BLKÖ:Majláth, Johann Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 16 (1867), ab Seite: 300. (Quelle)
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Majláth, Johann Graf (Geschichtschreiber, geb. zu Pesth 5. October 1786, hat sich im Verein mit seiner Tochter Henriette ertränkt im Starenberger-See 3. Jänner 1855). Johann ist eines der achtzehn Kinder, welche dem Staatsminister Joseph Graf M. [s. d. S. 305] von zwei Gemalinen geboren worden. In den Knabenjahren zu Hause erzogen, durchging M. die specifisch-staatswissenschaftliche Studienbahn, welche bis 1848 in Ungarn Norm war und hörte die philosophischen Studien zu Erlau, die Rechte in der Raaber Akademie. Nun trat er in den Staatsdienst und war bereits Secretär bei der königl. Statthalterei, als ihn ein gefährliches Augenleiden zwang, den Staatsdienst zu verlassen. Zwei und ein halbes Jahr unterzog er sich der ärztlichen [301] Behandlung des großen Okulisten Beer in Wien, der ihn auch der Gefahr entriß, am schwarzen Staar für immer zu erblinden. Während dieser langen Krankheitsperiode war sein Drang nach geistiger Beschäftigung, vornehmlich nach historischer Forschung, lebendig geworden und von da an lebte er fast ausschließlich der Literatur, und zwar zu Wien, welchen Aufenthalt er wie viele seiner Landes- und Standesgenossen vorzüglich liebte. In der Literatur wendete M. seine Thätigkeit verschiedenen Gebieten zu. Mit Liebe der Poesie zugethan, verband er sich mit einem Freunde Paul Köffinger zur Herausgabe eines in Colocza aufgefundenen Codex altdeutscher Gedichte und blieb längere Zeit dieser Richtung zugewendet, indem er in den besseren Zeitschriften jener Tage, wie in Hormayr’s „Archiv“, im Stuttgarter „Morgenblatt“, in der Schickh-, später Witthauer’schen „Wiener Zeitschrift“ und in den Taschenbüchern „Selam“, „Aglaja“, „Ceres“, „Huldigung der Frauen“ u. dgl. m., theils Dichtungen und andere poetische Arbeiten, theils die dem deutschen Volke noch unbekannten Sagen der Magyaren sammelte und in deutscher Sprache veröffentlichte, ein Versuch, der eine so beifällige Aufnahme fand, daß bald eine zweite bedeutend vermehrte Auflage nöthig wurde. Aus dem Gebiete des Märchens und der Sage fand sich bei dem reiferen Manne der schon, wie oben erwähnt, durch sein langwieriges Augenleiden früher vermittelte Uebergang zur Geschichte leicht und bald, und wenn gerade in diesen Arbeiten die empfindlichsten Schwächen M.’s zu Tage treten, so ist doch nichtsdestoweniger eben auf diesem Gebiete seine Thätigkeit die verdienstlichste. Seinen geschichtlichen Arbeiten fehlt eine Hauptsache, die historische Kritik, welcher Mangel sich aber aus seinem, zur Poesie sich hinneigenden Gemüthe vollkommen erklärt. Es gebricht ihnen nicht, weder seiner ungarischen, noch seiner österreichischen Geschichte, an fleißigem Quellenstudium, aber die Quellen, besonders die älteren der ungarischen Geschichte, erschienen ihm so ehrwürdig, daß er das Schöne und Anziehende, aber deßhalb noch immer nicht Beglaubigte, auch für wahr hielt. Die neueren Forschungen eines Ipolyi, Szalay u. A. haben diese Gebrechen Majláth’s fühlbarer gemacht als sie es vordem waren. In der späteren Umarbeitung der Geschichte Ungarns, welche nur wenige Jahre vor seinem Tode erschien, hat er in dieser Hinsicht vieles Unhaltbare weggeräumt und was durch neue Quellen sich anders darstellte, beseitigt oder doch geändert, und nun ist auch diese Geschichte Ungarns eines der besten Werke, welche über dieses Land die deutsche Literatur aufzuweisen hat. Von magyarischer Seite wird ihr bezüglich der politische Tendenz der Vorwurf gemacht, daß sie eine entschieden österreichische sei, während sich die liberale Partei mit der ziemlich klar zu Tage tretenden altconservativen Richtung nicht befreunden mag. Als unbedeutend und in Auswahl der historischen Thatsachen geradezu willkürlich, muß die gedrängte „Geschichte Oesterreichs“ bezeichnet werden, welche er in späteren Jahren, vielleicht über Aufforderung eines Buchhändlers oder aber durch seine pecuniären Verhältnisse gedrängt, geschrieben hatte. Auch sonst noch arbeitete er manches aus, wie z. B. eine Mnemonik, eine ungarisch-deutsche Sprachlehre, schrieb über den animalischen Magnetismus und über die Religionswirren in Ungarn, vielleicht sein bestes aber auch am wenigsten [302] gekanntes und durch Johannes Borbis’ „Die evangelisch-lutherische Kirche Ungarns in ihrer geschichtlichen Entwickelung“, völlig verdrängtes Werk u. dgl. m.; aber alle die genannten Schriften entstanden aus der Noth des Lebens, das gefristet sein wollte, und war nicht immer Lust und Freude, ja nicht einmal innerer Beruf bei diesen Arbeiten betheiligt. Eines von achtzehn Kindern, waren ihm Glücksgüter nur spärlich zugedacht und dieses spärliche bald aufgezehrt. Er war, um mit seinen sich täglich mindernden Einkünften leben zu können, aus dem theueren Wien nach München übersiedelt, wo die königliche Akademie der Wissenschaften den gelehrten Mann zu würdigen und ehren wußte, da sie ihn unter die Zahl ihrer Mitglieder aufnahm. Seinem Stande und seiner hohen Bildung entsprechend, lebte er dort seit mehreren Jahren mit seiner Tochter in den höchsten und in den gebildetsten Kreisen Münchens, wo ihm stets seine überaus liebenswürdige Persönlichkeit und seine geselligen Talente die beste Aufnahme und die größte Anerkennung sicherten. Besonders wohlthuend, ja rührend war sein Verhältniß zu seiner Tochter, welcher er einen großen Theil seiner Werke dictirt und die er durch seinen steten Umgang mit ihr ganz zu sich herangebildet hatte, von der er aber auch mit einer unbeschreiblichen Zärtlichkeit geliebt ward. Nachdem er das kostspielige Wien verlassen und sich in München mit der Hoffnung niedergelassen hatte, sich irgend einen Wirkungskreis zu verschaffen, der ihm und seiner Tochter, welche ihn auf allen seinen Lebenswegen wie ein treuer Engel begleitete, eine sorgenfreie Existenz sicherte und auch seine bescheidensten Hoffnungen nicht in Erfüllung gingen, seine Noth ungeachtet der großmüthigsten Unterstützungen seiner Freunde sich mit jedem Tage verschlimmerte, der Horizont sich immer dunkler und dunkler umzog, in dieser Verlassenheit von Allem, woran er noch eine leise Hoffnung geknüpft, machte er sich endlich mit dem Gedanken vertraut, seinem Leben ein Ende zu machen. Bei dem innigen Verhältniß zwischen Vater und Tochter, konnte das Vorhaben des Vaters der Tochter nicht verborgen bleiben, nicht nur, daß sie gewohnt war, in jeder Miene des Vaters seinen Seelenzustand zu lesen, sondern es mußte sogar zu Besprechungen über diesen Gedanken zwischen beiden gekommen sein und es bebt die Feder davor zurück, wenn es gälte, die Unterredungen zu schildern, welche statt hatten, wenn den in Verzweiflung ringenden Vater die Tochter in Begeisterung kindlicher Liebe nicht überleben wollte. So hatte denn die gemeine Noth des Lebens, die Sorge um das tägliche trockene Brot, um das ärmliche Kleid am Leibe, einen Mann, der den höheren Ständen angehört, den Abkömmling einer angesehenen begüterten Familie, der bis in sein siebzigstes Jahr eben diese Noth des Lebens schweigend ertragen, zur Selbstvernichtung gezwungen, und aufopfernde Liebe ihm in das kalte Grab der Fluthen freiwillig folgen lassen. Am 3. Jänner entfernten sich beide, Vater und Tochter, von München und fanden, an den Armen aneinander gebunden, wie im Leben so im Tode vereint im Starenberger-See ihren Untergang. Sie wurden Beide am 4. Jänner bei Ammerland herausgezogen. Sie waren mit einem großen Tuche fest an einander gebunden und hatten die Taschen mit Steinen gefüllt. – Noch ist hier einer eigenthümlichen Begabung Majláth’s zu gedenken, nämlich seines [303] außerordentlichen Gedächtnisses. Lange vor Reventlow und seinen vielen Schülern bis zu Kothe, welche die Mnemonik des griechischen Simonides wieder als Wissenschaft zu behandeln anfingen, wurde M. seiner mnemonischen Künste wegen in den Kreisen, in welchen er verkehrte, angestaunt. So merkte er sich 200 Würfe zweier Würfel, konnte sie vor- und rückwärts hersagen, und auf Verlangen die Zahl des so und so vielten Wurfes nennen; ein kurzes Gedicht recitirte er nach einmaligem Hören, und dann von der letzten Zeile beginnend, bis zur Ersten hinauf. Eine ganz köstliche Geschichte, die sich im Salon der Fürstin Melanie Metternich zugetragen, und in welcher Majláth’s wunderbares Gedächtniß die Hauptrolle spielte, erzählt die Bäuerle’sche „Theater-Zeitung“ 1855, S. 70, nebstdem leben im Kreise seiner Freunde und Bekannten noch viele Züge und Anekdoten, welche seine mnemonische Virtuosität zum Gegenstande haben. Die Gesetze, nach denen sein Gedächtniß verfuhr, legte er in einem eigenen Werke, in seiner „Mnemonik“ nieder. Was seine Persönlichkeit betrifft, so war sie eine anspruchslos liebenswürdige. Seine Gestalt war klein, schmächtig, das bleiche schmale Antlitz war von einem vollen blonden Barte, sein kleines Haupt von spärlichen schlichten Haaren umgeben. Sein Organ hatte keinen tiefen Klang. Man hörte ihm gerne zu, wenn er sprach, er wußte, ohne pedantisch zu werden, aus Geschichte und Leben immer ein Anregendes, ein Unterhaltendes zu erzählen. Er hatte nichts von dem ausschließenden oft verletzenden Wesen, das den Kreisen, denen er angehörte, eigen zu sein pflegt. Er liebte es, einfach und natürlich, wie er selbst war, wenn man ihm ebenso begegnete. Man fühlte es ihm an, daß er vorzüglich den Schriftsteller in sich angesprochen und geehrt wissen wollte. Als er einmal einem Bekannten in einer Wiener Buchhandlung begegnete, klagte er über die Ungerechtigkeit der Natur, die es nicht so eingerichtet hat, daß man gleichzeitig zwei Bücher, mit jedem Auge ein Anderes, lesen könne, wie man denn doch mit zwei Ohren hören könne. „Mit beiden Händen gleichzeitig zwei verschiedene Briefe schreiben, habe ich erlernt. Mit den Augen – doch ich darf nicht undankbar gegen den Herrn, meinen Schöpfer sein! – Er gab mir nach dreijähriger Erblindung das Licht des Himmels wieder und im doppelten Sinne das Licht. Ohne mein dunkles Unglück, ich wäre kein lichter Mensch geworden“. Die von M. herausgegebenen Schriften sind in chronologischer Folge: „Coloczaer Codex altdeutscher Gedichte“ (Pesth 1817), diesen Codex gab M. in Gemeinschaft mit Johann Paul Köffinger [Bd. XII, S. 208 im Texte] heraus; – „Altdeutsche auserlesene Gedichte, neudeutsch bearbeitet von Joh. Graf v. Majláth“ (Stuttgart 1819, Cotta, gr. 8°.); – „Gedichte“ (Wien 1824, Tendler, 16°.); – „Magyarische Sagen und Märchen“ (Brünn 1825, Traßler, 12°.); 2. Auflage, 2 Bände (Stuttgart und Tübingen 1837, Cotta, 8°.); – „Geschichte der Magyaren“, 5 Bände (Wien 1828–1830, Tendler, gr. 8°., mit Plan u. Kart., zweite sehr verm. und verbesserte Auflage Regensburg 1852, Manz); – „Himfy’s auserlesene Liebeslieder übersetzt“ (Pesth 1829, Wigand, 2. Aufl. 1831, 16°.), [es sind Alexander Kisfaludy’s Liebesgedichte, der deutschen Uebersetzung Majláth’s steht das ungarische Original zur Seite; – „Ueber die Krönung der Könige von Ungarn“ (Wien 1830, Tendler, gr. 8°.), den geschichtlichen [304] Ueberblick und Nachrichten über die Reichsinsignien und die Krönungsceremonien enthaltend; – „Der ungarische Reichstag im Jahre 1830“ (Pesth 1831, Wigand, gr. 8°.); – „Praktische ungarische Sprachlehre für Deutsche in Fragen und Antworten. Nebst einer Auswahl deutsch-ungarischer Gespräche für das gesellschaftliche Leben“ (2. Ausg., Pesth 1832, 3. Aufl. 1838, Hartleben, 8°.); – „Geschichte der Stadt Wien von der Gründung derselben bis 1830“ (Wien 1832, Tendler, 12°.); – „Leben der Sophie Müller, weiland k. k. Hofschauspielerin und nachgelassene Papiere. Mit dem Bildnisse der Verewigten und einer Abbildung des derselben zu errichtenden Monuments“ (ebd. 1832, Gerold, gr. 8°.); – „Geschichte des österreichischen Kaiserstaates“, 5 Bde. (Hamburg 1834 u. f., Friedrich Perthes, gr. 8°.), bildet einen Bestandtheil des Sammelwerkes: „Geschichte der europäischen Staaten. Herausgegeben von A. H. L. Heeren und F. A. Ukert; – „Das ungarische Urbarialsystem, oder des Grundherrn und des Bauers Wechselverhältniss in Ungarn“ (Pesth 1838, Hartleben, gr. 8°.); – „Mnemonik oder Kunst, das Gedächtniss nach Regeln zu stärken und dessen Kraft ausserordentlich zu erhöhen“ (Wien 1842, Mörschners Witwe und Greß, 8°.), auf zwei Tafeln werden der mnemonische Zahlentypus und die mnemonischen Buchstaben bildlich dargestellt; – „Die Religionswirren in Ungarn“, 2 Bde. (Regensburg 1843 und 1846, Manz, gr. 8°.), der erste Band enthält die Zeit vom Beginne der Reformation bis zum Anfange des Reichstages 1843, der zweite den Reichstag 1843 auf 1844, in einem separat 1846 erschienenen Nachtrage sind Berichtigungen und Zusätze enthalten; – „Gedrängte Geschichte des österreichischen Kaiserstaates bis auf die neueste Zeit“, 4 Liefergn. (Wien 1851, 2. Aufl. 1854, 3. Aufl. 1858, Meyer, 8°.); – „Der animalische Magnetismus als Heilkraft“ (Regensburg 1852, Manz, gr. 8°., mit 3 Lith. in Qu. Fol.). Noch gab er seit dem Jahre 1840 bis 1848 das Taschenbuch „Iris. Deutscher Almanach“ (Pesth, Heckenast), die ersten zwei Jahrgänge (1840 und 1841) in Gemeinschaft mit Dr. S. Saphir, die folgenden allein heraus. Das Taschenbuch machte nicht nur durch die Eleganz seiner Ausstattung, in welcher es den englischen an die Seite gestellt werden konnte, Aufsehen, sondern besitzt durch die besondere Auswahl seines Inhaltes – Adalbert Stifter trat darin zum ersten Male vor das Publicum – literarhistorischen Werth. Was Majláth’s literarische Stellung betrifft, so sind seine Verdienste als Historiker nicht anzuzweifeln, am treffendsten charakterisirte ihn doch der geistreiche Aesthetiker Jeitteles, wenn er von ihm sagte: „Die Historiker nannten ihn groß als Dichter, und die Dichter groß als Historiker“. In der Legislation erscheint er als ein geistreicher Anachronismus. Seine politischen Ansichten waren zu spröde, zu schroff, um sich mit dem Geiste des Jahrhunderts ruhig zu vertragen. Sie haben zu viel Hobbes’sche und Haller’sche Intensität und werden mit zu auffallendem Selbstbewußtsein preisgegeben. In den religiösen Meinungen ist er schon lange Ungarns Montalembert, allein ohne dessen liberale Principien. Jedoch bei ihm war Alles Ueberzeugung, und diese ist in unserer Zeit so selten zu finden. In vielen Journalen cursirte bald nach seinem Tode ein Gedicht, bald als sein Schwanengedicht, bald als sein letztes Gedicht u. dgl. m. Diese Bezeichnung ist vollends willkürlich. Ob es sein letztes Gedicht, ist unerwiesen. Das Gedicht wurde von dem [305] Grafen mehrere Jahre vor seinem Tode verfaßt und von ihm einem Bekannten, den er in einem geselligen Kreise getroffen, übergeben. Dieser veröffentlichte es bei Gelegenheit des Nachrufes, den er dem Unglücklichen in der „Ostdeutschen Post“ gewidmet, und von da schmuggelte es der unbefugte Nachdruck als „Schwanenlied“ und „letztes Lied“ in die Welt. Jedenfalls stehen aber des Dichters eigene Worte zu seinem Schicksale in eigenthümlicher Beziehung. Wenn Herausgeber dieses Lexikons nicht irrt, so hat Ludwig Eckardt des Grafen und seiner Tochter tragisches Ende in einer Novelle behandelt. Im Jahre 1860 berichtete die „Allgemeine Zeitung“, daß die Verwandten des unglücklichen Paares dafür Sorge getragen haben, daß ihre Ruhestätte nicht gänzlicher Vergessenheit anheimfalle und auf dem Kirchhofe zu Münsing, wo sie begraben liegen, einen einfachen Denkstein haben aufstellen lassen.

Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. III, S. 538. – Kertbeny (K. M), Silhouetten und Reliquien. Erinnerungen (Prag 1863, Kober, 8°.) Bd. II, S. 29. – Pesther Sonntagsblatt (4°.) 1855, Nr. 2, S. 23. – Ostdeutsche Post (Wiener politisches Blatt) 1855, Nr. 13, im Feuilleton. – Die Donau (Wiener polit. Blatt) 1855, Beilage Nr. 6. – Gratzer Zeitung 1855, Nr. 34. – Wiener Kirchenzeitung. Redigirt von Dr. Sebast. Brunner, 1855, Nr. 29, S. 232: „Majláth und Barnum“. – Luna, belletristisches Beiblatt (Agram, 4°.) 1855, Nr. 4 u. 5. – Hamburger unparteiischer Correspondent 1855, Nr. 21. – Die Jetztzeit (Wiener Blatt), herausg. von Dr. Herm. Meynert, 1855, Nr. 3, S. 42. – Neue Zeit (Olmützer Blatt) 1855, Nr. 9 u. 13. – Wiener Conversationsblatt (Theater Zeitung), herausg. von Adolph Bäuerle, 1855, S. 50: „Zur Geschichte eines Geschichtschreibers“; – dasselbe S. 66: „Ueber Majláth’s Tod“; – dasselbe S. 70: „Graf Majláth und sein merkwürdiges Gedächtniß“. – Pesth-Ofner Zeitung (Fol.) 1855, Nr. 21: „Nekrolog“. – Neue Münchener Zeitung 1855, Beilage zu Nr. 20. – Deutsches Athenäum in London 1855, Nr. 27. – Neuigkeiten (Brünner Blatt) 1855, Nr. 22. – Oesterreichische Blätter für Literatur und Kunst. Beilage zur Wiener Zeitung 1855, Nr. 3, S. 17. – Allgemeine (Leipziger) Mode-Zeitung 1855, Nr. 4. u. 7. – Breslauer Zeitung 1855, Nr. 20. – Pesther Lloyd (polit. Blatt) 1860, Nr. 109. – Die Zeit (Berliner Blatt) 1855, Nr. 15 u. 24. – Pesther Sonntagsblatt, redigirt von Levitschnigg,1855, Nr. 10, S. 115: „Das Schwanenlied des Grafen Majláth“ [auch abgedruckt im Frankfurter Conversationsblatte 1855, Nr. 41; – im Anzeiger aus dem südlichen Böhmen 1855, Nr. 8; – im Omnibus (Brünner Unterhaltungsblatt) 1856, Nr. 27]. – BrockhausConversations-Lexikon, 10. Auflage, Bd. X, S. 102. – Ujabb kori ismeretek tára, d. i. Neues ungarisches Conversations-Lexikon (Pesth 1850, Heckenast, 8°.) Bd. V, S. 319. – Danielik (József), Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Második az elsőt kiegészitő kötet, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergänzender Theil (Pesth 1858, Gyurian, 8°.) S. 186. – Steger (Fr. Dr.), Ergänzungs-Conversations-Lexikon (Leipzig und Meißen, gr. 8°.) Bd. X, S. 509. – Unsere Zeit (Leipzig, Brockhaus, gr. 8°.) Bd. I, S. 542. – Oesterreichischer Parnaß, bestiegen von einem heruntergekommenen Antiquar (Frey-Sing, bei Athanasius u. Comp. [Hamburg, bei Hoffmann u. Campe], 8°.) S. 31 [die von diesem Pamphletisten entworfene Silhouette Majláth’s lautet: „Klein, lebhaft, echte Magyarenphysiognomie, kreischt und lacht viel, lyrischer, epischer und dramatischer Dichter, auch Historiker, überall mittelmäßig (!), hat einen großen Schnurbart und großes Gedächtniß, besitzt viel Bonhomie und wenig Revenue; wahrscheinlich garçon“].