Kleiner Briefkasten (Die Gartenlaube 1882)

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Titel: Kleiner Briefkasten
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aus: Die Gartenlaube, Heft 1 bis 52
Herausgeber: Ernst Ziel
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1882
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Heft 1[Bearbeiten]

[20] Frl. G. in Hannover. Vielleicht wird Ihnen durch folgende Mittheilung geholfen. Der deutsche Generalconsul Bojanowski in London theilte vor kurzem dem Berliner Polizeipräsidenten mit, daß in London ein Heim für deutsche Mädchen eröffnet wurde, welcher den Namen „Gordon House“ trägt und in 8 Engsleigh Gardens. NW sich befindet. Dasselbe ist gegründet worden um deutsche Mädchen, welche in England Dienste suchen vor den ihnen drohenden mannigfachen Gefahren zu schützen; es gewährt ihnen anständige Wohnung und kostenfreie Stellenvermittelung.


Heft 3[Bearbeiten]

[56] Fr. M. in Osnabrück. Herr Richard Hofmann gehört der Redaction unseres Blattes nicht an, sondern fungirt als „verantwortlicher Redacteur“ der „Allgemeinen Anzeigen zur ‚Gartenlaube‘“, eines Annoncenblattes, das in gar keinem inneren Zusammenhange mit unserem Journale steht und demselben nur beigelegt wird. Die Adresse Ihres Briefes war also eine durchaus irrthümliche.

Zwei sich streitende Abonnenten. Vergleichen sie den Artikel „Die Bändigung der drei Unbezwinglichen“, Jahrgang 1878, Nr. 5 der „Gartenlaube“!

Anna W. in Paschkowitz. Verfasser der „Neuen deutschen Zeitbilder“ und unserer fesselnden Criminalgeschichten ist der jüngsthin verstorbene, hochverdiente J. D. H. Temme.

F. S. in Bukarest. Das geflügelte Wort stammt von Schleiermacher.

H. v. K. in Potsdam. Beruhigen Sie sich! Uns ist die schriftstellerische Thätigkeit des genannten Herrn gleichfalls völlig unbekannt.

Anonymus in Dresden. Sie stehen mit Ihrem Urtheile so allein da, daß wir aus demselben nur eine persönliche Rancune gegen den sehr talentvollen Künstler herauslesen können. Der Schleier der Anonymität, in den Sie sich hüllen, bestärkt uns in dieser Auffassung. Es ist in der That sehr hübsch, aus sicherem Versteck heraus ehrliche Leute mit dem Koth der Straße zu bewerfen.

Abonnent W. K-l. Die Adresse lautet. Leipzig, Weststraße 89.


Heft 4[Bearbeiten]

[72] B. L. in Detmold. Der zweite Band der von uns (vergl. Nr. 11 1881) schon früher empfohlenen „Entwickelungsgeschichte des Geistes der Menschheit“ von Gustav Diercks ist nunmehr erschienen (Berlin, Theodor Hofmann). Derselbe umfaßt das Mittelalter und die Neuzeit und verdient ebenso die allgemeine Beachtung, wie der erste Band dieses in gemeinverständlicher Darstellung gehaltenen Werkes.

A. K. in Rostock. Wir bedauern Ihnen eine durchaus zuverlässige Adresse nicht geben zu können.

Mehrere Leser in Meiningen. Der betreffende Dichter wurde am 5. Mai 1841 geboren.

M. K. in Berlin und F. M. in Bonn. Ungeeignet! Verfügen sie gütigst über das Manuscript!


Heft 6[Bearbeiten]

[104] Ch. N. in R. Den Artikel „Zum hundertjährigen Jubiläum der Gewandhaus-Concerte in Leipzig“ finden Sie in Nr. 47 denjenigen über den großen Rechtslehrer Bluntschli in Nr. 49 des vorigen Jahrgangs.

Ferdinand F. in Triest. Wir werden in der nächsten Zeit auf den Gegenstand zurückkommen.

D. L. Zu derartigen Allotrien fehlt uns alle Zeit. Die Menschheit wird weder klüger noch besser durch Beantwortung der von Ihnen gestellten Frage.

Abonnent in St. Petersburg. Sehr willkommen!

M. B. in New-York. Nein!

Heft 7[Bearbeiten]

[120] E. K. in St. Petersburg. Von unserer um Recht so gefeierten Erzählerin E. Werner werden wir voraussichtlich am Schluß des laufenden, spätestens aber im Beginn des nächsten Jahres einen längeren fesselnden Roman zum Abdruck bringen.

R. S. in E. Wenn Sie am 3. August geboren sind, so waren Sie ohne Zweifel der jüngste Soldat des deutschen Heeres in dem Kriege von 1870 und 1871 Wer aber war wohl der älteste?

L. L. in Reval. Unter der neuesten „Literatur für unsere Kinder" dürfen wir Ihnen unter Anderem zwei Erzeugnisse des Stroefer’schen Verlages in München warm empfehlen, in denen Vers und Bild sich auf das anmuthigste die Hand reichen. „Für Mutter und Kind, alte Reime mit neuen Bildern“ von Paul Thumann, und „Kinderhort in Bild und Wort“, componirt von J. Kleinmichel, mit Reimen von Helene Binder. Das eine wie das andere dieser Werke verbindet mit dem echt künstlerischen Geiste, der aus den Illustrationen spricht, viel Anmuth und gesunden Sinn in den begleitenden poetischen Testen.

Abonnent G. H. aus Koblenz. Napoleon der Erste und Bismarck!

E. C. E. . . .l in Wien, L. Z. in Meerane, A. S. Ausland und W. S. in R. ungeeignet! Verfügen Sie gütigst über das Manuscript!

W. M. in Schwerin. Wenden Sie sich gefälligst an die „Industrieblätter“ in Berlin (Verlag von Friedländer und Sohn)!

Heft 9[Bearbeiten]

Heft 10[Bearbeiten]

Heft 11[Bearbeiten]

Heft 12[Bearbeiten]

Heft 13[Bearbeiten]

[220] Mehrere Hausfrauen in W. Ihre Annahme, als ob das „Versand-Geschäft“ von Mey und Edlich in Plagwitz-Leipzig die Versendung der „Gartenlaube“ an die Abonnenten ausführe, ist eine durchaus irrige. Der Versand unserer Zeitschrift erfolgt nach wie vor durch die Sortimentsbuchhandlungen und Postämter je nach der Ausgabestelle des Abonnements. Die Firma Mey und Edlich benutzt gegen die üblichen Gebühren, wie dies Jedermann freisteht, unser Blatt dann und wann zur Verbreitung ihrer Geschäftsempfehlungen, und würden derartige Beilagen allerdings zurückgewiesen werden, wenn Grund vorläge, an der Reellität der empfohlenen Waaren zu zweifeln. Die Firma genießt aber den Ruf solidester Geschäftsgebahrung. Die Papierwäschefabrik von Mey und Edlich besteht neben dem Versandgeschäft in alter Ausdehnung fort und beschäftigt sich letzteres damit, eine Reihe im Haushalt nothwendiger Artikel in nur guter Waare zu billigen Preisen abzugeben. Das Festhalten am Grundsatz der Baarzahlung, der Massenabsatz und das niedrige Porto für kleinere Pakete ermöglichen diese Art des Geschäftsverkehrs, wie ihn namentlich das Pariser Monstregeschäft Bon Marché seit langem auch mit zahlreicher deutscher Kundschaft betreibt.

B. G. in Magdeburg. Die gewünschten Daten aus dem Leben des allgefeierten Componisten Max Bruch (vergleiche „Gartenlaube“, Jahrgang 1881, Seite 556) teilen wir Ihnen an dieser Stelle gern mit, da dieselben das Interesse weiter Kreise beanspruchen dürften. In den Jahren 1865 bis 1867 war Max Bruch Musikdirector in Koblenz und folgte hierauf als Hofcapellmeister dem Rufe des Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen, in welcher Stellung er bis zum Jahre 1870 verblieb. Nach einem dreijährigen, seinen Privatarbeiten gewidmeten Aufenthalt in Berlin siedelte er 1873 nach Bonn über, bis er als Nachfolger von Julius Stockhausen die Direction des Stern’schen Vereins in Berlin bis (1878 bis 1880) übernahm. In dem letztgenannten Jahre erfolgte Bruch’s Berufung nach Liverpool, in welcher Stadt er bis jetzt als Director der „Philharmonic Society“ fungirt. Der Meister ist seit dem 3. Januar 1881 mit Clara Tuczek aus Berlin verheirathet.


Heft 14[Bearbeiten]

[240] W. H. in M. Gl. Sie lesen der Druckerei der „Gartenlaube“ energisch die Leviten, indem Sie sich darüber beklagen, daß dieselbe regelmäßig in unserem Blatte die Linien, welche die Columnen in zwei Spalten theilen, auf mindestens zwei, „sogar aber oft auch (!) auf drei bis vier Seiten“ fortläßt. Sie gerathen in eine gelinde Entrüstung über diese vermeintliche Nachlässigkeit unserer Druckerei. Das ist aber doch etwas vorschnell, Verehrtester; denn wenn Sie sich die Mühe genommen hätten, die Sache genauer in’s Auge zu fassen, so würden Sie gefunden haben, daß diese Linie stets auf der Rückseite einer Illustration – und zwar einzig und allein an solcher Stelle – fehlt; bei genauerem Nachdenken würden Sie ferner zu dem Schlusse gekommen sein, daß sie hier fehlen muß, und zwar, um den Bilderdruck durch ein störendes Durchschimmern nicht zu beeinträchtigen. Sie finden dieselbe Einrichtung bei sämmtlichen illustrirten Blättern. Also nicht so hitzig!

Amalie von W. Ihr Wunsch ist ja bereits in schönster Weise erfüllt: Zur häuslichen belehrenden und belustigenden Unterhaltung können Sie Kindern von zehn bis vierzehn Jahren nichts Besseres in die Hand geben, als I. Jentzsch’s „Kleines Experimentirbuch“, eine Sammlung physikalischer Experimente, Kunststückchen und Spiele, die ohne besondere Apparate, mit dem gewöhnlichen Haus- und Küchengeschirre auszuführen sind. Das Büchlein ist in Alfr. Oehmigke’s Verlag in Leipzig erschienen.

Abonnentin in Mähren (Oesterreich). Der Fall ist schlimm. Sie können nur durch sorgfältigste Ueberwachung des Knaben etwas erreichen. Suchen Sie sich sein vollstes Vertrauen zu erwerben, setzen Sie ihn daher nicht den andern Kindern gegenüber zurück, entziehen Sie ihm auch nicht erlaubte Genüsse, wohl aber beobachten Sie genau seinen Umgang, seine Neigungen, sein ganzes Thun und Treiben, und drohen Sie ihm bei einem etwaigen Rückfalle mit Entfernung aus dem elterlichen Hause! Der beschränkte Raum erlaubt uns hier nicht weiter auf den Fall einzugehen; wünschen Sie dies, so bitten wir um Ihre genaue Adresse.

Abonnent W. in Glauchau. Den Artikel „Der weiße Schrecken“ von Johannes Scherr finden Sie in Nr. 18 von 1866 der „Gartenlaube“.

H. G. in Rochester. In Köln a. Rh. giebt es drei täglich, also auch Sonntags, erscheinende Zeitungen.

Abonnent in L. Eingezogenen Erkundigungen zufolge finden sich in den Provinzen Sachsen und Brandenburg keine Findelhäuser.

B. L. in Danzig. Das in unserem Artikel „Institute für Körperwägungen“ erwähnte „Lebensbuch“ ist bei Theodor Fischer in Kassel erschienen.


Heft 15[Bearbeiten]

[256] Zum bevorstehenden Fröbel-Feste! Die Vorstände vieler Kindergärten haben zur Fröbel-Feier, die bekanntlich am 21. dieses Monats überall begangen wird, die demnächst in der „Gartenlaube“ erscheinende Abbildung des Grabdenkmals von Friedrich Fröbel bestellt, um dieselbe beim Feste unter die Kinder zu vertheilen. Da jedoch nur bei sehr wenigen der aus den Kindergärten eingesandten Beiträge die Zahl der beitragenden Kinder angegeben war, so werden die Vorstände ersucht, dies unverzüglich unter Einsendung der empfangenen Quittung nachholen zu wollen. Alle Zuschriften, die auf diese Angelegenheit Bezug nehmen, sind ausschließlich an den Schriftführer des „National-Fröbel-Comités“, Herrn Professor E. Wiebe in Hamburg, Grindelberg 45, zu richten.


Heft 16[Bearbeiten]

[272] Ein Wiener Burschenschafter. Die alte Fahne der deutschen Burschenschaft, die erste schwarz-roth-goldene Fahne Deutschlands, wird in der Universitätsbibliothek zu Jena aufbewahrt. Das Burschenschwert ist augenblicklich im Besitz der Burschenschaft „Arminia“ daselbst.

I. St. zu O. in Baden. Wir hätten Ihnen die Auskunft über Friederike Brion von Sesenheim nicht so rasch und vollständig zusammenstellen können, ohne das in unserem Blatte bereits empfohlene Hülfsmittel zum Nachschlagen in der „Gartenlaube“: Dr. Friedrich Hofmann’s „Vollständiges Generalregister der ‚Gartenlaube‘ vom ersten bis zum achtundzwanzigsten Jahrgang (1853 bis 1880)“. Mehrere der obigen Angaben hätten wir selbst mit großem Zeitverlust aus den Bandregistern nicht herausfinden können, sondern verdanken sie nur diesem Generalregister, in welches auch Tausende von kleinen, in großen versteckten Artikeln mit ihren Stichwortern eingereiht worden sind. In diesem Register würden Sie in wenigen Minuten Alles gefunden haben, was Sie brieflich erfragten und nun erst nach mehreren Wochen hiermit erfahren. Es geschieht unsern Lesern selbst zu Liebe, wenn wir Hofmann’s Generalregister recht bald in ihren Händen wünschen: es wird ihnen den Besitz ihrer „Gartenlauben“-Bände um so werthvoller, weil erst vollständig als „Quelle der Belehrung“ nutzbar machen. – Darnach geben wir Ihnen nun die gewünschte Auskunft. Ueber Goethe’s Friederike finden Sie in der „Gartenlaube“ folgende Artikel: unter „Brion, Friederike“ 1869, Seite 702; 1879, Seite 810; 1880, Seite 72. Unter „Sesenheim“ 1864, Seite 330; 1871, Seite 452. Unter „Goethe“, außer den eben bezeichneten, 1871, Seite 486 und 487; 1880, Seite 591. Unter „Friederiken-Album“ 1868, Seite 48.

G. B. in München. Der Urheber des in Nr. 12 unseres Blattes reproducirten Bildes „Der bezwungene Hercules“ ist, wie wir berichtigend mittheilen, nicht I. Adam, sondern K. Knabl.

A. C. in M. Sie haben der Redaction ein Manuscript eingesandt und um eine Kritik Ihrer Arbeit gebeten, da aber diese Arbeit sich für unser Blatt als nicht verwendbar erwies, so wurde dieselbe Ihnen mittelst gedruckten Briefes zurückgesandt. Darüber sind Sie nun so ungehalten, daß Sie uns sogar zutrauen, wir würden über Ihren Brief lächelnd die Achseln zucken. Nein, geehrter Herr, das geschah nicht und wird nie geschehen. Aber bitten müssen wir Sie, sich eine richtige Vorstellung von der Arbeit in einem Redactionsbureau zu bilden. Es ist uns völlig unmöglich, neben den alle Zeit in Anspruch nehmenden Pflichtarbeiten auch noch Muße zu brieflicher Kritik über vorgelegte schriftstellerische Versuche zu finden. Wir würden dies nicht hier (und zwar wiederholt) öffentlich aussprechen, wenn solche Zumuthungen nicht wöchentlich mehrfach an uns herantraten. Eben darum ist auch unsere Bitte eine öffentliche, uns mit diesen Zeugnissen eines unter anderen Umständen gewiß ehrenden Vertrauens menschenfreundlichst zu verschonen.

Frau von St. in Wien. Sie suchen für Ihren Sohn, der ein öffentliches Gymnasium besuchen soll, eine Pension, in der, neben sorgfältiger physischer Pflege und gewissenhafter Erziehung, fachmännische Aufsicht und genaue Controlle der Schularbeiten stattfindet. Ihrem Zwecke dürfte das seit sieben Jahren bestehende Pensionat des Herrn A. Fleischhacker in Leipzig (Jacobstraße 3) vollständig entsprechen. Dasselbe wird von den Directoren der hiesigen höheren Lehranstalten angelegentlich empfohlen. Auch der Umstand, daß circa achtzig Procent der bisherigen Zöglinge Söhne Leipziger Familien waren, dürfte Ihnen beweisen, daß man das Fleischhacker’sche Pensionat hier am Orte zu schätzen weiß.

Stadtr. D. in B. Die Mahnung an die Herren Buchbinder, die über zwei Seiten der „Gartenlaube“ laufenden Bilder nicht dadurch zu verderben, daß sie dieselben ohne Weiteres in den Band hineinbinden, sondern sie auf Falz zu befestigen, ist im „Briefkasten“ von Nr. 6, Jahrg. 1880, ausgesprochen worden, scheint aber, wie Ihre Klage uns zeigt, dringend wiederholt werden zu müssen.

H. W. in Hamburg. Nein; wird auch nicht erfolgen.


Heft 17[Bearbeiten]

[288] G. Z. in L. Ihrem Zwecke dürfte am besten dienen: Daniel Sanders’ vortreffliches „Wörterbuch der Hauptschwierigkeiten in der deutschen Sprache“, welches soeben in dreizehnter, vermehrter Auflage (Berlin, Langenscheidt) erschienen ist. Das Buch ertheilt in allen den Fällen, wo der Sprachgebrauch noch ein schwankender ist, und überall da, wo sich uns beim Gebrauch unserer Muttersprache grammatische Schwierigkeiten entgegenstellen, sichere Auskunft und empfiehlt sich ebensowohl durch den großen Werth seines sachlichen Inhalts wie durch die übersichtliche und bequeme Form seiner lexikalischen Anordnung.

Gutzkow’s junger Freund in Friedland. Ihr Schreiben vom 24. November vorigen Jahres ist nicht in unsere Hände gelangt.

C. A. in Coburg. Wir bedauern, Ihnen die gewünschte Auskunft nicht ertheilen zu können.

J. J. in Meißen. Ihre heimische Albrechtsburg finden Sie in Wort und Bild geschildert in unserer Nr. 52 von 1861 und in Nr. 1 von 1882.


Heft 19[Bearbeiten]

[320] A. M. in R. Von Max Wirth’s „Grundzügen der Nationalökonomie“ ist die fünfte Auflage des 1. Bandes kürzlich erschienen; die vierte Auflage des 2. Bandes befindet sich unter der Presse. Ferner werden die dritte Auflage der „Geschichte der Handelskrisen“ und eine schwedische Uebersetzung der „Krisis in der Landwirthschaft“ desselben Verfassers demnächst zur Versendung kommen.

A. K. in O. Der Fall braucht nicht so schlimm zu sein. Wenden Sie sich an einen Gynäkologen in der Ihnen nächstliegenden Universitätsstadt!

B. L. M. Zur Beurtheilung von Gedichten fehlt uns alle Zeit. Dank für geschenktes Vertrauen!

C. F. K. Wir bedauern, von Ihrer freundlichen Offerte keinen Gebrauch machen zu können.

Ein alter Abonnent. Die Artikel „Aus deutschen Spielhöllen“ finden Sie im Jahrgang 1872, Seite 217, 233, 253 und 1864, Seite 41, 712.


Heft 20[Bearbeiten]

[340] Fritz Vieider. Der Jahrgang 1854 ist bei der Verlagshandlung nicht mehr vorräthig. Antiquarisch wird derselbe zu beschaffen sein.

A. M. in Berlin. Wenden Sie sich gütigst an den „Centralverein für Handelsgeographie und zur Förderung deutscher Interessen im Auslande“ in Berlin!


Heft 22[Bearbeiten]

[372] Langjährige Abonnentin in Oldenburg. Es freut uns, Ihnen erwidern zu können, daß E. Marlitt eine Erzählung unter der Feder hat. Wurde übrigens bereits in unserer Quartalsanzeige (Nr. 13) mitgetheilt.

Schifkorn, Ungarlied. Lied des Esikos. Gedicht von I. N. Vogl, der ungarische Text von B. Kováts, Musik von Heinrich Proch. Op. 37. Bei Ant. Diabelli u. Comp., Graben, Wien.

Franz S. in Triest. Natürlich. Kaufmannes! Die Apposition hat die Flexion.

T. E. 1862 in Straßburg. Ihr Manuscript ist unter der angegebenen unvollständigen Adresse unbestellbar. Geben Sie gefälligst an, ob Sie es nach Straßburg im Elsaß oder nach welchem Straßburg sonst dirigirt haben wollen!

Neustadt a. d. H. Brodneid!

Heft 23[Bearbeiten]

[388] W. Z. in New-York. Wir dienen Ihnen mit dem größten Vergnügen, wie es uns überhaupt eine Freude ist, unseren Mitarbeitern und Abonnenten mit Rath und That zur Seite stehen zu können. Also haben Sie die Güte, uns näher zu benachrichtigen!

Frau S. Sch. geb. I. in Kassel. Befremden wider Befremden! Vergegenwärtigen Sie sich gefälligst den Gang unserer Correspondenz! Sie senden uns einen längeren novellistischen Beitrag und erhalten denselben nach Ablauf von sechs bis acht Wochen mit einem eingehend motivirenden Dankschreiben zurück, welches die Arbeit als nicht geeignet für die „Gartenlaube“ in den höflichsten Worten ablehnt und um weitere gefällige Beiträge bittet. Wir hätten die Angelegenheit, wie dies bei anderen Redactionen üblich, auch einfach geschäftlich-summarisch behandeln können. Das thaten wir nicht. Und was ist der Lohn für unsere Galanterie? Eine beleidigte Epistel Ihrerseits, in der Sie sich über unseren „langsamen Geschäftsgang“ als eine Ihnen widerfahrene „grobe Unzulänglichkeit“ bitter beklagen. Alle Rücksichten der Höflichkeit unsern Mitarbeitern gegenüber in Ehren, zumal wenn diese dem schönen Geschlechte angehören! Aber, geehrte Frau, gegen eine Sprache, wie Sie sie zu führen belieben, müssen wir denn doch auf das entschiedenste protestiren. Keinem unserer geehrten Correspondenten dürfen wir gestatten, die Dehors des journalistischen Verkehrs uns gegenüber aus den Augen zu lassen. Soviel gegen die Form Ihrer Zuschrift! — Was den Inhalt derselben betrifft, so bitten wir Sie, uns gefälligst die Frage zu beantworten: Woher soll eine vielbeschäftigte Redaction, der täglich mindestens sechs bis acht Beiträge von dem Umfange des Ihrigen zugehen (die zahllosen weniger voluminösen gar nicht mitgerechnet!), die Zeit hernehmen, dieses Material neben den zeitraubenden laufenden Arbeiten zu bewältigen, wenn man ihr für umfangreiche Erzählungen nicht mehrere Wochen Lesefrist gewährt? Verehrte Frau, der Tag hat auch in Leipzig nur vierundzwanzig Stunden.

D. K. in Riga. Verfügen Sie ganz über uns, geehrte Frau! Trotz unserer sehr in Anspruch genommenen Zeit werden wir Ihrem so liebenswürdig ausgesprochenen Wunsche gern entsprechen.

C. H. in Toledo, Ohio. Herzlichen Dank für Ihre freundliche Mittheilung und Ihre Sympathie für unser Blatt! Das Mittel, über welches Sie von uns Auskunft zu erlangen wünschen, ist uns nicht bekannt. Man kann aber fast mit Sicherheit annehmen, daß die Anpreisung desselben auf Schwindel beruht, da es gegen das erwähnte Uebel keine Heilmittel dieser Art giebt.

M. B. in G. Redactionsgeheimniß.

H. K. Ein Werk über Kryptographie, das für jede Sprache brauchbar ist, existirt nicht. Das des Herrn V. Niethe (Buchdruckereibesitzer in Berlin) hat den Titel: „Das bei der Chiffrir-Abtheilung des deutschen Reichskanzleramtes eingeführte Chiffrirsystem. Berlin, 1874. Druck und Verlag von H. Niethe. Preis 20 Mark.“

A. Z. in Palermo. Sehr gern!

Hermann B. Die deutsche Handelsflotte ist die drittgrößte der Welt und wird nur von den Handelsflotten Englands und der Vereinigten Staaten von Nordamerika übertroffen. Im Jahre 1879 zählte sie 351 Dampfer und 4453 Segelschiffe, deren Tonnengehalt 1,129,129 betrug, wovon auf die Dampfschiffe 179,662 Tonnen entfielen. Im Jahre 1881 erreichte unsere Handelsflotte bereits eine Leistungsfähigkeit von mehr als 1,600,000 Tonnen.

Heft 28[Bearbeiten]

[472] Eine Verehrerin Friedrich Rückert’s in Gotha. Zu Beisteuern für das Rückert-Denkmal in Schweinfurt hat die „Gartenlaube“ aufgefordert, aber nicht selbst gesammelt und deshalb auch nicht quittirt. Unseres Wissens ist die erforderliche Summe noch nicht vollständig aufgebracht. Trotz mancher Ungunst der Zeit verdiente das Andenken an den Sänger des „Liebesfrühlings“ und den deutschen Erschließer der Poesie des Morgenlandes wärmere Theilnahme.

D. Z. Abonnent in Berlin. Jahrgang 1878, Seite 569 n. f.

M. L. in Gl. Schwindel!

N. in N. Nicht verwendbar.


Heft 30[Bearbeiten]

[504] G. K. in Detmold.Reichsdörfer“ nannte man ehemals diejenigen Dörfer oder Höfe, welche unmittelbar unter dem Kaiser und Reich standen. Dieselben hatten ihre besonderen Ober- und Untergerichte, sowie Reichsschulzen und zahlten nur Kriegsanlagen. Die letzten Reichsdörfer waren Alschhausen und die freien Leute auf der leutkirchner Haide in Schwaben, Althausen, Glocksheim und Seenfeld in Franken, Sulzbach und Soden im oberrheinischen Kreise. Durch den Reichsdeputationshauptschluß von 1803 wurden sie an größere Staaten vertheilt.

Z. E. in Sch. Unter „Kette“ versteht man in der Jägersprache die Vereinigung von Flugwild, das nicht einer Familie angehört; so bilden z. B. Hühner, Enten etc. aus verschiedene!: „Völkern“, wenn sie sich zusammenthun, eine Kette.

Langjähriger Abonnent in S. Wir bedauern, Ihnen nicht dienen zu können.

B. Z. in Tarnowitz. Die „ledernen Kanonen“ Gustav Adolf’s bestanden aus einer kupfernen Röhre, die mit eisernen Ringen umgeben und mit Tauen, sowie mit Lederbezug umwickelt waren. Sie bildeten den Uebergang vom schweren Geschütz zu den leichteren Feldgeschützen, haben sich aber nicht bewährt.

A. B. in Bukarest. Das Elsaß hat seinen Namen von dem Flusse Ill.

K. D. in Berlin. Portrait und Biographie unserer allbeliebten Mitarbeiterin Elisabeth Bürstenbinder (E. Werner) finden Sie im Jahrgange 1876, Seite 461.


Heft 31[Bearbeiten]

[520] Z. Z. Woher der sprichwörtlich gewordene Name Münchhausen kommt? Zu Ihrer Beruhigung (es wird sich bei Ihrer Anfrage wohl wieder um eine Wette handeln, zu deren Entscheidung Sie wie unzählige Andere gütigst an uns appelliren) können wir Ihnen mittheilen, daß bei allen Münchhausiaden der Name des Helden sicher nicht erdichtet ist. Der echte und rechte Münchhausen lebte im vorigen Jahrhundert und hieß Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen auf Bodenwerder in Hannover (geboren 1720, gestorben 1781). In russischen Diensten hat der biedere Feldherr einige Türkenkriege mitgemacht und erzählte von dem, was er dort angeblich erlebt hatte, in seiner lieben Heimath unglaubliche Dinge; auch machte er stark in „Jagdgeschichten". Nach seinem Tode wurden die gelungensten dieser Aufschneidereien mit den üblichen literarischen Beigaben zuerst von Raspe in englischer Sprache herausgegeben und zwar im Jahre 1785. Die deutsche Bearbeitung des bald allgemein bekannt gewordenen Buches stammt von G. A. Bürger. Daß im vorigen Jahre das hundertjährige Jubiläum des Todestages des echten Münchhausen gefeiert werden konnte, daran haben wohl die wenigsten von Denjenigen, die seine Geschichten fleißig weiter verbreiten, gedacht. Oder war dies vielleicht bei dem vorjährigen Bundesschießen in München der Fall, auf welchem bekanntlich Münchhausen leibhaftig auf der Bühne erschienen war.

B. L. in Ch. Die uns von Ihnen eingesandte Blume ist der sogenannte Rosenkönig, eine bei den Rosen zuweilen beobachtete Erscheinung, welche dadurch verursacht wird, daß eine Blume durch die andere hindurchwächst.

P. K. in Berlin. Es ist wohl einer der bedenklichsten Druckfehler, auf den Sie uns aufmerksam machen. Es muß an der betreffenden Stelle nicht „seines“, sondern „ihres“ heißen; denn das interessante Werk über Fr. Liszt ist ja von einer Dame, Lina Ramann, geschrieben worden.

Ein treuer Abonnent in H. Ihre Arbeit ist nicht uninteressant, aber leider für unser Blatt nicht geeignet. Verfügen Sie gütigst über das Manuscript.

L. Z. 100. Anonyme Anfragen werden nicht beantwortet.


Heft 34[Bearbeiten]

[568] E. R. in Danzig. Ob ein Militäranwärter, der auf seinen Civilversorgungsschein hin einen Civildienst erhielt, falls er diesen aus Krankheit oder Altersschwäche nicht mehr versehen kann, eine Geldentschädigung erhält, wenn er der Behörde den Civilversorgungsschein wiedereinreicht? Vielleicht werden sachkundige Leser diese Frage eines unserer Kriegsinvaliden freundlichst beantworten.

F. W. in Neuß. Unbedingt müssen Sie in diesem Falle den Arzt um Rath fragen.

R. Vorbitz. Sie erwarten von uns eine Antwort, geben Straße und Hausnummer, aber nicht Ihren Wohnort an. Wo wohnen Sie denn im großen deutschen Reiche?

W. G. in Chemnitz. Wie uns Herr F. Clouth aus Nippes bei Köln mittheilt, beträgt jetzt der wirkliche Preis der Tourniquet-Hosenträger (vergleiche Nr. 29) M. 2.20 pro Stück.

E. K. in Constanz. Ihre Beiträge, obgleich nicht talentlos, sind für unser Blatt nicht geeignet.

H. K. in Dresden. Ueber „Freimaurer“ verzeichnet unser Register nur einen Artikel: „Der Bund der Freimaurer“ („Ein unbekannter Bekannter“), im Jahrgang 1873, S. 452, und eine Notiz über die Freimaurer in Amerika, Jahrgang 1875, S. 241. Was Sie aber suchen, bietet Ihnen vielleicht die Schrift: „Die Grundsätze der Freimaurerei im Völkerleben. Ein geschichtsphilosophisches Erbauungsbuch von I. G. Findel.“


Heft 40[Bearbeiten]

[672] H. W. in Leipzig. Sie beschweren sich über die nach Ihrer Meinung falschen Daten in dem Artikel über Gustav Adolf von Professor Herman Semmig. Lassen Sie sich belehren! Bei der Kalenderverbesserung durch Papst Gregor den Dreizehnten (vergleiche „Blätter und Blüthen“ von Nr. 39) wurden vom 4. October 1582 an zehn Tage herausgeworfen, so daß man nach dem 4. sogleich den 15. October zählte. Nach diesem verbesserten Gregorianischen Kalender fällt die Zerstörung Magdeburgs auf den 20. Mai, die Schlacht bei Breitenfeld auf den 17. September und der Tod Gustav Adolf’s auf den 16. November. Die Protestanten behielten den Julianischen Kalender bis 1700 bei, daher schreiben sich die Daten 10. Mai, 7. September und 6. November, die auch Schiller beibehalten hat. In neuerer Zeit hat man aber die Daten des verbesserten Gregorianischen Kalenders auch auf diese Ereignisse übertragen. Unter Anderen schreiben David Müller, † Professor in Karlsruhe („Geschichte des deutschen Volkes“) und Anton Gindely, Professor an der Universität Prag („Geschichte den Dreißigjähriges Krieges. Leipzig. G. Freytag. 1882“): 20. Mai, 17. September und 16. November. Der Verfasser war also mit seinen Daten in vollem Rechte und Ihre unhöfliche Kritik – sehr übereilt.

Alte Abonnentin in Bremen. Ein Portrait Karl von Holtei’s finden Sie in den Jahrgängen 1860, Seite 36. und 1873, Seite 48.

D. V. in Odessa. Allerdings! Dem Vernehmen nach wird in San Francisco ein Garfield-Monument errichtet werden, dessen Sockel eine sitzende, sich auf ein Schwert stützende Frauenfigur aus Bronze bilden wird – eine Symbolisirung des trauernden Amerika. Die Seiten des Piedestals werden Adler zieren, von denen einer die Sinnbilder des Krieges und des Handels, der zweite das Banner und den Schild des Landes bewacht. Die Bronzestatue selbst wird eine Höhe von zehn Fuß haben, der Sockel aber die Inschrift: „James A. Garfield. Mortuus pro Republica“ tragen.

Ein langjähriger Leser in Minden. Näheren Aufschluß finden Sie im „Jagd-Lexicon“ von O. von Riesenthal (Leipzig, Bibliographisches Institut, 1882).

A. T. in Landau und N. N. in E. Schwindel!

A. E. in München. Ueber Respiratoren und Athmungsapparate zum Schutze gegen Staub, schädliche Luft etc. hat die „Gartenlaube“ belehrende Artikel geliefert: Jahrgang 1855, Seite 109, 1860 Seite 774, 1868 Seite 39 und 1878 Seite 20.

B. D. in Wien. Da Sie ein „Wiener Kind“ sind, so hat es Ihnen sehr nahe gelegen, den Ursprung des Wortes „Gassenhauer“ selbst zu errathen. In Ihrer schönen Vaterstadt existirt ja heute noch das Kraftwort „aufhauen“, welches „tanzen“ bedeutet. Ursprünglich nannte man einen Tanz auf der Gasse mit dreitheiligem Tacte einen „Gassenhauer“. Nach diesem Tanze wurde das auf der Gasse gesungene Lied benannt, eine Bezeichnung, die anfangs nichts Unziemliches bedeutete; erst als das Wort „Volkslied“ aufgekommen, sank der „Gassenhauer“ zu seiner heutigen Bedeutung herab.

Z. Z. in Düsseldorf. Da bei den elektrischen Glühlichtlampen von Feuersgefahr keine Rede sein kann, so darf man zur Herstellung von Lichtträgern für diese Lampen getrost brennbare Stoffe, wie z. B. Holz, verwenden. In der gegenwärtig zu München eröffneten internationalen elektrischen Ausstellung findet man bereits derartige in alterthümlichem Stil aus Holz angefertigte Kronleuchter. Ueberhaupt bietet die Anwendung des elektrischen Lichtes dem Kunstgewerbe ungleich mehr Gelegenheit, etwas Formvollendetes zu leisten, als dies bei anderen Beleuchtungsarten je möglich gewesen. Die Münchener Ausstellung wird in dieser Hinsicht gewiß Resultate von weittragender Bedeutung erzielen.

W. D. in Washington. E. Werner hat, wie bereits mitgetheilt, eine Erzählung: „Gebannt und erlöst“ für die „Gartenlaube“ unter der Feder.


Heft 41[Bearbeiten]

[692] B. G. in Odessa Ein treffliches Porträt Ch. Darwins, in Kupferstich ausgeführt, wollen Sie von Schweizerbart in Stuttgart beziehen. Dasselbe stammt aus dem weitgekannten und altbewährten Atelier von August Weger sen. und Theodor Weger jun. in Leipzig.

Langjähriger Abonnent in Aachen. Allerdings! Bei der Expedition des Blattes.

R. S. in Breslau. Marlitt'sGoldelse“ finden Sie im Jahrgang 1866, „Das Geheimniß der alten Mamsell“ aber im Jahrgang 1867.

A. E. in Hamburg. Als Scherz passable!


Heft 43[Bearbeiten]

[724] Rittergutsbesitzer von F. in der Rheinprovinz. Sie suchen für Ihre Nichte ein gutes Institut, in welchem dieselbe sich nach ihrer Schulzeit weiter ausbilden könne? Wir freuen uns, Ihnen ein solches, welches in der Nähe Ihres Wohnsitzes gelegen ist, mit voller Ueberzeugung empfehlen zu können - das Victoriat-Lyceum in Köln. Dasselbe, unter dem Protectorate der deutschen Kronprinzessin stehend, ist eine Lehr- und Erziehungsanstalt, mit welcher zugleich ein Pensionat für eine kleine Anzahl junger Damen aus den höheren Ständen verbunden ist. Der Unterricht setzt da ein, wo die höhere Schule ihre Aufgabe vollendet hat. Es werden den allgemeinen Lehrgegenständen noch Kunstgeschichte, italienische Sprache, Zeichnen und Malen, Musik, weibliche Kunstarbeiten und, auf besonderen Wunsch, auch die classischen Sprachen hinzugefügt. In ausgezeichneter Weise wird auch durch gesunde, reichliche Kost, durch Spaziergänge und Turnen, durch Tanzen, Reiten, Schwimmen, Schlitschuhlaufen das körperliche Befinden der Pensionärinnen gepflegt und gefordert, wie denn auch die Lage des Instituts, seine Räumlichkeiten und Einrichtungen in jeder Hinsicht vorzüglich sind. Tüchtige Lehrkräfte wirken an der Anstalt, vor Allem aber verdient die feingebildete Vorsteherin des Victoria-Lyceums, Frau Prof. Lina Schneider, in jeder Weise das Vertrauen, das ihr von allen Seiten entgegengebracht wird. Wenden Sie sich also vertrauensvoll an die vorgenannte Dame! Adresse. Jahnstraße 19 in Köln am Rhein.


Heft 44[Bearbeiten]

[740] Abonnent in Darmstadt. Uns ist nicht bekannt, daß man Cigarrenabschnitte anders als zum Rauchen aus der Pfeife verwenden könne. Sie wollen sich eine Absatzquelle in Kreisen suchen, die nicht in der Lage oder nicht geneigt sind, an ihr Rauchmaterial einen hohen Preis zu wenden.

E. Crevècoeur. Ungeeignet! Verfügen Sie über das Manuscript!

P. v. H. in M. Wenden Sie sich an ein Regimentsbureau! Ein besonderes Buch wird über den Gegenstand wohl kaum existiren. Die betreffenden Verordnungen darüber sind übrigens im „Armeeverordnungsblatt“ (Berlin, Mittler u. Sohn) zu finden.

N. W. in P. Im Verlage von Friedr. Geißler in Leipzig erschienen und noch zu haben.

C. L. Mlr. Vergleichen Sie gefälligst unsern Artikel: „W. Hoffmann’s Nähstuhl“ in Nr. 17 des Jahrgangs 1881.

Frieda und Marie in Paris. Wirklicher Name, kein Pseudonym!

Heft 49[Bearbeiten]

[820 b] Frl. Elise Kopp in Harburg a. d. Elbe. Die Idee, getrocknete Blumen, welche auch nach dem Verlassen der Presse ihre natürliche Farbe beibehalten, zur Herstellung von Lampenschirmen zu verwenden, ist zwar nicht neu, aber sie verdient mehr und mehr beachtet zu werden. Ihre Lampenschirme zeichnen sich sowohl durch die Wahl der Farben wie durch die künstlerische Zusammenstellung der einzelnen Bouquets sehr vorteilhaft aus, und wir finden auch den Preis von 3 Mk. für ein Stück nicht zu hoch. Nur auf Eins möchten wir Sie aufmerksam machen: die äußere Ausstattung dieser Lampenschirme muß eine vollendetere werden, wenn Sie dieselben zu einem gangbaren Handelsartikel erheben wollen.