Hannoversches Namenbüchlein

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Autor: Hoffmann von Fallersleben
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Titel: Hannoversches Namenbüchlein
Untertitel: Einwohner-Namen der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Hannover, nach ihrer Bedeutung geordnet und erläutert
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Erscheinungsdatum: 1852
Verlag: Karl Rümpler
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Erscheinungsort: Hannover
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Quelle: MDZ München, Commons
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[I]

Hannoversches Namenbüchlein.

Einwohner-Namen

der

Königlichen Haupt- und Residenzstadt

Hannover,

nach ihrer Bedeutung geordnet und erläutert

von

Hoffmann von Fallersleben.



Hannover.

Karl Rümpler.

[II]
Schrift und Druck von Fr. Culemann.
[III]

Karl Gödeke

zur

Erinnerung

an die Märztage 1852 in Hannover.



[V] Die Sprachforschung findet in unseren Namen ein noch wenig bearbeitetes, aber ergiebiges Feld. Die bisherigen Versuche zeugen mehr von dem guten Willen als der Befähigung derer, die sich damit befaßt haben. Nachdem die deutsche Sprachforschung festen Grund und Boden gewonnen hat, darf nicht mehr so in’s Blaue hinein etymologisiert, gedeutelt und erklärt werden; und selbst das Scharfsinnige und Witzige wird nur dann auf Anerkennung rechnen können, wenn es sich als wahr oder wenigstens wahrscheinlich bestätigen läßt. Darum ist es nothwendig, zu den ältesten Formen der Eigennamen zurückzugehen und sie vor allen Dingen urkundlich nachzuweisen. Das ist leider bis jetzt erst wenig geschehen und gerade da nicht, wo man es am ersten erwarten durfte. Graff in seinem althochdeutschen Sprachschatz, der doch von seinen Freunden für so erschöpfend ausgepriesen ward, genügt keinesweges; er führt zwar viele Eigennamen an, aber ohne allen weiteren Nachweis: wir erfahren weder Zeit noch Gegend, welchen sie angehören, [VI] noch die handschriftliche Quelle, wodurch die Form als richtig bestätigt wird.

Wie nothwendig es ist, auf unsere alte und selbst älteste Sprache zurückzugehen, wird klar, sobald man nur einen Blick thut in den großen und mannigfaltigen Reichthum unserer Eigennamen. So verdorben, so unkenntlich manche mit der Zeit geworden sind durch Mißverständniß und schlechte Aussprache und Schreibung, sie lassen sich doch auf ihre ursprüngliche Form meist zurückführen und erhalten durch die alte Sprache ihr Verständniß. Beispiele der Art finden sich genug in meinen Worterklärungen, die wenn auch nicht alle doch gewiß großentheils richtig sind.

Ursprünglich waren sicherlich die meisten Namen in Norddeutschland rein niederdeutsch. Nach der Reformation aber, als das Hochdeutsch in Schule und Kirche, besonders seit dem Anfange des 17. Jahrhunderts auch in den hannoverschen Landen die Oberhand erhielt, wurde die Schrift- und die Kirchensprache hochdeutsch, und die Sprache der Gebildeten wendete sich dem Hochdeutschen immer mehr zu. Auch die Namen erhielten allmälich eine hochdeutsche Form. Diese Umwandelung der Namen geschah übrigens nicht immer vollständig: bei Zusammensetzungen ist oft nur der eine Theil hochdeutsch geworden, während der andere in seiner alten Form verblieb. Spuren davon sind nicht unhäufig:

Holzgreve. Gropengießer. Katenhaus. Cassebaum. Mahnkopf. Mohnkop. Hodemacher. Rühmekorb. Eickenschloss.

[VII] Neben der hochdeutschen erhielt sich aber trotzdem noch manche niederdeutsche Form: so finden sich denn neben einander:

Schulze und Schulte. Pfaff und Pape. Graf und Greve. Fiedeler und Fedeler. Drechsler und Dreyer. Keßler und Kettler. Kaufmann und Kopmann. Müller und Möller. Pfeiffer und Pieper. Pflüger und Plöger. Schäfer und Schaper. Schröter und Schröder, Schrader. Schütze und Schütte. Töpfer und Pötter. Zimmermann und Timmermann. Ziegler und Tegeler. Herz und Harte. Pfeffer und Pepper. Reiß und Ries. Scheibe und Schiebe. Wolf und Wulff. Fuchs und Voss. Baer und Bar. Mauß und Muhs. Gans und Gauß. Groß und Grote. Stolze und Stolte. Reich und Rieck. Rothe und Rode. Grüne und Grone.

Bei den früheren Einwanderungen aus den Niederlanden in die nördlichen Gegenden Deutschlands sind auch niederländische Namen mit eingewandert, die sich bei den mancherlei späteren Beziehungen dieser Lande zu einander und auch wegen der nahem Verwandtschaft beider Sprachen nicht allein erhielten, sondern wol noch gar vermehrten. Das Mittelniederländische und jetzige Holländische giebt daher oft überraschenden Aufschluß über Wörter, die den jetzigen Niedersachsen der Form und Bedeutung nach fremd sind.

Slavische Eigennamen finden sich dagegen nur spärlich; sie gehören gewiß einer jungen Zeit an und sind [VIII] wol mit den Namen Böhme, Pohle, Reuß später erst eingewandert. Es scheint bei der reindeutschen Bevölkerung norddeutscher Städte Grundsatz gewesen zu sein, den Slaven das Bürgerrecht zu verweigern. So fand ich in dem alten Stadtbuche zu Wismar aus dem 14. Jahrhundert unter den neuaufgenommenen Bürgern keine slavischen Namen.

Die zusammengesetzten Namen sind fast alle ältern Ursprungs. Hannover hat bei einer Bevölkerung von 44,000 Seelen nur 750 Juden und unter diesen nur einige Namen, die an jene schönen erinnern, welche sich die Juden wählten, als die neuere Gesetzgebung sie zwang, einen bleibenden, unwandelbaren Familiennamen anzunehmen, z. B. Edelstein, Goldschmidt, Blumenthal. Unter den „Allerlei Zusammensetzungen“ finden sich viele Namen, die in Folge schlechter Aussprache und Schreibung jetzt unklar geworden sind. Alte Urkunden, die noch über das 14. Jahrhundert hinausgehen, führen vielleicht zu der richtigen Form zurück und ermöglichen allein eine genügende Erklärung.

Die Zusammensetzungen mit Dorf, Dorp, Hof, Berg, Thal, Horn (Landspitze), Holz, Horst (Forst), Busch, Hagen, Wald, Bruch, Feld, Kamp (eingefriedigtes Feld), Stein, Bach, Beck (bêk nd. Bach) beziehen sich gewiß ursprünglich auf Örter, die aber jetzt gar nicht mehr alle vorhanden sind. Deutschland hat zu Zeiten großer lange anhaltender, verheerender Kriege und Fehden manche Örter eingebüßt, deren Namen heutiges Tages nur im Munde [IX] des Volkes oder in Urkunden oder als Benennungen einzelner Feldmarken und Wälder fortleben. Namentlich sind im 30jährigen Kriege auch im Norden viele Ortschaften auf diese Weise verschwunden.

Andere Zusammensetzungen sind offenbar entstanden, um die Genamen, die gleichnamigen Leute von einander zu unterscheiden. So ist der Kirchmeyer, der an der Kirche, der Obermeyer, Obermüller, der oben im Dorfe, der Bergmüller, der am Berge, der Nordmeyer, der an der Nordseite wohnt, der Ziegenmeier, der viele Ziegen hält, der Wittmeyer, der weiße, der Grobmeyer, der grobe Maier. Auf ähnliche Weise pflegt man irgend ein bezeichnendes Wort zur Unterscheidung gleichlautenden Eigennamen vorzusetzen, z. B. Thee-Werner.

Oft werden auch nur bei häufig vorkommenden Namen die Anfangsbuchstaben, besonders der Firma genannt und so heißt denn der eine Fischer der F. Fischer (Friedrich F.) zum Unterschiede von dem F. W. Fischer (Friedrich Wilhelm F.). Gewiß sind mit der Zeit manche Anfangsbuchstaben der Vornamen mit den Zunamen verwachsen und so erklärt sich vielleicht ein Abmeyer, Hameyer, Lameyer, Uhmeyer.

Die jetzige Schreibung ist ziemlich alt, sie stammt aber doch nur aus jener Zeit, als man nach Aufgeben der mhd. Schreibung eine neue einführte, die durch Verdopplung der Consonanten die vocalische Länge bewerkstelligen wollte und sich überhaupt in Häufung der Buchstaben gefiel, woran denn noch unsere gegenwärtige [X] sogen. Rechtschreibung gewaltig leidet. An vielen Namen ist auch das Streben sichtbar, die ursprüngliche Form zu verwischen und somit von einer dem Träger des Namens unangenehmen Bedeutung abzuleiten. Manches ist wol ganz absichtlos verderbt worden. Dahin rechne ich z. B. Lübrecht, Köller, Pöpper, Nölke, Krübbe, Wurlitz, Pasel, Schreuer, Knoph, Vogell, Finckh, Appenroth, Margenau, Schweinebarth, Klingebiel. Trotzdem ist Vieles in alter reiner Gestalt übriggeblieben und Vieles, dessen Entstehung klar am Tage liegt. Wie sich noch heutigen Tages die Handwerksburschen und die wandernden Tagarbeiter nach ihrer Heimath oder ihrem Vaterlande nennen, so geschah dies auch früher. Und so darf es denn auch nicht wundern, daß in einer Stadt wie Hannover, die schon seit lange für die Umgegend und das ganze Land, das jetzt nach ihm genannt wird, von großer Bedeutung ist, viele Einwohner mit hannoverschen Ortsnamen leben.

Eben so erklärlich sind die Namen nach den verschiedenen Lebensberufen, nach Ständen und einigen Ämtern und Würden, so wie nach den Namen der Heiligen, die in der christlichen Kirche verherrlicht und gefeiert werden.

Es bleibt aber noch eine große Anzahl Namen übrig, die gewiß nur als Spitznamen (Ekelnamen) oder Spottnamen betrachtet werden müssen. Scherz, Witz, Laune, Spott, Groll, Feindschaft und Fehden wurden Namenerfinder: alle Naturreiche, Himmel und Erde, die ganze [XI] sinnliche und übersinnliche Welt mußten ihr Scherflein beisteuern, und so leben denn Namen fort, die früher gewiß nicht so böse aufgenommen wurden, denn hochangesehene Geschlechter waren und sind die Träger derselben, Namen, die heute aber für höchst anstößig gelten und unter Umständen als Schimpf- und Scheltwörter zu Injurienprozessen führen könnten.

Auch die alte Sprache hatte ihre Scheltworte, die zum Theil gesetzliche Buße nach sich zogen, s. Grimm Rechtsalterth. 643 ff. Viele derselben finden sich unter unsern Namen wieder: Laß, Schalck, Schelm, Reuber, Hundt, Hase, Fuchs, Bigge, Nickel, Geier, Bollich, Freimann, Kerl, Bube, Düwell, Budde. Es muß also wol mit der Zeit die schlimme Bedeutung, wenigstens das Ehrenrührige darin verschwunden sein, so wie man denn auch jetzt noch, freilich mit einem Zusatze scherzend und liebkosend sagt: du loser Schalk, du kleiner Schelm, guter Kerl, lieber Bube. Durch den täglichen Gebrauch der Namen verlieren dieselben auch ihre ursprüngliche Bedeutung und Niemand denkt sich weiter etwas dabei, wenn ein Pastor Wolf predigt, ein Advocat Fuchs einen Prozeß führt, ein Hauptmann Hase in den Krieg zieht, ein Capellmeister Fein dirigiert, ein Professor Krebs dociert, ein Apotheker Wunderlich dispensiert.

Wie an jedem Orte, in jeder Landschaft gewisse Namen vorherrschend sind, so auch in Hannover. Im J. 1851 gab es 234 einfache Meyer (darunter 3 Meier, 3 Mejer, 1 Maier, 1 Mayer und daneben noch 211 [XII] zusammengesetzte. Das häufige Vorkommen dieses Namens ist erklärlich aus dem im Hannoverschen üblichen Maierthume; im Lüneburgischen bestand für die Maiergüter ein besonderes Gericht, das Maierding. Die Hundertzahl erreicht nur noch der Name Müller, es gab deren 109. Die dann folgenden sind 81 Schmidt und 51 Brandes. In den von Handwerken abstammenden Namen macht sich das Niederdeutsche wieder geltend: während sich nur 9 Schneider zeigen, kommen 49 Schrader vor, was dasselbe bedeutet, es ist nur die nd. Form von Schröter, doch auch dies ist verniederdeutscht und so finden sich denn 29 Schröder neben nur 3 Schröter. Die sonst noch häufigsten Namen folgen sich also: 40 Hartmann, 38 Borchers, Ehlers, 37 Koch, 33 Fischer, 31 Evers, 29 Giesecke, Krüger, 28 Bode, Heine, Reinecke, 27 Weber, 24 Bartels, Becker, Behrens, Busch, Lampe, Schaper, Wolf, 23 Ahrens, Günther, Rehbock, Sievers, 21 Engelke, Grote, Rode, Sander, Voges, 20 Warnecke, Wedemeyer u. s. w. Überall das Niederdeutsche vorherrschend. Auffallend, daß das städtische Gewerbe so wenig vertreten ist: Becker 24, Beck 4; Brauer 2, Breuer 7; Krüger 29; Schlachter 1, Knochenhauer 1; Wagner 4, Wagener 9; Rademacher 1; Böttcher 4, Böttger 7, Bödeker 7, Böcker 8; Drechsler 5, Dreyer 17; Gerber 7; Färber 1; Schumacher 5, Schuster 3, Schubart 1, Schubert 1; Seiler 4, Röper 1. Dürfte die ursprüngliche Bevölkerung Hannovers in einzelnen Geschlechtern noch als fortlebend gedacht werden, so müßte [XIII] man annehmen, nach den wenigen Handwerkernamen, daß Hannover nur meist Ackerbau und Viehzucht trieb und daß auch seine wenigen Handwerker nur Ackerbürger waren, wie dies in den meisten kleinen Städten des Nordens noch der Fall ist.

Ursprünglich war gewiß mancher Name eins mit Beruf, Stand, Amt, Würde dessen der ihn führte. Dies Verhältniß mochte sich eine Zeit lang noch forterben. Später blieb der Name und das Übrige änderte sich. Unter den 222 Schneidern (oder wie sie das Adreßbuch nennet: Kleidermachern) Hannovers findet sich jetzt nicht einer mehr, der Schneider, Schröter, Schröder, Schrader heißt, und unter den Schuhmachern (warum nicht großstädtisch: Fußbekleidungsfabricanten?) ist kein Schuster, Schuhbüßer, Schubart vorhanden.

Besondere Berücksichtigung verdienen nun noch die Kleinformen (Diminutiva). Die alte und neue deutsche Sprache ist sehr reich daran und es leben in den verschiedenen Mundarten fast alle Formen und auch an den Eigennamen noch fort: -el, -l, -al, -arl, -erl, -li, -le, -la, (-lich, -lach), -chen, -ichen, -lein; niederländisch: -je, -tje, -etje, -pje, -kijn, -ken; niederdeutsch: -ken, -ing und -ling. Die beiden letzten Verkleinerungen sind noch in Meklenburg und Pommern allgemein gebräuchlich und sehr beliebt; schon Grimm Gr. 3, 683 hat ihrer kurz gedacht. Besonders in Meklenburg ist eine wahre -ing-Verkleinerungssucht, die sich auch der Eigennamen bemächtigt hat: so heißt Ruding [XIV] Rudolf, Miling Emilie, Tiling Mathilde. Auch wenn man nicht eben scherzen und liebkosen will, ergeht es den übrigen Wörtern nicht besser: Väterchen ist Vatting, Mütterchen Mutting, und die Wirthschafterin, die sogenannte Mamsell auf den Gütern, heißt Selling. Sehr viele Eigennamen auf -ing stammen aus diesen Gegenden, und es schien deshalb lohnend, die hannoverschen alle zu sammeln. Bei vielen liegt die Erklärung sehr nahe: Clausing der kleine Claus, Hansing der keine Hans, Thiesing der kleine Matthias, Baring kleiner Bär, Schwiening kleines Schwein, Böhning kleine Bohne.

Noch bemerkenswerther ist eine nur den Vornamen eigenthümliche Kleinform, wenn nämlich bei zweisilbigen Wörtern die zweite Silbe ganz wegfällt und dann an die erste ein z gehängt wird. So entsteht aus Friedrich, Heinrich, Conrad, Gottfried: Fritz, Heinz, Cunz, Götz. S. Grimm Gr. 3, 689 ff. Die hierher gehörigen Wörter, deren Ursprung dunkel scheint, sind in den Worterklärungen besonders berücksichtigt.

Endlich muß noch der Imperativcompositionen gedacht werden, die sich in allen Gegenden Deutschlands unter den Eigennamen häufigst wiederfinden. Sie reichen bis ins Mittelalter hinauf und sind ein Zeichen des humoristischen und scherzhaften Geistes unseres Volkes. Das Zeitwort verbindet sich mit einer Partikel oder einem Hauptworte, wobei denn der Artikel in der Mitte oft sein d verliert. Die in Hannover vorkommenden sind folgende:

[XV]

Blievernicht. nd. blive dâr nicht, bleib da nicht.
Bukendahl. nd. buk ön dâl, beug ihn nieder.
Füllkrug. Fürchtenicht.
Hauenschild. Hauschild. haue den Schild.
Hauhardt. haue sehr.
Hebestreit. mhd. hebestrît, hebe den Kampf von neuem an.
Hotop. Hautop. (Hotopf.) nd. hôt op, Hut auf.
Kiesewetter. erspähe das Wetter! also Wetterprophet. kiesen, mhd. in der Bedeutung spähen, s. Grimm Gr. 4, 848.
Lathwesen. nd. lât wesen (Parc. 8461), laß sein.
Liebrecht.
Linneweh. mhd. linde wê, lindre Weh.
Mackenthun. nd. mâk den tûn, mach den Zaun.
Reibenstein. reibe den Stein.
Ristenpat. nd. rüste den pat, bereite den Weg.
Rühmekorf. Rühmkorff. Rühmekorb. nd. räume, mach leer den Korb.
Schickendans. nd. schicke den dans, ordne den Tanz an, laß aufspielen.
Spanuth. nd. span ût, spann aus.
Stürzekarn. stürze den Karren, kippe ihn über.

Dahin gehören auch wol noch Dempwolff, Hubensack, Stichnoth.

Diese zum Theil wunderlichen Wortbildungen haben bis jetzt noch keine genügende Berücksichtigung gefunden. Besprochen sind sie zuerst und mit Beispielen aus verschiedenen Jahrhunderten belegt von Grimm 2, 961. [XVI] 962. 1020. Nachträge dazu gab v. Meusebach „Zur Recension der deutschen Grammatik“ (Cassel 1826).

Auch alten Ursprungs und in grammatischer Beziehung beachtenswerth sind auch die genitivischen Eigennamen. Sie müssen durch Familie oder Haus ergänzt werden. Noch jetzt sagt man Müllers, Meiers und versteht darunter die zur Familie Müller, Meier Gehörigen; Müllers sind dagewesen; ich war bei Müllers; ich komme von Müllers, und im Rheingau sagt man sogar ins Müllers sein, gehen etc. Zu den hannoverschen genitivischen Namen gehören z. B. Ahles. Albes. Alves. Alwes. Barteldes. Beimes. Börges. Borges. Brandes. Cleeves. Conrades. Cordes. Dörries. Dommes. Dyes. Grages. Harmes. Hennies. Herdes. Hermes. Jürges. Jukes. Klages. Lages. Laves. Lindes. Loges. Lülves. Marcordes. Melles. Menges. Nottes. Rahlwes. Rulffes. Schmedes. Sorges. Verges. Voges.

Nun noch Etwas über meine Quelle. Die Namen sind alle entlehnt aus dem „Adreßbuch der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Hannover und ihrer Vorstädte. Hannover, Verlag der Lamminger’schen Buchdruckerei (F. Klindworth)“ und zwar aus den Jahrgängen 1849, 1850 und 1851. Sind die Namen darin nicht richtig, so bin ich außer aller Verantwortung, das Buch hat einen amtlichen Charakter und ist vortrefflicher eingerichtet als viele seines Gleichen.

Die in den Worterklärungen vorkommenden Abkürzungen sind die seit Grimm allgemein angenommenen: [XVII] ahd. althochdeutsch, mhd. mittelhochdeutsch, mnl. mittelniederländisch, nd. niederdeutsch, obd. oberdeutsch, holl. holländisch u. s. w. Die angeführten Bücher sind aus unsern Sprachwerken hinlänglich bekannt.

Nach dieser kurzen Einleitung mag die wissenschaftliche, die ernste Seite dieses Büchleins gerechtfertigt erscheinen. Über seine scherzhafte Seite will ich weiter kein Wort verlieren. Der Scherz findet sich überall ein, wie von selbst, ganz ungebeten, und oft sogar wider unseren Willen und macht sich überall geltend. Er ist ein so treuer Kamerad des Ernstes, daß unsere Vorfahren beide auch immer gern zusammen ließen: sie mischten ihren ernsten Geschichten jedesmal die gehörige Anzahl lustiger bei, die denn auch mit Recht den Titel: Scherz und Ernst, verdienten; auch gaben sie nie ein Trauerspiel allein zum Besten, es mußte immer ein Freudenspiel hinter drein kommen.

So möge denn auch dieses Namenspiel auf altdeutsche Art und Weise aufgenommen werden und allen Hörern und Sehern ein namenloses Vergnügen bereiten.

Neuwied, 24. Mai 1852.

H. v. F.     



[1]
Vornamen.


Abraham. Adolph. Alban. Albert. Albrecht. Alexander. Andree. Anton. Armgardt. Arnold. Asmus.

Baldamus. Beate. Bendix. Benjamin. Bernhard. Berndt. Bruno. Burghard.

Cäsar. Christoph. Claus. Clemens. Clodius. Cludius. Conradt.

Danckwerth. Daniel. David. Dethmar. Dettmer. Dittmar. Dietrich. Diederich. Ditzel.

Eberhard. Ehrenreich. Engelbrecht. Engelhardt. Erdmann. Erich. Ermold. Ernst. Ewald.

Felix. Focke. Franz. Friederich. Fritz.

Gabriel. Gebhardt. Gerhard. Gerold. Götz. Götze. Gotthard. Gottschalck. Grethe.[1] Günther.

Hänsel. Hanne. Hartleb. Hartwig. Helmold. Helmuth. Henze. Hinze. Herrmann. Hildebrand. Hubert.

Jacob. Jansen. Jasper. Joachim. Johannes. John. Jonas. Jordan. Jost. Jütte. Just. Justus.

Ilse.

Klaus. Kunze.

[2] Laurenz. Lorenz. Lazarus. Leo. Leonhardt. Leopold. Liebrecht. Ludewig. Lutz. Lotz. Ludolff. Luthart.

Magnus. Marcus. Markwort. Martin. Matthäus. Matthias. Matthies. Melcher. Moritz.

Orban. Othmer. Otto. Ottilige.

Paul. Peter.

Quintus.

Reichardt. Reinhardt. Reinhold. Rieke. Rubrecht. Rudolph.

Salomon. Sebald. Siegmund. Simon. Stephanus.

Thies. Thomas. Thoms.

Ulrich.

Victor. Vieth. Vincens.

Walther. Wenzel. Werner. Wilhelm. Wolffgang.

Zacharias.


Aemter, Würden, Stand.

Kaiser. König. Herzog. Margraf. Prinz. Canzler. Droste. Landvoigt. Richter. Rath. Rathmann. Hogrewe. Vogt. Voigt. Baumeister. Waldvoigt. Förster. Holzgreve. Bauermeister. Schulz. Schulze. Schulte. Schreiber. Schaffer. Wächter. Constabel. Portier. Pförtner. Freimann. Wehrmann. Wahlmann.

Bürger. Börger. Stadtmann. Bauer. Pauer. Hübener. Hofbauer. Kathmann. Häußler.

Herr. Diener. Wirth. Gast. Meister. Schüler. Mann. Bursch. Kerl. Bube. Junge. Jünke. Zöfgen.

[3] Edler. Ritter. Graf. Greve. Grewe. Herhold.

Hoffmeister. Hofschneider.

Pabst. Bischof. Pfaff. Pape. Papen. Probst. Deeken. Kirchner. Oppermann. Küster. Köster. Münch. Monk. Nonne.


Lebensberufe und Beschäftigungen.

Ackermann.

Bacmeister. Bader. Bauer. Beck. Becker. Bergmann. Bierwirth. Bleicher. Böttcher. Böttger. Bödeker. Bomhauer. Bothe. Both. Bode. Bade. Brauer. Breuer. Brettschneider. Büttner. Böttner.

Döscher. Drechsler. Dreyer.

Erzgräber.

Färber. Fiedeler. Fiedler. Fedeler. Fischer. Fleischer. Fütterer. Futtermenger.

Gärtner. Geißler. Gerber. Goldschmidt. Gropengießer. Gürtler.

Hauer. Hirt. Herter. Harder. Hodemacher.

Jäger. Isenschmid.

Kannengießer. Kaufmann. Kellner. Keßler. Kettler. Kestner. Kistner. Kleinschmidt. Knochenhauer. Koch. Köhler. Kopmann. Krämer. Kramer. Krieger. Krüger. Küper.

Mäckler. Mahler. Marstaller. Messerschmidt. Mühlmeister. Müller. Möller.

Öhlschläger.

[4] Pauer. Peltzer. Pfannenschmid. Pfeiffer. Pieper. Pförtner. Pflüger. Plöger. Pötter.

Rademacher. Reuter. Riemschneider. Röper. Roskamp.

Sadler. Sänger. Schäfer. Schaper. Schaffer. Scheid­hauer. Scherer. Schlachter. Schlieper. Schmidt. Schneider. Schnitter. Schrader. Schröter. Schröder. Schütz. Schütze. Schütte. Schu­macher. Schuster. Schwertfeger. Seemann. Seiden­sticker. Seiler. Senne. Sölter. Spielmann. Spindler. Staudenhauer. Steiger. Steinmetz. Stührmann.

Tegeler. Timmermann. Töpfer.

Vogler. Vorhauer.

Wächter. Wagner. Wagener. Weber. Weißgerber. Wirth. Wollenweber. Wollweber.

Ziegler. Zimmermann.


Theile des menschlichen Körpers.

Haupt. Hövel. Kopp. Schädel. Mund. Müleke. Lippe. Kehle. Rache. Strote. Kropp. Cropp. Zahn. Haar. Haare. Barth. Flaksbart. Bicknese. Bauch. Brust. Herz. Harte. Ader. Rump. Panse. Knoke. Fäustchen. Knie. Behne. Beneken. Vaut. Beulcke. Schramme.


Lebensmittel.

Rindfleisch. Baake. Pfannekuchen. Pfannkuche. Strube. Wurst. Keese. Ranft. Knust. Bücking.

[5] Pfeffer. Pepper. Senf. Zucker. Salzkorn.

Grupe. Grupen. Reiß. Ries. Mues.

Appel. Behre. Rosin.

Schmand. Safft. Wein. Most. Würtz. Gose.


Wohnungen.

Huß. Huhs. Backhaus. Kuchel. Feuerheerd. Esse. Feuerhake. Kohlrost. Stub. Timmer. Bank. Fegebank. Hinterthür. Tenne. Hoff. Keller. Rinne. Strohdach. Balke. Thurn. Mühle. Feldhaus. Kothe. Katenhaus. Spielhaus. Butze.


Hausrath und Geräthschaften u. dgl.

Barte. Bindseil. Block. Bolte. Busse.

Felge. Feuerhake. Forcke.

Gläser.

Haake. Harke. Henkel. Holzkamm.

Kachel. Kanne. Kasten. Keil. Kette. Kiepe. Klemme. Knopf. Knüttel. Kober. Krampe. Krug. Kumme. Kunkel.

Lade. Lampe. Lehne.

Messer. Metz.

Nagel. Nause.

Öhse.

Pahl. Panne. Pickl. Pinne. Planck. Plate. Pott. Propf.

Ramme. Riebe. Riehm. Runge.

[6] Scheibe. Schiebe. Scheide. Scheidt. Schnur. Schweppe. Seckel. Sehlen. Sichel. Spannhake. Spannagel. Staаck. Stange. Stift. Stock.

Tubbe. Twele.

Wiege.


Geld.

Heller. Pfennig. Scherf. Schilling. Gröschel.


Kleidung

Langrock. Halbrock. Tappert. Wittrock. Weste. Felbel. Lappe. Windel. Peltz. Zitz. Flohr. Scharlach. Huth. Kappe. Timpe. Stiebel.


Kriegswesen.

Kriegk. Krieger. Wehr. Söltner.

Koller. Harnisch. Stahlhut. Schild. Peeck. Spies. Stock. Sporleder. Armbrust. Bolle. Pfeil. Kolbe. Coppel.


Schmuck.

Scharpe. Crone. Krone. Kranz. Rosenkranz. Kreutz. Parl. Rinck. Ringe. Spiegel. Schmelz. Schmink.


Himmel.

Himmel. Sonne. Mond. Nebel. Stoffregen. Sturm. Storme. Schlote.

Ost. Osten.

[7]
Erde. Gebirge.

Wege. Staub. Berg. Berge. Schantze. Nolle. Pick. Dahl. Dölle. Tölle. Tolle. Scholle. Kluth. Stein. Steingrand. Steingrube. Steinfeldt. Edel­stein. Marmelstein. Rubin. Thon. Schiever. Dühne. Insel. Brink. Aue. Röhrich. Wiesehügel. Wiese. Wiesen.

Stolle. Isenstein. Iser. Ihßen. Stahl. Schmelz. Nickel.

Salzkorn. Peck.

Gleichen. Hartz. Heimberg. Solling.


Wasser. Flüsse.

See. Bach. Dieck. Rinne. Spring. Rohrbach.

Donn. Drave. Hunte. Ilse. Reuß. Rohne. Saar.


Feuer.

Funk. Flamme. Brand. Kohle. Asche.


Jahreszeiten. Tage. Feste.

Frühling. Lenz. May. Sommer. Herbst. Winter. Hornung. Gutjahr.

Tag. Alltag. Sonntag. Freytag.

Pfingsten. Kirmes.


Pflanzenreich.

Holz. Baum. Stamm. Stuke. Tacke. Astholz. Holz­busch. Schierholz. Spahn. Spohn. Sommerlatt. [8] Eicke. Linde. Arbe. Kienholz. Kienast. Mandel. Nußbaum. Nüsse. Wiehe. Appel. Behre. Birnbaum. Holzapfel. Cassebaum. Pflaum. Palm.

Busch. Feldbusch. Hagen. Laube. Rosenbusch. Rose. Meyrose. Rosenstengel. Rosenstiehl. Hanebut. Dorn. Hagedorn. Heidorn. Staude. Kranewitter. Buschbaum. Heide.

Diestel. Hoppe. Sprute. Kohl. Kümmel. Senf. Mohn. Mahn. Mahnkopf. Mohnkop.

Blume. Strauß. Struß. Knolle. Lilie. Nelke. Velke.

Mente. Pimpernell. Wermuth. Grapp. Krapp. Bertram. Manngold. Immergrün.

Korn. Garbe. Kern. Körner. Gersten. Rockahr. Reiß. Ries. Wicke. Bohne. Böhning.

Graß. Klee. Rohr. Röhrich. Risch. Schelp. Hanff. Moß.

Kaiserling.


Thierreich.

Thier. Wildt. Feyh. Poten. Rüssel. Horn. Ziegenhorn.

Löw. Hengst. Wallach. Runne. Kracke. Starke. Ramm. Bock. Schaaf. Hammel. Hundt. Wolf. Wulff. Loss. Fuchs. Voß. Hase. Haase. Hirsch. Rehbock. Ricke. Eber. Eberlein. Baer. Bähr. Bähre. Bar. Bahr. Eichhorn. Kather. Katz. Mauß. Muhs.

Vogel. Flügel. Vittig. Fittje. Federlein. Pohse. Ey. Schnabel. Schnäbel.

[9] Adler. Habig. Greiff. Geier. Falcke. Kuckuck. Weyhe. Wiehe. Strauß. Storch, Uhle. Uhleke. Duve. Hahn. Huhn. Henne. Klucke. Küken. Kappuhn. Gans. Gante. Gauß. Specht. Stieglitz. Meese. Fink. Rabe. Kreie. Kreye. Elster. Lüning.

Kieme. Schuppe. Grath. Hering. Hecht. Bars. Sander. Schlie. Krebs.

Fliege. Fleig. Mügge. Schnake. Biene. Hummel.


Länder

Friesland. Mecklenburg. Oldeland. Sauerland. Wallis. Wendland.

Bayer. Böhme. Dehne. Dehn. Franke. Hesse. Hol­länder. Holste. Oldenburger. Peltzer. Pohle. Pommer. Preuß. Preuße. Reuß. Römer. Römeling. Sachse. Sasse. Schwabe. Schwab. Schweizer. Spanier. Unger. Westphale. Westphal.


Örter

Asseburg.

Bodenburg. Brakel. Breitenbach. Bromberg. Brüel. Bülow.

Cassel. Cleve. Creutzburg.

Driborg.

Eichstädt. Eisfeld. Erxleben.

Friedberg.

Gladbach. Graboh. Grevenstein. Griesbach.

[10] Halberstadt. Halle. Hamburg. Hamm. Heidelberg. Heil­bronn. Heimbach. Heimburg. Hohnstein. Hom­burg. Hornburg.

Kappenberg. Kiel. Klingenberg. Kloppenburg. Kronberg.

Lahr. Langenfeld. Lichtenberg. Lichtenthal. Limburg. Lübeck. Lochausen. Lüde.

Mandelsloh. Marbach. Maßlow. Meinberg. Metz. Meyenberg. Mirow. Mosbach. Münster.

Neuhaus. Neukirch. Neuß.

Oldenburg. Oldendorf. Oppen. Oppenheim.

Quenstedt.

Rachow. Rosbach. Rosenberg. Rosenheim. Rosenthal.

Sahlfeld. Salfeld. Sandau. Schaumburg. Schöneberg. Schöning. Seeberg. Seehausen. Sieburg. Soest. Sonnenberg. Spangenberg. Steinbach. Steinecke. Steinfeldt. Steinfurth. Sternberg. Stollberg.

Thürnau.

Wallerstein. Wismer. Wittenberg.

Zeitz. Zell. Ziegenhein.


Baseler. Berliner. Bremer. Caßler. Hildesheimer. Köllner. Meißner. Usinger. Sternberger. Wiener.


Hannoversche Örter.[2]

Adelebsen. Ahrbeck. Allendorf. Allwörden. Altendorf. Anderten. Angerstein.

[11] Barnstedt. Barthe. Basse. Behre. Beckedorf. Bekedorf. Bense. Bensen. Bente. Benterodt. Bergen. Bestenbostel. Biene. Bischof. Blume. Blumenhagen. Blumenthal. Bockhorn. Bode. Böhme. Bokelberg. Borgstedt. Borsum. Bosse. Bothmer. Bramsche. Brand. Braude. Breithaupt. Brink. Brock. Brock­hausen. Brockhoff. Buchholz. Bünte. Burdorf. Burgdorf. Busch.

Campe. Capelle. Cleve. Colshorn.

Dangersen. Dannenberg. Dassel. Dieck. Düring.

Egestorff. Eickhoff. Einem. Elend. Ellenberg. Eltze. Estorff.

Falkenberg. Falkenhagen. Feldhaus. Fleth. Frankenfeld. Frensdorff. Freudenthal. Friesland. Fuhrberg.

Gahlstorf. Gersten. Giehle. Giffhorn. Goslar. Grohne. Gronau. Grote. Grünewald. Grußendorf.

Haar. Hagen. Hagenberg. Hambrock. Hambruch. Hamm. Hansen. Hardenberg. Hasselhorst. Hattorf. Haverbeck. Heese. Heide. Heimbruch. Heine. Heise. Helmsen. Hemme. Hesterberg. Himstedt. Hinte. Höfer. Hohnholz. Holle. Hollenbeck. Holzhausen. Hoppenstedt. Hornbostel.

Iburg. Idensen. Ilsen. Imsen. Issendorff.

Klinge. Knesebeck. Kropp.

Langefeld. Langenbeck. Langenberg. Lauenstein. Lemcke. Lenthe. Lessel. Lichtenberg. Lindhorst. List. Lüchow. Lüder.

[12] Mackensen. Mahlstedt. Mandelsloh. Marenholtz. Mar­wede. Marwedel. Marx. Meding. Mehle. Meine. Mengershausen. Möhlenhoff. Mühle. Münder.

Nette. Neufeldt. Neuhaus. Neuland. Nolle.

Oberfeldt. Ohlendorf. Oldenburg. Osten. Osterloh.

Pattensen. Peine. Petersdorf. Plate. Poppelau.

Quernheimb.

Rahe. Rassau. Rautenberg. Raven. Reden. Reese. Rehwinkel. Reitze. Rheden. Ritsch. Rössing. Rosenbrock. Rosenkranz. Rosenthal. Rosin. Rott. Rühle.

Sander. Sarnighausen. Scharnhorst. Schierholz. Schlicht­horst. Schnackenburg. Schulenburg. Schwicheldt. Seehausen. Sieck. Siedenburg. Sonnenberg. Spahn. Spiegelberg. Sprengel. Stade. Staffhorst. Stein­brück. Steinfeldt. Steinwedel. Sternberg. Stock­hausen. Stöcken. Sudendorf.

Thun. Timke.

Ültzen. Uslar.

Vahlbruch. Visbeck. Vogelsang.

Wedel. Weißenborn. Westerhausen. Weyhe. Winzenborg.


Infinitive.

Achten. Bergen. Halsen. Hälsen. Köppen. Koken. Langen. Reden. Thun. Tuhten. Ziehen.


Imperative.

Brumm. Eyl. Kiek. Merks. Prelle. Rathe. Redet. Schreib. Walte. Wanke. Ziehe.

[13]
Imperativ-Compositionen.

Blievernicht. Bukendahl. Füllkrug. Fürchtenicht. Hauenschild. Hauschild. Hauhardt. Hebestreit. Hotop. Hautop. Kiesewetter. Lathwesen. Lieb­recht. Linneweh. Mackenthun. Reibenstein. Ristenpadt. Rühmekorf. Rühmkorff. Rühmekorb. Schickendans. Siedentop. Spanuth. Stürzekarn.


Ausrufe.

Harrjes. Hopp. Hollo. Schoch. Stopp. Buff. Klapp. Knack. Krack. Ratsch. Сortnum.


Partikeln.

Querüber. Hinüber. Jüngst. Weiland. Anderst. Wieters. Weil. Neben.


Eigenschaftswörter.

Groß. Grote. Klein. Kleine. Lüttge. Lütge.

Hoch. Lang. Langer. Kurz. Kurzer. Korte. Brede. Wieter. Kubick. Weniger.

Dicke. Fette. Vette. Hager. Rank. Kasch. Dürr. Kahle.

Wohlgemuth. Dralle. Munter. Fröhlich. Malle.

Keck. Kühne. Kühner. Köhne. Unverzagt.

Grobe. Grove. Unbescheiden. Stolz. Stolze. Stolte. Störig. Wrede. Grimme. Doll.

Abel. Leve. Traut. Innig. Teder.

Starke. Lohse. Wisse. Morsch.

[14] Willig. Stille. Strenge. Suhr.

Rasch. Rasche. Risch. Hille. Schnell. Schnelle. Wacker. Wildt.

Klug. Kluge. Kleuker. Weise. Schlu.

Jung. Neu. Ohle. Elter. Greiß.

Wahnschaff. Wanschaffe. Lieker. Krancke. Siek. Heiser. Scheele. Stumme. Leiser. Lieser. Stumpf. Krull. Kruse.

Schöne. Erber. Fromme. Recht. Guthe. Güttich. Best. Beste. Seelig. Seeliger. Heiliger.

Reich. Reiche. Rieck. Früh. Doht. Dodt. Erblich. Flügge. Harzig. Reiner. Ledig. Frie. Pralle. Kühle. Laue.

Bunte. Glander. Grelle. Blasse. Braun. Gehle. Grau. Horngrün. Grüne. Grone. Gröner. Roth. Rode. Rohde. Schwarz. Schwarze. Weiß. Schneeweiß. Witte. Blank. Blanke.


Hauptwörter.

Mann. Person. Kindervater. Tochtermann. Schwäger­mann. Vetter. Ohm. Neve. Tott. Schnur. Schwieger. Erbe.

Christ. Jüdel. Heide. Mohr.

Götze. Engel. Engelke. Düvel. Hühne. Wigand. Heldt. Troll.

Buhle. Freyer. Löffler. Stutzer. Schalck. Schelm. Scherzer. Kräckler. Krekeler. Denker. Klügel. Frömling. Rahter. Rathgeber. Reuter. [15] Springer. Renner. Schirmer. Schläger. Volger. Löhser. Leser. Preiser. Prieser. Stürmer. Kegeler. Reuber.

Siegel. Pass. Post. Schiff. Barke. Kirchhof. Kreis. Nahme. Schoppe. Seidel.


Abstracta.

Seele. Saacke. Wille.

Trauer. Kummer. Schauer. Freise. Wehmuth. Elend. Mühe. Sorge. Schade. Unruh.

Glück. Schick. Frischmuth. Rath. Trost. Ruhe. Friede. Landfried. Kriegk. Fehler.

Liebe. Kuss. True. Reitze. List. Grimm. Zorn. Wuth.

Recht. Wehr. Krafft. Ruf. Reden.

Jucks. Schwencke. Spiel. Trunck. Rausch.

Menge. Lücke. Spalt. Nothdurft. Maaß. Fraß.

Ziehl. Preis. Pacht. Wunder. Ritt.


Schöne Künste.


Reimer. Versmann. Stanze. Stanzen. Schwencke.

Sänger. Osänger. Triller. Spielmann. Harff. Flöter. Pfeiffer. Pieper. Trümper. Horner.

Täntzel.

Allerlei Zusammensetzungen.

Abbenthern. Achterkirchen. Ahlborn. Ahlschweig. Allerheiligen. Appenroth. Arenhold.

[16] Ballauf. Baurose. Benterodt. Bierschwale. Binnewies. Bleckwenn. Bodenstab. Borsiel.

Deichgard. Dempwolff. Dieckstahl. Drückhache. Dünnebeil. Düsterdieck.

Eichenwald. Eichwede. Eickenschloss. Eisendecher.

Faulhaber. Fettköter. Feuerhahn. Firnhaber. Freuden­burg. Froböse. Frohwein.

Giesewell. Godduhn. Goldenströhm. Gosewisch. Grau­han. Grimsehl. Großschupff. Großkurth. Grotehen. Grotewohlt. Grotjahn. Grüneklee. Grünewald.

Haarstick. Habenicht. Hackerott. Halberstern. Halen­beck. Hallensleben. Harseim. Hasenbalg. Haspel­math. Hattensaur. Haubitzober. Hegewald. Hege­wisch. Heidecker. Helmboldt. Heypeter. Hinkeldeyn. Hornkohl. Hotopf. Howind. Hubensack. Hübotter. Hundoegger. Hunstock. Hurkuck.

Imhülsen. Isenbart. Isenbiel.

Jammerrath. Jungblut. Jungesblut. Junghändel.

Kastendieck. Kauring. Kesselhuth. Kielpennig. Kirchweger. Kirschenbauer. Kistenbrügge. Klapproth. Klawitter. Kleindieck. Kleinrath. Klingsöhr. Knickhauer. Kohlrausch. Kohlrusch. Kranewitter. Kronjäger. Krumsieck. Krumwiede. Künemund.

Landewitsch. Langenau. Langenheinecke. Langenhennigs. Langrehr. Langriehl. Lathwesen. Lauen­roth. Ledebur. Leverkühn. Liebeschütz. Linne­kugel. Linneweh. Löhdefink. Lüssenhop.

[17] Mackenthun. Malzzahn. Marheinecke. Marhenke. Martersteck. Marwede. Mengedoht. Meßwarb. Mesenbrink. Meywerk. Möhlenbrock. Mohrbotter. Mohrlüder. Mohwinkel. Mollenhauer. Molthan. Mosengel. Mühlenbrink. Mühlenpfordt. Mundhenke.

Nauwerk. Nedderhuth. Neugebauer. Neuhaus. Neu­kirch. Neuland. Neuschäffer. Niebuhr. Niederhuth. Niederstadt. Niemack. Nieschlag. Nothholtz. Nothnagel.

Oberheu. Oberwahrenbrock. Offensand. Olrog. Oster­kam. Osterloh.

Piepenbrink. Pinkvoß. Poppelau. Potthast. Putt­kammer.

Quadfasel. Querüber.

Rackebrandt. Rebentisch. Rehwinkel. Reischauer. Rief­kohl. Ristenpadt. Roсkahr. Rodewaldt. Rohwoldt. Rosenbrock. Rosenhain. Rosenplenter. Rotermund. Rübenack. Rühmekorb. Rühmekorf. Rundspaden.

Sachtleben. Sagebiel. Sandau. Schickendans. Schlamelcher. Schlemilch. Schlevoigt. Schmalstich. Schmalzbauer. Schnellradt. Schnuphase. Schöne­wald. Schönewolff. Schönlage. Schradieck. Schreihahe. Schweinebarth. Sedlmaier. Seelmeyer. Sehlbrede. Sengstack. Siedentop. Simram. Sohl­riede. Sohnrey. Sonderegger. Sondergeld. Sonnenkalb. Sonnenreich. Sonnenwald. Sotrop. Sowade. Spaarwald. Spanuth. Steinbrück. [18] Steinfurth. Steinwachs. Steinwedel. Stichnothe. Stichternaht. Stosnach. Streckewald. Stürzekarn. Sudhop. Suffenplan. Sundmacher.

Tellkampf. Theuerkauf. Thöneböhn. Tovote.

Ubbelohde. Utermöhlen.

Vogelsang. Vollheye. Vorhauer.

Wachsmuth. Wagenführ. Wahnschaff. Wanschaffe. Walkemuth. Wallheineke. Warmbold. Wedekind. Wehrhahn. Weibezahn. Weinhold. Weißenborn. Weißhaar. Weißleder. Wendtnagel. Werthauer. Wienhöber. Wiesehügel. Wiesenhavern. Wildführ. Wittbold. Wittgrewe. Wittkugel. Wittneben. Wittstruck. Wohlbrück. Wolckenhaar. Wolken­hauer. Woltemath. Wucherpfennig. Wulfestig. Wundram.

Zinkernagel. Zumbaum. Zum Bild. Zumhofe. Zurmühlen. Zuspann.


Zusammensetzungen
mit Bach und Beck.

Bambach. Blumenbach. Breitenbach. Gladbach. Gries­bach. Hattenbach. Heimbach. Mackenbach. Mar­bach. Mosbach. Rohrbach. Rosbach. Schmitbach. Schubach. Seebach. Steinbach. Strobach. Thier­bach. Wiedenbach.

Haverbeck. Hollenbeck. Knesebeck. Langenbeck. Rohbeck. Schachtebeck.

[19]
– mit Baum.

Birnbaum. Bleibaum. Breckebaum. Cassebaum. Hohnbaum. Honigbaum. Nußbaum. Rennebaum. Seebaum.


– mit Bein.

Hasenbein. Hochbein. Hobein. Langebein. Langer­bein. Röhrbein. Ziegenbein.


– mit Berg.

Arberg. Ascheberg.

Bierberg. Blumberg. Blumenberg. Bockberg. Bösen­berg. Bokelberg. Broennenberg. Bromberg. Büsselberg. Bunnenberg. Bussenberg.

Cornberg.

Dannenberg. Deyerberg. Dörnberg. Dollberg. Dühsenberg.

Eichenberg. Ellenberg.

Falkenberg. Fridberg. Friedberg. Fuhrberg.

Gerstenberg. Grußenberg.

Hagenberg. Hamelberg. Hammelberg. Hardenberg. Hasberg. Heiberg. Heidelberg. Heimberg. Held­berg. Henneberg. Hesterberg. Hoberg.

Juchsberg. Isenberg.

Käseberg. Kappenberg. Kleeberg. Klingenberg. Klo­berg. Koberg. Kollberg. Krauchenberg. Kronberg. Kronsberg. Kruckenberg. Krückeberg.

Landesberg. Langenberg. Larberg. Lehberg. Leiseberg. Lichtenberg. Lorberg.

[20] Maseberg. Maßberg. Meinberg. Meyenberg. Morbarg.

Neuberg.

Ollenberg. Othenberg.

Pickelberg. Prellberg.

Ramberg. Rammelsberg. Rautenberg. Rauterberg. Reh­berg. Renneberg. Rettberg. Rieckenberg. Rieffenberg. Riesenberg. Rodenberg. Rosenberg. Roterberg.

Salzenberg. Scharnberg. Schickenberg. Schlaberg. Schnegelsberg. Schöneberg. Seeberg. Sonnenberg. Spangenberg. Spellerberg. Spiegelberg. Steinberg. Sternberg. Stöckenberg. Stolberg. Stoltzenberg. Stutenberg.

Tödteberg. Trieberg. Tutenberg.

Weinberg. Willberg. Wittenberg. Wohlenberg. Wunnenberg.

Zierenberg.


– mit Busch.

Brackebusch. Fahlbusch. Feldbusch. Holebusch. Holz­busch. Hurlebusch. Rosenbusch.


– mit Dorf und Dorp.

Altendorf. Beckedorf. Bekedorf. Benkedorf. Bernstorff. Burdorf. Burgdorf. Dorndorf. Egestorff. Eggerstorff. Elmendorf. Estorff. Flandorf. Frensdorff. Gahlstorf. Grußendorf. Hattendorff. Hattorf. Hein­dorff. Issendorff. Kindorff. Kniggendorf. Lahns­dorf. Lammersdorff. Mendorff. Mittendorf. Namendorf­. [21] Ohlendorf. Oldendorf. Petersdorf. Pufendorf. Quistorp. Rosendorf. Rudorff. Sudendorf. Wahrendorff. Witzendorff. Wolschendorf.


– mit Feld.

Ahlefeld. Berkefeld. Berkenfeldt. Bielefeld. Bortfeldt. Dorfeld. Dransfeld. Einfeld. Eisfeld. Frankenfeld. Hachfeld. Kranefeld. Kronenfeldt. Langenfeld. Langerfeldt. Malsfeldt. Mannfeld. Markfeld. Mattfeldt. Mefeld. Meyfeld. Morfeld. Mühlenfeld. Neufeldt. Nimmerfeldt. Oberfeldt. Querfeld. Sahlfeld. Salfeld. Seefeld. Steinfeldt. Wietfeldt. Winterfeld. Wüstefeld. Wüstenfeld.


– mit Fuß.

Blaufuß. Gelbfuß. Kuhfuß. Schmalfuß. Schneefuß.


– mit Hagen.

Auhagen. Blumenhagen. Blumhagen. Eberhagen. Falkenhagen. Jacobshagen. Kornhagen. Sand­hagen. Traphagen. Wildhagen.


– mit Haus.

Althaus. Backhaus. Brockhaus. Feldhaus. Katenhaus. Lallhaus. Neuhaus. Niehaus.


– mit Hof.

Aschhoff. Bonhoff. Brockhoff. Brümmerhoff. Diedenhof. Eickhoff. Geisenhof. Göbelhoff. Hugershoff. Iserhoff. Krieghof. Maurhoff. Mithoff. Möhlenhoff. [22] Mohrhoff. Niehoff. Ohlhoff. Potthoff. Schönhoff. Steineshoff. Steinhoff. Suthoff. Uphoff. Werlhof. Westenhoff. Westhoff. Winkelhoff. Wüsthoff.


– mit Holz.

Astholz. Buchholz. Dehrholz. Helmholz. Hohnholz. Jensenholtz. Kienholz. Kihlholz. Marenholtz. Meyerholz. Schierholz.


– mit Horn.

Bockhorn. Colshorn. Eichhorn. Giffhorn. Kielhorn. Misselhorn. Mühlhorn. Thielhorn. Windhorn. Ziegenhorn.


– mit Horst.

Hasselhorst. Lindhorst. Ohlhorst. Scharnhorst. Schlichthorst. Seelhorst. Staffhorst. Walkenhorst.


– mit Kamp.

Holekamp. Nonnenkamp. Rathkamp. Rennekamp. Wellenkamp. Wittekamp.


– mit Kopf, Kop.

Groskopff. Hanekopf. Krauskopf. Mahnkopf. Mohnkop. Ochsenkopf. Ohlekopf. Oldekop. Rischkopf. Ruhkopf. Schmeltekop. Schwartzkopf. Sturtzkopf. Weykopf. Wullkopf.


– mit Mann.

Abelmann. Ackemann. Ackermann. Ackmann. Anger­mann. Aschermann. Aselmann. Aumann.

[23] Bachmann. Bäsmann. Bahlmann. Bandmann. Bange­mann. Bantelmann. Bargmann. Barthmann. Bathmann. Battermann. Baumann. Baxmann. Beckmann. Begemann. Behrmann. Bellmann. Bennemann. Bensemann. Bergmann. Berkelmann. Beßmann. Bethmann. Beumann. Beurmann. Beymann. Biermann. Bindemann. Bleckmann. Böck­mann. Böhmann. Börgemann. Boltermann. Bor­mann. Bornemann. Borstelmann. Bosselmann. Bostelmann. Bothmann. Breymann. Brinkmann. Brockmann. Broockmann. Brückmann. Brunster­mann. Buchmann. Bückmann. Bühmann. Bünemann. Buhmann. Bullermann. Bunnemann. Buschmann. Bußmann.

Copmann. Cordemann. Culemann.

Dänzelmann. Dammann. Dehmann. Deichmann. Denzelmann. Dieckmann. Diedermann. Dietz­mann. Dohnemann. Dohrmann. Dormann.

Eggelmann. Eggelsmann. Ehlermann. Eickmann. Emmermann. Engelmann. Erdmann.

Fachtmann. Feldmann. Finnemann. Förstermann. Forthmann. Freckmann. Freimann. Frickmann.

Gehrmann. Gellermann. Giesemann. Gießelmann. Glindemann. Göhmann. Goltermann. Grammann. Grohmann. Großmann. Grundmann. Güllemann. Gutmann.

Haarmann. Haasemann. Hachmann. Hägemann. Hage­mann. Hallemann. Hallmann. Hammelmann. [24] Hannemann. Hausmann. Hansemann. Hantelmann. Hartmann. Haselmann. Hausmann. Hautmann. Havemann. Hedemann. Heermann. Heinemann. Heinrichsmann. Heitmann. Hellmann. Hemmel­mann. Hengstmann. Henkelmann. Herrmann. Hesemann. Heuermann. Heumann. Heydtmann. Hillemann. Hitzmann. Hoffmann. Hohmann. Hollmann. Holtermann. Holtzmann. Homann. Honemann. Hopmann. Hormann. Hornemann. Horstmann. Hoyermann. Hüggelmann. Hullmann. Hunnemann. Huntemann. Hunzelmann. Husemann. Husmann.

Ilsemann. Imelmann. Isermann. Jünemann.

Kahrmann. Kathmann. Kaufmann. Kehrmann. Keller­mann. Kindermann. Kirchmann. Klävemann. Kleemann. Klingemann. Klusmann. Kluß­mann. Knickmann. Knöchelmann. Könemann. Kollmann. Kopmann. Kressmann. Kreutzmann. Krösmann. Krollmann. Kückmann. Küthmann. Kugelmann. Kuhlmann. Kulemann. Kuntzmann.

Lackemann. Langemann. Lattemann. Lehmann. Leine­mann. Leisemann. Lemmermann. Leßmann. Lindemann. Linkelmann. Lippmann. Lockermann. Lodemann. Lodtmann. Löschmann. Logemann. Lohmann. Lottmann. Lüdemann. Lühmann. Lüllemann. Luttermann.

[25] Mählmann. Mahlmann. Masmann. Mehrmann. Michel­mann. Möhrmann. Münstermann. Mußmann.

Nasemann. Naumann. Neddermann. Neermann. Nettelmann. Nettemann. Neumann. Niemann. Nietmann. Nordmann.

Östmann. Offermann. Oppermann. Ortmann. Oster­mann. Ottermann.

Paulmann. Paxmann. Pietschmann. Pohlmann. Pollmann. Prohmann. Prüßmann.

Rathmann. Reichmann. Reimmann. Rennemann. Richelmann. Rieckmann. Riemann. Rissmann. Rockemann. Römermann. Roffmann. Rogmann. Rohmann. Rohrmann. Rühlmann. Rühmann. Rümann. Rumann.

Sandelmann. Sannemann. Scharlemann. Schaumann. Schimmelmann. Schlenkermann. Schliemann. Schmidtmann. Schneemann. Schneermann. Schönemann. Schünemann. Schuermann. Schuir­mann. Schumann. Schwägermann. Schwemann. Schwertmann. Seeligmann. Seemann. Seutemann. Sieckmann. Söhlmann. Sohrmann. Soltmann. Sonnemann. Spengemann. Spiel­mann. Springmann. Sprinkmann. Stadelmann. Stadtmann. Stegemann. Steinmann. Stellmann. Stockmann. Stöckmann. Stratmann. Strohrmann. Struckmann. Stührmann. Sußmann.

Teichmann. Telgmann. Thelemann. Thielemann. Thiemann. Tidemann. Timmermann. Tittmann. [26] Tochtermann. Traumann. Trießelmann. Twachtmann.

Ückermann. Uhlemann.

Versmann. Vespermann. Vollmann. Vorthmann.

Wachtmann. Wagemann. Wahlmann. Wahrmann. Waldmann. Wallmann. Walsemann. Wasmann. Wassermann. Wastmann. Watermann. Wehr­mann. Weißmann. Wellmann. Westermann. Weydemann. Wichmann. Wiedemann. Wieg­mann. Winckelmann. Wippermann. Wiskemann. Woltmann. Wortmann. Wuthmann.

Zimmermann. Zwingmann.


– mit Meister.

Bauermeister. Drangemeister. Hachmeister. Hagemeister. Hoffmeister. Mühlmeister. Reichmeister. Reidemeister. Zuttermeister.


– mit Meyer, Meier, Maier.

Abmeyer.

Beckemeyer. Bickmeyer.

Dohmeyer. Domeier. Dohrmeyer. Drösemeyer. Dühlmeyer.

Gallmeyer. Glackemeyer. Glauckemeyer. Glißmeyer. Graevemeyer. Grevemeyer. Grobmeier. Grübmeyer.

Hameyer. Harzmeyer. Hasselmeyer. Heinemeyer. Heißmeyer. Hohmeyer. Homeyer. Hoffmeyer.

Kallmeyer. Kappmeyer. Kirchmeyer. Klampermeyer. Kreymeyer. Kütemeyer. Kurmeyer.

[27] Lameyer. Lahmeyer. Leßmeyer. Lohmeyer.

Maschmeyer. Mönkemeyer. Münchmeyer.

Neddermeyer. Nettemeyer. Niedermeyer. Niemeyer. Nollmeyer.

Obermeyer. Ohlmeyer. Ostermeyer.

Pahlmeier. Preismeyer.

Quietmeyer.

Reitemeier. Rekemeier. Rittmeyer. Rodemeyer. Roh­meyer. Rosemeyer. Rothmeyer. Rustemeyer.

Sandmeyer. Schenckemeyer. Sedlmaier. Seelmeyer. Sehlmeyer. Steinmeyer. Strohmeyer. Struckmeyer. Strullmeyer. Stummeyer.

Tegtmeyer.

Ückermeyer. Uhmeyer.

Walckemeyer. Waymeyer. Wedemeyer. Wehrmeyer. Willmeyer.

Ziegenmeier. Ziegemeier.


– mit Müller.

Bergmüller. Braumüller. Heidmüller. Kokemüller. Lindmüller. Obermüller. Rischmüller. Steinmüller. Wiesemüller.

– mit Stein.

Angerstein. Edelstein. Grevenstein. Hallenstein. Hammerstein. Hanstein. Hessenstein. Hohnstein. Honstein. Isenstein. Kressenstein. Lauenstein. Marmelstein. Meyerstein. Reibenstein. Reitzenstein. Rupstein. Walterstein. Wittstein.

[28]
– mit Thal.

Küchenthal. Lichtenthal. Löwenthal. Rampenthal. Rosenthal. Wernthal. Wichtendahl.


Wörter auf ing.

Arning.

Baring. Bartling. Behling. Bening. Benning. Bertling. Böhning. Bohling. Borchling. Breling. Brüning. Büchting. Bücking. Bühring. Büschking. Büsing.

Clausing. Conerding.

Dettmering. Dierking. Döring. Düring. Dunsing. Dünsing.

Ebeling. Eggeling. Eggerding. Engelking. Etterling. Evening.

Fingerling. Flemming. Frederking. Frerking. Frömling. Frühling. Führing.

Gerberding. Gersting. Giegling. Gieseking. Göhring. Göing. Götting. Gröning.

Hanning. Hansing. Harling. Helbsing. Helling. Helwing. Henking. Höwing.

Jüchling.

Kaiserling. Kauring. Kensing. Klausing. Knipping. Kölling. Körting. Körtling. Konerding. Kording.

Laging. Leisering. Lessing. Lewing. Löding. Löhning. Lücking. Lüdeking. Lühring. Lülfing. Lüning.

Matthesing. Meding. Melching. Mensching. Mensing. Mieling. Möhring. Möllring.

Nicking. Nölting. Nolting.

[29] Öhlerking. Ötting. Orling.

Reinking. Römeling. Röpking. Rössing.

Scheverling. Schilling. Schmeding. Schwering. Schwiening. Seering. Senking. Sieberling. Sieling. Siemering. Solling. Steding. Steging. Stelling. Stölting.

Theuerling. Thiesing.

Verling.

Wehking. Wiering. Wilkening. Willerding. Willing. Winning. Witting. Wöbbeking. Wollring. Wolperding. Wülfing. Wünning.


Namen-Hexameter.


Busack. Cortnum. Doecks. Strullmeyer. Dalgo. Constabel.
Fellerke. Fittje. Feyh. Flatz. Frerking. Fingerling. Fahlbusch.
Heiliger. Haubitzober. von Hartz. Glück. Gremmel. tom Have.
Schiweley. Brumm. Kuckuck. Laux. Hummel. Rummel. Sanitzka.
Peck. Lathwesen. de Vry. Vaut. Petrosilius. Wimmer.
Winiker. Voges. zum Bild. Nothnagel. Schottelius. Schradieck.
Schönecke. Schönewolff. Ohs. Ompteda. Schmitzius. Noack.
Rabius. Knack. Klopp. Hey. Quietmeyer. Prizelius. Rachow.

[30]

Mauff. Maybohm. Ahlschweig. Nessenius. Nennecke. Hautop.
Schalk. Ropeter. Rosin. Voß. Sabiel. Röbbelen. Nieschlag.
Stahts. Stach. Tramm. Troll. Trull. Traphagen. Tatter. Taborsky.
Kniep. Knickhauer. Kappuhn. Hunäus. von Idensen. Urthey.
Muhs. Lack. Doll. Stahlhuth. Dütsch. Dülly. Winiker. Sternack.
Wittbold. Stüve. Comper. Danckwerth. Heypeter. Ruperti.
Dempwolff. Habenicht. Prott. Kreutz. Gosewisch. Kirmes. Kornitzke.
Heldt. Heypeter. Person. Fettköter. Widdecke. Flentge.
Vetter. Zieseniß. Brink. Grimsehl. Tschörch. Düvel. Capelle.
Jerasch. Benjamin. Kiek. Schnuphase. Spanier. Hurkuck.
Ohm. Schalk. Läverenz. Lex. Mack. Lülves. Müleke. Fleckwirr.
Jennerich. Kuhfuß. Merks. Osänger. Klawitter. Hinüber.
Seeliger. Rabbe. Staffehl. Schmalux. Stietz. Suffrian. Sengstack.
Bödeker. Blievernicht. Schlu. Stock. Stille. Wanke. Tovote.
Pardey. Quitzrau. Probst. Ramsahl. Marhenke. Schlamelcher.
Klinck. Klapp. Klopp. Prasuhm. Pretzsch. Pampel. Nottes. Malortie.

[31]
Namen-Lieder.
Melodie: Ich schnitt’ es gern in alle Rinden ein.


Drückhache. Zuttermeister. Schneider. Gürr.
Herr. Tatter. Meister. Gremmel. Schuster. Dürr.
Constabel. Busack. Ohle. Becker. Trott.
Jost. Hautop. Schlachter. Fahlbusch. Bierwirth. Prott.
Fritz. Kindervater. Vetter. Tewes. Stopp. Kastendieck. :|:
Schelm. Kuckuck. Spanuth. Drewes.


Melodie: Von der Alpe tönt das Horn.


Schweinebarth. Schnuphase. Horn.
Gosewisch. Fettköter. Ohs.
Ochsenkopf. Schlamelcher. Dorn.
Ziegenbein. Tovote. Groß.
Treller. Dedel. Triller. Wedel.
Pimpernell. Glitz. Zitz. Hundt. Fuchs.
Grote. Lüttge. Gehle. Witte.
Cortnum. Kanne. Panne. Jucks.


Melodie: Willkommen, o seliger Abend.


Herr. Kaiserling. Bödeker. Bigge.
Quietmeyer. Wallheineke. Krack.
Ohm. Müleke. Ompteda. Knigge.
Huck. Münnecke. Künnecke. Knack.


Melodie: Wenn die Schwalben heimwärts ziehn.


Schade. Seele. Rath. Trost. Klein.
Elend. Mühe. Mondenschein.

[32]

Wolgemuth. Keck. Frölich. Lex.
Liebe. Friede. Ruhe. Ecks.
Selig. Herz. Kornitzke. Pertz. :|:
Appel. Behre. Keese. Schrodt.
Grote. Bicknese. Muhs. Dodt.


Melodie: Freut euch des Lebens.


Meyrose. Kümmel.
Finck. Geier. Stieglitz. Strauß.
Pfannkuche. Rindfleisch.
Specht. Elster. Gauß.

Kohl. Stümpel. Wurst. Pabst. Vette. Fraß.
Bierschwale. Gläser. Kanne. Maaß.
Hengst. Wallach. Kracke. Bock. Schaaf. Wolf.
Hundt. Hase. Jäger. Wehmuth.


Melodie: Schier dreißig Jahre bist du alt.


Pott. Pieper. Wittrock. Timmermann.
Pahl. Jünke. Oldekop.
Mauß. Uhleke. Pepper. Ripe.
Gauß. Nickel. Grotefend. Kiepe.
Hopp. Lüttge. Naber. Kropp.


Namen-Mischmasch.


Büddecke. Widdecke. Bach.
Benecke. Denecke. Stach.
Manecke. Schwanecke. Ruf.
Brennecke. Nennecke. Suf.

[33]

Hebecke. Gewecke. Scheleke. Lewecke.
Redeke. Güleke. Gödeke. Lüdeke. Golecke. Müleke.
Breinecke. Heinecke. Lösch.
Meinecke. Reinecke. Götsch.
Seinecke. Steineke. Dötsch.
Hönicke. Künnicke. Köneke. Münneke.
Arnecke. Warnecke. Suck. Serbst.
Renneke. Engelke. Muck. Herbst.
Scholle. Stolle. Nobbe.
Holle. Nolle. Fobbe.
Happe. Hanne. Lappe. Kanne. Rappe. Panne.
Benne. Hoppe. Henne. Poppe. Nenne. Schoppe.
Wille. Dewes. Hille. Drewes. Stille. Tewes.
Haller. Heller. Hummel.
Triller. Treller. Rummel.
Bott. Prott. Pott. Claus.
Rott. Tott. Trott. Gauß.
Troll. Trull. Dedel. Wedel.
Bock. Block. Fritz.
Dürr. Gürr. Glitz.
Ratsch. Retsch. Ritz.
Querüber. Hinüber. Zitz.
Pretzsch. Dietzsch. Zeitz. Zietsch. Mautz.
Wolgemuth. Munter. Hollo.
Krack. Knack. Klopp. Klipke. Klapp.
Dux. Lex. Jacks. Ecks.

[34]
Worterklärungen.

Abel. mnl. abel, geschickt, kunstreich, nett. holl. abel, munter lustig.

Abich. schweiz. abich, der Abend.

Ake. Acke. Auf dem Niederrhein ake, Lastschiff, holl. aak. altnd. ake, Nachen; nd. auch ein Fischergarn, worin man den Stint fängt.

Alten. Alant, ein Fisch, squalus maior.

Appel. nd. appel, Apfel.

Arbe. die sibirische Ceder, pinus cembra.

Arste. nd. arst, Arzt, aus dem Mlat. artista.

Baack. Baake. nd. holl. baake, Merkzeichen in der See.

Baake. nd. bake, geräucherter Schinken, Speckseite.

Bade. nd. bade, bode, Bote.

Bar. Bahr. nd. bâr, Bär.

Bar. mhd. diu bar, Balke, Schranke.

Baring. nd. baring, kleiner Bär.

Bars. nd. bârs, der Barsch.

Bartling. Bertling. mhd. bertlinc, Laienbruder in Klöstern, der sich den Bart wachsen lassen mußte, wie alle Bauern im Mittelalter, s. Schmeller Wb. 1, 203.

Baumann. mhd. bûman, Ackermann, Bauer.

[35] Beck. mhd. becke, obd. beck, Bäcker.

Beese. mnl. biese, Binsen.

Behne. nd. bene, Beine.

Beichel. schweiz. beichle, Böschung oder Abdachung eines Bergtheiles, wenig beholzt und zur Viehweide dienend, s. Stalder 1, 152.

Beicke. nd. beuke, Buche, fagus.

Beneken. Behncke. Benecke. Beneke. nd. beneken, Beinchen.

Benne. die Benne, Wagenkorb.

Benne. Bernhard, s. Grimm Gr. 3, 693

Bense. schles. Bensche, Benjamin.

Beren. nd. beren, Beeren, Birnen.

Berndt. entst. aus Bernhard.

Bertram. mhd. berhtram, pyrethrum, eine Pflanze. Vergl. Grimm Mythol. 1162.

Beulcke. flandr. builken, kleine Beule.

Bié. dän. bie, Biene.

Biedenweg. nd. bi den wech, bei dem Wege.

Biester. nd. bîster, mnl. biester, wild, grimmig, traurig.

Bigge. nd. holl. bigge, junges Schwein.

Blix. nd. blix, holl. bliksem, blixem, Blitz.

Böckeler. holl. beukelaar, Schild. mhd. buckelære, buckeler, frz. bouclier.

Böcker. Böker. holl. beuker, (spr. böker) einer der klopft, bläut; Schlägel, Bläuel. dän. böker Böttcher.

[36] Bödeker. Bödecker. nd. bödeker, börker, Böttcher.

Bögel. nd. bögel, Bügel.

Böker. s. Böcker.

Boening. Böhning. nd. böning, kleine Bohne.

Börner. mhd. berner, eine Münze. Schmeller 1, 200.

Bösch. Bösche. schweiz. bösch, grünes Rasenstück. Stalder 1, 206.

Böseler. holl. beuzelaar (spr. böselâr), Tändler, Plauderer, Schwätzer.

Bohle. nd. bole, der, die Geliebte.

Bohli. schweiz. buli, die Liebste.

Boje. mhd. boye, boje, nd. boje, holl. boeije, jetzt boei, mnl. boeje, aus dem roman. boia, Kette der Gefangenen.

Bollich. altobd. bollich, nd. holl. bolk, Kabeljau.

Bott. nd. bot, Gebot.

Brasche. nd. brâschen, lärmen.

Bricks. dän. brix, Pritsche.

Brink. nd. brink, ein hochliegender Grasplan, vom Wasser umflossen, auch wol mit Bäumen umpflanzt. dän. ein sanft abschüssiger Hügel.

Brüel. Breul. mhd. brüel, ein mit Gras bewachsener Platz, Brühl.

Buchheister. junger Buchenbaum. nd. heister, hêster (holl. heester), ein junger angepflanzter Baum, besonders Eichen-.

Budde. Im Osnabr. budde, der Teufel; anderswo butke, Gespenst, Popanz.

[37] Büngener. altnd. bungener, Trommelschläger.

Büte. nd. büte, Beute.

Buhmann. mhd. bûman, Ackermann, Bauer.

Buhse. holl. buis, Häringsschiff.

Bunsen. nd. bonsink, holl. bunsing, der Wiesel.

Bunte. schweiz. breisgauisch bunte, Stöpsel, Pfropfen.

Buresch. Burretsch, Boretsch, franz. bourrache, borago officinalis Lin. ein beliebtes Würzkraut bei Brühen und Salaten.

Busse. nd. busse, Büchse.

Butze. nd. butze, ein von Brettern zusammengeschlagenes Schlafgemach unter der Treppe; im Bremischen ein altes baufälliges Gebäude.

Cassebaum. nd. kassebôm, Kirschenbaum.

Comper. franz. compère, Gevatter.

Crohme. Crome. nd. krome, Krume.

Dahl, nd. dâl, Thal; nieder.

Dahme. ahd. tâmo, Dammhirsch, lat. dama.

Deeken. nd. deken, Decan, Dechant.

Dehn. Dehne. holl. Deen, Däne.

Dieck. nd. dîk, Fischteich.

Dieckstahl. nd. dîkstâl, dasselbe was dîkanker, das feste Ufer, auf welchem der Deich ruht.

Ditzel. Dimin. von Dietz und das wieder Dimin. von Dietrich.

Dode. nd. dode, mhd. tote, der Taufpate.

Dode. nd. dode, der Todte.

[38] Dölle. Tölle. Tolle. nd. tölle, Niederung, Senkung, mainzisch dell. Vgl. das schweiz. dole, Stalder 2, 287. und das ahd. dola, cloaca.

Döpke. nd. Dim. von dop, Eierschale; Näpfchen; Kreisel.

Dörffel. mhd. dörpel, unhöfisch.

Döscher. nd. döscher, Drescher.

Drape. nd. drape, Tropfen.

Dreier. Dreyer. nd. dreier, Dreher, Drechsler.

Drewes. nd. Andreas.

Dröge. nd. dröge, trocken.

Drückhache. rotwälsch hache, der Bauer.

Dünse. Düntze. nd. dönse, Winterstube, altnd. dörnse, mhd. durnitze, slavisch gornitza, s. Benecke Mhd. Wb. 1, 406.

Dütsch. nd. dütsch (langes ü), deutsch.

Düwell. Düvel. nh. düwel, Teufel.

Duka. ital. duca, Herzog.

Dun. nd. dûn, betrunken.

Dux. lat. dux, Herzog.

Ecker. nd. ecker, Eichel.

Ede. Mannsvorname in Westfalen.

Eicke. nd. eike, Eiche.

Engelke. nd. engelken, kleiner Engel.

Eppen. mhd. eppe, Eppich.

Erber. mhd. êrbære. êrber, eines ehrenvollen Betragens beflissen, edel.

Erythropel. ἐρυθρὸς, roth; und πελὸς, schwarz.

[39] Etterling. mhd. daȥ eter, geflochtener Zaun, Umzäumung.

Faber. lat. faber, der Schmidt.

Fähder. Fehder, der eine Fehde ansagt.

Fasche. Fesche. lat. fascia, mnl. vaesche, vesche, Windel, Binde.

Fedeler. altschles. fedeler, figellator, Töpfer.

Fedeler. nd. vedeler, Fiedler.

Fehn. holl. veen, gewöhnlicher venne, Moorland, so wol zur Weide als zum Torfstich.

Fehse. mhd. vese, Balg des Getreidekorns, Spreu.

Feise. holl. vijze (spr. veise), Schraube.

Fesche. schweiz. die fähsche, Windel. s. Fasche.

Fesser. mhd. diu veȥȥer, die Fessel.

Feyh. nd. veih, vê, Vieh.

Fingerling. mnl. vingherlinc, der Fingerring, mhd. vingerlîn.

Fittje. nd. vitje, Flügel.

Flacke. mnl. vlacke, aestuarium, ausgetretenes Wasser am Meeresufer.

Flatz. ahd. flaz, flach.

Fleig. nd. fleige, Fliege.

Focke. nd. vocke, holl. fok, Focksegel.

Forke. nd. vorke, große Gabel: Heu-, Mistgabel.

Freimann. mhd. vrîman, Frohnbote, Scharfrichter.

Freise. Freyse. mhd. diu vreise, Schauer, Schrecken.

Frese. mnl. vrese, holl. vrees, Furcht, Schrecken.

Freyhöfer. der einen freien Hof hat.

[40] Gade. nd. holl. gade, Gatte.

Gämelcke. mhd. gämelich, gemelich, lustig, spaßhaft. Mnl. Glossen: ghemelic, maniacus.

Gante. nd. gante, Gänserich.

Gauß. nd. gaus, Gans.

Gebauer. mhd. der gebûr, der Nachbar, der gebûre, der Bauer.

Geese. nd. weibl. Taufname, Gesa, Gesina.

Gehrke. nd. gêrken, kleiner Wurfspieß, mnl. gheer, mhd. gêr.

Geißler. Gieseler. Geißler hießen in Breslau im 16. Jahrhundert die Fleischer, die eine eigene Zunft bildeten.

Gey. mhd. geu, göu, göuwe, Gau.

Giehle. mhd. der giel, der Schlund.

Giere. mhd. gire, gir, begierig.

Giese. Giesecke. nd. männlicher Taufname.

Giese. Geese. mhd. der gieȥe, ahd. der gioȥo, fließendes Wasser.

Giesel. mhd. der gîsel, der im Kampfe gefangen wird und sich in die volle Gewalt des Siegers ergiebt; dann auch der mit seiner Person sich verbürgt.

Glade. dän. glad, froh.

Glander. mhd. glander, schimmernd, glänzend. Die Glander, die Glitschbahn auf dem Eise.

Gleim. mhd. gleime, glîme, Johanniswürmchen.

Gleue. mhd. gloie, gleie, Akelei, Aglei, aquilegia vulgaris. mnl. gluie, Rohrbündel.

[41] Glitz. mhd. der gliz, Glanz.

Gödeke. nd. früher Gödeke, jetzt Götje, männlicher Taufname.

Gödeke. mhd. der, diu gotte, der das Kind aus der Taufe hebt, Gevatter, so wie das Kind selbst, Pate, Täufling. mnl. goede.

Gölle. früher bei Gölle! ein Ausruf.

Gose. ein Goslarisches Bier dieses Namens.

Götting. ahd. gotinc, tribunus.

Götz. Dimin. von Gottfried.

Grahn. mhd. diu grân, scharlachrother Farbestoff. diu gran, Barthaar.

Grahn. dän. gran, Fichte.

Grapp. Krapp. Färberröthe, rubia, tinctorum.

Greiner. einer der mürrisch ist. mhd. grînen, unwillig sein, knurren.

Greite. mnl. griete, holl. griet, eine Art Schollen.

Gremmel. mnl. gremel, tropfenartig getüpfelt, buntstrichig.

Gremmer. mhd. gremper, Krämer, Trödler.

Grethe. nd. Grete, Margareta.

Greve. Grewe. nd. greve, Graf.

Grimsehl. flandr. grimsel, Ruß.

Gröner. nd. gröner, grüner.

Grone. nd. grön, greun, grün.

Gropengießer. nd. grapen, dreifüßiger Topf aus Gußeisen.

Grote. nd. grote, große.

[42] Grotefend. nd. grote vent, großer Bursch. mnl. vent, mhd. vende, vgl. Horae belg. 3, 159. Noch jetzt Fant, Fäntchen.

Grotehen. nd. grote hen, große Henne.

Grotewohlt. nd. grote wôlt, großer Wald.

Grütter. holl. grutter, Grützner: Grützhändler, Grützmacher.

Grunert. rotwälsch grûnhart, die Wiese.

Gürtich. schles. Aussprache von gütig.

Gürr. mhd. gurre, altes Pferd.

Habig. mhd. habich, habech, schweiz. habch, der Habicht.

Hahne. ahd. hano, Hahn.

Halbe. nd. halbe, Seite.

Haller. mhd. hallære, haller, denarius Hallenis, Heller, Münze des Mittelalters.

Hampe. dän. hamp, Hanf.

Hanebut. nd. hanebutje, Hagebutte, Frucht der wilden Rose.

Hanke. mnl. hanke, Hüfte.

Happe. nd. happen. ein Abbiß, der Bissen.

Harder. holl. harder, herder, Hirt.

Harke. nd. harke, der Rechen.

Hart. nd. hart, Herz.

Hartje. holl. het hartje, das Herzchen; auch Liebkosungswort: mein Herzchen.

Hasje. holl. haasje, Häschen.

Hautop. dasselbe was Hotop.

Heeren. holl. Adjectiv heeren, was des Herrn ist.

[43] Hegener. Häger, Hägereiter, Forstaufseher.

Heinecke. Hennecke. Henke. nd. Dimin. von Heinrich.

Heise. mhd. heise, heiser.

Helft. mnl. holl. helft, die Hälfte.

von der Hellen. mhd. diu helle, die Hölle, ursprüngl. Unterwelt (auch schwaches Femin. s. Benecke Wb. 1, 677).

Helmke. nd. männl. Taufname.

Henze. Hintze. nd. Dimin. von Heinrich.

Hepke. kleines Baummesser, nd. Dimin. von hepe, Messer.

Herter. mhd. hertære, herter, Hirt.

Heuer. mhd. hiure, sanft, anmuthig.

Heutjer. nd. heutjer, Hutmacher (der Bewohner der Heide heißt heitjer).

Hey. mhd. hei, heiß.

Hey. Heije, Taufname in Westfalen.

Hibbeler. nd. einer der hibbelt, flüchtig arbeitet.

Hiewe. mhd. der hîwe, Gatte, Knecht. ahd. der hîwo, diu hîwa.

Hildt. mnl. hilte, Handhabe, Stiel. mhd. helze.

Hille. weibl. Taufname an der Oberems, Helene.

Hille. nd. hille, schnell.

Hinte. mhd. hînte, diese bevorstehende Nacht.

Hinze. s. Henze.

Höltge. nd. z. B. in der Zusammensetzung höltjeappel, Holzapfel.

[44] Hövet. nd. hövet, Haupt.

Hoffmann. mhd. hoveman, ahd. hovaman, gewöhnlich erklärt durch colonus, Gült-, Zinsbauer; so wird auch Christus als Gärtner der hoveman genannt, mnl. hofman, hovenier, vgl. Hor. belg. 7, 9.

Hogrewe. nd. hogrewe (eigentlich gogrewe), jetzt im Hannoverschen ein Amtsunterbeamter.

Holscher. nd. einer der holschen, Holzschuhe macht.

Hoppe. nd. hoppen, Hopfen.

Hoppe. dän. hoppe, Stute.

Horner. schweiz. horner, der Hornung (Februar); auch der auf dem Horne bläst.

Hotop. Hautop. nd. hôt op, haut op, Hut auf!

Hotze. Hotzen. Im 16. Jahrh. hotze, die Wiege, Frisch Wb. 1, 471 a. – schweiz. hutzel, Schaukel Stalder 2, 58. – holl. hutzen, rütteln, schütteln.

Hoyer. nd. heuer, holl. huurder, Miethsmann, mnl. hoyer dagegen einer der Heu macht.

Huck. holl. hoek, (spr. hûk), Winkel.

Hübbe. flandr. huppe, Wiedehopf.

Hübener. mhd. huobenære, huobære, der eine Hufe besitzt und bebaut. Grimm RA. 317. Schmeller Wb. 2, 142.

Hühne. nd. hüne, mhd. hiune, Hüne, Riese.

Hütter. Haushalter eines Hüttenwerks.

Hug. ahd. hugu, mhd. hüge, der denkende Geist, Erinnerung, Freude.

Huhs. nd. hûs, Haus.

[45] Hupe. schweiz. hup, auswärts sich biegend, convex.

Ihsen. Ihßen. nd. isen, mhd. îsen, Eisen.

Ilse. nd. Ilse, Elisabeth.

Iser. mhd. daȥ îser, nd. îsern, das Eisen.

Iser. schweiz. iser, ein Fisch, cyprinus bipunctatus.

Jenisch. nd. jänisch, von kränklichem Aussehn.

Jünke. nd. jünke, kleiner Junge.

Junghändel. österr. händel, Hühnchen.

Just. schweiz. just, was in Ordnung ist, meist in negativem Sinn.

Kachel. schweiz. kachel, Schüssel von Thon.

Kaempff. s. Kempf.

Kaiserling. eßbarer Blätterschwamm, frz. l’amanite orangée.

Kans. nd. holl. kans, gute Gelegenheit, das franz. chance.

Kasch. nd. kasch, dän. karsk, frisch aussehend.

Kaye. mnl. keie, närrisch.

Keese. nd. kese, Käse.

Kempf. mhd. kempfe, ahd. kemfo, Zweikämpfer, Kämpe.

Keßler. s. Kettler.

Kestner. Kastenmacher.

Kettler. nd. ketler, der neue Kessel macht oder alte flickt.

Kief. nd. kîf, Zank.

Kiem. nd. kîm, holl. kiem, Kahm, Schimmel auf Essig, Bier u. dgl.

Kíeme. ahd. kîmo, der Keim.

[46] Kieme. Fischohr, branchia.

Kiepe. nd. kipe, großer geflochtener Korb, der auf dem Rücken getragen wird.

Kipp. holl. kip, Kerbe, Einschnitt.

Kistner. Kistenmacher.

Kleuker. nd. kleuker, klüger.

Klinck. mh. klinc, Bergstrom.

Klincker. Klinker, besondere Art Backsteine, früher nur in Holland (klinkert) bereitet.

Klopp. Klop. nd. holl. klop, Schlag.

Klünder. nd. klunder, Kamm mit Beeren, dann Alles was traubenartig an einander hangt.

Klüter. mnl. cluter, cluiter, dasselbe was cluchter, Possenreißer, Gaukler.

Kluth. nd. kluten, Erdkloß.

Kniep. schweiz. knipe, nd. knîf, Schusterkneif.

Knocke. Knoke. nd. knoken, Knochen.

Knocke. nd. knocke, ein Gebund Flachs, 12 Risten, anderswo Kaute Flachs.

Knöpfel. schles. knöpfel, kleiner Knopf. schweiz. knöpfli, Klöße.

Knolle. mnl. knolle, holl. knol, Rübe.

Knust. nd. knûst, das äußerste Ende eines länglichen Brotes, Brotranft.

Kobbe. mnl. cobbe, coppe, die Henne. dän. kobbe, Seehund.

Kober. nd. kober, geflochtener Tragkorb mit einem Deckel.

[47] Kölle. nd. köle (von killen), Pein, Schmerz.

Kölling. mhd. künlinc, küllinc, Verwandter.

Köster. nd. köster, Küster.

Köther. nd. köter, Bewohner einer kote', Kothsasse.

Köther. nd. köter, Bauernhund.

Kohn. mhd. diu kon, Ehegattin, Weib.

Kohrs. holl. koorts, mnl. cortse, das Fieber.

Koken. nd. koken, Kuchen.

Koock. holl. de kook, das Sieden.

Kornrum. nd. kôrnrûm, Kornraum.

Kothe. nd. kote, kate, Hütte, schlechte Wohnung; Bauernhaus ohne Hofstätte und Acker.

Krack. mhd. krac, Riß, Scharte.

Kräckler. Krekeler. nd. kräkler, zanksüchtiger Mensch.

Kranewítter. mhd. krânewitber, Wachholderbeere.

Krauel. Kraul. mhd. kröuwel, kroul, ahd. chrowil, dreizinkige Gabel, holl. kraauwel.

Krause. früher und noch jetzt in Schlesien ein Trinkgeschirr.

Kreie. nd. kreie, Krähe.

Kreth. nd. krêt, Hader, Streit.

Kreth. mnl. creet, criet, crijt, Kreis, Kampfplatz, nd. krît.

Kretschmer. Aus dem Slavischen. Im 14. Jahrh. in Schlesien kretzimer, der Schenkwirth, und noch jetzt der kretschmer, der Bier braut und verzapft.

[48] Kreybaum. wol ursprünglich nd. kreikenbôm, Kriechenbaum.

Krop. nd. krôp, kleines unbedeutendes lebendes Wesen.

Krop. nd. krop, Kropf.

Krütli. schweiz. chrütli, Kräutlein.

Krull. nd. krul, kraus.

Krumsiek. nd. wörtlich: krumm krank, also wol: krumm und krank.

Kruse. nd. kruse, krause. (schweiz. das kruse, seltsames Gemenge von Speisen.)

Kubick. cubik, cubisch, würfelförmig.

Kuchel. obd. die kuchel, die Küche.

Küken. nd. küken, Küchlein.

Küker. Kücker. nd. kiker, holl. kijker, Zuschauer.

Küper. nd. küper, holl. kuiper, Küfer.

Küsel. nd. küsel, Kreisel.

Kuhn. Kuhne. holl. koen (spr. kûn), kühn, verwegen.

Kumme. Die Kumme, der Kumm, ein Napf, eine tiefe Schüssel. schweiz. kumme, tiefe Wassergrube, Art Cisterne.

Kunkel. Rockenstock, Spinnrocken.

Kunze. Dimin. von Conrad.

Kurre. mhd. gurre, schlechtes Pferd. mnl. corre, Haushund. schweiz. kurri, kurriger Mensch.

Kyber. nd. kiber, Zänker.

Lack. Goldlack, cheiranthus.

Lade. nd. lade, neugewachsenes Baumreis. Siehe Sommerlatt.

[49] Laß. mhd. laȥ, träge, davon laȥȥe, Knecht, häufig nur Scheltwort. Grimm RA. 308.

Leister. mhd. leister, der Bürge.

Leister. holl. lijster (spr. leister), der Krammetsvogel.

Lemme. mhd. diu lemde, Lähmung.

Lemme. dän. lemme, Luke, Fallthür.

Leve. nd. leve, Liebe.

Lex. lat. lex, das Gesetz.

Lie. dän. lye, Schatten.

Lieker. Liecker. nd. lîk, gerade.

Lieser. nd. lise, leise.

Lösch. Lösche. schweiz. das lösch, Flugloch im Bienenstocke.

Lochte. nd. lochter, mnl. luchter, holl. mundartlich lucht und luft, links.

Loss. nd. los, der Luchs.

Lübbe. holl. lubbe, nd. lobbe, (Brem. Wb. 3, 77), Halskragen, Krause. Vgl. das franz. enveloppe.

Lüde. nd. lüde, lüe, Leute.

Lüer. mhd. lûr, lürre, Lauer, Tresterwein, Nachwein.

Lüning. nd. lünink, Sperling.

Lünnecke. nd. lünke, Sperling.

Lütge. nd. lütje, klein.

Lutz. Lotz. Dimin. von Ludwig, s. Grimm Gr. 3, 691.

Mack. mhd. der mâc, Seitenverwandter.

Mack. mnl. mac, ghemac, gemächlich.

Mahlstedt. mhd. mâlstat, Gerichtsstätte. Grimm RA. 746.

Mahn. nd. mân, Mohn; Mond.

[50] Malle. nd. holl. mal, unklug, toll.

Malle. dän. malle, Ring.

Manngold. Benennung verschiedener Pflanzen, z. B. beta, lapathum. – Das Gold, das von Mania, einer gefangenen Riesenjungfrau, gemalen wurde; s. Grimm Mythol. 2. Ausg. 498.

Auf der Masch. nd. masch, dasselbe was marsch, niedriges Land mit fruchtbarem Boden. masch heißt nach solcher Gegend das jährliche Schützenfest in Braunschweig.

Mascher. altflandr. mascher, Fleck (holl. masker, Maske).

Marstaller. mhd. marstaller, mnl. maerstaller, Stall-, Pferdeknecht.

Martel. mhd. diu martel, die Marter.

Matte. Wiese (mhd. mate); Decke von Stroh, Binsen und dgl. (mhd. matte); nd. matte, Metze (Kornmaß).

Mauß. nd. maus, Mus.

Mautz. schweiz. das mauzi, die Katze.

Meder. mhd. meder, Mäher.

Meese. nd. mese, Meise.

Mehne. mhd. diu mene, Zugviehspann; baier. menet, Schmeller Wb. 2, 591.

Meldau. nd. meldau, Mehlthau.

Mende. ahd. mendî, die Freude.

Menke. Minke. mnl. menke. minke, Verwundung, Verstümmelung.

Mente. nd. mente, Minze, Münze, menta.

Meßwarb. mnl. meswerp, Fehlwurf.

[51] Metje. nd. mette, früher ein großes Belagerungsgeschütz, s. Brem. Wb. 3, 156. In Braunschweig hieß das größte de fule Metje, s. Frisch 1, 662 b., was noch jetzt im Munde des Volkes fortlebt.

Metje. nd. metke, Regenwurm (hangt vielleicht mit dem vorigen zusammen!).

Metje. nd. weibl. Taufname, Meta.

Metz. nd. (hie und da) mets, holl. mes, Messer.

Meuser. ahd. mûsari, mhd. mûsar, Mausfalk.

Meuter. holl. muiter, Meutereimacher, Aufrührer.

Meyer. mhd. meier, aus dem lat. maior, Oberster der Hörigen auf einem Landgute; freier Pächter eines solchen, s. Grimm RA. 315. 316.

Meyn. mhd. der mein, Falschheit.

Miede. holl. miede, Lohn, Gabe.

Militz. lat. militia, Kriegsdienst, Miliz.

Monk. mnl. monk, dän. munk, Mönch.

Moser. nd. moser, s. Meuser.

Muck. obd. muck, mocke, Zuchtschwein.

Mügge. nd. mügge, Mücke.

Mülder. einer der Mulden macht.

Muhs. Mues. nd. mûs, Maus.

Munke. altschles. Wb. munke, polenta. schweiz. der munk, Murmelthier.

Naber. nd. naber, Nachbar.

Nanne. ital. nano, Zwerg und nonno, Großvater.

Narten. Im 16. Jahrh. narten, närten, kleine Mulde, tiefe Schüssel, Frisch 2, 8 a.

[52] Nause. nd. nause, Schlinge.

Nebe. nd. nebbe, Schnabel.

Nette. nd. nette, Nisse.

Neuse. holl. neus, die Nase.

Neutel. holl. neutelen, zaudern.

Neve. nd. neve, Neffe.

Nickel. nd. (bei Hannover) Stachelschwein; dann auch gemeines Frauenzimmer.

Nobbe. nd. nobbe, Wollknötchen am Zeuge.

Nötel. Im 15. Jahrh. notel, das lat. notula, Actenstück, Urkunde.

Nolle. Nölle. mh. nol, nolle, ahd. nol, nollo, Hügel, Gipfel eines Berges; noch schweiz., s. Stalder Wb. 2, 242.

Öhse. nd. öse, Öhr. (Haken und Ösen!)

Öhse. nd. öse, Dachtraufe ohne Rinne.

Oester. holl. oester, Auster.

Ohle. nd. ole, alte.

Ohm. nd. obd. ôm, Oheim.

Ohs. (in einigen Gegenden) Schrot, grob gemalenes Getraide.

Oldeland. nd. das Alteland, Gegend an der Elbe, oberhalb Stade.

Oppermann. nd. In Braunschweig heißen die Küster Opfermann.

Pahl. nd. pâl, Pfahl.

Pampel. nd. pampe, dicker Brei.

Panne. nd. panne, Pfanne.

[53] Pape. nd. pape, Pfaffe.

Pauer. schles. pauer, Bauer.

Peek. nd. pek, Pech.

Peeck. nd. pêk, die Pike.

Peip. holl. pijp (spr. peip), Pfeife.

Peltzer. Pelzmacher.

Peltzer. obd. Pälzer, Pfälzer.

Pepper. nd. pepper, Pfeffer.

Pfahland. mhd. vâlant, der Teufel, Grimm Mythol. 2. Ausg. 943. 944.

Pick. nd. holl. pik, Groll.

Pick. franz. pic, ein hoher spitziger Berg.

Pickhard. Pickart, Rohrdommel.

Pieper. nd. piper, Pfeifer.

Pingel. nd. pingel, eine Schelle, tintinnabulum.

Platte. mhd diu plate, Brustharnisch.

Plinke. Im Nd. plinken, blinzeln.

Plöger. nd. plöger, pleuger, Pflüger.

Plügge. mnl. plugghe, roher, ungeschlachter Mensch. Vgl. meine Anm. zum Reinecke 6011.

Pötter. nd. pötjer, Töpfer.

Pohse. nd. pose, Federspule.

Poock. nd. pôk, kleines Kind, schwacher Kerl.

Poock. nd. holl. pook, Dolch.

Poppe. mnl. poppe, Puppe; Spinnwebe; der um den Rocken gewundene Flachs.

Pott. nd. pot, Topf.

[54] Potthast. nd. (im Osnabr.) pothast, Gericht von kleingehacktem Fleische, anderswo Pottwurst; in Hamburg hüspot (das holl. hutspot).

Praël. holl. praal, Pracht, Prunk.

Prahm. nd. holl. praam, flaches niedriges Fahrzeug, Fähre.

Prechtel. mhd. berehtel, berhtel, glänzend.

Prell. Jagdausdruck: der prell, die Länge der Netze, s. Frisch 2, 68 c.

Prott. nd. prot, das große Wort.

Puse. nd. pûs, holl. poes, die Katze.

Quadfasel. nd. von quât, schlecht und vasel, Zuchtvieh.

Quante. nd. mnl. quant, junger Bursch.

Raake. flandr. rake, Harke, Rechen.

Rahe. mhd. diu rahe, die große Segelstange, Rah, holl. raa.

Rahne. mhd. ran, schlank, schweiz. râm, s. Stalder 2, 255.

Ramm. mnl. nd. ram, der Bock.

Ramsahl. holl. rampzalig, unglücklich.

Ranft. Brotrinde.

Rank. nd. holl. rank, schlank, schmächtig, so auch mhd. ranc.

Rathje. nd. Râtje, Radeke, männl. Taufname.

Rauhe. nd. raue, Ruhe.

Rave. Raven. mhd. râve, Sparren, Mz. râven.

Reck. holl. het rek, Stange, Gestell zu etwas, nd. rak.

Recke. mhd. recke, verfolgter Verbannter, umirrender Abenteurer, Held.

[55] Rehm. nd. rêm, Ruder.

Reitze. Ritz. Dimin. von Reichard, Richard.

Rieck. nd. rîk, reich.

Riedel. ahd. ridil, der Weberkamm, früher auch Rietkamm genannt.

Riehl. s. Rühle.

Ries. nd. rîs, Reis.

Ries. schweiz. das rîs, Platz zu einem Spiele, z. B. mit Kegeln, Karten.

Riewe. nd. riwe, die Reibe.

Rincke. mhd. diu rinke, Spange, Schnalle.

Ripe. nd. ripe, reif.

Ritz. nd. riz, Riß. schweiz. der ritz, plantago alpina, Heu das auf den Gipfeln der Berge gesammelt wird.

Röper. nd. reper, Seiler.

Röpke. nd. männlicher Taufname, Robekinus.

Rösel. schles. rösel, Röschen.

Röver. Röber. nd. röver, Räuber.

Rohne. nd. rôn, Radschiene.

Rolff. Roloff. Rudloff. nd. Rudolf.

Rommel. mnl. rommele, der Kreisel.

Rosin. frz. raisin, die getrocknete Weinbeere.

Roskamp. Ebenso die reine mhd. Form (ros, Pferd und kamp, der Kamm), aber erst im späteren Hochdeutsch nachweislich: ein Pferdekamm und ein Pferdehändler. mnl. roscam, einer der die Pferde putzt und ein Stallknecht.

[56] Rühle, Riel. nd. rühl, die Pflugreute, der Pflugrödel: der mit Eisen beschlagene Stab, womit man beim Pflügen die Pflugschaar reinigt.

Rummel. nd. rummel, ein ganzer Haufen von allerlei Dingen, besonders alter Hausrath.

Runne. nd. rune, Wallach.

Rust. nd. holl. rust, Ruhe.

Rutt. Aalraupe.

Ryder. nd. rider, Reiter.

Saacke. nd. sake, Sache.

Sachtleben. mnl. sacht leven, lustig leben, in Saus und Braus.

Sander. schmackhafter Fisch aus dem Barschgeschlechte, perca lucioperca.

Saß. mhd. diu sâȥe, Rastort.

Sasse. nd. sasse, Sachse.

Sasse. schweiz. die sasse, Schöpfgelte in Gestalt eines großen hölzernen Löffels.

Schaper. nd. schaper, Schäfer.

Schapheer. mhd. schapære, Schaffließ.

Schauer. früher großes kostbares Trinkgefäß von Silber oder Gold, vgl. Frisch 2, 166 a.

Scheele. nd. schele, schielend; eifersüchtig, neidisch.

Scheller. der Waldrabe.

Schelp. nd. schelp, Schilf.

Scheuch. mhd. schiech, schüchtern, zaghaft.

Schiebe. nd. schibe, Scheibe.

Schill. der unter dem Namen Zander bekanntere Fisch.

[57] Schill. holl. schil, Schale, Bast am Baum; der Staar.

Schindler. Schindelmacher.

Schlemilch. im 15. Jahrh. slemilch (slegemilch). Buttermilch.

Schlemm. mnl. slem, Gasterei.

Schleper. nd. sleper, Schlepper.

Schlette. nd. slete, Schliß, Unkosten, s. Frisch 2, 196 c.

Schlie. nd. slie, Schlei.

Schlote. nd. slote, Schlosse.

Schlüter. nd. slüter, Schließer, in früherer Zeit verantwortlicher Verwahrer, s. Frisch 2, 199 a.

Schlu. nd. slu, schlau.

Schluh. nd. slue, sluwe, Hülfe.

Schmand. Schmant, Milchrahm, schon im 15. Jahrh. smant.

Schmick. Peitsche, s. Frisch 2, 208 a.

Schmoll. mnl. smul, smoel, lau; trunken.

Schnake. nd. mnl. snake, die Schlange, mhd. snake, Mücke.

Schnath. nd. snât, auch wol snede, Gränzscheide.

Schnath. in Sachsen schnât, schneide, Vogelfang in Büschen mit Donen, Frisch 2, 214 b.

Schoch. mhd. der schoch, schweiz. der schochen, Heuschober.

Schoch. alte Interjection, s. Grimm Gr. 3, 298.

Schocke. nd. schocke, schucke, Zucke, Ziehpumpe.

Schomer. nd. schummer, Dämmerung.

Schoppe. mnl. schoppe, Schaufel.

[58] Schorge. vom mhd. schürgen, fortschaffen; noch jetzt am Rhein schürger, der die Waaren aufladet und fortschafft.

Schorpe. im 15. Jahrh. schorpe, Scorpion.

Schottelius. das latinisierte nd. schottel, Schüssel.

Schrader. nd. schrader, dän. skræder, der Schneider.

Schräk. dän. skræk, Schreck.

Schramm. holl. schram, Schramme.

Schröder. nd. schröder, schröer, Schneider noch im 16. Jahrh. allgemein, s. Brem. Wb. 4, 688.

Schröter. mhd. schrœter, im 15. Jahrh. schroter, Schneider, von schrôten, schneiden.

Schubart. Schubert. im 15. Jahrh. schubart, der Schuster.

Schuch. mhd. der schuoch, der Schuh, noch jetzt im Süden der schuch.

Schütte. nd. schütte, Schütze.

Schulze. ahd. scultheizo, Grimm Gr. 3, 694.

Schwanecke. nd. Swânke, weibl. Taufname.

Schweckler. mhd. swegelære, der Pfeifer. ahd. swegala, sewkala, tibia, fistula.

Schweder. nd. sweder, Kalbsmilch, anderswo auch midder.

Schweder. mhd. sweder, d. i. sô weder, wer auch von beiden.

Schweppe. nd. sweppe, Peitsche.

Schwieger. mhd. swiger, Schwiegermutter.

Seeger. nd. seger, Sieger.

[59] Sehlen. nd. dat selen, die Siele, das Pferdegeschirr.

Sehlstrang. nd. sêlstrank, Riemen oder Strick am Pferdegeschirre.

Sell. schweiz. sell, derselbe.

Selzen. mhd. seltsæne, seltsen, selten, seltsam.

Sender. mhd. der senedære, sender, der schmerzliches Liebesverlangen nach etwas hat.

Senne. schweiz. senne, der Hirt, welcher das Vieh den Sommer über auf der Alpe weidet und meistens selbst als Herr und Meister die Käse kocht.

Siedentop. mnl. sietpot, Kochtopf.

Siegel. obd. Dimin. von Siegfried oder Siegmund, s. Grimm Gr. 3, 693.

Siek. nd. sîk, holl. ziek, krank.

Siemering. schweiz. Brezel.

Sipf. nd. sip, mit spitzgezogenem Munde (besonders von affectierten Fräulein).

Slicher. mhd. slîchære, slîcher, Schleicher.

Sohlriede. ride nd. ein Bach: so giebt es bei Gifhorn die Helenriede, bei Hannover die Goseriede, Strangriede, Steinriede, Tiefenriede und Eilenriede, bei Bremen die Huckelriede. Vgl. Frisch 2, 118 c.

Sommerlatt. mhd. diu sumerlate, Schößling, der in einem Sommer gewachsen ist.

Sondergeld. sonder (ohne) Geld.

Spieren. nd. spire, ganz kleines Stück.

Spohn. nd. spôhn, Span.

Spring. mhd. der sprinc, der Quell.

[60] Sprute. nd. sprute, Sproß, Strauch.

Staack. holl. staak, nd. stake, Stange.

Stach. Stage. holl. stag, das stärkste Tau am Maste.

Stadelmann s. Städeler.

Städeler. Städler. mhd. stadelære, Aufseher eines stadelhoves, Herrenhofes. obd. noch jetzt stadel, Scheune, Stall.

Staffehl. flandr. stapeel, Arbeitstisch der Schneider, die sogenannte Hölle.

Starke. nd. starke, zweijährige Kuh, die noch nicht getragen hat.

Stege. mhd. diu stege, die Stiege, Treppe. schweiz. ebenso.

Steller. holl. steller, der eine Sache einrichtet.

Stelter. nd. stelter, Hinkebein.

Stöber. nd. stöber, ein kleiner Hund, der das Wild aufstöbert.

Stöter. nd. stöter, Stößer, Stoßvogel.

Stöver. nd. stöver, Bader, Frisch 2, 342 a.

Stoffregen. nd. stofregen, Staubregen.

Stolte. nd. stolte, stolze.

Stopp. nd. stop! halt! sacht!

Storren. schweiz. storren, der Staar.

Strate. nd. strate, Straße.

Straub. s. Strube. Struve.

Stremme. mnl. streme, Strich, Streif.

Stritter. ahd. strîtâri, mhd. strîtære, strîter, Streiter.

Stropel. holl. strop, Strick, Strang.

[61] Strote. nd. strote, holl. stroot, Kehle.

Strube. mhd. strûbe, Straube (Backwerk) vom schweiz. strube, Schraube, s. Struve.

Strübell. schweiz. strübli, Backwerk.

Struß. nd. struß, der Strauß.

Struve. nd. struve, holl. struive, gewundenes Backwerk, Spritzkuchen, Pfannkuchen.

Stümpel. nd. stümpel, mhd. stumbel, abgeschnittenes Ende, Ueberrest, z. B. stümpel wost, Stückchen Wurst.

Stünkel. schweiz. stünggeli, kurzes Röckchen.

Stürtz. schles. (auch altschles.) stürze, Deckel auf irdenen und ehernen Gefäßen.

Stuke. nd. stuke, der dicht über dem Erbboden abgesägte ober abgehauene Baumstamm mit der Wurzel, Wurzelstock.

Suhr. nd. sûr, sauer.

Tacke, nd. tacke, holl. tak, Zweig.

Täger. nd. täger, Zehnter, der den Zehenten einnimmt.

Tamme. holl. tam, zahm.

Tanner. mnl. taner, Lohgerber.

Tappert. mhd. tappert, ital. tabarro, mantelartiges Kleid, s. die Limburger Chronik beim J. 1370. аltnd. tabbart.

Tatge. nd. in der Kindersprache tate, Vater, tâtge, Väterchen.

Tatter, nd. tater, Zigeuner.

Teder. holl. teeder, zart.

[62] Tegeler. nd. tegeler, Ziegler.

Telgener. nd. wol einer der das Feld einfriedigt, wie das mhd. und schweiz. zelgen zu bestätigen scheint. Vgl. Frisch 2, 471 b.

Textor. lat. textor, der Weber.

Thun. nd. tûn, Zaun.

Tievel. mhd. der tievel, tiuvel, διάβολος, Teufel.

Timme. Timke. nd. weibl. Taufname in der Bremer Gegend.

Timmer. nd. timmer, Bauholz; Zimmer; Zimmer: 60 Felle.

Timmermann. nd. timmerman, Zimmermann.

Timpe. nd. timpe, Zipfel, auch spitzer Hut (timpen werden die spitzen Hüte der Juden genannt, die sie im Mittelalter tragen mußten).

Tochtermann. obd. Schwiegersohn.

Tölke. nd. männlicher Taufname im Bremischen.

Tölke. mhd. tolke, der Dollmetsch.

Tölle. s. Dölle.

Tott. mhd. der tote, der Taufpate.

Tovote. nd. to vote, zu Fuß.

Tramm. mhd. der trâm, trâme, der Balken.

Troll. schwed. troll, in der nordischen Fabellehre ein Riese, aber auch ein allgemeinerer Ausdruck für andere Geister und zauberhafte Wesen, s. Grimm Mythol. 2. Ausg. 493.

Trott. mhd. der trotte, die Weinkelter.

True. nd. true, Treue.

[63] Trümper. altnd. trumper, mnl. tromper, der Trompeter.

Trull. altnd. trul, ein Biermaß, Brem. Wb. 5, 117.

Tubbe. nd. tubbe, Zuber, Kübel.

Tüscher. nd. tüscher, Täuscher. mnl. tuischer, ein Spieler, besonders Würfel- und Brettspieler. altnd. tûscher, Gaukler, s. Horae belg. 7, 36.

Tuhten. nd. tuten, auf dem Horne blasen.

Turba. lat. turba, Aufruhr, Schwarm etc.

Twele. nd. twele, Handtuch, Quehle, schweiz. zwähele, Stalder 2, 483. ahd. dwahilla von dwahan, waschen.

Uehre. holl. uur (spr. ühr), Stunde, Uhr.

Uhle. nd. ule, Eule.

Unsell. mhd. unsælde, Unglück. Im späteren Mhd. unsel für üsele, heiße Asche.

Utermöhlen. nd. ût der mölen, aus der Mühle.

Uthe. nd. Adv. ute z. B. dat vüer is ute.

Vaas. mhd. vahs, das Haupthaar, dagegen mhd. vase, die Faser.

Velke. schles. velke, das Veilchen, viola.

Vollheye. mhd. der heie, der Hüter, Pfleger.

Voss. nd. holl. vos, Fuchs.

Walte. nd. walte, Streu mit übergelegten Betten, worauf eine ganze Gesellschaft sich schlafen legt.

Wannschaffe. Wahnschaff. mhd. wanschaffen, nd. wanschapen, ungestalt.

Wecke. mhd. der wecke, Keil zum Spalten; ferner keilförmiges Gebäck, der Weck.

[64] Wedde. altnd. wedde, mhd. wette, Vertrag; Pfand; Buße.

Wede. altnd. wede, aus Zweigen geflochtenes Band.

Wehner. nd. wener, holl. weener, Weiner.

Wehr. mhd. der wer, Gewährleister, Bürge.

Wehr. schweiz. der wêr, Pferd von drei Jahren.

Weigel. obd. Dim. von Weigand, Grimm Gr. 3, 693.

Weitz. Dim. von Weichard, Wichard.

Welgen. nd. welgen (hamburg.), Brühe von Gersten- oder Hafergrütze.

Weller. mhd. wellære, weller, Waller, Pilger.

Wente. mhd. diu wente, nd. wende, die Seite, der Ort wo man wendet.

Weppe. mhd. daȥ weppe, der Aufzug beim Weben.

Werle. nd. werel, fette Wiese in der Nähe der Flüsse.

Werle. ahd. weril (fliugônoweril, Fliegenwedel).

Wesche. mhd. der, diu wesche, Wäscher, Wäscherin.

Wessel. nd. ein männl. Taufname.

Wessel. nd. wessel, Wechsel.

Weth. mnl. weet, Waid, ein Färberkraut.

Wettig. holl. wettig, gesetzlich, rechtmäßig.

Wettig. mnl. wettich, scharf (mhd. wahs).

Wetzig. mhd, wezic, scharf.

Weyrich. entstanden aus Wegerich, plantago oder Weiderich, epilobium.

Wigand. mhd. wîgant, Krieger, Held.

Wiebe. mhd. wîwe, Weihe.

Wiechel. im Mnl. wiechelen, wijchelen, weißsagen.

[65] Wieger. mhd. wîger, Weiher, Fischteich, vivarium.

Wiehe. nd. wihe, mhd. wîhe, die Weihe.

Wieker. mhd. wicker, Weißager.

Wiering. nd. wire, Draht.

Wieters. nd. witers, weiter, ferner.

Wildführ. mhd. wiltviur, St. Antons Feuer, die Rose, erysipelas.

Wilken. nd. ein männlicher Taufname, wahrscheinlich aus Wilhelmken.

Willige. nd. willige, die Weide, salix.

Wimmer. mhd. wimmer, Winzer, vindemiator.

Winkel. Winckel. nd. (Hamb.) und mnl. winkel, Werkstätte; Kauf- und Schenkladen.

Winckler. holl. winkelier, Krämer.

Wipper. ahd. wippera, die Viper, das lat. vipera.

Wippern. die Augenwimpern, Frisch 2, 451 c. altschles. Wb.: wympbron, supercilium.

Wissel. nd. wissel, wisselbere, Weichselkirsche.

Witte. nd. witte, weiße.

Wittig. nd. wittich, kundig, gelehrt.

Wittstruck. nd. wit, weiß und strûk, Strauch.

Wöbse. nd. wöpse, mhd. wefse, ahd. wefsa, lat. vespa, die Wespe.

Wöhler. nd. wöler, weuler, holl. woeler, Tober, Schwärmer, Unruhegeist.

Woltemath. nd. wol to mate, mhd. wol ze mâȥe, gehörig, eben recht.

Wrede. nd. wrede, holl. wreed, grausam.

[66] Würtz. Wörtz. das noch nicht gegohrene und noch nicht gehopfte Bier, mhd. wirz, brasium.

Wunnenberg. rotwälsch schöne Jungfrauen.

Wynecken. Wynecke. Wienecke. Dim. von nd. wîn, Wein.

Zeller. mhd. zellære, zeller, Zähler, Rechner.

Zeumer. Zäumer, Zaummacher.

Ziesel. mhd. diu zîsel, der Zeisig.

Zimpel. sächsisch ausgesprochen: die Cymbel, das Hackebrett.

Zöfgen. Zöfchen, Kammerjungfer. [67] [68]


  1. Alle gesperrten [in dieser Transkription: kursiven] Wörter sind niederdeutsch.
  2. Vergl. W. Ubbelohde, Statistisches Repertorium über das Königreich Hannover. Hannover, Hahn. 1823. 4.