BLKÖ:Trenck, Friedrich Freiherr

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 47 (1883), ab Seite: 138. (Quelle)
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Trenck, Friedr. Freiherr (k. k. Major, geb. zu Königsberg in Preußen am 16. Februar 1726, guillotinirt zu Paris am 25. Juli 1794). Sein Vater Christoph Ehrenreich war königlich preußischer Generalmajor der Cavallerie; die Mutter, die nach dessen Tode zum zweiten Male heiratete, eine Tochter des Hofgerichts-Präsidenten von Derschau in Königsberg. Ein Bruder Friedrichs diente als Unterlieutenant in einem preußischen Kürassier-Regimente und die einzige Schwester heiratete einen Grafen Valdow, der in Zurückgezogenheit auf seinen Gütern in Brandenburg lebte. Inmitten eines wilden und glanzvollen Lebens erzogen, zeigte Friedrich (ein Vetter des Pandurenobersten Franz, wie dies in dessen Genealogie S. 136 näher nachgewiesen ist) eine früh ausgesprochene Neigung zum Soldatenstande, und wie er durch Milde und Sanftmuth leicht zu leiten war, empörte er sich gegen Mißhandlung und Rohheit und konnte dann nicht gebändigt werden. Mit nicht gewöhnlichen Talenten begabt und seinen Jahren weit voraus, kam er sehr jung, erst dreizehn Jahre alt, auf die Universität, wo er, wie einer seiner Biographen treffend bemerkt, eine der Staatsverfassung angemessene Subordination nicht von der Sclavenpeitsche unterscheiden lernte und aufgebracht gegen alle Eigenmacht, sich keine Schranken der Ehrfurcht gefallen ließ, wenn seine subjective Ueberzeugung dagegen ankämpfte. Dadurch aber machte er sich frühzeitig [139] viele Feinde und Widersacher. Zu diesem leidenschaftlichen Wesen gesellte sich noch ein Hang zu übertriebener Freigebigkeit, ganz im Gegensätze zu seinem Vetter Franz, der, je mehr Schätze er zusammenscharrte, nur um so geiziger wurde und sich selbst kaum das Allernothwendigste gönnte. Auf der Universität machte sich Friedrich bald durch seine ungewöhnlichen Talente bemerkbar, womit er freilich auch eine ebenso große Selbstschätzung, richtiger Ueberschätzung verband. Im März 1740 verlor er seinen Vater. Seine Mutter verband sich in zweiter Ehe mit einem Grafen Lostange, mit welchem sie nach Breslau übersiedelte. Trenck erhielt seinen Großvater, den Hofgerichts-Präsidenten von Derschau zum Vormund, der seinen 14jährigen Enkel über alle Maßen liebte. Indessen setzte er seine Studien auf der Universität in Königsberg fort. Mehrere Duelle, welche er siegreich bestand, trugen das ihre dazu bei, seinen Namen bald sehr bekannt zu machen. Als im Jahre 1742 der Generaladjutant Friedrichs II., Baron von Lottum, ein Verwandter von Trenck’s Mutter, in Geschäften nach Königsberg kam, bestimmte er den jungen Studenten, sich dem Waffendienste zu widmen und sich dem Könige vorzustellen. Trenck begab sich nun nach Potsdam, und seine Vorstellung beim Könige hatte auch seine Aufnahme als Cadet in der Garde du Corps zur Folge. Diese Garde war ein wahres Elitecorps und die Pflanz- und Lehrschule der preußischen Cavallerie. Schon nach sechs Wochen wurde Trenck, nachdem der König mit ihm eine Prüfung vorgenommen, zum Cornet befördert, und er zeigte sich in dieser Charge so eifrig, daß ihn im August 1743 der König erwählte, der schlesischen Cavallerie in den neuen Manövern Unterricht zu geben, eine Auszeichnung, die noch keinem 17jährigen Jünglinge zutheil geworden. Als im Winter 1743 das Beilager der Schwester des Königs von Schweden statthatte, wurde er dazu auf Wache commandirt. Bei dieser Gelegenheit sah ihn, wie die Biographen melden, eine Dame hohen Standes, die an dem auch körperlich mit allen männlichen Reizen ausgestatteten Jünglinge Gefallen fand. Aber auch er blieb gegen die liebliche Gönnerin nicht gleichgiltig. Es entspann sich bald das zärtlichste Verhältniß, welches auch später die Ursache aller Leiden wurde, die über ihn hereinbrachen. Es ist längst kein Geheimniß mehr, daß diese hohe Dame Friedrichs II. eigene Schwester Amalie war, welche wenige Jahre vor Trenck als Aebtissin von Quedlinburg am 30. März 1787, ein Jahr vor ihrem Bruder, im Alter von 54 Jahren starb. Die Prinzessin, außer Stande, den armen Trenck zu retten, half ihm in seinem späteren Unglücke, so viel sie konnte, und stand ihm hochsinnig, so weit es ihr möglich war, in seinen Bedrängnissen bei, auch bewahrte sie ihm zeitlebens eine huldvolle Theilnahme. Lange blieb dieses Verhältniß den Augen ihres königlichen Bruders verborgen. Im September 1744, als der Krieg zwischen Oesterreich und Preußen ausbrach, rückte Trenck ins Feld und zeichnete sich bei mehreren Gelegenheiten aus. So gewann er immer mehr die Gunst des Königs. Indessen konnte seine Neigung zur Prinzessin in Folge der häufigen Zusammenkünfte Beider kein Geheimniß bleiben. Als ihn ein Kamerad wegen dieser Neigung einmal mit einigen Stichelreden reizte, kam es zwischen Beiden zum Duell, in welchem Trenck seinen Gegner gehörig zeichnete. Doch blieb die Sache nicht verborgen, [140] kam auch zur Kenntniß des Königs und ohne Zweifel auch die Ursache, so daß der König bei der nächsten Wachtparade im Vorbeigehen ihm ergrimmt die Worte zurief: „Herr! Der Donner und das Wetter wird Ihm aufs Herz fahren – nehm’ Er sich in Acht“. Aber Trenck nahm sich leider nicht in Acht. Doch sollte, wenn man gegen ihn einschritt, ein anderer Vorwand benützt werden. Und dieser fand sich bald genug. Zu jener Zeit diente Franz von der Trenck, der schon erwähnte Pandurenführer, im österreichischen Heere und erfuhr, daß ein Vetter von ihm im Preußischen diene. Er schickte nun seinem Verwandten mehrere sehr schöne Pferde mit einem freundschaftlichen Briefe zum Geschenke. Zweifelte der König wirklich an der Loyalität seines Officiers? Es ist kaum anzunehmen, aber der Anlaß war da, sie zu bezweifeln. Es ist bekannt, wie Friedrich II. gern von der öffentlichen Gerechtigkeit sprach und besonders in seinem Lande die Gerechtigkeitspflege als vortrefflich rühmte, und in der That, wo seine eigene Person und seine eigenen Interessen nicht in Betracht kamen, da sah er sehr strenge darauf, daß das gesetzliche Gerichtsverfahren seinen Lauf nahm. Im Trenck‘schen Falle aber ging er nach reiner Willkür, wie sie im schlimmsten Despotenstaate nicht ärger walten kann, vor. Ohne irgend welche Erklärung anzugeben, ja ohne auch nur die Form einer Untersuchung anzuordnen, ließ er Friedrich von der Trenck eines Tages im Juli 1745 plötzlich verhaften und unter Bedeckung von fünfzig Huszaren (!) als einen anscheinend wirklichen Delinquenten der Armee nach der Festung Glatz abführen. Diese Gefangennehmung des damals neunzehnjährigen Officiers war eben so entehrend, als sie unerwartet kam. Man führte sie später auf eine Intrigue des unserem Trenck feindlich gesinnten Escadrons-Commandanten Jaschinsky zurück, der damals der besonderen Huld Friedrichs II. sich erfreute und dem Könige die Angelegenheit mit den von Trenck’s Vetter Franz geschenkten Pferden in so zweideutiger Weise dargestellt hätte, als ob der Beschenkte dabei eine Verrätherrolle gegen sein Vaterland und den König gespielt habe. Was an der Sache wahr, ist nie bekannt geworden. Alle Fragen Trenck’s über seine Verhaftung, alle Vorstellungen desselben, vor ein competentes Gericht gewiesen zu werden, blieben erfolglos. Er wurde als Staatsgefangener in Glatz festgehalten. Seine Haft war eine um so drückendere, als General Fouquet, ein Menschenfeind überhaupt und erbitterter Feind der Trenck’schen Familie, als Commandant in Glatz fungirte. Wiederholte Fluchtversuche Trenck’s wurden entdeckt und hatten nur eine Verschärfung seiner Haft zur Folge. Endlich am 24. December 1746 gelang es ihm durch die Hilfe des Lieutenants Schell, mit demselben zugleich zu entrinnen. Diese Flucht, eine der interessantesten Episoden in Trenck’s Leben, gelang größtentheils durch das aufopfernde Verhalten Schell’s, dem der Gerettete selbst später in einer besonderen Biographie ein Denkmal setzte. Als Trenck’s Flucht ruchbar geworden, wurde sein Vermögen sofort confiscirt und er öffentlich als ein Verräther an seinem Könige bezeichnet, obwohl sein ganzes Vergehen nur darin bestand, daß er die Liebe der Schwester des Königs erwiderte. Die beiden Flüchtlinge gelangten zunächst nach Braunau. Nach mehrwöchentlichem Aufenthalte daselbst, da eine Wunde, welche sich Schell [141] unterwegs am Fuße zugezogen, sie zur Rast nötigte, setzten sie ihre Wanderung am 21. Jänner 1747 weiter fort, und zwar nach Preußen, wo Trenck seine Mutter aufsuchen und von ihr Unterstützung erbitten wollte, um sodann in russische Dienste zu treten. Um allen Verfolgungen auszuweichen, änderten die Flüchtlinge ihre Namen, indem sie dieselben verkehrten und Trenck fortan Knert, Schell aber Lesch sich nannte. So gingen sie über Neustädtl, Bielitz, Oswieczim nach Meseritsch, dann nach Czenstochau, Schmiegel, wo sie am 22. Februar 1747 eintrafen, und endlich über Lestel nach Hammer im Brandenburg’schen, wo Trenck’s Schwester, verheiratete Graf Valdow (auch Waldo geschrieben) lebte. Nun, wenn ihm auch die mitleidige Schwester Schutz und Aufnahme gewähren wollte, so ließ sich doch der Schwager nicht darauf ein, indem er große Unannehmlichkeiten besorgte, und bedeutete den Flüchtlingen sein Haus zu verlassen. So beschloß denn Trenck, nunmehr Schutz bei seiner Mutter zu suchen, die in Königsberg lebte. In Thorn, wohin sie zunächst kamen, geriethen sie in Werberhände. Wohl entgingen sie ihnen noch mit genauer Noth, aber Schell war dabei so übel zugerichtet worden, daß er zurückbleiben mußte. Trenck eilte nun nach Elbing, wo er mit seiner Mutter zusammentraf, die ihn auf das reichlichste unterstützte, und auf deren Zureden er seine erste Absicht, nach St. Petersburg zu reisen, aufgab und sich entschloß, nach Wien zu gehen, wogegen sie ihm versprach, ihm noch weitere Unterstützung zukommen zu lassen. Ueber Thorn, wo er Schell hergestellt fand und für seinen Plan gewann, begab er sich nach Wien und fand daselbst seinen Vetter Franz im strengsten Arrest und in einen schweren Proceß verwickelt. Seine Versuche, den Obersten aus der Haft zu befreien, wie ein Fluchtplan wurden vereitelt, und unverrichteter Dinge verließ er im August 1748 Wien, um nach Holland zu gehen. Auf dem Wege dahin wurde er in Nürnberg von dem russischen General Liewen, einem Verwandten seiner Mutter, für den russischen Dienst gewonnen, in welchem er nun als Hauptmann eintrat. Nach verschiedenen Kreuz- und Querzügen und wiederholt in Gefahr, an Preußen ausgeliefert zu werden, kam er nach Riga, von da nach Moskau, wo ein auf die Kaiserin Elisabeth verfaßtes Gedicht ihm nebst einem kaiserlichen Geschenk auch einen kostbaren Degen brachte. Daselbst lernte er auch eine hohe Dame kennen, in die er sich verliebte, die ihm auch seine Gefühle erwiderte und, da sie mit einem hochbetagten vornehmen Russen vermält werden sollte, mit Trenck zu fliehen beschloß. Aber ihr plötzlicher Tod vereitelte diese Pläne. Friedrich begab sich nun allein nach St. Petersburg. Durch eine neue Liebesaffaire gerieth er in Gefahr, nach Sibirien transportirt zu werden, und entging nur durch die Mithilfe des englischen Gesandten der gegen ihn gesponnenen Intrigue. Da, noch während seines Aufenthaltes in St. Petersburg, erhielt er Nachricht von dem am 4. October 1749 auf dem Spielberge in Brünn erfolgten Tode seines Vetters Franz und daß ihn derselbe zum Universalerben eingesetzt habe. Er verließ die Czarenresidenz und reiste über Stockholm, Amsterdam, Haag, Hanau nach Wien. Daselbst wurde er vorerst als Falschmünzer verhaftet, indeß nach neuntägigem Arrest, nachdem er seine Schuldlosigkeit dargethan, wieder freigelassen. Da er sich aber damit nicht [142] zufrieden gab und von Seite der Polizeidirection öffentliche Abbitte durch die „Wiener Zeitung“ verlangte, verlieh man ihm, um ihn zu beschwichtigen, eine Rittmeisterstelle im 5. Kürassier-Regimente Caspar Graf Cordova. In Wien betrieb nun Trenck seine Erbschaftsangelegenheit, denn er hatte sich der im Testamente seines Vetters aufgestellten Bedingung, zum katholischen Glauben überzutreten, bereits unterzogen, freilich nur dem Aeußeren nach, denn er berichtet selbst in seiner Biographie: „Es war einmal beschlossen, ich sollte römisch-katholisch werden. Was war zu thun? Ich war schutz- und hilflos (?). Durch ein Geschenk erhielt ich von einem Pfaffen ein Attestatum, daß ich mich bekehret und dem verfluchten Lutherthume abgeschworen habe. Ich blieb aber, was ich war...“. Friedrich von der Trenck schien nicht zu fühlen, daß er mit einer solchen Spiegelfechterei ehrlos handelte, indem er, um Geld und Gut zu erlangen, die Kaiserin durch eine Lüge täuschte. Die Erbschaftsangelegenheit, die ihn überdies in eine Unzahl Processe verwickelte, hielt ihn längere Zeit in Wien auf. Als aber im März 1754 seine Mutter in Danzig das Zeitliche gesegnet hatte, begab er sich zur Ordnung seiner Familienangelegenheiten in diese unabhängige Stadt, in welcher er sich vollkommen sicher glaubte. Doch es sollte anders kommen. Eine Anzahl preußischer Officiere erwirkte gegen ihn einen Verhaftsbefehl. Der Magistrat von Danzig, eingeschüchtert von seinem mächtigen Nachbar, ließ die Verhaftung zu, Trenck wurde nun nach Pommern geschleppt, dann in geschlossener Kutsche von einer Abtheilung Dragoner von Garnison zu Garnison nach Berlin escortirt. So zum zweiten Mate in Friedrichs II. Gewalt, ward er ohne weitere Umstände in einen Wagen gepackt und unter starker Bedeckung durch Spandau nach Magdeburg gebracht, wo er im Juli 1754 ankam. Hiermit beginnt jene merkwürdigste Periode in Trenck’s Leben, welche ihn ebenso zum Märtyrer seines Königs, wie durch seine Befreiungsversuche zu einem Helden machte, dessen Andenken noch heute fortlebt. Es ist nicht Aufgabe dieses Werkes, die nahezu unglaublichen Befreiungsversuche Trenck’s darzustellen. Er selbst hat sie ausführlich erzählt, und nach seinen eigenhändigen Aufzeichnungen sind sie in der von J. Petzholdt herausgegebenen Schrift: „Fr. v. d. Trenck’s Erzählung seiner Fluchtversuche aus Magdeburg“ (Dresden 1866, G. Schönfeld, gr. 12°.) geschildert. Immer wieder sann er auf neue Mittel, immer wieder gewann er theils mit Geld, theils mit Versprechungen neue Mithelfer und stand ganz nahe dem Gelingen, als stets wieder ein Zufall Alles vereitelte oder gar die Entdeckung herbeiführte, was natürlich schärfere Bewachung und strengere Haft zur Folge hatte. Merkwürdig war es, wie sein Schicksal bei Allen, die davon hörten, Theilnahme erweckte, die nun ihrerseits Alles thaten, um ihn zu befreien. Nur der große König glaubte gerecht zu sein, wenn er wieder, als er einmal zu einer Revue nach Magdeburg kam und unter Anderem die Sternbastei besichtigte, den Befehl gab, daß sofort eine neue Zelle gemacht werde, und sogar die Art Eisen bezeichnete, mit denen Trenck fortan zu fesseln sei. Nicht genug, daß die Haft an und für sich eine sehr schwere war, die verschiedenen Commandanten – einer ausgenommen – schienen ein besonderes Vergnügen zu empfinden, wenn sie den armen Häftling durch kleinliche [143] Grausamkeit reizten. Da standen vor Allen obenan der General von der Borck, der Oberst von Sydow und der Major von Bruckhausen, während der Erbprinz von Hessen-Kassel, der Gouverneur der Festung, ihm vieles Wohlwollen erwies, welches freilich auch mit der Entfernung des Erbprinzen, als derselbe nach dem Tode seines Vaters die Regierung antrat, ein Ende nahm. Neun Jahre, fünf Monate, elf Tage hatte Trenck in der Festung Magdeburg geschmachtet, als er am 24. December 1763 nach Beendigung des Krieges zwischen Oesterreich und Preußen und nachdem der Friede bereits seit neun Monaten geschlossen war, unter der Bedingung aus der Haft entlassen wurde, daß er nie wieder preußisches Gebiet betrete. Der damalige österreichische Gesandte am Berliner Hofe, General Freiherr von Ried [Bd. XXVI, S. 79] hatte ihm die Freiheit erwirkt. In ganz Magdeburg herrschte Jubel über Trenck’s Befreiung. Sofort legte er die Uniform als österreichischer Rittmeister an. Am 25. December spät am Abend bestieg er einen verdeckten Wagen und fuhr, von dem General Schlieben begleitet, nach Prag, wo er am 2. Jänner 1764 dem Gouverneur dieser Stadt Herzog von Zweibrücken übergeben wurde. Aber auch jetzt noch sollte sein Ungemach kein Ende nehmen. Die Administratoren seines Vermögens, zwei höher gestellte Beamte, die nun wegen der Rechnungslegung in nicht geringer Sorge waren, da sie übel genug gehaust hatten, bewirkten noch während seines Aufenthaltes in Prag seine Verhaftung, und so ward er als Arrestant nach Wien geführt und daselbst zunächst in einer Kaserne untergebracht. Sie hatten die Verhaftung Trenck’s erwirkt, indem sie ihn als einen nahezu Wahnsinnigen bezeichneten. Aber der Kaiser, welchem Graf d’Alton Bericht erstattete und die Intrigue enthüllte, ließ Trenck vor sich kommen und nachdem er sich von dessen gesundem Verstande überzeugt, sofort freigeben. Auch die Kaiserin empfing ihn huldvoll und versprach ihm in Sicherung seiner Rechte auf das Erbe vollen Schutz. Er erhielt das Patent als kaiserlicher Major, wurde aber nicht in den activen Stand übernommen, und als er darum bat, mit dem Bescheide zurückgewiesen, er sei im 37. Jahre zu alt, um das schwere Exercitium noch zu lernen. Aber die Kaiserin ließ ihm seine volle Rittmeistergage für die zehn Jahre seines Arrestes, die gegen 8000 fl. betrug, auszahlen und garantirte ihm auch diese Gage als Pension auf Lebensdauer. Zur Herstellung seiner durch die lange und schwere Haft sehr angegriffenen Gesundheit begab er sich nach Aachen, und der Gebrauch der dortigen Bäder that ihm sehr gut. Nun erzählt er in seiner Selbstbiographie, daß ihn nach seiner Rückkehr aus den Bädern nach Wien Kaiserin Maria Theresia mit einer sehr reichen, aber älteren Dame habe verheiraten wollen. Mit gerechtem Zweifel, ob sich die Kaiserin um eine Verehelichung Trenck’s gekümmert habe, bemerken wir nur, daß sich derselbe im December 1765 wieder nach Aachen begab, wo er sich mit der Tochter des Bürgermeisters vermälte und mit Bewilligung des Kaisers seinen bleibenden Wohnsitz nahm. Daselbst betrieb er einen Handel mit Ungarweinen nach England, Frankreich und Holland und beschäftigte sich auch viel mit Jagd, da ihm der Kurfürst von der Pfalz ein Jagdrevier überlassen hatte. Aber bald gerieth er mit den Geistlichen in Händel, wobei es geschah, daß ihn der Jesuitenpater Zünder für [144] vogelfrei erklärte. Nun ließ es auch Trenck an Ursachen zu Mißhelligkeiten nicht fehlen, namentlich seit er die „Aachener Zeitung“ redigirte, welche übrigens bald zu den gelesensten Blättern jener Zeit zählte, insbesondere weil sie sehr schnell die wichtigsten Neuigkeiten brachte. Da bei der kaiserlichen Regierung in Wien von seinen Gegnern immer wieder Klagen über die zu freie Sprache der „Aachener Zeitung“ einliefen, so wurde derselben plötzlich der fernere Debit entzogen. Er begab sich nun persönlich nach Wien, aber seine Gegner waren mächtiger und seine Sprache im Blatte für die damaligen Zeiten eine ungemein aufregende, so daß er unverrichteter Dinge nach Aachen zurückkehrte. Auch gerieth er bei seinem Weinhandel, der sehr gut sich anließ, durch betrügerische Juden bald in schwere Verluste. Alles dies erbitterte ihn derart, daß er sein Weinlager unter dem Preis verkaufte und endlich den Beschluß faßte, seinen Aufenthalt in Aachen aufzugeben und nach Ungarn zu übersiedeln, wo er die Herrschaften Zwerbach und Grabeneck angekauft hatte. Sechs Jahre brachte er daselbst mit ländlichen Arbeiten beschäftigt zu, auch veröffentlichte er während dieser Zeit mannigfache prosaische und poetische Arbeiten, Flugschriften u. d. m., sowie seine so berühmt gewordene Selbstbiographie, welche neben vielem Bombast und mancher Uebertreibung doch noch immer ein ebenso interessantes als lesenswerthes Werk verbleibt. Als aber im Jahre 1786 König Friedrich II. starb, da erhielt Friedrich von der Trenck die Erlaubniß zur Rückkehr in sein Vaterland, und er machte von derselben auch sofort Gebrauch. Seine Aufnahme in Berlin war eine höchst ehrenvolle, für seine confiscirten Güter in Preußen erhielt er Ersatz und eine jährliche Pension von 1200 Thalern. Er begab sich auch zu seinen Verwandten in Königsberg. Dort lebte zu jener Zeit als General der 76jährige Jaschinsky, den er als den eigentlichen Urheber aller seiner Leiden ansah. Als Jaschinsky von der Ankunft Trenck’s erfuhr, soll er wahnsinnig geworden sein. Nach längerem Aufenthalte in Preußen kehrte Friedrich auf seine Güter in Ungarn zurück. Im November 1788 brachte er einen seiner Söhne auf eine Lehranstalt in Dessau, und schon befand er sich auf seiner Heimreise in Dresden, als er erfuhr, wie Alles in Paris ihn vergöttere. Nun hielt es ihn nicht länger, und er eilte dahin, und diese Reise glich einem förmlichen Triumphzuge. In Frankfurt und Straßburg gab man ihm zu Ehren glänzende Bälle; in Nancy ging man ihm zu Tausenden entgegen, um ihn im Triumph in die Stadt zu bringen. Enthusiastisch war die Aufnahme in Paris; dort kannte ihn bereits alle Welt, denn längst hatte ihn Jeder im Wachsfigurencabinet des Palais royal als Häftling in Ketten und Banden gesehen. In zwei Theatern wurden Stücke unter dem Titel: „Le baron Trenck“ gegeben und mußten – so groß war der Andrang – täglich gespielt werden. Von allen Seiten, von den vornehmsten Familien erhielt er Einladungen, und eine Dame von sehr großem Vermögen wollte auf jeden Fall ihre Tochter an seinen Sohn verheiraten, obwohl sie denselben nie gesehen, aber dieser lehnte ab, da sein Herz nicht mehr frei war. Wenn Trenck sich auf der Straße zeigte, zog ihm das Volk in Schaaren nach und rief: „Vive le baron Trenck“. Drei Tage vor Ausbruch der Revolution reiste er ab. In Wien angekommen, erlitt er einen großen Geldverlust durch das Falliment [145] eines Pariser Bankhauses, von welchem er Wechsel gekauft hatte. Nun reiste er auf seine Güter in Ungarn und lebte dort seinen landwirthschaftlichen und literarischen Arbeiten, welch letztere ihm, da er dabei in rücksichtslosester Weise vorging, viel Ungemach und Mißhelligkeiten bereiteten und mancherlei sehr heftige Schriften gegen ihn veranlaßten Auch beschäftigte er sich mit einer Zusammenstellung aller seiner bisher zerstreut erschienenen Schriften behufs einer Gesammtausgabe seiner Werke. Er fuhr, um dieselbe zu betreiben, nach Wien, stieß aber dort auf Hindernisse, da die Censur den Druck seiner sehr aufregenden Schriften verweigerte. Indessen gab er sein Vorhaben nicht auf und reiste nach Altona, wo sich demselben keine Hindernisse entgegenstellten. Noch hielt er sich einige Zeit in Hamburg auf und war schon willens, seine ganze Familie dahin zu berufen und dort seinen bleibenden Wohnsitz zu nehmen, da ihm die steten Verfolgungen von Seite der Geistlichkeit den Aufenthalt in Oesterreich verleideten. Da wollte er noch einmal Paris besuchen, um die neuen Verhältnisse, welche nach der Revolution dort herrschten, mit eigenen Augen zu schauen. Es war in der zweiten Hälfte des Jahres 1791. Er lebte nun in der Seinestadt als Schriftsteller, wie er selbst in seinem Verhör aussagte. Da wurde er mit einem Male den damaligen Machthabern verdächtig, und auf Robespierre’s Veranlassung verhaftet, sah er sich zugleich mit André Chénier, Alexandre Boucher, Charles de Bart u. A. im Gefängniß St. Lazare. Man erhob gegen ihn die Anklage, an einer Verschwörung zur Wiederherstellung des Königthums theilgenommen und die Gefangenen von St. Lazare aufgewiegelt zu haben. Bevor er zum Verhör geführt wurde, übergab er noch eine mit dickem Goldrand eingefaßte Schildpattdose mit dem Porträt der Prinzessin Amalie, von welcher er dieselbe erhalten hatte, dem Grafen Bayluis zum Andenken, Während des Verhörs im Sitzungssaale verhielt er sich wie ein Held gegenüber dem rohen und gemeinen öffentlichen Ankläger, dem berüchtigten Scheusal Fouquier-Tinville. Aufgefordert zur Vertheidigung, erzählte er kurz seine merkwürdigen Lebensschicksale und bemerkte nebenbei, daß er, als er auf seinen Reisen 1774–1777 in Frankreich und England in Paris die Bekanntschaft mit dem großen Patrioten Franklin machte, auf ihn den zum geflügelten Worte gewordenen Vers verfaßt habe: „Eripuit fulmen coelo, sceptrumque tyrannis“ (er entriß dem Himmel den Blitz, und Tyrannen das Scepter). Als er im Verlaufe seiner Vertheidigung von seiner Wohlthäterin, der Kaiserin Maria Theresia sprach, fiel ihm Tinville mit den Worten in die Rede: „Sie dürfen die Ihnen gegebene Erlaubniß nicht zur Verherrlichung von Tyrannen mißbrauchen“. Trenck aber ließ sich nicht beirren und wiederholte die Worte: die große Kaiserin Maria Theresia, und als Tinville befahl, ihm das Wort zu entziehen, rief er noch einmal: „Und ich muß es sagen, gerade an dieser Stelle sagen, daß sie eine große Kaiserin war“. Im weiteren Verlaufe seiner Vertheidigung widerlegte er klar und mit voller Ruhe alle gegen ihn erhobenen Beschuldigungen; schon war die Verhandlung, in welcher seine Mitangeklagten in die bittersten Beschuldigungen gegen die Richter und die Revolution ausbrachen, ihrem Ende nahe, als der Syndicus Hermann noch einmal an ihn sich wendete: „Angeklagter Trenck, man schätzt [146] an Ihrer Verteidigung den Charakter der Mäßigung. Bleiben Sie dabei, daß Sie an der Verschwörung nicht theilgenommen haben?“ Mit einem Worte konnte Trenck sich retten. Aller Augen waren auf ihn gerichtet; da mit einem Male erhob er sich: „Bürger“, rief er, „ich erkläre, daß ich die Verantwortlichkeit der von meinen Genossen gesprochenen Worte übernehme. Ihr Schicksal soll das meinige sein. Ich will mit ihnen leben und sterben“. Sein Schicksal war besiegelt. Er war der Märtyrer seiner Ehre. Die Geschworenen traten ein, und alle Angeklagten, 30 an Zahl, wurden zum Tode verurtheilt unter der Beschuldigung: „eine Verschwörung im Gefängnisse angezettelt zu haben, um durch Ermordung der Volksrepräsentanten die Republik zu stürzen und das Königthum wieder herzustellen“. Um zwei Uhr wurde dieses Urtheil gesprochen, um vier brachten die Karren die Verurtheilten zum Richtplatz. Die Verurtheilten, darunter auch Trenck, sangen. Mit entschiedenen Zeichen des Mitgefühls betrachtete das Volk die vorüberfahrenden Karren. Man war am Fuße der Guillotine angelangt. Hier zeigte nun Trenck die ganze Kraft seiner Seele, seinen ungebeugten mächtigen Willen. Er verschmähte es, der Erste zu sein. Einen Kopf nach dem anderen sah er fallen; ohne eine Bewegung der Unruhe stand er ruhig da, die Arme über die Brust gekreuzt, seine Augen fest auf das blutige Schauspiel gerichtet, das sich 29mal vor ihm wiederholte. Hoch über alle Häupter ragte seine riesige Gestalt. Sein greises Haar flatterte um das energische Antlitz. Da fiel Boucher’s Haupt. Er war der Vorletzte. Die Reihe kam an Trenck. Festen Schrittes ging er auf das Schaffot zu. Die Stufen der Treppen dröhnten unter seinen wuchtigen Schritten. Oben angelangt, übersah er ruhig die Menge. „Franzosen“, rief er, „wir sterben unschuldig. Unser Tod wird gerächt werden durch Euch – stellt die Freiheit her, indem Ihr die Ungeheuer opfert, die sie schänden“. Schnell warf er sich in die Maschine. Sausend fuhr das Beil herunter, und in den Sack des Henkers rollte Trenck’s Haupt. Das war das traurige Ende Friedrichs von der Trenck. „Bleib’ Er bei mir, ich will etwas Großes aus Ihm machen“, hatte 1749 eines Tages zu dem 23jährigen Trenck Friedrich der Große gesagt. Ja, er hat etwas Großes aus ihm gemacht, einen der merkwürdigsten Märtyrer der Fürstenwillkür. Und alle Qualen einer langwierigen Haft überdauerte Trenck und endete zuletzt als Opfer einer der scheußlichsten Ausartungen des Menschengeistes, welche die Geschichte kennt, einer wilden maßlosen Demokratie, der Mutter der rothen Demokratie des Jahres 1871, auf dem Schaffot. Hier unten lassen wir die Uebersicht der Werke Trenck’s folgen. In dieser Richtung hat schon Hofrath Julius Petzholdt in seiner bekannten mustergiltigen Weise vorgearbeitet. Wir verweisen in den Quellen zu Trenck’s Leben auf diese Arbeit, welche wir hier einerseits vervollständigen, anderseits des bibliographischen Apparates entkleiden, da Sammler Trenck’scher Werke sich bei Petzholdt genau Raths erholen können.

I. Gesammtausgaben von Trenck’s Schriften. Sammlungen derselben. Des Freih. Fried. von der Trenck sämmtliche Gedichte und Schriften. Band I (Leipzig 1786); Bd. II (o. O. 1786); Bd. III–V (o. O. 1786); Bd. VI und VII (o. O. 1786, 8°.); Bd. I: 18 Bl., 301 S.; Bd. II: 2 Bl., 320 S.; Bd. III: 3 Bl., 343 S.; Bd. IV: 8 Bl., 342 S.; Bd. V: 2 Bl., 371 S.; Bd. VI: [147] 2 Bl., 298 S.; Bd. VII: 4 Bl., 384 S. [Dieselbe Ausgabe in acht Theilen auch Wien 1787, Wucherer.] – Des Freih. Friedr. von der Trenck sämmtliche Gedichte und Schriften. Bd. I–IV. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage (Wien und Berlin 1789, kl. 8°.) Bd. I: 6 Bl., 332 S.; Bd. II: 4 Bl., 328 S.; Bd. III: 8 Bl., 306 S.; Bd. IV: X und 308 S. – Fried. Freyh. v. d. Trenck’s sämmtliche Werke und Gedichte. Bd. I (Aachen 1772, 8°.). – Friedrichs Freyh. v. d. Trenck Schriften. Zwei Bände (Leipzig, Sommer, 1799, 8°.). – Friedrichs Freih. von der Trenck Moralische Schriften. Theil I–III (Wien, v. Kurzbeck, 1786, 8°.; Theil I: 266 S.; Theil II: 4 Bl. 359 S.; Theil III: 4 Bl., 357 S.). [Uebersetzung der „Oeuvres spirituelles“ des Abbé Barth. Beaudran, mit Trenck’s Aenderungen und Hinzufügung eigener Ausarbeitungen. Findet sich auch angeführt unter dem Tittel: „Beaudran’s geistliche Schriften; aus dem Französischen, mit Gedichten vermehrt von Fr. v. d. Trenck. Drei Theile“ (Wien 1788, 8°.).] – Volksbibliothek deutscher Classiker. Deutschlands Dichter und Denker von Lessing bis Heine. Herausgegeben von Hermann Kletke (Berlin, Jonas, 12°.). Enthält im Bande IX (1867), S. 1–352, und im Bande X (1867), S. 1 bis 103: „Friedrich Freiherr v. d. Trenck: Merkwürdige Lebensgeschichte, Sinnbilder, Frau Justitia“.
II. Friedrich von der Trenck’s Biographie von ihm selbst verfaßt. Bearbeitungen von Anderen und Uebersetzungen. Des Friedrich Freyherrn von der Trenck merkwürdige Lebensgeschichte. Von ihm selbst als ein Lehrbuch für Menschen geschrieben, die wirklich unglücklich sind oder noch gute Vorbilder für alle Fälle zur Nachfolge bedürfen. Bd. 1 (o. O. 1786, 8°., 16 Bl., 299 S.; mit Friedrich v. d. Trenck’s Porträt); Bd. II (o. O. 1786, 8°., 1 Bl., 323 S., mit 1 Abbildung und 1 Erklärungsblatt dazu); Bd. III (Berlin, Vieweg d. Aeltere, 1787, 8°., 11 Bl., 336 S. mit Einschluß der mit paginirten Buchhändleranzeigen, welche S. 331 beginnen; mit Franz v. d. Trenck’s Porträt). – Zweyte rechtmäßige und verbesserte Auflage. Theil I–II (Wien, auf Kosten des Verfassers, 1787, 8°., 262 S., mit Porträt, und 275 S., mit 1 Kupfer). Theil III (Wien, Wucherer,. 1787, 8°., 6 Bl., 263 S.). – Neue mit Zusätzen vermehrte und verbesserte Auflage mit Kupfern. I. Theil (Berlin, Vieweg der Aeltere, 1787, 8°., 12 Bl., 296 S., mit Porträt). Die Zahl der Kupfer ist in verschiedenen Exemplaren verschieden, bald größer, bald kleiner; es kommen auch Exemplare ohne Kupfer vor. – Nachdruck: Bd. I–III (o. O. 1787, 8°., 13 Bl., 240 S., mit Titelbild; 1 Bl., 249 S.; 8 Bl., 272 S.). – Nachdruck: Theil I– II (Leipzig, Beer, 1787, 8°., 16 Bl., 299 S. mit Porträt, und 2 Bl., 323 S., mit Titelbild). [Es finden sich auch noch andere Bilder in dieser Ausgabe, die aber nicht in allen Exemplaren vorkommen.] – Vertheidigung der Lebensgeschichte Friedrichs Freyh. von der Trenck. Nebst einigen Erläuterungen und Beyträgen von Ihm selbst geschrieben (Wien und Berlin 1788, 8°., 86 S.; auch Dresden 1789, 8°.). – Nachtrag zur Lebensgeschichte Friedrichs Freyherrn von der Trenck. Vierter und merkwürdigster Band (Altona im August 1792, 8°., XVI und 304 S., mit Porträt). – Ende der Lebensgeschichte Friedrichs Freyherrn von der Trenck. Fünfter, letzter und allermerkwürdigster Band. Nebst dessen Briefen. Auch unter dem Titel: „Der Geniestreich aller Geniestreiche; nebst einer Fabel aus Schlaraffenland. Als Vermächtniß hinterlassen allen denkenden Männern, jugendlichen Brauseköpfen, rechtschaffenen Aeltern und tückischen Höflingen= Das letzte aus dem Gefängniß in Paris hinterlassene Werk von dem Freyherrn von der Trenck. Aus dem Französischen übersetzt (Paris und Altona 1796, 8°., 2 Bl., 124 S.). [Petzholdt schreibt: „Ist bestimmt nicht von Trenck verfaßt.] – Friedr. Freyh. v. d. Trenck’s merkwürdige Lebensgeschichte. Zwei Theile (Leipzig, Henrichs, 1811, 8°., mit KK.). – Denkwürdigkeiten aus dem Leben des Freiherrn Friedrich von der Trenck, des unglücklichen Gefangenen von Glatz und Magdeburg. Ein Beitrag zur Geschichte der Höfe Friedrichs des Großen, Maria Theresias und Elisabeths von Rußland. Neue Ausgabe in drei Theilen (Celle, Schulze, 1865 [auf dem Umschlagstitel 1866], kl. 8°.; Theil I: 214 S.; Theil II: 235 S.; Theil III: 244 S.). [Neue Titelausgabe der Schrift vom Jahre 1860.] – Memoiren des Freiherrn Friedrich von der Trenck. [Auch unter dem Titel: Sitten-Bilder der Nationen und Jahrhunderte. XIII.] (Berlin, Schlingmann [1869], kl. 8°., 2 Bl., 220 S. mit Umschlagbild). – Friedr. Freyh. v. d. Trenck’s merkwürdige Lebensgeschichte im Auszuge. Ein Lesebuch für die Jugend [148] (Marburg, Krieger, 1788, 8°.)· – Friedrich von Trenck. Ein Lebensbild von W. v. H. Ist abgedruckt in den „Erheiterungen. Eine Hausbibliothek der Unterhaltung und Belehrung für Leser aller Stände“. herausgegeben von O. Mylius. XXXIX. Jahrg., 1867 (Stuttgart, Kleeblatt und Comp., 4°.) Heft 20, S. 786–790; Heft 21, S. 823–828; Heft 22, S. 866–871, und Heft 23, S. 901–906. – Leben und Schicksale des Abenteurers Friedrich Freiherrn von der Trenck nebst einem Anhange: Anekdoten und Charakterzüge aus dem Leben dessen Vetters, des berühmten und berüchtigten Panduren-Anführers Franz Freiherrn von der Trenck. Nach Originalquellen und mit den nöthigen Anmerkungen und Berichtigungen von M. S. Erich (Leipzig, Dirnböck, 1846, 8°., VIII und 160 S.). – Friedrichs Freiherrn von der Trenck Leben, Kerker und Tod. Nach Originalquellen neu dargestellt von Theodor Wahrmann [Auch unter dem Titel: „Die Trencks. Erster Band“] (Leipzig 1837, Schreck, 8°., 254 S.). [Theodor Wahrmann ist ein Pseudonym und des Verfassers wahrer Name: Ewald Christian Victorin Dietrich.] – Friedrich Freyherr von der Trenck. Sein Leben und denkwürdige Schicksale. Für Leser jeden Standes neu bearbeitet von C. M. Rittler (Merseburg, Montag, 1822, 8°., 1 Bl., 230 S., mit Titelbild). – Neue Ausgabe (Quedlinburg und Leipzig, Ernst’sche Buchhandlung, o. J. [1822], kl. 8°., VIII und 230 S.). [Während auf dem Titelblatte sich der Autor Dr. C. M. Ritter nennt, erscheint er am Schlusse des vom Juni 1822 datirten Vorwortes als Doctor C. M. Rittler, welches auch der richtige Name ist. Es gibt auch Exemplare mit einem schlecht lithographirten Bilde. Im Uebrigen ist diese Ausgabe nur eine Titelausgabe der vorigen mit Zugabe des Vorwortes.] – La vie de Frédéric Baron de Trenck écrite par lui-même et traduite de l’allemand en français par le Baron de B***, (Metz, Lamort [Paris, Belin], 1787, kl. 8°·, 2 vols.). [Der Uebersetzer ist Baron Bock]. – II. Edition, revue et corrigée (Metz, Lamort [Paris, Belin], 1788, 12°.) 2 vols.Mémoires de Frédéric Baron de Trenck, traduits par lui-même sur l’original allemand, augmentés d’un tiers et revus sur la traduction, par M. de ***. Tom. I–III (Strassbourg, Treuttel; Paris, Oufroy, 1789, 8°.). Tom. I: VIII, XXX und 419 S., mit 6 KK.; Tom. II: 2 Bl., 400 S. , mit 2 KK.; Tom. III: 2 Bl., 403 S. , mit 2 KK.). – La vie de Frédéric Baron de Trenck, traduite de l’allemand par Le Tourneur; dans laquelle sont rétablis tous les passages supprimés dans l’édition de Metz (Paris, Buisson, 1788, 12°.). III vols., mit Porträt und Abbildung. – Aventures du Baron de Trenck d’après ses mémoires. Par Paul Boiteau (Paris librairie de L. Hachette et Comp., 16°., IV und 190 S., 1 Bl. Table. [Gehört zur „Bibliothèque des chemins de fer. 2. Série Histoire et Voyage“.] Davon nachstehende deutsche Uebersetzung: Leben und Abenteuer des Freiherrn von der Trenck. Nach dem Französischen (Leipzig 1860, Lorck, kl. 8°., VIII und 116 S.). [Ist Nr. 36 der „Eisenbahnbücher“.] – The life of Baron Frederik Trenck: containing his adventures and cruel and excessive sufferings during an imprisonment of ten years in the fortress of Magdeburg (London, Pratt, 1844, 16°., 320 S., mit Titelbild). – The life of Baron Frederic Trenck, containing his Adventures and also his sufferings during ten years’ imprisonment in the fortress of Magdeburg (Albany, U. S., 1853, 8°.). – The life of Baron Frederic Trenck, translated from the German by Thomas Holcroft (London 1783–1793, 12°.) 4 vols., mit Porträt. [Auch wird eine Ausgabe in vier Bänden (London 1789) angeführt.] – Báró Trenk Fridrik’ emlékezetre méltó Életének historiája. Irattatot magától etc. Három darab (s. l. 1788, 8°.; Bd. I: 303 S.: Bd. II: 304 S.; Bd. III: 230 S.).
III. Trenck’s einzelne Werke (Gedichte, Reden, Flugschriften in Ungarn u. d. m.), chronologisch. Der furchtsame Cadet im Türkenkrieg, ein Originallustspiel in 3 Acten. Von Fried. Freih. v. d. Trenck (Pesth s. a., 8°., 95 S.). – Araxane. Ein erdichtetes Trauerspiel. Aufgeführt auf dem Kaiserlich Königlich-privilegirten Stadt-Theater in Wienn nächst dem Kärntner Thor. Verfasset von Herrn B. v. Trenck“ (Wien, Krause 1754, 8°., 85 S.) [bildet das erste Stuck im V. Theile der „Deutschen Schaubühne zu Wienn, nach Alten und Neuen Mustern“]. – Friedrichs Freyherrn von der Trenck Kaiserl. Königl. Obristwachtmeisters Sammlung vermischter Gedichte, welche in seinem zehnjährigen Gefängniß in Magdeburg geschrieben [149] wurden (Frankfurt und Leipzig (1767), 8°., 20 Bl., 280 S.). – Alexander. Trauerspiel in 3 Acten. Von Friedr. Freyh. v. d. Trenck (München 1771, 8°.). – Der Menschenfreund. Eine Wochenschrift von Fried. Freyh. v. d. Trenck. 4 Bände (Aachen 1772, 8°.). – Der macedonische Held in wahrer Gestalt. Ein Gedicht von Friedrich Freyh. v. d. Trenck (Aachen 1773, 8°.). – A’ Matzedóniai Viréz, mellyet tiz esztendőbeli Magdeburgi fogságában Német nyelven írt, most pedig Magyar nyelvre forditotta (Versekben) Latzkovits János (s. l. 1790, 8°., 59 S.). – Friedr. Freyh. v. d. Trenck’s Antwort auf die in französischer Sprache erschienene Schmähschrift, betitelt.- Anmerkungen über die Erklärung der Wiener, Petersburger und Berliner Höfe, die Zergliederung der Republik Polen betreffend (Aachen 1773, 8°.). – Verliebte Gedichte eines Gefangenen. Verfertiget im Kerker (Aachen 1774, 8°., 62 S. mit Titelbild). – Les Méditations dans sa prison à Magdebourg, par le Baron de Trenck. Traduit de l’Allemand (Paris 1788, 8°., mit Porträt). – Trauer-Gedicht bey dem Grabe der großen M. Theresia (Wien 1780, 8°., 8 Bl.). – Trauerrede bey dem Grabe unserer großen Monarchin M. Theresia (Wien 1780, 8°., 24 S.). – Discours du Fréd. Bar. de Trenck au Tombeau de la grande Marie Thérèse, traduit de l’Original allemand par l’Auteur même (Vienne chez Joseph de Kurtzbeck 1780, 4°., 15 S.). – Trauergedicht und Rede bei dem Grabe der großen Maria Theresia. Von Friedr. Freyh. v. d. Trenck (Wien 1781, Kurzböck, 8°.). – Meine Gedanken über die unsichtbare Leibeigenschaft des Königreichs Böheim. Eine patriotische Abhandlung von Friedrich Freiherrn von der Trenk, k. k. Major (Wien 1782, 8°., 32 S., auch Prag bei Schönfeld 1782). – Trauerrede beim Grabe Friedrichs des Großen. Von Friedr. Freyherrn v. d. Trenck (Wien 1786, 8°.). – Letzte Unterredung Friedrichs des Großen in der Todesstunde mit Pater Pavian, einem Franciscaner-Guardian. Ein Traumgesicht, worinnen man die Stufen des Menschenverstandes vor Leibnitz bis zum Affen abmessen kann. Von Friedrich Freyh. von der Trenck (o. O., 1787, kl. 8°., 76 S. [Soll bei Vieweg in Braunschweig erschienen sein.] – Das Schicksal der Frau Justitia bei allen Höfen Europens. Ein Roman und Gedicht, von dem Verfasser des Mazedonischen Helden Friedrich Freyherrn von der Trenck. Berlin 1787, 8°., 71 S. [hievon finden sich Ausgaben Braunschweig bei Vieweg und Leipzig bei Graffé, beide mit der Jahrzahl 1787 angeführt]. – Der macedonische Held in wahrer Gestalt. Ein Gedicht von Friedr. Freyh. v. d. Trenck. Neue Ausgabe (Frankfurt 1788, 8°.). – Trenck contra Mirabeau, oder politisch-kritische Beleuchtung der geheimen Geschichte des Berliner Hofes nebst mehreren wichtigen Staatsbemerkungen von Freyherrn Friedrich von der Trenck. Aus dem Französischen übersetzt (Leipzig, Haug’s Witwe, 1789, 8°., 1 Bl. 413 S.). – Examen politique et critique d’un ouvrage, intitulé: Histoire secrète de la Cour de Berlin, ou Correspondance d’un voyageur François. Par Frédéric Baron de Trenck (Berlin [1789] gr. 8°., 2 Bl., 416 S., 1 Titelk.). – Jó Szerentse kívánása a Magyarokhoz (in Versen), Glückwunsch an die Ungarn (Budán 1790, 8°., 15 S.). – Der Trenck an alle redlichen Ungarn; eine Epistel für den Landtag [o. O. [Hermannstadt] 1790, 8°., 72 S.). – Trauerrede und patriotische Gedanken bei dem Grabe Josephs II., römischen Kaisers. Von Friedr. Freyh. v. d. Trenck (s. l. 1790, 8°., 32 S.). – Neue Art zu beten, für solche Gattungen von Menschen, die in den bisher bekannten Gebetbüchern keines finden können, welches ihrer Lieblingsmeinung buchstäblich angemessen ist. Von Friedr. Freyh. v. d. Trenck (Dresden, Gerlach 1788, 8°.). – Der entlarvte Priester, vielleicht noch zu rechter Zeit. Für Ungarns Landesväter. Aus des Trenck Feder und Hertzen (in Versen) (Pesth im Juli 1790, 8°., 13 S.). – Trenck’s Dichtergedanken in Ungarn für die Ausbreitung der Wahrheit (s. l. 1790, 8°., 13 S.). – Triumphlied und Gedanken am Namens- und Krönungstage Leopolds II., Röm. Kaisers als Erb-König von Ungarn (in Versen) (Pesth 1790, 8°., 12 S.). – Die mit Sehnsucht wartende Unterthanen auf die Ankunft ihres neuen Herrn in Ungarn (in Versen). Von Friedr. Freih. v. d. Trenck (Pesth 1790, 8°., 14 S.). – Hungarns Aufklärung unserer Zeiten in Gegeneinanderhaltung mit dem gegenwärtigen Landtage (Erlau 1790, 8°., 43 S.). – Trenck’s Empfindung bei seiner ersten Audienz am [150] 23. Märtz (in Versen) (Pesth 1790, 8°., 4 Bl.). – Gebet der ungarischen Landstände in Ofen. Von Trenck (im Juli 1790, 8°., 14 S.). – Briefe und Begebenheiten Alexanders von Schell, eines Freundes des Barons von Trenck. Nebst seinem Testamente und einigen von ihm hinterlassenen Werken. Theil I und II (Lübeck 1790, Donatius, 8°., I: 128 S.; II: 143 S.]. – Denkmal und Trauerrede bei dem Grabe Laudon’s. Von Friedr. Freyh. v. d. Trenck (Ofen und Wien 1790, 8°.). – Trenk emlékeztető jele, és halotti Beszédje a’ mi kedves Laudonunknak Sírja felett (Pesten 1790, 8°., 32 S.). – „Antwort an den elenden Entlarver des Trenck“ (Pesth 1790, 8°.). – Nota der hiesigen Löbl. Statthalterey an das Königl. Generalcommando, die Confiscation meiner Bilanx betreffend und meine Antwort und Verantwortung. Im September 1790 (s. l. 1790, 8°., 8 S.). – Nachtrag zur näheren Beleuchtung der Bilanx u. s. w. Zweytes Heft (s. l. 1790, 8°, 94 S.). – Gebet, welches vermuthlich ein großer Theil der ungarischen Bischöfe und Geistlichkeit gegenwärtig in Geheim u. s. w. beten wird. Aus des Trenck’s Gebetbuche, S. 60 und 90 treu copirt (Pesth 1790, 8°., 16 S.). – Könyörgés, mellyet kétség kívül a’ Magyar-Országi Püspököknek és Papoknak nagy része most titkon, és bizonyosan nem felszóval fok imádkozni etc. (s. l. et a., 8°., 8 Bl.). – Trenck’s Monatschrift für das Jahr 1792. 12 Hefte (Hamburg und Altona, kl. 8°., 1136 S.). [Von Friedrich Heinrich Bispink herausgegeben und bei Doll in Wien erschienen.] – Friedrichs Freyherrn von der Trenck Gedicht bey der Uebersicht seines Schicksals, da er nach 43jähriger fruchtloser Arbeit aus Wien so wie Bellisar aus Constantinopel reisete. Allen redlichen noch freyen Deutschen, die meine Geschichte mit Gefühl gelesen haben, gewidmet. In Wien gedacht, in Berlin geschrieben, in Hamburg bearbeitet, in Rom confiscirt und gedruckt in Altona im Juni 1792 (8°:, 32 S.). Findet sich auch eine Ausgabe: Berlin, bei Belitz 1797 angeführt.
IV. Schriften anläßlich Trenck’s, auf, über und gegen ihn. Wahrhafte Beleuchtung der Lebensgeschichte des Freyherrn von der Trenck, wider die Beschuldigungen gegen Friedrich den Großen, von einem Brandenburgischen Patrioten. Neue revidirte und mit der Beleuchtung des dritten Theils von Trenck’s Lebensgeschichte vermehrte Originalausgabe (Lausanne 1787, 8°., 4 Bl., 120 S.). [Das Vorwort ist unterzeichnet: A - - -; der wahre Druckort soll Leipzig sein.] – Ueber den Charakter und die Schicksale des Freiherrn von der Trenck und über den Ton, der in den Schriften desselben herrscht (Berlin, Petit und Schöne, 1787, kl. 8°., 24 S.). [Als Autor ist ein J. G. B. unterzeichnet.] – Anti-Trenck oder Fragmente zur Charakteristik des Großen Königs von Leopold Baron Hirschen, einem seiner Verehrer (Potsdam 1788, 8°., 59 S.). – Etwas über die Beleuchtung der Trenck’schen Lebensbeschreibung (Berlin, Petit und Schöne, 1788, 8°., 48 S.). [Am Schlusse unterzeichnet: J. G. B. wie unter Jahr 1787 die Schrift: „Ueber den Charakter und die Schicksale u. s. w.] – Bilanx zwischen des Monarchen und der Kirchengewalt, so wie sie der Trenck abwägt (o. O. [Hermannstadt] 1790, im Jul., 8°., 56 S.). – Der entlarvte Trenk, vielleicht noch zu rechter Zeit. Für Ungarns Landesväter aus eines ungarischen Patrioten Feder und Herzen (Pesth 1790, 8°., 20 S.). [Der anonyme ungarische Patriot ist der Servitenmönch Leo Szeitz.] – Ein paar Worte über die Trenckische Trauerrede am Grabe Josephs II. Von Trink (Wien 1790, 8°., 24 S.). [Trink ist ein Pseudonym.] – Trenckii Bilanx, pondere vacua (s. l. 1790, 8°., 39 S.). [Verfasser dieser anonym erschienenen Schrift ist der berühmte ungarische Jesuit Stephan Katona (Bd. XI, S. 35).] – Bilanx inter potestatem Imperantis et Ecclesiae prout illam Trenck ponderat. Cui cum line adnectitur Sacerdos delarvatus etc. (s. l. 1790, 8°., 64 S.). – Sera Trenkii poenitudo seriaque libellorum infamium retractatio (s. l. 1790, 8°., 4 Bl.). – Zu Trenck’s Lebensgeschichte Beyträge, Beleuchtungen und rechtliche Urkunden (Wahrheitsburg, bey den Gebrüdern Ehrlich und Redlich, 1793, 8°., 393 S.). [Ist gegen einen 1792 zu Altona erschienenen Nachtrag zur Lebensgeschichte Friedrichs Freyherrn v. d. Trenck gerichtet, von Joh. Jul. Gabelhofer verfaßt und in Pesth gedruckt. Nach Julius Petzholdt aber wäre diese Schrift von Friedr. Heinr. Bispink herausgegeben und bei Doll in Wien erschienen.] – Sendschreiben an den National-Convent und den Jacobiner-Club in Paris, den berüchtigten Freyherrn Friedrich v. d. Trenck [151] betreffend (o. o. 1793, 8°., 16 S.), [Ist unterzeichnet: Johann Gottlob Semmler, Leipzig 1793.] – Charakter-Züge des Freyherrn Friedrich von der Trenck und Vertheidigung wider den vierten Theil seiner Lebensgeschichte, zu noch mehrerer und völliger Entlarvung desselben, durch notarialiter beglaubte Urkunden und seine eigenhändigen Briefe erwiesen von Johann Gottlob Semmler (Halle. Renper; Leipzig, Verfasser, 1794, 8°., XVI und 130 S., mit Anhang, 76 S.). – Trenck életének helybe-hagyása [Verse] (s. l. et a., 8°., 4 Bl.). – Szerentsét kivánó Versek a’ Magyarokhoz, mellyeket Német nyelven irt B. Trenk Friderik és Magyar de más forma versekbe foglalt Gy. Cs. (1790, 8°., 4 Bl.). [Die Abkürzungen Gy. Cs. des Autors bedeuten György Csépán.) – Trenck Báró Fridrich. Szomorú beszéd és hazafiui gondolatok a Második Jósef Romái Császár felett, mellyeket magyarra fordított Gy–cs–i (s. l. 1790, 8°., 24 S.). – A’ Trenk tsúfos ember [in Versen) (s. l. 1790, 8°., 7 Bl.). [Der anonyme Verfasser dieses Gedichtes heißt Wolfgang Tóth, dessen in diesem Lexikon im XLVI. Bande, S. 245, ausführlicher gedacht ist] – Mérő Serpenyő mellyel a’ fejedelem’ és a’ Papság Hatalmát öszvemérte Trenck (s. l. 1790, 8°., 52 S.). – A’ Trenk mérő Serpenyőjének öszvetörése (Pesten 1791, 8°., 61 S.). [Der anonyme Verfasser dieser und der folgenden Schrift ist der ungarische Servitenmönch Leo Szeitz, ein besonders streitbarer Ordensmann, dessen dieses Lexikon im XLII. Bande, S. 7, gedenkt.]
V. Einzelnes zur Biographie Friedrichs von der Trenck. Berliner Revue, XLVIII. Bd. (1867), im 11. Hefte: „Trenck’s Fluchtversuche“. – Gräffer (Franz). Josephinische Curiosa... (Wien 1848, I. Klang, 8°.) III. Bändchen, S. 188–196: „Begegnungen mit Friedrich von der Trenck; Josephs Antwortschreiben an ihn“. – Magazin für die Literatur des Auslandes. Von J. Lehmann (Berlin, schm. 4°.) 1841, Nr. 37: „Trenck vor dem Revolutions-Gericht“. [Aus „Le Droit“ nachgedruckt in der „Didaskalia“ (Frankfurt, 4°.) 1841, Nr. 91–93 und öfter.] – Mémoires de Linguet et de Latude suivis de documents divers sur la Bastille et de fragments concernant la captivité du Baron de Trenck. Avec avant-propos et notes par Fs. Barrière (Paris, Didot frères, fils et Comp., 1866, gr. 12°, 2 Bl., 385 S.). [Auch als XXVIII. Band der Bibliothèque des Mémoires relatifs a l’Histoire de France pendant le 18e. Siècle avec avantpropos et notes par Fs. Barrière.] – Nachtseiten der Gesellschaft (Leipzig 1851, Wigand, 8°.) II. Serie, VII. Bd., S. 96–160: „Aus dem Leben des Baron Trenk“. – Der Tempel des Nachruhms oder Sammlung kurz verfaßter Lebensgeschichten großer ausgezeichneter Militärpersonen, Staatsminister u. s. w. (Wien 1797, J. G. Binz, 8°.) Bd. I, S. 161 u f.
VI. Friedrich von der Trenck in der Dichtung (Roman, Erzählung). Friedrich von der Trenck. Historischer Roman von A. von L. Bd. I–III (Celle, Schulze, 1860, kl. 8°.; Bd. I: 214 S.; Bd. II: 235 S.; Bd. III: 244 S.; neue Titelausgabe ebd. 1868). – Hohe Liebe. Aus dem Leben des Freiherrn Friedrich von der Trenck. Historischer Roman mit Genrebildern aus Friedrich des Großen Hof- und Kriegsleben von H. E. R. Belani. Theil I–III (Leipzig, Fritsche, 1853, 8°.; Theil I: X und 279 S.; Theil II: 1 Bl., 283 S.; Bd. III: 1 Bl. 320 S.) [Der wahre Name des Verfassers ist: Karl Ludwig Haeberlin.] – Gartenlaube. Herausgegeben von Robert Keil (Leipzig, 4°.) 1860, Nr. 19 bis 22: „In den Casematten von Magdeburg“. Von Levin Schücking. – Dieselbe, 1860, Nr. 36–39: „Der Arcier“. Erzählung von Levin Schücking. – Dieselbe, 1863[WS 1], Nr. l, S. 8–11: „Des Freiherrn von Trenck letzte Stunden“. Nach den Acten des Droit public und archivarischen Mittheilungen. Von George Hiltl. [Nachgedruckt in der „Marburger Zeitung“, 1868, Nr. 155 und 156 und im „Nikolsburger Wochenblatt“, 1864, Nr. 33 bis 36.] – Dieselbe, 1861, Nr. 3–5: „Der Festungs-Commandant“. Erzählung von Levin Schücking. [Schließt sich an dessen „Huszar und Pandur“ an.] – Dieselbe, 1865, S. 6 und 7: „Trenck’s Gefängnißbibel und ihre Blutschrift“. – Robert (Clemence). Le Baron de Trenk la fiancée de la Cour (Paris 1865) II tomes. – Le Baron de Trenck par Octave Féré et D. Saint Yves. I–X (Paris [Naumbourg a. S. Paetz.] 1865, 16°; jedes Bändchen von I–IX à 160 S.; X: 135 S.). [Bildet Nr. DCCCII–DCCCXI der „Bibliothèque choisie“.]
VII. Porträte. 1) Ganze Figur in Silhouette, 8°. Adam fec. – 2) Füger p. F. Huot sc. [152] 1780. – 3) Mansfeld del. Le Bert sc. (ganze Figur im Gefängniß, 8°.). – 4) Linder p. J. G. Mansfeld sc. (8°.). – 5) J. Markin sc. (8°.). – 6) Unterschrift: „Friedrich von der Trenck“. Gustav Zumpe (Zwickau, b. d. Gebr. Schumann, 4°.). – 7) Holzschnitt ohne Angabe des Zeichners und Xylographen in der Keil’schen „Gartenlaube“, 1863, S. 9[WS 2] [von Thumann?]. – 8) Unterschrift: „Fridrich Freiherr von der | Trenck. Herr der Herrschaft | Zwerbach und Grabeneck in | Oestreich und Erbherr auf Groß- | Scharlach in Preußen, | geboren 1726 in Königsberg“. Ohne Angabe des Zeichners und Stechers. In Medaillon-Format. Ueber dem Kopfe im Gürtel: „Semper idem“. 8°. (sehr selten). –
VIII. Zur Literatur über Trenck. Catalogus Bibliothecae hungaricae Francisci com. Széchenyi Tomus I. Scriptores hungaros et rerum hungaricarum typis editos complexus (Sopronii 1799, typis Siessianis, 8°.). Pars II, p. 478–482 Suppl. I, p. 575; Suppl. II, p. 521. – Denina (Karl Joh. Maria). La Prusse littéraire sous Frédéric II. (Berlin 1790 und 1791, Rottmann, gr. 8°.) tome III, p. 409–415. – Goldbeck (Joh. Fr.). Literarische Nachrichten von Preußen (Berlin, Leipzig, Dessau 1781–1783, Gel. Buchhandlung, 8°.) Theil I, S. 200; Theil II, S. 185 und 269. – Kayser (Christian Gottlob). Vollständiges Bücher-Lexikon, enthaltend alle von 1750 bis Ende des Jahres 1832 in Deutschland und in den angrenzenden Ländern gedruckten Bücher (Leipzig 1835, Schumann, 4°.) Bd. V, S. 468, und Bd. VI: Anhang. Schauspiele, S. 103. – Meusel (Johann Georg). Lexikon der vom Jahre 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller. Ausgearbeitet von – – (Leipzig 1815, Gerhard Fleischer der Jüngere, gr. 8°.) XVI. Bd., S. 118–122. – Oettinger (Edouard Maria). Bibliographie biographique universelle (Bruxelles 1854, J. J. Stienon, schm. 4°.) tome II, Sp. 1801 und 1802. – Petzholdt (Julius Dr.). Neuer Anzeiger für Bibliographie und Bibliothekwissenschaft (Dresden, Schönfeld, 8°.) Jahrg. 1865, S. 97–104, 137–139, 233–237 und 325: „Die Literatur über Friedrich v. d. Trenck“. – Derselbe, 1866, S. 154, Nr. 379. – Derselbe, 1867, 4. Heft: „Die verdächtige Trenkschrift“ – Derselbe, 1870, Heft 2, S. 38–41 und Heft 3, S. 79–84: „Die Literatur über Friedrich v. d. Trenck“. – Petzholdt (J.). Fr. v. d. Trenck’s Erzählung, seiner Fluchtversuche aus Magdeburg. Nach Trenck’s eigenhändigen Aufzeichnungen in dessen gegenwärtig im Besitze Sr. Majestät des Königs Johann von Sachsen befindlichen Gefängniß-Bibel wortgetreu herausgegeben von – –. Nebst einer bibliographischen Uebersicht der Trenck-Literatur, einer Beschreibung der Trenck-Bibel und des Trenck-Bechers, sowie einem Titelbilde (Dresden 1866, G. Schönfeld’s Buchhandlung [C. A. Werner], br. 12°., XXVIII und 76 S.). [S. VI–XIII enthält wohl die vollständigste Uebersicht der bis 1866 erschienenen Trenck-Literatur, chronologisch geordnet, welche der in diesem Werke zu Grunde gelegt und vervollständigt ist. Das Titelbild ist eine Copie des Bildes 2 auf dem im Besitze des Königs Johann von Sachsen gewesenen Trenck-Becher und stellt Trenck in Ketten dar, vor ihm die Vernunft mit einem Lichte. Man nimmt dieses Bild als eine symbolische Darstellung, nach welchem die weibliche Figur als Prinzessin Amalia zu deuten wäre, welche ihr Bruder König Friedrich II. mit einem Prinzen von Mecklenburg, dessen Wappen auch auf dem Bilde zu sehen ist, zu verheiraten die Absicht hatte. Vergl. Zarncke’s „Centralblatt“, 1867, Nr. 34, Sp. 934.] – Quérard (J. M). La France littéraire ou Dictionnaire bibliographique des savants, historiens et gens de lettres ec. ec. pendant les XVIII et XIX. Siècles (Paris 1838, Firmin Didot frères, 8°.) tom. IX, p. 547.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: 1861.
  2. Vorlage: „Gartenlaube“, 1861, S. 9.