BLKÖ:Preyer, Gottfried

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Prey, J. Z.
Band: 23 (1872), ab Seite: 283. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Gottfried von Preyer in der Wikipedia
GND-Eintrag: 133359794, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Preyer, Gottfried|23|283|}}

Preyer, Gottfried (k. k. Hof-Capellmeister und Componist, geb. zu Hausbrunn in Niederösterreich 15. März 1808). Erhielt schon in frühester Jugend von seinem Vater, der im Geburtsorte P.’s als Schullehrer und Regenschori angestellt und selbst ein tüchtiger Musiker war, den ersten Unterricht im Gesange, im Clavier- und Violinspiele. Besonders große Fortschritte machte P. auf der Violine, so daß er schon als siebenjähriger Knabe außer Quartetten von Haydn und Mozart sogar Concerte von Rode vortrug. Großes Talent zeigte er auch für das Orgelspiel, auf welchem Instrumente er es zu solcher Kunstfertigkeit brachte, daß er von seinem [284] 10. Jahre an zu allen kirchlichen Festen in der Umgebung als Organist eingeladen wurde. Besonderen Einfluß nahm auf seine musikalische Entwicklung der Pfarrer Bohunowsky, welcher selbst ein ausgezeichneter. Musiker und Virtuos auf allen Blasinstrumenten war, und der auch P.’s Lehrer auf diesem Gebiete der Musik wurde. Da P. sich wie sein Vater ebenfalls dem Lehrfache widmen sollte, so besuchte er mit 15 Jahren den Unterricht für Schulcandidaten in Korneuburg und ging von da nach abgelegter Prüfung im Jahre 1823 nach Wien, wo er denselben Cursus an der k. k. Normalschule zu St. Anna hörte und sich während dieser Zeit seinen Lebensunterhalt durch Unterrichtgeben erwarb. Im Jahre 1828 lernte er den k. k. Hof-Organisten Simon Sechter kennen, welcher sechs Jahre hindurch im Generalbaß, im einfachen und doppelten Contrapunct und in Allem, was zur Compositionslehre gehört, sein Lehrer war. Am 18. März 1835 unterzog er sich dem Concurse um die Organistenstelle im Bethause der evangelischen Gemeinde in Wien, welche er auch erhielt. Die bedeutenden Fähigkeiten und Kenntnisse P.’s bewogen die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, ihm am 11. September 1839 die eben erledigte Professur der Harmonielehre und des Contrapunctes am Wiener Conservatorium zu übertragen, zugleich wurde ihm von derselben die Leitung der Uebungen und Concerte der Zöglinge zuerst provisorisch, vom 28. März 1840 an aber unter dem Titel eines Orchesterdirectors definitiv anvertraut. Mit Allerh. Entschließung vom 5. März 1841 wurde P. zum unentgeltlichen Expectanten der k. k. Hof-Musikcapelle für den Organistendienst, und einige Jahre später, am 10. Februar 1844, zum k. k. Hof-Vicecapellmeister ernannt. Im Mai 1844 wurde er wirklicher Director des Wiener Conservatoriums und noch am 19. December desselben Jahres übertrug ihm die Regierung die Capellmeisterstelle an der Metropolitankirche zu St. Stephan in Wien, welche er jedoch – obgleich er früher um dieselbe sich beworben hatte – in sehr kurzer Zeit wieder niederlegte. 1845 machte P. eine größere Reise nach München und an den Rhein, dann nach Paris und Brüssel, um die dortigen musikalischen Institute kennen zu lernen. Im folgenden Jahre, nachdem er seine Stelle als Organist am evangelischen Bethause, die er eilf Jahre hindurch zur allgemeinen Zufriedenheit versehen, aufgegeben hatte, ging er nach Mailand und besuchte die dortigen musikalischen Anstalten. Besonders verdient machte sich P. um den musikalischen Unterricht in Wien im Jahre 1848. Als in diesem Jahre die Gesellschaft der Musikfreunde in Folge der Zeitverhältnisse das Conservatorium sistirte, verwendete sich P., damit nicht eine so große Anzahl Schüler ein Jahr oder länger ohne Musik-Unterricht bleibe, dahin, daß ihm ein entsprechendes Locale in einem der Nebengebäude der k. k. Hofburg überlassen werde, in welchem er und mehrere andere Professoren ein Jahr hindurch unentgeltlich Unterricht in den betreffenden Fächern ertheilen wollten. Dieses Anerbieten wurde auch angenommen und das Locale bewilligt. Zu dieser Zeit machte P. auch den Versuch, die Regierung zu bewegen, daß sie das Wiener Conservatorium zu einer Staatsanstalt erhebe, damit es vor einer abermaligen Sistirung geschützt sei. Dieser Plan war seinem Gelingen schon sehr nahe, als die Gesellschaft der Musikfreunde Kenntniß von demselben erhielt [285] und alle Mittel aufbot, um das Conservatorium wieder – aber mit einer Staatsunterstützung – unter ihre Leitung zu bringen. Als im Jahre 1853 die Capellmeisterstelle zu St. Stephan in Wien abermals erledigt war, erhielt P. neuerdings dieselbe und nahm sie nun auch, nachdem die unangenehmen Bedingungen, die ihn im Jahre 1844 dieselbe zurückzulegen bewogen hatten, weggefallen waren, an. P. ist als Kirchencomponist sehr geschätzt. Seine schönsten und gelungensten Werke sind Messen, Kirchengesänge u. dgl. m. Seine im Drucke erschienenen Werke, 76 an der Zahl, sind weiter unten vollständig angegeben. Aus der großen Anzahl derselben sind besonders zu erwähnen: seine Symphonie in D-moll, die er in Folge einer Preisausschreibung der Unternehmer der Concerts Spirituels. componirte und nebst einigen anderen eigenen Compositionen am 24. April in einer Akademie im Saale der Gesellschaft der Musikfreunde zur Aufführung brachte, dann das Oratorium „Noah“, das am 30. October 1842 im k. k. Redoutensaale in Wien und seit dieser Zeit sechsmal in Wien stets zu wohlthätigen Zwecken, und am 25. März 1857 auch zu Gratz mit großem Beifalle und mehrmaliger Wiederholung einzelner Stücke aufgeführt wurde. Eine besonders schwierige Aufgabe löste P. in seinem Werke: „Hymnen der h. Liturgie mit genauer Beibehaltung der vom Diacon Anthimos Nicolaides angegebenen, alterthümlichen, echten Original-Melodien nach Art der orthodoxen orientalischen Kirchenmusik“. P. hat dieselben auf Veranlassung der Gemeinde-Vorsteher zum h. Georg in Wien vierstimmig mit willkürlicher Clavier- oder Physharmonicabegleitung bearbeitet; sein Lehrer Simon Sechter hat sich darüber in einem Briefe folgendermaßen ausgesprochen: „Die Hymnen und Responsorien für die griechische Kirche von Gottfried Preyer erkläre ich nach genauer Durchsicht der Partitur und nach Anhörung derselben für eine vollkommene Meisterarbeit, indem nebst der reinsten Harmonie auch die kirchliche Würde und die melodische Fortschreitung aller Stimmen im schönsten Kranze vereinigt sind, und wünsche, daß seine Arbeit möglichst verbreitet werden möge, weil ein wahrhaft antiker und zugleich christlicher Geist darin vorherrscht.“ Die Verdienste, die sich P. um die Musik und besonders um Kirchenmusik erworben, fanden auch allgemein Anerkennung. P. ist Commandeur des päpstlichen St. Sylvester- und Ritter des kön. griechischen Erlöser-Ordens, Besitzer der österreichischen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft und der kais. russischen Medaille für Kunstheroen. Außerdem ist P. Ehrenmitglied vieler musikalischer Vereine des In- und Auslandes, darunter des Cäcilien-Vereins in Rom, des Wiener Chorregenten-Vereins, des Mozart-Vereins in Nürnberg und der philharmonischen Gesellschaft in Laibach u. s. w. Eines seiner letzten Werke (Op. 74), eine „Messe“, welche P. im Jahre 1864 zu dem von der katholischen General-Versammlung in Mecheln ausgeschriebenen Concurse für eine Vocalmesse mit Orgelbegleitung sandte, wurde daselbst unter 76 eingelangten Compositionen mit dem zweiten Preise von 500 Francs und einer Medaille ausgezeichnet.

Gottfried Preyer’s im Stiche erschienene Werde, nebst der beiläufigen Angabe des Jahres ihrer Veröffentlichung.
1834. „Des Nachbars Nachtigall“. Gedicht von Sephine, für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung, Op. 1 (Wien, bei A. Diabelli u. Comp.).
1835. „Mitternacht“, von Heine, und „Herbstlied“, von Ludwig Tieck, für eine [286] Singst. mit Pftbgltg., Op. 2 (ebd.). „Posthornklang“, . von J. G. Seidl, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 3 (ebd.). „Fragen“, von J. G. Seidl, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 4 (ebd.). – „Das Todtenlichtlein“, von J. G. Seidl, für eine Singst. mit Pftbgltg. Op. 5 (ebd.).
1836. „Wachen und Träumen“ und „Ihr Bild“, von Heine, 2 Lieder für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 6 (ebd.). – „Kindliche Bitte“, Lied für eine Singst. mit Piano oder Physharmonica, Op. 7 (ebd.). – „Wo find’ ich dich“, Gedicht von Kletke, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 8 (ebd.).
1837. „Berg und Thal“, von J. G. Seidl, Duett für Tenor und Bariton mit Violoncello- und Pianofortebegleitung, Op. 9 (ebd.). – „Abendläuten“, von J. N. Vogl, für eine Singstimme mit Pftbgltg., Op. 10 (ebd.). – „Doppelfuge“, für die Orgel oder das Pianoforte über die Thema: „Christus ist erstanden“ und „Ite missa est“, Op. 11 (ebd.). – „Liebhabers Wünsche“, von J. N. Vogl, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 12 (ebd.). – „Wanderers Morgenlied“, von J. N. Vogl, und „Wanderers Nachtlied“, von Goethe, 2 Lieder für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 13 (ebd.). – „Das Traumbild“ und „Weder Haß noch Liebe“, von Heine, 2 Lieder für eine Singstimme mit Pftbgltg., Op. 14 (ebd.).
1838. „Soldatenliebe“. von W. Hauff, für eine Singstimme mit Pftbgltg., Op. 15 (ebd.). – „Erste Symphonie in D-moll“, für großes Orchester in Partitur- und Auflagestimmen, Op. 16 (ebd.). – „Lied der Liebe“, von Fr. von Matthisson, für eine Singstimme mit Pftbgltg., Op. 17 (ebd.). – „Der Schmied“, von Ludw. Uhland, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 18 (ebd.).
1839. „Klagebrief“, von Saphir, für eine Singst. mit Pftbglt., Op. 19 (ebd.). – . „Streit zwischen dem Magern und dem Fetten“, ein Schwank von Castelli, Duett für Tenor und Baß mit Pftbgltg., Op. 20 (ebd.). – „Der Wassermann“, von Just. Kerner, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 21 (ebd.). – „Traum“, von H. Kletke, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 22 (ebd.). – „An die geweihte Fahne“, von Philipp von Körber, für vier Singst. mit Pftbgltg., Op. 23 (ebd.). – „Wanderers Weh“, von J. N. Vogl, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 24 (ebd.).
1840.Mailied“, von Goethe. Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 25 (ebd.). – „In die Ferne“, von H. Kletke, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 26 (ebd.). – „Der Engel der Geduld“, von H. v. M., Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 27 (ebd.). – „Mein Sinn“, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 28 (ebd.). – „An meine Rosen“, von Goethe. Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 29 (ebd.). – „Warum?“, von L. Bechstein, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 30 (ebd.) – „Das Felsenherz“, von Saphir, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg. Op. 31 (ebd). – „Nach dem Scheiden“, von J. N. Vogl, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 32 (ebd.).
1841. „An die Natur“, von Stollberg, Chor für Sopran, Alt, Tenor und Baß mit willkürlicher Begleitung des Piano oder der Physharmonika, Op. 33 (ebd.). – „Vision“. von H. Kletke, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 34 (ebd.). – „Forderung“, von Betty Paoli, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 35 (ebd.). – „Auf der Ostsee“, von S. G. geborne J., Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 36 (ebd.). – „Der deutsche Rhein“, von Nik. Becker, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 37 (ebd.). – „Der Wegweiser“, von Wilh. Müller, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 38 (ebd.).
1842. „Die Braut“, von Polzer, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 39 (ebd.). – „An meine Laute“, von J. N. Vogl, Lied für eine Singst. mit Violoncello und Pftbgltg., Op. 40 (ebd.). – „Fischers Abendlied“, von J. G. Seidl, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 41 (ebd.).
1843. „Scherzo“, für das Pianof. allein, Op. 42 (ebd.[WS 1]). – „Jedem das Seine“, von Jeiteles, und „Ob sie wohl kommen wird?“, von Saphir, 2 Lieder für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 43 (ebd.).
1844. „Der todte Soldat“, von J. G. Seidl, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 44 (ebd.). – „Hymnen der heil. Liturgie, der orthodoxen orientalischen Kirche; mit Beibehaltung der alterthümlichen Original-Melodien für vier Singst. mit willkürlicher Begleitung des Pianoforte oder der Physharmonica“, Op. 45. Sr. Majestät dem König von Griechenland Otto I. gewidmet. Dieses Werk besteht aus sechs großen Bänden und enthält alle im griechischen Gottesdienste [287] nothwendigen Gesänge, und wurde in den Jahren 1842 bis 1845 componirt. Im Stiche sind nur drei Bände, und zwar in den Jahren 1845 bis 1847 erschienen. Der erste Band auf Kosten des Componisten; der zweite und dritte Band auf Kosten des griechischen Diacons Anthimos Nikolaides. Die übrigen 3 Bände, welche die Passions-Musik und solche Gesänge enthalten, welche im Jahre hindurch nicht so oft gebraucht werden, sind noch Manuscript. – „Um Mitternacht“, von Friedr. Rückert, Chor für vier Männerstimmen, Op. 46 (Wien, bei Glöggl).
1846. „Vöglein, mein Bote“, von J. G. Seidl, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 47 (Wien, bei Diabelli u. Comp.).
1847. „Der Blinde“, von Rupertus, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 48 (ebd.).
1848. „Ausrückungslied der Nationalgarde“, von Saphir, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 49 (ebd.) – „An die Madonna“, aus dem Italienischen, für eine Singst. mit Piano oder Physharmonica“, Op. 50 (ebd.). – „Nacht und Träume“, von Fr. v. Schiller, Lied für eine oder zwei Singst. mit Piano oder Physharmonika, Op. 51 (ebd.).
1848. „Liebesglück“, von E. Geibel, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 52 (ebd.). – „Nachtlied“, von E. Geibel, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 53 (ebd.). – „Doppelfuge“, für die Orgel oder das Pianoforte zu 4 Händen, über das Thema: „Abbé Stadler“ (im Jahre 1830 componirt und dem Herrn Abbé Stadler gewidmet), Op. 54 (ebd.).
1850. „Antwort“, von Zusner, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 55 (Wien, bei Müller’s Witwe). – „Ave Maria“. Für Sopran-Solo mit 4stimmigem Chor und Begleitung von 2 Violinen, Viola und Orgel, Op. 56 (Wien, bei Diabelli u. Comp.). – „Oesterreichische Soldaten-Hymne“, für 1 Singst. mit Pftbgltg., Op. 57 (Wien, bei Spina, vormals Diabelli u. Comp.).

‚:1851. „Die Königin der Heerschaaren“, von G. Görres, für Männerchor mit Tenorsolo, Op. 58 (Wien, Spina). – „Der Schwur des Reuigen“, von Schmidt von Lübeck, für 1 Singst. mit Pftbgltg. oder mit Begl. von 4 Hörnern, 3 Posaunen und 1 Harfe, Op. 59 (Wien, bei Spina). – „Choral-Meßgesang“, für eine Singst. mit Orgelbegleitung zum alleinigen Gebrauch für die Corporation der Wiener dirigirenden Oberlehrer (gedruckt bei Keck und Pierer in Wien im Jahre 1853, ohne Opus-Zahl auf Kosten der Oberlehrer).

1852. „Jagdlust“, von M. Markl, vierstimmiger Männerchor, Op. 60 (Wien, bei Spina). – „Frauen-Liebe und Leben“, von Chamisso, Lied für 1 Singst. mit Pftbgltg., Op. 61 (ebd.). – „Gondoliera“, von E. Geibel, vierstimmiger Männerchor“, Op. 62. – „Der erste Kuß“, von Oskar v. Redwitz, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 63 (Wien, bei Müller’s Witwe).
1853. „Die Thräne“, von Hafner, für 1 Singst. mit Pftbgltg., Op. 64 (Dresden, bei Bernhard Friedl). – „Schlummerengel“, von Grafen von Schlippenbach, für eine Singst. mit Pfbgltg., Op. 65 (Hamburg, bei August Böhme). – „Entsagung“, von Oscar v. Redwitz, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 66 (ebd.). – „Meine lieben Drey“, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 67 (ebd.) – „Die Brieftaube“, von J. G. Seidl, für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 68 (Hamburg, Aug. Böhme).
1854. „Sehnsucht“, von V. Zusner für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 69 (gedruckt in einem Almanach bei Riedel in Wien. 1854). – Missa solennis in C-dur (componirt im Jahre 1842), für großes Orchester. Sr. Eminenz dem Herrn Cardinal-Fürsterzbischof von Wien, Joseph Othmar Ritter von Rauscher gewidmet. Auf Kosten des Componisten veröffentlicht im Jahre 1854, Op. 70. – „Messe in Es-dur (componirt im Jahre 1851), für kleineres Orchester. Sr. Exc. dem Herrn Joseph von Kunszt, Erzbischof von Kalocsa und Bacz u. s. w. gewidmet. Auf Kosten des Componisten gestochen im Jahre 1855, Op. 71. – „6 Fugen für die Orgel oder Physharmonika“, gestochen auf Kosten des Componisten im Jahre 1855, Op. 72.
1857. „Sprache der Liebe“, von Kilzer, Lied für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 73 (Wien, bei Lewy). – „Preis-Messe in D-moll“, nebst Tantum ergo, Graduale, Offertorium und Ave Maria, für vier Singst. und Orgel. Auf Kosten des Componisten gestochen im Jahre 1867, Op. 74.
1868. „Ob sie meine Liebe kennt?“ und „Ständchen“, von Dr. Sobotka, zwei Lieder für eine Singst. mit Pftbgltg., Op. 75 (Wien, bei Spina).
1870. „Wenn der Frühling auf die Berge steigt“, von Mirza-Schaffy, Chor für vier [288] Männerstimmen, Op. 76 (St. Gallen bei J. J. Sonderegger). – Unter den vielen noch nicht veröffentlichten größeren Werken, welche P. im Pulte liegen hat, sind besonders bemerkenswerth: das Oratorium „Noah“, – die Symphonie in G-moll, – das Requiem in D-moll, – die Messen in F-dur, B-dur und D-moll, – das Te Deum in C-dur und D-dur, zur Krönungsfeier Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph als König von Ungarn componirt und in Ofen zum ersten Male aufgeführt bei der Krönung Ihrer Majestäten am 8. Juni 1867, – die Offertorien „Misericordias“ und „Sapientia“, die Vesper in C-dur u. s. w. Auch befinden jich noch im Manuscript: 3 militärische Festmärsche mit Trio und Chor, zur Erinnerung an das vereinte Wirken der k. k. österreichischen und der kaiserlich russischen Armee im Jahre 1849 componirt und zum ersten Male in Olmütz 1849 aufgeführt bei der Anwesenheit des Kaisers Nikolaus von Rußland, mehrere Streichquartette und drei Opera: „Walladmor“, Text von Emanuel Straube; „Freimannshöhle“, Text von Joh. Gabr. Seidl, und „Amaranth“, Text von Otto Prechtler.
Wanderer (Wiener Unterhaltungsblatt, gr. 4°.) 34. Jahrg., Nr. 36: „Biographische Skizzen hier lebender Compositeure, Virtuosen und musikalischer Schriftsteller. Gottfried Preyer“, von Ferd. M. Luib. – Neues Universal-Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Julius Schladebach, fortgesetzt von Ed. Bernsdorf(Dresden, R. Schäfer, gr. 8°.) Bd. III, S. 253 [nach diesem geb. am 15. Mai 1809, welches Datum nicht richtig ist]. – Gaßner (F. S. Dr.), Universal-Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, Frz. Köhler, Lex. 8°.) S. 697. – Hanslick (Eduard), Geschichte des Concertwesens in Wien (ebd. 1869, Braumüller, gr. 8°.) S. 302, 355. – Köchel (Dr. Ludwig Ritter von), Die kaiserliche Hof-Musikcapelle in Wien von 1543–1867 (Wien 1869, Beck, 8°.) S. 113. – Frankl (Ludw. Aug.) Dr.), Sonntagsblätter (Wien, 8°.) II. Jahrgang (1843), S. 1169. – Allgemeine Wiener Musik-Zeitung, herausgegeben von Dr. Aug. Schmidt (4°.) V. Jahrg. (1845), S. 115, in der „Revue neuer Musikalien“. – Neue Zeit (Olmützer Blatt), 1857, Nr. 4, im Feuilleton: „Preyer’s Messe“. – Wiener Zeitung 1866, Nr. 26, S. 325. – Fremden-Blatt. Von Gust. Ritter v. Heine (Wien, 4°.) 1867, Nr. 293, index Rubrik: „Theater und Kunst“; 1870, Nr. 61 (ebenda). – Porträte. Lithographien von Prinzhofer, zwei verschiedene Blätter (1846 und 1851); Lithographien von Kriehuber, gleichfalls zwei verschiedene Blätter (1841 und 1843, sämmtlich Halb-Folio); – Photographien aus den Ateliers des Ludw. Angerer, Jagemann, Purkholzer, Bohr u. A.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: ebdb.