ADB:Sivers, Heinrich Jakob

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Sivers, Heinrich Jakob“ von Heinrich Klenz in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 34 (1892), S. 432–436, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sivers,_Heinrich_Jakob&oldid=- (Version vom 22. August 2019, 11:52 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Sivers, Heinrich
Nächster>>>
Sivers, Jegór von
Band 34 (1892), S. 432–436 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Henrich Jacob Sivers in der Wikipedia
GND-Nummer 128896124
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|34|432|436|Sivers, Heinrich Jakob|Heinrich Klenz|ADB:Sivers, Heinrich Jakob}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=128896124}}    

Sivers: Heinrich Jakob S., Theolog, Naturforscher und Dichter, besonders bekannt durch Liscow’s Satiren, geboren am 8. April 1708 in Lübeck, † am 8. Aug. 1758 in Linköping in Schweden.

S. war der Sohn eines Cantors in Lübeck, wo er auch das (seit 1717 unter dem Theologen Joh. Heinr. v. Seelen stehende) Gymnasium absolvirte. Darauf widmete er sich in noch sehr jugendlichem Alter auf der Rostocker Universität, durch jenen angeregt, vorzugsweise theologischen, aber auch schönwissenschaftlichen Studien. Zu den Letzteren leitete ihn der gleichfalls von Liscow verspottete Professor Ernst Joh. Friedr. Mantzel an, der, so verschieden er auch sonst beurtheilt werden mag (s. A. D. B. XVIII, 755 s. Liscow und XX, 273 s. Mantzel), sich um die mecklenburgische Gelehrtengeschichte durch (anonyme) Herausgabe eines Gelehrtenlexikons, einer gelehrten Zeitschrift und einer Geschichte der Rostocker Juristenfacultät immerhin verdient gemacht hat. S. feierte seinen Lehrer in zwei Gedichten (Verm. u. satyr. Ged. 1730, S. 32 u. 33). Schon am 21. September 1728 erlangte S. in Rostock die Magisterwürde. Die hierbei von ihm gehaltene Schlußrede handelte „de gradibus as honores academicos et ambiendis et aperiendis“ und wurde daselbst im Jahre 1729 auf 2 Bogen in 4° gedruckt. In demselben Jahre ließ er auch eine wohl nicht ohne Beziehung auf den Stand seines Vaters gewählte „Dissertatio sistens cantorum eruditorum decades duas“ (Rostock, 4°) erscheinen, die von einem gewissen Mattheson ins Deutsche übersetzt wurde (Berlin 1730). Nach seiner Promotion blieb S. fürs erste in Rostock und hielt 1½ Jahre lang auf der dortigen Universität Vorlesungen „mit nicht geringem Applausu“, wie er selbst in der Vorrede zu seinen Gedichten (S. 4) behauptet. Auch ließ er die Feder nicht ruhen, sondern schrieb Mehreres in lateinischer und deutscher Sprache. Seine von Moser angeführten „Opuscula academica Varno-Balthica, quibus variae dissertationes argumenti curiosi continentur“ (Altorff 1730. 8°) enthalten wohl wenig mehr, als was bereits einzeln in Druck gegangen war. Neu war ein auf der Schweriner Regierungsbibliothek befindliches Werk, dessen mißverstandener Titel Gervinus (Gesch. d. deutschen Dichtg. IV, 4. Aufl. S. 57) verführt hat, unseren S. einen Hauptmitarbeiter an dem (Hamburger) Patrioten, jenem während der Jahre 1724–1726 erschienenen Organ der von Brockes, Fabricius und Richey gestifteten Patriotischen Gesellschaft, zu nennen. S. gab nämlich von Neujahr 1730 ab sechs Monate hindurch ein von ihm ganz allein verfaßtes Lieferungswerk unter dem Titel: „Der Satyrische Patriot. Ans Licht gestellet von Sivers … Gedruckt bey Joh. Jac. Adlern, HochFürstl. u. Acad. Buchdr.“ heraus. Die sechs Stücke enthalten je eine sogenannte Satire, der jedesmal einige lateinische Distichen voraufgehen, und sind, jedoch ohne die Distichen, der noch in demselben Jahre erschienenen Gedichtsammlung einverleibt worden. Dieses gleichfalls in Schwerin vorhandene Buch führt den Titel: „Henrich Jacob Sivers, Philos. Mag. Vermischte und Satyrische Gedichte. Altona [nicht: Altorff!]. Verlegts Jonas Korte. Lübeck. Gedruckt bey Christian Henrich Willers. 1730.“ (188 S. u. Druckfehler-Verzeichniß in 8°.) Neben dem Titelblatte prangt des eitlen, jugendlichen Autors Bildniß (von der Hude pinxit) mit einer auf Apostelgesch. 2, 1 hinweisenden Umschrift und einem drei [433] sechsspitzige Sterne zeigenden Wappen; darunter steht aus Freundes Feder dieses Anpreisungsdistichon:

Effigiem scite finxit caelator in aere;
Nulla sed INGENIUM sculpere dextra potest.
[WS 1]

(Honoris caussa posuit M. Carolus Henr. Langius, Gymn. Lub. SubR. et Biblioth. Adi[unctus].) Den Hauptinhalt bilden die kurz vorher einzeln erschienenen sechs „satyrischen Gedichte“. Natürlich in Alexandrinern und – mit angehängter Moral. In der Wahl des Gegenstandes ist S. meistens Joachim Rachel gefolgt, hinter dem er jedoch in der Ausführung weit zurückbleibt. Die Ueberschriften lauten: 1. Satyr von den Poeten. II. Satyr vom Geiz. III. Satyr vom Hochmuth. IV. Satyr vom Aprillen-Wetter der Liebe. V. Satyr vom Splitterrichten der Weibesbilder. VI. Satyr von der im Sommer versäumten Betrachtung der Wunder Gottes. Ihnen schließen sich zwei vorher noch nicht veröffentlichte satirische Hochzeitgedichte an: Die wunderlichen Liebes-Avantüren, im Jahre 1728, und: Die bösen Eheweiber, im Jahre 1729 abgefaßt. Daß S. mit der Satire den Satyr in Verbindung bringt, wollen wir ihm nicht so sehr anrechnen, da man noch in literaturgeschichtlichen Schriften aus der jüngsten Zeit die durchaus falsche Schreibung „Satyre“ treffen kann. Die Herkunft des Wortes „Satire“ vom lat. Satura hat indeß schon Caspar Abel (s. A. D. B. I, 12) gekannt und dessen ursprüngliche Bedeutung bereits 16 Jahre vor der Sivers’schen Publication Eingangs seiner „auserlesenen Satirischeu Gedichte“ in folgende Verse gebracht:

„Satiren haben nicht von Satyren den Namen,
Die aus den Wäldern sonst gleich tollen Teufeln kamen;
Es zeigt dies Wort vielmehr, wie man beweisen kann,
Ein Becken voller Frucht und schöner Blumen an;
Ein jeder mag daraus, was ihm gelüstet, nehmen;
Der aber muß gewiß sich in sein Herze schämen,
Der Frucht und Blumen läßt und nach der Nessel greift,
Die, wenn sie ihn verbrennt, der Geck voll Eifer läuft.“

Aber daß S. den rechten Ton der Satire fast nirgends trifft, darf nicht ungerügt bleiben. In der ersten Satire offenbart S. seine theoretischen Ansichten von der Poesie, die an Hunold’s „Allerneuste Art zur reinen und galanten Poesie zu gelangen“ (1707) lebhaft erinnern. S. erklärt sich zwar gegen die anregenden Mittel von Bier und Branntwein; aber:

„Durch Wein und Coffée kommt ein Vers zum höchsten Preis!“

Als mustergiltigen Dichter feiert er in erster Linie, wie nicht anders zu erwarten war, Opitz; sodann in bunter Reihe: Brockes, Richey, Besser, Hoffmann (Hofmannswaldau), Picander (d. i. Henrici), Menantes (d. i. Hunold), Canitz, Vergilius, Schmolck, den König David, die drei Satiriker (Joh. Burckhard) Mencke (unter dem Pseud. „Philander v. d. Linde“ Verf. von „schertzhafften Gedichten“ nebst einer ausführlichen Vertheidigung satirischer Schriften, 1706), (Hans Wilmsen) Lauremberg und Rachel, schließlich Amthor wegen seines Lobgedichtes auf Friedrich IV. von Dänemark und Postel wegen seines Heldengedichtes: „Der große Wittekind.“ Auch vergißt er nicht, die Verdienste eines König als Herausgebers der Canitz’schen Gedichte sowie die eines (Christ. Friedr.) Weichmann als Förderers der Brockes’schen Muse („Ein Weichmann bringt durch Lob Brocks [sic!] bis ans Sternen Chor“) hervorzuheben. An einer andern Stelle der Gedichtsammlung (S. 54) wird Lohenstein „das Licht der großen Lichter“ genannt; „er war als Jüngling schon ein Meister aller Dichter“. Die sechste Satire enthält zum größten Theile eine Naturschilderung mit dem Lobe Brockes’ (S. 153–154). Die satirischen Hochzeitgedichte sind nicht gerade zotig nach [434] Art eines Picander, der im „Piquanten“ wohl schwerlich Seinesgleichen finden dürfte, zeugen aber doch zuweilen von einer gewissen Gefühlsroheit, wie z. B. folgende Verse im zweiten Hochzeitgedichte:

„Polandern wird der Ruhm vor andern beigeleget,
Daß seine Frau auf ihn Gedächtnißmünzen präget.
Sie schlug ihm jüngstens noch ein Schaustück ins Gesicht
Mit dieser Ueberschrift: ‚Canaille, rühr’ dich nicht!‘
Fünf Finger konnte man statt des Gepräges kennen:
Das ist ja wohl mit Recht ein Meisterstück zu nennen.“

Den übrigen Theil der Gedichtsammlung machen Gelegenheitsgedichte z. B. auf den Herzog Karl Leopold von Mecklenburg, Epigramme u. s. w. aus; keins derselben verdient nähere Bekanntschaft.

S. beschloß seine Rostocker Wirksamkeit noch im Jahre 1730 mit einer unter dem Präsidium des Professors Weidner gehaltenen Disputation de fide salvifica, worin er gegen den „Gaubensspiegel“ des dänischen Hofpredigers Erich Pontoppidanus zu Kopenhagen polemisirte. Derselbe blieb die Antwort nicht schuldig. S. ließ wiederum von Lübeck aus eine „Refutatio orthodoxa apologiae Pontoppidani“ ergehen. Ob er das letzte Wort behielt?

S. war im Jahre 1731 in seine Vaterstadt Lübeck zurückgekehrt und unter die dortigen Predigtamtscandidaten aufgenommen worden. Er predigte in St. Annen-Kloster, suchte aber auch als theologischer Schriftsteller für weitere Kreise zu wirken. So gab er denn bald eine „Geschichte des Leidens und Sterbens, der Auferstehung und Himmelfahrt JEsu Christi mit kurtzen exegetischen Anmerkungen erläutert und mit einer Vorrede von den Feinden und Freunden des Creutzes Christi“ (Lübeck 1732) heraus. (Menzel, dem nur Liscow’s Gegenschrift vorschwebte, läßt in seiner Deutschen Dichtg. Bd. II, 1859, S. 483 S. fälschlich „ein elendes Buch von der Zerstörung Jerusalems“ schreiben.) Jene Passionsschrift war sehr gut gemeint, enthielt aber in ihren „kurtzen“ Anmerkungen noch für Elementarschüler des Nöthigen zuviel. Danach fiel denn auch die Kritik im „Hamburgischen Correspondenten“ aus. Statt sich nun dieselbe schweigend zu Nutze zu machen, ließ S. als jugendlicher Brausekopf in eben dasselbe Blatt eine trotzige Gegenerklärung einrücken und fuhr überdies in allen Gesellschaften über den Kritiker her; als solchen glaubte er den seit 1728 in Lübeck weilenden Satiriker Christ. Ludw. Liscow erkannt zu haben, der schon vor Jahren Sivers’ geliebten Lehrer Mantzel angegriffen hatte. Es mag dahingestellt bleiben, ob jener wirklich der Verfasser der Kritik gewesen, oder ob sie – was nicht ganz unwahrscheinlich ist – aus der Feder von dessen jüngerem Bruder Joach. Friedr. Liscow, der Redacteur am „Hamburgischen Correspondent“ war, geflossen ist. Der Satiriker Liscow aber nahm den Fehdehandschuh auf und schrieb, wie es heißt in weniger als 24 Stunden, seine „Klägliche Geschichte von der jämmerlichen Zerstörung der Stadt Jerusalem, mit kurzen aber dabei deutlichen und erbaulichen Anmerkungen, nach dem Geschmacke des Herren Sievers erläutert“ (Frankfurt u. Leipzig 1732). Nicht genug daran! S. hatte auch als Naturforscher von sich reden gemacht. Er hatte im Jahre 1731 eine „Descriptio lapidis musicalis, Echinitae cordati et Stellinae marinae“ etc. drucken lassen und daraufhin das Diplom eines Mitgliedes der Königl. Preußischen Societät der Wissenschaften erhalten. Durch diese Auszeichnung ermuntert, hatte er weitere drei „Specimina curiosorum Niendorpensium“ in rascher Folge ausgegeben; sie bieten Beschreibungen von lapides stellares, belemnitae und succina. Auch ein Katalog der Curiositäten-Sammlung des Lübecker Kaufmanns H. Eckhoff war von ihm unter dem Titel „Museum Eckhoffianum“ zusammengestellt worden. Liscow machte sich nun auch daran, den Naturforscher S. „hinzurichten“. [435] Den besten Dienst leistete ihm hierbei der von S. an der Ostseeküste (die er in Mußestunden nach Curiositäten absuchte) entdeckte „musikalische Stein“, auf dem er Noten erblickt haben wollte. Liscow schrieb seine „Vitrea Fracta, oder des Ritters Robert Clifton Schreiben an einen gelehrten Samojeden, betr. die seltsamen und nachdenklichen Figuren, welche derselbe … auf einer gefrorenen Fensterscheibe wahrgenommen, aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt“ (Frankfurt und Leipzig 1732). S. war als „Makewind“ nicht zu verkennen. Ihm schwoll die Ader des Zornes. Er wetterte von der Kanzel des St. Annen-Klosters herab auf den Ehrabschneider und verdammte ihn „in den Abgrund der Hölle“. Doch Liscow verstummte nicht. Ein neues Flugblatt unter dem Titel „Der sich selbst entdeckende X. Y. Z.“ (1733) setzte S. nur noch mehr zu. Auch ließ Liscow in Bekanntenkreisen handschriftliche Spottgedichte auf S. herumgehen; wenigstens wußte Friedr. Just. Riedel (Ueber das Publikum, Jena 1768 S. 121) von einem solchen „ungedruckten Heldengedicht Liscow’s auf S., dem auf der Kanzel ein Unglück begegnet war“.

Im Sommer des Jahres 1734 verließ Liscow Lübeck, um eine Vertrauensstellung beim Geh. Rath v. Clausenheim in Hamburg zu übernehmen. Nun hatte S. zwar Ruhe vor ihm, fühlte sich aber doch nach jenen unliebsamen Vorkommnissen, die mit der Würde eines Geistlichen schwer vereinbar sind, in seiner Vaterstadt nicht mehr heimisch. Er folgte bald darauf dem Rufe als Compastor der deutschen Gemeinde zu Norrköping in Götaland, ohne je in sein Vaterland zurückzukehren. Später (nach 1740) soll er noch Dr. theol., dänischer (?) Hofprediger und Propst der Propstei Norra-Tiust, sowie Pfarrherr von Tryserum und Hannäs geworden, aber in Linköping gestorben sein.

Man hätte meinen sollen, Liscow habe unserem S. das Schriftstellern gründlich verleidet. Das war aber keineswegs der Fall. Er veröffentlichte gleich nach seiner Ankunft in Schweden ein „Schediasma exegeticum ad Act. 9, 5“ (Norrköping 1735), ferner noch in demselben Jahre eine „Dissertatio epistolaris de presbyteris, ecclesiae non dominis, ad I. Petr. 5, 3“ und im folgenden eine Schrift „de auro, conjuge bona et sapiente viliori Eccl. 7, 21“ (womit man sein satirisches Hochzeitgedicht von den bösen Eheweibern vergleichen mag), sowie „Gottgeheiligte Betstunden“, denen ein chronologisches Verzeichniß seiner bis dahin erschienenen Schriften angehängt ist. S. reimte auch wieder, wie „ein in deutsche Verse übersetztes Stück aus dem Argus von der göttlichen Vorsehung“ beweist. Im Jahre 1737 gab er eine Schrift „de certamine piorum, II. Tim. 4, 7“ aus und 1738 legte er ein Zeugniß von seiner nie erloschenen Liebhaberei für Mineralogie ab mit dem „Kurtzen Bericht von dem Schwedischen Marmor, welcher mit dem in den Alterthümern berühmten Lacedämonischen Marmor mit Recht zu vergleichen stehet“. Hier verlassen uns die bibliographischen Hilfsmittel; S. wird indeß noch vieles geschrieben haben, da er wieder in bester Fahrt war. Wir wissen nur noch, daß er auch Mitarbeiter an den Hamburger gelehrten Berichten war. Wenn man aber in Goedeke’s Grundriß (III. Bd. 2. Aufl. 1887, S. 237) liest, „der liscowische Sivers habe dem Satiriker Rachel die 9. und 10. Satire in der Hamburgischen vermischten Bibliothek Bd. 3 (1745) S. 98–114 mit Sivers’schen Gründen abzusprechen gesucht“, so beruht diese Notiz auf einer flüchtigen Reminiscenz an Schröder’s Rachel-Ausgabe (1828) S. XX, bei deren Einsehen sich ergiebt, daß unser S. an dem übrigens in der Hauptsache durchaus zu billigenden Aufsatze unschuldig war und unter dem Pseudonym Nicopacius de Purovivo sich vielmehr ein Siegfried Sievers aus Reinbeck, Pastor zu Reinfeld bei Hamburg, verborgen hatte.

Sivers’ Vermischte und Satyrische Gedichte. (Siehe oben.) – Liscow’s auf Sivers bezügl. Satiren. (Siehe oben.) – Joh. Jak. Moser, Beytrag zu [436] einem Lexico der jetztlebenden Lutherisch- und Reformirten Theologen in und um Teutschland, Züllichau 1740 S. 979–981. – Rostocker Etwas 1742 S. 304. – Leonard Meister, Charakteristik deutscher Dichter. Zürich 1787, II, 89. – F. W. Ebeling, Geschichte der komischen Literatur während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, 1869, I, 89 ff. – Moniteur des Dates, wo S. sonderbarer Weise als deutscher Arzt (!) und Naturforscher bezeichnet wird.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: INGEINUM