Berichtigung Fränkischer adelicher Familienwappen (Teil 2)

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Textdaten
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Autor: Heinrich Karl Christoph Schindler
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Titel: Berichtigung Fränkischer adelicher Familienwappen
Untertitel:
aus: Journal von und für Franken, Band 3, S. 610-631
Herausgeber: Johann Caspar Bundschuh, Johann Christian Siebenkees
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1791
Verlag: Raw
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Erscheinungsort: Nürnberg
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Quelle: UB Bielefeld, Commons
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V.
Berichtigung Fränkischer adelicher Familienwappen von H. K. C. Schindler.
Kanne.

Nach dem Zeugniß der Vogtländischen Ritterschaft Bayreut, Culmbach und Neustädter Bezirks führt dieses Geschlecht im silbernen Feld einen vorwärts gekehrten schwarzen Büffelskopf. Auf dem Helm wird eben diese Figur wiederhohlt. Die Helmdecken silbern und schwarz.


Königsfeld.
 Das N. 466 S. 319 des zweyten Theils in Herrn von Meding Nachrichten angezeigte Wappen ist das, welches die bey| dem Canton Gebirg gewesene Familie geführt hat.


Kospodt.

 Das Wappen dieses ehedem bey dem Ritterort Gebirg gewesenen alten Geschlechts ist: Im blauen Feld drey silberne Sterne. Der Helm trägt eine blaue roth ausgeschlagene ungarische Mütze; sie ist linksgekehrt, und im Stulp steckt auf jeder Seite eine lange silberne sich hinterwärts biegende Feder. Helmdecke silbern und blau.


Leineck und Lentersheim

 treffen mit den Wappen dieser bey dem Canton Gebirg gewesenen Familien überein.


Lochner von Hüttenbach.

 Das Wappen dieses schon verschiedene Jahrhunderte bey dem Ritterort Gebirg sich befindenden Geschlechts, das auch vor einigen Jahren von dem kaiserlichen Reichsstift Obermünster attestirt worden ist, besteht in einem von roth und blau längsgetheilten Schild mit einem silbernen Querbalken. Auf dem Helm stehen zwey Büffelshörner; das recht ist roth, das linke blau, und jedes ist mit dem silbernen Balken belegt. Helmdecken, zur Rechten silbern und roth, zur Linken silbern und blau.


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Lossau

 trifft mit dem bey dem Ritterort Gebirg sich befindenden Wappen überein. Der Wulst ist aber von Silber und roth gestickt.


Lüchau.

 Dieses erloschene, verschiedene Jahrhunderte mit dem Canton Gebirg verbunden gewesene Geschlecht hat folgendes zum öftern attestirtes Wappen geführt: Im silbernen Feld ein blauer Pfal. Auf dem gekrönten Helm ein schwarzer ausgebreiteter Flug, und jeder Flügel ist mit sieben silbernen Lindenblättern 2. 2. 2. 1. belegt. Helmdecken silbern und blau.


Marschall von Ebneth.

 Weil Marschall von Ebneth mit Redwitz einerley Geschlechts und Herkommens ist, so haben beyde auch anfänglich einerley Wappen geführt. Nur in jüngern Zeiten findet sich bey Marschall die Herolds- und gemeine Figur links gewendet. Unten bey Redwitz soll das Wappen genau angezeigt werden.


Minkwitz.

 Das im ersten Theil S. 394 von Hn v. M. beschriebene Wappen ist mit dem bey dem Canton Gebirg sich findenden ganz einstimmig.


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Münster.

 Das im ersten Theil N. 561 angezeigte Wappen ist dem gemahlten Wappen gleich, welches das Domcapitel zu Bamberg attestirt hat.


Graf von Plettenberg

 ist nach dem Erzstift-Mainzischen Zeugniß ein von Gold und blau längsgetheilter Schild. Auf dem gekrönten Helm zwey Straußenfedern, die rechte ist golden, die linke blau. Helmdecken golden und blau.


Pölnitz.
 Das freyherrliche Wappen ist geviertet, und hat einen mit einer Freyherrnkrone bedeckten Mittelschild, welcher im silbernen Feld einen blauen eingebogenen Sparren führt. Alle vier Felder des Hauptschilds sind roth. Das erste und vierte ist mit goldenen Schindeln bestreut, und hat einen goldenen doppeltgeschwänzten Löwen. In jenem Feld ist er links- in diesem rechts gekehrt. In dem zweyten und dritten Feld ist ein gemeines ausgerundetes silbernes Kreuz. Drey gekrönte Helme. Auf dem mittelsten stehen zwey Büffelshörner, davon das rechte blaue mit einem silbernen- und| das linke silberne mit einem blauen Querbalken belegt ist. Der zweyte trägt einen wachsenden doppelten schwarzen Adler, und der dritte einen eisernen Feuerkorb, woraus Flammen schlagen. Decken des mittlern Helms, silbern und blau; des zweyten, golden und roth; des dritten, silbern und roth.

 So haben es das Domcapitel zu Wirzburg und das Stift Obermünster bezeugt.


Praßberg genannt Vogt von alten Summerau und Praßberg
 ist quadrirt mit einem Mittelschild. Dieser ist gekrönt, und hat im goldenen Feld einen doppelköpfichten schwarzen Adler. Das erste und vierte goldene Feld des Hauptschilds führt eine von der Linken zur Rechten gebogene Stange eines Hirschgeweihes in natürlicher Farbe mit fünf Enden. Im zweyten und dritten blauen ist ein goldener Stern, und jeder Strahl ist mit einem schwarzen gemeinen Kreuz besetzt. Zwey Helme: der erste trägt einen silbernen Brackenkopf und Hals. Auf dem zweyten ist ein blauer mit Hermelin ausgeschlagener Hut, und auf diesem steht der Stern des zweyten und dritten Felds. Die Helmdecken sind zur Rechten silbern und schwarz, zur Linken golden und| blau. Blasonirt nach dem von dem Schwäbischen Canton Hegäu, Allgäu und am Bodensee attestirten Wappen.


Quernheim

 führt im silbernen Feld einen rothen Querbalken. Der Helm ist mit einem von Silber und roth gestickten Wulst bedeckt, und auf diesem stehen zwey silberne Flügel, davon der rechte mit einem schräglinken- und der linke mit einem schrägrechten rothen Balken belegt ist. Helmdecken silbern und roth.

 So hat es der Teutsche Orden bezeugt.


Redwitz.

 Ist von blau und Silber achtmahl quergetheilt, und hat einen schrägrechten gefluteten rothen Balken. Auf dem Helm: Kopf und Hals eines rothen Einhorns. Helmdecke, silbern und roth.

 So haben es die Domcapitel zu Bamberg und Wirzburg auch das adeliche Damenstift zu Schwarz-Rheindorf attestirt.


Reizenstein

 ist vollkommen mit dem Wappen einstimmig, das diese alte, seit verschiedenen hundert Jahren unter dem Canton Gebirg ansäßige Familie führt.


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Retzdorf.

 Von diesem Geschlecht habe ich zweyerley Wappen im Archiv gefunden. Das eine: im silbernen Feld ein springendes rothes Einhorn. Auf dem gekrönten Helm eben dieses wachsend. Helmdecke, silbern und roth. Das andere: eben dieser Schild: auf dem gekrönten Helm aber wächst nicht nur das beschriebene Einhorn, sondern auch zur Linken eine silberngekleidete Frauensperson hervor, die den linken Arm reicht, darauf sich das Einhorn lehnt.


Retzow.

 Nach dem Zeugniß der Meklenburgischen Landschaft: Im rothen Feld drey blaue Pfeilspitzen. Den Helm deckt ein blau und roth gestickter Wulst, darauf drey Straussenfedern stecken; die mittelste silbern, die beyden andern grün. Helmdecke blau und roth.


Riedesel.
 Im goldenen Feld ein vorwärtssehender Eselskopf in natürlicher Farbe, mit drey grünen Blättern im Maul. Der Helm ist mit einem von Gold und schwarz gestickten Wulst bedeckt, und trägt einen ausgebreiteten| schwarzen Flug; jeder Flügel ist mit einem goldenen Schildlein belegt, das den beschriebenen Eselskopf führt. Helmdecken golden und schwarz.

 Blasonirt nach dem Wappen, das der Ritterort Rhönwerra als richtig bezeugt hat.


Riedheim.

 Im silbernen Feld ein springender grauer Esel. Auf dem Helm zeigt sich wachsend eben dieser Esel. Helmdecke silbern und schwarz.

 So wird dieses Wappen bey dem Domcapitel zu Bamberg attestirt. Nach Mainzischen und Wirzburgischen Urkunden ist der Schwanz durch die Beine gesteckt, und in letztern der Esel linksgekehrt.


Röder.

 Hier hätte ich einen ausführlichen Beweis gewünscht, daß auf dem Helm ein oben abgestumpfter Thurm und keine goldene Apothekerbüchse ist: denn diese Familie ist im 1512 Jahr bey dem Canton Gebirg ansäßig gewesen, das Wappen aber habe ich nicht genau entdecken können.


Rüd von Collenberg.

 ist im 1 Theil N. 712 so angezeigt, wie es der Canton Ottenwald attestirt hat.


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Rußworm

 führt im goldenen Feld einen knieenden schwarzgekleideten Mönch mit bloßen Haupt; er wendet sich links und sieht vorwärts. Auf die linke Hand, von der ein Rosenkranz herabhängt, hat er ein aufgeschlagenes Buch gelegt, und zeigt mit der Rechten auf die Schrift. Auf dem gekrönten Helm wird eben diese Figur wiederhohlt. Helmdecke golden und schwarz.

 Blasonnirt nach dem Attestat des Cantons Rhönwerra.


Saulheim oder insgemein Hund von Saulheim

 führt nach dem Zeugniß des Domcapitels zu Bamberg: im silbernen Feld drey linksgekehrte rothe Monde mit einem schwarzen Stern in der Vertiefung. Der Helm trägt einen gewöhnlichen rothen Mond und hinter diesem einen schwarzen Federbusch. Helmdecke silbern und roth.


Graf von Schaken.
 Ein gevierter Schild mit einem Mittelschild. Das erste und vierte rothe Feld des Hauptschilds führt eine silberne Lilie. Das zweyte und dritte goldene Feld einen| blauen goldgekrönten und doppeltgeschänzten Löwen. Der Mittelschild hat im blauen Feld zwey gestürzte in Form eines Andreaskreuzes gelegte Flöten von gewöhnlicher Farbe. Auf dem Schild, der mit Palmenzweigen umgeben ist, steht eine Krone.

 Nach dem Zeugniß des reichsunmittelbaren Burggrafthums Friedberg blasonnirt.


von Schaumberg

 ist im ersten Theil S. 508 oder N. 727 richtig angegeben, ausser, daß jeder Ball oder Granatapfel auf dem Rost, ingleichen die Spitze der Mütze und ihr Stulp vornen und hinten allemahl mit drey schwarzen Hahnenfedern besteckt ist.

 So bezeugen es auch die Domcapitel zu Bamberg und Wirzburg, ingleichen das adeliche Damenstift Schwarz-Rheindorf.


Schenk von Castell.

 Das gräfliche Wappen trifft nach den Zeugnissen der Domcapitel zu Bamberg und Wirzburg mit dem überein, das S. 513 des I Th. angezeigt ist: doch sind die Löwen nicht – die beyden Helme aber gekrönt.


Schenk von Geyern

 ist ganz den Zeugnissen des Domcapitels zu Bamberg und des Cantons Altmühl gemäß.


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Schenk von Stauffenberg.

 Im silbernen Feld zwey leopardirte blaue Löwen mit doppelten Schwänzen und hervorgeschlagenen Zungen, und zwischen diese ist ein rother Querbalke gezogen. Der Helm ist mit einem Fürstenhut bedeckt, der vorne und hinten mit zwey gestürzten Schalmeyen in eigener Farbe besetzt ist. Jede ist mit zwey rothen Querbalken bezeichnet, und in der Öffnung mit fünf schwarzen fliegenden Hahnenfedern besteckt. Helmdecken silbern und blau.

 Nach den Zeugnissen des Erzstifts Mainz und der Domcapitel zu Bamberg und Wirzburg blasonnirt.


Schlammersdorf.

 Das im II Th. S. 518 angezeigte Wappen stimmt vollkommen mit dem überein, das die im Canton Gebirg bisher angesessene Familie führt.


Schleifras
 ist von Gold und roth nach der Länge getheilt: und hat im ersten Feld ein rothes linksgekehrtes Breitbeil mit dergleichen Stiel. Das zweyte führt einen schwarzen Kesselhaken, dessen Zacken sich gegen die linke Seite kehren.| Der gekrönte Helm trägt einen geschlossenen linksgewendeten rothen Flug mit goldenen Schwingen. Die Helmdecke ist golden und roth.

 Nach dem Zeugniß des Teutschen Ordens.


Schönfeld,

 welches Geschlecht bey dem Ritterort Gebirg immatriculirt war, hat im goldenen Feld einen schrägrechten auf jeder Seite dreymahl geästeten schwarzen Stamm. Auf jedem gekrönten Helm steckt ein Busch von fünf rechts – und vier linksgebogenen schwarzen Hahnenfedern. Helmdecken golden und schwarz.


Schütz von Holzhausen.

 Im goldenen Feld drey schwarze runde Hüte mit zwey herabhängenden unten in einander geschlungenen rothen Schnüren. Der gekrönte Helm trägt einen von schwarz und Gold nach der Länge getheilten Mannsrumpf mit silbernen Kragen, grauen Bart, gekrausten Haar und runden schwarzen Hut auf dem Kopf. Helmdecke golden und schwarz.

 Nach dem Zeugniß des Domcapitels zu Wirzburg blasonnirt.


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Seckendorf.

 Das Wappen der Linie Seckendorf-Aberdar ist im I Th. S. 555 N. 798 vollkommen richtig angezeigt.

 Seckendorf-Gutend aber unterscheidet sich so: Auf dem Schild liegt eine rothe Mütze mit silbernen Stulp, daraus ein grüner Federbusch hervorgeht: drey Federn neigen sich zur Rechten und vier zur Linken.


Graf von Seinsheim.

 Ist ein quadrirter Schild. Das erste und vierte Feld ist von Silber und blau sechsmahl nach der Länge getheilt. Im zweyten und dritten goldenen Feld ist ein goldgekröntes springendes wildes Schwein in natürlicher Farbe. Auf dem Schild zwey gekrönte Helme. Auf dem ersten steht ein linkssehender spitzbärtiger Mannsrumpf in voller Kleidung mit silbernen Kragen, hat auf dem Kopf eine hinten herabhängende rothe Müze mit rother Quaste und silbernen Stulp. Der zweyte Helm trägt das aufspringende wilde Schwein. Helmdecken zur Rechten Silber und blau, zur Linken Gold und schwarz.

 Ich habe es nach dem Wappen des von dem Bayerischen St. Georg Ritterorden| ausgestellten Zeugnisses blasonnirt, muß aber noch anmerken, daß in der beygesetzten Beschreibung die Helmdecken zur Rechten Silber und blau angegeben sind.


Sickingen.

 Im schwarzen mit einem rothen Schildsrand umgebenen Feld fünf silberne Pfenninge in Form eines Andreaskreuzes. Der Helm trägt einen goldenen Schwanenhals mit einem Theil der Brust. An der Rückseite ist er mit drey rothen Kugeln besetzt, und auf jeder stecken drey schwarze Federn. Helmdecke golden und schwarz.

 So ist es von dem Domcapitel zu Wirzburg attestirt.


Spiegel von Bickelsheim.

 Nach dem Zeugniß des Domcapitels zu Halberstatt haben die Spiegel eine schmale goldene Einfassung.


Stein.
 Das Fränkische von reichsunmittelbaren Burggrafthum Friedberg attestirte Geschlechtswappen hat, im silbernen Feld einen schwarzen schrägrechts gezogenen Balken, und auf dem Helm einen silbernen offenen Flug mit dem schwarzen schräglinks-| und rechts gezogenen Balken belegt. Helmdecke silbern und schwarz.


Stiebar von Buttenheim.

 Dieses verschiedene Jahrhunderte bey dem Canton Gebirg ansäßig gewesene Geschlecht hat das Wappen so geführt: Der Schild ist von Silber und schwarz quer getheilt. Die obere Hälfte hat ein rothes Eisen von einem Spies, das aus dem untern Feld hervorgeht. Auf dem Helm zwey schwarze runde Mützen mit Hermelin ausgeschlagen, davon die obere auf die untere gestürzt ist. Auf jenem stecken sieben schwarze Hahnenfedern; vier sind rechts – drey links gebogen. Helmdecke silbern und schwarz.


von der Tann.
 Ein gevierter Schild mit einem Mittelschild, welcher eine gekrümmte Forelle im rothen Feld führt. Im ersten und vierten silbernen Feld des Rückschildes steht auf einem grünen Hügel ein ausgeschlagener Tannenbaum. Das zweyte und dritte goldene Feld führt einen blauen goldgekrönten Löwen mit doppeltem Schwanz. Drey gekrönte Helme. Auf dem mittelsten steht ein rother Säulenschaft mit einem goldenen Capital, das mit drey Straußenfedern besteckt ist:| die mittelste silbern, die beyden andern roth, und über dem Schaft nahe an dem Capital liegt eine gekrümmte Forelle. Der zweyte Helm trägt eine wachsende roth gekleidete Jungfrau mit fliegenden Haaren, und auf dem Kopf einen blauen Reichsapfel mit goldenem Kreuz. Sie hält in der rechten zur linken Seite gewendeten Hand eine zu sich gekehrte Sichel mit goldenem Hefte, auf welcher oben fünf Pfauenfedern stecken. Auf dem dritten Helm ein wachsender bärtiger Mann im Harnisch. Auf seinem Kopf stecken drey Straussenfedern, die mittelste blau, die beyden andern golden. In der rechten Hand hält er ein blosses Schwerd, die linke ist untergestützt. Decken des mittlern Helms silbern und roth, die der beyden andern golden und blau. Schildhalter, zwey wilde Männer: jeder hält einen ausgerissenen grünenden Stamm in seinen Armen.

 Ein eben so gemahltes Wappen hat der Canton Rhönwerra attestirt.


Trautenberg.

 Die Blasonnirung S. 616 des I. B. ist vollkommen richtig: dieses Geschlecht war bey dem Canton Gebirg begütert.


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Venningen.

 Im silbernen Feld zwey rothe in Form eines Andreaskreuzes gelegte Lilien. Auf dem Helm steht eine silberne mit Gold eingefaßte Inful, die mit den Lilienstäben belegt – und oben mit einem Busch von sieben weissen Hahnenfedern besteckt ist; drey davon beugen sich rechts, und vier links. Helmdecke silbern und roth.

 Blasonnirt nach dem Wappen, das der Canton Rhönwerra attestirt hat.


Vitzthum.

 Im goldenen Feld einen schrägrechts-liegenden schwarzen Stamm, oben mit zwey abgeschnittenen Ästen, und in deren Mitte einen rothen Apfel am grüner Stiel, unten mit zwey dergleichen Äpfeln und Stielen, und in deren Mitte einmahl geästet. Der gekrönte Helm trägt eben diesen auch etwas schrägrechts gerichteten Stamm, der oben mit drey silbernen Straußenfedern besteckt ist. Helmdecken golden und schwarz.

 Nach dem Zeugniß der gefürsteten Abtey Fulda attestirt.


Graf Voit von Rieneck
 Ist geviertet mit einem Mittelschild, der einen fortschreitenden silbernen Widder im| rothen Feld führt. Das erste und vierte Feld ist von Silber und roth achtmahl quergetheilt, und das zweyte und dritte silberne Feld führt in Form eines Andreaskreuzes zwey auf jeder Seite dreymahl geästete Stämme, davon der rechte von blau und Silber, der darüber liegende linke von Silber und roth nach der Länge getheilt ist.

 Drey Helme. Der mittlere ist von einer purpuprfarbnen mit Silber ausgeschlagenen Mütze bedeckt, und trägt einen gehenden silbernen Widder. Die beyden Seitenhelme sind gekrönt, und jeder führt einen wachsenden silbernen Schwan mit ausgebreiteten Flügeln. Helmdecken silbern und schwarz.


Voit von Salzburg.

 Im silbernen Feld einen eckichtgezogenen schwarzen Querbalken. Der gekrönte Helm trägt eine mit dem Balken des Schilds belegte silberne Säule: auf ihrem Gesims stecken fünf schwarze Hahnenfedern, drey beugen sich rechts, zwey links. Helmdecken silbern und schwarz.

 Die Richtigkeit hat die gefürstete Abtey Fulda bezeugt.


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Waldenfels, Wallenfels

 Das S. 642 des I Th. angegebene Wappen ist mit dem ganz einstimmig, welches dieses schon vor einigen Jahrhunderten bey dem Ritterort Gebirg begüterte Geschlecht führt.


Wambold von Amstatt.

 Ist von schwarz und Silber in zwey Reihen sechsmahl der Länge nach gespitzt: das Silber geht aufwärts.[1] Der Helm trägt einen linksgekehrten Brackenkopf und Hals mit ausgeschlagener Zunge, schwarzen Ohren, schwarzen Halsband und dergleichen Ring. Helmdecke silbern und schwarz.

 So hat es der Ritterorden St. Georg attestirt.


Wazdorf.

 1) Nach dem Zeugniß des freyadelichen Magdalenenstifts zu Altenburg:

 Ein von schwarz und Gold längsgetheilter lediger Schild. Auf dem Helm zwey Büffelshörner, das rechte schwarz, das linke golden, und jedes ist in der Mündung| mit einer – und an der äussern Seite die Länge herab mit fünf Pfauenfedern besteckt. Helmdecken golden und schwarz.

 2) Nach dem Attestat dreyer Vogtländischen Cavaliers:

 Von Gold und schwarz in die Länge getheilter Schild. Auf dem Helm zwey Büffelhörner, das rechte schwarz, das linke golden. In jeder Mündung steckt eine Pfauenfeder, und an der auswendigen Seite drey. Helmdecken golden und schwarz.


Weiden.

 Ein nach der Länge getheilter Schild. Die rechte Hälfte ist grün und mit einem silbernen Querbalken durchgezogen: die linke roth. Auf dem Helm zwey Büffelshörner rechts und links mit eben der Figur und den Tincturen, wie der Schild: jedes ist in der Öffnung mit einer Pfauenfeder und an der äussern Seite noch mit zwey dergleichen besteckt. Helmdecken zur Rechten silbern und grün, zur Linken silbern und roth.

 Blasonnirt nach dem Zeugniß der gefürsteten Abtey Fulda.


Werdenstein.
 Ein von roth und Silber viermahl gesparrter Schild. Auf dem Helm ein rundes| rothes Kissen, darauf ein weises vorwärts gekehrtes Kaninchen sitzt. Helmdecke silbern und roth.

 Nach dem Zeugniß des Domstifts zu Bamberg.


Werdnau, Wernau

 hat im silbernen Feld einen schwarzen schrägrechts gezogenen Balken, welcher mit drey goldenen Münzen der Länge nach belegt ist. Der gekrönte Helm trägt einen silbernen Mond; auf jedem Horn steckt ein goldener Pfenning mit drey schwarzen Hahnenfedern geziert. Helmdecken silbern und schwarz.

 So hat es das Domcapitel zu Wirzburg attestirt.


Wildenstein.

 Das im II Th. S. 661 N. 974 beschriebene Wappen trifft ganz mit dem überein, wie es sich bey dem Ritterort Gebirg findet.


Zolner von Brandt.
 Das Wappen dieses zum Ritterort Gebirg gehörigen Geschlechts ist ein goldener durch einen rothen Faden quergetheilter Schild. In der obern Hälfte wächst ein schwarzer goldgekrönter Löwe mit doppelten Schwanz hervor. Die untere führt ein mit| einem rothen Mantel bedecktes Bruststück eines rechtssehenden Mohren mit einer von roth und Silber gestickten Stirnbinde. Auf dem gekrönten Helm ist der wachsende Löwe wie in der obern Schildshälfte. Helmdecke golden und schwarz.



  1. Herr von Meding versteht vermuthlich S. 647. eben dieses, wenn er sich so ausdrückt: Einen von schwarz und Silber quergetheilten Schild, mit drey aneinander geschobenen Wecken, nach des Schildes abwechselnder Tinctur etc.