u. die Entstehung d. Schriften nach d. Briefen Frommann’s Klassiker d. Philos., Bd. 12), 1901. – Ders., Entwicklung d. Lotze’schen Zeitlehre (Zeitschr. f. Philos. u. ph. Kr., Bd. 105), 1895. – Fritz Koegel, Lotzes Aesthetik, 1886. – R. Seydel, Religion u. Wissenschaft, 1887, S. 132. – Ed. v. Hartmann, Lotzes Philosophie (gegnerisch), 1888. – E. Rehnisch, Bilder von H. Lotze (Gött. Anzeiger, 26. Juni 1896). – M. Kronenberg, Moderne Philosophen, 1899, S. 1–75. – M. Wartenberg, Das Problem d. Wirkens, 1900. – M. Wentscher, Das Problem d. Willensfreiheit bei Lotze (i. d. Gedenkschrift f. Haym), 1902. – H. Jones, A critical account of the philosophy of Lotze: the doctrine of thought, London 1895. – Some problems of Lotzes theory of Knowledge, New-York 1900. – Vida F. Moore, The ethical aspect of Lotze’s metaphysics, New-York 1901. – H. Schoen, La métaphysique de Lotze, Paris 1902. – Aus der großen Zahl von Doctorarbeiten seien genannt die Leipziger von A. Schröder, Geschichtsphilosophie bei Lotze, 1896; die Gießener von J. F. Schwarz, Lotze’s Geschichtsphilosophie, 1901, und die Erlanger Dissertationen von E. Tuch, Lotze’s Stellung zum Occasionalismus, 1897. F. Seibert, Lotze als Anthropologe, 1900; G. Schöneberg, Vergleichung der ersten drei Auflagen des Mikrokosmus, 1903; L. Bärwald, Die Entwicklung der Lotze’schen Psychologie, 1905.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Über diese Person existiert in Band 19 ein weiterer Artikel
  2. Friedrich Max Müller (1823-1900), deutscher Sprach- und Religionswissenschaftler.
  3. Friedrich Harms (1819-1880), philosophischer Schriftsteller.
  4. Nicolas Malebranche (1638-1715), französischer Philosoph und Oratorianer.