Die sieben Sendschreiben der Offenbarung St. Johannis/Das fünfte Sendschreiben

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Sendschreiben
an die Gemeinde zu Sardes


 „Und dem Engel der Gemeinde zu Sardes schreibe: Das sagt, der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne: Ich weiß deine Werke; denn du hast den Namen, daß du lebst und bist tot.
 Werde wach und stärke das andere, das sterben will; denn Ich habe deine Werke nicht völlig erfunden vor Gott.
 So gedenke nun, wie du empfangen und gehört hast, und halte es und tue Buße! So du nicht wirst wachen, werde Ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, welche Stunde Ich über dich kommen werde.
 Aber du hast etliche Namen zu Sardes, die nicht ihre Kleider besudelt haben; und sie werden mit Mir wandeln in weißen Kleidern, denn sie sind’s wert.|
 Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden und Ich werde seinen Namen bekennen vor Meinem Vater und vor Seinen Engeln.
 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“
Offenbg. 3, 1–6. 


 Während über der Gemeinde von Thyatira zwar die Donner künftiger Gerichte grollen und Wolken Gewitter bergen, tritt uns in der Gemeinde von Sardes das als Regel entgegen, was in der Gemeinde von Thyatira nur Ausnahme gewesen ist. Bei beiden treten Persönlichkeiten und Stellungen vor Augen, welche beide innerlich schon hohl waren. – Thyatira hat die Macht der Phrase losgelassen, Sardes wird von der Macht der Phrase beherrscht. Thyatira hat etliche lose Geister entfesselt, welche ein Scheinleben sich genügen ließen; aber in Sardes war alles auf Schein berechnet. Wir tun, glaube ich, uns einen recht heilsamen Dienst, wie ein Stahlbad die Nerven erquickt, wenn wir uns gerade unter diesen Brief recht beugen, damit nicht der letzte Ausklang von der Lauheit gänzliche Verlorenheit sein müsse.

 „Der da hat die sieben Geister und die sieben Sterne“, (V. 1) schreibt an die reiche, gottesdienstlich geschmückte Stadt Sardes, als ob über dieser noch die Pracht ihrer früheren Herrscher ruhte, als ob der Glanz der Gottesdienste, die damals gefeiert wurden, ins Christenleben hinübergetragen worden wären. In Pergamus trat der Gemeinde die geschlossene antichristliche Weltanschauung gegenüber; aber in Sardes war das gesamte Christentum bereits ein innerlich heidnisches geworden. Darum| nennt der Herr sich gegenüber dem wilden Geiste, der in der Gemeinde lebt, und gegenüber den schrankenlosen Einfällen des natürlichen Menschen „Den, der da die sieben Geister hat“, und die Kräfte des heiligen Geistes ganz besitzt. Er läßt die Gemeinden nur so viel vor sich gelten, als sie von diesem Geiste leben und beherrscht sind. Bei Ephesus heißt es: „Der da hat die sieben Sterne in Seiner Hand und der da wandelt unter den sieben Leuchtern.“ (Offenbg. 2, 1) Er will damit sagen: Jeden Stern kann ich missen, da ich die sieben Geister habe. Er bleibt reich, auch wenn die Sterne verbleichen. Die sieben Geister mögen Ihn für die sieben Sterne entschädigen. Er kann jede Stunde diese Gemeinde ganz vernichten und der heilige Geist wird es Ihm reichlich erstatten.
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 „Ich weiß“, spricht Er zum Bischof der Gemeinde von Sardes: „daß du hast den Namen, daß du lebst und bist tot.“ (V. 1b) Welch eine bis ins Mark gehende Ueberraschung! Vielleicht hieß der Bischof Zosimus, d. h. „der Lebensmann“, oder „Gottfried“, oder er hatte sonst einen Namen, der eine Lebensfülle bezeichnet. Einen Lebensnamen trägst du und empfängst du von deiner Umgebung. Andere freuen sich deines Lebens. Aber Ich sage dir ins Herz hinein: „Du bist tot.“ Beachten wir doch, wie der Herr Jesus gar keine Entschuldigung für sein Urteil hat. Gar nichts kann den Herrn blenden, alle Arbeit, die in der Gemeinde von Sardes kaum gefehlt haben wird, alle äußere Ordnung kann ihn nicht von Seinem Urteil abbringen: „Du bist tot!“, erstorben. Aber zu wem es der Herr in dieser Welt noch sagt, dem kann noch geholfen werden, zu dem kann er sagen: „Ich will dich| wieder auferwecken, daß du lebst.“ Nun soll Sardes Einblick in sein Wesen tun; denn seine Werke sind nicht erfüllt vor Gott. Bengel in seiner deutlichen Weise erklärt so: „Auch das ärmste Veilchen am Wege, wenn es wirklich ist, was es sein soll, gilt vor dem Herrn, während die Blumen, die nur halb ihre Blätter zeigen, nichts sind. Sei das, was du sein sollst, ganz und decke nicht deine Lücken mit den Worten zu!“ In Smyrna ist von der ausharrenden Treue in der Enge und Beschränktheit die Rede; in Thyatira von den kleinen Kreisen, in denen ein Christenleben sich vollzieht, aber bei dieser Gemeinde zu Sardes heißt es: Werde tiefer! Siehe nicht mehr auf das, was du scheinst! Mit andern Worten: „Mein Christ, trage mehr unter dem Urteil, daß man dich für besser hält, als du bist. Trage schwer an allen günstigen Urteilen! Wahrlich, es ist leichter unter ungünstigem Urteil zu stehen, von dem ein Christ sagen kann: „Herr, du weißt, wie ich es meine“, als unter günstigem Urteile zu leiden, das man schließlich für berechtigt hält. Gott schenke es uns jetzt schon, damit wir nicht einmal plötzlich ein so einschneidendes Wort, eine so furchtbare Ueberraschung erfahren müssen: „Du Narr, du glaubtest zu leben, du lässest dir vorreden, daß du lebst und du bist tot.“ Meint man nicht hier, im Geistlichen zu hören, was der Herr Jesus Lukas 12 mehr aufs Aeußere hin spricht von dem Manne, der seine Scheuern reich gefüllt hatte und zu seiner Seele sagte: „Liebe Seele, du hast einen Vorrrat an Lebenskraft und Lebensgut.“ Und der Herr kommt in der Nacht und spricht, daß er die Lebenskraft nehmen und die Lebensvorräte entleeren will. „Diese Nacht wird deine Seele von dir genommen werden.“ (Luk. 12, 20).| Sardes ist reich gewesen, die Gemeinde war in guter Ordnung, Werke der Barmherzigkeit mangelten ihr nicht. Auch die Huldigungen der Umgebung entgingen ihr nicht; und wo sie fehlten, da schien es ihr, als seien sie wegen ihrer Christentreue ihr verweigert. Ihre Schmach war „die Schmach ihres Herrn“, ihr übler Leumund die Folge ihrer „Treue zu dem übel berüchtigten Jesus von Nazareth.“ Wo sich Kritik gegen sie erhob, da war es die Kritik „ihrer Treue“. Jetzt aber erscheint der Herr selbst vor dieser Gemeinde und sagt seinem Knecht Johannes, er möge sich beeilen und seine Meinung kundgeben: „Ich weiß, daß du lebst und bist tot!“ Wohl dem Menschen, der es jetzt noch hört, dem auch die bitterste Wahrheit lieber ist als die Lüge der Phrase.
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 Ach, man glaubt wohl, es könne uns nur der Strick der Sünde binden. Die meisten Menschen meinen, die Bande der Sünde seien besonders starke Ketten, und vergessen, daß weit mehr Menschen unter zarten, seidenen Banden verloren gehen. Das sind die seidenen Fäden, mit denen ein Mensch an die Erde gebunden wird, diese gefährlichen, einschneidenden Bande, die Bande der Phrase. Wir wollen den Herrn recht inbrünstig bitten, daß er alles in unserem Leben, alles, was wir haben, alles, was wir geben, von diesen Banden frei mache. Können wir uns denken, was für eine Kraft ausgehen würde, wenn sich vier- bis fünfhundert Christenleute zusammentäten, gegenseitig zu geloben, daß man alle Redensarten meide. Wie unendlich einfach wäre der Verkehr und wie lieblich würde das einfache Wort sein! Welchen Ballast von Schutt und Steinen braucht man jetzt, um einen Menschen| von seiner Treue zu überzeugen. Wollen wir Gott bitten, daß wir die Kraft haben, mit wenig Worten viel, ja alles zu sagen. Und er möge selbst an unserer Seele arbeiten, um alles Scheinwesen je mehr und mehr zu tilgen, und uns auf unserem Weg Leute geben, die Salz bei sich haben und die Schärfe nicht meiden, Leute, die ihre größte Treue gegen uns dadurch bekunden, daß sie unser nicht schonen. Wird man es dem Arzt verargen, wenn er die schädlichen Auswüchse wegtut? So wollen wir Gott danken, wenn er aus der Christen Leben allen Schein hinwegtut. Eine Seele, die Jesu Christo nachgeht, wird vom Feinde verfolgt bis in die geheimsten Beziehungen, ja bis ins Heilige. Und wenn sie der eisernen Ketten vielleicht spottet, wirft der Feind um sie diese weichen, wohltuenden, seidenen Fäden der Illusion, der Selbsttäuschung. Wir wollen bitten, daß er unsere Werke ansehe, ob sie auch völlig sind vor ihm. Wir wollen nichts sein als das, was wir sein sollen, dieses aber ganz. Anfang ohne Fortgang, Versuche ohne Ausgang, Vorsätze ohne Erfüllung, das sind die Stellen, wo der Feind einsetzt. Aus solchen Anfängen baut er seine Häuser, aus solchen Vorsätzen seine Festungen; aus solchen edlen Regungen, die vom Fleisch stammen, läßt er die Fleischesernte erwachsen. Darum, was du bist, das sei ganz! – „Ich habe deine Werke nicht erfüllt befunden“, und du hast, was an Gehalt dir gebrach, durch die Phrase deiner und anderer Seelen dir ersetzen lassen. Es ist furchtbar! Du hast mich betrügen wollen und dich am meisten betrogen. Mich wolltest du betrügen, indem du zu dem, was da war, den| Schein fügtest als Ersatz für das, was nicht da ist. Und dich hast du am meisten betrogen, indem du dich fertig wähntest, ehe du nur ernstlich anfingst. Er wolle nur immer wieder dem Gedanken bange machen, ob wir es redlich meinen, daß unsere Freundlichkeit wie unser Ernst, unsere Liebe, wie unser Zorn, unsere Strenge wie unsere Milde, unser Gebetsleben, unser gottesdienstliches Leben, unsere Heiligungsarbeit, daß uns dies alles in das Licht gerückt sein möge des Wortes: „Du glaubst zu leben, und hast den Namen, daß du lebst“, du giltst als eine berühmte Gemeinde, als eine starke Seele – „und bist tot“. Denn wo der Schein das Sein ersetzen will, ist es nicht anders, als wie wenn ein erstarrter Leichnam den oberflächlichen Beschauer so täuschen kann, daß er ihn noch für lebendig hält. Gott zertrümmere das, was ihm nicht gefällt! Er zertrümmere den reichen Fonds von Redensarten, die wir uns im Laufe der Jahre zusammengeborgt haben! Er entleere die Sprache ihres Bombastes, ihrer gemachten Art. Und er behüte uns vor der affektierten Frömmelei und vor der süßlichen Art! Er bewahre uns vor all dieser falschen Aeußerung, der das Werk fehlt! Ja, er weiß, wie schwer es ist, einander mit der Wahrheit zu dienen; aber wenn uns Gott auf unserem Lebensweg einen Menschen zur Seite gestellt hat, der uns so dienen will, dann wollen wir ihn als gute Gabe Gottes betrachten. Wahre Freundschaft einer Seele beginnt an dem Tage, da er spricht: „Du bist tot, aber ich will dich wieder auferwecken.“ Wahre Freundschaft hebt dann an, wenn er von Schein und Scheinsfolgen zuruft: „Du bist tot!“; wahre Freundschaft auf Erden besteht dann,| wenn der Freund, die Freundin das Gewissen der andern geworden ist. Darnach wollen wir uns prüfen und unsere Freundschaften noch einmal ansehen. Sofern unsere Freundschaften das Gewissen schärften, waren sie gesegnet und brauchen uns nicht zu gereuen. Sofern aber unsere Freundschaften das Scheinwesen fördern, das Gewissen einlullen, so wollen wir sie abbrechen. Ach, man kann so leicht sich in Begeisterung hineinsteigern, man kann so leicht in eine gewisse Höhe hinaufkommen und ist doch alles Schein, alles Schaum und nichts Rechtes. Ach, daß er lieber und freundlicher die wenigen Worte, die wir ihm zu Ehren sprechen wollen, ansehen möge als die zehntausend „mit Zungen geredet“. Darum bitten wir: „Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin!“[1] Er wehre jeder falschen Begeisterung und gebe uns den Mut, das, was wir sein sollen und wollen, ganz zu sein. Darum bitten wir den, der durch denselben Apostel (Johannes) sagt: „Gott hat uns einen Sinn gegeben, daß wir erkennen den Wahrhaftigen und sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jesu Christo. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. Hütet euch vor den Scheingöttern und vor den Scheingrößen!“ (1. Joh. 5, 20 f.)
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 Schein oder Sein, das ist also die Frage, die der Herr beim Bischof der Gemeinde von Sardes aufwirft. Bist du wirklich der Bischof der Gemeinde oder scheinst du es zu sein? Und du Gemeinde, bist du eine Gemeinde oder scheinst du es bloß zu sein? Wiederum: Der Herr Jesus gibt die Antwort bereits, und wenn er einen Menschen fragt, ob Schein oder Sein, so ist bereits die Antwort gegeben. Antwort: Mein andächtiges| Gebet war krankhaft gesteigerte Empfindung; mein Wandel war nur nach außen gerichtet, innerlich aber war er zuchtlos. Meine Rede war Demut, aber mein Herz voll Stolz; mein Sinn schien dem Wahren zugewendet, aber innerlich log ich mich täglich an. Wenn der Herr also fragt, so ist die Antwort bereits gegeben. Aber er, der da spricht: „Du hast den Namen, daß du lebst und bist tot!“ (V. 1), Er will auch wieder aufwecken durch solche ernste Frage und mahnt: „Sei nüchtern, wachsam und stärke das andere, das sterben will!“ Also ist der Tod noch nicht so weit fortgeschritten, das Scheinwesen noch nicht so weit verbreitet, daß ihm nicht mehr könnte geholfen werden; sonst würde es nicht heißen: „Sei wacker, sei wachsam!“ Also zum Trost wird gesagt: Alle die Kräfte, welche der eigenen oder der andern Seele nützen könnten, sind noch vorhanden. Er braucht nur aufzuwachen, dann wird er alle Kräfte wieder loslösen, mit denen er das andere stärken kann, was sterben will. Wir hören also, daß das Scheinwesen doch immerhin auf das Sein zurückweist. Wo viel Scheinwesen, viel schöne Worte sind, da ist doch auch noch ein Sein, eine Wirklichkeit, ein Kern. Es kann nur etwas Schein werfen, wo Sein ist. Wenn ein Schatten ausgeht, muß irgendwo noch Licht sein; ein Schatten weist noch auf ein Sein hin. Der Bischof und seine Gemeinde müssen also wieder aufwachen, um zweierlei zu erkennen:
1. die Kräfte, welche sie sich erträumten, ohne sie zu haben, und
2. die Kräfte, welche sie vergaßen, die sie aber wirklich haben und bloß wieder aufwecken dürfen.
|  Darum heißt es ausdrücklich: „Werde wacker und stärke das andere, das sterben will!“

 Scheinwesen ist unsagbar ansteckend. Keine Krankheit, keine Seuche in der ganzen Welt ist es so. Wenn man sieht, mit wie leichtem Kauf ein Mensch fromm, interessant werden kann, durch welche leichten Mittel man liebenswürdig wird, so reizt das zur Nachahmung.

 Darum sieht der Herr neben dem vielen Scheinwesen auch die Gefahr der Ansteckung. Wenn in einer engen Gemeinschaft viel Scheinwesen ist, so will auch das übrige sterben. Nichts lernt man leichter als die fromme Phrase. Denn da gehört gar nichts dazu, weder Wille noch Gedanke. Man redet einfach nach. Das Scheinwesen steckt an, weil der Mensch ohnehin zum Schein neigt. Welch ein Bild! Eine Gemeinde mit ihrem Hirten schlafend! Aber nicht der Schlaf, den der Herr seiner Gemeinde aus Gnaden beschert hat nach heißem, mühevollem Tagewerk, die Ruhe, die noch vorhanden ist dem Volke Gottes. Auch nicht der Schlaf, den der Herr den Seinigen verzeiht; die klugen Jungfrauen haben auch geschlafen und dieser Schlaf hat ihnen, wenn auch nicht zur Ehre, doch auch nicht zur Sünde gereicht. Nein, es ist der Todesschlaf! Wehe dem Menschen, der erst in der andern Welt vom Scheine los wird! Darum rüttelt der Herr den schläfrigen Bischof und seine Gemeinde auf: Wache auf! und dann wirst du gleich sehen, wo es fehlt: „Stärke das Uebrige, das sterben will!“ Also haben wir noch den Trost, daß er bis zum Ende immer und immer noch aus dem Schein aufwecken will. Er tut es| aber auf verschiedene Weise. Entweder läßt er einen Menschen durch sein Scheinwesen in große Sünde geraten, damit er sieht: „Das war dein Bekennen und das ist dein Leben“, damit der Mensch selber erschrickt und sagt: Ich dachte fromm zu sein, und zu solchen Dingen ist es bei mir gekommen! Ein Mensch kann am Sonntag beim Sakramente ganz hingegossen sein in Andacht und am Montag in der pöbelhaftesten Weise sich benehmen. Und das ist manchmal gut; denn es zeigt, wie der Schein ein Menschenherz beherrschen kann. Oder er stellt uns einen Menschen vor, an dessen Nüchternheit unser Schein zerrinnt, der ein Wort ums andere, ein Bekenntnis nach dem andern auf seinen Gehalt prüft und sagt: Das ist nicht so, kann nicht so sein. Scheinleben hat die Gefahr, daß es das Wähnen zur Tatsache und die Tatsache zur Einbildung macht. „Wache auf! Noch ist es Zeit! Ich rüttle dich auf vom Schlaf! Und dann gebrauche deine Kräfte und stärke mit der Stärke, die du noch besitzest, mit der Gnade, die dir geblieben ist, das Uebrige, was sterben will!“ Wenn du jemanden, mein Christ, in dein Scheinleben hineingezogen hast, dann bist du es ihm schuldig, daß du ihn auch in dein Erwachen hineinziehst. Wenn du jemanden leiden ließest unter deiner falschen Art, so ist es auch deine Pflicht, daß du ihn dann in deiner neuen Art aufleben lässest. Das ist ein großer Trost ohnegleichen, daß uns hier der Herr, da er weiterfährt, spezielle Beichtanweisung gibt: „Ich habe deine Werke vor Gott nicht erfüllt gefunden.“ „Das kleinste Kind“, sagt Bengel, „das seine Kniee beugt im Namen Jesu Christi und| Jesum Christum lieb hat, das hat ein ganzes Werk getan.“ Und der bedeutendste Mensch, der bloß die Anfänge sich genügen läßt, und auf solche Anfänge sein Scheinwesen baut, hat nur ein halbes Werk getan. „Ich habe deine Werke nicht erfüllt gefunden“ d. h. sie haben nicht das ausgefüllt, was sie gesollt; der Kreis, in den du gestellt bist, ist mit Phrasen überbrückt. Wo ist deine Pflichttreue, deine Aufopferung? Lauter schöne Anfänge, aber das andere ist Schein.

 Während die römische Kirche nie Buße tut, sondern nur lobt, was man erreicht, welche Einflüsse man gewonnen habe, heißt es doch in der evangelischen Kirche: „Wir haben gesündigt an Gott.“ Wenn aber auch evangelische Kreise zusammenkommen, dann geht es aber doch auch, wie Claudius sagt: „Der A. lobt den B., damit der B. den A. wieder lobe.“ Einer spendet dem andern so viel Lob, bis er wieder Atem schöpft und der andere ihn lobt. Die römische Kirche zur Zeit der Reformation war noch ganz voller Herrlichkeit. Wie geordnet war alles, ihre Priesterschaft war ganz um Rom geschart. Und doch hat Gott zu der Kirche gesagt: „Deine Werke sind nicht völlig vor mir!“ Wohl dem Menschen, der an die Hauptsache denkt! Die Hauptsache ist, daß ich ganz mit Gott eins werde, ganz mit ihm lebe.

 „Deine Werke sind nicht erfüllt vor Gott,“ spricht Jesus Christus, aber: Ich habe einige Namen in Sardes, die nicht ihre Kleider besudelt haben“. (V. 4) Diese wenigen Namen, die er allein kennt, diese lauteren, nüchternen Leute, die will er retten, wenn das Gros der Gemeinde sich nicht zur Buße kehrt. „Denkst du nicht mehr daran, so werde| ich zu dir kommen, wie ein Dieb in der Nacht und alles verheeren (V. 3b), aber die Einigen will ich retten.“

 Wenn eine Kirche zur Buße kommt, wenn eine Gemeinde, eine Seele von Herzen Buße tut auch die unerkannten Sünden, die unbegriffenen Vorwürfe (des Herrn) auf sich nimmt, – dieser Kirche, dieser Gemeinde, dieser Seele ist gewiß noch zu helfen. „Solange du daran denkst, daß keine Höhe der Werkerei die Fülle eines christusmäßigen Wandels ersetzt, solange du dessen eingedenk bleibst, was du von mir gesehen hast, wie ich im Kleinen und Unscheinbaren ganz war, solange ist noch zu helfen. Deine Kraft wird sich verneuen wie vor alters.“

 So brauchen wir nur zu gedenken an unsere Anfänge, was er uns war, und es kann alles noch gut werden. „Wenn du aber auf die Fülle, auf den Ertrag deines Lebens hinweisest, wenn du sagst: „Was ist in vergangenen Jahren und Jahrzehnten alles gebaut, verschönert, verfeinert worden!“ – dann will ich dir kommen in einer Nacht, wo man die verschönerten und verfeinerten Werke nicht sieht. Wie ein Dieb will ich kommen und dir deine eingebildeten Kleinodien stehlen, und die andern besitzest du nicht mehr. Während du meinst, bei mir in Gnaden zu stehen, habe ich dich verworfen. Während du glaubst, es sei alles in bester Ordnung, ist das Todesurteil bereits gefällt. Du bist ein Mensch im reichen Schmuck deiner Redensarten, wo aber ist die Kraft? Drei Jahrzehnte und länger habe ich dich umgraben, mit meinen Tränen befeuchtet, mit meinem Blut befruchtet. Du bist ein Fruchtbaum im reichen Schmuck deiner Blätter, – wo aber ist| die Frucht? Wenn du das nicht einsehen willst, dann werde ich dir kommen und meinem Vater das Recht geben: „Haue ihn jetzt ab!“[2] Und du wirst es gar nicht merken, – so ist der Schein eingedrungen. Du sprichst: „Ich habe niemals so sehr Gottesgemeinschaft gehabt,“ während nüchterne Christen dir sagen: du bist ferne von Gott. Mancher Mensch wähnt ja, er sei bei Christo in Gnaden, während jeder Nüchterne sieht, daß derselbe ein ganz unheimliches Leben führt, bei dem niemanden wohl werden kann.  – Wer einsieht: Mir fehlt mehr als alles, der Abschluß, die bestimmte Art, das Klare, das Wahre und daran denkt, wie sein Heiland alles gewesen ist, der soll es noch erleben, daß er kräftig wird und kräftigen kann. Wer es aber nicht einsieht, noch einsehen will und sagt: Scheinleben gibt es bei mir nicht – dem wird der Herr plötzlich kommen wie ein Dieb in der Nacht. (Matth. 24, 43. 44. Luk. 12, 39) und alles wird zerstört werden. Und wenn du aufwachst, dann ist dein Schein, Schaum, Wähnen vorüber und deine Kraft ist dir genommen. Das Scheinleben, wenn ich so sagen darf, ist eine Art geistliche Knochenerweichung. Der Mensch verliert die Energie. Das ist bei dem Christenmenschen das allerschwerste, wenn er keine Knochen mehr hat, wenn er nicht mehr auftreten kann, nicht mehr ganz und voll ist. Noch ist es Zeit, möchte es nicht zu spät bei uns allen sein!
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 Jedenfalls aber soll nicht die ganze Gemeinde vergehen. So wenig es bis zum Ende der Tage eine Christengemeinde geben wird, in der lauter Fromme sind, so wenig wird es auch eine Gemeinde geben, in der lauter Gottlose| wären. „Einige hast du, – du kennst sie gar nicht mehr,“ – Das ist wieder ein großes Weh. Seine besten Freunde kennt Sardes nicht mehr. Der Herr muß es ihr erst sagen. Hat er es nicht der mittelalterlichen Kirche gesagt: Wußtest du nichts von deinen Waldensern in den Tälern Italiens, weißt du nichts von den Brüdern des gemeinsamen Lebens und ihrem Ernst in den Niederlanden? So ruft er es auch uns zu: Weißt du nichts von den Stillen im Lande, den schlichten Bibelchristen, die zwar bei keinem Verein sind und auch keinen zu gründen gedenken, die aber bei dem großen Verein der Beter aller Zeiten sind?
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 „Du hast etliche, die ihre Kleider nicht besudelt haben.“ (V. 4.) Was heißt das: „ihre Kleider?“ Es ist der Christenstand, den sie in der heiligen Taufe empfangen, der Christencharakter, den sie am Tage der Wiedergeburt bekamen und nicht weggetan, nicht verloren haben. Sie sollen dafür, daß sie in diesem Schwall der Redensarten und in dem Staube des Lebens ihre Kleider nicht befleckt haben, einst mit ihm, dem Könige der Wahrheit in weißen Kleidern gehen. Und nun kommt ein Wort, das man kaum aus seinem Munde hören kann, ohne vor Scham zu vergehen: „Denn sie sind es wert.“ Weil ihr beharret habt, weil ihr die Taufkleider, den Charakter, den die heilige Taufe gibt, bewahrt habt, darum sollt ihr nun in weißen Kleidern gehen; denn ihr seid es wert. So bitten wir den Herrn, weil er uns zeigt, wie er ihrer etliche rettet, er möchte doch diese Zahl der Wenigen recht groß werden lassen unter uns; denn in dem Alter und in der Erkenntnis sind wir hoffentlich alle, daß wir sehen können, daß das Scheinwesen nicht| mehr weiter frommen will. Wer sich ernstlich aufmacht, von allem Schein sich erlösen zu lassen, jetzt, wo wieder ein Neues anhebt, wer da bittet: Vermähle dich mit meinem Worte, daß es wahr, mit meinem Wunsche, daß er klar, mit meinem Werke, daß es rein, mit meinem Denken, daß es dein sei, – wer so bittet, der soll es erfahren, daß der Herr ihm alles wiedergibt, alles. Ach, was für eine selige Zukunft unserer Gemeinde, wenn die Phrase sobald verschwinden würde, als sie gekommen ist! Wenn ich an jemand schreibe „treu“, so bin ich es; wenn ich schreibe: „ehrerbietig“, so erbiete ich ihm die Ehre; wenn ich schreibe „gehorsam“, so gehorche ich auch. Wenn ich jemand grüße mit dem Gruß des Friedens, so will ich ihm den Frieden geben und schenken. Wenn ich bete, so will ich auch beten, nichts weiter. Wenn ich arbeite, so will ich es ganz tun. Mit einem Worte, was ein Denker dieses Jahrhunderts gesagt hat: „Sei in jedem Augenblick deines Lebens ganz und denke nie an den nächsten Augenblick. Jetzt bist du da, hier und jetzt nur hier, dann dort und nur dort. Das ist die rechte Art, ganz das zu sein, was man sein soll in jedem Augenblicke und an jedem Ort. – Wir wollen um zweierlei bitten: Wenn du in mir Scheinwesen erkennst, o Herr, der du den heiligen Geist, den Geist der Wahrheit auf unser Wesen fallen lässest, daß er es erleuchte, durchdringe, prüfe und sichte, dann gib uns den Sinn, daß wir die Getreuen erkennen und gib uns die Kraft, den Getreuen nachzufolgen. Gib uns den Sinn, in unserer Umgebung die lauteren Elemente zu erkennen, und die Kraft, von ihnen auch zu lernen und ihnen nachzufolgen, damit du nicht einst| sagen müssest, du hättest ihrer etliche, die ihre Kleider nicht befleckt haben, aber – du hast sie ja gar nicht erkannt, sondern von dir gestoßen! Bei Pergamus hat es geheißen: „Du hast etliche Schlechte.“ (Kap. 2, 14 und 15), bei Ephesus hörten wir das Lob, daß die wenigen Ungetreuen erkannt sind (Kap. 2, 2), bei Sardes heißt es, daß es die wenigen Getreuen weder erkannt noch bewahrt hat. Ach, er möge uns allen schenken, daß wir erkennen die Wachenden, aufwachen aus dem eigenen Schlaf, stärken das Sterbende. Herr, hilf erkennen die Lauteren, laß uns selbst vom Scheinwesen genesen und andern zur Genesung dienen. Laß mich die Treuen im Lande erkennen, mache mich selbst immer treuer und wahrer und gib mir die Kraft, vor der der Schein nicht bloß zerrinnt, sondern auch geheilt wird.
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 Solche Namen, die vom Scheinwesen geheilt sind, die will er nicht austilgen aus dem Lebensbuch, sondern will sie vielmehr bekennen (V. 5). Jesus trägt eine Bürgerliste des himmlischen Jerusalems. In der Taufe sind sie eingeschrieben. Steht wohl jetzt noch unser aller Name in dieser Bürgerliste? Die da hier auf Erden ihren Namen aus allem Schein befreit haben, gründlich und lauter sind, die will er nicht aus seinem Bürgerbuch austilgen. An den Rand will er schreiben: „Sie sind es wert, daß ich es ihnen erzeige.“ – Wert nicht aus Eigenem, Natürlichem, sondern weil sie in der Kraft des Herrn geblieben sind. „Ich werde sie bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“ Welch ganz anderes Urteil wird er haben! Leute werden kommen mit einer Summe von Erträgnissen; aber er wird sie nicht kennen. Und andere| werden kommen, die mit dem Schein gekämpft haben ihr Leben lang, und auf diese wird er zugehen und dem Vater es bezeugen, daß sie die Seinen sind. Gott sei Dank, auch unsere Kirche hat noch eine Menge solcher, die da stille im Land hin und her arbeiten. Sie bewahren die Kirche vor Versuchung. Der Herr will, wenn man es nur erkennt und zuläßt, alles Halbe, alles Scheinwesen aus unserer Mitte nehmen. Er will alle Redensarten, die wir vielleicht uns selber nur sagten, er will alle Träume jetzt noch zerstören, damit es nicht zu spät sein möge, will uns, wenn wir uns ganz ihm ergeben, vor seinem Vater bekennen, in weiße Kleider des ewigen Lebens uns kleiden und unseren Namen mit Ehren nennen zu allen Zeiten. Ja, das will er, das wolle er bei unser jedem. Er wolle es dahin bringen, daß wir immer mehr dem Einen, was not ist, nachgehen. Unsere Seele dürstet nach Wirklichkeit, daß wir etwas erleben möchten, nicht eine neue Ausgießung des hl. Geistes, wohl aber, daß sein heiliger Geist nicht von uns genommen werde. Unsere Seele hat keine scheinbare Sünde, sondern wirkliche Sünde. So begehrt sie auch keines scheinbaren Trostes, sondern wahren Trostes, seines Trostes, seines Trostes allein. Nicht was wir gewirkt haben, kann uns folgen; aber was wir geworden sind, das bleibt. Er wolle in unseren Seelen den Vorsatz wirken etwas Ganzes zu werden, jeder in seiner Beschränkung und an seinem Teil.
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 Etwas Ganzes zu werden: Der Heiland läßt sich ja an Wenigem genügen. Das Weib, welches zwei Scherflein einlegte, hat ihre ganze Habe eingelegt| und er ist zufrieden. Die Sünderin, die mit Tränen seine Füße netzte, hat ihr Ganzes gegeben und er nimmt vorlieb damit. Maria hat getan, was sie konnte, ihr Ganzes und darum wird ihr Name genannt bis auf diesen Tag. Darum helfe er uns allen aus Gnaden dazu, daß wir etwas Ganzes, Volles, Bestimmtes werden und tun möchten, und wenn es nicht reicht zu einem bedeutenden Werke, so reicht es doch zu einem kleinen.

 „Mach mein Herz zu einem Garten, drin Gewächse schönster Arten stehn voll Blüt’ und Lieblichkeit; mach es auch zu einem Bronnen, draus ein Bächlein kommt geronnen, fließend in die Ewigkeit!“[3]

 Weil der Herr am Kreuz Wirklichkeit erlebt und erbracht hat, dem Scheinwesen den Tod geschworen hat, weil er alles Halbe, Unerfüllte, alles Gerede, alles Gepränge und Gefühl nicht leiden mag, dafür aber unser Herz ganz begehrt, so laßt uns geloben und bitten: „So nimm denn meine beiden Hände“ – meine beiden Hände, alles mein Wirken und Handeln, die Hände des Gebets, die Hände der Ruhe, die Hände des Schaffens, die Hände, mit denen ich strafe, die Hände, mit denen ich segne, liebe, wirke, „So nimm denn meine beiden Hände, – aufs neue sei Dir’s zugesagt.“ Aufs neue! Daß du mir das Gelübde noch glaubst, das ist mein unbegreiflicher Trost. Aber ich weiß, daß du erhörst und hörst Gelübde, auch solche, die oft gebrochenen Gelübden folgen. Aufs neue! Aufs neue! – Nach vieler Enttäuschung meinerseits und viel unnützen Reden. „Ich will Dich lieben ohne Ende“, Dich, Dich allein! Vordem gehörte ich mir allein, dann gehörte ich mir und dir,| dann gehörte ich dir und mir; damit ich nicht ewig mir gehören müßte, gehöre ich fortan dir ganz allein. Nicht ewiglich mir! In welch furchtbarer Gesellschaft müßte ich dann leben! So gehöre ich dir allein, dir ganz allein. „Ich will dich lieben ohne Ende“, am Tage der Freude mit dir zur Freude gehen, am Tage des Leides mit dir beim Kreuze stehen, „ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht“[4], um dich dann mit ungebrochenem Herzen weiter zu lieben. „Mein Alles werd daran gewagt“[5]: Mein Beginnen, mein Begehren, mein Reden, mein Schweigen, mein Alles. Ich beginne mit dem Rückblick auf meine früheste Jugend. Ich sehe hinein in meine späteren Jahre: Schatten, die Furchtbares bedecken, Größen, die mich in der Ewigkeit verklagen, Scheinwesen, das mir so zuwider geworden ist; die Rollen, die ich alle spielte, lächelnd spielte, während es in mir schrie nach dem lebendigen Gott – mein Alles sei daran gewagt! „Ach, laß, o Jesu, deinen Namen und deines Kreuzes Ehrenmal auf meiner Stirne leuchten! Amen, ja Amen, Amen tausendmal.“[6] Leuchten aller Welt: denen, die im Hause sind, denen, die draußen sind, deines Kreuzes Ehrenmal auf meiner Stirne leuchten! Amen, ja Amen, Amen tausendmal!“

 Zu einem solchen Gebete, das da im Aufschrei der Sünde vor ihn kommt, zu einem solchen Gebete, das da aus der Angst rührt, daß der Schein uns übermanne, zu dem Flehen einer Seele, die da nicht vor dem Grabe, wohl aber vor der Hölle sich fürchtet, zu einem solchen Flehen sprach Christus selbst: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh. 8, 32). Amen.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. EG 330,7.
  2. Vgl. Lk. 13,7.
  3. Strophe 7 des Liedes von Angelus Silesius "Großer König, den ich ehre."
  4. EG 400,1.
  5. Aus dem Lied "Mein Freund, wie dank ich´s deiner Liebe" von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf.
  6. Aus dem Lied "Mein Freund, wie dank ich´s deiner Liebe" von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf.


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