BLKÖ:Kumenecker, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kumenecker, Dominik
Band: 13 (1865), ab Seite: 364. (Quelle)
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Kumenecker, Joseph (Tonsetzer, geb. in der Wiener Vorstadt Alt-Lerchenfeld 24. October 1830). Der Sohn eines braven Schullehrers [siehe S. 370 in den Quellen]; von 21 Kindern der einzige noch lebende Sohn aus dritter Ehe. Nach beendeter Normalschule besuchte er die beiden Jahrgänge der Realschule am Wiener polytechnischen Institute, erhielt aber zu gleicher Zeit von den Gehilfen seines Vaters einigen Unterricht im Singen, Violin-, Clavier- und Orgelspiele [365] und kam im Jahre 1846 als Lehramts-Candidat zu den PP. Piaristen. Dort legte er den pädagogischen Curs, der für Präparanden vorgeschrieben ist, mit gutem Erfolge zurück und darauf wurde er vom Consistorium an der Schule seines Vaters als Schulgehilfe angestellt. Seiner Neigung zur Musik bot sich auf dieser Stelle ein dankbares Feld. Sein Vater hatte als Regens chori an der dortigen Pfarrkirche die Chormusik zu besorgen und so hatte der Sohn Gelegenheit gefunden, seine musikalischen Kenntnisse nach allen Seiten zu erweitern. Schon damals versuchte sich K. in der Composition und als der Vater sein Talent erkannte, ließ er ihn den Generalbaßcurs bei St. Anna mithören. Aus jener Zeit stammt sein Lied „Sonst und Jetzt“, welches in einer von Doretti bei Gustav Albrecht in Wien herausgegebenen Lieder-Sammlung Aufnahme und Beifall gefunden. Der talentvolle Naturalist schritt nun zu eifrigen und ernsten Studien; diese aber wurden durch die Ereignisse des Jahres 1848 unterbrochen. K. vertauschte Fibel und Leyer mit dem Schwerte und wurde eifriger Nationalgardist. Die Folgen davon waren seine Entlassung vom Schulfache und die unfreiwillige Abstellung zum k. k. Militär. Nachdem er nahezu zwei Monate in politischer Untersuchungshaft gewesen, wurde er am 2. Jänner 1849 von Amtswegen als Krankenwärter zum k. k. Militär assentirt und in dieser Eigenschaft dem k. k. Garnisons-Hauptspitale in Wien zur Dienstleistung übergeben. Alle Bemühungen, ihn dem Civilstande wieder einzuverleiben, blieben zu jener Zeit erfolglos; eine schwere Krankheit, bei welcher er das Augenlicht am linken Auge verlor und wodurch er zu allen militärischen Dienstleistungen gänzlich untauglich ward, trat rettend dazwischen, denn erst aus diesem Anlasse wurde er zu Anfang des Jahres 1850 bis zur Entlassung beurlaubt und seinem Vater übergeben. Während seiner militärischen Dienstzeit bot sich ihm jedoch glücklicher Weise öfter Gelegenheit, seinem Vater in der Chormusik auszuhelfen; auch stahl er sich, der Gefahr exemplarischer Bestrafung trotzend, nicht selten vom Krankenzimmer weg, um dann in bereitgehaltene Civilkleider zu schlüpfen, und bei der Chormusik in der Alt-Lerchenfelder Kirche mitzuwirken. Während seiner Beurlaubung beschäftigte er sich mit Unterrichtertheilen, zugleich aber nahm er bei Joseph Schlesinger Unterricht im Generalbasse. Schon hatte es den Anschein, als ob seine Zukunft sich freundlicher gestalten sollte, als er neuerdings in gewaltsamer Weise aus seiner friedlichen Beschäftigung gerissen wurde. Die Sache verhielt sich so. Während K. im Garnisonsspitale unfreiwillig Krankenwärterdienste verrichtete, fand in Ungarn der unheilvolle Revolutionskrieg Statt und mehrere schwer verwundete Kriegsgefangene, darunter auch Honved-Officiere, wurden in’s Spital zur ärztlichen Behandlung und Pflege gebracht. Ihr Zustand flößte K. Mitleid ein und so bescheiden auch seine Stellung als Krankenwärter war, so hatte er doch Gelegenheit gefunden, den Verwundeten manche Erleichterung zu verschaffen, kurz ihnen ihre traurige Lage in soweit erträglicher zu machen, daß diese dem barmherzigen Krankenwärter sich verpflichtet fühlten. So geschah es, daß, als dieselben genesen, frei in ihre Heimat entlassen wurden, sie auch den mittlerweile beurlaubten Krankenwärter, der wieder im Elternhause sich aufhielt, vor ihrer Abreise aufsuchten, um ihm nochmals zu danken. Sie thaten dieß unglücklicher Weise in ihrer auffälligen Honvedtracht, welche in einer [366] Vorstadt Wiens, deren die meisten in Kleinstädterei sich überbieten, Alles an Thüren und Fenster lockte und Aufsehen erregte. Damals aber herrschte in Wien eine sehr traurige Zeit, der Verrath und das Spionirsystem blühten und suchten mit Gier ihre Opfer. Der obige Umstand genügte, den Verdacht gegen K. von Neuem wach zu rufen. In der Faschingdienstagnacht des Jahres 1850 wurde er abermals ausgehoben und am Morgen früh ohne Weiteres mit einem Transporte zur Nordbahn escortirt. Es ging nun, wie er später erfuhr, nach Königgrätz und dort sollte er dem Infanterie-Regiments Palombini Nr. 36 (heute Degenfeld) einverleibt werden. In Prag aber erkrankte er und mußte dort in das Garnisonsspital gebracht werden. Und das war sein Glück. Denn daselbst lernte er den Spitalscaplan, nachmaligen Feldsuperior V. Swoboda kennen; diesem würdigen Priester vertraute K. seine ganze Noth; und diesem gelang es, daß K. nach einigen Tagen schon wieder auf freien Fuß gesetzt und ihm, dem Spitalscaplan, als Meßnergehilfe beigegeben wurde. Indessen that der Feldcaplan alle nöthigen Schritte, um seinen Schützling aus dem Militärverbande zu befreien, und endlich wurde K. im Juni 1850, mit Abschied entlassen, in seine Vaterstadt zurückgebracht. Nun galt es von vorne anfangen. Dieses Intermezzo erschwerte nicht wenig seine neue Standeswahl. Endlich entschloß er sich, Musiker zu werden, als solchem konnte ihm die Mißgunst des Geschickes nicht größeren Schaden mehr zufügen, als es ihm bisher zugefügt. K. übernahm nun für seinen Vater, dem auch eine Erleichterung seiner Bürde noth that, die Besorgung der Chormusik, und nachdem dieser die Stelle eines Regens chori an der Alt-Lerchenfelder Kirche zurückgelegt, erhielt sie der Sohn im Jahre 1853, freilich zuerst nur provisorisch. Da aber mit diesem Posten kein Gehalt verbunden war, so war ihm einstweilen nur ein Feld, um seine Thätigkeit entfalten zu können, geboten, im Uebrigen mußte er durch Unterrichtertheilen in Musik für sich sorgen. Aber die Thätigkeit, welche der junge Regens chori entwickelte, zog bald Freunde der Musik in die kleine, ihrer Musikaufführungen wegen schon viel und rühmlich genannte Alt-Lerchenfelder Kirche. Noch mehr war dieß der Fall, als an die Stelle des alten Kirchleins der neue herrliche Bau trat und mehrere aufeinander folgende Kirchenfeste, wie die Weihe der Thurmkreuze, jene der Glocken, endlich die Orgelprobe in der neuen Kirche, ihm Gelegenheit boten, vor einem größeren und gewählten Zuhörerkreise sein Talent zur Geltung zu bringen, und zwar das doppelte, des Regens chori und jenes des Componisten, indem er bei solchen Anlässen auch eigene Werke mit imposanten Kräften zur Aufführung brachte. Besonders erntete allgemein großen Beifall seine Orgel-Cantate mit Text von Sebastian Brunner [Bd. II, S. 176], welche bei der Orgelprobe aufgeführt wurde. Im November 1855 erfolgte nun seine definitive Anstellung als Chordirector der Alt-Lerchenfelder Kirche. Nun begann er mit Eifer und Vorliebe die Meister der alten niederländischen und italienischen Schule zu studiren, und er war es, der diese großen Meister der Musik in seiner Kirche zu ihren verdienten Ehren brachte. Bald darauf betheiligte er sich an der Gründung der Sing-Akademie, welche unter Stegmaier’s Leitung diese classische Musik zu pflegen versprach. In der Charwoche jedes Jahres brachte nun K. Tonwerke aus den Musikschätzen der alten [367] kirchlichen Tonclassiker zur Aufführung und die hohen Musikgenüsse, welche der Musikchor der Alt-Lerchenfelder Kirche den begeisterten Musikfreunden Wiens bot, zog immer mehr Liebhaber dahin und gewann seinem Chore die besten Kräfte der Residenz. So wurden am Charfreitage des Jahres 1858 Astorga’s, an jenem des Jahres 1859 Antonio Caldara’s „Stabat mater“, am Charfreitage des Jahres 1862 das Oratorium von Joseph Haydn: „Die sieben Worte“, seit vielen Jahren in keiner Kirche Wiens gehört, und am Charfreitage 1863 Schubert’s „Stabat mater“ zum ersten Male aufgeführt, und außerdem viele andere Werke alter und neuer Zeit durch seine Forschungen in allen Bibliotheken Wiens und Prags der Vergessenheit entrissen. Im J. 1855 gründete er nun auch eine Musikschule, deren unmittelbare Leitung er selbst führt. Mit seinen zahlreichen Zöglingen hält er alljährlich öffentliche Musikprüfungen, deren Ergebnisse seiner Anstalt einen Platz unter den ersten in der Kaiserstadt einräumen. Im Jahre 1860 gründete er aber – und fast allein – für die neu gebaute große Alt-Lerchenfelder Kirche einen Kirchenmusik-Verein, dessen artistischer Director er ist und dem seine rastlosen Bemühungen den glänzenden Ruf bereiteten, dessen sich derselbe in der Musikwelt erfreut. Der Musikchor der neuen Kirche, genau nach seiner Angabe gebaut, ist der besteingerichtete, der überhaupt irgendwo anzutreffen sein dürfte. Schon in der kleinen Kirche und mit beschränkten Mitteln bot K. Alles auf, echte Kirchenmusik zu fördern und zu veredeln; nun erst mit dem Riesenchore in der Prachtkirche und mit den ihm durch den Kirchenmusik-Verein zu Gebote stehenden, fast großartigen Mitteln muß K. seine Bemühungen verdoppeln; aber in der That, seine Leistungen sind nicht gewöhnlicher Natur. Vierteljährig werden von ihm gedruckte Programme[1] veröffentlicht, welche mit gewissenhafter Strenge durchgeführt werden, und diese Programme zeigen uns die großartigsten Tonwerke aller Zeiten und aller Völker. Von K.’s eigenen Compositionen, deren Zahl bereits auf 105 gestiegen und von denen viele in Wien bei Glöggl, Wessely und Hammer, und einige bei Sigl in Leipzig erschienen sind, folgt weiter unten ein vollständiges Verzeichniß. Im J. 1862 wurde K. von dem Männergesang-Vereine „Liedgenossen“ zum Chormeister gewählt, und in dieser Eigenschaft wurde ihm die Auszeichnung zu Theil, bei dem Feste, welches [368] der Gemeinderath Wiens dem von dem Fürstentage zu Frankfurt am Main rückkehrenden Kaiser am 5. September 1863 veranstaltete, den „Festgruß“ zu componiren, welcher auch unter seiner Leitung von sämmtlichen anwesenden Männergesang-Vereinen Wiens und der Umgebung ausgeführt wurde. Noch früher aber, nämlich bei der Eröffnungsfeier der neuen Alt-Lerchenfelder Kirche am 1. September 1861, wurde K. aus Anlaß des zu diesem Zwecke componirten und unter seiner Leitung aufgeführten großen Fugenchors „Alleluja“ von Sr. Majestät dem Kaiser, der dieser Feier beigewohnt, mit einem kostbaren Brillantringe ausgezeichnet. In neuester Zeit wählte ihn auch der „Fortbildungs-Verein für Buchdrucker in Wien“ zum Chormeister für seinen Sängerchor.

l. Kumenecker’s Compositionen. Die mit einem * bezeichneten sind in Wien im Drucke erschienen; die mit zwei Sternen (**) bezeichneten befinden sich in einer Sammlung aller jener Hymnen, welche in der Charwoche oder bei außergewöhnlichen Gelegenheiten der katholische Ritus zu singen vorschreibt, durch welche Sammlung einem Bedürfnisse, namentlich für kleine Stadt- und Landkirchen, abgeholfen wird. Die mit einem S bezeichneten sind bei Sigl in Leipzig erschienen. „Grablied für Männerstimmen“, Op. 1. – „Tantum ergo, Vocal in F“, Op. 2. – „Ave Maria, Vocal mit Harmoniebegleitung, in C“, Op. 3. – „Tantum ergo für Männerstimmen, in G“, Op. 4. – „Libera für Vocal mit 3 Posaunen, in D-moll“, Op. 5. – *„Offertorium pastorale (Deus firmavit). Alt- und Flöten-Solo mit Orchester“, Op. 6 (Wien, Glöggl). – *„Sonst und Jetzt. Lied“, Op. 7 (Wien, Albrecht). – **„Processions-Gesang für Mariä Lichtmeß“, Op. 8. – **„Pange lingua für Vocal mit Orgelbegleitung“, Op. 9. – **„Vocal-Messe in Es mit Orgelbegleitung“, Op. 10. – **„Graduale et Offertorium für Gründonnerstag“, Op. 11. – „Graduale für Pfingstsamstag“, Op. 12. – *„Offertorium (Domine exaudi). Sopran- und Oboe-Solo mit Orchester“, Op. 13 (Wien, Glöggl). – „Gendarmerielied für Männerstimmen“, Op. 14. – *„Grablied, dem Andenken meines Vaters geweiht, für Männerstimmen“, Op. 15. – „Offertorium (Jubilate Deus). Alt-Solo mit Orchester“, Op. 16. – *„Tantum ergo für Solo-Quartett“, Op. 17 (Wien, Wessely). – „Offertorium (Misericordias Domine). Sopran-Solo mit Orch.“, Op. 18. – **„Processions-Gesang für Palmsonntag“, Op. 19. – **„Graduale et Offertorium für Palmsonntag“, Op. 20. – **„Chorus zur Communion für Gründonnerstag“, Op. 21. – **„Popule meus für Solo- und Chorstimmen für Charfreitag“, Op. 22. – **„Hymnus zur Grablegung (Vexilla Regis)“, Op. 23. – „Aloisialied (Kirchenlied)“, Op. 24. – **„Pange lingua und Antiphonen zur Frohnleichnams-Procession“, Op. 25. – „Graduale (Omnes sancti Angeli). Alt-Solo mit Orchester“, Op. 26. – „Offertorium (Veritas mea). Sopran- und Alt-Solo mit Orch.“, Op. 27. – „Tantum ergo pastorale“, Op. 28. – *„Tantum ergo [369] für Alt-, Tenor- und 2 Baßstimmen“, Op. 29 (Wien, Wessely). – *„Tantum ergo für 5 Solostimmen und Baß“, Op. 30. – *„Offertorium (Beata Virgo). Solo mit Chor u. Orch.“, Op. 31 (Wien, Glöggl). – *„Salve Regina (vierstimmiges deutsches Strophenlied)“, Op. 32. – „Tantum ergo für 1 Singstimme mit Orgelbegl.“, Op. 33. – „Fest-Messe in F für Solo und Chor, mit großem Orchester“, Op. 34. – **„Musik für Charsamstag, bestehend aus kleiner Figural-Messe und Vesper“, Op. 35. – *„Gebet des Herrn. Vocalchor“, Op. 36 (Wien, Glöggl). – *„Solfeggien für 1 Singstimme mit Pianoforte“, Op. 37 (Wien, Wessely). – „Die Kirchenglocken. Vocalchor“, Op. 38. – *„Zweistimmige Solfeggien“, Op. 39 (Wien, Wessely). – *„Der Traum. Lied mit Pianofortebegl.“, Op. 40 (Wien). – „Offertorium pastorale (Tui sunt coeli). Sopran- und Horn-Solo mit Orch.“, Op. 41. – „Tantum ergo für Vocal“, Op. 42. – „Präludien für die Orgel“, Op. 43. – „Offertorium (Inveni David); für Chor und Orchester“, Op. 44. – *„Duetten für Gesangsschulen“, Op. 45 (Wien, Wessely). – „Echtes Glück. Männerchor“, Op. 46. – *„Die Waise. Lied mit Pianofortebegl.“, Op. 47. – „Lobgesang (Kinder-Quartett)“, Op. 48. – „Serenade (Gelegenheitsscherz)“, Op. 49. – „Solfeggien“, Op. 50. – „Kurze Messe für 1 Singstimme mit Orgel“, Op. 51. – *„Graduale (Timete Dominum)“, Op. 52 (Wien, Wessely). – „Sylvesterlied. Chor für Männerstimmen“, Op. 53. – „Tantum ergo, past.“, Op. 54. – „D’ Meidlinger Stoßseufzer. Walzer für Piano“, Op. 55. – *„Tantum ergo in B für Männerchor“, Op. 56. – „Abschiedslied. Männerchor“, Op. 57. – *„Pange lingua und Antiphonen mit Harmoniebegl.“, Op. 58. – *„Asperges, für Männerstimmen (deutsches Kirchenlied)“, Op. 59 (Wien, Hammer). – *„Frühlings-Einzug. Frauenchor mit Clavierbegl.“, Op. 60 (Leipzig, Breitkopf u. Härtl). – *„Graduale (Alt oder Bariton) (Gloria et Honore)“, Op. 61. – S „Volkslied (Wo still ein Herz von Liebe glüht). Männerchor“, Op. 62. – „Die Gratulanten (Gelegenheitsscherz)“, Op. 63. – „Offertorium (O salutaris hostia). Bariton-Solo mit Orchester“, Op. 64. – „Die Abendglocke. Frauenchor mit Clavierbegl.“, Op. 65. – „Gebet der Maria Stuart. Gesang mit Physharmonikabegl.“, Op. 66. – „Trinklied. Chor für Männerstimmen“, Op. 67. – „Immer mehr. Humoreske für Männerst.“, Op. 68. – „Tantum ergo. Vocal mit Harmoniebegl.“, Op. 69. – „Salve Regina. Zweistimmiger Chor mit Orchesterbegl.“, Op. 70. – *„Zwei Tantum ergo für Frauenchöre“, Op. 71 (Wien, Glöggl). – „Cantate zur Orgelprobe für Solo, Chor und Orgelbegl. Text von Seb. Brunner“, Op. 72. – „Offertorium (O Deus ego)“, Op. 73. – „Messe in B, vierstimmig, für Frauenchor“, Op. 74. – „Trauerchor“, Op. 75. – „Frauenhuldigung. Doppelchor“, Op. 76. – „Choral, vierstimmiger Frauenchor“, Op. 77. – „Graduale (Justus ut palma florebit). Chor mit Orch.“, Op. 78. – „Deutscher Gesang. Männerchor“, Op. 79. – SFugenchor. Alleluja mit großem Orchester zur Einweihung und Eröffnung der Alt-Lerchenfelder Kirche“, Op. 80. – „Tantum ergo. Vocal in D-molI“, Op. 81. – **„Asperges für die Fasten“, Op. 82. – *„Tantum ergo, past. in D für Chor“, Op. 83. – *„Tausendschön. Männerchor“, Op. 84 (Wien, Wessely). – „Drei- und vierstimmige Gesangübungen als Vorübung zum mehrstimmigen Gesange“, Op. 85. – *„Messe für Männerstimmen“, Op. 86 (Wien, Hammer). – *„Todten-Motette mit 3 Posaunen“, Op. 87 (ebd.). – „Sängergruß. Männerchor“, Op. 88. – *„Todten-Motette mit 4 Posaunen“, Op. 89 (Wien, Hammer). – „Veni sancte, dreistimmig“, Op. 90. – „Tantum ergo, achtstimmig“, Op. 91. – „Männer und Buben. Männerchor“, Op. 92. – „Deutscher Gruß an Ungarn. Männerchor“, Op. 93. – *„Festgruß an Se. Maj. den Kaiser Franz Joseph“, Op. 94. – S „Morgen wieder. Männer-Quartett“, Op. 95. – **„Ecce quomodo“, Op. 96. – **„Magnificat“, Op. 97. – „Offertorium (Inveni David). Contra-Alt-Solo mit Orchester“, Op. 98. – S „Zweistimmige Messe mit Orgelbegl.“, Op. 99, wurde zur Einweihung der Capelle des Frauenklosters am Schottenfelde componirt. – „Große Fest-Messe“, Op. 100. – „Tantum ergo und Te Deum, zweistimmig, mit Orgelbegl.“, Op. 101. – „Litaney“, Op. 102. – S „Das Auge. Volkslied. Männerchor“, Op. 103. – „Musik zur dramatischen Scene: Die kleinen Hirten vor der Krippe Jesu“, Op. 104. – „Marienlied, zweistimmig, mit Orgelbegl.“, Op. 105. – S „Volkslied aus Südermanland. Männerchor“, Op. 106.
II. Zur Biographie Kumenecker’s. Neue Zeitschrift für Musik, herausgegeben von Franz Brandel (Leipzig), 1864, Nr. 50 u. 51. – [370] Blätter für Theater, Musik und Kunst. Herausgegeben von L. A. Zellner (Wien, kl. Fol.) 1862, Nr. 32, S. 126: „Der Alt-Lerchenfelder Kirchenmusik-Verein, sein Programm und seine Leistungen“, von Dr. Laurencin. – Wanderer (Wiener politisches Blatt, Fol.) 1864, Nr. 165. – Presse (Wiener polit. Blatt, Fol.) 1863, Nr. 123 [im Feuilleton]. –

  1. Als ein Beitrag zur Geschichte der Kirchenmusik in Wien und als Beweis, welchen bedeutenden Antheil K. an deren Hebung hat, durch Aufführung längst vergessener Meisterwerke älterer Zeit, wird hier ein Programm mitgetheilt, und zwar das zweite des vierten Vereinsjahres (1865) der vom Alt-Lerchenfelder Kirchenmusik-Vereine, dessen Leitung K. hat, zur Aufführung gelangenden Tonwerke. Die mit einem * bezeichneten Werke wurden in dieser Kirche zum ersten Male aufgeführt. Am 1. Jänner (Neujahr): *Tantum ergo von E. Aigner, in B. Vocal; Messe von J. Rainer, in B; Graduale von L. Rotter, Nr. 4, in B (Confitemini); Offertorium von L. Cherubini, in B (Salvum fac.). – Am 6. Jänner (h. drei Könige): Tantum ergo von Abbé Stadler, in C, Voc.; Messe, Pastoralis von G. Lickl, in C; Graduale, Past. von J. Eibler, in C (Omnes de Sabo); Offertorium, Past. von J. Eibler, in B (Reges tharsis). – Am 15. Jänner (Namen Jesu-Fest): Tantum ergo von Rob. Führer, in F, Op. 218, Nr. 2. Voc.; Messe von J. Schnabel, in F-moll; Graduale von W. E. Veit, in Es (Ad te Domine levavi); *Offertorium von L. Cherubini, in Es (Lauda, anima mea, Dominum). – Am 22. Jänner: Tantum ergo von Dom. Finkes in C, Voc.; Messe von W. A. Mozart, in C (mit Orgel-Solo); Offertorium von W. A. Mozart, in F (Laudate Dominum). – Am 29. Jänner: Tantum ergo von J. Kumenecker, in Es, Op. 29, Voc.; Messe von G. Preyer, in Es, Op. 71; Offertorium von Sachini, in Es (Mentis). – Am 2. Februar (Mariä Lichtmeß): Tantum ergo von Klemm, in G, Voc.: Messe von Jos. Haydn, in G (6/4Takt-Messe); Graduale von J. B. Krall, in A (Ave Maria); Offertorium von J. Kumenecker, in F, Op. 31 (Beata Virgo). – [368] Am 12. Februar: Tantum ergo von F. Zierer, in B, Voc.; Messe von Karl Seyler, in B, Nr. 22; Offertorium von J. Kumenecker, in Des, Op. 36 (Vater unser). – Am 19. Februar: Tantum ergo von A. Bibl[WS 1], in C, Voc.; Messe von B. Hahn, in C, Nr. 4; *Offertorium von Victor Feigler, in G (Justus ut palma). – Am 26. Februar: Tantum ergo von Joh. Decker, in Es; Messe von Ludw. Rotter, in Es; *Offertorium von Ludw. Rotter, in Es, Nr. 8 (Sperate in Deo). – Am 5. März (erster Fasten-Sonntag): Asperges me, für Männerstimmen, von J. Kumenecker, Op. 59; Tantum ergo, für Männerst., von B. Randhartinger, in B; *Messe, für Männerst., von K. Seyler, in C; *Graduale, für Männerst., von Jos. Wolf, in C (Misit Deus); *Offertorium, Terzett für Alt, Tenor und Baß, von M. Gossec, in F. – Am 12. März (zweiter Fasten-Sonntag): Asperges me, Op. 59, Zweistimmige Messe, Op. 99, Graduale, Op. 52, Tantum ergo, Op. 91, sämmtl. für Frauenst. von J. Kumenecker. – Am 19. März (dritter Fasten-Sonntag): Tantum ergo, Voc. von F. v. Suppé, in F; *Messe, Voc. von Joh. Lorenz, in F; *Graduale), Voc. von Laur. Weiß, in G (Domine ne in furore); *Offertorium, Voc. von Rudolph, in F (Fracto demum Sacramento). – Am 25. März (Mariä Verkündigung): Tantum ergo von Jos. Kumenecker, in C (achtstimmig), Op. 91; *Messe von J. Eibler, in C; *Graduale von J. Eibler, in C (Sperate); *Offertorium von Karl Seyler (Beata es sacra virgo Maria). – Am 2. April (fünfter Fastensonntag): Tantum ergo, Voc. von J. S. Bach, in E-moll; Messe, Voc. von Abbé Vogler, in F; *Graduale, Voc. von Nanini, in C (Exandi nos); *Offertorium, Voc. von Baron d’Astorga, in F (Duo aus dessen Stabat mater).

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: R. Bibl.