RE:Antiochos 68

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2494
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68) Aus Athen (Hephaistion Theb. II 1 bei Engelbrecht Hephaest. von Theb. 36), Astrolog, von dessen Büchern manches handschriftlich erhalten ist (vgl. Engelbrecht a. a. O. Fabricius Bibl. Gr. l. III c. 20).

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 92
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Ausgedehnte Excerpte dieses Astrologen oder der Paraphrase von Rhetorios sind von Boll in dem Catal. cod. astrol. I Cod. Florent. 108f. 142f. veröffentlicht. An der zuerst genannten Stelle sind gegen 150 Hexameter, die unter seinem Namen gehen, abgedruckt. Vgl. zu ihnen Ludwich Krit. Beitr. zu den poet. Erzeugnissen griech. Magie (Königsb. Lekt.-Verz. 1899) 4ff. Sein Werk umfasste sieben Bücher ἤγουν περὶ γενεθλίων ε’, καὶ περὶ ἐρωτήσεων β’ (ebd. 82, 20). Er wird oft in den astrologischen Sammelwerken citiert (vgl. ebd. die Indices).

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Band S IV (1924), Sp. [S_IV 32]–33
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     S. 2494 zum Art. Antiochos:

68) Über diesen Astrologen wissen wir jetzt aus neu bekanntgegebenen Texten viel mehr. Die Frage nach seiner Lebenszeit ist von Boll Sphära 54; S.-Ber. Akad. Heidelb. 1910, 7 (dort der Kalender des A. ediert) erörtert. Er wird außer von Hephaistion (o. Bd. VIII S. 309) genannt von Porphyr, in Tetrab. 194 (der ihn anscheinend Seiten lang ausschreibt), Firmic. II 29, 2 (für die Lehre von den antiscia) und dem Astrologen des J. 379 (Catal. cod. astrol. V 1, 205, 14); man wird ihn daher spätestens ans Ende des 3. Jhdts. setzen. Er ist uns hauptsächlich durch den zu Beginn des 6. Jhdts. schreibenden Rhetorios bekannt (Cumont Mél. d’Archaeol. 37, 38); da dieser neben ihm andere jüngere Quellen benutzt, so ist es schwer zu sagen, ob man im einzelnen Falle eine Quellenangabe z. B. aus Ptolemaios oder Valens auf A. zurückführen darf, und daher auf diesem Wege ein sicherer Terminus post quem für A. kaum zu gewinnen. 90 Kapitel ἐκ τῶν Ἀντίοχου θησαυρῶν sind Catal. I 140. VII 107 ediert, dazu VIII 3, 104 in einer Übersicht über die astrologische Literatur eine συνκεφαλαίωσις τῶν Ἀντιόχου θησαυρῶν, und zwar von B. I und II (S. 118), aus der sich ergibt, daß er Hermes (o. Bd. VIII S. 798), Nechepso und Petosiris (s. d.) und Timaios benutzt: er darf wohl für einen Hauptvermittler von deren Lehren gelten, und man wird in den Thesauroi, wie auch der Name andeutet, eine der großen Kompilationen [333] sehen dürfen, die damals überhaupt und namentlich in der Astrologie beliebt waren (vgl. Vettius Valens). Auch Teukros gehört zu seinen Quellen (Boll Sphära 56), und sein Kalender scheint von der Kritik an Ptolemaios abhängig zu sein (Boll S.-Ber. 38). Da er uns immer als Prosaschriftsteller entgegentritt, so werden die Hexameter über die Bedeutung der Planeten an einzelnen Stellen der Genitur, die unter seinem Namen überliefert und Catal. I 108 gedruckt sind, einem andern, etwa dem Dorotheos (o. Suppl.-Bd. III S. 412), zuzuschreiben sein. Nach dem Araber Masala (Catal. I 82) hat er 7 Bücher verfaßt, 5 περὶ γενεθλίων und 2 περὶ ἐρωτήσεων; doch ist dessen Angaben nicht ohne weiteres zu trauen. Vgl. auch Catal. VIII 4, 115ff.

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Band S V (1931), Sp. [S_V 2]–[S_V 3]
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S. 2494 zum Art. Antiochos Nr. 68 (vgl. Suppl.-Bd. I S. 92):

A., von Heph. Theb. als Athener bezeichnet, wird von Anon. des J. 379 (Catal. cod. astrol. I 80, 24 = V 1, 205, 14) unter den älteren Astrologen zwischen Valens und Antigonos (o. Z. 4) genannt. Wir kennen ihn hauptsächlich durch Rhetorios, der größere Abschnitte seines Sammelwerkes als ἐκ τῶν Ἀντιόχου θησαυρῶν ἐπίλυσις καὶ διήγησις πάσης ἀστρονομικῆς τέχνης bezeichnet (Catal. I 140ff. VII 107ff. und besonders VIII 4, 115ff.). In der Epitome des Cod. Paris. 2425 (Catal. VIII 3, 91ff.) steht als Cap. LXI eine συγκεφαλαίωσις τῶν Ἀντιόχου θησαυρῶν (weiterhin [Catal. 111] τῶν Ἀντιόχου εἰσαγωγικῶν βιβλίου α’ συγκεφαλαίωσις, S. 118 die Inhaltsübersicht des 2. Buches), in der einmal mitgeteilt wird, A. billige die Methode des Ptolemaios und Dorotheos, und am Schlusse, er sei älter als Paulos von Alexandria und Valens (was auf einem Schluß zu beruhen scheint); jedenfalls zitiert ihn Porph. in Ptolem. 194 und exzerpiert ihn in weitestem Umfange, ohne ihn zu nennen (Cumont Catal. VIII 3, 111). Firmicus II 29 nennt ihn zwischen Ptolemaios und Dorotheos für die Lehre von den antiscia. Er wird um 200 n. Chr. anzusetzen sein; sein Werk mag wirklich θησαυροί geheißen haben; die εἰσαγωγικά können ein davon verschiedenes Buch sein. Einen für Ägypten bestimmten [3] Kalender des A., der ebenfalls aus dem großen Sammelwerk stammt, gab Boll S.-Ber. Akad. Heidelb. 1910 Abh. 16 heraus; vgl. auch Boll Sphaera 52. Verwirrung hat es gestiftet, daß Palchos Catal. I 108 eine größere Reihe von Hexametern des A. anführt, während doch sonst alles auf ein Prosawerk weist; ich habe daher Philol. N. F- XI 126 (vgl. Catal. VI 91) vermutet, daß diese Verse vielmehr von Dorotheos stammen (s. o. Suppl.-Bd. III S. 412), und Boll ist nach anfänglichem Widerspruch dieser Vermutung beigetreten; ebenso Cumont Mél. d’Archéol. XXXVII 39.