BLKÖ:Schlik, die Reichsgrafen, Genealogie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Schlik, Albin
Band: 30 (1875), ab Seite: 102. (Quelle)
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I. Zur Genealogie des Reichsgrafen Schlik (auch Schlick) zu Bassano und Weißkirchen. Der Stammvater dieses alten berühmten böhmischen Grafengeschlechtes war ein Ritter Heinrich Schlik von Lason (Lossa im Egerkreis?), welcher durch seine Tapferkeit großen Ruhm erlangt und einer uralten böhmischen, nach Schönfeld italienischen Adelsfamilie angehörte. Aus seiner Ehe mit Constantia, einer Tochter Roland’s (I.) Markgrafen von Treviso und Grafen von Collalto, stammen fünf Söhne Caspar, Matthäus, Nikolaus, Heinrich und Franz, von welchen der älteste, Caspar, der berühmte böhmische Kanzler, den Glanz seines Hauses begründete. Schon 1416 am 13. August hatte derselbe von Kaiser Sigmund einen Wappenbrief erhalten und wurde bereits 1422 mit seinen Brüdern in den Reichsfreiherrnstand erhoben, den 9. August 1431 seiner mütterlich ererbten Herrschaft Bassano in der Treviser Mark der Titel einer Grafschaft verliehen. 1434 verlieh ihm Kaiser Sigmund die Stadt und Herrschaft Ellbogen, die Stadt Schlackenwerth, Schloß Engelsburg, die Schebnitzer Herrschaft und das Gut Achtenstädt sammt vielen anderen Herrschaften und Gütern und erhob ihn sammt seinen Brüdern 1437 am Freitag nach St. Simon und Judas in des h. röm. Reichs Grafenstand, unter gleichzeitiger Verleihung des Rechtes, Gold und Silber zu münzen. Mit dem Grafenstande der Schlik hat es übrigens ein eigenes und historisch interessantes Bewandtniß. Die Schlik sind nicht nur Böhmens erste Grafen, sie blieben es auch bis zu König Ferdinand II., unter welchem die alten böhmischen Herrenfamilien anfingen, um Grafendiplome und Plätze auf den deutschen Grafenbänken zu werben. Nicht ohne Kampf behaupteten die Schlik im 16. Jahrhundert dem stolzen Herrenstande ihrer Heimat gegenüber ihren Grafentitel, den ein eigener Landtagsbeschluß ausnahmsweise und ausschließlich anerkannte, indem zugleich beschlossen ward, kein anderes Grafendiplom als das Schlik’sche dürfe in Böhmen gelten, sogar den Grafen von Plauen und den Grafen von Hartenstein pflegte man blos den Herrentitel beizulegen; erst um 1600 tauchen in böhmischen Staatsschriften neben den Schliken die Burggrafen von Dohna und die Grafen Thurn von Valsassina, mit ihrem Titel auf. Sigmund’s Eidam und Nachfolger, Kaiser Albert II., beschenkte seinen getreuen Kanzler Grafen Caspar Schlik mit den Herrschaften Weißkirchen und Skalitz in Ungarn an der mährischen Grenze. Von den Herrschaften Bassano (Passaun) und Weißkirchen nahmen die Grafen von Schlik ihr noch beibehaltenes Adelsprädicat. Kaiser Friedrich III. bestätigte laut Diplom ddo. Frankfurt am Tage Corporis Christi 1442 alle Würden, Güter und Herrschaften, die Graf Caspar Schlik theils erbeigenthümlich, theils pfandweise erhalten hatte. Nach Caspar’s 1449 erfolgten, kinderlosen Tode gelangten dessen große Besitzungen an seinen ältesten Bruder Matthäus (gest. 1487), dessen drei mit Kunigunde [103] Herrin und Freiin von Schwarzenberg erzeugten Söhne Niklas, Hieronymus und Caspar (II.) die väterlichen Güter theilten und drei Hauptlinien gründeten: A. Die Falkenauer Linie. Niklas Graf von Schlik (gest. 1522) nahm zu seinem Antheile die Herrschaften Falkenau, Heinrichsgrün, Seeberg, Neudeck, Dippolts und Voitsgrün. Seine mit Barbara, einer Schenkin von Tautenberg erzeugte Descendenz, aus der sein Urenkel Johann Albin zur Zeit der Rebellion in Böhmen der utraquistischen Partei anhing und nach der Schlacht am weißen Berge, 1620, seine sämmtlichen Besitzungen verlor, erlosch mit des Letzterem Sohne, dem Grafen Joachim Andreas, am 23. December 1666. – B. Die Ellbogner Linie. Hieronymus Graf von Schlik, des Niklas jüngerer Bruder, nahm die Stadt Ellbogen sammt Karlsbad und Königsberg, blieb 1491 im Felde vor Gran. Sein Sohn Albert, kaiserlicher Landvogt in der oberen Lausitz, vertauschte 1533 Ellbogen gegen Raudnitz und Winteritz an seinen Vetter Hieronymus. Seine weitere Descendenz verblühte 1592 mit seinem Enkel, dem Grafen Albrecht Schlik. – C. Die Schlackenwerther Linie. Caspar (II.) Graf von Schlik behielt nebst einem Theile des Ellbogner Schlosses die Herrschaften Schlackenwerth, Mönchshof, Raudnitz und Winteritz und ist Gründer der sogenannten Schlackenwerther, dermalen noch blühenden Linie. Aus seiner Ehe mit Elisabeth Gräfin von Guttenstein entstammen zehn Söhne und drei Töchter, von deren ersteren vier Söhne: Stephan, Hieronymus (II.), Heinrich (II.) und Lorenz, ebenso viele Nebenzweige der Schlackenwerther Linie bildeten. Die Nachkommenschaft des 1526 bei Mohacs gebliebenen Grafen Stephan erlosch schon mit seinem Sohne Moriz.Stephan’s Bruder Hieronymus (II.) tauschte 1533 von seinem Vetter Albert Ellbogen ein, verkaufte selbes aber sammt allen dazu gehörigen Herrschaften und Gütern, sowie sein Großoheim Caspar selbe vom Kaiser Sigmund übernommen hatte, des stets unruhigen Betragens der dortigen Bürgerschaft wegen an Kaiser Ferdinand I. wieder zurück. Seine Descendenz erlosch mit seinem Urenkel, dem als eines der vornehmsten Häupter der utraquistischen Stunde 1621 zu Prag enthaupteten Joachim Andreas Grafen von Schlik. – Lorenz’, des jüngsten der Brüder Nachkommenschaft erlosch 1652 mit dem zweiten Urenkel des Stifters, dem Grafen Wilhelm Heinrich von Schlik. – Nur allein Graf Heinrich (II.) von Schlik, der mittlere der Brüder (gest. 1528), vermält mit Hippolyta Gräfin von Hohenlohe, hatte dauerhafte Descendenz, die noch blüht und aus welcher sein Urenkel Heinrich (IV.), ein berühmter Kriegsmann und kaiserlicher Feldmarschall, 1643 die Introduction zu Sitz und Stimme in das schwäbische Reichsgrafen-Collegium erhalten hatte. Heinrich ist der nähere Stammvater der gegenwärtigen Grafen von Schlik, seine Linie wird, wenn auch nicht mehr im Besitze der Herrschaften Bassano und Weißkirchen, doch unter Beibehaltung des betreffenden Titels seit 1636 als die Welisch-Kopidlnoer Linie aufgeführt. Es war ein gar reiches mächtiges Geschlecht, das beinahe den ganzen Ellbogner Kreis und den größten Theil des Egerlandes besaß. 1471 hatten sich die Grafen Schlik unter den Schutz der Herzoge von Sachsen gestellt und gleichsam der Hoheit der Könige von Böhmen entzogen, als aber 1502 zwischen ihnen und den böhmischen Ständen Uneinigkeiten entstanden, rückte ein ständisches Heer, geführt von Albrecht Kolowrat und Heinrich von Neuhaus, vor die Stadt Ellbogen und belagerten diese. Tapfer vertheidigten sich die Grafen von Schlik, aber es kamen immer frische böhmische Truppen, daher jene, keine Möglichkeit des Entsatzes sehend, sich ergaben und wieder an Böhmen schlossen. Die Bergwerks-Ordnung, welche die Grafen von Schlik für ihre Joachimsthaler Bergwerke erlassen hatten, wurde durch den Gebrauch in ganz Böhmen, Mähren und Schlesien zum geltenden Gesetze. Die Verpfändung dieser Bergwerke war 1439 durch Kaiser Sigmund an die Grafen Schlik geschehen und 1489 durch König Wladislaw neuerdings bestätigt worden. Kaiser Ferdinand I. traf mit den Grafen Schlik eine Uebereinkunft, deren wesentlicher Inhalt in Folgendem bestand: „daß der Silberkauf und die Münzung zwar dem Könige frei-, sammt allem Nutzen zustehe, die Schlike aber die Münzhandlung in Verwaltung behielten, jedoch nur als dem Könige gehorsame Verweser und Verseher, so daß die Münzbeamten (Münzmeister, Zehentner, Silderbrenner, Wardeine, Münz- und Gegenschreiber) vom Könige an- und abzusetzen, die Zehentner und Silberbrenner aber auch [104] den Schliken pflichtig und geschworen sein sollten. Alle Münze solle in dem vom Könige gesetzten Schrott, Korn und Gepräge geschlagen werden und alles dort gewonnene Silber in die Münze nach dem gesetzten Kaufpreise abgegeben werden. Aus gnädigem Gemüthe wurde aber auch den Schliken auf zehn Jahre von jeder Mark Silber drei weiße Groschen bewilligt, und aus den Zehenten der ersten zwei Jahre der Münzgewinn und für immer von jeder Mark noch besonders drei weiße Groschen gegen Besoldung der Bergwerksbeamten“. [Vergleiche: Johann Gf. Maylath’s Geschichte des österreichischen Kaiserstaates, Bd. II, S. 123, und Bucholtz Geschichte Ferdinand’s I., Bd. IV, S. 510.] So wurden die Schlik ein reiches und mächtiges Geschlecht, dem viele Männer entstammen, die im Staate, im Rathe der Krone, vornehmlich auf dem Schlachtfelde sich als edle Kämpen des Geistes und Schwertes bewährt, freilich wieder auch im Vertrauen auf ihren mächtigen Einfluß, meist aber von der innersten Ueberzeugung getrieben, sich gegen ihre rechtmäßigen Herren aufgelehnt und dafür mit dem Henkertode, wie Joachim Andreas [S. 111, Nr. 28], oder mit freiwilliger oder gezwungener Verbannung aus dem Vaterlande, wie Albin [S 106, Nr. 1] u. A. gebüßt haben. Merkwürdiger Weise hat die Familie, mit Ausnahme des bedeutungslosen Regensburger Domherrn Heinrich, eines Bruders des böhmischen Kanzlers Caspar, keinen hervorragenden, ja überhaupt keinen Mann der Kirche aufzuweisen. – Vor Allem ragen die Schlik auf dem Schlachtfelde hervor. Nicht weniger denn 23 Schlik schlugen sich auf den Schlachtfeldern von Ungarn, auf welchen der Jüngste derselben, Graf Franz Heinrich, im ungarischen Revolutionskriege der Jahre 1848 und 1849 unvergängliche Lorbeeren und, was noch mehr ist, ein selbst bei seinem rebellischen, aber immer ritterlichen Gegner geachtetes Andenken hinterlassen hat. Wir können sie nicht Alle aufzählen, die auf den Schlachtfeldern verblutet, aber unwillkürlich drängen sich die Namen der Wackersten unserem Gedächtnisse auf, wie Caspar (gefallen 1588), Christoph (gef. 1527), Christoph Ernst (gef. 1620), Christoph Karl (gef. 1633), Georg (gef. 1598), Hugo (gef. 1623), Hieronymus (gef. 1491), Johann Ernst (gef. 1623), Quirin (gef. 1498), Stephan (gef. 1526), ein zweiter Stephan (gef. 1581), Victorin (gef. 1603) und noch Andere; aber glücklicher in Erfolgen, welche sie nicht mit dem Leben erkaufen mußten, waren die Kriegshelden Heinrich (IV.) Graf Schlik [S. 109, Nr. 21], Leopold Anton Joseph [S. 126] und Alle überragend der obgenannte, Graf Franz Heinrich, der für seine Tapferkeit und echte Strategenkunst mit der höchsten militärischen Auszeichnung, dem Maria Theresien-Orden, geschmückt wurde. Zwei Sproßen dieses Hauses trugen auch das nur Personen aus fürstlichem Geblüte zukommende Ordenszeichen des goldenen Vließes, nämlich die beiden Grafen, Vater und Sohn Georg Ernst und Heinrich, Beide aus der heute noch blühenden Schlackenwerther Linie, welche eben von Letzterem den Namen der Welisch-Kopidlnoer Linie führt. – Von hervorragenden Staatsmännern, von Männern, welche im Rathe der Krone mit dem ganzen Gewichte ihrer Ansicht und staatsmännischen Weisheit wirkten, nennen wir vor Allen den berühmten böhmischen Kanzler Caspar [S. 106, Nr. 4], der gegen die Henker Hußen’s auf dem Constanzer Concil seinen Protest erhob, dann den Grafen Franz Heinrich [S. 116], der treu an der Kaiserin hielt, als die anderen böhmischen Großen, die so Vieles den Habsburgern verdanken, sie treulos verließen; den Grafen Heinrich [S. 109, Nr. 22], der nicht minder mit Geschick die Waffen zu führen, wie im Rathe der Krone sich geltend zu machen verstand, wie ihm darin schon ein anderer Ahn, der Graf Joachim [S. 111, Nr. 27], voranging und Beide der Graf Leopold Anton Joseph [S. 126][WS 1] überragt. Bemerkenswerth durch sein tragisches Geschick und bewunderungswürdig durch die echt edelmännische Ruhe, mit der er es ertrug, und die Consequenz, mit der er an der Sache hielt, die er einmal ergriffen, erscheint der Graf Joachim Andreas [S. 111, Nr. 28], der in den Augen Jener, welche gegen die Krone sich erhoben, nun die Gloriole des Martyrthums trägt. – Was schließlich die Heirathen des Hauses Schlik betrifft, so finden wir in den Ehefrauen sämmtlicher Linien nur Abkömmlinge der edelsten Geschlechter ihres engeren Vaterlandes Böhmen, wie des Adels der übrigen Kronländer des Kaiserstaates und Deutschlands und begegnen den Namen Archinto, Colalto, Collona, Dohna, Gleichen, Hager, Hohenlohe, Isenburg, Kinksy, Kolowrat, Liechtenstein, [105] Lobkowitz, Maltzan, Mannsfeld, Nostitz-Rieneck, Oettingen, Pálffy, Schwarzenberg, Saurau, Trauttmansdorff, Wartemberg u. s. w. – Wie aus den einzelnen Lebensskizzen, sowie aus dem Eingange der genealogischen Darstellung erhellet, so war der Güterbesitz im Hause Schlik ebenso ansehnlich, als wechselnd. Gegenwärtig besitzen die Grafen von Schlik die am 27. October 1672 zum Fideicommiß gestifteten Herrschaften Kopidlno und Altenburg in Böhmen (1/75 □Meil. mit 8080 Einwohnern in 25 Ortschaften) und die Allodial-Herrschaft Welisch und Wokschitz im Gitschiner Kreise. Seit Mai 1861 besitzt der jedesmalige Familien-Aelteste und Fideicommißbesitzer, nach erreichter Volljährigkeit, die Würde eines erblichen Mitgliedes des österreichischen Herrenhauses, auch ist die Familie seit 1688 im Besitze des ungarischen Indigenates.

Quellen zur Genealogie und Geschichte des gräflichen Hauses Schlik. a) Handschriftliche. Wappenbrief vom 13. August 1416 (Diplom des Kaisers Sigmund ddo. Canterbury am Donnerstag nach Maria Himmelfahrt für die Gebrüder Heinrich und Caspar Schlik). – Reichsfreiherrn-Diplom vom 16. Juli 1422 (Diplom Kaiser Sigmund’s ddo. Wien für den Ritter Caspar Schlik). – Wappenverbesserung vom 13. Juli 1433 (Diplom Kaiser Sigmund’s ddo. Rom am Margarethen-Tage). – Das große Palatinat vom 8. August 1433 (Diplom Kaiser Sigmund’s ddo. Rom für die Gebrüder Heinrich und Matthäus Schlik). – Reichsfreiherrn-Diplom Kaiser Sigmund’s ddo. 27. Jänner 1434 id est Mittwochs nach Fabian und Sebastian, für Heinrich, Matthäus, Nikolaus, Franz, Brüder des schon 1422 baronisirten Caspar von Schlik. – Reichsgrafen-Diplom Kaiser Sigmund’s ddo. 31. October 1437, Prag am Freitage nach Simon Judä, für seinen Kanzler, den Freiherrn Caspar von Schlik. Derselbe wird in diesem Diplom mit seinen Brüdern zu des heil. röm. Reichs Grafen zu Passaun (Bassano) und die am 21. August 1431 ihm vom Kaiser verliehene (recte von seiner Mutter ererbte) Herrschaft Bassano in der Treviser Mark zu einer Grafschaft erhoben. – Introductions-Urkunde der Einführung in das schwäbische Reichstags-Collegium 1643. – Stiftungs-Urkunde des Familien-Fideicommisses Kopidlno de dato 27. October 1672. – Ungarisches Indigenats-Diplom ddo. 28. Jänner 1638 für den Grafen Leopold Joseph Schlik. – Handschriftliche Mittheilungen des Herrn Andreas Grafen Thürheim. – b) Gedruckte. Großes vollständiges (sogenanntes Zedler’sches) Universal-Lexikon (Halle und Leipzig, Joh. H. Zedler, kl. Fol.) Bd. XXXV, Sp. 164–167. – Historisch-heraldisches Handbuch zum genealogischen Taschenbuch der gräflichen Häuser (Gotha 1855, Justus Perthes, 32°.) S. 872–875. – Kneschke (Ernst Heinrich Prof. Dr.), Deutsche Grafen-Häuser der Gegenwart (Leipzig 1854, T. O. Weigel. 8°.) Bd. II, S. 392–395. – Derselbe. Neues allgemeines deutsches Adels-Lexikon (Leipzig 1867, Fr. Voigt, 8°.) Bd. VIII, S. 206 bis 208 [dieses letztere mit einer großen genealogischen Literatur, auf welche zur Vermeidung von Wiederholungen hingewiesen wird]. – (Hormayr’s) Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst (Wien, 4°.) 1816, Juli, Nr. 86 u. 87: „Zur Genealogie des hochg. Schlik’schen Hauses“, von Wacek; 1826, Nr. 79–83: „Materialien zur Ahnentafel des Schlik’schen Hauses 1375–1824“. – Hübner (Johann), Genealogische Tabellen (Leipzig 1728, Gleditschens Erben, kl. Qu. Fol.) Bd. III, Taf. 670 u. 671. – Illustrirte Familienblätter (Linz, Eurich) Bd. II, S. 30: „Oesterreichische Adelshalle. Schlik, Grafen von Bassano“. – Lumír (Prager Unterhaltungsblatt, schm. 4°.) 1860, Nr. 544: „O sporu s pány Šliky“, d. i. Von dem Streite mit den Herren von Schlik“. – Schönfeld (Ignaz Ritter v.), Adels-Schematismus des österreichischen Kaiserstaates (Wien, Schaumburg u. Comp., 8°.) I. Jahrg. (1824), S. 191–194. – Miltner (Heinrich Otokar), Beschreibung der bisher bekannten böhmischen Privatmünzen und Medaillen. Herausgegeben von dem Vereine für Numismatik zu Prag. Beschrieben von – – (Prag o. J. [1852], 4°.) S. 492–527 und der Abbildung von 132 Münzen und Medaillen des Hauses Schlik auf den Tafeln 44–60. – Illustrirte Chronik von Böhmen. Ein geschichtliches Nationalwerk (Prag 1854, C. Vetterl, 8°.) Bd. I, S. 78 u. f.; Bd. II, S. 585: „Die Schlike“. – Jahresbericht der Oberrealschule und des Untergymnasiums zu Ellbogen, veröffentlicht am Schlusse des Schuljahres 1870 (Prag, Rohliček, 4°.) [enthält [106] den Programm-Aufsatz: „Die Stadt Ellbogen und die Herren von Schlik“, von Franz Heisinger].
[100a] [WS 2]
I. Stammtafel der Herren und Grafen von Schlik.
Heinrich (I.) Schlik von Lažan 1375–1416 [20][1].
Constantia Gräfin von Collalto, Markgräfin von Treviso.
Caspar (I.) [4]
1422 Freiherr, 1437 Graf von Bassano,
geb. 1400, † 1449.1) Agnes Herzogin von Oels †1448.
2) Johanna Theodora Gräfin Collalto.
Matthäus [35]
† 1487.
Kunigunde
Freiin von
Schwarzenberg
†.
Nikolaus
N. N
Wilhelm †.
Wenzel
N. N.

Erasmus †.
Pankraz †. Albin †. Heinrich †.
Domherr in Regensburg.
Franz †.
Falkenauer Linie.  Ellbogner Linie.   Schlackenwerther Linie.
Nikolaus † 1522 [37]
Barbara Schenk von
Tautenberg.
Hieronymus (I.) [23]
1491.
N. von Zelking.

Sebastian [40]
1528.
Quirin [38]
1498.
Albert [2]
um 1548.
1) N. von Schlik.
2) Elisabeth von
Ungnad
† um 1575.

Andreas
† 1565.
Brigitta von
Schlik.

Albrecht
geb. 1562, † 1592.
Katharina von Schlik.
Caspar (II.) [5].
Elisabeth Gräfin Gutenstein.
Wolfgang †
um 1535.
Anna Pflug von
Rabenstein.
Christoph [8]
1527.
Victorin
† um 1585,
Secundilla Freiin
von Stauf.
Albin [1]
Brigitte von
Leisnik.

Christoph
geb. 1532, † 1615.
1) Katharina Hrzan von
Harras.
2) Anna v. Wartemberg.
3) Anna Maria von
Schwanburg.

Johann Albin [29]
geb. 1579, †.
Johanna von Wildenfels.

Christoph Karl [10]
geb. 1611, 1633.
Joachim Andreas
geb. 1618,
† 23. December
1666.
Christine Marie
von Schönburg.

Agnes Johanna
geb. 16. August
1661, †.
vm. Johann Heinrich
von Maltzan
† 1706.
Noch 4 Brüder
jung †
u. 4 Schwestern.
Nikolaus
† um 1585.
Susanna von Stauf.
Abundus
† 1588.
1) Agnes Schlik.
2) Anna von Eck.
3) Agnes Gräfin
von Lippe,
verwitw. Gräfin
Plessen.

Hugo [26]
1623.
Johann Ernst [30]
1623.
Joachim.
Elisabeth Gräfin
Isenburg.
Nikolaus.
Anna Maria
Gräfin Schlik.
Victorin.
Elisabeth Freiin
von Wildenfels.
Susanna
† 1606.
vm. Nikolaus
Blobner.
Georg [17]
1598.
Juliana
vm. 1) Karl von Kolowrat.
2) Friedrich Scherka.
Victorin [43]
1603.
Stephan (I.) [41]
geb. 24. Dec. 1487,
bei Mohacs 1526.
Margaretha von
Pflug.

Moriz [36]
† 9. November 1578,
Barbara Schenk
von Landsberg.
Burian
† um 1532.
Hieronymus (II.) [24]
geb. 1494. † 1550,
1) Elisabeth Freiin
von Schönburg.
2) Katharina Gräfin
von Gleichen.
Heinrich (II.) [21],
† 1528,
Hippolyta Gräfin
Hohenlohe.
Laurenz [32]
† um 1581.
1) Katharina Freiin
von Wartemberg.
2) Elisabeth
FreiinBerka.
3) N. von Wartemberg.
Noch 2 Söhne
u. 3 Töchter.
Sebastian
1) Ursula v. Wartemberg.
2) Sybilla Schlik.

Caspar (IV.) [7]
1588.
Hieronymus.
Erdmunde.
Moriz †.
1) N. v. Mansfeld.
2) Barbara von
Tautenberg.
Ludwig †. Joachim [27]
geb. 1527, † 1574.
Lucretia Gräfin
Salm.

Julius
um 1573.
Maria Anna
von Ungnad.
Hieronymus
(III.) [25].
Anna Salomea
Gräfin Oettingen.
Ferdinand.
Anna Susanna
Gräfin Mansfeld.
Caspar (III.) [6]
†1575.
Elisabeth
von Wartemberg.

Friedrich † 1611.
1) Barbara Schenk
von Landsberg,
verwitw. Moriz
Graf Schlik.
2) Maria von
Schönburg.
Heinrich
† 1588.
Anna Maria
von Ungnad,
verw. Julius
Gf. Schlik.

Caspar.
Elisabeth
Gräfin Dohna.
Prokop
†um 1614.
Sybilla
vm. Zdenko
Krajiř.
Anna
vm. Colonna
von Fels.
Heinrich (III.).
Siehe Taf. II .
Christoph
† um 1579,
Barbara
Mastovska
von Kolowrat.
Stephan (II.) [42]
um 1581.
Johann. Susanna
vm. Ferdinand
von Lakžan.
Joachim Andreas [28]
geb. 1596, geköpft zu
Prag 21. Juni 1621.
1) Anna Freiin von
Kolowrat.
2) Anna Katharina Smiřicka.
3) Ursula Sophie Freiin
von Oppersdorf,
wieder vermälte Michna von Wacinow.

Elisabeth
m. Alexander
Berka von Bud.
Anna Sidonie
vm. Přemyslvm. Přemysl
von Zierotin.
Julius
† 1623.
Stephan
1) Judith Katharina
Freifrau
von Redern.
2) Eva Freifrau
von Schleinitz.

Stephan.
Christoph
Ernst [9]
8. November
1620.
Johann Ludwig.
Adriana von Steinbeck.

Christoph
Melchior †.
Georg Friedrich
† [19].
Wilhelm
† 1604.
Dorothea Kolowrat-
Nowohradksky.
Matthäus
† 1604.
Rosine Elisabeth
von
Winsperg.
Christoph.
Agnes von
Weikhard.
Katharina
vm. Melchior
Freiherr Redern.
Anna Maria
vm. Nikolaus
Schlik.
Albin †. Johann Heinrich
Anna Kochlicka.

Wilhelm Heinrich † 1652.
1) Maria Anna Fürstin
Liechtenstein.
2) Helena von Traulisch,
nachmals verm.Franz
Ernst Gf. Schlik
† 1700.

Eleonora.
[100b] [WS 2]
II. Stammtafel der Herren und Grafen von Schlik.
(Noch blühende Schlackenwerther Linie.)
Heinrich (III.).
Katharina von Gleichen.
Philipp †.
N. Freiin von Lobkowitz
†.

Heinrich Leopold.
Georg Ernst [18][1], Ritter des gold. Vließes,
† um 1612.
Sidonie Colonna von
Fels.
    Schlackenwerther, jetzt
Welisch-Kopidlnoer Linie.
Friedrich †. Heinrich (IV.) [22],
erster Reichsgraf,
Ritter des gold. Vließes,
† 1630, n. A. 1653.
Anna Maria Elisabeth Gräfin
von Salm-Neuburg,
verwitw. Ladislaw von Lobkowitz.
Anna Franziska †. Anna Maria
†1647.
Franz Ernst [13]
† 16. August 1675.
1) Maria Margaretha Freiin
von Ungnad-Weissenwolf
† 1622.
1) Helena Freiin von Traudisch
† 1700, nachm. verm. Franz Gf. Taafe.
Maria Sidonie
vm. 1) Otto von Friedberg
2) Gustav Adolph von Varrenbach.
Franz Joseph Wenzel [16]
geb. 19. Jänner 1656,
† 30. November 1740
1) Silvia Gräfin Kinsky
geb. 1684, † 8. Juni 1713.
2) Anna Josepha Gräfin Kolowrat-
Krakowsky †.
Dominik
geb. 22. December 1659
jung †.
Elisabeth Franziska
geb. 9. August 1661, †.
Leopold Anton Joseph [S. 126]
geb. 1. Juli 1663,
† 10. April 1723.
1) Clara Rosalia Gräfin Kaunitz,
verwitw. Jaroslaw Gf. Martinitz
† 1693.
2) Maria Josepha Gräfin Wratislaw
† 1737.
Beatrix
vm. Ludwig Graf Archinto
† 1693.
Ernestine
vm. Maximilian Adam
Graf von Lengheim.
Maria Anna
† 2. Februar 1728,
vm. Karl Joseph Gf. Souches.
Franz Heinrich (I.) [S. 116]
geb. 28. Februar 1696,
† 9. Jänner 1766,
Maria Eleonora Gräfin Trauttmansdorf,
geb. 23. Februar 1701,
† 10. März 1769.
Maria Josepha Philippine
geb. 24. October 1708,
† 10. Jänner 1737,
vm. Nikolaus Gf. Pálffy.
Franz Joseph
geb. u. † 1724.
Maria Anna
geb. 4. December 1725,
† 4. September 1781,
vm. Franz Alois Freiherr
von Hager.
Henriette
geb. 1734,† 1736.
Leopold Heinrich [34]
geb. 29. Juli 1729,
† 26. Juni 1770.
Maria Antonia Gräfin Frankenberg
geb. 1. Juni 1729,
† 27. Jänner 1769.
Maria Franziska
geb. 2. October 1738,
Sternkreuz-Ordensdame.
Maria Wilhelmine
geb. 8. December 1738,
Stiftsdame.
Joseph Heinrich [31]
geb. 11. October 1754,
† 13. December 1807.
M. Philippine Ludmilla Gräfin
Nostitz-Rieneck
geb. 1766, †1843.
Johann Nep. Hannibal
geb. 29. Juni 1762,
† 16. Jänner 1768.
Heinrich
geb. im November 1767,
† 25. Februar 1769.
Maria Anna
geb. 5. August 1760.
Franziska
geb. 1764,
vm. Gf. Raymond Saurau
† 1796.
Maria Ernestine geb. 15. Mai 1765,
† 5. Juni 1824,
vm. Joseph Max. Kolowrat-
Krakowsky.
Antonia Josepha
geb. 18. März 1783,
vm. Johann Graf
Nostitz-Rieneck
.
Franz Heinrich (II.) [S. 116]
geb. 23. Mai 1788,
† 17. März 1862,
1) Sophie Gräfin Eltz
geb. 1795, † 4. September 1821.
2) Wilhelmine Breuer
† 1862.
Elise [S. 101]
geb. 26. Jänner 1790,
nach And. 1792,
† im December 1855.
Thecla †. Albine
geb. 16. Juli 1819,
vm. Karl n. Prinetti
† 1854.
Franziska
geb. 14. August 1821,
vm. Ferdinand Freiherr
von Riesenfels.
Heinrich Franz
geb. 22. Juli 1820,
† 11. August 1859.
Sophie Freiin von Riesenfels
geb. 6. October 1831, †.
Pauline
geb. 30. September 1827,
vm. Wenzel Freiherr Enis
von Atter und Iveaghe.
Rosa [39]
geb. 3. November 1829,
† 2. März 1854.
Henriette
geb. 28. Februar 1850,
vm. Alfred Graf Stegur-
Tabanac.
Erwein
geb. 22. Jänner
1852.
Franz
geb. 26. Jänner
1854.
Almerie
geb. 28. April
1856.

  1. a b Die in den Klammern [ ] befindlichen Zahlen weisen auf die kürzeren Biographien, welche sich auf S. 106–115 (Nr. 1–43) befinden, wenn aber ein S. voransteht, auf die Seitenzahl, auf welcher die ausführliche Lebensbeschreibung des Betreffenden steht.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: [S. 109]
  2. a b In der Vorlage ohne Seitenzahl.