Die zehn Gebote (Hermann von Bezzel)/Sechstes Gebot I

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Die zehn Gebote (Hermann von Bezzel)
Sechstes Gebot II »
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Sechstes Gebot I.
Du sollst nicht ehebrechen!

 Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und züchtig leben in Worten und Werken und ein jeglicher sein Gemahl lieben und ehren.

 Ich will das Verlorene wieder suchen, und das Verirrte wiederbringen, und das Verwundete verbinden, und des Schwachen warten; aber was fett und stark ist, will ich vertilgen, und will es weiden mit Gericht. Hesek. 34, 16.


 Indem ich heute mich anschicke, euch das sechste Gebot auszulegen, bete ich zum Herrn, daß Er kein unnützes Wort über mich und aus mir kommen lasse und keine eitlen Gedanken unter uns erwecke. Ihr wißt, es ist wohl das schwerste Gebot, über das ein Diener der Kirche zu reden hat, weil es in Verhältnisse einführt, die Gottes Heiligkeit mit siebenfachem Schleier deckt und die Gottes Barmherzigkeit in heiligem, reinem Ernste bewahrt. Und gar manches Wort, von der Kanzel oder in der Beichte gesprochen, über das sechste Gebot und seine Gefahren, hat mehr geschadet als genützt. Aber der Herr wird es nicht zulassen, daß ein Knecht, der ihn bittet, die Gemeinde erbauen zu dürfen, sie zerstöre und kann auch zu dem vorsichtigen Worte, wenn es mit Gebet und Überlegung gewählt und gesprochen wird, seinen Segen geben.

 Das sechste Gebot, so sagen unsere Alten, gilt allen denen, die in der Ehe leben können, die in der Ehe leben und die in der Ehe gelebt haben. Es gilt allen denen unter uns, die, wenn sie Gott so geführt hätte, oder wenn Er| sie so führen sollte, in der Ehe leben möchten, es gilt aber auch denen unter uns, die in der Ehe leben und denen, die nicht ein Eheleben geführt haben. Es umfaßt die ganze Menschheit; denn es ist ein natürliches Gebot. Es wendet sich an die ganze Christenheit; denn es ist ein heiliges Gebot. Es wendet sich an deine und meine Seele, an deine Seele, an dein Innerstes, an die Werkstätte deines Geistes, an das Geheimnis deines Einbildungs- und Empfindungslebens; denn es ist ein sehr innerliches Gebot. Keine Sünde greift so an das Mark des Lebens, wie die Sünde gegen das sechste Gebot. Keine Sünde zerstört so die Grundfesten der menschlichen Ordnungen, wie die Verfehlung gegen das sechste Gebot. Das innerlich veruneinigte und verunreinigte Haus wirkt über seine Grenzen und Mauern in die Gemeinde hinüber, von dieser aus in das Volk und vom Volk hinaus in die Welt. Und wenn ein Volk untergehen soll, so geht es regelmäßig – ihr könnt es aus der Geschichte nachprüfen – an der Sünde gegen das sechste Gebot zugrunde; ganz natürlich, weil das sechste Gebot sich auf Verhältnisse bezieht, die an der Grenze zwischen Naturleben und Geistesleben stehen: geistige Vorgänge wirken sich natürlich aus, natürliche Vorgänge wirken auf den Geist zurück. Das ganze geheimnisvolle Leben, zu welchem Gott die beiden Geschlechter berufen kann oder berufen hat, heiligt entweder die Menschen oder verunehrt und entheiligt sie. Es sind zum mindesten ebensoviele in der Ehe innerlich verunehrt und verunglückt, als außer der Ehe; verunglückt auch gegen die Reinheit des äußeren Lebens. Und es denke nur niemand, die Ehe sei ein Schutz vor Unreinheit; denn ihrer viele sind innerhalb ihres Ehelebens zuschanden geworden.
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 Laßt mich, soweit ich darf und kann, zunächst über das Leben vor der Ehe sprechen. Über diesem Leben steht das Wort vom Paradiese her: Es ist nicht gut| daß der Mensch allein sei! Und wenn der Mensch allein sein will, um eben allein zu sein, ist es eine große Beschwernis und Gefährdung – wenn nicht der Sittlichkeit im besonderen – so doch der allgemeinen Sittlichkeit. Er wird eben leicht Egoist, Pedant, Mensch der Kleinlichkeiten, alles bezieht sich auf ihn, alles bezieht er auf sich, er ordnet an, wie er es will, er bildet sich die Verhältnisse, wie er sie haben will, er hat für nichts weiter zu sorgen, darum auch für nichts weiter zu ringen und zu kämpfen. Und so entstehen diese traurigen Egoisten beiderlei Geschlechts, die deshalb nicht den Mut zur Ehe finden, weil sie ihr Ichleben und ihr eigenes Leben und ihr eigenes Behagen haben und pflegen wollen. Und die Kleinlichkeit, mit der sie ihre Tagesgewohnheiten erfüllen und die Peinlichkeit, mit der sie ihrer Willkür und Launen dienen, nennen sie Treue. Über solcher Ehelosigkeit spricht der Herr: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei! Er gewöhnt sich an sich und bindet sich an sich und verliebt sich in sich und wird ein armer, innerlich leerer Mensch. Daß es – und nun setze ich gegen des Herrn Wort ein Apostelwort – 1. Kor. 7 – unter Umständen notwendig ist, nicht die Ehe zu wählen, wißt ihr alle. In gefahrvollen Zeiten, wo jeder Tag den Wechsel der Dinge heraufführen und schon der kommende Tag alle Verhältnisse Umstürzen und ändern kann, ist es mißlich, ein anderes Leben an das seine und dessen Wechselfälle zu binden. Wenn schwere Krankheit das Leben belastet, durch Jahre oder Geschlechter hindurch äußere Krankheitsformen oder innere Krankheitsarten gehen, ist es nicht gut, Ehen einzugehen. Denn wer gibt uns das Recht, den Herrn zu versuchen? Wenn der Beruf es verlangt, der einen Menschen ganz beansprucht, zu dessen Ausrichtung er frei, ungebunden, selbständig sein soll und sein muß, wenn insonderheit ein innerer, geistlicher Beruf nur dann recht ausgerichtet werden kann, wenn sein Träger ganz unabhängig| nach oben und nach unten, zur Seite ganz frei ist, dann ist die Ehelosigkeit zwar keine Labung, aber eine Pflicht; und der die Pflicht gibt, gibt auch die Kraft zu ihrer Erfüllung. Wenn das Gebetsleben krankt, der Gebetsatem schwer ausgeht, der ganze Mensch merkt, wie leicht er sich an geliebte Menschen vergeben und vergessen kann, dann soll er wohl fragen, ob es für ihn ratsam, gut und dienlich sei, in die Ehe zu treten. So wenig wir der gezwungenen Ehelosigkeit das Wort reden, weil sie eine furchtbare Gewissenstyrannei ist, die die Menschen entweder zu gebrochenen Existenzen oder zu heimlich lasterhaften werden läßt, so wenig reden wir der erzwungenen Ehe das Wort. Ich habe noch nie gesehen, daß eine aufgenötete und abgenötete Ehe wirkliches Glück in sich barg. Soviel hievon.

 Wenn aber Gott der Herr den Menschen einfach so führt und erzieht, daß er es wohl wahrnimmt, es sei ihm die Ehelosigkeit ein allzu schweres Joch und wenn Er ihn bei der Hand nimmt und ihm das Haus eröffnet, darin er wohnen soll, dann möge an der Hand des sechsten Gebotes eine und die andere seelsorgerliche Vermahnung hier statthaben dürfen. Vielleicht trifft sie die und jene Seele, die sie brauchen kann und behalten mag.

 Wenn du, o Jungfrau, nicht den Mut hast, den Mann, den du dir wählen möchtest, oder der dich erküren möge, auf und nach seinem Glauben zu fragen, dann hast du die erste Lüge in dein Verlöbnis und die erste Unwahrheit in deine zukünftige Ehe hineingetragen. Es hat mir viel zu denken gegeben, als vor wenigen Jahren einmal eine Dame, eine kirchlich gesinnte, evangelische Dame, ganz naiv zu mir sagte: „Drei Tage vor ihrer Verheiratung hat meine Tochter zu ihrer großen Freude erfahren, daß ihr Bräutigam evangelisch ist.“ Das sind Verlobungen der Kühnheit und nicht der göttlichen Ordnung; das sind Bündnisse,| die nicht auf Felsen gründen, sondern auf Sand gebaut sind; der Sand verweht und das Bündnis, das ihm sich anvertraute, zerfällt. Hat die Jungfrau, aus lauter Sorge, es möge ihr das vermeintliche nahe Glück entgehen, nicht den Mut zu fragen, wie es um den Glauben steht, so hat sie auch nicht das Recht, nachher über ihre mißglückte Ehe zu klagen. Ich gehöre nicht zu den Phantasten und Fanatikern, wie jener hochbedeutende, längst schon heimgegangene katholische Priester, der ein Buch schrieb mit dem Titel: Der Giftbaum der Mischehe. Aber ich kann nicht leugnen, daß ich, wo ich noch um Rat angegangen worden bin und noch angegangen werde, vor jeder Mischehe warne. Es ist ein schweres Joch, das sich beide Brautleute hiebei auflegen. Meint es jeder Teil ernst mit seiner Kirche, so ist es ein Weh, wenn man am Altar sich scheidet: du gehst rechts und ich muß links gehen. Und wenn sie es nicht ernst mit ihrer Kirche nehmen, sondern sich mit allgemein religiösen Vorstellungen begnügen, so mag das für die ersten sonnigen Tage, Wochen, vielleicht Jahre genügen. Aber wenn die schwarzen Wolken am ehelichen Himmel aufsteigen, wenn das Gewitter naht und die Mißverständnisse gehen an und man kann nicht mehr mit einander beten, dann kann man nicht mehr füreinander beten. Dann wird die Ehe weihelos und würdelos, arm und friedeleer. Warum gehen so viele unserer jungen Männer, so viele unserer Jungfrauen eine Mischehe ein und fragen nicht darnach, daß Übereinstimmung in den höchsten Fragen und Angelegenheiten erste Vorbedingung wahren Eheglückes ist? Weit wichtiger aber als die konfessionelle Differenz – ob katholisch oder protestantisch – als der Unterschied in der Glaubensanschauung, ist die Frage: liebt der Erwählte des Herzens Jesum Christum und in ihm Gott? Wenn du, o Jungfrau, den Spötter heiratest, weil du hoffst, du werdest ihn bekehren, so sage ich dir: er wird dich verderben!| Und wenn du dem lächelnden Skeptiker die Hand reichst in der törichten Meinung, dein Glaubensleben werde ihm zum Heil gereichen, so irrst du dich. Seine Kälte und Gleichgültigkeit wird deiner Halbheit und Lauheit Feuer ersticken. Aber man frägt nicht mehr darnach: wie stehst du zum Höchsten? sondern man frägt nach Stand, Ehre, Ansehen, nach Vermögen, Geld und Gut, vorsichtigerweise auch noch nach der Verwandtschaft oder Krankheiten in dieser; aber ob man mit Gott verwandt sei und der höchsten Ehre, des christlichen Rittertums, teilhaftig sei und ob man für Jesum eine Mannesehre einsetzen wolle, darnach fragt man nicht, das schickt sich nicht. Aber das schickt sich dann, daß man in der Ehe zuerst füreinander, dann nebeneinander, dann widereinander und gar bald ohneeinander des Weges zieht, mürrisch, verbittert, enttäuscht und verdrossen; der Mann mit der schnöden Klage: das Weib, das du mir zugesellt hast! – und das Weib mit dem bittern Worte: ich fühle mich nimmer verstanden! Und ein weiteres: hat wohl die Tochter, als sie dem Manne folgen wollte und ihm Hand und Herz erbot, auch die Eltern gefragt? Es ist mir so verwunderlich gewesen, wie mir ein Vater, als ob es gar nichts wäre, mitteilte: mein Sohn hat mich zu Weihnachten mit seiner Verlobung überrascht. Der Vater war sehr verwundert, daß ich über eine solche Überraschung überrascht sein konnte, weil man eben noch von der alten Meinung beherrscht ist, daß nur der Eltern Segen der Kinder Häuser bauen könne. Warum fragen die Kinder nicht mehr die Eltern? Weil sie keine Einrede mehr wünschen, keines Rates mehr bedürfen, keine Fürsorge mehr wollen: gib mir das Teil meiner Güter und ich gehe hin! Ihr wißt aber schon, wer so sprach. Es war der verlorene Sohn. Und ein Drittes: hat eine Jungfrau das Recht, oder nicht vielmehr die Pflicht, den Mann, der sie mit Leib und Seele begehrt, auf Manneswort und| Mannesehre zu fragen: wie steht es mit deinem vergangenen Leben? Es ist ein trauriges, ein höllisches, ein schnödes Vorrecht, daß man den Männern das gemeine Vorleben nachsieht, während man bei dem weiblichen Teile das schärfste Urteil fällt. Ein rechter Mann schämt sich, solche Bevorrechtung zu genießen, daß man ihm seine stürmische, unreine, unrechte, Blüten knickende Vergangenheit nachsieht, damit er irgend einem weiblichen Wesen eine leidliche Gegenwart sichere. Und wenn jemand bei sich denkt: wie könnte doch eine Jungfrau einen Mann nach seinem Vorleben fragen, wie unfein wäre das, da zerstörte man doch allen Idealismus, raube alle Poesie! O glaubt, eine reine Jungfrau fühlt es instinktiv und innerlich, ob der Mann, der ihr sich naht, ein reines Herz, ein unbeflecktes Gewissen und reines Leibesleben ihr darbietet, oder ob sein Wesen durch Stürme der Sinne und der Sünde gezeichnet ist. Wenn eine Jungfrau das nicht spürt, ist sie entweder nicht im Gebete oder steht nimmer in der Reinheit ihres Sinnes oder sie ist allzusehr der Ehe verlangend. Seht, Geliebte, das sind Winke, die das sechste Gebot den Brautleuten darbietet: wie steht ihr zu Gott? Wie steht ihr zur Kirche? Wie steht ihr zu euerem sittlichen Leben? Und endlich: wie steht ihr zur Einwilligung und Zustimmung euerer Eltern? Manche unter euch werden sagen: ja, wer mag da ehelich werden? Und ich sage: wenn diese vier Bedingungen nicht erfüllt werden, dann kann Gottes Erbarmen wohl eine Ehe noch durch gegenseitigen Kampf der Heiligung segnen. Aber „da ich’s wollte verschweigen, verschmachtete mein Gebein und erstarb das Glück“. Wenn der Mann im Laufe der Ehe nicht den Mut hat das zu beichten, was er vor der Ehe schon hätte sagen müssen, so wird die Ehe am Innersten kranken.
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 Unter Anrufung des heiligen Geistes, des Geistes| der Reinheit, laßt mich nun vom Eheleben ein wenig sprechen:
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 Was ist die Ehe? Die höchste Gemeinschaft zweier Menschen zum Zwecke, die Kirche Gottes zu bauen auf Erden und sich selbst zur Seligkeit zu fördern. Ich denke, damit sind alle einverstanden, die für Eheleute beten oder die als Eheleute leben oder lebten. Die höchste Gemeinschaft zweier Menschen. Unser Herr sagt: Sie werden beide sein ein Fleisch. Alles das, was die äußere Seite der Ehe ist, all das Leben füreinander, schrankenlos und uneingeschränkt, nur von der Furcht Gottes regiert, lassen wir jetzt zur Seite; sondern darnach fragen wir: wie fördern sich Eheleute? Indem sie sich erziehen! Eheleute müssen sich erziehen, weil ja der Mann in der Ehe erst voller Mann und das Weib erst in der Ehe ganz Weib wird. Wie der Herr sagt von der gegenseitigen Erziehung Gal. 6: Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Diese Worte stehen über der Pforte, über der schönen Pforte der Ehe: Einer trage des andern Last. Man frägt manchmal: soll die Verlobungszeit lange währen, daß man sich kennen lernt, oder soll sie nicht so lange sein, soll sie kurz sein und dann hernach erst das Sichkennenlernen folgen? Ich wage darüber keine Entscheidung; das muß die einzelne Seele mit Gott und den obwaltenden Verhältnissen ausmachen. Im ganzen warnen unsere Väter vor langen Verlobungen, daß man, sagen sie, nicht einander müde wird, ehe man nur recht miteinander lebt. Aber so nun soll der Mann seine Gehilfin erziehen, daß sie nicht seine Sklavin wird und nicht seine Herrin sei; beides ist vom Übel. Gewaltige Männer, willensstarke Persönlichkeiten, noch mehr aber Männer, die ihrer und ihres leiblichen Lebens nicht mächtig sind, entwürdigen und entehren das Weib zur Sklavin der Laune. Und das Weib sinkt dann unter seine göttliche Bestimmung herab, lernt| sich selbst verachten und sich selbst schmähen und verwerfen und die Ehe ist tot. Aber der andere Fall kommt, wenn ich recht sehe, noch häufiger vor, namentlich in den Ehen, da nicht zunächst der Segen Gottes, sondern der Segen des Reichtums begehrt ward; da wird die Frau leicht zur Herrin des Mannes, und so kehren sich alle Verhältnisse: wer tragen soll, der herrscht; wer gehorchen soll, der gebietet; wer schweigen soll, der redet; wer sich gedulden soll, der drängt zur Eile; wer ausgleichen soll, der schafft Widersprüche und Gegensätze. Glaubt es einem Manne, der in viele unglückliche Ehen Einblick getan hat und noch Einblick tut, der in vielen schweren Stunden es versucht hat, mit gedrückten Ehemännern, mit zertretenen Ehefrauen Mitleid zu lernen, glaubt es einem solchen Manne, wenn er sagt: der erste Fehler in der Ehe besteht darin, daß man sich nicht gegenseitig erzieht. Der Mann erziehe das Weib, daß es der Laune und Liebhaberei vergesse, daß es das Heimweh kräftig und heilig bekämpfe, daß es im Ernst der Pflicht die Freude der Pflicht erfahre. Der Mann erziehe das Weib, daß es nicht regellos seine Neigungen, seine Meinungen vorordne; er erziehe es aber auch, daß es das Weibliche nicht verliere, noch vergesse, sondern ganz Weib, weil ganz Christi sei. Und das Weib erziehe den Mann! So gewiß, wie der Mann an einer Art von Geringschätzung aller Kleinigkeiten des Lebens leidet und vergißt, daß unser ganzes Leben aus tausend Kleinigkeiten sich aufbaut und zusammensetzt, und so groß bei ihm die Gefahr ist, über diese Kleinigkeiten hinwegzuschreiten und damit große Gefahren heraufzubeschwören, so gewiß ist es die Aufgabe der Gattin, den Mann zu lehren, was er nimmer oder noch nicht weiß: wie vieles auf Kleinigkeiten ankommt. Ein erster Verdruß, ein Verdruß wegen einer ganz geringfügigen Sache – der Mann hat ihn längst wieder über Berufspflichten und Amtssorgen vergessen. Aber die Frau| hat diesen Verdruß tief ins Herz gefaßt, fühlt sich unverstanden, ungetröstet, unerforscht. Zuerst war es ein Wölklein wie eines Mannes Hand breit und um den Abend war es ein schweres Gewölke und als der Morgen kam, war aus der Verstimmung Unstimmigkeit und aus der Unstimmigkeit Gegensatz geworden.

 Vielleicht sind etliche hier, was ich nicht weiß, Frauen, die noch das hohe, heilige Amt der Gattin haben dürfen; so seien sie von Herzen gebeten zu erziehen, nicht mit Worten, – denn das Wort des Weibes richtet nur Zank an – sondern mit der stillen, tragenden Geduld, mit der schweigenden Würde, mit den Tränen, die nicht der Mann sieht, aber Gott zählt, mit dem festen Vorsatz: ich will mich um die Seele meines Mannes mühen, kümmern, sie auf den Händen tragen und für sie bei meinem Herrn und Gott täglich ein gutes Wort einlegen. Es ist euch vielleicht nicht unbekannt, daß Eheleute, die einander von ganzem Herzen verstehen, schließlich auch äußerlich einander ähnlich werden; zuerst in äußeren Bewegungen, in Wortwendungen, in Redensarten, dann in Anschauungen, in bestimmten Lebensgesetzen und Lebensvorstellungen und endlich auch im Antlitz. Das ist ein Zeichen, wie gegenseitige Erziehung wirkt. Aber freilich, es gibt keine Erziehung des andern, die nicht zugleich sich selbst, ja nicht zuvor sich selbst erzogen hätte. Wie kann der Mann dem weiblichen Teile ein Halt sein, wenn er selbst haltlos ist? Wie kann er eine Freude sein, wenn er selbst freudenarm ist? Wie kann er den schwächeren Teil aufrichten, ermutigen, erquicken, über sich hinausheben, wenn er selbst unter sich liegt und unter sich leidet? Der Alleinstehende trägt nur an sich selbst, aber der Verheiratete muß wohl zusehen, daß er auch des andern Last mittrage. Und er trägt sie nur, wenn er sich selbst recht heiligt, weshalb unsere Väter die Ehe eine Hochschule des Kreuzes geheißen haben.

|  Seht, sobald in einer Ehe die Klage anhebt, beginnt die Anklage und sobald die Anklage anhebt, beginnt das Mißtrauen und wenn das Mißtrauen einkehrt, dann kommen die verregneten und verhagelten und trüben Tage, da man am Morgen bittet: ach, daß ich doch den Abend nicht mehr erleben möchte! und am Abend seufzt: ach, daß doch diese Nacht die letzte wäre!
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 Man kann sich in der Ehe zum Himmel bereiten und die Hölle verdienen. Glaubt es, die erste Klage ist die erste Anklage und die erste Anklage ist das erste Weh. Wenn du dem Gatten nicht mehr trauen willst, oft vielleicht enttäuscht nicht mehr trauen zu können vermeinst, – bar der Liebe Christi, die dir immer wieder traut –, wenn du ihm ängstlich nachblickst, ängstlicher nachfragst oder gar dir über ihn allerlei zutragen läßt, dann ist deine Ehe auf den Tod zerstört und wenn sie auch wieder dürftig zusammengebracht würde. Ein Band, das, zwei- und dreimal zerrissen, mühsam zusammengenäht wird, reißt beim letztenmal so, daß keine Naht mehr hilft. Seht, wenn ihr Mißtrauen findet – so weit dieses Wort hier Raum hat und vielleicht über diese bescheidenen Mauern hinaus Raum findet –, wenn ihr Mißtrauen hegt im Herzen, so rastet nicht, bis die bittere Wurzel ganz ausgerissen ist, und gesteht das Mißtrauen dem, gegen den ihr es hegt. Solche Sünde bringt man nur aus der Seele, indem man sie beichtet, indem man sie gesteht! Sagt es dem Manne, sagt es, ihr Männer, den Frauen, wenn und was ihr Mißtrauen habt. Durch das Bekenntnis wird das Unrecht gebüßt. Ach, wieviel, so darf ich nun weiterfahren, muß man in der Ehe erlernen und verlernen! Erlernen: tragende Geduld, wartende Stille, alles zum Besten kehrendes Vertrauen, hoffenden Mut, Demut, die doch nicht knechtisch ist, stille, schweigende Gelassenheit. Und wieviel muß man verlernen: Betonung des eigenen Willens, Hervorkehren des eigenen Behagens,| Diesseitigkeitsliebe und Diesseitigkeitslust. Wer sich in der Ehe nicht die Freude am Kleinen erbetet und erwirbt, dem wird sie ein großes Leid werden. Und wenn es zu schwer werden will, wenn man tagelang aneinander vorübergeht, weil man sich nimmer finden und verstehen kann, wenn das leiseste Wort falsch gedeutet und die leiseste Berührung der Wunde schmerzhaft empfunden wird, wenn man auf einmal einander ganz fremd ist, ja sich schämt, einander einmal nicht fremd gewesen zu sein, was dann? Ja, wenn man dann nicht mehr beten kann und sein Herz vor Gott ausschütten und seine Not dahin tragen kann, wo die Mühseligen erquickt und die Beladenen getröstet werden, ist es unerträglich! Und dann kommt der Feind und ruft dem einen zu: sei ein Mann und werde frei! Und dem andern Teil: schäme dich, die Sklavin des Mannes zu sein und zerreiß die Kette! Und dann entstehen diese grauenhaften Eheirrungen, Eheverwirrungen, Ehescheidungen. Die Kirche Jesu Christi steht trauernd daneben. Hast du nicht auf den Herzensacker so vieler Männer und Frauen edelsten Weizen gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Das hat der Feind getan, der die Menschen nicht glücklich sehen will, der sie nicht glücklich sehen kann. Ach, wenn man in der Ehe nicht mehr beten kann, ist man verraten und verloren. Bedenke, kein anderer Beruf bindet dich so hart, so fest an einen anderen Menschen als die Ehe. Und darum braucht kein Beruf mehr die Gebetsweihe als die Ehe. Die meisten Eheleute aber beginnen damit, daß sie sich des Gebetes schämen. Vielleicht hat die Tochter noch die Gebetssitte aus dem Elternhause mit hinüber ins neue Haus genommen. Aber am Morgen ist der Herr des Hauses noch nicht zum Beten aufgelegt und gesonnen und am Abend ist er es nicht mehr. In den ersten Wochen der Ehe betet die Frau dann allein und dann merkt sie, es geht auch ohne Gebet. So beginnt der Morgen mit Unstimmigkeit| und Unrast und Unruhe, der Mittag kommt herauf ohne Würde und Weihe und wenn die Abendglocken läuten, kann man nicht mehr zu den Füßen Jesu niedersinken: ach nimm des Tages Last von mir! Und in die Nacht träumt man gebetslos, aber nicht wunschlos hinüber. Die Kirchenglocken läuten am Sonntag; aber die Kirchenpforten öffnen sich vergebens für diese Eheleute und der Altar lädt umsonst ein: Kommt, es ist alles bereit! So verarmt das Leben in sich und so verkommt es an sich.
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 Ich wende mich nun an euch, die ihr nicht oder noch nicht in der Ehe lebt. Vielleicht hat mancher unter euch gedacht: was soll ich mit all dem anfangen, was uns jetzt bezeugt ward? Würden wir mehr für diesen hohen, heiligen Stand der Christenheit beten, so wäre es vielleicht nicht besser, aber unsere Schuld wäre geringer. Die Schuld an all, all diesem großen Elend unseres Volkes, unserer Kirche – in Deutschland allein zählen wir jährlich an 10000 Ehescheidungen – trägt unsere Gebetslauheit! Ach, wie viele Ehen werden ein oder zwei Jahre nach ihrer Schließung wieder geschieden! Und auf die Frage, wie es denn so kommen mußte, folgt die Antwort: wir haben uns nie recht verstanden. Habt ihr denn auch füreinander gebetet? Ach, ich will nicht andeuten, ich kann es nicht andeuten, in welches Grauen der Nacht, in welche Schmach der Sünde, in welche Entweihung des Geschlechtslebens unglückliche Ehen hineinblicken lassen. Es ist so, daß man den Glauben an die Menschheit verlieren, und verwünschen möchte, je eine Mutter gehabt zu haben. Warum beten wir nicht mehr für die Eheleute und warum denken wir nicht mehr an die vielen, die zum Altare gehen, daß der Herr ihren Bund weihe? Wenn aber eine Ehe wirklich, – laßt mich auch einmal die Lichtseiten dankbar preisen – wirklich in Gott geschlossen ist, daß der Herr Jesus der erste Gast war, der allen Mangel mit Wohltat aufwog und die| gegenseitigen kleinen Mißverständnisse mit Vergebung trug, dann ist die Ehe ein Stück Himmel auf Erden. Einer trägt des andern Last, niemand frägt, welche Last schwerer und größer ist. Jeder trägt des andern Last; hinter diesem sich gegenseitig tragen, verstehen, erkennen, lieben, erleiden wollen, steht segnend der, der die Last seiner Gemeinde, der bräutlichen Gemeinde, auf sich genommen und bis auf diese Stunde trägt, der heilige Hohepriester, der seine Gemeinde an sein heiliges Herz, auf seine heiligen Schultern genommen und damit gebeut: So werdet ihr das Gebot Christi erfüllen. Solche Ehen, in denen der Morgensegen gesprochen wird: wir wollen füreinander hoffen! und der Abendsegen lautet: wir wollen füreinander beten! wo der Tag mit seiner Arbeit beginnt, indem einer seine Hand in die des andern legt und spricht: mit dir will ich vereint durchs Leben gehen, solche Ehen haben die rechte Weihe. Einer freut sich über und mit dem andern, da geteilte Freude doppelte Freude ist; wie einer mit dem andern leidet, eingedenk dessen, daß geteiltes Leid halber Schmerz ist. Solche Ehen, da der weibliche Teil dem Manne die Sorgenfurchen auf der Stirne glättet und der Mann die strauchelnde Schwachheit der Frau starkmutig trägt, solche Ehen sind das Abbild priesterlicher Majestät und königlicher Treue; solche Ehen gefallen Gott wohl. O, daß wir beten wollten: Gott gebe und schenke unserer armen Kirche solche Ehen, durch die sie recht gebaut und zwei Menschen – o nicht nur zwei Menschen – für das Himmelreich erzogen werden! Aller Dinge Besitz wird durch das Ende bewertet. Der Ausgang einer Sache zeigt, ob die Sache selbst von Gott war. Wenn man sich in der Ehe zum letzten Mal die Hand reicht, wenn es zum Scheiden geht, der Ehemann hergibt, was seines Herzens Freud’ und Wonne, die Ehefrau opfern muß, was ihres Lebens Stütze und Stolz war; wenn man es merkt, nun ist die Wallfahrt| der Gemeinsamkeit am Ende, nun wandelt der eine daheim und der andere noch in der Fremde und es hebt nun das bitterste Weh an, das bitterste, weil so viele Jahre füreinander und nun allein: dann zeigt es sich, ob eine Ehe vor dem Herrn geschlossen und in ihm geführt ward. Denn Er wendet sich zu dem einen und spricht: Ich will euch nicht Waisen lassen, Ich komme zu euch! Und zu dem andern: Über ein Kleines und ihr sollt euch Wiedersehen und euer Herz soll sich freuen und diese Freude soll niemand von euch nehmen. Sagt, ob das nicht eine glückliche Ehe war, wenn man so merkt, wie manchmal Menschen an und in der Ehe gewinnen! Wenn aus schüchternen Kindern tatkräftige, willensstarke und ihre Eigenart doch nicht verleugnende Frauen geworden sind, wenn man sieht, wie unter den Stürmen, die keiner Ehe erspart sind, und in der Glut der Sonne, die über jeder Ehe heiß brennt, Herz und Gemüt gestärkt und doch nicht vergröbert worden sind. Dann dankt man Gott für solche gute Gabe. Liebe Christen! Und wie soll es denn werden, wenn sich Eheleute nimmer verstehen? Sie wollen auseinandergehen und rufen dich zu Hilfe und bitten um deinen Rat, was kannst du dann tun? Vor allen Dingen: nimm dir viel Zeit um beide Teile anzuhören und erbitte dir viel Weisheit, um beide Teile zu verstehen. Wenn sich ein Sonnenstrahl zeigt, als: ich wollte gerne, daß es wieder anders würde! so laß diesen Sonnenstrahl wieder herein in Haus und Herz und begütige. Es gehört zu den seligsten Freuden der Christenheit und des Christenlebens, wenn man zwei Menschen wieder zusammenführt, Mißverständnisse ausgleicht, Mißhelligkeiten vergessen läßt und das Wort einpflanzen kann: „In Jesu Christo wird alles wieder neu.“ Ich habe es auch schon erlebt, daß Ehen in den ersten Jahren kaum erträglich waren und später wirklich reich an Gabe und Geist wurden, weil treuer Rat guten Willen fand.| Ihr wißt nicht, wie ihr in Gelegenheit kommen könnt, hier zu helfen, und vielleicht verschmäht ihr den Rat nicht, der gut gemeint ist. Wir Männer helfen bei ehelichen Zwistigkeiten zumeist den Frauen und nach einem tief begründeten Gesetz helfen Frauen den Männern, als wollten sie sagen: wären wir an deines Weibes Statt gewesen, so wäre es besser gewesen. Hier muß man alle persönlichen Stimmungen bekämpfen, schlecht und recht tragen, reden, helfen, trösten. Wenn die Ehe aber aufgelöst wird? Wann wird nach der Lehre Jesu Christi des heiligen Gottes, der nicht unerträgliche Lasten auflegt, eine Ehe getrennt? Wenn sie durch Untreue der beiden Teile oder des einen Teiles schon getrennt ist. Wenn der Ehemann Herz, Liebe und Gunst, Ehre und Gewissen einem andern Weibe anvertraut, so ist die Ehe zerrissen vor Gott und vor der Welt. Ja der Herr Jesus sagt: Wenn ein Mann mit unreinen, begehrlichen Blicken ein ander Weib ansieht, so hat er die Ehe bereits gebrochen. Hier soll man nicht zumuten, daß die auf den Tod verwundete Frauenehre verzeiht. Man kann es erbeten, man kann es wünschen, man darf es nicht fordern. Wenn ein Weib im Todesröcheln gesteht, daß sie durch Jahre ihres Mannes Untreue getragen hat, der sich nicht entblödete, fremden Weibern nachzulaufen, so soll man solch armem Weibe nicht zumuten, daß es seine Ehre mit Füßen treten lasse, und der Herr gibt es frei. Der Mann ist ihr gestorben, er ist für sie tot. Wenn er aber wieder käme und bäte: es reut mich sehr, vergiß und vergib! wenn er käme, wie der verlorene Sohn, aus Taumel und Armut heraus heimkehrend: Ich bin es nicht wert, daß ich dein Gatte heiße! – dann siebenzig mal sieben mal – schmücke dein Haus, heilige dein Herz, gib deinen Willen noch einmal gefangen, wage es! Der Herr wird solches Wagnis segnen! So würde ich sagen.
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 Noch schwerer ist’s, wenn ein Mann seine Treue verachtet| sieht, wenn er merken muß, wie das Weib seiner Wahl, dem er sich und all das Seine rückhaltlos anvertraute, eigene, falsche, wilde Wege geht. Dann mute ihm nicht zu, daß er, der Schwergetäuschte, alles vergebe! Das Weib ist tot für ihn. So es aber käme und sagte: ich finde keine Ruhe mehr in meinem Herzen und keinen Frieden mehr in meinem Leben, ich habe tausendmal an dir verdient, daß du mich verstößt, aber um Jesu willen nimm mich noch einmal auf! – dann wolle er alles vergessen um der Gnade willen, die er in der Todesstunde begehrt, und soll es noch einmal wagen, es wird ihn nicht gereuen. So, wenn die Ehe aus dem gemeinsamen Martyrium ein Sanktissimum wird, heiligt und heilt das gemeinsame Martyrium. Das wollte ich vom Leben vor der Ehe und in der Ehe sagen. Vielleicht segnet Gott diese Worte, die von dem schweren Leid und von einer hohen Freude sprachen und gebe euch die Kraft, manchmal für die Eheleute zu beten. Wenn so am Sonntag von den Kanzeln die Verlobten verlesen werden – nicht gerade feierlich und fein – und die Gemeinde dann aufgefordert wird, mit Fürbitte zu tun – o, wie viele leisten dann wohl dieselbe? Aber du vergiß es nie! Wenn du in der vierten Bitte für das christliche Haus betest oder gar in deiner Verwandtschaft eine unglückliche Ehe kennst – wohl kein Verwandtenkreis ist ohne eine solche – dann menge dich nicht hinein und rede nicht viel mit Menschen darüber, aber wende dich an Gott und flehe zu dem Herrn: heile, verbinde, vereine, segne; denn du kannst es machen, daß das Haus wieder froh werde! Geliebte Christen! Das waren einige Gesetzlein und Worte für solche, die in der Ehe leben wollen und leben. Der Herr schenke uns, daß wir, die wir zumeist nicht in der Ehe leben, aus der nächsten Betrachtung das schöpfen, was wir brauchen, um keusch und züchtig in Gedanken, Worten und Werken leben zu können. Betet darum, daß in der nächsten| Betrachtung das Wort einem jeden zuteil werde, nach dem er verlangt; denn Dir bringe ich mein Herz zum Opfer:

nimm, ach nimm doch gnädig an,
was ich, Armer, schenken kann!

Amen.





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