Topographia Alsatiae: Dambach

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Topographia Germaniae
Dambach (heute: Dambach-la-Ville)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643/44, S. 14.
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Dambach /

Dieses den Bischthumb Straßburg gehöriges Städlein / ligt zwischen Kestenholtz / und Schlettstadt / an der Scheer / so Bischoff Berchtold / ein Graff von Bucheck / der Anno Christi 1353. gestorben / zu einem Städtlein gemacht / mit Mauren und Gräben verwahret hat. Und hat es sich Anno 1444. Ritterlich wider die Armeniaken / oder Arme Gecken / wie man sie geheissen / gewehret / daß darüber der Delphin / oder deß Königs in Franckreich Sohn / selbsten mit einem Pfeil in ein Knie geschossen ward / biß es sich endlich ergeben. Anno 1592. nahmen solchen Ort die Straßburger ein. Bruschius de Episcopatibus Germaniae cap. 5. pag. 70. Hertzog in der Elsasser Chronick. lib. 2. cap. 58. fol. 111. et lib. 3. cap. 7. Theils nennens Tanbach.

B. Phil. Kemnitz schreibet im ersten Theil / vom Königlichen Schwedischen im Teutschland geführten Krieg / lib. 4. daß / nach Eroberung Benfelden / die Schwedischen im Elsaß / etc. Marckelsheim / Dambach / Oberberckeim / Gemar / Käysersperg / Ammersweiler / Türckheim / H. Creutz / Herlisheim / Moltzheim / Schletstadt / das Schloß Horburg / Endingen / Collmar / und Hagenau / Anno 1632. wie auch Senheim / Than / Kentzingen / Freyburg / erobert hätten; und seye der Feld-Marschall Horn darauff gen Neutstadt im Schwartzwald kommen. Anno 36. haben Dambach die Käyserlichen verlassen / und hat solches Städtlein ein Schwedische Salvaquardi auß Benfeld eingenommen.

Es ist auch ein Dambach / im Undern-Elsaß so ein Dorff / den Herren Graffen von Hanau gehörig.

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